Ausstellung

Lulu MacDonald (*1991) arbeitet konsequent an der Grenze zwischen Fläche und Objekt. Digitale Bilderfluten in Datenbanken aber auch Material aus persönlichen Archiven beeinflussen die englische Bildhauerin genauso wie ikonische Momente der Kunstgeschichte. Für ihre Ausstellung „Paper, Snow, A Ghost“ entwickelt die Künstlerin in der Galerie der Gegenwart eine collagenartige Installation, die den gesamten Schaufensterraum mit seinen Glas- und Wandflächen bespielt. Die Arbeit aus Tapeten und Folien manövriert den Betrachter durch eine Welt der Assoziationen und Perspektivwechsel, während die Künstlerin fließende Übergänge zwischen Komposition, Materialität und Erinnerung untersucht.

Dienstag–Sonntag, 11–19 Uhr, Eintritt frei
Zugang über den Westfälischen Kunstverein, Rothenburg 30, 48143 Münster

Eine Kooperation des LWL-Museums für Kunst und Kultur und des Westfälischen Kunstvereins in der Galerie der Gegenwart. Mit Unterstützung von Vereinigte Volksbank Münster eG.

Eröffnung

Freitag, 2.2., 19 Uhr

Führungen und Veranstaltungen

Ausstellungsgespräch mit Eline van Dijk
Freitag, 9.2., 20 Uhr

Künstlerinnengespräch mit Lulu MacDonald
Dienstag, 27.2., 19 Uhr

Lulu MacDonald, Detail aus: Paper, Snow, A Ghost, 2018

Die Ausstellungsreihe

Seit Herbst 2015 zeigen das LWL-Museum für Kunst und Kultur und der Westfälische Kunstverein in Kooperation aktuelle Positionen jüngerer noch weitgehend wenig bekannter Künstlerinnen und Künstler in der Galerie der Gegenwart. Der Schaufensterraum zwischen den beiden Institutionen wird zum Projektraum. Die gemeinsame Ausstellungsreihe läuft unter dem Titel RADAR, der auf die Beobachtung anregender Kunstproduktionen verweist. Die ausgestellten Werke geben Einblicke in ein aktuelles Arbeits- oder Interessensfeld, ohne die Entwicklung eines Gesamtwerks bereits ins Blickfeld zu rücken. Damit sind das Experimentieren, Scheitern und Erproben wichtige Aspekte des kooperativen Konzepts zwischen dem LWL-Museum für Kunst und Kultur und dem Westfälischen Kunstverein. Mit RADAR vermittelt die Galerie der Gegenwart erstmals räumlich, konzeptuell und inhaltlich zwischen den beiden Institutionen. Während der Laufzeit der Ausstellungen ist der Raum über den Kunstverein begehbar. Die Galerie wird somit nicht nur als Schaufenster genutzt, sondern kann sowohl von innen als auch von außen betrachtet werden.

Initiatorinnen: Kristina Scepanski und Dr. Marianne Wagner
Kuratorinnen: Jenni Henke, Marijke Lukowicz und Eline van Dijk