Altertumskommission für Westfalen

Willkommen in Westfalen-Lippe

Die Altertumskommission erforscht, dokumentiert und präsentiert seit ihrer Gründung im Jahr 1897 die archäologischen Hinterlassenschaften in Westfalen.


Aktuelles



Die Altertumskommission zu Gast in Warburg

Vom 24. auf den 25. April 2015 wird die Altertumskommission für Westfalen in Warburg ihre Jahrestagung abhalten. Zum öffentlichen Vortragsteil am Freitag, den 24.04.2015, ab 14:30 Uhr sind Gäste herzlich willkommen.

Die Vorträge im Überblick:

14:30 Uhr    
Fritz Jürgens (Kiel):
Frühe Monumentalität in der Warburger Börde  I: Erdwerke

15.00 Uhr    
Kerstin Schierhold (Düsseldorf)/Ingo Pfeffer (Bad Sassendorf):
Frühe Monumentalität in der Warburger Börde II: Kollektivgräber

15:30 Uhr    K a f f e e p a u s e

16:00 Uhr    
Cornelia Kneppe (Münster):
Herrschaft und Herrschaften im Warburger Raum

16:30 Uhr    
Hans-Werner Peine (Dülmen):
Burgenarchäologie in einer Grenzregion – Ein Beitrag zum Burgenbau im Diemelraum

17.00 Uhr    
Fred Kaspar (Telgte):
Ausgewählte Baudenkmäler in Stadt und Stadtgebiet von Warburg

17.30 Uhr    
Günter Wiesendahl (Hamm):
35 Jahre ehrenamtliche archäologische Tätigkeit in Hamm

18.00 Uhr    Abschlussdiskussion


Das Steingrab von Beckum-Dalmer (Foto: Altertumskommission für Westfalen/K. Schierhold).

Der "Tag der Megalithik" in Beckum-Dalmer

Die Altertumskommission lädt herzlich ein zum Auftakt ihres neuen Projekts zur Megalithik in Westfalen!

Am Großsteingrab in Beckum-Dalmer findet am 26. April 2015 erstmals in Westfalen der "Tag der Megalithik" statt. Im Rahmen der Europäischen Kulturstraße "European Route of Megalithic Culture" sind an diesem Tag mehrere Stationen mit Megalithbauten europaweit unter dem Motto "Outdoor School" vereint. Im "Grünen Klassenzimmer" am Großsteingrab von Beckum-Dalmer ist zwischen 13 und 17 Uhr ein buntes Rahmenprogramm mit Infos und Aktionen für Jung und Alt rund um die jungsteinzeitliche Anlage geplant. Interessierte sind herzlich willkommen!

Anfahrtsskizze                                      

Rahmenprogramm


Nach zweijähriger Bearbungszeit findet am 8. Mai 2015 die feierliche Eröffnung des neuen Wegs der Jakobspilger von Bielefeld nach Wesel in Telgte statt. Parallel zu der Eröffnungsveranstaltung widmet sich eine Ausstellung im dortigen RELIGIO dem Thema "Pilgerwelten".

14.00 Uhr Treffen am Emsbogen unterhalb des Rathauses in Telgte (Baßfeld 4-6, 48291 Telgte)

                Empfang der Pilgergruppe aus Telgte

                Gemeinsame "Wanderung" auf dem Pilgerweg zur Kirche

14.30 Uhr Ökumenische Andacht in Propsteikriche St. Clemens

                Grußworte und Impuls zur Wegstrecke

16.00 Uhr Ausklang mit Imbiss auf dem Kirchplatz, im Gemeindehaus und im RELIGIO

Interessierte sind herzlich eingeladen, sich einer geführten Pilgergruppe anzuschließen. Sie startet um 13 Uhr östlich von Telgte am Willkommensschild auf Höhe Delsener Heide 47. Der Weg ist rd. 2,5 km lang und leicht zu gehen.

Um Anmeldung bis zum 27.04.2015 wird gebeten: jakobspilger@lwl.org oder unter Tel.: 0251-5918990


Stellenausschreibung

Die Altertumskommission für Westfalen sucht zum 01.06.2015 eine wissenschaftliche Volontärin/einen wissenschaftlichen Volontär für die Dauer von zwei Jahren. Der Schwerpunkt des Volontariats liegt im Bereich Redaktion.

Zur Stellenbeschreibung


Und das dritte Heft im Bunde über das Erdwerk in der "Rotenbreite".


Ebenfalls ganz aktuell eingetroffen: Heft 37 unserer Burgenreihe über die Bumannsburg.


Ganz frisch aus der Druckerei: die zweite, völlig überarbeitete Auflage unseres Burgenhefts zum Desenberg.


Pünktlich zu Weihnachten erschienen: die neue Archäologie in Westfalen-Lippe.


Torsten Capelle

Altertumskommission trauert um ihren ehemaligen Vorsitzenden Prof. Dr. Dr. h.c. Torsten Capelle

Am 9. Juli 2014 verstarb der ehemalige Vorsitzende der Altertumskommission Prof. Dr. Dr. h.c. Torsten Capelle nach kurzer schwerer Krankheit.

Torsten Capelle war ein hochgeschätzter Wissenschaftler, engagierter akademischer Lehrer und Kollege. Er promovierte 1966 über wikingerzeitlichen Metallschmuck aus Haithabu und habilitierte sich 1969 mit dem Thema „Studien über elbgermanische Gräberfelder der ausgehenden Latènezeit und älteren römischen Kaiserzeit“. Seit 1966 lehrte er am Seminar für Ur- und Frühgeschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, zunächst als Assistent, seit 1970 als Professor.

Seine Forschungsinteressen waren weit gestreut von der Bronzezeit bis in die Neuzeit hinein. Seine umfassende Bibliographie spiegelt auf beeindruckende Weise die Bandbreite seines Wissens. Capelles humorvolle Art kommt besonders in der 1990 erschienenen, nichtwissenschaftlichen Publikation "Rettet dem Dativ", einer Sammlung von Studentensprüchen auf Hörsaalbänken, zum Ausdruck.

Schwerpunkte seiner Arbeit waren archäologisch-historische Forschungen zum Frühmittelalter in Nordeuropa und – vor allem in den letzten Jahren – Untersuchungen zu obertägig sichtbaren Bodendenkmälern in Westfalen. Seine langjährigen wissenschaftlichen Aktivitäten und Kontakte nach Skandinavien führten 2004 dazu, dass er zum Ritter 1. Klasse des Königlich Schwedischen Nordsternordens durch S. M. den König von Schweden Carl XVI Gustaf ernannt wurde. Im Jahr 2005 verlieh ihm die Universität Lund die Ehrendoktorwürde.

Nach langjähriger Mitgliedschaft in der Altertumskommission wurde er 2005 zum Vorsitzenden der Kommission gewählt. In seiner Amtszeit initialisierte und förderte er zahlreiche Forschungsprojekte, die die Kommission entscheidend voranbrachten. Hierzu gehören die Einführung der erfolgreichen Publikationsreihe „Römerlager in Westfalen“, die Dokumentation und Aufarbeitung von mittelalterlichen Burganlagen und Landwehren, die Wegeforschung mit ihrem Leuchtturmprojekt „Wege der Jakobspilger in Westfalen“ sowie das Projekt zu frühmittelalterlichen Spathen in Westfalen. Seit 2011 führte Capelle als stellvertretender Vorsitzender sein Engagement in Bezug auf die westfälische Archäologie ungebrochen fort und stand als kompetenter und verlässlicher Ansprechpartner und Ratgeber jederzeit zur Verfügung. Er war präsent in zahlreichen Fachverbänden, Beiräten und Vorstandsgremien, Projektsteuerungsgruppen sowie bei der wissenschaftlichen Vorbereitung von Ausstellungen aller Art, darunter auch internationale Großprojekte wie die Ausstellung Credo 2013 in Paderborn.

Torsten Capelles Tod bedeutet einen großen Verlust für die internationale Forschungsgemeinschaft sowie für die westfälische Archäologie im Allgemeinen und die Altertumskommission im Speziellen. Seine Präsenz, seine stete Hilfsbereitschaft, seine zuverlässige Unterstützung in allen Belangen und sein immer souverän überlegter und besonnener Rat werden schmerzlich fehlen.