Herzlich willkommen

beim Blog des LWL-Museums für Kunst und Kultur!

Silhouetten auf der Baustelle vor einem strahlend blauen Himmel. Foto: Claudia Miklis

#BestBlog: Noch mehr Fragen?

Das #BestBlog #Blogstöckchen geht in die nächste Runde mit 11 Fragen zu unserem Neubau von archicoutureLAB.

1. Der LWL baut neu. Warum?
Der alte Erweiterungsbau des Museums von 1971 war stark sanierungsbedürftig und der zeitgemäßen Präsentation der Kunstwerke nicht mehr angemessen. Darüber hinaus gab es keine gute Anbindung an den Altbau – ständig lief man in eine Sackgasse. Insgesamt kalkulierte man für die Sanierung nur geringfügig weniger Kosten als für einen Neubau, weshalb die Entscheidung nicht allzu schwer fiel. Mehr dazu findet ihr auch auf unserer Website.

2. Wann werden die neuen "Hallen" der Öffentlichkeit präsentiert/offiziell eröffnet?
Am 19. September 2014 findet die offizielle, feierliche Eröffnung statt. Nach dem politischen Festakt ist das Haus ab 19 Uhr das erste Mal komplett für die Öffentlichkeit zugänglich. Ganz besonders freuen wir uns auf Samstag, den 20. September, dann ist die Lange Nacht der Museen mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm in der ganzen Stadt und die Museen und Galerien haben bis 24 Uhr geöffnet.

3. Was passiert mit dem Altbau? Kannst Du schon etwas zum Übergang verraten? Welcher konzeptionelle Gedanke steht dahinter?
Der Altbau wird weiterhin für Ausstellungen genutzt. Zum ersten Mal gibt es einen barrierefreien Übergang zwischen Neu- und Altbau, der nahtlose Rundgänge durch die Sammlungsräume erlaubt.

Ein Ausstellungsraum unserer Sammlung ist leuchtend gelb. Foto: Elisabeth Deiters-Keul

4.  Gibt es ein spezielles Raum- und Farbkonzept?
Für die permanenten Sammlungsräume wurde eigens ein Raum- und Farbkonzept entwickelt, das auf die ausgestellten Objekte abgestimmt ist. Soviel sei verraten: die älteren Exponate aus dem Mittelalter, aber auch bis ins 19. Jahrhundert sowie die Expressionisten werden in kräftigen Farben präsentiert. Ausgenommen sind die Räume für die Gegenwartskunst und die Sonderausstellungen, die dem traditionellen White Cube entsprechen.

5. Welcher Ansatz steht dahinter?
Einmal sollen die farbig abwechslungsreich gestalteten Räume Lust machen auf die Sammlung. Die Diversität in der Ausgestaltung der Räume, auch in der Größe und den architektonischen Einbauten bietet außerdem Abwechslung für die Besucher und lässt keine Langeweile aufkommen. Darüber hinaus ermöglicht die Inszenierung mit Licht und Farbe ganz neue Sichtweisen auf viele – eigentlich altbekannte – Exponate. Einige Objekte werden aber auch zum ersten Mal präsentiert, weil im Neubau endlich Platz dafür geschaffen wurde. Besonders freuen kann man sich über einen barocken Kamin, der aus einem adligen Haushalt in der Königstraße hier in Münster stammt und über das Bockhorster Triumphkreuz. Beide Ausstellungsstücke werdem in doppelgeschossigen Räumen gezeigt und haben damit erstmals genug Raumhöhe, um angemessen zur Geltung zu kommen.

6. Wer ist der Architekt? Warum fiel die Entscheidung für ihn?
Der Neubau wurde von Volker Staab Architekten konzipiert und realisiert. Das Konzept der Berliner Architekten konnte in einem ausgeschriebenen Wettbewerb die Jury überzeugen.

Der Vorhof am Domplatz. Foto: Elisabeth Deiters-Keul

7. Wird der öffentliche Raum integriert?
Staab Architekten entwarfen eine Architektur der Höfe, die als öffentliche Passage fungieren soll. Vom Vorhof am Domplatz gelangt man in das 14,5 Meter hohe Foyer mit Tageslichtdecke, von dort in den Patio und auf den offenen Vorplatz an der Rothenburg. Dieser gesamte Erdgeschossbereich ist öffentlich – und ohne Eintritt zahlen zu müssen – zugänglich, sogar über die eigentlichen Öffnungszeiten der Ausstellungen hinaus. Hier sind alle Servicebereiche angesiedelt: das Restaurant "Lux", das auf der Sonnenseite gegenüber des Aegidii-Marktes liegt, die Bibliothek, der Museumsshop von Walther König, der Veranstaltungssaal und natürlich unser Info- und Kassenbereich.

Im Patio zeigen wir eine Videoinstallation von Pipilotti Rist, die mit großzügiger Unterstützung unseres Freundeskreises angekauft und die eigens von der Schweizer Künstlerin konzipiert wurde. Außerdem zeigen wir Kunst im Vorbeigehen: an der Südseite gibt es neben dem Westfälischen Kunstverein das "Schaufenster" für Gegenwartskunst und in der Spitze auf der Nordseite das für mittelalterliche Kunst. So wird das gesamte Spektrum, das unser Museum im Innern beherbergt, bereits von außen sichtbar: Exponate aus über 1000 Jahren Kunst und Kulturgeschichte. Nicht zuletzt zieren Ulrich Rückriems "Granit" den Vorplatz im Norden, Otto Pienes "Silberne Frequenz" und Josef Albers "Strukturale Konstellation" die Fassade des Neubaus.

8. Öffentlicher Raum = Sozialer Raum?
Wir wollen als Museum offen sein für alle. Damit erste Hürden abgebaut werden, haben wir deshalb das gesamte Erdgeschoss als öffentlichen Raum konzipiert. Auch auf Barrierefreiheit legen wir großen Wert und haben versucht, so viele inklusive Maßnahmen wie möglich in unserem Neubau umzusetzen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Es gibt taktile Leitlinien, die von außen zum Eingang an der Domplatzseite und zum Tastmodell unseres Hauses im Foyer hinführen.

Um möglichst vielen Menschen einen Zugang zum Museum zu bieten, gibt es ein breites Kulturprogramm und natürlich vielfältige Angebote im Bereich Kunstvermittlung. Mit der Neueröffnung werden wir neben Veranstaltungen für Demenzerkrankte auch für die unter 6-Jährigen Formate anbieten.

Die Installtion "Silberne Frequenz" von Otto Piene an der alten Fassade. Foto: LWL

9. Ein Werk von Otto Piene zierte bislang die Fassade. Gibt es ein neues Fassadenkonzept? Was passiert nachts?
Das bekannte Werk von Otto Piene, das bisher die Fassade geschmückt hat, wird auch am Neubau wieder erstrahlen. Gemeinsam mit dem Künstler wurde dafür ein neues Beleuchtungskonzept mit LED-Technik erarbeitet. Nach Ostern werden 406 Kugeln der "Silbernen Frequenz" an der Stelle montiert, an der sie auch die alte Fassade zierten.  

Öffentlicher Raum = Sozialer Raum. Fotos: Judith Frey, Elisabeth Deiters-Keul

10. Gibt es einen Ansatz, wie sich die Besucher das Museum "aneignen" können/sollen?
Wir wünschen uns, dass die Passage und das gesamte Erdgeschoss von der Öffentlichkeit angenommen und genutzt werden. Bereits jetzt bevölkern die Menschen den Vorplatz an der Rothenburg für ihre Mittagspause, zum Lesen, Kickern oder Sonnen, nutzen den Durchgang an der Spitze zum Domplatz oder treffen sich mehrere Generationen an der Pferdegasse.

11. Welche Bedeutung hat der virtuelle Raum für Dich?
Auch der virtuelle Raum ist generationenübergreifend! Für unsere Besucher und Menschen, die uns noch nicht kennen, bieten die verschiedenen Social Media Kanäle tolle Möglichkeiten ins Gespräch zu kommen und in Kontakt zu bleiben – gerade auch über die Zeit der Umbauphase. So entstand auch die Idee für ein virtuelles Museum, das Einblicke in die Sammlung geben sollte, während wir geschlossen haben. Zeitlich gesehen konnten wir das Museum 24/7 zwar erst dieses Jahr online schalten, wir entwickeln das Konzept aber weiter, so dass auch nach der Wiedereröffnung ein Mehrwert für die virtuellen Besucher bleibt.

Text: Judith Frey

 

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Wir werfen das Blogstöckchen weiter an die KollegInnen vom LWL-Museum für Archäologie, Herne und stellen folgende Fragen:

1. Seit wann gibt es das Museum?
2. Habt ihr eine eigene Sammlung? Wenn ja, wie viele und was für Objekte umfasst sie?
3. Habt ihr eine Dauerausstellung?
4. In welchem Turnus finden Sonderausstellungen statt?
5. Gibt es bei euch eigene Forschungsprojekte?
6. Was ist das GrabungsCamp?
7. Seit wann pflegt ihr ein eigenes Blog?
8. Warum habt ihr damit angefangen? Ist die Nutzung des Blogs gleich geblieben?
9. Welche Rolle spielen andere Social Media Kanäle für euch?
10. Gibt es zu eurem Museum eine App? Oder ist eine solche in Planung?
11. Habt ihr weitere/andere virtuelle Projekte, die ihr plant?


Kurze Anleitung für das Blogstöckchen:

1. Beantwortet elf Impulsfragen. Ihr dürft sie euch passend biegen.
2. Baut das Best Blog Award-Bildchen ein und verlinkt es mit demjenigen der es euch verliehen hat bzw. verlinkt auf den Artikel des Werfers.
3. Verfasst elf neue Fragen, spielt damit und reicht das Best Blog Blogstöckchen an zehn Blogger eurer Wahl weiter, es können auch weniger sein.

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Publikationsdatum: 23.04.2014

Themen: Neubau, Altbau, Baustelle, Architektur, Kunstwerke, Museumsteam