Unter diesem Titel zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster rund 140 Objekte von 37 Künstlern aus der Sammlung der Westfälischen Provinzial Versicherung. Das seit den frühen 1980er-Jahren zusammengetragene Konvolut umfasst 1700 Werke von der Moderne bis zur Gegenwart. In der Auswahl wird das Profil der Sammlung sichtbar: Neben Künstlerinnen und Künstlern der Moderne wie Emil Nolde, Ida Gerhardi und Peter August Böckstiegel, wurden in den letzten zwei Jahrzehnten vor allem auch Werke der Konrad-von-Soest-Preisträgerinnen und -Preisträger erworben.

Material, Farbe, Form und Bildsprache könnten kaum unterschiedlicher sein: Geometrie und Abstraktion, Bildnisse und Studien, Landschaften (Natur-, Industrie- und Stadtansichten), die Verwendung von organischen Materialien sowie Werke mit politischen Ansätzen bilden die Klammer um die vielseitigen Exponate, die in fünf großen Sonderausstellungsräumen des Museums präsentiert werden. Skulpturen von Ulrich Rückriem und Timm Ulrichs, Textilarbeiten von Josef Albers, Fotografien von Barbara Klemm und Bernd und Hilla Becher sowie Gemälde von Martin Kippenberger und große Handsiebdrucke von Katharina Fritsch machen die Vielfalt der Sammlung sichtbar und eröffnen unerwartete Perspektiven.

Mit der Ausstellung Unerwartete Begegnungen möchte das Museum, welches die Sammlung als Dauerleihgabe betreut, nicht nur die Unternehmenssammlung einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen, sondern auch deren Bedeutung als kulturhistorisches Gut für die Region sichtbar werden lassen. Nach den Ausstellungen in Ahlen 2008 und Kloster Corvey 2013 ist die Sammlung erstmals in größerem Umfang im LWL-Museum für Kunst und Kultur zu sehen. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreich bebilderter Katalog im Kerber Verlag in deutscher Sprache.

Zur Finissage am Sonntag (25.2.) findet um 12 Uhr ein Künstlergespräch mit Andreas Siekmann statt.