Theater im Planetarium

Freuynde + Gaesdte spielen Keplers „Somnium“

Das LWL-Museum für Naturkunde präsentiert: Freuynde und Gaesdte mit dem Stück "Keplers Somnium".

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt die Freunde der Theaterkunst zu einem Stück unter der Kuppel des Planetariums im LWL-Museum für Naturkunde ein.

Ein Schauspieler, ein mitreißender Text und Musik. Somnium, der Traum, ist ein Werk des weltberühmten Astronoms Johannes Kepler. Freuynde + Gaesdte haben sich das Stück aus dem Jahr 1608 vorgenommen, überarbeitet und speziell auf das Planetarium Münster zugeschnitten.
Die Zuschauer begeben sich auf eine Traumreise durch eine Science-Fiction-Welt des 17. Jh. und erleben einen besonderen Trip zum Mond. Kepler hat sein gesamtes Wissen zu astronomischen Vorgängen mit einer Handlung kombiniert, in der es von Hexen, Dämonen und Außerirdischen nur so wimmelt. Der Schauspieler Helge Salnikau verkörpert den kühnen und schelmischen Astronauten Duracoto. Neben dem Livedarsteller gibt es Multi-Media-Einblendungen, Animationen und einen eigens komponierten Soundtrack.

Termine:
Freitag, 25.08.2017 (19.30 Uhr)
Samstag, 26.08.2017 (19.30 Uhr)
Sonntag, 27.08.2017 (18.30 Uhr)

Eintritt: 18 Euro (12 Euro ermäßigt)

Dauer: ca. 65 Minuten

Tickets im LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, 48161 Münster und bei Münster Information (Tel. 0251-492 2714) erhältlich.


Helge Salnikau. Foto: Kathrin Gottschalk

„Somnium“ ist wissenschaftsgeschichtliches Dokument, literarisches Juwel und abgefahrener Fantasytrip in einem. Was für eine Gelegenheit! Das „allererste Science-Fiction-Werk der Literaturgeschichte“ (Isaac Asimov), ist ein surrealer Trip zum Mond auf dem Rücken böhmischer Hexen. Erfunden und niedergeschrieben von einem bis heute weltberühmten Wissenschaftler, wartete es über vierhundert Jahre bis jetzt auf seine Uraufführung!

Dabei ist Johannes Keplers „Somnium“ ein famoser Bühnenstoff: Der Ich-Erzähler fällt nach der ermüdenden „Betrachtung der Sterne und des Mondes“ in einen ohnmachtsähnlichen Schlaf. Ihm erscheint der Magier Duracotus, Sohn der Dämonin Fiolxhilde, und weiht ihn in die Geheimnisse des Reiches Levania ein, das in unseren Breiten unter dem prosaischen Namen „Mond“ bekannt ist. Der Weg dahin öffnet sich Eingeweihten nur im Kernschatten einer Sonnenfinsternis und unter Einwirkung gewaltiger Beschleunigungskräfte, durch die der Reisende „emporgeschleudert wird, als wenn er durch die Kraft des Pulvers gesprengt über Berge und Meere dahinflöge“. Doch der Lohn für diese Strapazen ist die Begegnung mit einer Welt, in der alles – von den Jahreszeiten über die Tag- und Nachtrhythmen bis zur Schwerkraft – anderen Naturgesetzen zu gehorchen scheint.

Dass die Erzählung zwar rauschhaft in nur zwei Nächten aufs Papier geworfen, aber dennoch nicht aus einer Laune heraus entstanden ist, zeigt der Umstand, dass der berühmte Forscher noch drei Jahrzehnte später am Wortlaut gefeilt und einen Erläuterungsapparat mit eigenen aktuellen Erkenntnissen angefügt hat.

Keplers Mondreise wird mit Hilfe der Projektionen im Planetarium anschaulich präsentiert. Eigens für das Stück wurden Filme von Planetariumsleiter Dr. Björn Voss geschaffen, unterstützt von dem Hamburger Illustratoren und Filmemacher Matthias Ries und Marie Seeberger.

Freuynde + Gaesdte schreiben über das Stück:

Johannes Kepler beschreibt eine Reise zum Mond, die er auf dem Rücken einiger ihm wohlgesonnener Dämonen zurücklegt. Der halsbrecherische Trip versetzt ihn in die Lage, das Leben auf dem Erdtrabanten, aber auch den Sternenhimmel und die Erde von dort aus zu beschreiben. „Somnium“ ist witzig, phantastisch, lehrreich – und aus heutiger wissenschaftlicher Sicht beeindruckend akkurat. Nicht umsonst rühmte der große Isaac Asimov den Text als „erste Science-Fiction-Erzählung der Weltliteratur“.

Helge Salnikau verkörpert den ebenso kühnen wie schelmischen Proto-Astronauten Duracoto – Keplers Alter Ego –, der nach einer „ziemlich strapaziösen“ Weltraumreise mitsamt dem Publikum auf der Mondoberfläche aufschlägt und sich dort als kompetenter Reiseleiter entpuppt…

Textfassung und Inszenierung stammen von F+G-Regisseur Zeha Schröder, als akustischen Special Guest konnte F+G die Sprecherin Gabriele Brüning gewinnen, und der Soundtrack besteht aus sinfonischen Highlights des tongewaltigen schwedischen Komponisten Allan Pettersson (1911-1980).

Eintritt

18 Euro (12 Euro ermäßigt).

Dauer: ca. 65 Minuten

Tickets erhältlich im VVK und an der Abendkasse im LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, 48161 Münster und bei Münster Information (Tel. 0251-492 2714).

 

Hinweise

Adresse und Öffnungszeiten

ADRESSE
LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
Sentruper Str. 285 | 48161 Münster
E-Mail planetarium@lwl.org
Internet www.lwl-planetarium-muenster.de


ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag bis Sonntag (und feiertags) von 9.00 bis 18.00 Uhr Museum geöffnet. Planetarium mit wechselnden Showterminen.

An Feiertagen Programm wie an Sonntagen
24.12. Sonderprogramm, 25.12. & 31.12. geschlossen
 

EINTRITT VORTRÄGE
Eintritt: 6,00 Euro (3,00 Euro ermäßigt)


SERVICEBÜRO
Telefon : 02 51.591-60 50
Servicezeiten: Mo—Fr 8.30—12.30 Uhr, Mo—Do 14.00—15.30 Uhr
E-Mail: servicebuero.naturkundemuseum@lwl.org

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