14.2. – 15.3.

Sean Scully. Opulent Ascension

Die durch Farbe und Größe bestechende Skulptur „Opulent Ascension“ ("Opulenter Aufstieg") von Sean Scully ist vom 14. Februar bis 15. März im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster zu sehen. Auf der Biennale in Venedig lockte die begehbare Skulptur im vergangenen Jahr 300.000 Besucher in die Basilica di San Giorgio Maggiore. Zur feierlichen Präsentation am Montag (17.2.) um 18 Uhr reist Sean Scully an und spricht mit der Kuratorin Dr. Tanja Pirsig-Marshall, LWL-Museum für Kunst und Kultur, über seine Arbeit.

„Opulent Ascension“ ist mit 10 Metern Höhe die größte Skulptur, die der irisch-amerikanische Künstler je geschaffen hat. Im rund 14 Meter hohen Museumsfoyer ist die aus 34 Holzrahmen bestehende Skulptur, die mit Filz in Grün- und Ockerfarben, Blau- und Rottönen bespannt ist, für vier Wochen (14.2. - 15.3.) zu sehen. Sean Scully, 1945 in Dublin geboren und in London aufgewachsen, ist einer der international wichtigsten Protagonisten der abstrakten Kunst. Neben der Malerei bilden Skulpturen heute einen wesentlichen Bestandteil seines kreativen Schaffens. 2019 waren 98 Werke von Scully in der Ausstellung „Vita Duplex“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur zu sehen. Noch bis Ende März steht vor dem Eingang am Domplatz die passend zur Ausstellung errichtete Skulptur „Moor Shadow Stack“.

Wir freuen uns, Ihnen gemeinsam mit Sean Scully die Skulptur am 17.2. zu präsentieren. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zugänglich ist das Foyer DI - SO 10 - 20 Uhr und am Langen Freitag (14.2., 13.3.) 10 - 24 Uhr.

Ausstellungsansichten Opulent Ascension

  • Sean Scully, Opulent Ascension, 2019, Installationsansicht LWL-Museum für Kunst und Kultur. © Sean Scully. Courtesy the Artist and KEWENIG, Berlin. Foto: LWL / Hanna Neander.

  • Sean Scully, Opulent Ascension, 2019, Installationsansicht LWL-Museum für Kunst und Kultur. © Sean Scully. Courtesy the Artist and KEWENIG, Berlin. Foto: LWL / Hanna Neander.

  • Sean Scully, Opulent Ascension, 2019, Installationsansicht LWL-Museum für Kunst und Kultur. © Sean Scully. Courtesy the Artist and KEWENIG, Berlin. Foto: LWL / Hanna Neander.

  • Sean Scully, „Opulent Ascension”, 2019, Abbazia di San Giorgio Maggiore, Venice, 8 May – 13 October 2019. © Sean Scully. Courtesy the Artist and KEWENIG, Berlin. Foto: Stefan Josef Müller, Berlin.

Angebote

Feierliche Präsentation und Künstlergespräch
Mit Sean Scully und Dr. Tanja Pirsig-Marshall (Kuratorin)
Montag, 17.2., 18 Uhr
Eintritt frei

Kunstgespräche mit Cicerone
Dienstag bis Freitag, 12 16 Uhr
Samstag und Sonntag, 11 17 Uhr
Langer Freitag (14.2. und 13.3.), 18 22 Uhr

Sean Scully, Moor Shadow Stack, 2018, Privatbesitz © Sean Scully. Foto: LWL / Hanna Neander

Moor Shadow Stack

Die elf Tonnen schwere Skulptur „Moor Shadow Stack“ von Sean Scully wurde anlässlich der Ausstellung 'Vita Duplex' im März 2019 vor dem Eingang des LWL-Museums für Kunst und Kultur am Domplatz aufgestellt. Mit einer Höhe von 4,6 Meter sowie einer Breite und Tiefe von 3,7 Meter kündigt das Kunstwerk aus Stahl die Ausstellung „Vita Duplex“ an. Zwei weitere Skulpturen werden in den Ausstellungsräumen zu sehen sein.

Ein Grund für die frühe Anlieferung und Installation der Skulptur ist der vielfach angekündigte Brexit. Die Skulpturen des irischen Künstlers waren zuvor im Yorkshire Sculpture Park in England zu sehen. Da bis dato unklar ist, welche strukturellen Konsequenzen der Brexit für den internationalen Leihverkehr hat, war es dem LWL-Museum für Kunst und Kultur ein wichtiges Anliegen, die Kunstwerke noch vor dem Brexit nach Münster zu transportieren. So konnte gewährleistet werden, dass die Skulpturen von Scully auf jeden Fall zum Ausstellungsbeginn am 5. Mai vor Ort installiert sind. In den britischen Behörden kommt es aufgrund des Brexit aktuell zu langen Verzögerungen. Ein- und Ausfuhren bestimmter Güter, wie beispielsweise der internationale Schwertransport eines Kunstwerkes, sind immer an Genehmigungen gebunden.

„Moor Shadow Stack“ besteht aus mehreren Schichten und erzählt eine ganz persönliche Geschichte des Künstlers: Sein Vater, von Beruf Friseur, zählte jeden Abend sein eingenommenes Kupfergeld auf dem Esstisch. Sean Scully durfte als Kind die Türme aus Geld anschließend abzählen. Diese Erfahrung inspirierte ihn zu seinen Auftürmungen von Metall. So symbolisiert die Skulptur Scullys Auffassung zu abstrakter Kunst: „Nichts ist abstrakt: Es ist immer noch ein Selbstbildnis. Ein Bildnis des eigenen Zustands“, Sean Scully.