G. Baselitz: Volk Ding Zero - Folk Thing Zero

Das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur zeigt vom 22. Juni 2009 bis 26. Juli 2010 die weltweit erste Außenskulptur des Malers und Bildhauers Georg Baselitz.

Die über drei Meter hohe Bronzeskulptur mit dem Titel „Volk Ding Zero - Folk Thing Zero“ steht im Konventgarten des ehemaligen Augustiner Chorherrenstifts und zeigt eine nachdenklich sitzende Figur in kräftigem Blau. Baselitz wurde bereits 2006 eingeladen, eine Plastik für das Museum zu schaffen. Die Vorlage aus Zedernholz entstand im Frühjahr in seinem Außenatelier an der italienischen Riviera. Die Skulptur ist bis auf Weiteres im Dalheimer Konventgarten zu sehen. Georg Baselitz ist laut Kunstkompass 2009 der derzeit am meisten beachtete zeitgenössische Künstler weltweit.

Die Figur ist Teil des Projekts "Garten_Landschaft OstWestfalenLippe", in dessen Rahmen acht weitere „Rauminszenierungen“ bildender Kunst (Kurator Dr. Thomas Kellein, Kunsthalle Bielefeld) in ganz Ostwestfalen-Lippe zu sehen sind z.B. im Gräflichen Park Bad Driburg, im Schloss Wendlinghausen und dem Landschaftspark Rheder. Das Projekt verbindet künstlerische Konzepte mit den „Neuen ›Alten‹ Gärten“ des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, mit dem bedeutende Gärten und Parks wieder instandgesetzt werden.

Verlängert: In alter Frische

Die Klöster des Mittelalters gelten als kulturelle Zentren ganzer Regionen. Hier entstanden bedeutende Bauten und Kunstwerke. Viele von ihnen wurden schon damals per Hand vervielfältigt und so über die Zeit gerettet. Heute wird die Kunst der Klöster wieder kopiert – diesmal mit modernsten Mitteln zur Erhaltung für spätere Generationen.

In der Fortsetzung der Sonderausstellung "In alter Frische" zeigt das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur vom 5. Oktober 2009 bis 31. Mai 2010 die Abgüsse klösterlicher Skulpturen aus Westfalen und geht der klösterlichen Tradition dieser Kopien in Stein auf den Grund.

Die Abgüsse gefährdeter und beschädigter Skulpturen aus westfälischen Klöstern führen hinein in Geschichte und Gegenwart westfälischer Klosterkunst und -kultur. Sie stammen aus einer Sammlung des Landschaftsverbands Westfalen Lippe (LWL), mit der die Museumsgeschichte des Klosters nach 1979 begann.

Am Originalschauplatz sind diese Skulpturen oft nur schwer zugänglich und hängen in großer Höhe. Die Sonderausstellung ermöglicht Besucherinnen und Besuchern eine seltene Form der Annäherung mit diesen bedeutenden Stücken westfälischer Bauplastik.