Herzlich willkommen

beim Blog des LWL-Museums für Kunst und Kultur!

Der Neubau des Museums mit markanter Spitze. Foto: Elisabeth Deiters-Keul

#BestBlog: Fragen über Fragen

Uns wurde von Tanja Praske das #BestBlog #Blogstöckchen mit 11 Fragen zu unserem Haus zugeworfen. Während ich diese auf mehrere Mitarbeiter verteilt habe, erreichte uns das Stöckchen erneut von archicoutureLAB. Diese Antworten kommen dann im zweiten Teil.

 

1. Wer bist du? Und was reizt dich an deinem Job?

Momentan schließe ich mein Studium der Kunstgeschichte und Skandinavistik an der WWU Münster ab und arbeite nebenbei 20 Stunden im LWL-Museum für Kunst und Kultur. Dort betreue ich das virtuelle Ausstellungsprojekt "Museum 24/7" und organisiere das Kulturprogramm mit. Darüber hinaus begeistert mich die Arbeit mit unseren Social Media Kanälen und ich versuche soviel wie möglich zu twittern oder zu bloggen. Als Tanja Praske uns das #BestBlog #Blogstöckchen zugeworfen hat, war ich sofort begeistert und habe 9 weitere Mitarbeiter gebeten eine der 11 Fragen zu beantworten. Auf das die Antworten so vielfältig wie unser Museum werden.

Michelle van der Veen (Museum 24/7)

 

Euan Uglow, The Diagonal, 1971–77, Privatsammlung © Estate of Euan Uglow Foto: Courtesy of Browse & Darby Ltd

2. Seit wann plant ihr die Ausstellung "Das nackte Leben"? Was ist die größte Herausforderung bei der Vorbereitung der Ausstellung?

Als ich mein wissenschaftliches Volontariat im April 2013 begonnen habe, waren die Vorbereitungen für die Ausstellung schon im vollen Gange. Ungefähr ein Jahr vorher wurde das Konzept zu der Ausstellung von den beiden Kuratorinnen Tanja Pirsig-Marshall und Catherine Lampert entwickelt. Die größte Herausforderung liegt aus kuratorischer Sicht darin, alle gewünschten Leihgaben zu bekommen. Ein Problem kann dabei beispielsweise der Zustand einer Arbeit sein, der einen Transport eines Werkes unmöglich macht, so dass man gleichwertige Alternativen finden muss. Da in der Ausstellung viele Leihgaben aus Privatbesitz kommen, lag die Herausforderung auch darin, herauszufinden, wo sich einige der Arbeiten befinden. Viele Sammler wollen lieber anonym bleiben, was die Recherche erschwert.

Marijke Lukowicz, wissenschaftliche Volontärin, Mitarbeit an der ersten großen Sonderausstellung "Das nackte Leben. Von Bacon bis Hockney. Malerei in London von 1950–80" nach der Neueröffnung.

Schachspiel aus der Sammlung. © LWL / Foto: Sabine Ahlbrand-Dornseif

3. Was ist das oder eines der kleinsten Objekte in der Sammlung?

Eines der kleinsten Objekte ist ein Schachspiel aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Von den filigranen Elfenbeinfiguren sind die kleinsten gerade mal 1 cm hoch und zählen damit zu den kleinsten Sammlungsobjekten im Museum. In Europa wurde Schach im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem Lieblingsspiel des Bürgertums. Die bis heute bekannte "Staunton"-Form der Schachfiguren hat sich seit dem Jahr 1849 durchgesetzt.

Malte Jung (Studentischer Volontär, Digitalisierung)

Ludwig Meidner, "Apokalyptische Stadt", 1913 © LWL

4. Hast du ein Lieblingsstück? Warum?

Ludwig Meidners "Apokalyptische Stadt" (1913) zählt für mich zu den Highlights, weil es wie kein anderes Werk der Sammlung die atmosphärisch überreizten Jahre vor dem Ersten Weltkrieg widerspiegelt und zu den Schlüsselwerken des deutschen Expressionismus gehört.

Emanuela Gruber (wissenschaftliche Volontärin)


5. Welchen Stellenwert besitzt der Blog für das Haus?

Unser Blog macht wahnsinnig viel Spaß, aber genauso viel Arbeit! Mit dem Blog haben wir eine Plattform gefunden, auf der wir Geschichten hinter den Kulissen erzählen können. Wir zeigen, wer zu unserem Team gehört, was die Kolleginnen und Kollegen im Museum machen und stellen ihre Arbeitsplätze vor. Auch unseren Neubau, der am 20. September eröffnet, können wir auf dem Blog viel anschaulicher beschreiben als auf der Website oder bei Facebook und Twitter. Zurzeit arbeiten wir daran, noch mehr Kollegen zu motivieren, an dem Blog mitzuarbeiten. Denn mir ist es ein großes Anliegen, dass die Texte aus erster Hand stammen, also live berichten. Nur das macht einen Blog lebendig und lesenswert!

Claudia Miklis (Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Der große Durchbruch! © LWL / Foto: Elisabeth Deiters-Keul

6. Hast du einen Artikelfavoriten im Blog? Wenn ja, warum?

Mehrfach habe ich mich heute durch die gesamten Blogbeiträge geklickt und muss zugeben, einen eindeutigen Favoriten unter den Artikeln habe ich nicht. Ich freue mich jedes Mal, wenn bei Facebook ein neuer Beitrag angeteasert wird und kann es kaum erwarten, ihn dann zu lesen. Besonders freue ich mich, wenn es sich um einen Beitrag handelt, der einen Blick hinter die Kulissen des Museums zulässt. Obwohl ich selber im Museum arbeite, finde ich die Hintergrundberichte von Mitarbeitern aus den verschiedensten Abteilungen oder die Eindrücke der Praktikanten besonders spannend. Der Blog bietet so jedem die Möglichkeit den Arbeitsalltag der Museumsmitarbeiter kennenzulernen und Eindrücke über den Museumsbesuch hinaus zu gewinnen. Der Beitrag vom 21.02.2013 zum Durchbruch zwischen Alt- und Neubau "Ein paar kleine Handgriffe für die Bauarbeiter – ein großer Schritt für das Museum" bat mir beispielsweise die Möglichkeit in diesem wichtigen Moment für das Haus ganz nah dabei zu sein, obwohl ich damals gerade nicht im Museum arbeitete.

Jenny Hoedemaker (Studentische Volontärin, Forschungsstelle "Westfälischer Frieden")


7. Was bedeutet dir Kultur?

Da ich aus der Archäologie komme, möchte ich diese Frage auch mit archäologischem Hintergrund beantworten. Als Student der Ur- und Frühgeschichte verstehe ich den Begriff "Kultur" im Allgemeinen als eine Gemeinschaft von Menschen, die anhand ihrer ausgrabbaren Hinterlassenschaften räumlich und zeitlich zugeordnet werden kann. Hierbei ist es besonders spannend zu sehen, wie sich manche Kulturen vermischten, sich aus anderen entwickelten, oder ganz verschwanden. Die materielle Kultur, mit dessen Hilfe dies nachvollzogen werden kann, wird unterschieden in die, die noch nicht ausgegraben bzw. entdeckt worden ist und die, die bereits geborgen wurde und der Forschung zur Verfügung steht.

Jan Philipp Schäfer (Studentischer Volontär, Digitalisierung)

Walker Art Center, Minneapolis. © 2012 Walker Art Center

8. Welche anderen Museen besuchst Du immer wieder?

-    New Museum, NY, USA
-    Walker Art Center, Minneapolis, USA
-    VanAbbemuseum, Eindhoven, NL
-    Hayward Gallery, London, UK
-    Kunsthalle Basel, CH
-    Museum Sztuki, Lodz, P

Melanie Bono (Stellvertretende Direktorin, Referentin für Gegenwartskunst)


9. Drei Veranstaltungen, die Du nach der Neueröffnung im September umsetzen möchtest oder Dir gut im Neubau vorstellen kannst?

Ab dem Spätsommer haben wir wieder zahllose neue Räumlichkeiten: den vielteiligen Neubau, aber natürlich auch den Altbau mit seinem prächtigen Lichthof und dem intimeren oberen Treppenhaus. Was mich wirklich reizt ist, diese neuen Räume für vielfältige Genres und Formate zu nutzen, um kräftige Schlaglichter auf unsere Kunst zu werfen.
Das Theaterensemble "Freuynde + Gaesdte" wird im Oktober mit einem veritablen Museums-Schauerstück den Aufschlag machen. Das freut mich besonders und die anderen Kunstgattungen folgen stehenden Fußes: in der Vorweihnachtszeit wird das Helikopter-Streichquartett von Karlheinz Stockhausen im Foyer den Höhepunkt des Jahres bilden.

Daniel Müller Hofstede (Referent für das Kulturprogramm)

Textbearbeitung: Michelle van der Veen, Judith Frey
 

Publikationsdatum: 16.04.2014

Themen: Neubau, Altbau, Baustelle, Architektur, Kunstwerke, Museumsteam, Veranstaltungen