Wiederherstellung der Klostergärten

Einst Ort der Stille, heute modernes Museum, verfügte das Kloster Dalheim von Anfang an über ausgeprägte Gartenanlagen. Im Laufe der Geschichte zerstört, wurden von 2006 bis 2010  zwei Hektar der einstigen Dalheimer Klostergärten auf Basis von archäologischen Ausgrabungen, historischen Quellen und neuesten Forschungen wiederhergestellt.

Unter den Quellen nimmt das barocke Vogelschaugemälde des Klosters Dalheim, die so genannte Schonlau-Vedute, eine Sonderstellung ein. Detailgenau gibt sie die Architektur des Gartens wieder: von der Anordnung der Beete und dem Verlauf der Gartenmauern bis zur Position der Sonnenuhr. Archäologische Ausgrabungen untermauerten die Aussagen des Gemäldes und brachten neben Glas- und Keramikfunden auch Hinweise zur einstigen Bepflanzung des Gartens. Nach der Untersuchung der gefundenen Samen wurden einige der festgestellten historischen Pflanzenarten z.B. der „gezähnte Feldsalat“ wieder in Dalheim kultiviert.