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beim Blog des LWL-Museums für Kunst und Kultur!

Ganz weit oben...Foto: EDK

Abgründe und Weitblicke

Mein erster Blogbeitrag ist eher ein Bildbeitrag: Ich möchte euch teilhaben lassen an den tollen Ausblicken und tiefen Eindrücken, die ich bei meinem Ausflug auf das Museumsdach genießen durfte.

9 Etagen geht es auf dem Baugerüst nach oben.

Wie weit ist es bis zum Himmel?

Als mich Claudia Miklis fragt, ob ich mit der Fotografin Elisabeth Deiters-Keul auf das Dach des neu gebauten Museums steigen will, bin ich direkt begeistert und freue mich außerdem, bei dem schönen Wetter meinen Büroplatz mit der Außenwelt tauschen zu können. Dann stehen wir drei vor dem Baugerüst, das ungefähr 18 m in die Höhe reicht. Doch recht stattlich, denke ich, die ich auch noch nie auf einem wackeligen Baugerüst herum geklettert bin. Da werden doch glatt meine Hände feucht. Vielleicht liegt das aber auch an dem Kaffee, den ich gerade noch getrunken habe? Ok, ich gebe es zu: Etwas aufgeregt bin ich.

Zum Schluss ist die Angst doch verflogen und ich wage mal einen Blick in den Abgrund. Sieht ja gar nicht so schlimm aus.

Den altbewährten Tipp „Nicht runtergucken“ beherzige ich erst einmal. Wobei ich normalerweise keine Höhenangst habe. Der Aufstieg verläuft über das Baugerüst, das mit recht komfortablen Treppen ausgestattet ist, so dass das Vorankommen unproblematisch verläuft. Oben angekommen, haut mich die Aussicht glatt um. Bei strahlend blauem Himmel, auf dem nur vereinzelt Schäfchenwolken herumdümpeln, sehe ich mir Münster von oben an und knipse ein Foto nach dem anderen.

Knick im Dom, äh, Dach...ja, wie nun?
Die Fotografin Elisabeth Deiters-Keul bei der Arbeit. Links das Motiv, das auch sie gereizt hat, auf den Auslöser zu drücken.
Viel Kies soll von unten nach oben...

Wie kommt eine Tonne Kies auf's Dach?

Gleichzeitig dokumentieren wir die Arbeiten auf dem Dach: Es wird gerade eine wasserdichte und wurzel-abwehrende Folie auf dem Dach verlegt. Darüber wird Kies als Beschwerung gekippt und anschließend werden in genau vermessenen Abständen Trittsteine verlegt. Spannend ist, wie der Kies auf’s Dach gelangt: Der wird nämlich von unten auf- und nach oben gesaugt mittels eines überdimensionierten Staubsaugerrüssels.

...durch diesen Staubsaugerrüssel kommt der Kies auf's Dach.
Bevor es wieder runter geht, schieße ich noch ein romantisches Bild vom Dom.

Text und Fotos (bis auf eine gekennzeichnete Ausnahme): Judith Frey

Publikationsdatum: 19.06.2013

Themen: Neubau, Baustelle, Architektur, Museumsteam