Klösterliche Gartentradition

"Das Kloster soll, wenn möglich, so angelegt werden, dass sich alles Notwendige, nämlich Wasser, Mühle und Garten, innerhalb des Klosters befindet und die verschiedenen Arten des Handwerks dort ausgeübt werden können.“ Ein Blick in die Ordensregel des Heiligen Benedikt (Kapitel 66) zeigt: Schon vor 1.500 Jahren war klösterliches Leben verknüpft mit der Kunst des Gartenbaus.

Die Klostergärten sollten die unabhängige Versorgung des Konvents gewährleisten, sodass sich seine Mitglieder nicht den möglicherweise schädlichen Einflüssen der Außenwelt ausgesetzt sahen.

Verborgen hinter klösterlichen Mauern sollten die Klostergärten aber auch eine Wohltat für das Auge sein, um zur Entspannung und Kontemplation einzuladen. So beschrieb der Dominikaner Albertus Magnus 1260 als Erster einen Garten mit Sitzgelegenheiten. Dort sollten sich: „die Sinne erholen und die Menschen sich ergötzlich ausruhen können.“ In dieser Tradition verstehen sich auch die Dalheimer Klostergärten als Orte der inneren Einkehr, der Ruhe und Meditation.