Hinnenburg

Geschichte Durch Einheirat in die Dynastenfamilie von Brakel gelangte im 13. Jh. ein Abkömmling des aus der Gegend von Wolfenbüttel stammenden Geschlechts von der Asseburg in den Besitz der Herrschaft Hinnenburg, die sich über eine Reihe umliegender Dörfer erstreckte. Als seine männliche Nachkommenschaft 1507 erlosch, verstanden es die seit dem 14. Jh. in Mitteldeutschland ansässigen Geschlechtsvettern, diesen Besitz an sich zu bringen.

Bei späteren Erbteilungen blieb die Hinnenburg bei derjenigen Linie, die auch im Besitz von Wallhausen bei Sangerhausen und Schermke war. Schermke wurde Anfang des 18. Jhs. an den preußischen Fiskus veräußert, der als Ersatz dafür 1758 dem kurkölnischen Minister Hermann Werner von der Asseburg das im Fürstentum Minden gelegene Gut Hollwinkel übertrug, das jedoch schon 1776 verkauft wurde. Hermann Werner gelangte durch Heirat in den Besitz des Gutes Menzel. Infolge der Heirat seiner Tochter Maria Therese mit Theodor Werner von Bocholtz 1767 gelangten Hinnenburg, Menzel und Wallhausen 1793 an den zweiten Sohn aus dieser Ehe, Hermann Werner, der seit 1803 den Namen Graf von Bocholtz-Asseburg führte. Er kaufte 1812 von den von Pein das bei der Hinnenburg gelegene Gut Hainhausen.

Die aus dem Rheinland stammende Familie von Bocholtz, die dort bis in das 18. Jh. in mehreren Linien begütert war, fasste Ende des 16. Jhs. Fuß in Westfalen. Durch Heirat der Erbtochter Elisabeth von Hörde gelangte Dietrich von Bocholtz in den Besitz des Hohen Hauses Störmede. Sein Enkel Adam Arnold kaufte 1685 das Gut Henneckenrode im Stift Hildesheim (1822 verkauft).

Dessen Enkel Caspar Arnold erbte nach dem Aussterben der rheinischen Linie deren Güter, ihm fiel auch von der Familie von Niehausen das Gut Niehausen bzw. Niesen zu. Durch seine Ehe mit der Almer Erbtochter Maria Therese von Meschede gelangten die Güter zu Alme, heute Stadt Brilon, 1769 an seinen ältesten Sohn Theodor Werner. Nachdem Ende des 18. Jhs. auch noch die Asseburgischen Güter angefallen waren, erfolgte unter Theodor Werners Söhnen eine Teilung der Besitzungen, in der Wilhelm die alten Bocholtzer und Mescheder Güter Alme, Menzel, Niehausen, Henneckenrode sowie die Besitzungen im Rheinland, sein Bruder Hermann Werner, der den Namen Bocholtz-Asseburg annahm, die Asseburgischen Güter Hinnenburg und Wallhausen erhielt.

Von der Linie zu Alme, die zwischen 1810 und 1826 auch noch das Gut des aufgehobenen  Klosters Gehrden besaß, sind die Besitzungen nach und nach verkauft worden, zuletzt 1912 Alme. Die älteren Archivalien dieser Linie, die um 1840 geordnet und verzeichnet wurden, gelangten infolge des Verkaufs von Alme 1913 als Depositum in das Staatsarchiv Münster. 1925 erwarb Graf von Bocholtz-Asseburg diesen Archivkomplex und überführte ihn 1946 auf die Hinnenburg. Daraus ist 2009 der Bestand Alme an das Archiv Alme abgegeben worden. Auf dem 1912 verkauften Schloss Alme blieb ein großer Archivalienbestand zurück, der sich mit den Hinnenburger Beständen teilweise deckt bzw. überschneidet (s. Alme).


Im Archiv Hinnenburg sind die Archive eines Zweiges der Familie von der Asseburg sowie die Archive der Familie von Bocholtz und der von ihnen besessenen Güter zusammengeflossen.

Im Jahre 1741 wurde der erste Versuch unternommen, das Archiv zu ordnen und zu verzeichnen; diese Arbeit beschränkte sich im wesentlichen wohl auf die Urkunden und ging kaum über die frühere Verzeichnung von 1696 hinaus, die 15 mit Buchstaben bezeichnete, ganz ungenügend voneinander abgetrennte, nach den verschiedensten Gesichtspunkten gebildete Gruppen aufwies. Eine grundlegende Neuordnung nahm erst 1756-1758 der Advokat und spätere fürstlich-waldeckische Archivar Christian Binzer vor, worüber er in seinen Repertoriumseinleitungen weitläufige Rechenschaft abgelegt hat. Er schied die Originalia (Pergament- und Papierurkunden) von den Acta und ordnete sie in die noch heute vorhandenen Archivschränke der Art, dass die Akten in die Fächer der drei großen und die Urkunden in die Schubladen der zwei kleineren Schränke gelegt wurden. Im Gegensatz zu der bis ins 18. Jh. hinein üblichen älteren induktiven Gliederung der Urkunden nach Besitzstücken schuf er eine streng systematische, allgemein anwendbare Einteilung (Lehnbriefe, Kaufbriefe, Pachtverträge, Schuldverschreibungen, Testamente usw.), die er dann mit geringen Veränderungen auch für die Akten übernahm. Auf dem Rücken jeder einzelnen Urkunde hat er ausführliche Inhaltsangaben oder '"Rubriken" (Urkundenregesten) niedergeschrieben, die wörtlich in dem Repertorium wiederkehren. Die bis dahin vermutlich ganz überwiegend losen Akten hat er geheftet (Seitenheftung) und mit Aufschriften versehen.

Diese Arbeit fand vermutlich nicht die Zustimmung des Archiveigentümers, sodass Amtmann Kloepper mit einer Neubearbeitung beauftragt wurde, die er 1774 abschloss. Die Gliederung Binzers in Klassen ist beibehalten, nur durch Umstellungen und Aufteilungen einiger Klassen etwas aufgelockert worden, ohne dass dadurch die Übersichtlichkeit gewachsen wäre. Die sachliche Einteilung in Klassen und Konvolute und die räumliche in Schränke und Gefächer, die Binzer in Einklang mit einander zu bringen gewusst hatte, überschneiden sich jetzt, so dass schon aus diesem Grunde die Ordnung unbrauchbar ist. Außerdem hat man die Urkunden mit den Akten vereinigt und diese von neuem, dieses Mal im Rücken, geheftet. In sehr vielen Aktenbänden hat man auf Vorsatzblättern ausführliche Inhaltsangaben der inliegenden Schriftstücke angelegt (sog. "Renner"), wobei man sich weitgehend auf die ausführlichen Regesten Binzers auf den Schriftstücken selbst stützen konnte. Weitere Ordnungsarbeiten wurden um 1922 durch den Gerichtsreferendar Wilhelm Wenner und in den ersten Kriegsjahren durch den Studienreferendar Dr. Franz Mürmann vorgenommen, um die Kloeppersche Registratur wiederherzustellen und zu ergänzen.

Eine weitere, umfassende Neuordnung wurde im August 1948 durch Dr. Wolfgang Leesch, wissenschaftlicher Assistent der Archivberatungssteile Westfalen (heute LWL-Archivamt), begonnen, bei der es zunächst das Ziel war, die verschiedenen Archive und Archivteile auf Schloss Hinnenburg wieder säuberlich voneinander zu scheiden, um erst dann an die Ordnung und Verzeichnung der einzelnen Archive zu gehen. Auf dieser Basis wurden die Bestände  E Rheinische Güter und  P Familie von Bocholtz 2006 bzw. 2007-2009 von Dr. Wolfgang Bockhorst, LWL-Archivamt für Westfalen, neu verzeichnet.
Benutzungsort LWL-Archivamt für Westfalen
Eigentümer/in Graf von der Asseburg
Bestände
A Hinnenburg, Urkunden Regestenliste | Suche im Bestand
Bestandsignatur Hin.A
Findbuch Hin.A-D.Uk
Umfang 236 Urkunden. Nicht erfasst sind weitere  74 Urkunden.
Laufzeit 1289-1876
Inhalt Gutsherrschaft Hinnenburg; Familie von der Asseburg; Seniorat der Familie von der Asseburg; Kloster Brede bei Brakel; Kapelle auf der Hinnenburg; Präbenden zu Neuenheerse und Schildesche; Schule zu Alhausen; Lehen von Kursachsen, Mansfeld, Waldeck, Paderborn, Corvey, Neuenheerse, Dompropstei Paderborn; Afterlehen; Lagerbücher; Gerichtsbarkeit zu Alhausen, Erkeln, Istrup, Hembsen, Herste, Riesel; Mühlen zu Alhausen, Bredenmühle vor Brakel, Erkeln, Istrup, Hinnenburg, Brakel, Beller; Branntweinbrennerei in den Asseburger Dörfern; Gemeinde Hinnenburg; Güter Schäferhof, Hainhausen, Rustenhof, Albrock.
Information Die Herrschaft Hinnenburg gehörte der Dynastenfamilie der Herren von Brakel, die zugleich Stadtherren der Stadt Brakel waren, und kam durch Heirat im 13. Jh. in das aus der Gegend von Wolfenbüttel stammende Geschlecht der Herren von Asseburg, deren Hinnenburger Linie 1507 ausstarb. Nach längeren Streitigkeiten gelangte die Hinnenburg dann endgültig 1564 an die mitteldeutschen Geschlechtsvettern, die in der ersten Hälfte des 15. Jhs. im ostfälischen Gebiete einen reichen Güterbesitz erworben hatten. Von diesen ging der Besitz 1793 infolge Heirat auf die Familie von Bocholtz auf Störmede und Alme über, deren Hinnenburger Linie daraufhin den Hamen Bocholtz-Asseburg verliehen bekam.

Wie mit den meisten Adelsgütern des östlichen Westfalens war auch mit der Grundherrschaft Hinnenburg die niedere Gerichtshoheit über eine Reihe von umliegenden Dörfern verbunden, die durch einen Amtmann oder Justiziar ausgeübt wurde. Zur "privaten" Hinnenburger Gerichtsbarkeit gehörten die Dörfer Alhausen, Beller, Erkeln, Riesel und Schmechten; Samtgerichtsbarkeit des Hauses Hinnenburg bestand in Istrup und Herste mit dem Landesherrn, dem Bischof von Paderborn, und in Hembsen mit den Herrschaften Bruchhausen (von Kanne) und Thienhausen (von Haxthausen). Die Beseitigung der Gerichtshoheit in westfälischer Zeit (1808) bedeutet einen so starken Einschnitt der Entwicklung, dass wir danach das Archiv gliedern können in das Archiv der modernen Renteiverwaltung des 19. und 20. Jhs. und das Archiv der alten Gerichts- und Gutsherrschaft, das wiederum nach diesen beiden Funktionen unterzugliedern ist. Zur Gerichtsverwaltung gehörten auch die Landessachen und die Lehnsangelegenheiten; der Herr auf Hinnenburg trug Lehen vom Bischof und vom Dompropst von Paderborn, von der Abtei Corvey, vom Stift Heerse, vom Grafen von Waldeck und vom Asseburger Samtlehensverband und hatte eine ganze Reihe von Afterlehnsträgern. Die Lehen waren teilweise Privatleben, die das Haus Hinnenburg für sich empfing oder verlieh, teils Samtlehen des Asseburger Geschlechtsverbandes, in dessen Auftrag die Hinnenburger Linie belehnt wurde oder Lehen ausgab. Durch die Umwandlung der Hinnenburger Lehen in Weiberlehen auf Veranlassung des söhnelosen Hermann Werner ist die Hinnenburger Linie 1755 aus dem Asseburger Samtlehnsverband ausgeschieden.

Das Asseburger Samt- oder Senioratsarchiv, das zum jeweiligen Geschlechtssenior wanderte, ist bei den letzen mitteldeutschen Senioren verblieben; es dürfte durch den letzten Senioren Friedrich Heinrich auf Eggenstedt (gest.1808) in das Neindorfer Archiv gelangt sein. Teile des Senioratsarchivs, die von Senioren auf Hinnenburg im 17. und frühen 18. Jh. zurückbehalten worden sind, mit Protokollen der Familientage und Rechnungsregistern der Senioratsverwaltung, befinden sich auf Schloss Hinnenburg.
Literatur Bocholtz-Asseburg, Johannes Graf von (Hg.)
Asseburger Urkundenbuch. 3 Bde. Hannover 1876-1905 (bis 1500).

Fahne, Anton
Die Dynasten, Freiherren und jetzigen Grafen von Bocholtz. 4 Bde. Köln 1856-1863.


Alber-Longère, Christine
Hinnenburg in Brakel. In: Schlösser, Burgen, Herrensitze in Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld, S. 57-59.

Giefers, Wilhelm Engelbert
Kurze Geschichte der Hinnenburg. In: WZ 4, 1853, S. 355-365.

Mürmann, Franz
Die der Herrschaft Hinnenburg früher pachtpflichtigen Mühlen. Brakel [o. J.].

Rustemeyer, Friedrich Christoph
Die Rustemeyer vom Rustenhof in Westfalen. Teil 1: Ursprung der Familie in Westfalen. Alfter 2008.
B Wallhausen Regestenliste | Suche im Bestand
Bestandsignatur Hin.B
Findbuch Hin.A-D.Uk
Umfang 33 Urkunden. Nicht erfasst sind weitere  24 Urkunden.
Laufzeit 1390-1726
Inhalt Guts- und Gerichtsherrschaft Wallhausen; Landessachen Kursachsen; schriftsässige Ritterschaft des Bezirks Sangerhausen; Militaria; Gut Beyernaumburg; Mühlen, Wasserrechte; Kirche zu Wallhausen.
Information Die Gerichts- und Gutsherrschaft Wallhausen geht vermutlich auf die ottonische Königspfalz Wallhausen zurück. Sie befand sich seit dem 15. Jh. im Besitz der Asseburger bzw. seit 1602 der Hinnenburger Linie - 1633 bis 1720 unter einer Nebenlinie der Hinnenburger - und wurde im Rahmen der Bodenreform 1945/1946 enteignet. Zur Gerichtsherrschaft gehörte auch das Städtlein (Flecken) Wallhausen, dessen Archiv sich daher z. T. auch auf Hinnenburg befindet.
Literatur Trippenbach, Max
Bilder aus Wallhausens Vergangenheit. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Naturwissenschaft in Sangerhausen und Umgebung, Heft 6, 1907, S. 54-103.
C Schermke, Urkunden Regestenliste | Suche im Bestand
Bestandsignatur Hin.C
Findbuch Hin.A-D.Uk
Umfang 11 Urkunden
Laufzeit 1586-1714
Information Zwei kleinere Gutsarchive oder Teile von Gutsarchiven bilden die Archivalien des Guts Schermcke, heute Stadt Oschersleben (Bode), Stadtteil Schermcke, eines alten Familienbesitzes (seit 1373), der 1720 von der dortigen Nebenlinie an den preußischen Staat verkauft worden ist, und des Guts Hollwinkel, heute Preußisch Oldendorf, Stadtteil Hedem, das Hermann Werner, der als Lehnsnachfolger den Verkauf von Schermcke angefochten hatte, 1758 als Ersatz für dieses vom preußischen König zugewiesen erhielt, aber schon 1776 wieder verkauft hat. Die "Schermcker Archivalien, bei denen sich auch einige Pergamenturkunden befinden, stammen aus den Jahren 1600 bis 1720, die von Hollwinkel aus der Zeit der dortigen Asseburgischen Verwaltung (1758-1776).
Literatur Bartocha, Heinz
Schloss Hollwinkel in Preußisch Oldendorf. In: Schlösser, Burgen, Herrensitze in Ostwestfalen-Lippe, S. 199-201.
D Kloster Brede Regestenliste | Suche im Bestand
Bestandsignatur Hin.D
Findbuch Hin A-D.Uk
Umfang 29 Urkunden
Laufzeit 1401-1606
Anmerkungen Ergänzungsüberlieferung.
- Brakel, Pfarrarchiv.
- Brakel, Stadtarchiv.
- Brede, Klosterarchiv.
- Detmold, Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe.
- Münster, Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen.
Information Das 1483 von den Asseburgern auf der Brede vor Brakel gestiftete Kloster der Augustinerinnen auf der Brede wurde am 20.12.1810 aufgehoben. 1812 erwarb Graf von Bocholtz-Asseburg die Klosterdomäne samt dem zugehörigen Archiv, das bereits 1806 nach Paderborn gebracht worden war. Hiervon gelangten 23 Urkunden in das Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen.

Das ehemalige Klostergebäude diente ab 1832 als Waisenanstalt, ab 1850 zudem als Klosterschule und Lehrerinnenseminar (bis 1926), seit 1983 Berufsfachschule, seit 1994 Stiftung Gymnasium und Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung Brede in Brakel. Seit 1861 ist in dem Komplex auch das Provinzmutterhaus der Armen Schulschwestern v. U. L. Frau untergebracht.
Literatur Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum des Kindergartens der Schulschwestern v. U. L. Fr. Kloster Brede in Brakel. [Brakel] 1993.

Jörgens, Sr. M. Apollinaris
Up der Breden 1483-1983. Festschrift zum 500jährigen Jubiläum. Brakel 1983.

Jörgens, Sr. M. Apollinaris
Brakel - Augustinerinnen auf der Brede. In: Westfälisches Klosterbuch. Lexikon der vor 1815 errichteten Stifte und Klöster von ihrer Gründung bis zur Aufhebung, hg. von Karl Hengst, Teil 1 (=Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Reihe 44: Quellen und Forschungen zur Kirchen- und Religionsgeschichte, Band 2), Münster 1992, S. 135-138.

Jörgens, Apollinaris
Die letzte Domina des Klosters Mariae Opferungsthal auf der Brede. Anna Maria Clara Möller, Schwester M. Odilia, 1768-1844. Brede 1994.

Jörgens, Maria Apollinaris
Bedeutung der Brede für die Mädchenbildung in Brakel. Brakeler Schriftreihe, Bd. 12. Brakel 1996.

Jörgens, Maria Apollinaris
Aus alter Zeit 1483-1833 und schlimmen Jahren 1933-1945. Brakeler Schriftreihe, Bd. 21. Brakel 2008.

Tilgner, Aquina
Das Kloster Mariae Opferungsthal auf der Brede bei Brakel. Paderborn 1950.
E Rheinische Güter Regestenliste | Suche im Bestand
Bestandsignatur Hin.E.Uk
Findbuch Hin.E.Uk
Umfang 244 Urkunden
Laufzeit 1310-1791
Inhalt Familiensachen der rheinischen Linie von Bocholtz; Herrlichkeit Lobberich mit den Häusern Lobberich und Ingenhoven; Rittersitze Steege und Plittersdorf; Familien von Eyll zu Geysteren, von Gymnich zu Vlatten, von Rode und Raitz zu Frenz zu Fliesteden, von der Reck.
Information Das Inventar erschließt die Urkunden zu den rheinischen Besitzungen der Familie von Bocholtz sowie zu denjenigen Familien, deren Überlieferung aufgrund von Erbschaft und Verwandtschaft erworben wurde (Bestand E). Zu den Besitzungen der Familie von Bocholtz, von der sich Ende des 16. Jhs. eine westfälische Linie abspaltete, gehörte an erster Stelle die Herrlichkeit Lobberich im Herzogtum Geldern, in der die von Bocholtz das Patronat über die Pfarrkirche sowie seit 1673/1674 die volle Gerichtsbarkeit besaßen, die ihnen vom König von Spanien als Herzog von Geldern verkauft worden war. An Rittersitzen im Ksp. Lobberich gehörten verschiedenen Linien der Familie die Häuser Bocholt(z), Ingenhoven und Broeck.

Erst 1725 kaufte der Aachener Kanoniker Eduard Bernhard von Bocholtz, der letzte männliche Vertreter der rheinischen Linie, den Rittersitz Stege bei Issum am Niederrhein, den er an seine westfälischen Vettern vererbte. Während Stege und Plittersdorf, der andere von Eduard Bernhard erworbene Rittersitz, tatsächlich von den westfälischen Bocholtz in Besitz genommen werden konnte, gelang dies nicht mit der Herrlichkeit Lobberich und den dortigen Gütern.

Johann Arnold von Bocholtz zu Ingenhoven, der ältere Bruder von Eduard Bernhard, hatte 1705 Anna Maria Amalia von Gymnich geheiratet und hinterließ bei seinem Tod 1711 zwei Töchter. Obwohl im Ehevertrag festgelegt worden war, dass im Fall seines söhnelosen Hinscheidens die westfälische Linie erben sollte, konnten sich nach 1711 doch die Witwe, die 1717 weitere Rechte in der Herrlichkeit und das Gut Broeck gekauft hatte, und die beiden Töchter im Besitz befestigen. 1718 heiratete die Witwe erneut Gerhard Freiherrn von der Reck zu Witten. Als Anna Maria Amalia 1748 starb, erhielten ihre Töchter Maria Margarethe, die 1739 Wilhelm Ludwig von Mirbach geheiratet hatte, das Haus Bocholt und Anna Franziska, die 1729 Adrian Konstantin von Bentinck geehelicht hatte, Ingenhoven.

Wie nun die Archivalien dieser Güter zu Lobberich, die eben nicht in das Eigentum der westfälischen Bocholtz gelangt sind, aber doch in ihre Archive zu Alme und Hinnenburg geraten sind, ist unklar. Denkbar ist ein Erwerb um 1820, als die von Bentinck das Haus Ingenhoven verkaufen mussten. Hierfür sprechen teilweise die Namen der Familien, von denen sich Unterlagen im Bestand befinden. Es handelt sich um die von Eyll zu Geysteren, die von Gymnich zu Vlatten, die von Vlysteden (Fliesteden), von Rode, von Raitz zu Frenz und von der Reck.

Die Urkunden der Familie von Eyll dürften über die Ehe der Erbtochter Elisabeth von Eyll mit Johann von Bocholtz zu Bocholt 1608 angefallen sein. Sie betreffen hauptsächlich die Herrlichkeit Geysteren.

Die Urkunden der Familie von Gymnich beziehen sich auf deren Besitz zu Vlatten und betreffen auch die Familien (Rolman) von Dadenberg und von Velbrück sowie Scheiffart von Merode und von Harff. Die Stücke, die bis 1755 gehen, sind offenbar über Anna Maria Amalia von Gymnich in den Archivbestand gelangt. Über ihren zweiten Ehemann Gerhard von der Reck gelangten diejenigen Urkunden in das Archiv, die sich auf seine Familie beziehen.

Unklar ist die Herkunft der Stücke, die sich auf die Familien von Vlysteden, von Rode(-Frankenberg) und von Raitz zu Frenz aus der Linie zu Schlenderhan beziehen.

Nicht in diesen Bestand aufgenommen wurden die Urkunden, die sich auf die Familie von Bocholtz beziehen, nämlich Familienverträge, Standesangelegenheiten etc. Für diese Familienurkunden ist ein eigener  Bestand P gebildet worden, der ergänzend heranzuziehen ist.

Die Urkunden wurden 2006 von Dr. Wolfgang Bockhorst verzeichnet.
Literatur Dohms, P.
Lobberich. Kevelaer 1981.

Fegers, Peter (Hg.)
1000 Jahre Lobberich. Nettetal-Lobberich. 1988.

Finken, Johann
Geschichte der ehemaligen Herrlichkeit Lobberich. Lobberich 1902.

Optendrenk, Theo (Hg.)
Lobberich. Ein Kirchspiel an der Nette. Heimatgeschichtliches Lesebuch zu 1000 Jahren einer niederrheinischen Gemeinde. Nettetal 1987.
H Henneckenrode Regestenliste | Suche im Bestand
Bestandsignatur Hin.H
Findbuch Hin.H
Umfang 12 Urkunden
Laufzeit 1348-1783
Information Gut in der Gemeinde Holle, Landkreis Hildesheim.
L Kloster Gehrden, Urkunden Regestenliste | Suche im Bestand
Bestandsignatur Hin.L.Uk
Findbuch Hin.L.Uk
Umfang 13 Urkunden
Laufzeit 1249-1812
Information Kloster Gehrden - heute Stadtteil Gehrden, Stadt Brakel, Kreis Höxter - wurde vermutlich kurz vor 1138 auf der Iburg bei Driburg gegründet und vor 1148 (1142) nach Gehrden verlegt. Das prosperierende Kloster ließ 1319 die nördlich gelegene Siedlung zu einer Stadt erheben und behielt hierüber bis in das 17. Jh. weitreichende Rechte.

Das Benediktinerinnenkloster wurde am 07.06.1810 bzw. am 16.09.1810 aufgehoben. Schon am 01.11.1810 wurde der Komplex für 350.000 Frs. an Graf Wilhelm Friedrich von Bocholtz verkauft, der Teile abbrechen und durch einen repräsentativen Schlossbau ersetzen ließ, diesen aber am 28.07.1826 für 130.000 Rtlr. an Kaspar Heinrich Frhr. von Sierstorpff abstoßen musste. Die ehemalige Klosterkirche dient heute als Pfarrkirche, die übrigen Klostergebäude seit den 1960er Jahren als Bildungsstätte des Erzbistums Paderborn (Familienerholungswerk).

Bocholtz erhielt auch das zugehörige Archiv, soweit er es für den Betrieb der Klosterdomäne benötigte; beim Verkauf an von Sierstorpff 1826 erhielt dieser auch den Hauptteil des Archivs. Dem Grafen von Bocholtz verblieben 13 Urkunden und 21 Akten, die aus der Klosterverwaltung und der Bocholtz'schen Verwaltung des 19. Jhs. herrühren.

Neben den Beständen in den Archiven Hinnenburg und Driburg (Graf von Oeynhausen-Sierstorpff) existiert eine weiterer kleiner Bestand im  Landesarchiv NRW Abt. Westfalen in Münster sowie Splitterbestände im  Archiv des Studienfonds zu Paderborn und im Nds. Staatsarchiv Wolfenbüttel.

Bei der Bearbeitung sind die Urkunden vollkommen neu verzeichnet worden, während bei den Akten auf die Verzeichnung von Dr. Alfred Bruns aus dem Jahr 1981 zurückgegriffen werden konnte.

Der Bestand ist zu zitieren bei den Urkunden: A. Hinnenburg, L Urk. ...

Wolfgang Bockhorst, Münster 2011
Literatur Bruns, Alfred
Die Gehrdener Klostergelübde. In: Beiträge zur westfälischen Familienforschung 30/32, 1972/1974, S. 109-131.

Bruns, Alfred
Gehrden - Benediktinerinnen. In: Westfälisches Klosterbuch. Lexikon der vor 1815 errichteten Stifte und Klöster von ihrer Gründung bis zur Aufhebung, hg. von Karl Hengst, Teil 1 (=Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Reihe 44: Quellen und Forschungen zur Kirchen- und Religionsgeschichte, Band 2), Münster 1992, S. 327-332.

Dohmann, Herbert
Der spätgotische Sippenaltar in der ehemaligen Klosterkirche zu Gehrden. In: Die Warte 88, 56. Jg., 1995, S. 5-7.

Dohmann, Herbert
Klosterkirche Gehrden. [Brakel] 2001.

Kath. Kirchengemeinde St. Peter u. Paul (Hg.)
Verborgene Kostbarkeiten. Sakrale Kunst aus Gehrden. Eine Ausstellung zum 850. Jubiläum des Klosters Gehrden. Brakel-Gehrden 1992.

Pöppel, Diether
Gehrden, Benediktinerinnenkloster/Schloß - Kirche - "Stadt im Wandel der Jahrhunderte", Paderborn [1988]. [=Pöppel, Gehrden]

Pöppel, Diether
Vor 850 Jahren: Klostergründung in Gehrden. In: Die Warte 73, 53. Jg., 1992, S. 32-35.

Rodenkirchen, Nikolaus
Kreis Warburg. Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Bd. 44. Münster 1939. [S. 151-192]

Schaten, Nicolaus
Annalium Paderbornensium pars prima. complectens inprimis fusiorem episcoporum Paderbornen-sium, deinde succinctiorem historiam reliquorum per Westphaliam antistitum, tum res gestas aliorum in eadem hac regione clarorum virorum, postremo pontificum, impera-torum, principum &c. gesta, maxime ea, quae Westphaliam contingunt [...], 2. Aufl., Teil 1, Münster 1774, Teil 2, Münster 1775. [=Schaten, Annales 1 u. 2]

Stoob, Heinz (Hg.)
Brilon. Westfälischer Städteatlas, Lieferung 1. Dortmund 1975.

Stöwer, Herbert
Der mittelalterliche Besitz des Klosters Gehrden in Lippe und Ravensberg. In: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 66, 1997, S. 25-38.

Wächter, Winfried
868 - 1142 - 1992. Interessantes und Wissenswertes aus der über 1000jährigen Ortsgeschichte; zum Jubiläum von Kloster, Kirche und Kommune. Gehrden 1992.
N Menzel, Urkunden Regestenliste | Suche im Bestand
Bestandsignatur Hin.N.Uk
Findbuch Hin.N.Uk
Umfang 184 Urkunden
Laufzeit 1386-1830
Information Die von Berninghausen erwarben anscheinend im 15. Jh. von denen von Rüdenberg ein Steinhaus in Menzel und konnten 1508 durch den Erwerb des großen Hofs, der ursprünglich im Besitz der von Langenstrate und von diesen an die Hachtmeister gekommen war, ihre Grundherrschaft in Menzel bedeutend erweitern. Über eine Erbtochter gelangte eine Hälfte von Menzel um 1580 an die von Pentling und von diesen erneut über zwei Erbtöchter an die von Hugenpoth und von Münster. Der Teil der Familie von Münster fiel infolge Kinderlosigkeit dann an die von Hugenpoth, wurde aber erneut unter zwei Erbtöchter Anna Margarethe und Clara Agnes von Hugenpoth, von denen die erstere Eberhard Falk von Galen zum Ermelinghof heiratete.

Alhard Jobst von Schorlemer, der schon über seine Großmutter Ansprüche an Menzel erworben hatte, kaufte 1626 den Anteil der von Galen und erwarb einen weiteren Teil durch seine 1633 geschlossene Ehe mit Clara Agnes von Hugenpoet. Als ihm Johann Georg von Berninghausen, Domherr zu Hildesheim, auch die andere Hälfte des Guts vermachte, konnte er das ganze Gut Menzel wieder vereinen. Ihm gelang es auch, das zersplitterte Gut Eickelborn, das sich ebenfalls ursprünglich im Besitz der von Berninghausen befunden hatte, wieder zusammen zu bringen. Über eine Erbtochter fiel der gesamte Besitz nach dem Aussterben der Linie zu Niederhellinghausen und Menzel 1742 an die von der Lippe zu Vinsebeck; 1750 lässt Moritz Anton das heutige Barockhaus errichten. Als 1767 der letzte von der Lippe zu Vinsebeck starb, erbte seine Schwester Theresia verh. von der Asseburg, deren Tochter Menzel ihrem Ehemann Theodor Werner von Bocholtz zubrachte, dessen Sohn Wilhelm Menzel mitsamt den anderen Gütern der Familien von Bocholtz und von Meschede erbte. Sein Enkel verkaufte das Gut 1908 an die Familie Schulze-Hötte.

Aufgrund der Besitzgeschichte sind in den Bestand auch Urkunden geraten, die sich auf andere Güter der Besitzerfamilien beziehen, etwa zum Gut Hellinghausen (von Schorlemer) oder Stockum bei Hamm (von Hugenpoet).

Die Verzeichnung besorgte Dr. Wolfgang Bockhorst im Frühjahr 2011.
Literatur Grun, Ulrich
"Großer Hof mit dem Steinhaus". Das stattliche Haus Menzel war einst von Gräften umgeben. In: Heimatkalender Kreis Soest 2009, S. 47f.
P Familie von Bocholtz Regestenliste | Suche im Bestand
Bestandsignatur Hin.P
Findbuch Hin.P
Umfang 671 Urkunden
Laufzeit 1283-1853
Inhalt Familienverträge; Verleihung von geistlichen und weltlichen Würden; finanzielle Transaktionen.
Information Der folgende Bestand enthält die Urkunden der Familie von Bocholtz und zwar sowohl der rheinischen Linien wie auch der westfälischen Linie. Es handelt sich um einen künstlichen, vom Archivar Peter von Hatzfeld gebildeten Bestand. Hatzfeld bearbeitete in den Jahren 1841 bis 1849 im Auftrag des Grafen Diederich von Bocholtz-Meschede (1797-1861) das umfangreiche, aus Alme nach Münster gebrachte Archiv, formierte die verschiedenen Bestände und schuf, wohl auf Wunsch seines Auftraggebers, der an der Familiengeschichte stark interessiert war, den vorliegenden Bestand, bei dem die Familienurkunden aus den übrigen Beständen herausgezogen wurden.

Hatzfeld hat bei der Bildung dieses Bestandes den Urkundenbegriff sehr weit ausgelegt, und so sind in den Bestand zahlreiche Stücke gelangt, die man heute den Akten zuordnen würde. Sie sind aber in ihrem alten Zusammenhang belassen worden, zumal im Archiv Hinnenburg die zugehörige Aktenüberlieferung fast vollständig fehlt. Als Alme nämlich 1912 vom letzten Grafen von Bocholtz-Meschede an den Grafen von Spee verkauft wurde, wurde das Almer Archiv, soweit es damals verzeichnet war, im Staatsarchiv Münster deponiert, 1925 vom Grafen von Bocholtz-Asseburg gekauft und 1946 auf die Hinnenburg überführt. Die zugehörigen Akten waren 1912 in Alme verblieben, weil sie noch nicht verzeichnet waren. Sie liegen bis jetzt noch unbearbeitet im dortigen Archiv.

Der vorliegende Bestand P Familie von Bocholtz steht in engem Zusammenhang mit dem  Bestand E Rheinische Güter, welcher die Überlieferung zu den Gütern der von Bocholtz im Rheinland bei Lobberich und zu verwandten rheinischen Familien enthält. Hier gibt es Überschneidungen und Ergänzungen.

Bei der Verzeichnung musste festgestellt werden, dass gegenüber dem von Hatzfeld seinerzeit aufgestellten Inventar mittlerweile Verluste eingetreten sind. So fehlen etwa die Urkunde von 1793, mit der Kaiser Franz II. die Verbindung des Namens und Wappens der Familie von Meschede mit denjenigen der Familie von Bocholtz genehmigte, oder das Grafenstandsdiplom des preußischen Königs von 1803.

Die Urkunden dieses Bestandes waren bei der Bearbeitung von Hatzfeld nach Sachgruppen gegliedert worden. Unterschieden wurde nach genealogischen Nachrichten, weltlichen und geistlichen Ämtern, Eheberedungen, Testamenten, Familienverträgen, Erwerbungen und Verkäufen. Diese Gliederung, die untunlich schien und wegen Vermischung verschiedener Materien in einem Dokument auch nicht stringent durchgehalten werden konnte, wurde zugunsten einer chronologischen Reihung aufgegeben, die die Geschichte der Familie und die Aktivitäten einzelner Angehöriger eher nachvollziehen lässt. Dabei wurden die von Hatzfeld erarbeiteten Regesten überarbeitet und in der Regel ausführlicher gehalten. Eine große Anzahl der Urkunden dieses Bestandes P ist in Anton Fahnes Werk über "Die Dynasten, Freiherren und Grafen von Bocholtz" im zweiten Band von 1860 gedruckt. Von diesen Stücken sind deshalb nach 1500 in der Regel nur Kurzregesten gefertigt worden, obwohl die Drucke häufig nicht korrekt sind bzw. die Texte ohne Kennzeichnung gekürzt wurden. Nur diejenigen Urkunden, die bei Fahne nicht im Druck, sondern nur als kurzes Regest enthalten sind, sind nochmals ausführlich regestiert worden.

Fahne stützte sich bei der Erstellung seines Urkundenbuchs in erster Linie auf die 1841 bis 1849 von Peter von Hatzfeld geordneten und verzeichneten Urkunden. Diese Stücke, die im Urkundenbuch mit dem Vermerk "Aus dem Originale im Archiv zu Alme" versehen sind, sind mit ihrer alten Signatur gekennzeichnet. Zusätzlich sind in den Bestand auch einige Stücke geraten, die Fahne in seinem Urkundenbuch als in seinem Besitz befindlich kennzeichnete. Diese Urkunden, die anscheinend aus kommunalen Archiven wie den Stadtarchiven Dortmund (P Urk. 63, P Urk. 91) und Köln (P Urk. 3 und 4) und aus anderen Archiven (etwa P Urk. 41 und 43, P Urk. 52, P Urk. 397) stammen, sind offenbar von Fahne später dem Grafen von Bocholtz zu Alme überlassen worden und tragen häufig keine Altsignatur. Allerdings befinden sich noch weitere Urkunden, in denen Mitglieder der Familie von Bocholtz genannt werden, in Fahnes Nachlass im Stadtarchiv Köln.

Nicht in den Urkundenbestand integriert wurde die Gruppe der vom Dompropst Theodor Werner eingelösten Obligationen. Es handelt sich um rund 150 Stücke zwischen 1677 und 1819, für die weitgehend die Hatzfeldsche Verzeichnung übernommen wurde. Diese Obligationen sind den Urkunden angefügt, beginnend mit P Urk. 501.

Der Bestannd wurde in den Jahren 2007-2009 von Dr. Wolfgang Bockhorst, LWL-Archivamt, verzeichnet.
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Adelssitze im Kreis Höxter in lithografischen Ansichten des 19. Jahrhunderts. In: Jahrbuch Kreis Höxter 1992, S. 113-117.
Weitere Ressourcen Ressourcen zu Brakel, zu Rüthen, zu Klöstern und Stiften und zum Thema Adel im Internet-Portal "Westfälische Geschichte"

Schloss Hinnenburg in Brakel, Stadtteil Hinnenburg | Google Maps

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Kloster Brede in Brakel

Stadt Brakel

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Gemeinde Holle, Landreis Hildesheim

Schloss Hollwinkel in Preußisch Oldendorf, Stadtteil Hedem | Google Maps

Gutspark Hollwinkel

Stadt Preußisch Oldendorf

Stadt Nettetal

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Stadt Nettetal

Lobberich, Stadtteil von Nettetal, Kreis Viersen | Google Maps

Schermcke, Stadt Oschersleben (Bode), Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt | Google Maps

Gemeinde Oschersleben (Bode)
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Systematik
Zeit2.16   1250-1299
2.17   1300-1349
2.18   1350-1399
2.19   1400-1449
2.20   1450-1499
3.1   1500-1549
3.2   1550-1599
3.3   1600-1649
3.4   1650-1699
3.5   1700-1749
3.6   1750-1799
3.7   1800-1849
3.8   1850-1899
Ort1.1.290   Viersen
1.11.9   Rüthen, Stadt
1.14.21   Halberstadt
2.4.1   Bad Driburg, Stadt
2.4.4   Brakel, Stadt
2.6.9   Preußisch Oldendorf, Stadt
2.30   Brandenburg/Preußen, KFtm. / KgR. < - 1918>
Sachgebiet6.8.1   Adel
16.6.3   Geistliche, Rabbiner, Ordensleute
16.6.5   Domkapitel / Klöster / Stifte, Klosterleben
Datum Aufnahme 2010-04-07
Datum Änderung 2013-11-13
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