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Spaziergänger im Park, 1913/14, aus einem Skizzenbuch

Paradiesische Farben: August Macke zum 100. Todestag

Heute, am 26. September, jährt sich der Todestag von August Macke zum 100. Mal. Im neuen LWL-Museum für Kunst und Kultur sind seit dem vergangenen Wochenende in einem eigenen Raum wesentliche Werke des westfälischen Künstlers wieder zu sehen.

Nacktes Mädchen mit roter Blume (Gelber Akt), 1911

Macke-Forschung

Münster steht heute im Mittelpunkt der Macke-Forschung. Nicht nur, weil es dem LWL-Museum für Kunst und Kultur gelang in den vergangenen Jahren wesentliche Werke von August Macke zu erwerben oder als Dauerleihgabe ans Haus zu binden, sondern gleichzeitig Forschungsprojekte anzustoßen und durchzuführen.

Skizzenbücher aus dem Archiv

Zu den Forschungsaktivitäten gehören die Aufarbeitung der Skizzenbücher, die Veröffentlichung der Werkverzeichnisse der Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Skizzenbücher, der Sicherung des Künstler-Archives, ein von der Deutschen Forschungsgesellschaft finanziertes groß angelegtes Digitalisierungsprogramm und die Dokumentation des Bestandes, sowie größere Restaurierungsvorhaben: das Wandbild 2012 und das Tunis Fotoalbum 2014. Während der Schließzeit des Museums in der Um- und Neubauphase wurde vor allem an der Digitalisierung der Skizzenbücher gearbeitet, das Archiv des Künstlers umgebettet und aufbereitet. Dank der Unterstützung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sind in Kürze etwa 5000 Skizzenblätter für die Öffentlichkeit zugänglich.

Blick in den Ausstellungsraum zu August Macke

Eigener Macke-Raum

In der neu konzipierten Sammlungspräsentation widmet das Museum August Macke einen eigenen Raum. Die Bildnisse seiner Familie stehen am Anfang des Raumes, in dem man anhand der Exponate die Biografie des Künstlers nachvollziehen kann. Die Arbeiten repräsentieren die wichtigsten Lebensabschnitte und Themen Mackes und geben bildhaft die Geschichte seines kurzen Lebens wieder. Neben dem einzigartigen Wandbild "Paradies" (1912), der Gemeinschaftsarbeit von Franz Marc und August Macke, werde in diesem Raum einige der zentralen Bilder mit bisher selten gezeigten Papierarbeiten aus dem Besitz des Museums gezeigt. Neben dem "Sonnigen Weg" (1913), eines der beliebtesten Motive der Münsteraner, sind das "Modegeschäft" (1913) und das "Tunesische Hafenbild" (1914) zu sehen. Zudem bietet sich hier eine der seltenen Gelegenheiten eines der berühmten Tunisaquarelle zu besichtigen. In den ausgestellten Werken kommt nicht nur sein zeichnerisches Talent zum Ausdruck – Stift und Notizbuch waren immer zur Hand –, sondern sein sicheres Gespür für Komposition und Farbe und seine unglaubliche Fähigkeit, die Farben zum Leuchten zu bringen.

Publikationsdatum: 26.09.2014

Themen: Neubau, Kunstwerke