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Kuratorin Melanie Bono, der Künstler Otto Piene und Museumsdirektor Dr. Herrmann Arnhold (Foto: HN)

Es werde Licht!

Lichtshow und hoher Besuch: Der Künstler Otto Piene zu Gast bei Lichtprobe am Neubau

Wer genau aufgepasst hat, dem ist in letzter Zeit vielleicht eine kleine Veränderung an unserem Neubau aufgefallen: dort war bis vor ein paar Tagen ein Teil des Werkes „Silberne Frequenz“ von Otto Piene an der Südfassade gegenüber vom Aegidiimarkt zu sehen. Piene (geb. 1928) gilt als Pionier der Lichtkunst und der öffentlichen Kunst am Bau. Wir besitzen einige Kunstwerke von ihm in unserer Sammlung, am bekanntesten ist aber wohl die „Silberne Frequenz“, eine Lichtinstallation aus 635 Kugeln, die er 1970 für die Fassade unseres  alten Neubaus geschaffen hat.

Die "Silberne Frequenz" am alten Neubau

16 Kugeln dieser Lichtwand sind nun probeweise am Neubau montiert worden, wo sie in veränderter Form auch in Zukunft leuchten soll. Die Kugeln werden dazu ausgetauscht: Zuvor aus Aluminium werden sie nun aus Edelstahl produziert. Außerdem wird die Technik durch LED-Lampen ersetzt, welche über ein Computerprogramm gesteuert werden und Muster formen, die individuell gestaltbar sind.

Pienes Installation, wie sie in Zukunft am Neubau zu sehen sein wird

Um sich ein Bild vom Neubau zu machen und vor allem über die Farbtemperatur des Lichts in der „Silbernen Frequenz“ zu entscheiden, stattete Otto Piene dem Museum jetzt einen Besuch ab. In den Abendstunden wurden die Kugeln mit zwei unterschiedlichen Lichtfarben - kaltem und warmen Licht - bespielt. Piene beriet sich mit Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold und der Kuratorin für Gegenwartskunst, Melanie Bono, und entschied sich schließlich für den wärmeren Ton, der seiner Ansicht nach besser zu Münster und seinem Stadtbild passe. Der Künstler freute sich, dass sein Werk weiterhin am Landesmuseum präsent sein wird und ist überzeugt, dass die Installation durch die neue Technik an Tiefe gewinnt.

Hier die schönsten Bilder des Abends:

16 Kugeln der Lichtinstallation „Silberne Frequenz“ wurden an der Südfassade des Neubaus montiert (Foto: WW)
Am Abend werden die Kugeln mit zwei verschiedenen Lichtfarben beleuchtet (Foto: WW)
Die Leuchtdioden in den Kugeln können über ein Computerprogramm gesteuert werden (Foto: HK)
Otto Piene berät sich vor Ort mit dem Lichttechniker (Foto: HN)
Die Kugeln von Nahem (Foto: HK)
Die Kugeln der Installation sind von Wind und Wetter gezeichnet. Für die Neuinstallation werden die alten durch neue Exemplare aus Edelstahl ersetzt. (Foto: HK)
Blick in eine Kugel (Foto: HK)
Otto Piene entscheidet sich für den wärmeren Lichtton (Foto: HK)
Bis zur Neuinstallation erlöschen die Lichter vorerst wieder (Foto: HK)

Hendrickje Kehlenbeck

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Publikationsdatum: 22.01.2013

Themen: Neubau, Baustelle, Kunstwerke, Museumsteam