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Kinder- und Jugendarbeit

(Weiter)entwicklung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Evaluation von Projekten der Förderposition 1.1.2 des KJFP NRW

Zur Verbesserung des Angebots der offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) förderte das Land Nordrhein-Westfalen für die Dauer von zwei Jahren neue Ansätze in und außerhalb von Einrichtungen zusätzlich zur bestehenden Förderung durch Land und Kommunen. Das zeitlich befristete Förderprogramm sollte die kommunale Jugendhilfeplanung in Verbindung mit kommunalen Wirksamkeitsdialogen unterstützen. Ziel der Förderung war es, Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit für besondere Zielgruppen (weiter) zu entwickeln und bei besonderen sozialen Problemlagen bestehende Angebote zu qualifizieren oder auch neue Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zusätzlich zu fördern.

Dabei sollten folgende Themenbereiche berücksichtigt werden:

  • Angebote der Offenen Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten, bzw. für sozial benachteiligte Jugendliche
  • partizipative Angebote zur Weiterentwicklung der offenen Jugendarbeit
  • Angebote der Offenen Jugendarbeit im Sozialraum und
  • Angebote für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, transsexuelle und intersexuelle Jugendliche (LSBTTI-Jugendliche).

Ziel

Die Evaluation der Forschungsstelle Sozialraumorientierte Praxisforschung und Entwicklung zielte auf die Bestandsaufnahme und Erfassung der Projekte auf der Grundlage der vorliegenden Projektanträge bei den Landesjugendämtern. Im Vordergrund stand die Frage, inwieweit die zusätzlichen Angebote zu einer Weiterentwicklung der OKJA beigetragen haben.

​Forschungsdesign

Bei der Evaluation kamen unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Die Bestandaufnahme wurde mit Hilfe einer Online- und Telefonbefragung durchgeführt. Nach einer ersten Auswertung der Telefoninterviews wurden ca. 10 Projekte in jedem Themenbereich ausgewählt, die jeweils einen halben Tag vor Ort besucht wurden. Die Begehung umfasste qualitative Interviews mit Akteuren vor Ort. In Kooperation mit den Fachberatungen der Landesjugendämter wurden vier eintägige landesweite Workshops mit den Projekten zu den jeweiligen Themenbereichen veranstaltet. Auf der Grundlage des gesamten Datenmaterials und einer Auswertung der Workshops erfolgte eine abschließende  Bewertung der Projekte, vor allem im Hinblick auf die jeweiligen inhaltlichen Bereiche und deren innovativen Charakter sowie allgemeine Aspekte der Weiterentwicklung und Ansätze der Organisationsentwicklung der OKJA.


Bundeskinderschutzgesetz und Jugendarbeit

Das zum 1.1.2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) beinhaltet auch für die Kinder- und Jugendarbeit neue bzw. konkretisierte Anforderungen.

Zum Umgang mit Führungszeugnissen für Ehrenamtliche (§ 72a SGB VIII) finden Sie hier die auf Landesebene in NRW abgestimmten Empfehlungen zwischen den freien und öffentlichen Trägern sowie die Empfehlungen des Deutschen Verein und der AGJ auf Bundesebene, auf die darin Bezug genommen wird.

Praktische Hinweise und Materialien für die Vereinbarungen zwischen Jugendämtern und freien Trägern finden sich in der empfehlenswerten Arbeitshilfe des Landesjugendrings NRW.


Juleica

Die Jugendleiter|in-Card, kurz Juleica, ist ein bundesweit einheitlicher, amtlicher Ausweis für regelmäßige ehrenamtliche Tätigkeit in der Jugendarbeit.  Sie dient Jugendleiterinnen und Jugendleitern zur Legitimation gegenüber Teilnehmenden und deren Eltern, aber auch gegenüber staatlichen und nichtstaatlichen Stellen. Für deren Erhalt muss man mindestens 16 Jahre alt sein, ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig sein, eine Juleica-Ausbildung sowie eine eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolvieren.

Jugendverbände, Jugendämter und Jugendbildungsstätten bieten solchen Schulungen, teilweise auch in Kooperation an.

Die Card kann man nur online beantragen. In NRW hat der Landesjugendring NRW die Koordination für Fragen rund um die Juleica übernommen. Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen und zum Antragsverfahren finden sich daher auf der Seite des Landesjugendrings. Hier stehen auch Broschüre zur Bestellung und zum Download zur Verfügung.

http://www.ljr-nrw.de/index.php?id=541

Weitere Informationen zum Thema Juleica sind auf der bundesweiten Seite http://www.juleica.de zusammengefasst.

 


Beratungsprojekt zur Verzahnung von OGS und OKJA in der Stadt Witten

Das LWL-Landesjugendamt Westfalen hat 2008-2009 im Rahmen eines Beratungsprojektes die "Profilschärfung der offenen Kinderarbeit sowie deren Verzahnung mit den Angeboten der Offenen Ganztagsschule" in Witten fachlich unterstützt und begleitet. Die Prozessbegleitung erfolgte auf der Handlungsebene mit den Fachkräften der Offenen Kinderarbeit und der Offenen Ganztagschulen, sowie auf der Steuerungsebene mit der Stadt Witten, den Trägervertretungen, Schulleitungen und der Fachberatung Offener Ganztag des Ennepe-Ruhr-Kreises.

Zwei Broschüren sind von der Stadt Witten im Laufe des Prozesses herausgegeben worden. Die erste beschreibt den Neuorganisationsprozess der Kinder- und Jugendarbeit in Witten. Die zweite Broschüre dokumentiert in kurzer Form den Prozessverlauf und zentrale Ergebnisse des Verzahnungsprozesses.

"Ein pädagogischer Dreiklang- Grundschulen-offene Ganztagsschulen - Kindertreffs in Witten"

Neustrukturierungsprozess der Stadt Witten