• Sean Scully, Window With, 2015 © Sean Scully, courtesy KEWENIG and the artist, Foto: Christoph Knoch

    5.5.–8.9.2019

    Sean Scully. Vita Duplex

Bis 8. September 2019

Sean Scully. Vita Duplex

Sean Scully, 1945 in Dublin geboren und in London aufgewachsen, ist einer der international wichtigsten Protagonisten der abstrakten Kunst. Mit 98 Werken von den 1960er Jahren bis heute wird in der Ausstellung deutlich, wie Scully die Abstraktion neu interpretiert. Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe und das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster – zwei Häuser, in denen Bilder der Alten Meister und der Moderne koexistieren und die damit einen vorzüglichen Rahmen für die Kunst des geschichtsbewussten Malers Sean Scully bieten – haben diese Ausstellung zusammen erarbeitet. Sie versammelt Werke aus allen Medien: Gemälde in Acryl und Öl auf Leinwand und Aluminium, Pastelle, Aquarelle, Zeichnungen, Skizzenbücher und Druckgrafiken auf Papier sowie einige seiner Fotografien. Darüber hinaus stellt das LWL-Museum im Innen- und Außenraum drei Skulpturen von Scully aus, die erstmals in Deutschland zu sehen sind. Die Ausstellung „Vita Duplex“ stellt Sean Scully erstmals im deutschsprachigen Raum in seiner Doppelbegabung als Maler und Autor vor.

Ausstellungsansichten

  • Ausstellungsansicht

    Sean Scully vor Wall of Light Zacatecas, 2010.
    Foto: LWL / Hanna Neander

  • Ausstellungsansicht

    Besucher vor This That, 1986.
    Foto: LWL / Hanna Neander

  • Ausstellungsansicht

    Besucher vor Mariana, 1988.
    Foto: LWL / Hanna Neander

  • Ausstellungsansicht

    Sean Scully und Kuratorin Dr. Tanja Pirsig-Marshall vor Crossover Painting #1, 1974.
    Foto: LWL / Hanna Neander

  • Ausstellungsansicht

    Blick auf Wall of Light Zacatecas, 2010 und Arles-Nacht-Vincent, 2015.
    Foto: LWL / Hanna Neander

Veranstaltungen

Konzert
Nothing is abstract

Haosi Howard Chen Trio
Freitag, 10.5., 19.30 Uhr

Vortrag
Die Welt des Sean Scully

Mit Dr. Tanja Pirsig-Marshall (Kuratorin)
Donnerstag, 23.5., 19.30 Uhr

Familientag
Sonntag, 2.6., 11 - 17 Uhr

Gespräch
Frag die Kuratorin
Mit Dr. Tanja Pirsig-Marshall (Kuratorin)

Freitag, 14.6., 19.30 Uhr

Konzert
Peter Lehel Quartet

Montag, 2.9., 19.30 Uhr

Rundgänge und Workshops

Alle Informationen zu Rundgängen, Kunstgesprächen und Workshops für Individualbesucher, Gruppen, Schulklassen und Kitas finden Sie hier.

Presse

Alle Presseinformationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Sean Scully, Moor Shadow Stack, 2018, Privatbesitz © Sean Scully. Foto: LWL / Hanna Neander

Die elf Tonnen schwere Skulptur „Moor Shadow Stack“ von Sean Scully wurde anlässlich der Ausstellung vor dem Eingang des LWL-Museums für Kunst und Kultur am Domplatz aufgestellt. Mit einer Höhe von 4,6 Meter sowie einer Breite und Tiefe von 3,7 Meter kündigt das Kunstwerk aus Stahl die Ausstellung „Vita Duplex“ an. Zwei weitere Skulpturen werden in den Ausstellungsräumen zu sehen sein.

Ein Grund für die frühe Anlieferung und Installation der Skulptur ist der vielfach angekündigte Brexit. Die Skulpturen des irischen Künstlers waren zuvor im Yorkshire Sculpture Park in England zu sehen. Da bis dato unklar ist, welche strukturellen Konsequenzen der Brexit für den internationalen Leihverkehr hat, war es dem LWL-Museum für Kunst und Kultur ein wichtiges Anliegen, die Kunstwerke noch vor dem Brexit nach Münster zu transportieren. So konnte gewährleistet werden, dass die Skulpturen von Scully auf jeden Fall zum Ausstellungsbeginn am 5. Mai vor Ort installiert sind. In den britischen Behörden kommt es aufgrund des Brexit aktuell zu langen Verzögerungen. Ein- und Ausfuhren bestimmter Güter, wie beispielsweise der internationale Schwertransport eines Kunstwerkes, sind immer an Genehmigungen gebunden.

„Moor Shadow Stack“ besteht aus mehreren Schichten und erzählt eine ganz persönliche Geschichte des Künstlers: Sein Vater, von Beruf Friseur, zählte jeden Abend sein eingenommenes Kupfergeld auf dem Esstisch. Sean Scully durfte als Kind die Türme aus Geld anschließend abzählen. Diese Erfahrung inspirierte ihn zu seinen Auftürmungen von Metall. So symbolisiert die Skulptur Scullys Auffassung zu abstrakter Kunst: „Nichts ist abstrakt: Es ist immer noch ein Selbstbildnis. Ein Bildnis des eigenen Zustands“, Sean Scully.