• Dauerausstellung in der Klausur

    Eingetreten...

    Hinter der Pforte öffnet sich die Klausur. Diesen Bereich des Klosters dürfen nur die Ordensleute betreteb. Die Bezeichnung Klausur stammt vom lateinischen claudere („schließen“). Im Kloster Dalheim beginnt hier der Rundgang durch die Dauerausstellung in der historischen Klausur.

  • Dauerausstellung in der Klausur

    Das Paradies auf Augenhöhe

    Bewegliche Spiegelflächen erlauben im mittelalterlichen Kreuzgang eine bequeme Betrachtung der Deckenmalerei. Vor allem die Pflanzenmotive erinnerten die Ordensleute an das Paradies.

  • Dauerausstellung in der Klausur

    Die letzten Chorherren

    Vom 20-jährigen Novizen bis zum erfahrenen Chorherren steht jeder einzelne Sitz des stilisierten Chorgestühls in der mittelalterlichen Klosterkirche für ein Mitglied des letzten Dalheimer Konvents.

  • Dauerausstellung in der Klausur

    Schaltzentrale des Klosters

    Im Kapitelsaal, dem Versammlungsraum des Konvents, werden wichtige Entscheidungen getroffen. Die Sitzordnung ist vom Abt bis zum Novizen hierarchisch geregelt.

  • Dauerausstellung in der Klausur

    Das rechte Maß...

    ...ist nicht immer leicht zu halten, aber laut Benediktregel unerlässlich für das Leben im Kloster - und das betrifft nicht nur die Mahlzeiten. Regeln und Ausnahmen rund um den klösterlichen Speiseplan kommen im ehemaligen Refektorium, dem Speisesaal, auf den Tisch.

  • Dauerausstellung in der Klausur

    Der wahre Klosterschatz

    Im Reich des Cellerars, des klösterlichen Kellermeisters begegnen die Besucherinnen und Besucher dem "wahren Klosterschatz". Hier lagerten die Dalheimer Chorherren ihre Vorräte, die das Kloster autark machten und in Krisenzeiten die Region versorgen konnten. Hier erfahren Besucherinnen und Besucher aber auch etwas über die Grundlagen der Klosterheilkunde.

  • Dauerausstellung in der Klausur

    Der Kreuzhof

    Er bildet das Zentrum der Kernanlage und galt den Ordensleuten als Abbild des Paradiesgartens. Im Zuge der Umbauten zum Museum wurde er modern interpretiert.

  • Auf dem Weg ins Obergeschoss

    Alt trifft neu

    Auf heute fünf Stockwerken überbrückt das moderne Treppenhaus insgesamt sieben historische Geschossebenen vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert.

  • Dauerausstellung zur Geschichte des Klosters Dalheim

    Geschichte am laufenden Band

    In der ehemaligen Räucherkammer wird die Geschichte des Klosters Dalheim von seiner ersten urkundlichen Erwähnung (1196) bis zur Auflösung (1803) und der anschließenden Nutzung als landwirtschaftlicher Betrieb erzählt. Ein breites Stahlband führt durch rund 800 Jahre bewegte Geschichte. Seit 2007 beherbergt die Klosteranlage die Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur.

  • Dauerausstellung zur Geschichte des Kloster Dalheim

    Eingetreten!

    ... lautet der Titel der Dauerausstellung. Aber was hatte es eigentlich mit dem Eintritt in das Kloster Dalheim auf sich? Aufschluss gibt ein überraschender Fund, den ein Mitarbeiter des Museums im Turm der Klosterkirche machte: circa 30, mehrere hundert Jahre alte sogenannte Professurkunden verraten, wer einst ins Kloster Dalheim eintrat. Die älteste dieser Urkunden stammt aus der Zeit um 1480.

  • Dauerausstellung zur Geschichte des Klosters Dalheim

    23 Jahre, 23 Gebäude

    Unter dem Klostervorsteher Bartholdus Schonlau kommt es im Barock zu einem regelrechten Bauboom in Dalheim. In den 23 Jahren seiner Amtszeit entstehen 23 Gebäude. Die sogenannte Schonlau-Vedute zeigt die Klosteranlage nach 1737. Die barocken Umbauten prägen bis heute das Erscheinungsbild der gesamten Anlage. Das Gemälde befindet sich im Besitz der Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur.

  • Dauerausstellung zur Geschichte des Klosters Dalheim

    Stall statt Sakralraum

    In der Zeit nach der Klosteraufhebung wurden Kirche und Kreuzgang Stallungen genutzt. Das Inventar wurde verkauft oder zerschlagen. Die Pächter der Domäne errichteten in der Kirche ein Zwischengeschoss eingezogen und richteten dort einen Heuboden ein. Das Foto der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen zeigt den Zustand der Klosterkirche in den 1970er Jahren.

  • Dauerausstellung zur Geschichte des Klosters Dalheim

    Verlorener Schatz


    Im Zuge der Auflösung ist der originale Bestand der Dalheimer Bibliothek bis auf eine Bibel aus dem Jahr 1723 verschollen. Im Bibliotheksraum an der Südseite der Klosterkirche stehen heuteIm Bibliotheksraum an der Südseite der Klosterkirche stehen heute rund 1.500 historische Bücher der Pfarrbibliothek der ehemaligen Johanniterkommende St. Johannes Baptist in Herford, darunter viele Werke aus säkularisierten Klöstern der Region.

  • Dauerausstellung in den Obergeschossen

    Neue Säle

    Im Zuge des zweiten Bauabschnitts (2009 - 2010) entstanden im Ost- und Südflügel die durch einen Brand im Jahr 1838 vernichteten Obergeschosse wieder neu. Sie beherbergen heute einen Teil der Dauerausstellung. Im Ostflügel bilden 62 jeweils 10,40 Meter lange Eichensparren den neuen Dachstuhl.

  • Dauerausstellung in den Obergeschossen

    Monachoi, die Wüstenväter

    Das griechische Wort "monachos" für "allein lebend" steht Pate für die heutige Bezeichnung "Mönch". In Ägypten und Syrien leben im 3. und 4. Jahrhundert einige besitzlose monachoi in der Wüste. Im 4. Jahrhundert bringt Cassianus (* um 360, † 435) die Idee des asketischen Zusammenlebens nach Europa. Es entstehen verschiedene mönchische Gemeinschaften.

  • Dauerausstellung in den Obergeschossen

    Europäische Schlüsselgestalt

    Vor rund 1.500 Jahren entsteht die Benediktregel, die den Mönchsgemeinschaften später eine neue, allgemeingültige Form gibt. 2011 widmet das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur dem Benediktinerorden eine Sonderausstellung zu der auch die Darstellung des Hl. Benedikt und der Hl. Scholastika aus dem Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal/Kärnten gehört.

  • Das perfekte Kloster

    Der St. Galler Klosterplan (819–826) gibt dem idealtypischen Aufbau eines Klosters ein Bild und enthält von der Kirche über die Bibliothek bis zum Krankenhaus alle Räume, die ein Konvent braucht, um von der Außenwelt unabhängig zu sein. Er ist jedoch weniger als Bauplan, denn als Organigramm zu verstehen und in dieser Form nie realisiert worden. Eine Installation des Multimedia-Künstlers Peter Hans Felzmann erläutert Entstehung und Besonderheiten des Plans.

  • Dauerausstellung in den Obergeschossen

    Überblick

    Die dritte Bauform der französische Benediktinerabtei Cluny gilt als größter Sakralbaukomplex des europäischen Mittelalters. Hier nimmt im 11. Jahrhundert eine bedeutende Reform des Mönchtums ihren Lauf. Ihre Kernelemente sind die strikte Befolgung der Benediktregel, die Unterscheidung in Chormönche und Laienbrüder sowie die intensive Pflege der Liturgie. Das Modell im Maßstab 1:220 ermöglicht eine Komplettansicht der heute zerstörten Anlage Cluny III. Modelle weiterer Klosteranlagen wie zum Beispiel des Zistersienserklosters Maulbronn oder des Benediktinerstifts Melk erlauben einen Überblick über die Entwicklung der europäischen Klosterkultur. Von den Benediktinern und den Kartäusern über die Prämonstratenser und Jesuiten stellt die Dauerausstellung verschiedene Orden und ihre Lebensweise vor.

  • Dauerausstellung in den Obergeschossen

    Südlicher Saal

    Im Obergeschoss des Südflügels findet die Dauerausausstellung ihre Fortsetzung. Für die Architektur des gesamten zweiten Bauabschnitts, der dem Museum 2.000 Quadratmeter neuer Ausstellungsfläche erschließt, zeichnet das Planungsbüro Pfeiffer-Ellermann-Preckel aus Münster verantwortlich, das bereits den ersten Bauabschnitt (2005–2007) betreute.

  • Wie zeig‘ ich‘s im Museum

    Zentrale Exponate sind im südlichen Saal drei mehrteilige spätmittelalterliche Flügelaltäre westfälischer Herkunft aus dem 15. Jahrhundert. Ursprünglich zu religiösen Zwecken für Kirchen und Klöster entstanden, werden viele Altäre im Laufe der Zeit aus den Kirchenräumen entfernt, ihrer liturgischen Funktion beraubt, in Einzelteile zerlegt und verkauft. Auf diese Weise gelangen sie in die Museen, wo sie nicht nur kunsthistorisch spannende Fragen aufwerfen sondern ihre Präsentation auch innovative Lösungen erfordert. Die Altäre sind Leihgaben des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster.

  • Heiliges Theater

    Mit dem Konzil von Trient begegnet die katholische Kirche zwischen 1545 und 1563 der Reformation und legt u.a. den römischen Ritus für die Liturgie verbindlich fest. Ziel ist ein einheitliches Erscheinungsbild der katholischen Kirche. Die feierliche Ausgestaltung mit kostbaren Schaugefäßen und aufwändigen Textilien macht die Messe zum „theatrum sacrum“, zum heiligen Theater, das die Gläubigen mit allen Sinnen ansprechen soll. Klöster sind die Hauptträger dieser Erneuerung. Die Dauerausstellung zeigt einige Stücke solcher prachtvollen Ausstattungen.

  • Dauerausstellung in den Obergeschossen

    „überaltert, unpassend“

    Im 19. Jahrhundert geraten die Klöster zunehmend in die Kritik: „Der Klosterstand ... ist eine passive, Maschinen-mäßige Verfassung und widerstreitet, als solche, der activen, Menschen-würdigen Existenz, der unnachlässlichen Pflicht der Selbstständigkeit und der Erhebung zur Menschenwürde durch ungehinderte Benutzung und Veredlung aller unserer Kräfte.“ (Zitat aus: Leben und Schicksale Paters Guido Schulz, Franziskaner in Westphalen [...], o.O. 1802, 399f.)

  • Dauerausstellung in den Obergeschossen

    Unchristliche Zeiten

    Gemäß des Reichsdeputationshauptschlusses (1803) werden die westfälischen Klöster an die weltliche Staatsgewalt übereignet. Kloster Dalheim wird zur preußischen Staatsdomäne umfunktioniert. In Kirche und Kreuzgang steht fortan das Vieh. Im Südflügel der Kernanlage richten die Pächter im Jahr 1926 über alle Geschosse hinweg eine Getreidesortiermaschine ein, die noch heute funktionstüchtig ist.

  • Dauerausstellung in den Obergeschossen

    Zwangsjacke im Kloster

    So wie Dalheim als Domäne werden andere Klöster nach ihrer Auflösung zu Fabriken, Besserungsanstalten und Kasernen umfunktioniert. Wie die Säkularisation die Klosterfrau zum Melissengeist oder die Zwangsjacke ins Kloster bringt, zeigt die Dauerausstellung in einer eigenen Abteilung.

  • Dauerausstellung in den Obergeschossen

    Klosterromantik

    Nach dem klosterkritischen Beginn kommt es im 19. Jahrhundert mit dem Einsetzen der Romantik zu einem Stimmungsumschwung. Klösterliche Lebensformen entwickeln sich zu einem beliebten, melancholisch geprägten oder nostalgisch verklärten Thema von Bildender Kunst und Literatur. In einer eigenen Abteilung widmet sich die Dauerausstellung der Darstellung klösterlicher Motive in Grafiken und Gemälden des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.

  • Dauerausstellung in den Obergeschossen

    Sehnsuchtsort Kloster

    Das Gemälde von Caspar Johann Nepomuk Scheuren (Mitte 19. Jahrhundert) zeigt den spätgotischen Kreuzganghof an der Nordseite des Xantener Doms unter einer dünnen Schneedecke. Verstreut und schief stehende Grabsteine, zerschlagene Säulen und die winterliche Verlassenheit des Orts symbolisieren Vergänglichkeit. Demgegenüber stehen die von innen erleuchteten Kirchenfenster für die Wärme und Geborgenheit des christlichen Glaubens.

  • Dauerausstellung in den Obergeschossen

    Benedikt multimedial

    Der österreichische Multimedia-Künstler Peter Hans Felzmann realisierte für das Museum zusätzlich zur Vorstellung des St. Galler Klosterplans zwei weitere multimediale Ensembles. Die Installation zum Leben und zur Regel des Hl. Benedikt befindet sich im Keller des Westflügels und vermittelt auf verschiedenen Handlungsebenen die Botschaft und das Leben des Hl. Benedikt. Dabei hebt sie die Grenzen zwischen 5. und 21. Jahrhundert spannungsreich auf.

  • Dauerausstellung in den Obergeschossen

    Die Schöpfung

    Peter Hans Felzmanns Installation zur Schöpfung führt den Besucher wenige Treppenstufen hinauf in einen Raum, dessen spezielle Multimedia-Technik einen ungewöhnlichen Panoramablick erlaubt. Sie setzt bereits vor dem Urknall an und widmet sich der christlichen Schöpfungslehre sowie dem Umgang des Menschen mit der Schöpfung.