Ausschnitt aus: Pauwels Franck, gen. Paolo Fiammingo, „Amori“: Il frutto dell'amore (Die Leidenschaft), 1585/89, © KHM-Museumsverband

9. Oktober 2020 – 14. Februar 2021

Passion Leidenschaft. Die Kunst der großen Gefühle

9. Oktober 2020 – 14. Februar 2021

Passion Leidenschaft. Die Kunst der großen Gefühle

Neid und Wut, Liebe und Hass, Begehren und Eifersucht – starke Gefühle sind so alt wie die Menschheit selbst. Im westlichen Kulturkreis reicht die künstlerische Auseinandersetzung mit den menschlichen Emotionen und Leidenschaften bis in die Antike zurück. In einer großen internationalen Ausstellung wird im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster zum ersten Mal mit 200 Exponaten ein Bogen geschlagen von diesen Anfängen bis in die heutige Zeit. Die Darstellung herzzerreißender, hochdramatischer, zutiefst beglückender und bis ins Mark erschütternder Figuren und Szenen zieht sich als roter Faden durch die gesamte abendländische Kunstgeschichte. Große Gefühle verändern die Welt, sie beeinflussen unser Denken und Glauben, sie führen zu Krieg und Widerstand. In Politik und Gesellschaft sind Emotionen aktueller denn je. Die Schau versammelt Gemälde, Skulpturen, Fotos und Videoinstallationen von Matthias Grünewald, Peter Paul Rubens, Anthonys van Dyck, Camille Claudel, Auguste Rodin, Egon Schiele, Edvard Munch, Käthe Kollwitz, Hermann Nitsch, Bill Viola, Maria Lassnig und vielen mehr.

Leidenschaften führen dazu, dass Menschen ihren Verstand verlieren. Aber ohne starken inneren Antrieb hätte Leonardo da Vinci den Fallschirm nicht erfunden. Macht Leidenschaft besessen? Ist sie eine Macht, die den Liebenden oder das Genie in den Abgrund stürzt? Große Gefühle verändern die Welt. Von Anbeginn der Menschheit haben Emotionen dafür gesorgt, dass Kriege entbrannten und Entdeckungen gemacht wurden. Starke Kräfte wie Liebe und Hass regieren die Welt. Zum ersten Mal arbeitet eine Ausstellung das Phänomen der Leidenschaften in der Kunst auf. Sechs große Themenblöcke führen vor Augen, wie sich unsere Passionen in der Kunst niederschlagen: Körpersprache, große Gefühle von der Antike bis heute, das Drama der Geschlechter, christlicher Glaube und Emotionalität, die Rolle der Leidenschaften in der Politik und „Schafft Leiden Kunst?“: die Künstler im Selbstporträt.

Warum haben Menschen im Gottesdienst geweint? Wo sind die menschlichen Gefühle im Körper verortet? Wann wurde aus Adam und Eva in der Kunst ein erotisches Paar? Ist der „Wutbürger“ ein Phänomen unserer Zeit? Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine Zeitreise durch den Kosmos ihrer Gefühle, der durch die digitale Revolution komplett umgewälzt wurde. Schon immer hat die Sehnsucht nach tiefen Empfindungen das Leben der Menschen bestimmt, aber noch nie waren Liebe, Freude, Trauer und Leid so losgelöst von unserer realen Welt.

Informationen und Service

Pressekonferenz zur Ausstellung
Dienstag, 6. Oktober 2020, 11 Uhr
Anmeldung

Eröffnung
Freitag, 9. Oktober 2020, 10 – 24 Uhr

Führungen und Workshops
Dienstag – Freitag, 16.30 –17.30 Uhr
Samstag und Sonntag, 11 –12 Uhr, 14 –15 Uhr, 16 –17 Uhr

Es gilt der übliche Museumseintritt. Begrenzte Teilnehmer*innen zahl. Teilnehmer*innentickets für öffentliche Rundgänge kosten 2 Euro und können online unter https://bit.ly/LWLMKK-Online-Tickets gebucht werden.

Der Besucherservice berät Sie gern über die Angebote für Privat-, Schüler und Kitagruppen.
T +49 251 5907 201
Anfrage per Mail
 

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