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From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 2 08:24:42 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 02 Nov 2009 08:24:42 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Erstmals Wolfsangeln in Westfalen-Lippe gefunden:
Fundevon der Detmolder Falkenburg kommen in Ritter-Ausstellung
Message-ID: 4AEE974A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 30.10.2009, 10:00


AKTUELL

Erstmals Wolfsangeln in Westfalen-Lippe gefunden
Funde von der Detmolder Falkenburg kommen in Ritter-Ausstellung

Zum ersten Mal in Westfalen-Lippe haben Forscher des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Detmold so
genannte Wolfsangeln aus dem 13. Jahrhundert gefunden. An der
Detmolder Falkenburg entdeckten die Archäologen 20 der eisernen
Haken, mit denen im Mittelalter Wölfe gefangen wurden. Die
ungefähr 20 Zentimeter langen Fundstücke aus Detmold werden
erstmals ab Februar 2010 in der Ausstellung "AufRuhr 1225!
Ritter, Burgen und Intrigen" im LWL-Museum für Archäologie in
Herne zu sehen sein.

Seit rund fünf Jahren graben Archäologen des LWL auf der
Stammburg der Edelherren zur Lippe in Detmold. "Diese
Untersuchung ist die bedeutendste aktuelle Burgengrabung in
Westfalen-Lippe. Die Wolfangeln sind sicherlich der Höhepunkt
der Grabungen", so Dr. Stefan Leenen, wissenschaftlicher
Projektleiter der kommenden Ausstellung, bei einem Ortstermin
in Detmold. "Die Angeln zeigen, wie groß die Bedrohung der
Burgbewohner durch Wolfsrudel in den umgebenden Wäldern dieser
Höhenburg gewesen sein muss."

Wolfsangeln sind ungewöhnlich geformte eiserne Haken, die mit
Fleischködern bestückt an einem Seil in Bäume gehängt wurden -
die Wölfe bissen an wie Fische und verendeten.

Die Grabungen an der Falkenburg brachten inzwischen über 20
Wolfsangeln zum Vorschein. Außerdem werden auch
mittelalterliches Kinderspielzeug, vergoldete
Zaumzeug-Verzierungen bis hin zu einer außerordentlich großen
Tuchschere von der Grabung in Detmold nach Herne in die größte
Mittelalterausstellung, die es jemals im Ruhrgebiet gegeben hat,
wandern.


INFO

27. Februar bis 28. November 2010
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"

LWL-Museum für Archäologie
Europlatz 1
44623 Herne
Di, Mi, Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
Sa, So und feiertags 11-18 Uhr
Eintritt: Zwischen 6 und 2 Euro, Familienkarte 12 Euro,
Gruppenrabatte

URL: http://www.aufruhr1225.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 2 08:28:59 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 02 Nov 2009 08:28:59 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vor 100 Jahren: Erstes Heimatmuseum in Bocholt:
DasStadtarchiv praesentiert das Foto des Monats November 2009
Message-ID: 4AEE984B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Bocholt - Klimakommune NRW"
Datum: 28.10.2009, 11:05


AKTUELL

Vor 100 Jahren: Erstes Heimatmuseum in Bocholt
Das Stadtarchiv präsentiert das Foto des Monats November 2009

Am 14. November 2009 sind genau 100 Jahre vergangen, seit der
Verein für Heimatpflege Bocholt E. V. in der Nordstraße ein
Heimatmuseum eröffnete. Bei dem Haus, hier in einer Aufnahme
aus dem Jahre 1911, handelte es sich um ein etwa 1800 gebautes
Bürgerhaus, das zuletzt der Fabrikantenfamilie Driessen
gehörte. Sie stellte es 1909 dem Verein für Heimatpflege zur
Einrichtung eines Heimatmuseums mietweise zur Verfügung.

Seither konnten darin museale Stücke aus der Bocholter
Vergangenheit sowie Werke vor allem von Kunstschaffenden aus
den Düsseldorfer Ateliers besichtigt werden. Mit Beginn des
Ersten Weltkrieges gab es jedoch keine Ausstellungen mehr,
zudem verfiel das Gebäude im Laufe der Jahre. Die Zeit des
ersten Bocholter Heimatmuseums endete schließlich bereits mit
der Kündigung des Mietvertrages 1924 und dem Verkauf und Abriss
des Hauses im Jahr darauf.

Das Konzept des damaligen Museums bestand im Wesentlichen aus
zwei Punkten:

1. der Präsentation ständiger Sammlungen, 2. der Veranstaltung
wechselnder Ausstellungen mit Neuem und Altem aus Kunst und
Kunstgewerbe. Die Sammlungen beinhalteten zunächst heimische
Altertümer und solche Gegenstände, die für die kulturelle und
wirtschaftliche Geschichte der Stadt Bocholt bzw. des engeren
Heimatbezirkes von Bedeutung waren. Ferner wurden in dieser
Abteilung Gegenstände präsentiert, die Bezug nahmen auf die
heimische Baumwollindustrie.

Schließlich war vorgesehen, das Museum mit einer Sammlung
kolonialer Produkte wie Waffen, Kulturgegenständen oder Schmuck
auszustatten. Bei den wechselnden Ausstellungen stand vor allem
die moderne Kunst im Vordergrund. In diesem Fall konnte der
Verein für Heimatpflege Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen
verschiedener Düsseldorfer Künstler ins Bocholter Museum
bringen. Doch auch alte Meisterwerke - wenn auch nur in
Reproduktionen - kamen für die Wechselausstellungen in Frage.

Mit der Schließung des Hauses ging dessen Sammlungsgut z.T. in
den Besitz der Stadt und einiger Privatleute über.


INFO

Das ehemalige Bocholter Heimatmuseum
URL: http://www.presse-service.de/medienarchiv.cfm?medien_id=84813





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 2 08:31:37 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 02 Nov 2009 08:31:37 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Von der Seemacht zum Trendland: Autor Christoph
Driessenliest im Haus der Niederlande, Muenster, 04.11.2009
Message-ID: 4AEE98E9.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 29.10.2009, 13:00


AKTUELL

Von der Seemacht zum Trendland
Autor Christoph Driessen liest im Haus der Niederlande

Der niederländische Autor Christoph Driessen liest am Mittwoch,
4. November 2009, in Münster aus seinem Buch "Geschichte der
Niederlande. Von der Seemacht zum Trendland". Beginn ist um
19.30 Uhr in der Bibliothek im Haus der Niederlande, Alter
Steinweg 6/7. Der Eintritt ist frei.

Die Geschichte der Niederlande steckt voller Überraschungen:
Hätten Sie gedacht, dass die Oranje-Trikots der
niederländischen Fußballfans auf einen deutschen Prinzen
zurückgehen? Und dass ihre Schlachtgesänge mehr als 400 Jahre
alt sind? Wissenschaftlich fundiert und zugleich packend und
amüsant beschreibt der Historiker und Journalist das Land von
Rembrandt und Mata Hari, Anne Frank und Königin Beatrix. Er
nimmt den Leser mit auf die Schiffe der Ostindischen Kompanie
und in den Untergrund der Nazizeit.


INFO

Bibliothek im:
Haus der Niederlande
Alter Steinweg 6/7
Münster

Der Eintritt ist frei.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 2 08:35:25 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 02 Nov 2009 08:35:25 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Diavortrag: Die Stahlindustrie in Lothringen und
ihreWerkbahnen, Dortmund, 03.11.2009
Message-ID: 4AEE99CD.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 30.10.2009, 12:03


AKTUELL

Die Stahlindustrie in Lothringen und ihre Werkbahnen
Diavortrag von Jan Schirling im LWL-Industriemuseum

Um die Stahlindustrie in Lothringen und ihre Werkbahnen geht es
beim nächsten verkehrshistorischen Vortrag, zu dem der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag, 3.
November, um 19.30 Uhr in sein Industriemuseum Zeche Zollern
einlädt.

Lothringen ist eine Region mit bewegter Geschichte. Über die
Jahre zeitweise zu Frankreich und zeitweise zum Deutschen Reich
gehörend, entwickelte sich hier auf Basis ausgiebiger Erz- und
Kohlevorkommen eine umfassende Montanindustrie. Durch
Stahlkrisen und den zunehmenden Einsatz von Erzen aus Übersee
schrumpfte dieser industrielle Sektor in den vergangenen
Jahrzehnten stetig. Jedoch haben einige Werke bis heute
überlebt. Jan Schirling, selbst Werkeisenbahner in der
Montanindustrie, zeigt in seinem Vortrag Fotos der zwischen
Metz und Thionville ansässigen Stahlbetriebe und ihrer
Werkbahnen aus den letzten zehn Jahren.

Bereits ab 18 Uhr können Interessierte beim Betrieb der Spur
1-Anlage in der Alten Verwaltung der Zeche Zollern zusehen,
auch eigene Fahrzeuge können mitgebracht und auf die Strecke
geschickt werden. Außerdem zu besichtigen ist die Ausstellung
technischen Spielzeugs aus der Sammlung Peter Tell. Die
Museumsgaststätte "Pferdestall" ist geöffnet.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Tel.: 0231 6961 - 111
E-Mail: zeche-zollern at lwl.org

Der Eintritt ist frei.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 2 08:43:03 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 02 Nov 2009 08:43:03 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Gedenkstunde an die Reichsprogromnacht 9.11.1938,
Herford, 09.11.2009
Message-ID: 4AEE9B97.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christoph Laue"
Datum: 28.10.2009, 09:08


AKTUELL

Die Stadt Herford und das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken
laden Sie herzlich zu einer

Gedenkstunde an die Reichsprogromnacht 9.11.1938
mit anschließendem Rundgang zu den Stolpersteinen

am Montag, 9. November 2009
um 17.00 Uhr
an der Synagoge Herford, Komturstr. 21

ein.

Nach Gedenkworten durch Harry Rothe (Vorsitzender der jüdischen
Gemeinde Herford/Detmold), Bruno Wollbrink (Bürgermeister der
Stadt Herford) und Erläuterungen zum Stolpersteinprojekt (vgl.
www.stolpersteine-für-herford.de durch Jutta Heckmanns
(Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken) beginnt ein
Rundgang zu den dann neu verlegten 22 "Stolpersteinen" des
Künstlers Gunter Demnig. An den Verlegeorten geben Paten und
Mitglieder des Kuratoriums Erläuterungen zu den Personen.

Liza Goldstein (Klarinettistin der NWD-Philharmonie) wird die
Veranstaltung musikalisch begleiten.

Kuratorium für eine Dokumentations- und Begegnungsstätte in
Herford zum Erinnern, Forschen und Gedenken
komm. Vorsitzende: Jutta Heckmanns


INFO

Gedenkstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford
Tel.: 05221-189257
E-Mail: info at kuratorium-herford.de
E-Mail: info at zellentrakt.de
URL: www.kuratorium-herford.de
URL: www.zellentrakt.de

Bankverbindung:
Sparkasse Herford
(BLZ: 494 501 20)
Konto-Nr.: 14365





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 2 09:18:59 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 02 Nov 2009 09:18:59 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Der LWL verleiht seinen Karl-Zuhorn-Preis 2009 an
RitaGudermann
Message-ID: 4AEEA403.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 30.10.2009, 14:11


AKTUELL

Der LWL verleiht seinen Karl-Zuhorn-Preis 2009 an Rita Gudermann

Die in Lippstadt (Kreis Soest) geborene Dr. Rita Gudermann hat
am Freitag (30.10.) aus den Händen von LWL-Direktor Dr.
Wolfgang Kirsch den Karl-Zuhorn-Preis für westfälische
Landesforschung entgegen genommen. Die
Nachwuchswissenschaftlerin, die heute in Berlin lebt, erhält
den alle drei Jahre verliehenen Preis für ihre Arbeiten über
die westfälische Agrargeschichte. "Gemeinsame wissenschaftliche
Forschung, Organisation von wissenschaftlichen Konferenzen
sowie Kontakte zu anderen Forschungseinrichtungen innerhalb und
außerhalb Westfalens - kurzum und in der heutigen Sprache: die
Vernetzung - machten auf die Preisträgerin aufmerksam", lobte
Kirsch, bevor er Gudermann den Preis im münsterschen
Erbdrostenhof überreichte. Seinen mit 5.000 Euro dotierten
Wissenschaftspreis verleiht der LWL seit 1979 alle drei Jahre.

"Gudermanns Forschungen haben eine hohe landeskundliche
Bedeutung, weil sie mit neuen, anregenden und innovativen
Fragestellungen neue Forschungsperspektiven für die
westfälische Agrargeschichte erschlossen haben. Indem sie
ökonomische und ökologische Aspekte verknüpft hat, ist es ihr
gelungen, die Agrargeschichte stärker an die allgemeinen
Forschungstrends der Geschichtswissenschaft heranzuführen",
heißt es in der Begründung des Rates für westfälische
Landeskunde. Gudermanns Veröffentlichungen stünden für eine
moderne Agrarumweltgeschichte, die nicht eine naturverbundene
Vergangenheit und eine aus ökologischer Sicht destruktive
Gegenwart gegenüberstelle. Sie arbeite stattdessen die
vielschichtigen Konfliktebenen zwischen Ökologie und Ökonomie
heraus, um anschließend die Kostenseite, die sozialen Folgen
und die langfristige Wirkung auf die Kulturlandschaft in den
Blick zu nehmen, so der Rat weiter.

"Gudermann bezieht die staatliche Wirtschaftspolitik nicht -
wie für das 19. Jahrhundert üblich - auf Gewerbe und Industrie,
sondern auf die Landwirtschaft. Ihre Dissertation bleibt nicht
bei der Behandlung der technischen Prozesse und ökonomischen
Ergebnisse stehen, sondern geht auch näher auf die jeweilige
Eigenlogik der staatlichen Wirtschaftsförderung einerseits
sowie die naturale Ökonomie und Innovationsbereitschaft der
Bauern andererseits ein und schildert deren Konflikte", so
Prof. Dr. Bernd Walter, Leiter des LWL-Instituts für
westfälische Regionalgeschichte, in seiner Laudatio. Bei ihrer
"Technikfolgenabschätzung" und ökologischen Perspektive mache
sie die Folgen des kapitalistischen Umgangs mit der
Landwirtschaft für Mensch und Natur deutlich, ohne die
vorkapitalistische agrarische Wirtschaftsweise zu idyllisieren.
Damit sei sie innerhalb des Aufschwungs der Naturschutz- und
Umweltgeschichte, der international in den 1980er, in der
Bundesrepublik in den 1990er Jahren eingesetzt habe, innovativ
gewesen, sagte Walter weiter. "Die Verleihung des
Karl-Zuhorn-Preises durch den LWL ist eine kleine Anerkennung
für ihre innovativen Arbeiten zur westfälischen Argar- und
Umweltgeschichte".

Zur Person:
Gudermann, die 1964 in Lippstadt (Kreis Soest) geboren wurde
und in Rüthen das Gymnasium besuchte, hat in Berlin Geschichte,
Germanistik und Biologie studiert. 1998 promovierte sie über
"Wassersachen. Landwirtschaftliche Meliorationen
(Bodenverbesserungen) zwischen ländlichen Interessen und
staatlicher Landeskulturpolitik in Westfalen und Brandburg
(1830 ? 1880)". Dabei machte sie die Modernisierung nicht als
lineare Erfolgsgeschichte sondern auch ihre Schattenseiten
sichtbar und verdeutlicht, wie auf diese Weise die
"Kulturlandschaft" als Produkt menschlichen Handelns entstanden
ist.





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Nov 3 10:10:55 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 03 Nov 2009 10:10:55 +0100
Subject: [WestG] [TV/R] Wie der Hermann in den Teutoburger Wald kam,
WDR06.11.2009
Message-ID: 4AF001AF.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Wissen"
Datum: 29.10.2009, 18:40


Freitag, 6. November 2009
Dokumentation
20.15 - 21.00 Uhr, WDR Fernsehen

Wie der Hermann in den Teutoburger Wald kam

Vor 2000 Jahren schlugen die von den Römern besetzten Germanen unter
der Führung des Stammesfürsten Arminius zwei römische Legionen
vernichtend im Teutoburger Wald. Im Laufe der Jahrhunderte wurde
Arminius zu einer mythischen Gestalt. Luther deutschte seinen Namen zu
Hermann ein ...

Es gibt zahllose Theorien zum Ort der Schlacht. Archäologische Funde
aus den 1990er Jahren lassen vermuten, dass sie in Kalkriese bei
Osnabrück stattgefunden hat. Lange aber hatte man geglaubt - obgleich
Belege fehlten -, der Schauplatz sei Detmold gewesen. 1875 wurde hier
das 57 Meter hohe Hermannsdenkmal eingeweiht, das von der Bevölkerung
liebevoll "der Hermann" genannt wird.

Ernst von Bandel, Bildhauer mit Nationalbewusstsein, arbeitete 35 Jahre
an der Vollendung seines Lebenstraumes. Bis zur Einweihung 1875 lebte er
sogar auf der Baustelle in einer primitiven Kate, die germanischen
Hütten nicht unähnlich war. Seitdem betrachten die Detmolder Hermann
als einen der ihren.

Ganze Schülergenerationen und Tausende von Familien haben Ausflüge
hierher gemacht, politische Gruppierungen unterschiedlicher Richtungen
den Ort für Versammlungen genutzt. Und auch geschäftlich gibt "der
Hermann" einiges her: Es gibt den Mini-Hermann in Glas und in Kupfer,
das Hermann-Sturmfeuerzeug, drei Hermannsbiere sowie den "Harten
Hermann", eine westfälische Dauerwurst.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 3 10:13:14 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 03 Nov 2009 10:13:14 +0100
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Archaeologen erforschen Bischof Meinwerks
Domkloster
Message-ID: 4AF0023A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 30.10.2009, 14:47


AKTUELL

LWL-Archäologen erforschen Bischof Meinwerks Domkloster

Parallel zur Ausstellung "Für Königtum und Himmelreich. 1000
Jahre Bischof Meinwerk von Paderborn" unternimmt der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine Ausgrabung im
Domkloster von Paderborn. Über den Gang der Forschung an diesem
Originalschauplatz der Ära Meinwerks informieren die
LWL-Archäologen in kostenlosen Führungen jeden Dienstag um 17
Uhr.

Das Team um LWL-Stadtarchäologe Dr. Sven Spiong erwartet die
Überreste des mittelalterlichen Domklosters in etwa einem Meter
Tiefe. Gleich zu Beginn der Untersuchung haben die Ausgräber
weit über 100 Stuckfragmente geborgen. Diese gehören zu einem
barocken Haus im heutigen Küstergarten, wo die Archäologen den
Spaten angesetzt haben.

In kostenlosen öffentlichen Führungen können sich Besucher
jeden Dienstag um 17 Uhr über den aktuellen Stand der
Forschungen informieren lassen. Treffpunkt ist der Eingang des
Museums in der Kaiserpfalz.

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Meinwerk-Ausstellung findet
außerdem an jedem ersten Montag im Monat um 16 Uhr ein
kostenloser Abendspaziergang zu den steinernen Zeugen der
Bautätigkeit Bischof Meinwerks statt. Treffpunkt ist ebenfalls
der Museumseingang. Um eine telefonische Anmeldung (05251
105110) wird gebeten.

Die Ausstellung "Für Königtum und Himmelreich - 1000 Jahre
Bischof Meinwerk von Paderborn" läuft bis zum 21. Februar 2010
im Erzbischöflichen Diözesanmuseum und im Museum in der
Kaiserpfalz. Auf 2000 Quadratmetern werden einzigartige
Handschriften, Urkunden und liturgische Geräte, aber auch
Schmuckstücke, Waffen und andere archäologische Funde des 11.
Jahrhunderts aus ganz Europa präsentiert. Die
Jubiläumsausstellung zum Amtsantritt von Bischof Meinwerk vor
1000 Jahren lässt eine Epoche lebendig werden, in der das
Zusammenspiel geistlicher und weltlicher Herrschaft ihren
Höhepunkt erreichte und die Bischöfe zusammen mit den Königen
das Reich regierten.


INFO

Weitere Informationen unter:
URL: http://www.meinwerk-ausstellung.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 3 10:19:45 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 03 Nov 2009 10:19:45 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag ueber Denkmalpflege, Bocholt, 12.11.2009
Message-ID: 4AF003C1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Bocholt"
Datum: 03.11.2009, 09:02


AKTUELL

Vortrag über Denkmalpflege
12. November im Stadtarchiv Bocholt

Am Donnerstag, 12. November, findet im Stadtarchiv Bocholt ein
Vortrag zum Thema "Aufgaben der Denkmalpflege - gestern und
heute" statt. Referieren wird Dr. Jennifer Verhoeven vom
Hessischen Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden. Beginn ist
um 18.30 Uhr an der Münsterstraße 76. Der Eintritt ist frei.

Die Gegenstände der Denkmalpflege sind uralt, die Denkmalpflege
selbst dagegen kaum 200 Jahre. Dennoch hat diese Disziplin in
dieser Zeit einen weiten Weg hinter sich gebracht: Vom Hobby
einzelner Amateure zur breit aufgestellten und gesetzlich
verankerten Behörde, von Scheuerbürste und Skizzenblock zu
modernster naturwissenschaftlicher Technik bei Restaurierungen
und Dokumentationen, von den Begeisterung für die Monumente der
großen nationalen Vergangenheit hin zur Sicherung regio¬naler
Identitäten anhand ortstypischer Bauformen. Die Moderation des
abends benimmt Stadtarchivar Dr. Hans Oppel.

Veranstalter ist der Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte,
der vom Stadtarchiv Bocholt und der Volkshochschule
Bocholt-Rhede-Isselburg getragen wird.


INFO

Stadt Bocholt
Geschäftsbereich Stadtarchiv
Dr. Hans D. Oppel
Münsterstraße 76
46397 Bocholt
Tel.: 02871-953-347
Fax: 02871-953-347
E-Mail: droppel at mail.bocholt.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 3 10:49:08 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 03 Nov 2009 10:49:08 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Fuehrung und Essen locken ins LWL-Industriemuseum,
Waltrop, 20.11.2009
Message-ID: 4AF00AA4.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 03.11.2009, 10:28


AKTUELL

Kultur und Kulinarisches
Führung und Essen locken ins LWL-Industriemuseum

Ein Abend mit spannenden Geschichten und gutem Essen soll die
nächste Abendführung im Industriemuseum Schiffshebewerk
Henrichenburg werden. Hierzu lädt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag, 20. November, ein. Die
Teilnehmer besichtigen die Ausstellung zur Geschichte der
Binnenschifffahrt und besteigen anschließend die Türme des
Oberhauptes. Treffpunkt für den Rundgang durch das
Schiffshebewerk ist um 18.40 Uhr am Museumseingang.

Im Anschluss an die einstündige Führung bittet das griechische
Restaurant "Papachristos" in unmittelbarer Nachbarschaft zum
Abendessen. Auf der Speisekarte stehen verschiedene Fleisch-
und Fischgerichte, darunter das Lachsfilet ?Käpt?n Henri? und
das Lammhüftsteak "Cerberus", benannt nach dem
Museumsmaskottchen und dem historischen Museumsdampfer.

Das Gesamtangebot kostet 20 Euro pro Person. Darin enthalten
sind die Kosten für Eintritt und Führung sowie für das
Abendessen (ein Essen und ein Getränk). Kinder bis zu 14 Jahren
zahlen die Hälfte (10 Euro).

Eine Anmeldung ist bis spätestens vier Tage vor dem Termin beim
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg unter
Telefon: 02363 9707-0 erforderlich.

Die Mindestteilnehmerzahl beträgt zehn Personen. Das Angebot
kann auf Wunsch auch an jedem anderen Wochentag (außer montags)
für Gruppen ab zehn Personen gebucht werden.


INFO

LWL-Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Tel.: 02363 9707 - 0
E-Mail: schiffshebewerk at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 3 11:01:29 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 03 Nov 2009 11:01:29 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Die Seestaedte des suedwestlichen Ostseeraums und
dieBedrohung durch die Pest 1708-1713, Muenster, 06.11.2009
Message-ID: 4AF00D89.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Institut für Vergleichende Städtegeschichte" uni-muenster.de>
Datum: 03.11.2009, 10:45


AKTUELL

Im Rahmen des Freitags-Kolloquiums im Wintersemester 2009/2010

spricht

Carl Christian Wahrmann M.A., Rostock

über

Die Seestädte des südwestlichen Ostseeraums und die Bedrohung
durch die Pest 1708-1713. Kommunikation im Angesicht einer Krise

am 6. November, 16.00 Uhr c.t.


INFO

Institut für vergleichende Städtegeschichte - IStG - gGmbH
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: 0251 - 83 275 12





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 3 11:04:18 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 03 Nov 2009 11:04:18 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Zwei Jahrzehnte Mauerfall - Spiegelungen
inGesellschaft und Kultur, Paderborn, 07.11.2009
Message-ID: 4AF00E32.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Frank Goettmann"
Datum: 03.11.2009, 10:28


TAGUNG

Fragen der Regionalgeschichte

18. Tagung 2009

Zwei Jahrzehnte Mauerfall - Spiegelungen in Gesellschaft
und Kultur

Samstag, den 7. November 2009
9.00 Uhr - 15.30 Uhr
Auditorium maximum der Universität Paderborn


Prof. Dr. Peter Fäßler (Universität Paderborn)
Als Ochs und Esel die SED-Herrschaft zu Fall brachten.
Überlegungen zum Erfolg der Bürgerrechtsbewegung in der
DDR 1989/90


Michael Wahl (Paderborn)
Der demographische Einfluß der Wende auf die Bevölkerungsstruktur
der Stadt Paderborn


Privatdozent Dr. Hendrik Berth (Technische Universität Dresden)
20 Jahre Mauerfall aus sozialwissenschaftlicher Sicht.
Ergebnisse aktueller Untersuchungen


Daniela Danz M.A. (Autorin, Halle a.d.S.)
Von Serimunt zum Pontus
(Autorenlesung; Moderation Prof. Dr. Norbert Eke, Universität
Paderborn)


Interessenten sind herzlich willkommen

Prof. Dr. Frank Göttmann
Prof. Dr. Eva-Maria Seng


Der Mauerfall hat diesseits und jenseits der ehemaligen Grenze
in der Gesellschaft und in den Köpfen der Menschen tiefe Spuren
hinterlassen. Folgen und Bewältigung der Ereignisse von 1989
reichen in unsere Gegenwart hinein und sind noch längst nicht
abgeschlossen. Im diesjährigen Jubiläumsjahr wird allenthalben
in der Öffentlichkeit und in den Medien der Ereignisse gedacht,
und sie werden aus unterschiedlichen Blickwinkeln von
beteiligten Zeitgenossen und Beobachtern gewürdigt.

Dabei aber stellen gerade die nachhaltigen Verwerfungen in der
Alltagskultur und in der Mentalität der Menschen ein
schwieriges Thema dar, verändern sich doch im Laufe der Jahre
die Erinnerung an historisches Geschehen und der Blick darauf,
und es verändern sich damit scheinbar festgefügte historische
Wirklichkeiten. Gerade diese Tatsache anzuerkennen, ist für den
künftigen politischen und gesellschaftlichen Umgang mit dem
anhaltenden Integrationsprozeß von West und Ost unabdingbar.

So sieht es die diesjährige Regionalgeschichtstagung als ihre
Aufgabe an, neben der politischen eine sozialpsychologische und
kulturelle Analyse zu versuchen, um daraus Denkanstöße für die
gesellschaftliche Praxis zu gewinnen. Über die
wissenschaftliche Betrachtungsweise hinaus sollen literarische
Texte eine gleichermaßen berechtigte und notwendige Perspektive
eröffnen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 3 11:20:51 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 03 Nov 2009 11:20:51 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Gedenken in Deutschland - eine juedische
Sicht, Dorsten, 05.11.2009
Message-ID: 4AF01213.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 04.03.2008, 07:32
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Gedenken in Deutschland - eine jüdische Sicht
Vortrag und Diskussion mit: Dr. Peter Fischer (Berlin)

Wiederkehrende Gedenktage wie der 9. November oder der 27.
Januar lösen immer wieder Nachdenklichkeiten und
Verunsicherungen aus: Welche Formen des Erinnerns sind heute
angemessen, welche nicht (mehr)? Was kann getan werden, um eine
die Opfer des NS-Terrors beleidigende oder irritierende Routine
des Gedenkens zu vermeiden, wie werden Gedenktage in Zukunft
aussehen und wie können Gedenkstätten mit den nächsten
Generationen sinnvoll arbeiten?

Dr. Peter Fischer, geb. 1944 in London, ausgebildet als
Ingenieur und Volkswirt, ist Vertreter des Zentralrats der
Juden in Projekten und Gremien zur Erinnerung und bei
Gedenkstätten und wird über die Situation der Geschichtskultur
und des Erinnerungswesens in Deutschland berichten; auch die
Probleme hierzu im Osten und Westen Deutschlands vergleichen.
Sein Anliegen ist es, Anregungen zu geben, wie das Gedenken -
einer Instrumentalisierung entgegen gerichtet - durch
bürgerschaftliches Engagement lebendig gestaltet werden kann.


INFO

Wann: Donnerstag 5. November 2009 19.30 Uhr
Wo: Jüdisches Museum Westfalen
Eintritt: 5 ? (Mitglieder 4 ?)

Dr. Norbert Reichling
Jüdisches Museum Westfalen
Postfach 100 622
46256 Dorsten
URL: www.jmw-dorsten.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 4 08:14:23 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 04 Nov 2009 08:14:23 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Buchvorstellung: Gerd Dethlefs (Hg.),
Das CappenbergerChorgestuehl 1509 - 1520, Unna, 12.11.2009
Message-ID: 4AF137DF.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Kreisstadt Unna"
Datum: 03.11.2009, 16:21


AKTUELL

Buchvorstellung im Hellweg-Museum Unna, 12. November 2009, 19.00 Uhr

Gerd Dethlefs (Hg.), Das Cappenberger Chorgestühl 1509 - 1520.
Meister Gerlachus und die Bildschnitzerwerkstatt der Brabender
in Unna. Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte, 2009

Es ist bekannt, dass die Prämonstratenserstiftskirche
Cappenberg in Selm das schönste und besterhaltene Chorgestühl
Westfalens enthält. Begonnen wurde es 1509 von einem Schreiner
"Meister Gerlach", vollendet um 1520. Aber wussten Sie auch,
dass das Cappenberger Chorgestühl von Unnaer Künstlern
gefertigt wurde? Ein neu erschienenes Buch dokumentiert die
neuesten Forschungen, die auf die Bildhauerfamilie Brabender in
Unna verweisen.

Der Herausgeber des Bandes, Dr. Gerd Dethlefs vom
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster, stellt
das Buch in einem Bildvortrag am 12. November um 19.00 Uhr im
Hellweg-Museum vor. Vor und nach dem Vortrag kann das Buch zum
Einführungspreis von 24,00 Euro (statt später 29,00 Euro)
erworben werden.

Zum Inhalt des Buches:

Die neuen Forschungen gelten der Funktion des Chorgestühls in
der Kirche, der Bedeutung der figürlichen Schnitzereien unter
den Klappsitzen, den 68 Wappen von Adelsfamilien zwischen
Waldeck und Gelderland - Ausdruck der Exklusivität des
"Adeligen Gotteshauses" - sowie den Bildvorlagen und verwandten
Gestühlen, vor allem in Dortmund. Die südliche Rückwand mit
rätselhaften Geheimfächern datiert schon von etwa 1290 - es ist
das älteste Möbel Westfalens. Nicht am Niederrhein, wie man
bisher meinte, lagen die Werkstätten der Schreiner und
Bildschnitzer, sondern in der Region. Die Schnitzer der Figuren
lassen sich nach Unna verorten und mit dem Namen der dortigen
Familie Brabender verbinden - die schon 1462 das Dortmunder
Reinoldigestühl lieferte.

Cappenberg galt bisher aus Sicht des Ordens als ein Ort lauer
Disziplin. Tatsächlich besaß das Stift jedoch eine erhebliche
geistliche Ausstrahlung nach Lünen, Werne, Ahlen und in die
ganze Region.

Wolfgang Bockhorst (LWL-Archivamt für Westfalen) zeichnet die
Geschichte des adeligen Prämonstratenserstiftes im 16.
Jahrhundert als eine Epoche drohender geistlicher Erschlaffung.
Der Neubau des Chorgestühls lässt sich als Versuch verstehen,
dem entgegenzuwirken: in einer Krisenzeit von Mord und
Totschlag vor Sittenlosigkeit zu warnen. Vor allem die
figürlichen Schnitzereien unter den Klappsitzen, neu gedeutet
von Wingolf Lehnemann, sind so zu verstehen. Die 68 Wappen von
Adelsfamilien zwischen Waldeck und Gelderland - Ausdruck der
Exklusivität des "Adeligen Gotteshauses" - werden von Gerd
Dethlefs aufgeschlüsselt und auf der älteren Nordseite von 1509
teils als 4-Ahnenproben, auf der Südseite als Abbild des 1520
bestehenden Konventes gedeutet.

Die Bildvorlagen und verwandten Gestühle, vor allem in Dortmund
und Marienheide, bespricht P. Philipp Reichling OPraem, während
Peter Barthold und David Gropp (LWL-Amt für Denkmalpflege) das
Gestühl als Möbel untersuchen: Die südliche Rückwand mit ihren
Geheimfächern stammt von etwa 1290 und ist damit das älteste
Möbel Westfalens. Bei einem Vergleich mit westfälischen
Gestühlen weist David Gropp die Sonderstellung nach; lediglich
Dortmunder Gestühle sind vergleichbar. Und nicht in Wesel oder
am Niederrhein, wie man bisher oft meinte, lagen die
Werkstätten der Schreiner und Bildschnitzer, sondern in der
Region - so Barbara Rommé: dieselbe Werkstatt schuf es in zwei
Perioden.

Reinhard Karrenbrock schließlich kann der
Bildschnitzerwerkstatt zahlreiche Werke im märkischen und
kölnischen Sauerland zuweisen, u.a. in dem mit Cappenberg
verbundenen Kloster Oelinghausen und im Stift Scheda. Seine
Versuch, die Werkstatt nach Unna zu verorten, ermöglicht es
schließlich, den Namen der dortigen Familie Brabender mit der
Werkstatt zu verbinden, die schon 1462 das Dortmunder
Reinoldigestühl lieferte, welches als Vorgängerwerk zu
betrachten ist.

Der Blick auf von Cappenberg aus betreute und mit Kunstwerken
ausgestatteten Kirchen zeigt, dass das Stift doch eine
erhebliche geistliche Ausstrahlung besaß, die etwa in Lünen,
Werne, Ahlen, Oelinghausen und weiteren Orten fassbar ist.


INFO

Hellweg - Museum
Burgstr. 8
59423 Unna
Tel.: 02303 / 103-388 und 256445
Fax: 02303 / 256569
Url: www.unna.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 4 08:19:10 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 04 Nov 2009 08:19:10 +0100
Subject: [WestG] [POS] LWL-Industriemuseum (Zentrale),
wissenschaftliche/rVolontaer/in, Dortmund-Boevinghausen
Message-ID: 4AF138FE.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 03.11.2009, 11:48


STELLENAUSSCHREIBUNG

Im LWL-Industriemuseum (Zentrale in Dortmund-Bövinghausen) ist
zum 15.01.2010 eine Stelle als

wissenschaftliche Volontärin/
wissenschaftlicher Volontär

zu besetzen. Das Volontariat ist auf zwei Jahre befristet.

Aufgabengebiete:
- wissenschaftliche Recherchen und Mitarbeit bei der Konzeption
von Ausstellungen

- Vorbereitung und Realisierung von Ausstellungen und
Veranstaltungen für den Museumsstandort "Zeche Zollern" in
Dortmund-Bövinghausen mit dem Themenschwerpunkt Sozial- und
Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus im 20. Jahrhundert

- Mitarbeit bei der Fortentwicklung des Museumsstandortes

Wir erwarten:
- ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Wirtschafts-,
Sozial- und Technikgeschichte oder
Kulturwissenschaften/Volkskunde
- ausgeprägtes Interesse an museumsfachlichen Fragestellungen,
Museumspraktika oder freie Mitarbeit wünschenswert
- gewünscht sind Erfahrungen im Bereich der Bergbaugeschichte
- Erfahrungen mit Methoden der Oral History
- Fähigkeit zur Team- und Projektarbeit, Eigeninitiative
- gute PC-Kenntnisse (MS-Office, Internet)
- Fremdsprachenkenntnisse in Englisch und Französisch sind von
Vorteil
- Pkw-Führerschein

Wir bieten:
- die Möglichkeit, sich mit wissenschaftlicher Museumsarbeit
vertraut zu machen und praktische Kenntnisse zu erwerben
- die Gelegenheit zu eigenständiger konzeptioneller
Projektarbeit
- eine intensive Einarbeitung und Betreuung
- in Anlehnung an die Regelung für Beamtenanwärter/innen des
höheren Dienstes wird eine monatliche Pauschalvergütung von
1.142,57 ? brutto gezahlt; ggf. zusätzlich Familienzuschlag

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
39/09 bis zum 17.11.2009 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 4 08:22:41 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 04 Nov 2009 08:22:41 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Lippstaedter Unternehmerinnen auf Spurensuche
imStadtarchiv
Message-ID: 4AF139D1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Lippstadt"
Datum: 03.11.2009, 12:57


AKTUELL

Lippstädter Unternehmerinnen auf Spurensuche im Stadtarchiv

Das (Langzeit-)Gedächtnis der Stadt Lippstadt war vergangene
Woche Ziel des Luna-Herbsttreffens (LUNA = Lippstädter
Unternehmerinnen). 16 Unternehmerinnen stellte Dr. Claudia
Becker, Fachdienstleiterin Archiv und Museum, zunächst den
klassischen Ausbildungs- und Werdegang einer Archivarin vor.
Immer wieder seien Archive und ihre Bediensteten auch
Gegenstand von Darstellungen in Film und Fernsehen, wo die
bekannten Klischees wie "langweiliger Archivar mit
Ärmelschonern im verstaubten Keller" o. ä. gern bedient würden.

Dass dies mit einem modernen Stadtarchiv nichts zu tun hat,
wurde im Zuge der professionellen und lebendigen Erläuterungen
durch die Lippstädter Chefarchivarin schnell klar. Die
Unterhaltung eines Archivs sei keine freiwillige Aufgabe einer
Kommune, wie etwa die Bereitstellung eines Museums, sondern
dazu sei die Stadt qua Archivgesetz verpflichtet. Dieses
enthalte zahlreiche Aufgaben öffentlicher Archive, von der
Auswahl ("Bewertung") der zu archivierenden Dokumente über ihre
Verpackung, Verzeichnung und Bereitstellung für die Benutzung.

Die Auswahl liegt demnach allein beim Archiv. "Da nur ca. 5%
des gesamten Dokumentenaufkommens aus der Stadtverwaltung
archiviert werden, ist die Auswahl des archivwürdigen Materials
eine Herkulesaufgabe.", so Dr. Claudia Becker, über deren gute
Erfüllung oft erst die Zeit entscheidet. Aktuell sei die
Übernahme und Archivierung elektronischer Daten eins der
größten Probleme.

Neben dem Archivgut aus der Stadtverwaltung gibt es im
Stadtarchiv allerdings auch noch Material aus privater Herkunft,
etwa von Familien, Firmen oder Vereinen. Derartiges Material
wurde dem Archiv entweder komplett überlassen oder hier als
Leihgabe hinterlegt. Wichtig sind solche Dokumente und Bilder
immer dann, wenn sie auch eine breite Öffentlichkeit
interessieren und für die Stadtgeschichte von besonderem
historischen Wert sind. Das Stadtarchiv sei immer bemüht,
möglichst viele dieser Archivalien dann auch der Öffentlichkeit
zugänglich zu machen, versicherte Frau Dr. Becker.

Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die komplette Sammlung der
Ausgaben der Lippstädter Tageszeitung "Der Patriot" seit der
ersten Ausgabe 1848. Gefragt nach dem größten Schatz des
Archivs zeigte Frau Dr. Becker, nun doch mit den
obligatorischen weißen Handschuhen, den Unternehmerinnen das
erste Stadtrecht von Lippstadt, das Graf Bernhard persönlich
seiner Stadt um 1220 gewährt hat.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 5 10:55:17 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 05 Nov 2009 10:55:17 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Schaetze aus dem Depot und Perlenhaekeln mit Kindern,
Bocholt, 08.11.2009
Message-ID: 4AF2AF15.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 04.11.2009, 09:17


AKTUELL

Schätze aus dem Depot und Perlenhäkeln mit Kindern
Besonderer Sonntag im LWL-Textilmuseum Bocholt

Viele Schritte sind notwendig, damit Stoff zur Mode wird.
Textilien werden gefärbt, beschichtet, gewalkt, gerauht,
plissiert - "ausrüsten" nennen das die Fachleute. Eines der
wichtigsten Ausrüstungsverfahren ist das Bedrucken von Stoffen.
Darum geht es beim nächsten "besonderen Sonntag", zu dem der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 8.
November, ab 15 Uhr in sein Textilmuseum in Bocholt einlädt.

Dr. Arnold Lassotta, wissenschaftlicher Referent im
LWL-Industriemuseum gibt einen Einblick in den Sammlungsbereich
"Stoffdruck", der in den nächsten Jahren der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht werden soll. Nach einem kurzen
Lichtbildervortrag werden einzelne Objekte wie Druckmodeln,
-walzen, Schablonen und Musterbücher vorgestellt.

Für Kinder ab acht Jahren bietet Elfriede Heitkamp ebenfalls ab
15 Uhr eine Einführung in die kreative Verarbeitung von Perlen
an. Unter Anleitung der Museumsmitarbeiterin haben Jungen und
Mädchen Gelegenheit, die Technik des Perlenschmuckhäkelns
auszuprobieren und filigrane Armbänder und Halsketten
anzufertigen. (Anmeldung erwünscht unter 02871 21611-0).

Beide Angebote im LWL-Industriemuseum dauern rund eine Stunde.
Die Erwachsenenführung ist kostenlos. Für die Kinder wird ein
kleiner Beitrag in Höhe von 3 Euro erhoben. Das Eintrittsgeld
ist unabhängig von der Führung oder der Museumspädagogik zu
zahlen: 2,40 Euro für Erwachsene, Kinder ab sechs Jahren 1,50
Euro, Familientageskarte 5,80 Euro.

Für die Kinderaktion wird um Anmeldung unter Tel. 02871 21611-0
gebeten.


INFO

LWL-Industriemuseum
Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstr. 50
46397 Bocholt
Tel.: 02871 21611 - 0
E-Mail: textilmuseum at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 5 10:50:58 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 05 Nov 2009 10:50:58 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Deutschlandpolitische Aktivitaeten
undAlternativen im Prozess der Wiedervereinigung,
Luedenscheid, 11.11.2009
Message-ID: 4AF2AE12.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Institut für Geschichte und Biographie Lüdenscheid" FernUni-Hagen.de>
Datum: 04.11.2009, 13:44


AKTUELL

Im Rahmen unserer Vortragsreihe "Lüdenscheider Gespräche"
möchten wir Sie herzlich einladen zu einem Vortrag mit Prof.
Dr. Peter Brandt zum Thema:

"Jenseits des Hauptstroms". Deutschlandpolitische Aktivitäten
und Alternativen im Prozess der Wiedervereinigung

Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "20 Jahre
Mauerfall" statt, im Anschluss an die Ausstellungseröffnung "Wo
warst du als die Mauer fiel ?".

Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Lüdenscheid
mit den Lüdenscheider Gymnasien und dem Institut für Geschichte
und Biographie.

Moderation: Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch

Peter Brandt, Professor für Neuere Deutsche und Europäische
Geschichte an der FernUniversität in Hagen, hat sich neben
seiner fachwissenschaftlichen Tätigkeit stets auch politisch
bzw. politisch-publizistisch engagiert, seit den späten 70er
Jahren vor allem im Hinblick auf die Problematik der deutschen
Teilung. In seinem politischen Umfeld "links der Mitte" gehörte
er zu denen, die immer wieder auf die prinzipielle Offenheit
und die potentielle Brisanz der deutschen Frage hinwiesen.

Die 80er Jahre hindurch unterhielt Peter Brandt diverse
Kontakte in die DDR, nicht zuletzt zu prominenten
Oppositionellen. Seit Mitte des Jahrzehnts beteiligte er sich
maßgeblich an Überlegungen und Gesprächen zur Gründung einer
deutsch-deutschen Freundschaftsgesellschaft, die dazu beitragen
sollte, die Beziehungen zwischen den beiden Teilen Deutschlands
in praktischer Hinsicht zu intensivieren. Im Januar 1990,
mitten im Umbruch in der DDR, wurde dann, unterstützt u. a. von
Willy Brandt, die "Deutsche Gesellschaft e. V." als erster
gesamtdeutscher Verein überparteilich konstituiert. Für seine
Verdienste um die Einigung Deutschlands wurde Peter Brandt
unlängst mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.


INFO

Wir würden uns freuen, Sie am 11. November, um 17. 00 Uhr im
Bürgerforum begrüßen zu dürfen! Der Eintritt ist frei.

Zeit:
11. November 17. 00 Uhr Veranstaltungsbeginn

Ort:
Bürgerforum Lüdenscheid (im Rathausfoyer)
Rathausplatz, 58511 Lüdenscheid

Institut für Geschichte und Biographie "Deutsches Gedächtnis"
FernUniversität Hagen
Liebigstraße 11
D-58511 Lüdenscheid
Tel.: 02351-24580
Fax: 02351-39973
E-Mail: igb at fernuni-hagen.de
URL: www.fernuni-hagen.de/geschichteundbiographie





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 5 10:32:47 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 05 Nov 2009 10:32:47 +0100
Subject: [WestG] [POS] LWL-Landesmuseum fuer Kunst und Kulturgeschichte,
Fotograf/in, Muenster
Message-ID: 4AF2A9CF.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 04.11.2009, 09:11


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist im LWL-Landesmuseum
für Kunst und Kulturgeschichte - Westfälisches Landesmuseum -
in Münster zum nächstmöglichen Termin die Stelle einer/eines

Fotografin/Fotografen

zu besetzen. Es handelt sich um eine Teilzeitstelle mit 19,5
Stunden/Woche.

Aufgabengebiete:
- fachliche Koordination der Fotowerkstatt
- fotografische Dokumentation von Exponaten, Ausstellungen und
Veranstaltungen
- fotografische und gestalterische Mitarbeit an
Ausstellungskatalogen, Flyer, etc.
- Verwaltung des Fotoarchivs
- Betreuung der Datenbanken im Bereich der digitalen Fotografie

Wir erwarten:
- qualifizierter Abschluss im Fachbereich Fotodesign und/oder
als Fotografenmeisterin/Fotografenmeister
- Erfahrung im Bereich der Museumsfotografie (Sammlung und
Ausstellungen)
- sehr gute Kenntnisse im Bereich der digitalen Fotografie
sowie der EDV (Datenbanken etc.)
- Kenntnisse in den neuen Medien
- Kommunikations-, Kooperations- und Teamfähigkeit
- Organisations- und Führungskompetenzen, Selbstständigkeit und
Eigeninitiative
- Fortbildungsbereitschaft, Belastbarkeit
- Vorlage von Proben (Fotografien/DVD), die die Bandbreite des
fachlichen Könnens dokumentieren

Wir bieten:
- eine vielseitige Tätigkeit in einem engagierten Museumsteam
- eine Vergütung nach Entgeltgruppe 8 TVöD

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
40/09 bis zum 21.11.2009 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 5 10:29:03 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 05 Nov 2009 10:29:03 +0100
Subject: [WestG] [AKT] 420.000 Euro fuer Roemermuseum in Haltern am See
Message-ID: 4AF2A8EF.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle BR Münster"
Datum: 04.11.2009, 16:06


AKTUELL

420.000 Euro für Römermuseum in Haltern am See

Die Bezirksregierung Münster hat dem Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) 420.000 Euro bewilligt. Die Zuwendung
stammt aus dem Fördertopf des Landes Nordrhein-Westfalen für
Stadterneuerung und soll dazu dienen, Stadtzentren weiter zu
entwickeln.

Das Geld wird eingesetzt, um im Rahmen des Masterplans
"Attraktives Haltern am See" das im Stadtgebiet gelegene
LWL-Römermuseum um ein Freigelände in Form einer
archäologischen Baustelle zu erweitern. Das betreffende
nördlich an das Museum angrenzende Gebiet befindet sich auf
Teilen des ehemaligen römischen Hauptlagers Haltern und wurde
im Jahr 1987 unter Denkmalschutz gestellt. Im ersten
Bauabschnitt wird das ehemalige Westtor des Lagers rekonstruiert.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 5 10:38:16 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 05 Nov 2009 10:38:16 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Toedlicher Ueberfall in der Daemmerung: Am Samstag
vor784 Jahren wurde der Erzbischof Engelbert erschlagen
Message-ID: 4AF2AB18.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 04.11.2009, 13:42


AKTUELL

Tödlicher Überfall in der Dämmerung
Am Samstag vor 784 Jahren wurde der Erzbischof Engelbert
erschlagen

Er war neben dem Kaiser der mächtigste Mann im Reich - bis eine
Verschwörung gegen ihn zu seinem Verhängnis wurde. Am kommenden
Samstag (7.11.) jährt sich der Tod des Erzbischofs Engelbert
von Köln, der am 7. November 1225 bei Gevelsberg ermordet
wurde. Die Folgen dieses Ereignisses vor 784 Jahren sind im
Ruhrgebiet bis in die Gegenwart sichtbar. Für das LWL-Museum
für Archäologie in Herne wird es deshalb zum Roten Faden der
neuen Ausstellung "Aufruhr 1225!". Die Schau des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) thematisiert vom 27.
Februar 2010 an Ritter, Burgen und Intrigen.

Es dämmerte bereits am 7. November, als Engelbert auf seinem
Weg nach Köln einen Hohlweg bei Gevelsberg passierte. Nur
wenige Kilometer von seinem Nachtlager entfernt geriet er in
einen Hinterhalt. Im Angesicht einer ganzen Schar von
Angreifern flüchteten die Gefolgsleute des Erzbischofs.
Engelbert setzte sich zwar energisch zur Wehr, war aber
chancenlos und wurde erschlagen. "Es lässt sich nicht ganz
genau sagen, ob er ermordet worden ist, oder eigentlich
gefangen genommen werden sollte", sagt Dr. Stefan Leenen,
Projektleiter der Ausstellung.

Zunächst sieht das Geschehen aus wie ein brutaler Mord. "Die
zeitgenössischen Schilderungen des Zisterziensermönches
Caesarius von Heisterbach, der die Lebensgeschichte Engelberts
niederschrieb, lassen auf eine äußerst blutrünstige Tat
schließen", so Leenen. Über 40 schwere Hieb- und Stichwunden
soll der Bischof erlitten haben. Eine Untersuchung der Gebeine
durch den Kölner Gerichtsmediziner Prof. Dr. Günter Dotzauer
bestätigte im Jahr 1978 die Überlieferungen von Caesarius, der
sich auf Augenzeugen stützte.

"Der Tod Engelberts war dennoch vor der Tat nicht geplant",
vermutet Leenen. "Wahrscheinlich wollten ihn seine Verfolger
gefangen nehmen, um politische Zugeständnisse zu erpressen."
Hätten sie den Bischof ermorden wollen, wäre ein einzelner
Attentäter mit einer Armbrust ausreichend gewesen. "Als der
Überfall schief lief, schlugen vermutlich alle zu, um sich
anschließend nicht aus der Schuld stehlen zu können. Deshalb
das Gemetzel."

Als Mörder wurde Graf Friedrich von Isenberg beschuldigt, bald
zum Tode verurteilt und ein Jahr nach der Tat auf grausame
Weise hingerichtet. Auch andere Adelige sollen an dem Komplott
beteiligt gewesen sein. Der Graf verwaltete die weltlichen
Besitztümer des reichen Essener Damenstiftes, die ihm und auch
schon seinen Vorfahren große Einnahmen beschert hatten. Das
Stift und Engelbert wollten jedoch seine Rechte beschneiden.
Der Erzbischof, damals mächtigster Mann nördlich der Alpen,
wollte seine Machtposition weiter ausbauen. Die Ländereien des
Damenstiftes hätten seine beiden Einflussbereiche im Rheinland
und in Westfalen miteinander verbinden können. Weder Engelbert
noch seinen Nachfolgern ist das gelungen.

"Köln wurde daher nicht zur Zentralmacht in der Region, das
Gebiet um die Ruhr blieb territorial zersplittert und ein
Flächenstaat im Nordwesten des Reiches konnte nicht entstehen",
nennt der Archäologe und Historiker eine Entwicklung, die der
vermeintliche Mord entscheidend beeinflusst hat. "Die Teilung
des Landes in das Rheinland und Westfalen ist zu einem gewissen
Grad auch ein Erbe dieses Geschehens."

Die Familie des Grafen erlitt nach der Verurteilung Friedrichs
den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Niedergang. Ihre
Burgen wurden zerstört, der Besitz entzogen und neu verteilt.
Seine Brüder, die Bischöfe von Münster und Osnabrück, wurden
abgesetzt.

Ausstellung
1225 kommt der Kölner Erzbischof Engelbert, einer der
mächtigsten Männer des Reiches, während eines Überfalls bei
Gevelsberg im heutigen Ruhrgebiet gewaltsam ums Leben. Wie
dieser Mord die ganze Ruhrregion veränderte - das ist
Ausgangspunkt und Leitmotiv der größten Mittelalterausstellung,
die bisher im Ruhrgebiet gezeigt wurde: "Aufruhr 1225! Ritter,
Burgen und Intrigen", läuft vom 27. Februar bis 28. November
2010 im LWL-Museum für Archäologie in Herne.

Events, Workshops, Führungen und Mittelaltermärkte sowie
ein Außenprogramm in elf Burgen und Schlössern der Region
begleiten die Ausstellung.


INFO

27. Februar bis 28. November 2010
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"

LWL-Museum für Archäologie
Europlatz 1
44623 Herne
Di, Mi, Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
Sa, So und feiertags 11-18 Uhr
Eintritt: Zwischen 6 und 2 Euro, Familienkarte 12 Euro,
Gruppenrabatte
URL: http://www.aufruhr1225.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 5 10:46:44 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 05 Nov 2009 10:46:44 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Erfolgreiche Saison im LWL-Freilichtmuseum
Detmold:Vielfaeltige Angebote noch einmal zum Advent
Message-ID: 4AF2AD14.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 03.11.2009, 14:48


AKTUELL

Erfolgreiche Saison im LWL-Freilichtmuseum Detmold
Vielfältige Angebote noch einmal zum Advent

Die Saison 2009 im LWL-Freilichtmuseum Detmold ist vorbei und
das Museum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) zieht
eine positive Bilanz: In der vergangenen Saison befasste sich
das LWL-Freilichtmuseum 20 Jahre nach der Öffnung des "Eisernen
Vorhangs" mit der Ankunft und dem Leben von Russlanddeutschen
in Deutschland sowie ihren Lebensbedingungen in Russland und
der Sowjetunion. Das Themenjahr zeichnete die Situation der
Russlanddeutschen bis zur Gegenwart nach. Die Ausstellung im
"Paderborner Dorf" erzählte die Geschichten einzelner Menschen
mit Porträtfotografien und persönlichen Erinnerungsobjekten.

Russlanddeutsche aus Detmold und Umgebung hatten sich bereit
erklärt, bei dem Ausstellungsprojekt mitzuwirken und den
Museumsmitarbeitern in Interviews ihre Geschichten erzählt.
Persönliche Gespräche und Bemerkungen in den Besucherbüchern
zeigten, dass viele Museumsgäste von diesen Lebensgeschichten
berührt wurden. Damit ist das Konzept aufgegangen. Jan
Carstensen: "Die Darstellung verband Biografien, Fotografien
und Erinnerungsobjekte. Das ist lebendige Zeitgeschichte."
Schaukästen im Gelände, ein umfangreiches Rahmenprogramm von
einer Podiumsdiskussion über Sonderführungen bis hin zu
kulinarischen Spezialitäten rundeten das Themenjahr ab.

Das Freilichtmuseum ist auch mit seinen bisherigen
Besucherzahlen zufrieden: Rund 185.500 Kulturinteressierte
besuchten das LWL-Museum - im vergangenen Jahr waren es bis zum
31. Oktober mit 162.000 fast 13 Prozent weniger. "Die
Besucherzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben.
Durch die internationale Kaltblutveranstaltung "PferdeStark",
die alle zwei Jahre stattfindet, hatten wir eine
Großveranstaltung mehr, zu der an einem Wochenende über 20.000
Besucher kamen", so Museumsleiter Dr. Jan Carstensen. 200
Kaltblutpferde aus ganz Europa zeigten bei "PferdeStark" im
Wettkampf und beim Schauprogramm, was sie können. Rund 21.000
Besucher kamen dafür ins LWL-Freilichtmuseum - ein neuer Rekord.

Erstmals bot das LWL-Freilichtmuseum 2009 Saison einen "langen
Donnerstag". Von Juni bis August konnten die Besucher jeden
Donnerstag mit einer längeren Öffnungszeit bis 21 Uhr laue
Sommerabende im Museum erleben. 2010 soll das Angebot
fortgesetzt werden.

Ausblick
Das Veranstaltungsjahr ist für das Museum aber noch nicht zu
Ende: Vom 4. bis zum 6. Dezember findet der fünfte
"Museumsadvent" statt. Die Veranstaltung hat sich in den
vergangenen Jahren zum Besuchermagneten entwickelt und wird die
Besucher wie gewohnt in vorweihnachtliche Stimmung versetzen:
Im Paderborner Dorf werden Musik, Mitmachaktionen,
Kinderprogramme vom Basteln bis zur Märchenlesung und
Kunsthandwerk geboten. In den Stuben des Dorfes und in der
Ausstellungsscheune ist eine kleine Ausstellung zum Thema
"Weihnachtsbaumschmuck" zu sehen.

Zum Museumsadvent ist das LWL-Freilichtmuseum am Freitag, 4.
Dezember, von 14 bis 21 Uhr, am Samstag, 5. Dezember, von 14
bis 21 Uhr und am Sonntag, 6. Dezember, von 11 bis 19 Uhr
geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene sechs Euro, für
Kinder vom 6. bis zum 17. Lebensjahr zwei Euro und Kinder bis
zum 6. Lebensjahr sowie Freunde des Freilichtmuseums haben
freien Eintritt. Mehr Informationen unter
http://www.museumsadvent.de

Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für die kommende Saison
auf Hochtouren: Im Jahr 2010 beschäftigt sich das Museum unter
dem Motto "Planet Westfalen" eine luftige Saison lang, drinnen
und draußen, mit den Geschichten der Menschen, die aus anderen
Ländern nach Westfalen kamen oder die aus Westfalen in die
Fremde auswanderten. Alltagsgegenstände, spannende Exponate aus
dem Magazin des Museums, Baustile und Dekore, Pflanzensorten
und Tierarten verraten den Besuchern ihre wahre Herkunft,
schlagen einen Bogen der wechselseitigen Einflüsse über die
vergangenen Jahrhunderte bis in die Gegenwart und zeigen "das
Westfälische" in einem neuen Licht.

Dazu wird es eine Sonderausstellung und Stationen im
Museumsgelände geben. Die Geschichten vom Aus- und Einwandern
werden auch auf andere Weise lebendig gemacht: In Kooperation
mit dem Landestheater Detmold hat Museumspädagogin Gefion Apel
ein neues dramaturgisches Konzept entwickelt, bei dem
Schauspielerinnen und Schauspieler auf Grundlage historischer
Quellen Spielszenen aufführen.


INFO

LWL-Freilichtmuseum Detmold
Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus
32760 Detmold
Tel.: 05231/706-0
Fax: 05231/706-106
E-Mail: freilichtmuseum-detmold at lwl.org
URL: www.lwl-freilichtmuseum-detmold.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 5 11:59:18 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 05 Nov 2009 11:59:18 +0100
Subject: [WestG] [AUS] "Verbrannte Landschaften", Hattingen, ab 06.11.2009
Message-ID: 4AF2BE16.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 05.11.2009, 10:40


AUSSTELLUNG

"Verbrannte Landschaften" im LWL-Industriemuseum Henrichshütte
Vulkane und Lava versus Schwerindustrie und flüssiges Eisen

Feuer spielte auf der Henrichshütte 130 Jahre lang eine
besondere Rolle. In der Ausstellung "Verbrannte Landschaften",
die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag, 6.
November, um 19.30 Uhr in seinem Hattinger Industriemuseum
eröffnet, kommt das Element in besonders prächtiger Form zurück.

Großfotografien von Daniela Szczepanski und Frank Hohmann
werden auf dem Gelände montiert. Die teilweise hinterleuchteten
Bilder zeigen einerseits natürliche Feuerphänomene wie
Vulkanismus, aber auch die Faszination vom Menschen gemachter
Feuer- und Lichterwelten. Dabei wird deutlich, dass sowohl
Vulkanausbrüche, als auch Schwerindustrie die Landschaft
verändern.

Daniela Szczepanski, Vulkanologin, Filmautorin und Fotografin,
entdeckte bei ihrer weltweiten Tätigkeit die verblüffende
Ähnlichkeit zwischen Vulkangebieten und ihrer Heimat, dem
Ruhrgebiet. Auch der Fotograf Frank Hohmann hat seine Wurzeln
im Ruhrgebiet. Seine Faszination gilt der Industriegeschichte,
er ist spezialisiert auf Nachtfotografie.

"Verbrannte Landschaften" ist eine Ausstellung im Rahmen des
Projektes "Feuer, Wasser, Erde, Luft" in Kooperation mit dem
Förderverein des LWL-Industriemuseums. Zum umfangreichen
Rahmenprogramm gehören besondere Führungen, Filme, Vorträge,
Exkursionen und Fotoworkshops.

Vor der Ausstellungseröffnung wird am Freitag (6.11.) im
LWL-Industriemuseum um 17 Uhr der kunsthandwerkliche
"Martini-Markt" eröffnet. (Eintritt frei). Um 18 Uhr findet
traditionell eine Andacht mit anschließendem Martinszug und
Martini-Feuer statt (Eintritt frei). Um 19 Uhr beginnt dann die
reguläre Spätschicht-Fackelführung über die Henrichshütte
(Erwachsene 3,50 Euro, Kinder ab 6 Jahre 2 Euro).

Begleitprogramm

Führungen

Feuer-Führung: Heiß, heißer, am heißesten: Die Temperaturen in
der Gießhalle bei einem Abstich waren vergleichbar mit denen
eines Vulkans. Neben großformatigen Feuerbildern,
Vulkanausbrüchen und Überresten verbrannter Landschaften
bekommen die Besucher einen Einblick in die Feuerarbeit auf der
Henrichshütte. Termine: So, 8., 15., 22. und 29.11.2009,
jeweils 15 Uhr, Kosten: 2 Euro plus Eintritt

Wasser-Führung: Gewaschen wurden die Hochöfen der Henrichshütte
zwar nicht, dafür jedoch gekühlt. Und das reichlich. Die
Besucher folgen in der Wasser-Führung den Spuren des
Kühlwassers am Hochofen drei, sehen Kühlkästen und erfahren
dabei Wissenswertes über den Beruf des Wassermanns. Und ohne
die Ruhr in direkter Nähe zum Eisenhüttenwerk wäre dieses hier
sicherlich nie gebaut worden. Termine: So, 6., 13., 20. und
27.12.2009, jeweils 15 Uhr, Kosten: 2 Euro plus Eintritt

Erde-Führung: Zwischen Himmel und Erde fuhren die Hunte hinauf
auf die Hochöfen, beladen mit Koks, Kalk und Erz. Auch die
Möllerarbeiter und Brückenmänner, die sich in die Tiefe der
Erztaschen begeben mussten, verloren manches Mal den Boden
unter den Füßen. Eben jenen Boden werden die Teilnehmer aber
genauer betrachten: die Schätze im neuen Erzkabinett des
LWL-Industriemuseums ebenso wie Koks, Dolomit und die
Beschaffenheit des Ruhrtalhanges. Termine: So, 3., 10. 17., 24.
und 31.Januar 2010, jeweils 15 Uhr, Kosten: 2 Euro plus Eintritt

Luft-Führung: Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Natürlich
wollen wir hoch hinaus! Die Teilnehmer genießen auf der
Luft-Führung den Blick von oben, sie hören, dass nicht alles im
Winderhitzer nur heiße Luft war und folgen den Gas- und
Kaltluft-Leitungen auf dem riesigen Gelände der ehemaligen
Henrichshütte. Termine: So, 7., 14., 21. unnd 28. Februar 2010,
jeweils 15 Uhr, Kosten: 2 ? plus Eintritt

Filmabende

Fr, 13. November 2009, 20 Uhr
Am Anfang war das Feuer. F/Canada/USA 1981

Fr, 11. Dezember 2009, 20 Uhr
In 3D: Reise zum Mittelpunkt der Erde. USA/Island 2008

Fr, 1. Januar 2010, 20 Uhr
Der Tag, an dem die Erde stillstand. USA 1951 (FSK 12)

Exkursionen

Dienstag, 24.11. um 10 - 12 Uhr
Besichtigung der Kläranlage Hattingen,
Weg zum Wasserwerk 15, 45525 Hattingen,
Kurzvortrag und Rundgang, Eigenanreise,
Treffpunkt an der Kläranlage: 9.45 Uhr

Dienstag, 23. Februar 2010, 13 Uhr
Besichtigung des Flughafens Mühlheim

Vorträge

Freitag, 29. Januar 2010, 19.30 Uhr
Vulkane von der Eifel bis Kamtschatka. Prof. Hans-Ulrich
Schmincke, Vulkanologe, berichtet über Vulkaneruptionen,
Vulkangefahren und Vulkankatastrophen mit Beispielen aus der
Eifel und aller Welt. Eintritt frei

Freitag, 26. Februar 2010, 19.30 Uhr
?Das Ostafrikanische Rift-Valley - Ein Kontinent zerbricht."
Daniela Szczepanski berichtet in ihrem Multivisons-Vortrag über
Ostafrika mit seinen Vulkanen und Tierwelt entlang des
kontinentalen Grabenbruchs. Eintritt frei.

Fotoworkshops

Sa, 7.11.2009 und So, 31.01.2010, 16-22 Uhr
"Auf Nachtschicht" (Anfänger)
Sie haben eine Kamera, sind aber mit Ihren Bildern nicht
zufrieden? Sie wollen die Kamera beherrschen und sich nicht von
Automatiken beherrschen lassen? Ziel des Workshops ist es, die
Grundlagen der Fotografie zu vermitteln. So gerüstet ziehen die
Teilnehmer gemeinsam in den Abend. Auf Motivsuche auf dem
Gelände der Henrichshütte komponieren sie Licht und Schatten
und fangen so Stimmungen und Emotionen ein. Im Vordergrund
steht das Sehen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Mi, 2.12.2009. 18-22 Uhr und So, 28.2.2010, 17.30-22.30 Uhr
"Vollmond" (Fortgeschrittene)
Vollmond auf der Henrichshütte: Was bei Tag trist und kalt
aussieht, entwickelt im Mondenschein eine völlig neue Ästhetik.
Für alle, die ihre Kamera beherrschen und am Motiv arbeiten
wollen. Ohne Theorie. Die Teilnehmer werden von den beiden
Fotografen Daniela Szczepanski und Frank Hohmann in jeweils
zwei Kleingruppen betreut. Maximal zwölf Teilnehmer.

Anmeldung für alle Workshops unter info at ruhrarchiv.com
erforderlich.
Kosten: 40 Euro pro Teilnehmer und Termin.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Tel.: 02324 9247-140
E-Mail: henrichshuette at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 9 08:17:50 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 09 Nov 2009 08:17:50 +0100
Subject: [WestG] [POS] LWL-Freilichtmuseum Detmold -Westfaelisches
Landesmuseumfuer Volkskunde, Dokumentar/in, Detmold
Message-ID: 4AF7D02E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 06.11.2009, 12:04


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen- Lippe (LWL) ist im
LWL-Freilichtmuseum Detmold -Westfälisches Landesmuseum für
Volkskunde - zum 01.01.2010 eine Stelle als

Dokumentarin/Dokumentar

zu besetzen.
Die Stelle ist zunächst bis zum 31.08.2010 befristet.

Aufgabengebiete:
- Dokumentation musealer Sammlungsbestände
- Ermittlung und Eingabe von Objektdaten
- Betreuung von Foto- und Archivbeständen sowie
Digitalisierungsprojekten
- Weiterentwicklung museumseigener Datenbanken
- Bearbeitung von Anfragen; Bereitstellung von Daten für Dritte
- Mitarbeit bei Ausstellungen und Publikationen

Wir erwarten:
- ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium der Museologie mit
Schwerpunkt "museale Dokumentation" (oder vergleichbare
Qualifikation)
- möglichst praktische Erfahrung in der Dokumentation musealer
Sammlungen
- vorteilhaft sind Kenntnisse der Volkskunde, Kultur- und
Sozialgeschichte
- Kenntnisse im Datenmanagement sowie in der digitalen
Langzeitarchivierung
- Bereitschaft zu publikums- und serviceorientiertem Arbeiten
- Teamfähigkeit, selbständige Arbeitsweise, Organisationstalent
- PKW-Führerschein (teilweise Arbeit an Außenstandorten des
Museums)

Wir bieten:
- eine anspruchsvolle Aufgabe in einem engagierten Museumsteam
- Mitwirkung bei der Entwicklung des größten Freilichtmuseums
in Deutschland
- eine Vergütung nach Entgeltgruppe 9 TVöD

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
42/09 bis zum 27.11.2009 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 9 08:29:10 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 09 Nov 2009 08:29:10 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Aus_Spa=C3=9F_wird_Ernst=3A_Freier_Ei?=
=?utf-8?q?ntritt_fuer_Studierende=3A_Lange_Nacht_im_LWL-Landesmuseum=2C_M?=
=?utf-8?q?uenster=2C_12=2E11=2E2009?=
Message-ID: 4AF7D2D6.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 06.11.2009, 14:22


AKTUELL

Aus Spaß wird Ernst
Freier Eintritt für Studierende: Lange Nacht im LWL-Landesmuseum

Aus Spaß wird Ernst - Das LWL-Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte in Münster öffnet mit einer langen Nacht für
Studierende am Donnerstag (12. November) bis 24 Uhr die Türen
der Max-Ernst-Ausstellung. Im Museum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) haben "Studis" an diesem Tag nicht nur
freien Eintritt, sondern bekommen auch ein Programm mit
Führungen, Kurzfilmen und Sounds von DJ Danimon geboten.

In der mehrmonatigen Vorbereitung des "Studi-Specials" hat die
Kunstvermittlung gemeinsam mit den Jungen Freunden des
LWL-Landesmuseums angehende Kunsthistoriker geschult und kurze
Spots zu den Werken Max Ernsts entwickelt. Den Besuchern sollen
ungewöhnliche Assoziationen einen spannenden Zugang zu den
surrealistischen Kunstwerken bieten.

Ab 17 Uhr stellen am Donnerstag insgesamt 18
Nachwuchs-Kunsthistoriker jeweils fünf Minuten lang ihr
Lieblingswerk vor Publikum zur Diskussion. "Für uns ist das
eine fantastische Möglichkeit, endlich einmal frei und
außerhalb des Seminars über Kunst zu sprechen", blickt die
Studentin Julia Haseloff dem Termin entgegen.

Ab 18.30 Uhr finden stündlich Ausstellungsgespräche statt.
Studentische Mitarbeiter der Kunstvermittlung bieten einen
Rundumschlag zum Werk des großen Surrealisten Max Ernst an. Um
19 Uhr gibt es dann mit der Führung eines Jungkurators auf
Einladung der Jungen Freunde einen weiteren Höhepunkt.

Ebenfalls seit Monaten aktiv in die Planung einbezogen ist die
"Fylmklasse" der Kunstakademie Münster. Professor Andreas
Köpnick begleitet dabei die Vorbereitungen von sieben seiner
Schüler (Maria Bätge, Miriam Berger, Jiwon Han, Morris Vianden,
Ji-young Yang, Stefan Mensching und Janis Schroeder).

Anknüpfungspunkt in der Sonderausstellung ist der Filmemacher
Peter Schamoni, der jahrelang eng mit Max Ernst befreundet war.
"Entstanden sind aktuelle Positionen und Performances, die mit
alten Gewohnheiten brechen", sagt Ingrid Fisch, Referentin für
Kunstvermittlung und verweist auf einen Filmbeitrag, bei dem
die Projektionsfläche verwinkelt in einer Ecke sein wird.
Musikalisch sorgt DJ Danimon (Gleis 22) ab 17 Uhr unter dem
Motto "Maximal Relaxt" für eine entspannende Atmosphäre im
LWL-Kunstmuseum. Weitere Informationen sowie ein genauer
Ablaufplan unter http://www.lwl-landesmuseum-muenster.de.


INFO

Programmübersicht:
17 Uhr: JETZT WIRD?S ERNST - Kurze Spots zur Kunst
18.30 stdl. - 21.30 Uhr: Auf Augenhöhe - Studis führen Studis
19 Uhr: Unterwegs mit den Jungen Freunden - Führung
Ab 20 Uhr: EXPERIMENTELL - Kurzfilme und Performances
Ab 17 Uhr: MAXIMAL RELAXT - Sounds mit DJ DANIMON

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
48143 Münster
Tel. +49 251 5907-01
Fax +49 251 5907-210
E-Mail: landesmuseum(at)lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 9 08:35:13 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 09 Nov 2009 08:35:13 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Der "Wilde Westen" im
LWL-IndustriemuseumHenrichshuette, Hattingen, 15.11.2009
Message-ID: 4AF7D441.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 04.11.2009, 09:20


AKTUELL

Der "Wilde Westen" im LWL-Industriemuseum Henrichshütte
Ein Theaterspektakel durch die Geschichte Südwestfalens

Dass es nicht nur im amerikanischen Westen wild zugeht, zeigt
eine unterhaltsame Revue, zu der der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 15. November, in sein
Industriemuseum Henrichshütte Hattingen einlädt. Um 15 Uhr gibt
das Theaterspektakel "Der Wilde Westen" einen unterhaltsamen
Einblick in Kultur und Geschichte Südwestfalens.

Das Stück hat der Schriftsteller, Schauspieler und
Theaterkritiker Stefan Keim für das Wetteraner Kulturzentrum
Lichtburg geschrieben. In lebendigen Markplatzszenen mit
origineller Kostümierung werden historische Ereignisse
nachgestellt. Ein Bänkelsänger kommentiert augenzwinkernd das
Bühnengeschehen und geleitet das Publikum liebevoll durch die
sechs Bilder. Eine spannende Geschichtsstunde für "vortrefflich
Volk und werte Herrn, edle Damen von nah und Fern..." Ganz
nebenbei kommen auch viele liebenswerte westfälische Marotten
ans Tageslicht.

Erwachsene zahlen 12 Euro Eintritt, Kinder 8 Euro. Karten im
Vorverkauf sind an der Museumskasse erhältlich.

Die Vorstellung "Der Wilde Westen" ist vorerst die letzte
Veranstaltung in der Gebläsehalle der Henrichshütte. Wenn die
südwestfälischen Cowboys fortgeritten sind, beginnen die
Vorarbeiten für die große kulturhistorische Ausstellung
"HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen", die der LWL in
Zusammenarbeit mit der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010 vom
12. März bis 31. Oktober 2010 in seinem Hattinger
Industriemuseum zeigt.

Die Schau entfaltet auf 1.200 Quadratmetern Fläche ein
Heldenpanorama, das von Rom bis ins Revier reicht. Rund 850
Exponate erzählen Geschichten von Machern und Medien, von
Arbeitern und Unternehmern, religiösen Vorbildern, gefeierten
Sportlern und engagierten Helfern. Das Spektrum reicht von der
Ritterrüstung über die Jacke von Tatort-Kommissar Schimanski
und der Bismarck-Büste bis zur lebensgroßen Figur der
Cyberheldin Lara Croft, vom Grabstein aus dem Ersten Weltkrieg
bis zum Helm eines Feuerwehrmanns, der bei den Rettungsarbeiten
nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York ums
Leben kam, vom Transparent aus dem Hüttenkampf bis zur
Original-Silberbüchse aus dem "Wilden Westen" der Winnetou-Filme.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 9 08:39:13 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 09 Nov 2009 08:39:13 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Vielfalt fuer den Alltag: Glasbehaelter aus Boehmen
undMaehren, Petershagen, 14.11.2009-07.03.2010
Message-ID: 4AF7D531.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 05.11.2009, 10:34


AUSSTELLUNG

Vielfalt für den Alltag: Glasbehälter aus Böhmen und Mähren
Ausstellung im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim

Es ist für den Alltag gemacht und daher meist schlicht, dafür
aber ungeheuer vielfältig an Formen und Farben: so genanntes
Behälterglas. Rund 1.000 Flaschen, Glasdosen, Einmachgläser und
andere Beispiele für Alltagsglas aus Böhmen und Mähren zeigt
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab Samstag, 14.
November, in einer neuen Sonderausstellung im seinem
Industriemuseum Glashütte Gernheim.

Die Exponate und zahlreiche Bilddokumente zeigen die
Entwicklung des böhmischen und mährischen Behälterglases vom
Mittelalter bis zur Gegenwart. "Wir freuen uns, die
tschechischen Nachbarn mit dieser sehenswerten Ausstellung bei
uns zu Gast zu haben, zumal Alltagsglas eine besondere Rolle
spielt", so LWL-Museumsleiter Michael Funk.

Die Schau "Böhmisches und mährisches Behälterglas - einst und
jetzt" ist eine Übernahme vom "Museum des Böhmerwalds" in
Su?ice und dem "Mittelböhmischen Museum" in Roztoky u Prahy und
wird am Samstag (14.11.) um 15 Uhr in Petershagen eröffnet.

"Glasbehälter gehören zu den selbstverständlichsten Dingen in
unserem Leben, man verschwendet eigentlich keinen Gedanken
daran", so Kuratorin Dr. Jitka Lnenickova. Bei näherer
Betrachtung entdecke man aber eine unendliche Vielfalt an
Formen und Verwendungszwecken, zum Beispiel als Bier- oder
Weinflaschen, Fläschchen und Dosen für Kosmetik oder
Medikamente oder Einmachgläser. Fast in jedem Land gibt es dazu
ganz spezifische Formen, Dekore, Herstellungstechniken oder
Farben. "Daher bietet das europäische Behälterglas ein überaus
reiches Bild an Gestaltungsvielfalt", so die Kuratorin.

Die Produktion von Behälterglas stand und steht in den
Tschechischen Ländern immer im Schatten des luxuriösen und
reich verzierten Hohlglases. Die aktuelle Ausstellung ist die
erste überhaupt, die der Geschichte des Behälterglases in
Böhmen und Mähren gewidmet ist. Eine ganze Reihe der
historischen Objekte stammt direkt aus den Musterlagern der
Glasfabriken, einige sind typisch, andere sind Unikate.

Als besonderes Angebot für Kinder gibt es die Möglichkeit, an
einem Flaschenmalwettberb teilzunehmen. Jeweils samstags und
sonntags zwischen 11 und 17 Uhr können Jungen und Mädchen im
LWL-Industriemuseum nach eigenen Ideen Flaschen bemalen. Die
Stücke kommen in eine eigene Ausstellungsvitrine. Am Ende der
Ausstellung gibt es eine Preisverleihung für die zehn schönsten
Flaschen. Für die Teilnahme an der Aktion ist eine Anmeldung
unter Telefon: 05707 9311-0 erforderlich.

Zu der Ausstellung ist ein Katalog in englischer und
tschechischer Sprache erschienen.


INFO

Böhmisches und mährisches Behälterglas - einst und jetzt
14.11.2009 (Eröffnung 15 Uhr) bis 7. März 2010
LWL-Industriemuseum Glashütte Gerheim
Gernheim 12
32469 Petershagen
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 9 08:43:03 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 09 Nov 2009 08:43:03 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende, Hagen,
27.-29.11.2009
Message-ID: 4AF7D617.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 06.11.2009, 11:49


AKTUELL

Das LWL-Freilichtmuseum Hagen schließt seine Pforten
Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende

Im Hagener Freilichtmuseen des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) ist die Freilichtsaison zu Ende gegangen:
Für den Winter schloss das Museum am 31. Oktober seine Pforten
bis zum 1. April 2010. Trotz einiger Baustellen im Museum sind
die Besuchszahlen mit bisher gut 120.000 nahezu stabil
geblieben. Hinzu kommt noch der romantische Weihnachtsmarkt am
ersten Adventwochenende (27. bis 29. November).

Die Saison hatte im LWL-Freilichtmuseum einiges für die
Besucher zu bieten, so ergänzten die Sonderausstellungen
"Karriere mit Lehre. Frauen im Handwerk in Westfalen-Lippe" und
die moderne Schmuckausstellung "Opale" das vielschichtige
Veranstaltungsprogramm. Die Ausstellung "Karriere mit Lehre"
zeigte, wie sich die Frauen in den letzten einhundert Jahren
ihre Position im Handwerk von Helferinnen zu ausgebildeten
Handwerkerinnen mit Gesellen- und Meisterbrief erkämpft hatten.

Dazu lockten während der Saison viele Wochenendveranstaltungen,
als besondere Highlights galten die anspruchsvolle
Kunsthandwerk-Ausstellung, das sommerliche Weinfest sowie das
Trecker- und das Motorrad-Oldtimer-Treffen Maschinen aus der
Frühzeit der individuellen motorisierten Fortbewegung. Auch
Open-Air Theater, Rock im Museum, Bronzegießen, Korbflechten,
Buchbinden und viele weitere Aktivitäten lockten die Besucher
mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten zu spannenden
Ausflügen in die historische Handwerkerwelt.

Die jungen Gäste kamen beim sommerlichen Kinderfest, Herbstfest
und während der "Märchentage" in den Herbstferien voll auf ihre
Kosten. Immer und überall dreht es sich bei der breiten
Veranstaltungspalette um alle Bereiche des Handwerks und der
Technik.

In den kommenden Wintermonaten geht das gesamte Museum nicht in
den Winterschlaf, sondern arbeitet für die nächste Saison, die
schon vor Ostern am 1. April 2010 beginnt. Viele Vorbereitungen
sind nötig für die große Jubiläumsausstellung zum 50-jährigen
Geburtstag des Hagener Freilichtmuseums im Jahr 2010. Alle
Ausstellungen werden bis dahin überarbeitet und aufpoliert
sowie neue Rundgänge und Führungen erarbeitet. Außerdem
beginnen die Arbeiten am Neubau der Gastronomie.

Auch jetzt ist hinter den Kulissen viel los. Vor allem in den
kommenden Wochen richten sich viele Vorbereitungen auf den
Weihnachtsmarkt. Am ersten Adventwochenende (27. bis 29.
November) empfängt das Hagener LWL-Freilichtmuseum noch einmal
die Besucher zum Romantischen Weihnachtsmarkt. Dort zeigen über
70 Hand- und Kunsthandwerker ihre besten Stücke. Das
illuminierte Freilichtmuseum stimmt auf eine besinnliche
Weihnachtszeit ein und lässt vorweihnachtlichen Stress
vergessen. Zwischen den Fachwerkhäusern und Weihnachtshütten
spazieren die Besucher, schauen schöne handgefertigte Produkte
an, lauschen den traditionellen und modernen Musikgruppen oder
gönnen sich mit den Kindern beim Märchenerzähler ein
gemütliches halbes Stündchen, bis der Heilige Nikolaus kommt
und braven Kindern ein Leckerchen anbietet.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 10 11:01:10 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 10 Nov 2009 11:01:10 +0100
Subject: [WestG] [AKT] 5.000 Jahre Geschichte an der Porta Westfalica
Message-ID: 4AF947F6.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 09.11.2009, 13:00


AKTUELL

5.000 Jahre Geschichte an der Porta Westfalica

In Porta Westfalica-Barkhausen (Kreis Minden-Lübbecke) haben
die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
ihre diesjährige Ausgrabung beendet. Neben Funden aus dem 2008
entdeckten römischen Marschlager haben sie Spuren aus allen
Epochen seit der Zeit früher Bauern vor 5.000 Jahren bis hin
zum dreißigjährigen Krieg entdeckt.

"Die Fundstelle hat sich zu einer der wichtigsten Ausgrabungen
unserer LWL-Archäologie für Westfalen entwickelt. Denn aufgrund
der topographischen Rahmenbedingungen war diese Stelle ein
günstiger Ort, der in den vergangenen 5.000 Jahren immer wieder
von Menschen aufgesucht worden ist", bilanzierte
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale am Montag
(9.11.) in Porta Westfalica. Zwar habe sich die Zahl und das
Spektrum der Funde, die dem römischen Marschlager zuzuweisen
seien, weiter erhöht, jedoch hätten sich die Schwerpunkte der
Grabung in diesem Jahr deutlich in die Urgeschichte und das
frühe Mittelalter verlagert. Besonders interessant seien die
Gräber aus den beiden vorchristlichen Jahrtausenden sowie dem
frühen Mittelalter.

Von der 2,4 Hektar großen Fläche des Baugebiets "Auf der Lake"
hat die LWL-Archäologie für Westfalen seit Sommer 2008 bis
jetzt 13.500 Quadratmeter untersucht, davon 9.600 Quadratmeter
in diesem Jahr. Die Ausgrabungen werden im kommenden Jahr
fortgesetzt.

"Dankbar sind wir für die Unterstützung, die wir von allen an
dem Projekt Beteiligten erfahren, angefangen von der Stadt über
den Erschließungsträger, das heißt die Sparkasse Porta
Westfalica, den Bauherren und den Investoren bis zum
Förderverein und insbesondere danken wir auch dem Amt proArbeit
beim Kreis Minden-Lübbecke, ohne deren Vermittlung von
Arbeitskräften unsere Untersuchungen hier nicht möglich wären.
Das ist eine echte Win-Win-Situation für alle", freut sich
Rüschoff-Thale über die Zusammenarbeit.

Das römische Marschlager
Dem römischen Marschlager aus der Zeit der Militäroffensiven
zwischen 12 v. und 16 n. Chr. weisen die LWL-Archäologen
inzwischen über 30 Münzen zu. Sie sind in der Zeit vom 1.
Jahrhundert v. Chr. bis spätestens 16 n. Chr. geprägt worden.
Auch die Zahl der Backöfen hat sich erhöht, von vier auf elf.
Die Radiokarbondatierung von Holzkohle erbrachte ein Alter
zwischen 200 v. und 10 n. Chr. Dies bestätigt die
Interpretation der LWL-Archäologen als Feldbacköfen der
Legionäre.

Neu im Fundspektrum sind drei Trinkbecher und ein Vorratsgefäß
für Getreide aus Keramik, eine mit einem Schlangenkopf
verzierte Schließe eines Kettenpanzers sowie drei Zeltheringe.
Auch ein Lanzenschuh von einem Pilum, der eisernen Verstärkung
des unteren Teils des römischen Wurfsspeers, und ein
Geschossbolzen gehören eindeutig in diesen militärischen
Zusammenhang.

"Im Vergleich zu anderen römischen Marschlagern in Westfalen
sind hier inzwischen viele Funde zu Tage getreten", bewertet
Dr. Bettina Tremmel, LWL-Expertin für römische Archäologie das
Material insgesamt. Nicht gefunden haben die Archäologen
dagegen Spuren der Umwehrung des Lagers. "Innerhalb des
Baugebietes ist nicht mehr mit einem Graben oder einer anderen
Spur der Umwehrung zu rechnen. So wie die Grabungsflächen bis
jetzt im Baugebiet verteilt lagen, hätten die Ausgräber darauf
stoßen müssen. Wir befinden wir uns hier sicher innerhalb des
römischen Marschlagers", erklärt Tremmel.

Neu: zwei Gräberfelder
Den größten Anteil an den diesjährigen Arbeitsergebnissen haben
zwei Gräberfelder. Das jüngere Gräberfeld wurde im 7.
Jahrhundert angelegt. Bislang haben die LWL-Archäologen acht
Körpergräber dokumentiert. Die Körper selbst sind weitgehend
vergangen, doch haben sich in einigen Fällen Beigaben erhalten.
So können die Forscher zwei der Toten als Krieger bezeichnen,
denn in ihren Särgen entdeckten die Ausgräber je einen Sax
(Schwert). Einer Frau waren dagegen zwei Keramikgefäße, ein
Messer und zwei Fibeln (Gewandspangen) ins Grab gelegt worden.

Das andere Gräberfeld gehört in das 2. bis 1. vorchristliche
Jahrtausend. Rund 120 Gräber haben die LWL-Archäologen bisher
untersucht. Es handelt sich dabei um sogenannte Brandgräber:
Die Verstorbenen wurden von ihren Hinterbliebenen verbrannt und
in Behältnissen aus Ton oder etwa Leder oder Tuch beigesetzt.
80 Gräber mit Urnen und 40 Gräber ohne Urnen, sogenannte
Leichenbrandnester, haben die Ausgräber dokumentiert. Die Urnen
haben sie als Ganzes geborgen und noch nicht geleert. Deshalb
steht noch nicht fest, wie viele der Toten ein kleines Gefäß
und andere Gegenstände als Beigabe erhalten haben.

Neu: Funde aus allen Epochen
Die ältesten Funde sind zwei Scherben eines Tongefäßes. Wegen
seiner Machart und Verzierung glauben die Experten, dass es
frühen Bauern gehörten, die hier zwischen 3.600 und 2.800 v.
Chr. gesiedelt haben. Aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. stammt ein
Gefäß von Germanen. Frühmittelalterliche Funde sind, außer den
Gräbern, Trachtbestandteile wie eine verzierte Riemenzunge
(Beschlag) aus Buntmetall von einem Gürtel des 7. Jahrhunderts
und vier Emailscheibenfibeln (mit Email verzierte
scheibenförmige Gewandspangen) aus dem 9. oder 10. Jahrhundert.

Zur frühen Neuzeit gehören fünf Silbermünzen des ausgehenden
16. und des 17. Jahrhunderts. Daneben weisen einige hundert
Musketenkugeln aus Blei auf ein kriegerisches Ereignis in der
Zeit des 30-jährigen Krieges (1618-1648) hin. Der jüngste
Eingriff in den Boden schließlich, auf dessen Spuren die
Ausgräber immer wieder stoßen, ist eine Telefonleitung aus der
Besatzungszeit nach dem 2. Weltkrieg.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 10 11:16:25 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 10 Nov 2009 11:16:25 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Herbstsitzung der Heimatvereine, Bad Westernkotten,
13.11.2009
Message-ID: 4AF94B89.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Kreis Soest"
Datum: 09.11.2009, 10:02


TAGUNG

Herbstsitzung der Heimatvereine
Kreisheimatpfleger Peter Sukkau lädt nach Bad Westernkotten ein

Kreisheimatpfleger Peter Sukkau lädt zur Herbstsitzung der
Vorstände der Heimatvereine und der Ortsheimatpfleger des
Kreises Soest ein. Sie findet am Freitag, 13. November 2009, in
Bad Westernkotten statt. Die Veranstaltung beginnt um 15 mit
einer Besichtigung der durch den Heimatverein renovierten
Schäferkämper-Wassermühle. 16 Uhr schließt sich im Kurhaus Bad
Westernkotten die eigentliche Tagung an.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Vorstellung drei
neuer Ortsheimatpfleger und des im Mai erschienenen Buches "Die
Ortsnamen des Kreises Soest". Dazu werden die beiden Autoren
Claudia Maria Korsmeier und Dr. Michael Flöer sowie
Herausgeberin Dr. Kirstin Casemir aus Münster erwartet. "Diese
Fachwissenschaftler der Namensforschung werden sich auch einer
Diskussion stellen, da es inzwischen unter den hiesigen
Heimatforschern zu Kritik über die Deutung einiger Ortsnamen
gekommen ist", erläutert Peter Sukkau.

Mit "Ortsnamen des Kreises Soest" liegt der erste Band des
Westfälischen Ortsnamenbuches (WOB) vor, dem weitere 18 Bände
folgen werden. Es handelt sich hierbei also um ein
Pilotprojekt. In diesem Band werden 431 Siedlungsnamen in
eigenen Ortsartikeln dargestellt. Die Namenslandschaft des
Kreises Soest gilt unter Experten als sehr vielfältig.

Zu dieser Veranstaltung lädt der Kreisheimatpfleger auch
interessierte Heimatvereine und Dorfchronisten ein, die nicht
dem Westfälischen Heimatbund angeschlossen sind. Peter Sukkau:
"Denn solche Tagungen dienen auch dem gegenseitigen
Kennenlernen."


INFO

Ringhotel
Bad Westernkotten GmbH
Weringhauser Str. 9
59597 Erwitte Bad Westernkotten
Tel.: 02943 9700 0
Fax 02943 970050
E-Mail: info(at)hotelkurhaus.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 11 08:22:09 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 11 Nov 2009 08:22:09 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Regionale Geschichte entdecken: LEADER-Projekt auch
fuerKinder, Schoeppingen, 24.11.2009
Message-ID: 4AFA7431.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Kreis Steinfurt"
Datum: 10.11.2009, 16:14


AKTUELL

Regionale Geschichte entdecken: LEADER-Projekt auch für Kinder
Veranstaltungen am 24. November in Schöppingen

Im Rahmen des LEADER-Projektes "Kulturräume neu entdecken -
Kulturraum Scopingau" findet am Dienstag, 24. November, 20 Uhr,
im Alten Rathaus in Schöppingen die Auftaktveranstaltung mit
dem Thema "Wie die Westfalen Christen wurden" statt.
Organisiert wird die Veranstaltung durch den Arbeitskreis
"Scopingau".

Um auch Kinder für regionale Geschichte zu begeistern, findet
zuvor im Alten Rathaus in Schöppingen um 16 Uhr eine
öffentliche Lesung der Kinderbuchautorin Ulrike Karau statt,
die aus ihrem Buch "Kinder vom Sachsenhof" liest. Dazu sind
alle interessierten Kinder mit ihren Eltern eingeladen. Der
Eintritt ist frei.

Ermöglicht wird das Projekt, das mit einer Veröffentlichung der
Vorträge durch die Universität Münster endet, durch die
LEADER-Förderung in der Region Steinfurter Land und durch das
Institut für die Geschichte des Bistums Münster an der
Universität Münster. Eine weitere Kinderbuch-Lesung ist für
Ende November an der Ludgeri-Schule in Wettringen in Planung.
Ziel ist, Kinder auch für die eigene Geschichte vor Ort zu
begeistern, die mindestens ebenso spannend sein kann wie die
Geschichte von Indianern oder Wikingern.


INFO

LEADER ist ein Förderinstrument der Europäischen Union zur
Entwicklung ländlicher Räume. Die LEADER-Region Steinfurter
Land setzt in diesem Rahmen bis 2013 regionale Projekte um.
Weitere Infos gibt es im Internet unter
www.lag-steinfurterland.de.

Für weitere Nachfragen zur Veranstaltungsreihe steht
Arbeitskreissprecher Dr. Schmitter, Telefon 02556/ 7210, zur
Verfügung.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 11 08:25:58 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 11 Nov 2009 08:25:58 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Glasmacher der Glashuette Gernheim fertigen
Weinpokale, Petershagen, 22.11.2009
Message-ID: 4AFA7516.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 10.11.2009, 12:09


AKTUELL

Edles Glas im LWL-Industriemuseum
Glasmacher der Glashütte Gernheim fertigen Weinpokale

Mit einem Weinpokal wurde die Glashütte Gernheim um 1830
berühmt. Ein hier hergestellter Pokal galt den preußischen
Glashütten als Vorbild für die Glasgestaltung. Inzwischen
werden diese edlen Gläser in Gernheim wieder hergestellt: Am
Sonntag, 22. November, von 10-18 Uhr lädt deshalb der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu einer Vorführung in
sein Industriemuseum Glashütte Gernheim ein. Die Glasmacher
führen an diesem Tag alle Schritte der komplizierten Technik
zur Pokalherstellung vor.

Die Glasmacher fügen den Pokal aus einzelnen Teilen zusammen:
Zunächst blasen sie die Hohlform der Schale (der Kuppa) , dann
setzen sie Stiel und Fuß an. Verziert wird der Stiel mit einer
kleinen grünen Kugel (dem Nodus), die seine besondere
Verwendung anzeigt:. Aus Pokalen mit grüner Kugel trinkt man
ausschließlich Weißwein. "Die Farben der Kugeln haben wir
speziell für die Gernheimer Pokale festgelegt. Weißweinpokale
erhalten eine grüne Kugel, Rotweinpokale eine blaue", erklärt
Glasmacher Korbinian Stöckle. "Als Hüttenzeichen tragen die
Pokale heute den stilisierten Turm der Glashütte Gernheim,
außerdem Monat und Jahr der Herstellung." Die Form der Pokale
haben die Gernheimer Glasmacher nach alten Vorbildern entworfen.

Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr
geöffnet, die Vorführungen sind von 10 bis 13.30 und von 14.30
bis 17.30 zu sehen.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Glashütte Gernheim
Gernheim 12
32469 Petershagen
Tel.: 05707 9311 - 0
E-Mail: glashuette-gernheim at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 11 09:00:10 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 11 Nov 2009 09:00:10 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Meinwerk von Paderborn (1009-1036), Muenster,
17.11.2009
Message-ID: 4AFA7D1A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christine Schedensack"
Datum: 11.11.2009, 08:49


AKTUELL

Vortrag
Prof. Dr. Manfred Balzer, Münster
Meinwerk von Paderborn (1009-1036).
Adeliger Bischof - Diener der Könige - Bauherr

Dienstag, 17. November 2009, 19.00 (s.t.)

Vor 1000 Jahren übernahm mit Meinwerk ein Bischof die
Herrschaft über das Bistum Paderborn, der nach Karl dem Großen
als zweiter Gründer des Bistums gilt. Am kommenden Dienstag
(17.11.) stellt Prof. Dr. Manfred Balzer (Münster) diesen Mann
unter dem Titel "Meinwerk von Paderborn (1009-1036). Adeliger
Bischof - Diener der Könige - Bauherr" vor. Der Vortrag wird
vom Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt.
Münster, veranstaltet.

Balzer, ein ausgewiesener Kenner der mittelalterlichen
Geschichte Paderborns, fragt unter anderem danach, wie Meinwerk
seine Aufgaben als geistlicher Hirte mit den Pflichten im Reich
verband. Der aus einer hochadeligen Familie stammende Bischof
nahm regelmäßig an den Reichsversammlungen, Hoftagen und
Bischofssynoden teil. Er war als Reichsfürst eine wichtige
Stütze der kaiserlichen Politik Heinrichs II. und Konrads II.

Wie diese beiden Herrscher ihn sahen, beantwortet der Referent
ebenso wie die Frage, welche Bedeutung Meinwerk für die
Ausstattung seines Bistums mit Klöstern und Stiften hatte.
Meinwerk verfügte über ein beträchtliches Vermögen, von dem er
einen großen Teil in sein Bistum investierte. Er ließ den
Paderborner Dom wiederherstellen, gründete das Kloster
Abdinghof und das Kanonikerstift Busdorf in der Bischofsstadt
und reformierte die kirchlichen Einrichtungen des Sprengels.


INFO

Der Vortrag findet statt im:
Hörsaal KTHS I der Katholisch-Theologischen Fakultät
Johannisstraße 8-10
48143 Münster.

Der Eintritt ist frei.

Dr. Christine Schedensack
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster
Fürstenbergstraße 15
48147 Münster
Tel.: 0251-591 5972
Fax: 0251-591 6820
E-Mail: christine.schedensack at lwl.org
URL: www.altertumsverein-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 11 09:04:34 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 11 Nov 2009 09:04:34 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Berufsausbildung von Frauen und Maedchen
imHandwerk, Luedinghausen, 19.11.2009
Message-ID: 4AFA7E22.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Ursula Koenig-Heuer"
Datum: 11.11.2009, 08:32


AKTUELL

Vortrag von Dr. Tanja Bessler-Worbs am 19.11.2009 um
19:30 Uhr auf Burg Vischering:

"Ein Glück für sie, wenn es ein einträglicher Beruf ist!"
Berufsausbildung von Frauen und Mädchen im Handwerk in der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Es ist kaum 100 Jahre her, dass die Ausbildung weiblicher
Lehrlinge im Handwerk erstmals rechtlich geregelt wurde. Zwar
legten bereits vor dem Ersten Weltkrieg zahlreiche
Berufsratgeber Mädchen und jungen Frauen eine handwerkliche
Ausbildung nahe, doch beschränkten sie sich auf wenige Berufe
wie Damenschneiderin, Putzmacherin oder Näherin. Diese
traditionell "weiblichen Handwerksberufe" waren aber auch in
ländlichen Regionen wie dem Münsterland zunehmender Konkurrenz
durch industriell gefertigte Konfektionsware ausgesetzt und
boten selbst vielen Handwerksmeisterinnen nur ein Zubrot. Doch
Frauen, die die neuen Handwerke wie Fotografin oder
Zahntechnikerin lernten, blieben noch lange Zeit eine Ausnahme.

Anhand von Beispielen aus der Region, vor allem aus dem
ehemaligen Kreis Lüdinghausen, soll beleuchtet werden, welche
Faktoren die Berufswahl von jungen Frauen im Handwerk
bestimmten und unter welchen Voraussetzungen die Ausbildung
stattfand. Auch den Veränderungen in der
geschlechtsspezifischen Zuschreibung von Berufen wird
nachgegangen werden: Wie kam es, dass sich z. B. erst in den
1950er Jahren der Beruf des Friseurs zu einem Frauenberuf
wandelte?

Historikerin Dr. Tanja Bessler-Worbs, die u.a. im Westfälischen
Wirtschaftsarchiv Dortmund gearbeitet hat, wird den Vortrag mit
Lichtbildern veranschaulichen. Der Eintritt beträgt 3 Euro.
Informationen unter Telefon: 02591/7990 11.


INFO

Veranstaltungsort:
Burg Vischering
Berenbrock 1
59348 Lüdinghausen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 12 10:18:19 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 12 Nov 2009 10:18:19 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Familientag im LWL-Naturkundemuseum und Planetarium,
Muenster, 14.11.2009
Message-ID: 4AFBE0EB.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 11.11.09 11:57


AKTUELL

Sternstunden für große und kleine Kinder
Familientag im LWL-Naturkundemuseum und Planetarium Münster

Matschen, Malen, Basteln - Sternenwünsche schreiben, Märchen
erfinden, Astronomie kennen lernen, Planeten suchen und mit
Masken spielen. Am Familientag ist einiges los im LWL-Museum
für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).
Unter dem Motto "Sternstunden" findet am Samstag (14. November)
von 14 bis 19 Uhr ein besonderer Familientag statt. Der Tag für
große und kleine Sternenfans bildet die Abschlussveranstaltung
zum Internationalen Jahr der Astronomie, das vom
LWL-Planetarium in Münster das ganze Jahr mit etlichen
Sonderveranstaltungen begleitet und gefeiert wurde.

Am Nachmittag sind Museum und Planetarium ganz in den Händen
von Sonne, Mond und Sternen. So gibt es für Kinder und ihre
Familien im Planetarium, den Ausstellungen und in allen übrigen
Abteilungen des Hauses zahlreiche Mitmach-Aktionen,
Kindervorträge und Planetariumsprogramme zu bestaunen.

Die bekannte Märchenerfinderin Gabi Sutter kreiert mit den
Kindern Sternenmärchen. Der Fantasie sind keine Grenzen
gesetzt. Die verrücktesten Ideen werden aufgeschrieben und wer
will, kann anschließend an einem Malwettbewerb teilnehmen und
zu dem Märchen ein Bild malen. Unter dem Motto "Mit beiden
Händen matschen" werden in der Museumsschule Gipsabgüsse von
Seesternen, Nachteulen & Co. hergestellt. Bei einer Mal- und
Bastelaktion können Sternenwünsche für den
Museums-Weihnachtsbaum gebastelt werden und der
weltraumerprobte Kuschelhase Felix wartet in spannenden
Malvorlagen auf kleine Künstler. Beim Planetensuchspiel laufen
die Kinder durch das Museum und lassen beim Maskenspiel in der
Indianerausstellung Sonne, Mond und Sterne tanzen. Die
lautlosen Jäger der Nacht, die Eulen, melden sich ebenfalls zu
Wort.

Im Planetarium wird das Programm "Wilma" für die kleinen und
"Unendliches Universum" für die größeren Kinder gezeigt.
Live-Vorführungen und Himmelserklärungen für Kids runden das
Programm im Sternensaal ab. Astronomie für Kinder, die
Fotoausstellung "Himmelreiche", Kinder- und
Erwachsenenteleskope und weitere astronomische Leckerbissen
bringen die Sternfreunde Münster e.V. zum Familientag mit.

Der Familientag in Form eines Mottotages findet bereits zum
vierten Mal statt.


INFO

Der Kartenvorverkauf hat begonnen.
Eintrittspreis 2 Euro Kinder, 4 Euro Erwachsene, 9 Euro Familien.

Weitere Informationen unter:
LWL-Museum für Naturkunde
Sentruper Str. 285
48161 Münster
Tel.: 0251 591-05
URL http://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 12 10:22:08 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 12 Nov 2009 10:22:08 +0100
Subject: [WestG] [AUS] LWL-Landesmuseum zeigt Ausstellung ueber Max Ernst
undPeter Schamoni, Muenster, 27.09.2009-10.01.2010
Message-ID: 4AFBE1D0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 12.11.2009, 10:01


AUSSTELLUNG

Sünde und Versuchung
LWL-Landesmuseum zeigt Ausstellung über Max Ernst und Peter
Schamoni

Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster
kombiniert in einer außergewöhnlichen Ausstellung die Kunst von
Max Ernst mit dem filmischen Werk von Peter Schamoni. Das
Kunstmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
beleuchtet in der Ausstellung "Max Ernst läßt grüßen." Peter
Schamoni begegnet Max Ernst (27.9. ? 10.1.2010) mit rund 200
Exponate sowie Großfotos und Filminstallationen die tiefe
Freundschaft zwischen dem Dadaisten und Surrealisten und dem
Film-Produzenten. In einer Serie stellt der LWL ausgewählte
Exponate der Ausstellung vor.

"Nach Hilfe schreiend liegt der hl. Antonius über dem
unbewegten Wasser seiner dunklen, kranken Seele und erhält als
Antwort das Echo seiner Ängste: das Lachen der Monster aus
seinen Visionen." So beschreibt Max Ernst selbst sein Werk "Die
Versuchung des heiligen Antonius" in einem Katalogtext. Das
Schlimmste, was der Heilige in seinen Visionen jemals erlitt,
scheint in diesem Bild Wirklichkeit geworden zu sein. Vor einer
surrealistischen Landschaft dehnt sich sein Körper in einer
schmerzvollen Haltung quer über den Vordergrund und sein Haupt
wird kopfüber nach unten gezerrt.

Er wird von einem Schwarm gehörnter, zahnbewehrter, haariger
Ungeheuer gepeinigt. Mit verzerrten Reptilien-, Vögel- und
Menschenfratzen haben die Monster sich in sein leuchtend
orangenes Gewand verbissen und seinen Mund mit ihren scharfen
Krallen aufgerissen. Am anderen Ende des Sees verkörpert eine
sich andeutende nackte Frau die Versuchung der irdischen Liebe.
Drastisch wie schon der berühmte deutsche Renaissance-Maler
Matthias Grünewald schildert auch Max Ernst den Kampf des
Eremiten Antonius, dem der Teufel in verschiedenen Gestalten
erschienen war, um ihn von seinem gotterfüllten Leben
abzubringen.

Mit diesem surrealistischen Meisterwerk gewann Max Ernst 1946
den ersten Preis eines Wettbewerbs zur Verwendung des Bildes in
dem Hollywood-Film "The private affairs of bel ami". Er setzte
sich damit gegen den großen Surrealisten Salvador Dali und
dessen weltbekanntes Gemälde der Pferde und Elefanten auf
Spinnenbeinen durch.


INFO

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
48143 Münster
Tel. +49 251 5907-01
Fax +49 251 5907-210
E-Mail: landesmuseum(at)lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 12 10:22:19 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 12 Nov 2009 10:22:19 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Unibibliothek wird zum Sonderpostamt, Muenster,
12.11.2009
Message-ID: 4AFBE1DB.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Kayß"
Datum: 11.11.2009, 14:02


AKTUELL

Die diesjährigen Weihnachts-Sonderbriefmarken schmücken Motive
aus der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB),
genauer: aus dem "Hoya Missale" einem der mittelalterlichen
Handschriftenschätze. Aus diesem Anlass wird die Deutsche Post
am kommenden Donnerstag, den 12.11. bei uns im Foyer der ULB am
Krummen Timpen 3 in Münster von 9.30 bis 17 Uhr ein
Sonderpostamt einrichten.

Erhältlich wird dort sein: die neuen Weihnachtspostwertzeichen
2009 "Hoya Missale", das dazugehörige Ersttagsblatt, den
dazugehörigen Münsteraner Postsonderstempel und als weitere
Besonderheit den Münsteraner Ersttagsbrief (Auflage: 1.000
Stück).


INFO

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der WWU-Pressemeldung:
http://www.uni-muenster.de/Rektorat/exec/upm.php?rubrik=Alle&neu=1&monat=200911&nummer=12204


und der Website des Sozialwerks Wohlfahrtsmarken:
http://www.wohlfahrtsmarken.de/



Matthias Kayß
E-Mail: kayss at uni-muenster.de
Tel.: 0251 / 83 24 031

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Krummer Timpen 3
48143 Münster
URL: http://www.ulb.uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 12 10:26:46 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 12 Nov 2009 10:26:46 +0100
Subject: [WestG] [AKT] "Am Anfang war das Feuer", Hattingen, 13.11.2009
Message-ID: 4AFBE2E6.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 11.11.2009, 11:44


AKTUELL

LWL-Industriemuseum zeigt "Am Anfang war das Feuer"
Premiere im "Lichtspielhaus Bessemer" und Spätschicht mit
Saxophon-Quartett

Am Freitag, 13. November, lädt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) erstmalig in das "Lichtspielhaus
Bessemer" in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
ein. Im ehemaligen Bessemer-Stahlwerk wird im Rahmen der neuen
Ausstellung "Verbrannte Landschaften" eine Filmreihe gezeigt,
die inhaltlich zu den vier Elementen passt.

Los geht es am Freitag um 20 Uhr mit dem Film "Am Anfang war
das Feuer" aus dem Jahr 1981 von Jean-Jacques Amaud. Der Film
spielt in der Steinzeit: Ein Stamm wird überfallen, viele
sterben, das lebenswichtige Feuer verlischt. Drei Männer machen
sich auf den Weg, das Feuer wieder zu erlangen. Das Besondere:
Der gesamte Film kommt ohne ein dem Zuschauer verständliches
Wort aus. Die verwendete konstruierte Sprache der
Steinzeitmenschen ist eine Erfindung des Schriftstellers
Anthony Burgess. Der Verhaltensforscher Desmond Morris beriet
die Schauspieler dabei, eine urtümlich wirkende Körpergestik an
den Tag zu legen. Selten gezeigt, aber absolut faszinierend ...

Der Förderverein des Industriemuseums Henrichshütte sorgt für
Getränke. Warme Kleidung wird empfohlen. Der Eintritt zum Film
ist frei.

Zuvor beginnt um 19 Uhr die traditionelle Fackelführung
"Spätschicht". Diesmal dabei: "Sax durch die Blume". Die vier
Damen des Saxophonquartetts spielen seit etwa vier Jahren unter
der Leitung von Peter Brand Vermischtes von Bach bis Ray
Charles. An den Altsaxophonen: Beate Büdel & Kerstin Feix; am
Tenorsaxophon: Anna-Luise Lensing; am Baritonsaxophon: Susanna
Weineder. Das Angebot ist eine Kooperation mit der Musikschule
Hattingen. Erwachsene 3,50 Euro, Kinder ab sechs Jahren 2 Euro.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Tel.: 02324 9247-140
E-Mail: henrichshuette at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 12 10:30:40 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 12 Nov 2009 10:30:40 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Adventsangebote im LWL-Industriemuseum
GlashuetteGernheim, Petershagen
Message-ID: 4AFBE3D0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 11.11.2009, 10:15


AKTUELL

Kinder werden kreativ mit Glas
Adventsangebote im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim

An den vier Advents-Samstagen wird es weihnachtlich-kreativ im
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim: Der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) lädt Kinder dazu ein, Glaskugeln zu
verzieren, Teelichthalter zu gestalten, Glasbilder zu malen und
Sterne als Dekoration für den Tannenbaum zu basteln. Die
jeweils dreistündigen Angebote beinhalten auch eine "kreative
Pause", in der die Kinder eine Weihnachtsgeschichte hören und
sich darüber hinaus mit Saft und Keksen stärken können.


Die Termine:

Samstag, 28.11., 14-17 Uhr, ab 6 Jahren
Kostbare Glaskugeln. Mit unterschiedlichen Materialien
verzieren die Teilnehmer Glaskugeln und Pappsterne zu kostbaren
Objekten als Weihnachtsbaumschmuck

Samstag, 5.12., 14-17 Uhr, ab 6 Jahren
Zauberhafte Teelichter. In Serviettentechnik entstehen
zauberhafte Teelichthalter. Die Teilnehmer schneiden das
gewünschte Motiv aus der Serviette, kleben es auf ein Glas und
lassen es trocken

Samstag, 12.12., 14-17 Uhr, ab 8 Jahren
Leuchtende Glasmalbilder. Eine wichtige Veredlungstechnik für
Glas ist das Bemalen. Die Teilnehmer greifen zu Pinsel und
Farbe und gestalten ein leuchtendes, weihnachtliches Fensterbild

Samstag, 19.12., 14-17 Uhr, ab 8 Jahren
Schmucke Perlen. Wir basteln Sterne und Eisblumen als
Dekoration für den Weihnachtsbaum. Wer möchte, kann auch
Perlenschmuck als Geschenk anfertigen

Eltern sollten ihr Kind mindestens eine Woche vor dem
jeweiligen Termin unter Tel. 05707 9311-0 anmelden. Die
Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Kosten inkl. Eintritt und
Material betragen 10 Euro pro Termin.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Glashütte Gernheim
Gernheim 12
32469 Petershagen
Tel.: 05707 9311 - 0
E-Mail: glashuette-gernheim at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 12 10:33:53 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 12 Nov 2009 10:33:53 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Adventsmarkt lockt wieder mit vielen Angeboten
nachBocholt
Message-ID: 4AFBE491.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 11.11.2009, 09:58


AKTUELL

Punsch, Plätzchen und Kunsthandwerk im Textilmuseum
Adventsmarkt lockt wieder mit vielen Angeboten nach Bocholt

Die ersten Lebkuchen sind verputzt, mancher Wunschzettel ist
fertig. Jetzt geht es daran, die passende Dekoration und
Geschenke für das Fest zu besorgen. Gerade rechtzeitig kommt da
der traditionelle Adventsmarkt im LWL-Textilmuseum in Bocholt.
Von Dienstag, 24. November, bis Sonntag, 29. November, lädt der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu Punsch, Plätzchen
und Kunsthandwerk in sein Industriemuseum nach Bocholt ein. Im
historischen Ambiente des LWL-Textilmuseums finden Besucher
alles, was zu Advent und Weihnachten passt. Der Eintritt ist
frei.

Bereits zum 14. Mal bauen Hobbykünstler ihre Stände im Websaal
und auf dem Hof des LWL-Industriemuseums auf, wo sie ihre
handgefertigten Kunstgegenstände präsentieren und verkaufen.
Das Angebot reicht von Teddybären über Krippenfiguren und
Schmuck bis hin zu handgeschöpften Papieren. Besonders
umfangreich ist das Angebot an Kreativem aus Stoff und Faden,
darunter Puppenkleider, Tücher in Seidenmalerei,
Klöppelarbeiten und Patchwork-Kissen.

Jeweils von 10 bis 18 Uhr können die Besucher an den festlich
geschmückten Ständen stöbern. Vielleicht ist bei dem breiten
Angebot an Kunstgewerbe ja schon das richtige
Weihnachtsgeschenk dabei. Ansonsten dürfen die Besucher gleich
selbst kreativ werden. Von Dienstag (24.11.) bis Freitag
(27.11.) jeweils von 15 bis 17 Uhr können Kinder im Alter von 6
bis 12 Jahren unter Anleitung basteln (Kosten 3 ?).
Anschließend werden in der gemütlichen Wohnküche des
Arbeiterhauses Märchen erzählt. Eine Anmeldung fürs Basteln ist
erforderlich unter Tel. 02871 21611-0.

Natürlich darf der Nikolaus nicht fehlen. Er kommt am ersten
Adventssonntag (29.11.) um 15 Uhr ins LWL-Industriemuseum und
verteilt Überraschungen an die kleinen Besucher.

In der Festwoche lädt das Museumsrestaurant "Schiffchen"
täglich zum gemütlichen Adventskaffee ein. Vom Bäcker, Metzger
und Imker gibt es Kleinigkeiten für den Hunger zwischendurch.
Das Textilmuseum verkauft dazu Glühwein, Kinderpunsch und Saft.

Im Rahmen des Adventsmarktes wird es außerdem eine Tombola
geben, deren Erlös für einen guten Zweck bestimmt ist.


INFO

LWL-Industriemuseum
Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstr. 50
46397 Bocholt
Tel.: 02871 21611 - 0
E-Mail: textilmuseum at lwl.org





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Nov 13 10:15:21 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 13 Nov 2009 10:15:21 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Bezirksregierung bewilligt 385.000 Euro
fuerDenkmalschutz in Tecklenburg
Message-ID: 4AFD31B9.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Pressestelle BR Münster"
Datum: 13.11.2009, 10:12


AKTUELL

Fördergelder für historischen Stadtkern

Bezirksregierung bewilligt 385.000 Euro für Denkmalschutz in
Tecklenburg

Um den historischen Stadtkern von Tecklenburg zu erhalten, hat die
Bezirksregierung Münster der Stadt Zuschüsse in Höhe von 385.000 Euro
bewilligt. Die Gelder werden auf der Grundlage der Förderrichtlinie
"Stadterneuerung 2008" des Landes Nordrhein-Westfalen aus Bundes- und
Landesmitteln über das Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" bereit
gestellt.

Mehrere Elemente, die das Stadtbild der teils mittelalterlichen
Fachwerksiedlung prägen, müssen aus städtebaulichen Gründen und aus
Gründen des Denkmalschutzes gesichert oder erneuert werden. Nachdem
bereits einige vorhandene Gestaltungsmängel im Bereich der historischen
Straßen beseitigt worden sind, soll nun die Schlossstraße mit Naturstein
umgestaltet werden. Darüber hinaus wird von den Fördergeldern unter
anderem die Sanierung verschiedener Stützmauern sowie des Wierturms
finanziert.


INFO

Bezirksregierung Münster
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Domplatz 1-3
48143 Münster
Telefon: 0251/411-1066
Telefax: 0251/411-81055
E-Mail: pressestelle at brms.nrw.de
Internet: www.bezirksregierung-muenster.de
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Andrea Schulte, Telefon: 0251/411-1077





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Nov 13 10:18:07 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 13 Nov 2009 10:18:07 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Multimedial durch das Museum
Message-ID: 4AFD325F.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 13.11.2009, 10:01


AKTUELL

Multimedial durch das Museum

WWU-Wissenschaftler stellen mobiles Besucherinformationssystem auf
Kölner Messe vor

Wissenschaftler der Universität Münster stellen auf der internationalen
Fachmesse für Museen, Konservierung und Kulturerbe ?Exponatec Cologne"
vom 17. bis zum 20. November 2009 ein mobiles Besucherinformationssystem
für Museen vor. Es bietet den Besuchern die Möglichkeit, multimediale
Informationen zu Exponaten abzurufen. Das System ?MoVIS" (?Mobile
Visitor Information System") basiert auf einem Taschencomputer (PDA) mit
integriertem RFID-Lesegerät.

?Dank neuester Technologien ist das MoVIS-Gerät kinderleicht zu
bedienen", so Prof. Dr. Gottfried Vossen, Leiter der MoVIS-Entwicklung
am ERCIS (European Research Center for Information Systems). ?Exponate
werden mit Hilfe von RFID-Transpondern identifiziert, und die
multimedialen Inhalte werden für jeden Benutzer individuell an seine
Bedürfnisse angepasst." Das System unterstützt nicht nur mehrere
Sprachen, sondern auch verschiedene Niveaustufen. Diese unterscheiden
beispielsweise zwischen Erwachsenen und Kindern oder zwischen Anfängern
und Experten. Neben audiohinterlegten, formatierbaren Texten, Bildern
und Videos bietet MoVIS interaktive Elemente wie Quizfragen und Touren.

?Der Betrieb des MoVIS-Systems ist ausgesprochen effizient und
kostengünstig, da keinerlei technische Infrastruktur in den
Ausstellungsräumlichkeiten erforderlich ist: Die mobilen ?Guides?
arbeiten nach einer anfänglichen Synchronisierung völlig autark. Die
Transponder zur Objekterkennung sind passiv und benötigen keinen Strom",
so Vossen.

Für den Kurator einer Ausstellung bietet das System ebenfalls Vorteile:
?Die Inhalte können bequem über das MoVIS Content Management System
gepflegt werden", sagt Dr. Christoph Pinzl, der das System seit mehreren
Monaten im Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach bei München einsetzt. Es
biete darüber hinaus die Möglichkeit, Nutzerdaten statistisch
auszuwerten. So könnten Informationen zur Verbesserung der Präsentation
gewonnen werden.

Das Entwicklerteam des ERCIS präsentiert MoVIS auf der ?Exponatec
Cologne" vom 17. bis zum 20. November 2009 auf dem Kölner Messegelände
in Halle 11.1, Stand G-055.


INFO

MoVIS
http://movis.uni-muenster.de/






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 16 09:34:28 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 16 Nov 2009 09:34:28 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Servatiiplatz im Wandel der Zeiten Stadttor,
Gartenanlage, Verkehrsknotenpunkt, Muenster, bis 28.02.2010
Message-ID: 4B011CA4.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 13.11.2009, 11:06


AUSSTELLUNG

Servatiiplatz im Wandel der Zeiten Stadttor, Gartenanlage,
Verkehrsknotenpunkt / Ausstellung im Stadtmuseum

Mit der Ausstellung "Servatiiplatz ? Stadttor,
Gartenanlage, Verkehrsknotenpunkt" widmet sich das Stadtmuseum
Münster bis zum 28. Februar 2010 dem Wandel des Stadtbildes in
seiner unmittelbaren Nachbarschaft und beschließt mit dieser
Präsentation den Reigen der Ausstellungen im Jubiläumsjahr zum
30-jährigen Bestehen des Museums.

Da der Servatiiplatz schon immer zu den beliebtesten Motiven
auf Ansichtskarten gehörte, illustrieren zahlreiche historische
Postkarten und Fotos die Veränderungen des Ortes. Zusätzlich
veranschaulichen Stadtpläne aus den Jahren 1636 bis 2006 seine
topografische Entwicklung vom mittelalterlichen Stadttor über
die parkähnliche Grünanlage hin zum modernen
Verkehrsknotenpunkt.

Die Ausstellung nimmt hier auch einen thematischen Schwerpunkt
des Museums während der vergangenen 30 Jahre auf: Von Beginn
seines Bestehens an präsentiert das Stadtmuseum in der
Schausammlung wie in den Ausstellungen die Geschichte der Stadt
auch über die Veränderungen des Stadtbildes, den topografischen
Wandel.

Stadtbefestigung wird Promenade

Wo heute der Servatiiplatz liegt, mündete im Mittelalter der
für den Handel mit Salz und Eisen wichtige Fernweg aus Soest in
die mit Wall, Mauer und Graben befestigte Stadt. Das
Servatiitor, durch das die Straße in die Stadt hineingeführt
wurde, stand unmittelbar vor dem heutigen Eingang des
Stadtmuseums; dort, wo nun Klosterstraße und Winkelstraße von
der Salzstraße abzweigen. Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts
wurde dann die erste Stadtbefestigung durch einen Außenwall und
einem zweiten Außengraben verstärkt. Später folgten erste
Rondelle, dann Schanzen vor den Stadttoren.

Nach 1763 begann man mit der Niederlegung der
Befestigungsanlagen. Auf dem ehemaligen Außenwall wurde die bis
heute bestehende Promenade angelegt. Der Außengraben blieb
zunächst erhalten. Die Schanzen wurden meist zu Grünflächen.
Seit den 1850er Jahren wurde auch der äußere Stadtgraben
weitgehend zugeschüttet und überbaut. Anfang der 1890er Jahre
begann die parkähnliche Gestaltung der verbliebenen Reste von
Gräben, Schanzen und Wällen.

Großstädtisches Flair

Den Resten der Servatiischanze galt hier ein besonderes
Augenmerk. Durch die Eingemeindung von 1875 war es in den
1880er und 1890er Jahren möglich, die Eisenbahntrassen der
verschiedenen Bahngesellschaften zu bündeln, in die Höhe zu
verlegen (so dass Brücken die Bahnstrecken über die
Einfallstraßen führten) und einen Hauptbahnhof zu erbauen. Der
Servatiiplatz wurde in dieser Zeit zum Hauptverbindungsweg
zwischen Bahnhofsvorstadt und Altstadt ausgebaut. Es
entwickelte sich hier ein Gebiet mit großstädtischem Flair. Die
evangelische Kirchengemeinde trug mit ihrer ersten neu erbauten
Kirche (1898?1900) in Münster zur repräsentativen Gestaltung
des Platzes bei: Die Eingangs-Fassade der Erlöserkirche an der
Eisenbahnstraße war dem Servatiiplatz zugewandt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bebauung um den Servatiiplatz
durch Bomben stark beschädigt oder ganz zerstört. Beim
Wiederaufbau verlor der ohnehin schon immer uneinheitlich
bebaute und von Straßen durchzogene Platz an der nordöstlichen
Seite weiter an Geschlossenheit. Die Erlöserkirche wurde
1949/1950 nur als kleine Notkirche wieder errichtet. Statt der
Bebauung zwischen Promenade und Eisenbahnstraße entstand 1960
mit dem Iduna-Hochhaus und "seinem" Pavillon eine eigene kleine
Platzanlage. Dieses Ensemble setzte an dieser Stelle einen
modernen städtebaulichen Akzent.

Die ursprünglich parkähnlich gestaltete Grünanlage mit dem
Brunnen auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde durch die
Begradigung der Engelstraße - heute Von-Vincke-Straße -
erheblich verkleinert. Die Brunnenanlage fiel dieser Maßnahme
zum Opfer und findet sich jetzt in völlig veränderter Form vor
dem Iduna-Hochhaus wieder. Heute wird der einstige Platz -
aufgezehrt durch breite, verkehrsreiche Straßen und einen
Parkplatz - eher als riesige Kreuzung wahrgenommen.


INFO

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
E-Mail: museum at stadt-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 16 09:37:18 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 16 Nov 2009 09:37:18 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Restaurierungsarbeiten am "Eisernen Kreuz"
abgeschlossen
Message-ID: 4B011D4E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Iserlohn"
Datum: 13.11.2009, 10:37


AKTUELL

Restaurierungsarbeiten am "Eisernen Kreuz" abgeschlossen

Die jüngsten Restaurierungsarbeiten am "Eisernen Kreuz" in der
Grüne konnten rechtzeitig vor dem Volkstrauertag abgeschlossen
werden.

Bei den letzten Restaurierungsarbeiten im Jahr 2001 ging es vor
allem um die statische Sicherung des Kreuzes und dessen
Neueinbau unter Verwendung oxidationsbeständiger Anker und
Dübel. Dieses Mal standen die Ergänzung von Fehlstellen im
Bruchsteinsockel und die Abdichtung des darüber liegenden
Sandsteinsockels im Vordergrund. Entfernt wurde auch die
unansehnliche Betonplatte. Die Arbeiten wurden unter der Regie
der Iserlohner Stadtbetriebe (isb) in Abstimmung mit der
Denkmalbehörde ausgeführt.

Das Denkmal wurde als eines der ersten Denkmale zur Erinnerung
an die Zeit der Napoleonischen Kriege, der Völkerschlacht bei
Leipzig und der anschließenden Freiheitskriege errichtet. Am
18.10.1816 wurde es eingeweiht. Es sollte an die "schwere
eiserne Zeit erinnern, welche es ins Leben rief" und wurde auf
dem Höhepunkt der patriotischen Bewegung in Richtung Westen
nach Frankreich ausgerichtet.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 16 09:39:39 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 16 Nov 2009 09:39:39 +0100
Subject: [WestG] [AKT] LWL zeichnet Mendener "Schmarotzerhaus" als Denkmal
desMonats November aus
Message-ID: 4B011DDB.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 13.11.2009, 10:25


AKTUELL

Vom Sorgen-Denkmal zum Aushängeschild:
LWL zeichnet Mendener "Schmarotzerhaus" als Denkmal des Monats
November aus

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeichnet das
Gebäude "Schmarotzerhaus" in Menden (Märkischer Kreis) wegen
seiner fertiggestellten beispielhaften Sanierung als Denkmal
des Monats November aus. Jahrelang stand das kleine Haus an der
Stadtmauer leer, der Schwamm hatte sich schon in dem
"Schmarotzerhaus" genannten Gebäude breit gemacht. Nach langen
Diskussionen um das Haus gründete schließlich der
denkmalbegeisterte Mendener Peter Hoppe die Stiftung Denkmal
und Kultur, die sich der Rettung des Hauses verschrieb.
Pünktlich zum 300. Geburtstag des Gebäudes wird es der Stadt
Menden am 27. November für die Nutzung als Museum übergeben.

Das kleine Haus wurde 1709 an die Mendener Stadtmauer angelehnt
gebaut. Deshalb wird es auch "Schmarotzerhaus" genannt. "Das
Haus, das vermutlich als Wohnung und Arbeitsstätte von
Handwerkerfamilien gedient hat, zeigt die bescheidenen
Lebensverhältnisse der armen Bevölkerungsschichten im 18., 19.
und frühen 20. Jahrhundert noch weitgehend unverändert. Es
zeigt auch, wie beharrlich so ein kleines Haus trotz aller
widriger Umstände bestehen kann", erklärt LWL-Denkmalpflegerin
Dr. Barbara Seifen.

Das Haus ist im Erd- und Obergeschoss in drei Räume geteilt.
Der Eingang- und Erschließungsraum in der Mitte diente zugleich
als Küche. Die Herdanlage des ursprünglich offenen Feuers blieb
bis heute erhalten. "Die meisten Exemplare dieses Gadem
genannten schlichten und kleinen Gebäudetyps sind im Laufe der
Zeit stark verändert oder gar abgerissen worden, weil die sehr
kleinen und niedrigen Räume kaum heutigen Wohnvorstellungen
entsprechen. Deshalb besitzt das Haus An der Stadtmauer 5
großen Seltenheitswert", so Seifen.

Hintergrund:

Um das seit Jahrzehnten vernachlässigte Gebäude zu retten,
musste unter anderem das Fachwerk außen und innen in
traditioneller Zimmermannstechnik repariert werden, einige
Gefache und Decken mussten nach historischem Vorbild erneuert
werden. Historische Putzschichten, die erhalten werden konnten,
wurden mit Lehmputz ergänzt, das Dach wurde mit neuen
Tonpfannen gedeckt, Fenster, Türen und die Treppe wurden
aufgearbeitet. "Dabei sollte das Haus nicht runderneuert werden,
sondern es sollte soviel historische Substanz wie möglich
erhalten bleiben. So sind zum Beispiel unter den neuen
Anstrichen bei genauem Hinsehen die alten Putzflächen zu
erkennen", erklärt Seifen. Ziel sei es nicht gewesen, das Haus
in seinen Ursprungszustand von 1709 zurückzuversetzen. Vielmehr
sollten auch die Veränderungen des Hauses bis um 1920 zu
erkennen sein, in denen sich die Geschichte seiner Bewohner
versteckt. Deshalb sei auch die Putzschicht aussen erhalten
beblieben, die seit Mitte des 18. Jahrhunderts das Fachwerk
verberge, so Seifen weiter.

Laut Stiftungszweck wird das ?Schmarotzerhaus? in den
ehrenamtlich geführten historischen Stadtrundgang Mendens
eingebunden und mit einem Handwerker-Hausstand des 19. und
frühen 20. Jahrhunderts aus dem Mendener Museum eingerichtet.
?Es ist erfreulich, dass sich das scheinbar aussichtslose
Schicksal des kleinen Hauses gewendet hat und es nicht nur
gesichert wurde sondern auch als ein Aushängeschild der Stadt
eine zukunftsträchtige neue Nutzung bekommt?, freut sich Seifen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 16 09:41:21 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 16 Nov 2009 09:41:21 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Gedenken an die Opfer des Holocaust
Message-ID: 4B011E41.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Lysann Rehberg"
Datum: 12.11.2009, 12:18


AKTUELL

Gedenken an die Opfer des Holocaust

Der Arbeitskreis "9. November Lemgo" organisierte wie in den
vergangenen Jahren eine Gedenkstunde für die Opfer des
Holocaust, an der viele Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Im
stark gefüllten Innenhof des Frenkelhauses trugen zunächst
Schülerinnen und Schüler der Bürgermeister-Gräfer-Realschule
und des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums ihre Beiträge vor und
erinnerten mit kraftvollen Texten und Gedanken an die jüdischen
Opfer.

Anschließend gingen alle Teilnehmer gemeinsam schweigend im
Schein von Kerzen zur Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge, wo
das Programm fortgesetzt wurde. Schülerinnen und Schüler der
Karla-Raveh-Gesamtschule sowie des Marianne-Weber-Gymnasiums
erinnerten mit ihren Redebeiträgen eindrücklich an die
Ereignisse des 9. November 1938 und der folgenden Jahre. Der
Klang einer zerschlagenen Glasscheibe, welche die Schüler/innen
der Gesamtschule mitgebracht hatten, hallte in den Köpfen
sicher noch lange nach.

Bürgermeister Dr. Reiner Austermann und Pfarrerin Maren Krüger
gingen in ihren Ansprachen auf die Verantwortung unserer
Gesellschaft und auf die Gleichheit aller Menschen, egal
welcher Religion sie angehören, ein. Der Posaunenchor Lemgo und
die Trommelgruppe der Musikschule Lemgo setzten den
musikalischen Rahmen. Den Schlusspunkt setzten wie in den
vergangenen Jahren Schülerinnen und Schüler der
Karla-Raveh-Gesamtschule, die mit ihren Fürbitten unter anderem
an Karla Raveh und ihre Familie erinnerten.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 16 09:44:43 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 16 Nov 2009 09:44:43 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Bildvortrag ueber die Hebung von Grubenwasser
imLWL-Industriemuseum, Dortmund, 17.11.2009
Message-ID: 4B011F0B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 13.11.2009, 12:24


AKTUELL

Bildvortrag über die Hebung von Grubenwasser im
LWL-Industriemuseum

"Folgekosten bis in die Ewigkeit? Hebung von Grubenwasser in
stillgelegten Schachtanlagen" heißt ein Vortrag, zu dem der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am kommenden Dienstag,
17. November, um 19.30 Uhr in sein Industriemuseum Zeche
Zollern einlädt.

Harald Weigt, viele Jahre Elektrosteiger bei der Zentralen
Wasserhaltung auf Zeche Carolinenglück in Bochum, geht in
seinem Bildvortrag unter anderem auf Zeche Heinrich in
Essen-Überruhr ein - mit der größten Anlage zur Hebung von
Grubenwasser - sowie auf die Essener Zeche Zollverein, wo noch
heute aus 1000 Metern Tiefe Wasser an die Erdoberfläche
gefördert wird.

Der Referent begann seine Bergbaulaufbahn 1952 als
Elektrolehrling auf Zeche Westhausen in Dortmund-Bodelschwingh.
Später arbeitete er auf der Zeche Hansa in Dortmund-Huckarde,
bevor er 1967 zur Zentralen Wasserhaltung der Zeche
Carolinenglück nach Bochum wechselte.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.


INFO

Kontakt:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Tel.: 0231 6961-111
E-Mail: zeche-zollern at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 17 10:37:45 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 17 Nov 2009 10:37:45 +0100
Subject: [WestG] [POS] LWL-Landesmuseum fuer Kunst und Kulturgeschichte,
wissenschaftliche/r Volontarr/in, Muenster
Message-ID: 4B027CF9.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 13.11.2009, 10:56


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte -
Westfälisches Landesmuseum - in Münster ist zum nächstmöglichen
Termin eine Stelle als

wissenschaftliche Volontärin/
wissenschaftlicher Volontär

neu zu besetzen. Das Volontariat ist auf zwei Jahre befristet.

Aufgabengebiet:
- eigenständige Mitarbeit an Ausstellungsprojekten zur Kunst
des 20. und 21. Jahrhunderts sowie bei der Vermittlung und
wissenschaftlichen Erschließung der Sammlung und anderen
museumsspezifischen Aufgaben

Wir erwarten:
- ein mit der Promotion abgeschlossenes Studium der
Kunstgeschichte
- ausgeprägtes Interesse an museumsrelevanten Fragestellungen
und aktive Mitarbeit, insbesondere im Bereich der Kunst des 20.
und 21. Jahrhunderts
- Eigeninitiative, Flexibilität, Kooperationsbereitschaft
- gute Fremdsprachenkenntnisse (Englisch, Französisch)

Wir bieten:
- die Möglichkeit, sich mit den Aufgaben eines Landesmuseums
vertraut zu machen und museumspraktische Kenntnisse zu erwerben
- in Anlehnung an die Regelung für Beamtenanwärter/innen des
höheren Dienstes wird eine monatliche Pauschalvergütung von
1.142,57 ? brutto gezahlt; ggf. zusätzlich Familienzuschlag

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
41/09 bis zum 27.11.2009 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 17 10:40:46 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 17 Nov 2009 10:40:46 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Widerstand "bis zum letzten Atemzuge": Die
Eingemeindungvon 1975, Muenster, 19.11.2009
Message-ID: 4B027DAE.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 16.11.2009, 10:04


AKTUELL

Widerstand "bis zum letzten Atemzuge": Die Eingemeindung von 1975
Letzter Themenabend des Jahres / Am 19. November im Stadtarchiv

Die beliebte Themenabendreihe des Stadtarchivs Münster über die
Geschichte der einzelnen münsterschen Stadtteile endet für
dieses Jahr am 19. November um 18 Uhr in den Räumen des Archivs
in Coerde. Den abschließenden Vortrag hält der ehemalige
Oberkreisdirektor und vormalige Oberstadtdirektor Dr. Hermann
Fechtrup. Als einer der maßgeblich Beteiligten wird er die
Ziele und die Umsetzung der größten Eingemeindung in der
Geschichte Münsters vorstellen.

Der Beschluss zur Eingemeindung wurde im Stadtrat zwar schon am
23. Juni 1969 gefasst, doch bis zu ihrem Abschluss im Jahr 1975
war es ein langer Weg: Die betroffenen Gemeinden Hiltrup,
Amelsbüren, Angelmodde, Wolbeck, Handorf, Nienberge, Roxel,
Albachten und Amt St. Mauritz wehrten sich erbittert gegen den
Verlust ihrer politischen Selbstständigkeit.

Der Vorwurf des Gemeindevertreters Bernhard Elvering aus Roxel,
"Die Stadt Münster will dort ernten, wo sie niemals gesät hat",
drückte die allgemeine Stimmung aus. Der damalige Bürgermeister
Roxels, Anton Wulfert, kündigte an, sich "mit Haut und Haaren"
und "bis zum letzten Atemzuge" gegen die Eingemeindung zu
wehren. Ähnlich hielt es auch der Hiltruper Bürgermeister Franz
Tölle, der die Eingemeindung noch zehn Jahre nach ihrer
Durchsetzung scharf verurteilte: die kommunale Neuordnung sei
"ein riesiger Misserfolg". Deshalb solle sie am besten wieder
rückgängig gemacht werden, so Tölle.

Als die Eingemeindung nicht mehr aufzuhalten war, betonten die
Gemeinden ihre Heimatverbundenheit mit der Herausgabe
zahlreicher Ortschroniken. Die Stadt Münster versuchte zu
beschwichtigen. "Wir wollen keineswegs rubern", so der
Fraktionssitzende der SPD im Rat, Josef Prochaska, 1969. Die
Stadt sah Vorteile in der Eingemeindung wie etwa eine
Verbesserung für Schul- und Berufspendler und eine höhere
Lebensqualität für junge Familien.

Letztlich wurde die Eingemeindung vom Land Nordrhein-Westfalen
durch das "Münster-Hamm-Gesetz" verabschiedet. Der Landkreis
Münster wurde damit aufgelöst und die Stadt Münster trat seine
Rechtsnachfolge an. Am Ende gehörten genau 57 431
Einwohnerinnen und Einwohner mehr über Nacht zu Münster.
Zahlreiche Schriftstücke im Stadtarchiv zeugen von diesem
langen Prozess. Einige Originaldokumente können beim
Themenabend angesehen werden.


INFO

Stadtarchiv Münster
An den Speichern 8
48157 Münster
Tel.: 02 51/4 92-47 01
Fax: 02 51/4 92-77 27
E-Mail: archiv at stadt-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 17 10:53:21 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 17 Nov 2009 10:53:21 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Gersmann, Gudrun / Langbrandtner,
Hans-Werner (Hgg.):Adlige Lebenswelten im Rheinland
Message-ID: 4B0280A1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christine Schmitt"
Datum: 11.11.2009, 17:46


LITERATUR

Adlige Lebenswelten im Rheinland.
Kommentierte Quellen der Frühen Neuzeit.
Hgg. von Gudrun Gersmann und Hans-Werner Langbrandtner
erschienen im Böhlau Verlag Köln, 2009.

Im Vergleich zur westfälischen Adelslandschaft, die neben der
fränkischen, sächsischen oder bayrischen zu den bereits gut
erforscht Regionen gehört, ist die Geschichte des niederen
Adels im Rheinland bisher weitgehend unerforscht. Mit dieser
Publikation liegt nun das erste gedruckte Ergebnis eines im
Jahr 2006 begonnenen Kooperationsprojektes zwischen dem
DHI-Paris und dem Landschaftsverband Rheinland vor.

Auf Grundlage von ausgewählten Quellen aus den Vereinigten
Adelsarchiven im Rheinland e.V. laden 64 Beiträge, die über 80
transskribierte Quellentexte vorstellen, zu einer Expedition in
die niederadlige Welt ein. Der vorliegende Band stellt die
privaten und öffentlichen Lebenswelten des niederen rheinischen
Adels vor, der innerhalb der Landesterritorien im Westen des
Reiches eigene Adelsherrschaften besaß, aber auch in
landesherrlichen Diensten einflussreiche Positionen am Hof und
in der Verwaltung bekleidete. Das Buch gibt Einblicke in das
Leben und Handeln der adligen Familien: Heirat und Taufe,
Ausbildung und Erziehung, Herrschaft und Tradition, ebenso die
wirtschaftlichen Grundlagen der Adelsherrschaft und die
rechtliche Beziehung zwischen Adel und Untertanen.

Darüber hinaus wird der Aspekt adliger Repräsentation in den
Blick genommen: Die Schlösser mit ihren Parks und Gärten
dokumentierten das Ansehen der Familien nach außen, zugleich
versicherten sich diese immer wieder ihrer vornehmen Herkunft
durch Wappentafeln und Ahnengalerien. Das Buch richtet sich an
alle, die einen quellengestützten Zugang zur Adelsforschung
suchen und sich über die vom Adel geprägte Epoche des "Ancien
Régime" fundiert informieren möchten. ISBN 978-3-412-20251-4


INFO

Kontakt:
Dr. Hans-Werner Langbrandtner
LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum
PF 2140
50250 Pulheim
E-Mail: hans-werner.langbrandtner at lvr.de
URL: www.afz.lvr.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 17 10:57:07 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 17 Nov 2009 10:57:07 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Erinnerung an Emigration, Flucht und Ermordung,
Muenster, 23.11.-09.12.2009
Message-ID: 4B028183.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 16.11.2009, 11:00


AUSSTELLUNG

Erinnerung an Emigration, Flucht und Ermordung
Wanderausstellung "Jüdische Mathematiker" macht Station an der
WWU

An der WWU ist ab Montag, 23. November, bis zum 9. Dezember
2009 die Wanderausstellung "Jüdische Mathematiker in der
deutschsprachigen akademischen Kultur" zu Gast. Sie zeigt die
Tätigkeit jüdischer Mathematiker von der rechtlichen und
politischen Gleichstellung jüdischer Bürger im 19. Jahrhundert
bis zur Verfolgung und Vertreibung im nationalsozialistischen
Deutschland. Sie stellt dar, wie im deutschen Kaiserreich und
in der Weimarer Republik jüdische Mathematiker in allen
Bereichen der mathematischen Kultur zunehmend eine tragende
Rolle spielten, und sie erinnert an Emigration, Flucht und
Ermordung nach 1933.

Die Ausstellung ist im Jahr der Mathematik 2008 zu einer Tour
durch Deutschland gestartet. Nach Stationen unter anderem in
Frankfurt am Main, Hamburg, Magdeburg und Berlin ist sie nun
auf Betreiben des Fachbereichs Mathematik und Informatik sowie
der Arbeitsstelle Forschungstransfer an der Universität Münster
zu sehen.

Konzipiert wurde die Ausstellung von Wissenschaftlern der
Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte an der Johann Wolfgang
Goethe-Universität Frankfurt am Main, der
Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, den
Universitäten Mainz und Wuppertal sowie dem Max-Planck-Institut
für Wissenschaftsgeschichte in Berlin in Zusammenarbeit mit dem
Jüdischen Museum Frankfurt am Main.

Eine erste Fassung wurde bereits anlässlich der Jahrestagungen
der Deutschen Mathematiker-Vereinigung im Herbst 2006 in Bonn
und im Frühjahr 2007 in Berlin gezeigt. Mit finanzieller
Unterstützung der Deutschen Telekom Stiftung wurde die frühere
Ausstellung anlässlich des Jahrs der Mathematik 2008 in eine
neu gestaltete Wanderausstellung überführt. Diese
Wanderausstellung gehört zu den Preisträgern im Wettbewerb
"Kopf und Zahl" des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung.

In den Jahren nach 1933 (und vereinzelt auch schon davor)
setzte eine durch den Nationalsozialismus erzwungene
Emigrationsbewegung ein, die nicht nur Deutschland, sondern
ganz Europa umfasste. Sie betraf neben politischen Gegnern vor
allem die jüdischen Bürger Deutschlands und der besetzten
Staaten. Für die Wissenschaftsgeschichte waren ihre Folgen ohne
Beispiel.

Eine der besonders stark betroffenen Disziplinen war die
Mathematik. In Deutschland verloren viele jüdische Mathematiker
schon 1933 oder kurz danach ihre Arbeitsmöglichkeiten. Wenige
Jahre später war auch ihr Leben bedroht. Aber auch in anderen
Staaten Europas waren sie nicht lange sicher. Misslang die
Flucht oder kam es - aus welchen Gründen auch immer - nicht zur
Emigration, drohte in Deutschland und den besetzten Staaten
Verhaftung und Tod. In den Aufnahmeländern gelang manchen
Geflohenen eine bemerkenswerte neue Karriere, andere dagegen
litten ihr Leben lang unter den Verlusten der Vertreibung.

In den Jahrzehnten vor ihrer Vertreibung waren diese
Mathematiker dagegen ebenso wie jüdische Mathematiker der
vorhergehenden Generationen ein bedeutender Teil der Welt der
Mathematik geworden. Der "Aufstieg durch Bildung", der
jüdisches Leben im 19. und frühen 20. Jahrhundert im
deutschsprachigen Raum maßgeblich charakterisierte, gelang auch
- und in erheblichem Maße - in der Mathematik.


INFO

Die Ausstellung "Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen
akademischen Kultur" ist vom 23. November bis zum 9. Dezember
2009 im Foyer des Hörsaalgebäudes am Hindenburgplatz 10-12 zu
sehen. Sie ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist frei.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 17 11:00:24 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 17 Nov 2009 11:00:24 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Schriftlichkeit,
Sichtbarkeit undOeffentlichkeit im spaetmittelalterlichen
Lueneburg, Muenster, 20.11.2009
Message-ID: 4B028248.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Institut für Vergleichende Städtegeschichte" uni-muenster.de>
Datum: 16.11.2009, 13:03


AKTUELL

Im Rahmen des Freitags-Kolloquiums im Wintersemester 2009/2010

spricht

Andreas Litschel M.A., Bielefeld

über

Offenbaren und Verbergen "vor dem Archiv".
Schriftlichkeit, Sichtbarkeit und Öffentlichkeit im
spätmittelalterlichen Lüneburg

am 20. November, 16.00 Uhr c.t.


INFO

Institut für vergleichende Städtegeschichte - IStG - gGmbH
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: 0251 - 83 275 12





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 17 11:35:04 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 17 Nov 2009 11:35:04 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Karl Friedrich Kolbow (1899-1945), Siegen,
19.11.2009
Message-ID: 4B028A68.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Martin Dröge"
Datum: 17.11.2009, 09:24


AKTUELL

Vortrag im KrönchenCenter - Karl Friedrich Kolbow (1899-1945) -
Biografie und Weltbild eines Nationalsozialisten der ersten
Stunde

Im Mittelpunkt des nächsten Vortrags im Rahmen des "Siegener
Forums - Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen
Geschichte" (Donnerstag, 19.11.2009 um 19.30 Uhr im Stadtarchiv,
KrönchenCenter) steht ein Mensch mit einem bewegten Leben: Er
war Wandervogel, Soldat im Kaukasus, Verbindungsstudent,
Bergbaupraktikant und Freikorpskämpfer in Oberschlesien. Und er
trat bereits 1921 in die NSDAP ein.

Für das Siegerland ist Karl Friedrich Kolbow nicht nur
interessant, weil er von 1927-1933 Betriebsingenieur der Grube
"Pfannenberger Einigkeit" in Neunkirchen und seit 1929
NSDAP-Kreisleiter von Siegen-Land war, Kolbow war auch von 1933
bis 1944 westfälischer Landeshauptmann. Als Verwaltungschef des
Provinzialverbandes Westfalen passte er die Jugendhilfe,
Fürsorgeerziehung und die Psychiatrie an rassenideologische
Grundsätze an; während des Zweiten Weltkrieges fiel die
Durchführung der "Euthanasie" in Westfalen in seine
Verantwortung.

1944 aus der Partei ausgeschlossen und seiner Ämter enthoben,
starb er 1945 als einfacher Soldat in französischer
Kriegsgefangenschaft. Freunde und Anhänger stilisierten ihn
nach dem Krieg zum "anständigen Nazi", der sich auch in seiner
politischen Funktion von jugendbewegten Idealen habe leiten
lassen und sich für die Natur und den Heimatgedanken in
Westfalen engagiert habe.

Kolbows Tagebücher der Jahre 1913-23 und 1936-45 geben
Aufschluss über die Genese einer völkisch geprägten
Weltanschauung und die Persönlichkeitsentwicklung eines
nationalsozialistischen Beamten der mittleren Verwaltungsebene.
Seine Aufzeichnungen schildern die Erfahrungen und Ansichten
eines "Alten Kämpfers" und offenbaren die
Wahrnehmungsperspektive eines "Schreibtischtäters"; sie
spiegeln aber auch eine nach 1940 zunehmende Kritik am
NS-System wider. Vor diesem Hintergrund soll in dem Vortrag die
Entwicklung seines Weltbildes und die prägenden Stationen in
seiner Biografie beleuchtet werden.

Der Referent Martin Dröge (Jahrgang 1979) ist Stipendiat am
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und arbeitet
gegenwärtig an einem Projekt zur Edition der Tagebücher von
Landeshauptmann Karl Friedrich Kolbow.


INFO

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 28.05.2009, um 19.30
Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter,
Markt 25, Siegen. Der Eintrittspreis beträgt 3,00 Euro.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 17 11:40:07 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 17 Nov 2009 11:40:07 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Baehr,
Paul: Chronik von Bad Oeynhausen. Nachdruck derAusgabe von 1909
Message-ID: 4B028B97.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Rico Quaschny"
Datum: 16.11.2009, 13:02


LITERATUR

"Chronik von Bad Oeynhausen" von Paul Baehr
Historische Chronik neu aufgelegt

Die 1909 erschienene "Chronik von Bad Oeynhausen" ist
einhundert Jahre nach ihrer ersten Herausgabe wieder
erhältlich. Der Arbeitskreis für Heimatpflege der Stadt Bad
Oeynhausen e.V. und das Stadtarchiv Bad Oeynhausen besorgten
die Neuausgabe und wurden dabei vom Wirtschaftsclub Bad
Oeynhausen e.V. finanziell unterstützt.

Der Verfasser der Chronik, Paul Baehr (1855-1929), hatte sich
erstmals der Aufgabe gestellt, einen Überblick zur Geschichte
von Saline, Stadt und Heilbad Oeynhausen bis zum Jahr 1909
vorzulegen. Aufgrund des besonderen Schicksals des Badeortes
gingen in den Nachkriegsjahren während der britischen Besetzung
der Innenstadt große Teile der historischen Überlieferung
verloren. Um so wertvoller wurde die Chronik von Paul Baehr, da
sie faktenreiche Informationen zur Stadtgeschichte liefert, die
an anderen Stellen nicht mehr vorhanden sind.

In einer ausführlichen Einführung werden Leben und Werk des
Dichters, Kommunalpolitikers und Chronisten Paul Baehr, der
1912 erster Ehrenbürger von Bad Oeynhausen wurde, skizziert.
Zudem wird die Chronik durch ein Personenregister erschlossen.
Die Chronik erschien als Band 4 der Reihe "Geschichte im
unteren Werretal" im Verlag für Regionalgeschichte.


INFO

Baehr, Paul: Chronik von Bad Oeynhausen. Nachdruck der Ausgabe
von 1909. Mit einer Einführung in Leben und Werk von Paul Baehr
(1855-1929) von Rico Quaschny. Bielefeld: Verlag für
Regionalgeschichte, 2009.
ISSN 1861-7832
ISBN 978-3-89534-784-9
Gb. 15 x 21 cm. 368 S. 15 farb. Abb. 85 sw Abb., 3 Karten.

Weitere Informationen:

Arbeitskreis für Heimatpflege der Stadt Bad Oeynhausen e.V.
c/o Stadtarchiv Bad Oeynhausen
Von-Moeller-Str. 9
32545 Bad Oeynhausen
Tel.: 05731 / 14-3420
Fax: 05731 / 14-1922
E-Mail: r.quaschny at badoeynhausen.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 18 08:12:51 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 18 Nov 2009 08:12:51 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Niederlande und Deutschland im Vergleich, Muenster,
20./21.11.2009
Message-ID: 4B03AC83.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 16.11.2009, 16:00


TAGUNG

Niederlande und Deutschland im Vergleich
Tagung des Zentrums für Niederlande-Studien

Der Vergleich der Niederlande und Deutschland in den Siebziger
Jahren wird bei der Tagung "Reformen, neue soziale Bewegungen
und Polarisierung" des Zentrums für Niederlande-Studien der WWU
zum Thema. Die zweitägige Veranstaltung findet am Freitag, 20.
November, und Samstag, 21. November, im Haus der Niederlande,
Alter Steinweg 6/7, statt.

In den Siebziger Jahren kamen in beiden Ländern
links-gerichtete Regierungen an die Macht. Willy Brandt,
deutscher Bundeskanzler von 1969 bis 1974, und Joop den Uyl,
von 1973 bis 1977 niederländischer Ministerpräsident,
verfolgten eine reformorientierte Politik. Sie versuchten, den
herrschenden Geist des Wandels in eine konkrete Reformpolitik
umzusetzen. Im Laufe der Siebziger Jahre schlug die politische
Stimmung um. In verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen
begannen sich Bewegungen konservativer Natur zu manifestieren.
Gleichzeitig entstanden in beiden Ländern neue soziale
Bewegungen. In Deutschland sorgte die terroristische
Vereinigung RAF für Aufsehen und Entsetzen. So sind die
Siebziger Jahre eine Periode des Wandels, gekennzeichnet unter
anderem durch die Reformpolitik, neue soziale Bewegungen und
den Terrorismus. Ziel des Kolloquiums ist der Vergleich der
Entwicklungen in Deutschland und den Niederlanden.

Beginn der Tagung ist am Freitag um 13 Uhr. Sie endet am
Samstag ebenfalls um 13 Uhr. Am Freitagabend werden ab 19.30
Uhr Gerhart Baum, von 1972 bis 1978 Parlamentarischer
Staatssekretär beim Bundesministerium des Innern und von 1978
bis 1982 Bundesinnenminister (FDP), und Dr. Ed van Thijn, von
1973 bis 1977 Fraktionsvorsitzender der Partij van de Arbeid
(PvdA) in der zweiten Kammer und Innenminister von 1981 bis
1982, in Form persönlicher Rückblicke über "Politik und
politische Kultur" sprechen. Dieser Teil der Veranstaltung ist
öffentlich. Die Tagung richtet sich an Studierende und
Wissenschaftler aus den Niederlanden und Deutschland sowie an
interessierte Bürger.


INFO

Ort:
Haus der Niederlande
Alter Steinweg 6/7
48143 Münster
Tel.: +49 251 83285-11 od. -21
Fax: +49 251 83285-20 od. -30





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 18 08:22:34 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 18 Nov 2009 08:22:34 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Sonderzuege in den Tod. Die Deportation mit
derDeutschen Reichsbahn, Bochum, 20.11.-06.12.2009
Message-ID: 4B03AECA.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 17.11.2009, 08:22
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AUSSTELLUNG

Sonderzüge in den Tod.
Die Deportation mit der Deutschen Reichsbahn
20. November bis 6. Dezember 2009 in Bochum

"Sonderzüge in den Tod" - unter diesem Ausstellungstitel
erinnert die Deutsche Bahn AG an das Schicksal von Deportierten,
die während der NS-Zeit von der Deutschen Reichsbahn in
Ghettos, Konzentrations- oder Vernichtungslager transportiert
wurden.

Die Deutsche Reichsbahn war durch die Deportation zahlloser
Menschen unmittelbar am Holocaust beteiligt. Ohne den Einsatz
der Eisenbahn wäre der systematische Mord an den europäischen
Juden, Sinti und Roma nicht möglich gewesen. Insgesamt wurden
im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen Menschen aus fast ganz
Europa mit Zügen zu den nationalsozialistischen
Vernichtungsstätten transportiert. Die Ausstellung "Sonderzüge
in den Tod. Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn"
will an das unermessliche Leid erinnern, das diesen Menschen
zugefügt wurde.

Sie zeigt Einzelschicksale von Kindern, Frauen und Männern, die
von ihren Heimatorten in den Tod transportiert wurden.
Überlebende schildern in Zeitzeugeninterviews die grauenvollen
Zustände in den Zügen. Die fahrplanmäßige und betriebliche
Durchführung dieser Transporte durch die Reichsbahn wird anhand
von Dokumenten und Grafiken dargestellt. Die Wanderausstellung
wurde in Kooperation mit dem Centrum Judaicum und dem Deutschen
Technikmuseum in Berlin erarbeitet.

Sie beruht auf der im Museum der Deutschen Bahn in Nürnberg
gezeigten Dauerausstellung zur Geschichte der Reichsbahn im
Nationalsozialismus. Die Fotos und Biografien der aus
Frankreich deportierten jüdischen Kinder haben Serge und Beate
Klarsfeld für die Wanderausstellung recherchiert und
zusammengestellt.


INFO

Eröffnung am Freitag, 20. November 2009, 17.00 Uhr:
Grußwort
Gabriele Schäfer
Bürgermeisterin der Stadt Bochum

Deportationen aus Bochum
Dr. Ingrid Wölk
Leiterin des Stadtarchivs - Bochum Zentrum für Stadtgeschichte

Einführung in die Ausstellung
Dr. Susanne Kill
Deutsche Bahn AG


Veranstaltungsort:
Stadtarchiv. Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Wittener Str. 47
44789 Bochum
Tel.: 0234-910-9501
URL: http://www.deportationsausstellung.de/





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 18 08:25:47 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 18 Nov 2009 08:25:47 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Die Bestaende des Landesarchivs
Nordrhein-WestfalenAbteilung Westfalen. 5., aktualisierte Auflage
Message-ID: 4B03AF8B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Mechthild Black-Veldtrup" lav.nrw.de>
Datum: 17.11.2009, 09:58


LITERATUR

Neu erschienen ist die 5., aktualisierte Auflage des
Landesarchivs NRW Abteilung Westfalen (früher: Staatsarchiv
Münster). Nachdem die 4. Auflage bereits seit drei Jahren
vergriffen ist, bietet die Neuauflage nun Ergänzungen und
Aktualisierungen auf vielen Ebenen und trägt den großen
Erschließungsleistungen der letzten Jahre Rechnung. Der Band
enthält neben einem Orts- und einem Personenindex auch wieder
einen Sachindex, der in der 4. Auflage fehlte.

Die Erfahrung mit den Gewohnheiten der Benutzer zeigt, dass
trotz der seit 1998 im Internet präsentierten und dort
regelmäßig aktualisierten Beständeübersicht die Nachfrage nach
einem Buch zum Blättern und Nachschlagen immer noch ungebrochen
ist. Wenn dieser Trend anhält, ist es das Ziel der Abteilung
Westfalen des Landesarchivs, in Abständen von etwa fünf Jahren
weitere Auflagen folgen zu lasen, um so stets für Aktualität
bürgen zu können.

Die bibliographischen Angaben:

Die Bestände des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen Abteilung
Westfalen. Kurzübersicht. 5., aktualisierte Auflage, Düsseldorf
2009 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen
18), XIV, 615 S., gebunden, 15 ?. Erhältlich ist der Band über
den Buchhandel oder direkt beim Landesarchiv NRW Abteilung
Westfalen.


INFO

Kontakt:
Angelika Strietholt
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
Bohlweg 2
48147 Münster
Tel.: 0251-4885-127
Fax: 0251-4885-100
E-Mail: westfalen at lav.nrw.de
URL:
http://www.archive.nrw.de/LandesarchivNRW/abteilungWestfalen/index.html





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 18 08:29:43 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 18 Nov 2009 08:29:43 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Verhext. Historikerin bei der Kinder-Uni, Muenster,
20.11.2009
Message-ID: 4B03B077.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 17.11.2009, 15:10


AKTUELL

Verhext
Historikerin bei der Kinder-Uni Münster

Kein Kind glaubt heute mehr, dass es Frauen gibt, die auf einem
Besen reiten und den Nachbarn verzaubern. Doch im Mittelalter
war die Furcht vor Hexen so real, dass Tausende Menschen
verbrannt wurden. Dieses finstere Kapitel der europäischen
Geschichte steht im Mittelpunkt der nächsten Kinder-Uni Münster,
die am Freitag, 20. November, stattfindet. Ab 16.15 Uhr
beantwortet die Historikerin Prof. Dr. Barbara
Stollberg-Rilinger im Hörsaal H1 am Hindenburgplatz die Frage,
ob es wirklich Hexen gab.

Eingeladen sind wie immer alle acht- bis zwölfjährigen
Schülerinnen und Schüler aus Münster und der Umgebung. Der
Eintritt ist frei, dafür wird am Ausgang für ein Schulprojekt
in Benin gesammelt. Für die erwachsenen Begleiter wird die
Vorlesung ins Foyer und in den Hörsaal H4 übertragen. Weitere
Informationen sind unter der Adresse www.kinderuni-muenster.de
zu finden.


INFO

Kinder-Uni Münster
URL: http://www.kinderuni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 18 08:42:21 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 18 Nov 2009 08:42:21 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Weihnachtsmarkt im LWL-Industriemuseum
SchiffshebewerkHenrichenburg, Waltrop, 28./29.11.2009
Message-ID: 4B03B36D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 16.11.2009, 10:40


AKTUELL

Advent, Advent ...
Weihnachtsmarkt im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk
Henrichenburg

Am ersten Adventswochenende lädt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) zum Weihnachtsmarkt in sein
Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg ein. Am 28. und
29. November 2009 präsentieren sich Vereine, Privatpersonen und
einige professionelle Anbieter im stimmungsvollen Ambiente der
historischen Industriekulisse. Der Weihnachtsmarkt ist am
Samstag von 13 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr
geöffnet. Der Eintritt ins LWL-Industriemuseum ist frei.

Das Museumsteam um Museumsleiter Herbert Niewerth bietet den
Besuchern wieder ein breites kunsthandwerkliches Angebot u.a.
Glaskunst aus dem LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim in
Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke) und Stoffe aus dem
LWL-Textilmuseum in Bocholt (Kreis Borken). Eine Goldschmiedin
lässt sich bei ihrem filigranen Handwerk über die Schulter
schauen.

Passend zu Weihnachten steht an vielen Ständen der karitative
Charakter im Vordergrund. So stehen wieder schöne Dinge aus den
gemeinnützigen "Freckenhorster Werkstätten" zum Verkauf und die
Recklinghäuser Werkstätten des Diakonischen Werkes sind mit
Eigenprodukten vertreten.

Porzellanmalerei, Filzen, Holzschnitzereien, handgesiedete
Seifen, Modell- und Flaschenschiffe, Leuchttürme aus Titanzink,
Acrylbilder und Kollagen, Edelstahldeko und vieles mehr
bereichern das Angebot. Französische Spezialitäten, deftige
Gerichte, Feuerzangenbowle, heißer Met und frisch gebrautes
Bier direkt vom Brauer sorgen für das leibliche Wohl.

Kleine Weihnachtsmarktbesucher können unter Anleitung Geschenke
anfertigen und Ziegenbock Hägar mit seiner Herde besuchen.

An beiden Tagen sorgt die "Christkindl-Band" für eine
weihnachtliche Atmosphäre.

Zum gemütlichen Adventskaffee bei selbstgemachten Waffeln lädt
das Cafe´ Henri ein. Im beheizten Bücherzelt kann man stöbern
und gebrauchte Bücher erstehen - der Erlös ist für das Cafe
Hübsch (Beratungsstelle für Wohnungslose der Diakonie in
Datteln) bestimmt.

Eine besondere Attraktion ist das Augsburger Märchenzelt. Am
Zeltfeuer werden hier Groß und Klein mit Märchen aus aller Welt
verzaubert.


INFO

Kontakt:
LWL-Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Tel. 02363 9707 - 0
E-Mail: schiffshebewerk at lwl.org





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Nov 18 12:37:06 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 18 Nov 2009 12:37:06 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BLIT=5D_Historisches_Jahrbuch_f=C3=BCr_den_Kr?=
=?utf-8?q?eis_Herford=2C_2010=2C_Band_17?=
Message-ID: 4B03EA72.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: Alexander Kröger email at akpr.de
Datum: 18.11.2009, 12:18

LITERATUR

Neu: Historisches Jahrbuch für den Kreis Herford (2010, Band 17)

Diesmal ist es eine "Wunder-volle" Ausgabe mit insgesamt 16 Aufsätzen.
Zum Beispiel: Vor 60 Jahren versammelten sich in Herford Tausende
Hoffnungsvolle, um vom "Wunderheiler" Bruno Gröning geheilt zu werden.
Von Wundern ist der Weg nicht weit zum wundertätigen Leben der Königin
Mathilde (die vor 1100 Jahren vom Sachsenherzog Hermann in Herford
geworben wurde), zu den Narren am Hofe der Herforder Äbtissin und den
Symbolen an den Torbögen der Bauernhäuser in Rödinghausen.

Die Geschichten zur Herforder Gymnasialbibliothek, der ersten Schule in
Bustedt, der jüdischen Schule in Bünde und des
Erich-Gutenberg-Berufskollegs zeigen die wundersame Entwicklung des
bedeutsamen Schulstandorts Kreis Herford. Verwundert schauen wir uns
heute Fossilien der früheren Bewohner der Herforder Liasmulde an. Nicht
wundersam gerettet wurde der "schnellste Bünder" - der Rennfahrer Walter
Bäumer - bei seinem Unfall. Dafür bekommt er hier ein spätes Denkmal.

Historische Jahrbuch für den Kreis Herford (2010)
Band 17, Hardcover
288 Seiten mit zahlreichen Fotos (teilweise in Farbe)
ISSN 0942-6434
ISBN 978-3-89534-797-9
Preis: 14,90 EUR

Weitere Infos und Bestellungen im Internet unter
www.kreisheimatverein.de



INFO

Christopf Laue
HJB-Redaktion c/o Kommunalarchiv Herford
Amtshausstr. 2
32051 Herford
Tel.: 05221-132213
URL: www.kreisheimatverein.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Nov 18 12:54:47 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 18 Nov 2009 12:54:47 +0100
Subject: [WestG] [AUS] "Aufruhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen", Herne,
27.02.-28.11.2010
Message-ID: 4B03EE97.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 18.11.2009, 11:01


AUSSTELLUNG

War Erzbischof Engelbert ein Heiliger?
LWL-Museum für Archäologie in Herne geht der Frage auf den Grund

Der Kölner Erzbischof Engelbert I. (1185 - 1225) von Berg machte eine
steile Karriere in der katholischen Kirche, bis er wegen der
Verteidigung kirchlicher Rechte den Tod gefunden haben soll.
Kirchengemeinden in Bochum, Essen oder Köln tragen noch heute seinen
Namen und zeugen damit von seiner Heiligkeit. Doch war Engelbert
wirklich ein Heiliger? Die neue Ausstellung ?Aufruhr 1225!? des
LWL-Museums für Archäologie in Herne geht unter anderem dieser Frage
nach. Die Schau des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
thematisiert vom 27. Februar 2010 an Ritter, Burgen und Intrigen.

Engelbert von Berg entstammte einer der einflussreichsten Familien im
heutigen Nordrhein-Westfalens, die bereits mehrere Erzbischöfe gestellt
hatte. Weil er einen älteren Bruder hatte, der das Erbe seines Vaters
antreten sollte, war Engelbert für ein geistliches Amt bestimmt. 1216
wurde er zum Erzbischof von Köln gewählt. In den frühen 1220er Jahren
war er nach dem Kaiser der einflussreichste Mann im Reich. Der zu dieser
Zeit in Italien weilende Herrscher vertraute Engelbert seinen Sohn
Heinrich zur Erziehung an. Eine Büste, die das Stift Essen um 1500
anfertigen ließ, zeigt den Erzbischof: Die mit Gold und Silber belegte
Holzarbeit ist ebenso in der Ausstellung in Herne zu sehen wie eine fast
800 Jahre alte Holzstatue aus dem Kloster Gevelsberg
(Ennepe-Ruhr-Kreis).

Zielstrebiger Machtpolitiker
?Wenn man die Lebensgeschichte des Erzbischofs betrachtet, dann fällt
auf, dass Engelbert aus heutiger Sicht eher wie ein weltlicher Fürst als
ein geistlicher Oberhirte handelte?, sagt der Projektleiter der
Ausstellung, Dr. Stefan Leenen. Engelbert war sowohl Kölner Erzbischof
als auch Herzog von Westfalen. Konsequent und zielstrebig habe er
ständig daran gearbeitet, seinen Machtbereich auszubauen. Leenen:
?Vor dem Hintergrund der damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse
ist das Verhalten Engelberts allerdings durchaus standesgemäß
gewesen.? Dabei habe er auf den Adel und zum Teil selbst auf die
eigene Familie wenig Rücksicht genommen. So riss er etwa die Grafschaft
Berg nach dem Tod seines Bruders an sich, obwohl dessen Tochter und ihr
Ehemann erbberechtigt waren.

Die weltliche Machtpolitik zu Lebzeiten Engelberts konnte jedoch kaum
eine Grundlage dafür sein, als Heiliger verehrt zu werden. ?Es waren die
Umstände seines Todes, die seine Heiligkeit rechtfertigen sollten?,
erklärt der Mittelalterexperte. In Folge eines Rechtsstreits zwischen
dem Reichstift Essen und dem Grafen von Isenberg, in den sich der
Erzbischof eingeschaltet hatte, wurde er am 7. November 1225 in einem
Hohlweg überfallen und erschlagen. Der Zisterziensermönch Caesarius von
Heisterbach schrieb im Auftrag von Engelberts Nachfolger die
Lebensgeschichte des Ermordeten auf, um damit auf seine Heiligsprechung
hinzuwirken. Er betrachtete das gewaltsame Ende als Martyrium. Der
Bischof habe, so der Mönch, die Rechte des Stiftes Essen verteidigt und
sei letztendlich dafür in den Tod gegangen.

?Damit wog Caesarius die Sünden Engelberts und sein auf die weltlichen
Geschäfte fixiertes Handeln auf?, sagt Leenen. Wahrscheinlich habe der
Erzbischof aber selbst die großen Besitztümer des Stifts kontrollieren
wollen, um seine Einflussgebiete im Rheinland und in Westfalen
miteinander zu verbinden.

Bis heute ein Regionalheiliger
In den Jahren nach dem Mord gab es viele Pilger, die an den Tatort bei
Gevelsberg oder nach Köln reisten, um den Verstorbenen zu verehren. In
Gevelsberg wurde dem Bischof zu Ehren ein Zisterzienserkloster
gegründet, in Köln wurden Engelberts Gebeine im Dom bestattet.
Leenen: ?Der Wahlfahrtsboom ebbte aber nach kurzer Zeit wieder ab.?
Die Bemühungen des nachfolgenden Erzbischofs führten nicht zur
Heiligsprechung Engelberts, woran sich bis in die Gegenwart nichts
geändert hat. ?Doch im 17. Jahrhundert sollte er als Heiliger noch
einmal in den Vordergrund gerückt werden.? Der damalige Kölner
Erzbischof versuchte (vergebens), Engelbert im 30-Jährigen Krieg zum
Schutzpatron der katholischen Heere durchzusetzen. In den Bistümern
Essen, Köln und Paderborn ist Engelbert bis heute ein Regionalheiliger.

Ausstellung
1225 kommt der Kölner Erzbischof Engelbert während eines Überfalls bei
Gevelsberg im heutigen Ruhrgebiet gewaltsam ums Leben. Wie dieser Mord
die ganze Ruhrregion veränderte - das ist Ausgangspunkt und Leitmotiv
der größten Mittelalterausstellung, die bisher im Ruhrgebiet gezeigt
wurde: ?Aufruhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen?, läuft vom 27.
Februar bis 28. November 2010 im LWL-Museum für Archäologie in Herne.

Events, Workshops, Führungen und Mittelaltermärkte sowie ein
Außenprogramm in elf Burgen und Schlössern der Region begleiten die
Ausstellung.

INFO

27. Februar bis 28. November 2010
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"

LWL-Museum für Archäologie
Europlatz 1, 44623 Herne
Di, Mi, Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
Sa, So und feiertags 11-18 Uhr
Eintritt: Zwischen 6 und 2 Euro, Familienkarte 12 Euro, Gruppenrabatte

http://www.aufruhr1225.de (mit Videos)


-----------------------------------------------------
Redaktioneller Zusatz [MW]


Inhalte im Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

Wolfgang Bockhorst
7. November 1225 - Tod auf dem Hohlweg
Die Ermordung des Erzbischofs Engelbert von Köln
URL: http://www.westfaelische-geschichte.de/web499

Matthias Becher
Die Westfalen als Teil der Sachsen
Von den Ursprüngen bis zum Sturz Heinrichs des Löwen
URL: http://www.westfaelische-geschichte.de/web29








From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 19 11:41:39 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 19 Nov 2009 11:41:39 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Reisefuehrer durch das Mittelalter in NRW
Message-ID: 4B052EF3.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 18.11.2009, 13:02


LITERATUR

Reiseführer durch das Mittelalter in NRW
LWL-Landesmuseum ist an neuer Publikation beteiligt

Unter dem Titel "Schönes NRW - 100 Schätze mittelalterliche
Kunst" lädt ein neuer Reiseführer zu einer Entdeckungsreise der
etwas anderen Art durch das Rheinland und Westfalen ein. Das
unter Mitwirkung von Dr. Petra Marx aus dem Kunstmuseum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) entstandene Handbuch
macht neugierig auf eine scheinbar ferne Epoche.

"Schätze aus rund eintausend Jahren in den hiesigen Museen und
Kirchen werden auf anschauliche und leicht verständliche Art
vorgestellt. In unserem Buch präsentieren wir Minnekästchen und
Prunkschwerter, Rüstungen und Goldschmiedearbeiten, Buchmalerei
und Flügelaltäre, Tafelbilder sowie Skulpturen und stellen
damit das kulturelle Erbe dieser Region vor", so die Referentin
für Mittelalterkunst am LWL-Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte.

Das reich illustrierte Taschenbuch zeigt sowohl die bekannten
Höhepunkte der Mittelalterkunst, wie z.B. das "Soester
Antependium" aus der Sammlung des LWL-Landesmuseums in Münster,
als auch weitgehend unbekannte Werke wie die goldenen
Grabbeigaben aus dem Beckumer Fürstengrab im LWL-Museum für
Archäologie in Herne. Der besondere Reiz des im Klartext Verlag
erschienen Buches liegt darin, dass es von sieben
Mittelalter-Expertinnen zusammengestellt wurde, die an
Universitäten und Museen in ganz NRW tätig sind. Die
vielfältige Mischung der Kunstwerke ist auch ein Zeugnis ihrer
persönlichen Vorlieben. Fragen zu Alltag und Überlieferung, zu
Produktionsbedingungen und Werkstattorganisation kommen in der
Publikation ebenso zur Sprache wie mittelalterliche
Jenseitsvorstellungen oder die Verwendung von Kunstwerken im
Gottesdienst.

Ein umfangreiches Glossar bietet Erklärungshilfen zu heute
nicht mehr geläufigen Gegenständen oder Handlungen. Im
Serviceteil des Buches sind Adressen, Öffnungszeiten und
Kontaktdaten der jeweiligen Institutionen zusammengestellt.


INFO

Schönes NRW
100 Schätze mittelalterlicher Kunst
Manuela Beer, Brigitta Falk, Andrea von Hülsen-Esch,
Susan Marti, Petra Marx, Barbara Rommé,
Hiltrud Westermann-Angerhausen
282 Seiten, broschiert, zahlr. farb. Abb., 12,95 ?
ISBN 978-3-8375-0080-6





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 19 11:45:20 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 19 Nov 2009 11:45:20 +0100
Subject: [WestG] [POS] Universitaet Muenster Exzellenzcluster Religion
undPolitik, wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in, Muenster
Message-ID: 4B052FD0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christian Schmidt"
Datum: 18.11.2009, 19:49


STELLENAUSSCHREIBUNG

Universität Münster Exzellenzcluster Religion und Politik, Münster
Bewerbungsschluss: 04.01.2010

An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist im Rahmen
des Exzellenzclusters "Religion und Politik in den Kulturen der
Vormoderne und der Moderne" zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine
Stelle als Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Wissenschaftlicher
Mitarbeiter zu besetzen. Die Stelle ist auf zwei Jahre
befristet. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt zurzeit 39
Stunden 50 Minuten wöchentlich. Die Vergütung erfolgt nach E 13
TV-L. Die Stelle kann ggfs. auch geteilt werden, in diesem Fall
beträgt die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit 19 Stunden 55
Minuten.

Die Tätigkeit als Wissenschaftliche
Mitarbeiterin/Wissenschaftlicher Mitarbeiter soll auch der
weiteren akademischen Qualifikation (Promotion, Habilitation
etc.) dienen.

Aufgabenprofil Zu den Aufgaben gehört die Mitarbeit im Projekt
"Transzendente Sinnstiftung und religiöse Vergemeinschaftung im
nachmodernen Europa". Neben der eigenen wissenschaftlichen
Arbeit sind damit die Beteiligung in den Foren des Clusters wie
auch die Vorbereitung und Durchführung von Tagungen und
Workshops im Rahmen des Projektes verbunden.

Bewerbungsvoraussetzungen Einstellungsvoraussetzungen sind ein
möglichst überdurchschnittlich abgeschlossenes Studium der
Geschichte oder eine entsprechende Promotion, die auch in einer
einschlägigen Nachbardisziplin abgelegt worden sein kann. Gute
Kenntnisse im Bereich der (europäischen) Zeitgeschichte sowie
Vertrautheit mit Fragen der (historischen) Analyse von
Religiosität und Religionsgemeinschaften sind erforderlich.

Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Frauen
werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung
bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines
Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Schwerbehinderte
werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt.


INFO

Bewerbungen richten Sie bitte mit den üblichen Unterlagen
(Lebenslauf, Zeugnisse, ggf. Projektskizze) bis zum 4.1.2010 an:

Prof. Dr. Thomas Großbölting
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Historisches Seminar
Domplatz 20-22
48143 Münster.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 19 11:54:44 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 19 Nov 2009 11:54:44 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Scheinbar unscheinbar Preis der Stiftung
"KleinesBuergerhaus"
Message-ID: 4B053204.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Fred Kaspar"
Datum: 18.11.2009, 09:28


AKTUELL

Scheinbar unscheinbar Preis der Stiftung "Kleines Bürgerhaus"

Die Stiftung "Kleines Bürgerhaus" steht unter der
Treuhandschaft der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn.
Sie engagiert sich für historische kleine Bürgerhäuser in
Westfalen-Lippe. Kirchen, Schlösser, Burgen und Villen haben
aufgrund ihrer architektonischen Prominenz eine starke Lobby.
Daneben bilden die kleinen und oft unscheinbaren Bürgerhäuser
einen wesentlichen Teil des historischen Baubestandes. Diese
"Buden", "Gademe", "Kotten", "Speicher" oder "Häusgen"
genannten Kleinbauten waren ebenso zahlreich wie unauffällig.

Sie prägten die Stadtbilder ganz entscheidend. Trotz
Denkmalschutz sind diese scheinbar unscheinbaren Bauten
allerdings bis heute im besonderen Maße von Abriss, Verfall und
undokumentierten Verschwinden bedroht: 50 % des Bestandes sind
allein in den letzten Jahrzehnten abgebrochen worden.

Die Stiftung "Kleines Bürgerhaus" hat es sich daher zur Aufgabe
gemacht, die architektonischen Zeugen der Alltagskultur unserer
Vorfahren in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken, sie zu
erforschen, zu bewahren und der breiten Öffentlichkeit
zugänglich zu machen. Im Zentrum stehen ihre bauliche Gestalt
und die Wohn- und Lebensformen, die sie repräsentieren.

Ab 2010 vergibt die Stiftung "Kleines Bürgerhaus" daher alle 2
Jahre den mit 10.000, Euro dotierten Preis Scheinbar
unscheinbar. Der Stiftung geht es darum, einer breiten
Öffentlichkeit die Bedeutung der scheinbar unscheinbaren Häuser
als wichtige architektonische Zeugen der Alltagskultur unserer
Vorfahren zu vermitteln. Prämiert werden daher herausragende
Leistungen zur Erforschung, Dokumentation oder Präsentation des
Bautyps "Kleines Bürgerhaus" in Westfalen-Lippe, die
beispielhaft die Bau- und Lebensformen rund um diesen Bautyp
vermitteln.

Prämiert werden können Projekte, die das Thema in Form von
wissenschaftlicher Grundlagenforschung, Öffentlichkeitsarbeit
oder wegweisenden Ideen zur Rettung bzw. Dokumentation
behandeln. Der Preis versteht sich ausdrücklich nicht als Preis
für abgeschlossene denkmalpflegerische Maßnahmen. Er wird in
folgenden Kategorien vergeben:

Grundlagenforschung Öffentlichkeitsarbeit: Vermittlung oder
Präsentation Exemplarische Dokumentation oder ein wegweisendes
Rettungskonzept

Die 1. Verleihung des Preises Scheinbar unscheinbar findet am
10. Juni 2010 im Kloster Kappenberg bei Lünen im Rahmen des 4.
Westfälischen Tages für Denkmalpflege statt.


INFO

Nähere Informationen zur Stiftung und der Bewerbung um den
Preis unter:
URL: www.stiftung-kleines-buergerhaus.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Nov 20 19:37:26 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 20 Nov 2009 19:37:26 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Besetzung_gef=C3=A4hrdet_Ausstellung?=
Message-ID: 4B06EFF6.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 20.11.2009, 17:01


AKTUELL

Besetzung gefährdet Ausstellung

Dekan Kintzinger: Aufbau derzeit nicht möglich

Der Dekan des Fachbereichs Geschichte/Philosophie der Universität
Münster, Prof. Dr. Martin Kintzinger, hat am heutigen Freitag die
Besetzer des Hörsaals F 1 im Fürstenberghaus darüber infomiert, dass am
Donnerstag, den 26. November, die Eröffnung der Ausstellung
"Wissenschaft, Planung, Vertreibung - Der Generalplan Ost der
Nationalsozialisten" im Fürstenberghaus geplant ist. Ursprünglich wollte
die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) als Initiator der Ausstellung
am heutigen Freitag mit dem Aufbau beginnen - dies war jedoch aufgrund
der Besetzung nicht möglich.

Die national wie international viel beachtete Wander-Ausstellung
beleuchtet ein dunkles Kapitel in der deutschen Geschichte. Der
Generalplan Ost sah vor, innerhalb von 25 Jahren fast fünf Millionen
Deutsche im annektierten Polen und im Westteil der zu erobernden
Sowjetunion anzusiedeln. Millionen slawischer und jüdischer Bewohnern
dieser Region sollten versklavt, vertrieben und ermordet werden.

Prof. Kintzinger wies die Besetzer darauf hin, dass das gesamte Gebäude
für die Ausstellung benötigt wird. Zudem sei es zwingend notwendig, das
Fürstenberghaus mit Beginn des Aufbaus der Ausstellung sowohl tagsüber
als auch nachts zu sichern beziehungsweise zu schließen. Diese
Einschätzung teilen auch das Rektorat der Westfälischen
Wilhelms-Universität und der Kurator der Ausstellung. Prof. Kintzinger
unterstrich die Gefahr, dass im Falle einer weiter andauernden Besetzung
die Ausstellung abgesagt werden muss.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 23 08:45:26 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 23 Nov 2009 08:45:26 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Unternehmenskultur in der
muensterlaendischenTextilindustrie waehrend der
Industrialisierung, Bocholt, 03.12.2009
Message-ID: 4B0A4BA6.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Hans D. Oppel"
Datum: 19.11.2009, 15:34


AKTUELL

Der von Stadtarchiv Bocholt und Volkshochschule
Bocholt-Rhede-Isselburg getragene Gesprächskreis Bocholter
Stadtgeschichte lädt zum Donnerstag, 3. Dezember 2009, 18.30
Uhr, in das Stadtarchiv Bocholt Münsterstraße 76, 46397 Bocholt
ein zu dem Vortrag von Britta Stücker, Seminar für Wirtschafts-
und Sozialgeschichte der Universität Köln, unter dem Titel

"Weben wir hurtig Haustuch und Linnen?"
Unternehmenskultur in der münsterländischen Textilindustrie
während der Industrialisierung.

Die Industrialisierung änderte die Lebens- und Arbeitswelt in
vielerlei Hinsicht: durch neue Maschinen, innovative
Technologien, ungewohnte Fabrikarbeit, Verstädterung und
Bevölkerungswachstum. Im Münsterland wirkten die
Textilunternehmen als wichtige Triebfeder dieses Wandels.

Doch wie funktionierten diese jungen Fabriken eigentlich
jenseits ihrer ökonomischen Aufgaben wie Produktentwicklung,
Einkauf, Vertrieb, Logistik oder Finanzierung? Handlungsfähig
wurden die Textilunternehmen auch durch ihre Unternehmenskultur
- und von der erzählen noch heute Architektur, Werbung,
Geschichten, Betriebliche Sozialpolitik oder die
Unternehmensethik des 19. Jahrhunderts.

Moderation: Stadtarchivar Dr. Hans-D. Oppel

EINTRITT FREI !


INFO

Donnerstag, 3. Dezember 2009, 18.30 Uhr

Stadtarchiv Bocholt
Münsterstraße 76
46397 Bocholt





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 23 08:48:19 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 23 Nov 2009 08:48:19 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Kunstwerk des Monats November 2009: Das Bildnis
desDomherrn Goddert von Raesfeld
Message-ID: 4B0A4C53.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 20.11.2009, 09:22


AKTUELL

Kunstwerk des Monats November 2009
Das Bildnis des Domherrn Goddert von Raesfeld

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) präsentiert als
Kunstwerk des Monats November im LWL-Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte in Münster ein Ölgemälde von Hermann tom Ring,
das den Domherrn Goddert von Raesfeld (1522-1586) darstellt.

Der ehemalige Direktor des LWL-Landesmuseums, Max Geisberg,
bezeichnete Hermann tom Ring einmal als den "bedeutendsten
münsterischen Künstler aller Zeiten". Sein Hauptwerk "Das
Bildnis des Domherrn Goddert von Raesfeld" befindet sich seit
1908 als Dauerleihgabe des Westfälischen Kunstvereins in der
Sammlung des LWL-Landesmuseums.

Das Bildnis des Domherrn entstand 1566, in dem Jahr in dem sein
Bruder Bernhard von Raesfeld auf das Bischofsamt zu Münster
verzichtete. Einen der gesiegelten Briefe mit dem Verzicht
trägt er in der Hand. "Der Originalrahmen zeigt Bibelsprüche
über die Vergänglichkeit und die Vergeblichkeit menschlichen
Tuns. Das Gemälde hingegen verewigt den adelsstolzen Prälaten
und Propst des Stiftes St. Mauritz als willensstarken Menschen.
In der Position des Dechant und Leiter des Domkapitels brachte
er das konfessionell unentschiedene Land zurück auf den Weg der
katholischen Kirche", sagt Dr. Gerd Dethlefs, Referent für
Landesgeschichte am Museum.

Als sein Vermächtnis stiftete der Domherr das Jesuitenkolleg,
aus dem viele Jahre später die Universität in Münster
hervorgegangen ist. Seine Bücher, die heute die
Universitätsbibliothek bewahrt, hinterließ er der Dombibliothek
- das Bildnis war Teil dieser Schenkung.


INFO

Eine auführliche Information zum Kunstwerk des Monats November
ist in der Buchhandlung König im Eingangsbereich des
LWL-Landesmuseums erhältlich.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 23 08:55:37 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 23 Nov 2009 08:55:37 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Einladung zur Mitarbeit am Vierten
HannoverschenSymposium NS-Raubgut in Bibliotheken,
Museen und Archiven
Message-ID: 4B0A4E09.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Joachim Drews"
Datum: 20.11.2009, 08:38


AKTUELL

Einladung zur Mitarbeit am Vierten Hannoverschen Symposium
NS-Raubgut in Bibliotheken, Museen und Archiven


Die Rolle kritisch zu hinterfragen, die Bibliotheken, Museen
und Archive bei der Aneignung von Kulturgut spielten, das in
der Zeit des Nationalsozialismus beschlagnahmt, "verwertet"
oder geraubt wurde, ist eine unabdingbare Aufgabe.

Dank der Förderung durch den Bundesbeauftragten für Kultur und
Medien und der Tätigkeit der Arbeitsstelle für
Provenienzforschung/-recherche sind in den letzten Monaten
zahlreiche neue Projekte begonnen worden. Andere Vorhaben
wurden bereits umgesetzt oder stehen kurz vor ihrem Abschluss.

Vor diesem Hintergrund laden wir Sie ein, gemeinsam mit uns ein
Viertes Hannoversches Symposium vorzubereiten und
durchzuführen. Wir knüpfen dabei an die seit 2002 bestehende
Tradition an, sich in Hannover mit der Geschichte des
Nationalsozialismus, insbesondere mit Bibliotheksgeschichte der
Jahre 1933 bis 1945, auseinanderzusetzen.

Vom 9. bis 11. Mai 2011 wollen wir mit Ihnen in Hannover und in
Bergen-Belsen über das Thema NS-Raubgut in Bibliotheken, Museen,
Archiven kommunizieren und diskutieren.


Wir laden Sie ein zur Mitarbeit, wenn Sie

- Methoden oder Fallstudien zur Suche nach NS-Raubgut in
Bibliotheken, Museen oder Archiven vorstellen wollen

- zum Antiquariatsbuchhandel, zu Auktionen, Sammlern, Personen
arbeiten, die für den deutschland- oder europaweiten Raub und
die "Weiterverteilung" dieser Kulturgüter von besonderer
Bedeutung waren

- sich mit Sammlungen oder Sammlungsteilen befassen, die erst
nach 1945 in öffentliche Einrichtungen gelangten bzw. erst nach
1945 inventarisiert wurden, deren Geschichte aber auf die
Verfolgung während des Nationalsozialismus verweist.


Wir möchten mit unserer Veranstaltung insbesondere die
institutionsübergreifende methodische Diskussion befördern.

Folgende Desiderate sehen wir:

- die Rolle des Kunsthandels und des Antiquariatsbuchhandels

- das Schicksal von Sammlungen oder Bibliotheken verfolgter
WissenschaftlerInnen

- Kriegs- und Nachkriegsgeschichte von Sammlungen
nationalsozialistischer "Gegnerforschung" und "Abwehrarbeit"
("Ahnenerbe", Publikationsstelle Dahlem, "Logenmuseen" etc.).

Wir ermutigen kleinere Bibliotheken, Museen und Archive sowie
Ausbildungseinrichtungen ausdrücklich, ihre bisherigen
Recherche- oder Forschungsergebnisse vorzustellen. Dasselbe
betrifft Fach-, Magister-, Diplomarbeiten, Ausstellungen,
Dissertationsprojekte sowie Projekte, die von der Arbeitsstelle
für Provenienzforschung gefördert wurden oder werden.

Kurzbeiträge (10 Minuten) sind ebenso willkommen wie
ausführlichere Berichte (max.) 20 Minuten.


INFO

Senden Sie bitte Ihren Vorschlag (Titel und Kurzzusammenfassung
von max. 1 Seite, möglichst als Word-Datei per E-Mail) mit
Ihrem Namen, einer Kurzvorstellung zu Ihrer Person und Ihrer
Adresse bis 15. April 2010 an:

Regine Dehnel / Ulrich Kandolf
Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek
Waterloostr. 8
30169 Hannover
Tel.: +(49) 511 / 12 67 - 380
E-Mail: Regine.Dehnel at gwlb.de / Ulrich.Kandolf at gwlb.de
URL: http://www.inetbib.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 23 08:59:56 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 23 Nov 2009 08:59:56 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Ernst Kaesemann - Bewaehrung und Widerspruch,
Gelsenkirchen, 25.11.2009
Message-ID: 4B0A4F0C.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 20.11.2009, 08:48
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Ernst Käsemann - Bewährung und Widerspruch
Vortrag von Dr. Klaus Hoffmann, Gelsenkirchen,
mit anschließender Diskussion

Der Theologe Dr. Ernst Käsemann war in der Zeit von 1933 bis
1946 Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Rotthausen.
Sehr bald erkannte und kritisierte er die menschenverachtende
Ideologie der nationalsozialistischen Herrschaft. Er schloss
sich Anfang 1934 der "Bekennenden Kirche" an, die in den Wirren
der Zeit glaubwürdig Zeugnis ablegen wollte.

Nach seiner Zeit in Rotthausen wirkte Käsemann lange als
Hochschullehrer in der Ausbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer.
Neben Wissenschaft und Forschung galt sein Einsatz der
Gerechtigkeit in ökumenischer Weite. Dies hatte Auswirkungen
bis ins Familiäre hinein. Tochter Elisabeth wurde beim Einsatz
für Gerechtigkeit und Frieden von der Militärjunta in
Argentinien gefangen genommen, gefoltert und ermordet.

Auch an diesen Zusammenhang soll mit dem Vortrag erinnert werden.


INFO

Zeit:
Mittwoch, 25. November 2009, 19.30 Uhr

Veranstaltungsort:

Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus"
Cranger Straße 323
45891 Gelsenkirchen
Tel.: (0049)-(0)209-1698552
Fax: (0049)-(0)209-1698553
URL:
www.institut-fuer-stadtgeschichte.de/Dokumentationsstaette/doku.asp





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 23 09:04:17 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 23 Nov 2009 09:04:17 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Fahrstuhl oder Schraegaufzug zur Burg
Altena?Machbarkeitsstudie im Kreistag vorgestellt
Message-ID: 4B0A5011.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Märkischer Kreis"
Datum: 20.11.2009, 11:50


AKTUELL

Fahrstuhl oder Schrägaufzug zur Burg Altena?
Machbarkeitsstudie im Kreistag vorgestellt

Ein Fahrstuhl durch den Berg, oder ein Schrägaufzug von außen
hoch: Das sind die beiden Möglichkeiten, den Zugang zur Burg
Altena für Besucher zu verbessern. So sieht es zumindest das
Fraunhofer-Institut. Diplom-Ingenieur Joachim Kochsiek stellte
dem Kreistag des Märkischen Kreises in dessen Sitzung am
Donnerstag, 19. November 2009, die "Machbarkeitsstudie zur
optimierten Verkehrsanbindung der Burg Altena" vor. Das vom
Kreis und der Stadt Altena gemeinsam beauftragte Institut hatte
in den vergangenen Monaten nach Lösungsmöglichkeiten gesucht,
wie der Zugang zum touristischen Leuchtturm des Kreises für
Museums- und Veranstaltungsbesucher verbessert werden kann.

Nachdem verschiedenste Trassen - und Anbindungsvarianten
geprüft wurden, legte sich das Fraunhofer-Institut auf die
Fahrstuhl-Lösung fest, alternativ sei aber auch ein
Schrägaufzug möglich. Bei letzterem befürchten die Verkehrs-
und Logistikexperten aus Dortmund Schwierigkeiten mit dem
Denkmalschutz, weil man einen Durchbruch durch die Burgmauer
vornehmen müsse.

Für die Fahrstuhlvariante spreche, dass bereits ein vorhandener,
ehemaliger Luftschutzstollen genutzt werden könne. "Es sind
aber noch einige geologische Fragen offen, die geklärt werden
müssen", so Joachim Kochsiek. Was ergibt die Untersuchung der
Felsschichten, ist das Gestein brüchig, würde die
Standsicherheit der Burg gefährdet und gibt es Wasser im Berg?
Die Kosten der beiden Varianten bezifferte der Diplom-Ingenieur
auf 3,6 bis 4,2 Millionen Euro für die Fahrstuhl-Lösung, auf 2
bis 2,6 Millionen Euro für den Schrägaufzug. Betrieb und
Folgekosten könnten durch die Fahrpreise gedeckt werden, je
nach gewählter Variante zwischen 1,70 Euro und 3 Euro pro
Fahrt. Die Kapazität der Aufzüge läge bei etwa 180 Personen pro
Stunde und Richtung - also etwa 2.000 pro Tag. Kochsiek: "Das
reicht auch für Spitzentage außerhalb von Events".

Mit beiden Varianten, so Kochsiek, könnten die Vorgaben erfüllt
werden. Die Altenaer Innenstadt werde angebunden und die
Besucherzahlen auf der Burg könnten gesteigert werden. Das
Fraunhofer-Institut rechnet mit einer Zunahme der Besucher mit
Eintrittskarte um 32.500 pro Jahr. Aktuell kommen jährlich etwa
115.000 Menschen zur Burg, 65.000 von ihnen kaufen eine
Eintrittskarte. Ein Aufzug würde auch das Interesse bei
Busunternehmen deutlich erhöhen, die Burg Altena als
Ausflugsziel anzusteuern. Die Machbarkeitsstudie wird jetzt in
den zuständigen Fachgremien des Kreises ausführlich diskutiert.

Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper ergänzte den Vortrag um
die Information, dass für den Aufzugbau zwischen 70 und 90
Prozent Fördermittel des Landes im Rahmen der Regionale 2013
möglich sind. Altena hat als Projektträger das Projekt "Wir
holen die Burg ans Lenneufer" angemeldet und bereits den ersten
Stern dafür bekommen. In den nächsten Wochen stehen Gespräche
zwischen der Stadt Altena und der Bezirksregierung auf der
Tagesordnung, bei denen es um die Finanzierung des städtischen
Eigenanteils geht.

Ansonsten hatten sich die Kreistagsmitglieder vorwiegend mit
Regularien zu beschäftigen. Beispielsweise wurden die
Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder des
Kreisausschusses zu Ehrenbeamten ernannt und von Landrat Thomas
Gemke vereidigt.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 24 11:15:26 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 24 Nov 2009 11:15:26 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets feiert
XI.Stiftungsfest, Bochum, 27.11.2009
Message-ID: 4B0BC04E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 23.11.2009, 10:51
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Elf Jahre kooperative Stiftungsarbeit
Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets feiert XI. Stiftungsfest
Festvortrag von Prof. Dr. Gerhard A. Ritter

Aus Anlass des XI. Stiftungsfestes lädt die Stiftung Bibliothek
des Ruhrgebiets am 27. November 2009 ins Haus der Geschichte
des Ruhrgebiets in der Clemensstraße ein. Festredner des Abends
ist Prof. Dr. Gerhard A. Ritter von der
Ludwig-Maximilians-Universität München, der mit Blick auf den
Jahrestag des 20-jährigen Mauerfalls die daraus folgenden
Konsequenzen unter dem Titel "Arbeitsmarkt, Arbeitsrecht und
Arbeitsbeziehungen im Prozess der deutschen Einigung 1989/1990"
einer Analyse unterziehen wird.

Eingangs wird der Vorstandsvorsitzende der RAG, Bernd Tönjes,
als Vorsitzender des Stiftungskuratoriums die Stiftungsarbeit
des vergangenen Jahres resümieren. Begleitet und festlich
untermalt wird die Feier vom Klavierquartett des Musischen
Zentrums der Ruhr-Universität Bochum. Im Rahmen der
Festveranstaltung wird zudem das fotografische Werk des
Bochumer "künstlerischen Autodidakten", Norbert H. Wagner, mit
"Bildspuren des Industriebezirks", eröffnet werden. Im
Anschluss an das offizielle Programm wird zu einem Empfang
geladen.

Eine Anmeldung unter 0234/32-26332 oder hgr at rub.de ist
erforderlich.


INFO

Termin:
Freitag, 27. November 2009, Beginn: 18.30 h

Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Clemensstraße 17-19
44789 Bochum





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 24 11:17:50 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 24 Nov 2009 11:17:50 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_LWL-Roemermuseum_schlie=C3=9Ft_ab_Mon?=
=?utf-8?q?tag_=2830=2E11=2E2009=29_wegen_Renovierung?=
Message-ID: 4B0BC0DE.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 23.11.2009, 11:25


AKTUELL

LWL-Römermuseum schließt ab Montag wegen Renovierung

Das LWL-Römermuseum in Haltern am See ist noch bis
einschließlich Sonntag (29.11.) geöffnet. Zu sehen sind bis
dahin auch noch die "Legionen des Varus" in Form von 15.000
Spielzeugfiguren, das Wrack eines zehn Meter langen römischen
Lastkahns sowie eine virtuelle Schiffsfahrt zu den römischen
Truppenstandorten an der Lippe aus der Sonderausstellung
"Imperium". Ab Montag ist das LWL-Römermuseum vorübergehend
geschlossen, um die Dauerausstellung zu renovieren und zu
aktualisieren, Wiedereröffnung ist voraussichtlich im März 2010.


INFO

LWL-Römermuseum
Weseler Str. 100
45721 Haltern am See
Tel.: 02364 9376-0
URL: http://www.lwl-roemermuseum-haltern.de

Öffnungszeiten bis 29.11.2009:
Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Samstag und
Sonntag 10 bis 18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 24 11:20:56 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 24 Nov 2009 11:20:56 +0100
Subject: [WestG] [AUS] "Juedische Mathematiker in der
deutschsprachigenakademischen Kultur", Muenster, bis 09.12.2009
Message-ID: 4B0BC198.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 23.11.2009, 11:31


AUSSTELLUNG

Erinnerung an Flucht und Ermordung
Ausstellung "Jüdische Mathematiker" an der WWU eröffnet

"Die Ausstellung zeigt die Bedeutung des Beitrags jüdischer
Mathematiker zur Wissenschaft und zur Kultur. Sie führt uns vor
Augen, was wir verloren haben." Dies sagte der Dekan des
Fachbereichs Mathematik und Informatik, Prof. Dr. Dr. h.c.
Joachim Cuntz, am Sonntag, 22. November 2009, bei der Eröffnung
der Ausstellung "Jüdische Mathematiker" an der Universität
Münster.

Wie Prof. Cuntz erinnerten auch Ruth Frankenthal von der
Jüdischen Gemeinde Münster, Prorektorin Dr. Marianne Ravenstein
und Bürgermeisterin Beate Vilhjamsson an die Verfolgung und
Ermordung jüdischer Mathematiker während des
Nationalsozialismus und betonten die Bedeutung der Ausstellung
für die Universität und die Stadt Münster. Prof. Dr. Moritz
Epple von der Universität Frankfurt am Main gab eine Einführung
in die Ausstellung, die im Jahr der Mathematik 2008 auf eine
Tour durch Deutschland startete.


INFO

Die Ausstellung "Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen
akademischen Kultur" ist bis zum 9. Dezember 2009 im Foyer des
Hörsaalgebäudes am Hindenburgplatz 10-12 zu sehen. Sie ist
montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt
ist frei.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 24 11:12:38 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 24 Nov 2009 11:12:38 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Die lange Flucht des Charles Horowitz, Dorsten,
26.11.2009
Message-ID: 4B0BBFA6.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 24.11.2009, 10:25
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Die lange Flucht des Charles Horowitz
Vortrag im Jüdischen Museum Westfalen über ein jüdisches
Schicksal aus dem Ruhrgebiet

Am kommenden Donnerstag lädt das Jüdische Museum in Dorsten zu
einem biografischen Porträt ein: Als der Hochschuldozent und
Textilhändler Charles Horowitz (1892-1969) Anfang des Jahres
1933 mit seiner Familie die Stadt Oberhausen verließ, war dies
der Beginn einer langen Flucht. Sein Lebensweg und das
Schicksal seiner Familie sind geeignet, die dramatischen Wege
europäischer Juden im 20. Jahrhundert zu illustrieren:

Geboren in Galizien, besuchte Horowitz das Rabbinerseminar in
Krakau und zog mit seinen Eltern nach dem 1. Weltkrieg nach
Magdeburg. 1923 eröffnete Charles Horowitz ein Textilgeschäft
in Oberhausen - und gab seine Leidenschaft für judaistische
Studien nie auf. Als anerkannter Wissenschaftler arbeitete er
an der Universität Tübingen und am jüdischen Lehrhaus in
Berlin. Die Emigration 1933 führte zunächst nach Amsterdam,
dann nach Frankreich. Mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht
in Frankreich folgten für ihn Internierung, illegales Leben,
mehrere Fluchten und die Deportation seiner Frau.

Nach 1945 versuchte Horowitz seine beiden Standbeine -
Wissenschaft und Handel - in Lyon wieder aufzubauen; das
Anknüpfen an seine Vorkriegsforschungen gelang aber nicht.
Trotz großer Probleme kehrte er 1951 nach Deutschland zurück,
etablierte ein neues Textilgeschäft in Oberhausen und konnte
daneben an den Universitäten Münster und Bonn lehren. Auch in
den jüdischen Gemeinden wurde er aktiv. Im Alter von 71 Jahren
gelang es ihm, 1963 promoviert zu werden.

Die Referentin Katrin Dönges, geb. 1984, studierte Geschichte
und Politikwissenschaft an der Universität Düsseldorf und
schreibt zur Zeit ihre Magisterarbeit. Sie ist freie
Mitarbeiterin der Gedenkhalle Oberhausen.


INFO

Wann:
Donnerstag, 26. November 2009, 19.30 Uhr

Veranstaltungsort:
Jüdisches Museum Westfalen
Dorsten-Zentrum
Julius-Ambrunn-Str. 1 (Nähe Bahnhof)

Gebühr: 5 ? (Vereinsmitglieder 4 ?)

JÜDISCHES MUSEUM WESTFALEN
Postfach 100 622
46256 Dorsten
Tel.: 02362-45279
URL: www.jmw-dorsten.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 25 08:15:00 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 25 Nov 2009 08:15:00 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Kinder gehen auf "Expedition Dampf", Bielefeld,
04.12.2009
Message-ID: 4B0CE784.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Bielefeld"
Datum: 23.11.2009, 17:33


AKTUELL

Kinder gehen auf "Expedition Dampf"

Der Entwicklung von Eisenbahn und Dampfmaschine sind Kinder von
neun bis zwölf Jahren am Freitag, 4. Dezember, von 15.15 bis
16.45 Uhr im Historischen Museum auf der Spur. Im Rahmen der
Veranstaltung "Expedition Dampf - Von Eisenbahnen und
Dampfmaschinen" können die Kinder unter anderem ein
Knatterbootrennen veranstalten und ein eigenes kleines
Dampfschiff bauen. Dafür sollte jedes teilnehmende Kind ein
ausgeblasenes Ei mitbringen. Der Kostenbeitrag beträgt fünf Euro.


INFO

Historisches Museum der Stadt Bielefeld
Ravensberger Park 2
33607 Bielefeld

Anmeldung telefonisch unter:
Tel.: 0521 / 51-6333 oder 0521 / 51-3635.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 25 08:18:07 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 25 Nov 2009 08:18:07 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Heimatpflege im Kreis Soest, Heft 15/2009 erschienen
Message-ID: 4B0CE83F.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Kreis Soest"
Datum: 23.11.2009, 10:02


LITERATUR

Neues aus der Heimatpflege im Kreis Soest
Aktuelles Heft steht auf www.kreis-soest.de als Download zur
Verfügung

Eine bunte Mischung zur Heimatpflege bietet einmal mehr die
neue, diesmal 20 Seiten umfassende Ausgabe des
Mitteilungsblattes "Heimatpflege im Kreis Soest" (HeiKS), die
Kreisheimatpfleger Peter Sukkau jetzt vorgelegt hat. Im
Mittelpunkt steht der ausführliche Beitrag "Die Eisenbahnen im
Kreis Soest", den Raimund Burkert beigesteuert hat.

Weitere Artikel befassen sich mit dem Anröchter Judenfriedhof,
dem Landeswettbewerb 2009 "Unser Dorf hat Zukunft", der
Initiative DORV-Zentrum Völlinghausen, dem neuen
Hellweg-Pilgerweg Höxter-Soest-Bochum und Ausgrabungen an
neolithischen Großsteingräbern im Kreis Soest. Hans Rudolf
Hartung weist darauf hin, dass die Abenteuer des Soester
Jägerken jetzt leichter nachzulesen sind, weil Grimmelshausens
Schelmenroman "Simplicissimus" in zeitgemäßes Deutsch
übertragen worden ist, und stellt Vergleiche der Fassungen an.
Kreisarchivarin Beatrix Pusch stellt in bewährter Manier neue
Heimatliteratur vor. Personalien runden die Ausgabe ab: Gedacht
wird der verstorbenen Ortsheimatpflegerin von Lohne, Ursula
Witte, vorgestellt werden ihr Nachfolger Axel Droste und die
neuen Ortsheimatpfleger Ulrich Dalhoff (Bettinghausen) und
Rainer Geesmann (Rüthen-Kallenhardt).

Das Heft 15/2009 ist in den vergangenen Tagen an die
Heimatvereine und die Ortsheimatpfleger versandt worden.
Interessierte finden die Broschüre auch auf der Homepage des
Kreises Soest (www.kreis-soest.de/Freizeit und
Erleben/Kreisheimatpflege/Materialien zur Heimatpflege) als
pdf-Dokument.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 25 08:21:42 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 25 Nov 2009 08:21:42 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Geschichte aus dem Acker: Altertumsverein
Paderbornvergibt Meyerpreis an Archaeologin
Message-ID: 4B0CE916.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Marianne Witt-Stuhr" altertumsverein-paderborn.org>
Datum: 23.11.2009, 11:45


AKTUELL

Geschichte aus dem Acker
Altertumsverein Paderborn vergibt Meyerpreis an Archäologin

Viele Jahrhunderte ist es her, dass an der Burg Altenfels bei
Rösenbeck auch eine Kirche stand. Die regionale
Geschichtsforschung vermutete lange, dass es sich hier um einen
Gründungsbau des Klosters Bredelar handelte. Diese These ist
nun durch archäologische Untersuchungen widerlegt. "Wir haben
viele neue Ergebnisse, die die Zeit zwischen Gründung und
Zerstörung der Kirchwüstung in Brilon-Rösenbeck beleuchten",
sagt Grabungsleiterin Sonja Herzig. Sie wurde für ihre
wissenschaftliche Grundlagenforschung jetzt mit dem
Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis des Altertumsvereins
Paderborn ausgezeichnet. Im Briloner Rathaus fand am Sonntag
mit Bürgermeister Franz Schrewe und weiteren Ehrengästen die
Preisverleihung statt. "Wir freuen uns, dass wir erstmals auch
eine hervorragende Magisterarbeit berücksichtigen können",
erklärt Vereinsdirektor Hermann-Josef Schmalor.

Eine mittelalterliche Kirche und ihr Stifter

2003 untersuchten Archäologen unterhalb der Burgruine Altenfels
eine alte Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Als Sonja Herzig im
Jahr 2004 die Grabungsleitung übernahm, konzentrierte sie sich
vor allem auf den Innenraum und erforschte vor Ort auch ein
gemauertes Kopfnischengrab. "Wir konnten das Skelett
anthropologisch untersuchen und haben es mit der C14-Methode
genauer datiert. Daher können wir sagen, dass der Tote zwischen
1141 und 1152 hier in der Kirche begraben worden ist, "
berichtet die Archäologin. Ob es sich bei diesem Grab auch um
den Stifter dieser Kirche handelte, konnte bislang noch nicht
ermittelt werden. Vermutlich wurde die Kirche unterhalb der
Burg Altenfels zwischen 1122 und 1138 als herrschaftliche
Eigenkirche errichtet und schon gegen Ende des 12. Jahrhunderts
zerstört.

Förderpreis für wissenschaftlichen Nachwuchs

Hermann Josef Schmalor würdigte in seiner Ansprache die Arbeit
von Sonja Herzig als wichtigen Beitrag zur Regionalgeschichte.
Sie setze die Reihe der seit 1991 durch den Altertumsverein
ausgezeichneten Werke fort und entspreche insofern dem Anliegen
des Preises, hervorragende Arbeiten junger Historiker und
Historikerinnen zur Geschichte Ost- und Südwestfalens zu ehren.
Der Preis, der vom Altertumsverein bisher 19mal verliehen wurde,
ist mit einem Preisgeld von 2.500 Euro dotiert. Die Volksbank
Brilon unterstützte den wichtigen Förderpreis in diesem Jahr
mit 500 Euro. Bisher wurden zwei Habilitationen und 16
Dissertationen mit dem Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis
ausgezeichnet.

Jetzt bewerben...

Der nach dem Vereinsgründer Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer
benannte Preis des Altertumsvereins Paderborn wird seit 1991
verliehen. Er richtet sich an engagierte Nachwuchshistoriker
und wird für hervorragende Arbeiten zur Geschichte Ost- und
Südwestfalens vergeben. Die Auszeichnung ist mit 2.500 Euro
dotiert. Bewerbungen und Vorschläge (Arbeit in doppelter
Ausfertigung) müssen beim Vereinsdirektor oder bei der
Vereinsgeschäftsstelle eingereicht werden.

Die Satzung des Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preises kann hier
eingesehen werden:
http://www.altertumsverein-paderborn.org


INFO

Kontakt:
Dr. Hermann-Josef Schmalor, Vereinsdirektor

Altertumsverein Paderborn
Leostr. 21
33098 Paderborn
URL: http://www.altertumsverein-paderborn.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 26 10:51:41 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 26 Nov 2009 10:51:41 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Aus alten Lippearmen geborgen:
LWL-Archaeologenbegleiten Renaturierung der Lippe
Message-ID: 4B0E5DBD.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 25.11.2009, 13:29


AKTUELL

Aus alten Lippearmen geborgen
LWL-Archäologen begleiten Renaturierung der Lippe

Bei der Begleitung der Renaturierung der Lippe bei Lippstadt
(Kreis Soest) haben Archäologen des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) Keramikscherben und andere Objekte
geborgen, die bis zu 4000 Jahre alt sind.

Die ältesten Funde sind über 200 Scherben von groben,
dickwandigen Gefäßen. Weil der Ton der Scherben stark mit
Quarzgrus durchsetzt ist, können die LWL-Archäologen die
Gefäßreste in die Bronzezeit vor 4000 Jahren datieren. "Diese
Scherben füllen eine Lücke in der Überlieferung der Region um
Lippstadt, denn bislang waren nur Funde aus der vorangegangenen
Steinzeit und der nachfolgenden Eisenzeit bekannt", erklärt Dr.
Eva Cichy von der LWL-Archäologie für Westfalen die große
Bedeutung der Funde.

Maren Gaertner-Krohn entdeckte die Scherben auf dem Grund eines
Altarms der Lippe, als sie für die LWL-Archäologie die
Renaturierung der Lippe begleitete. Denn bei den Maßnahmen zum
Umbau des Flusses werden vom Bagger immer wieder ältere,
verlandete Altarme der Lippe angeschnitten, in denen
archäologische Funde eingebettet sind. Die Archäologin
beobachtete die Baggerarbeiten und untersuchte im Verdachtsfall
auch den Aushub genauer.

So barg sie aus den Ablagerungen eines weiteren Altarms der
Lippe noch typische Scherben der mittleren vorrömischen
Eisenzeit (4. bis 3. Jahrhundert v. Chr.), die das reiche
Fundbild für diese Zeit an der Lippe ergänzen. Weitere Funde
stammen aus dem Mittelalter, darunter ein silberner Soester
Pfennig aus der Zeit um 1200 und ein Beschlag eines
Schwertgurtes aus Bronze. Das mit Pflanzenornamenten reich
verzierte Stück gehört in die zweite Hälfte des 9. Jahrhunderts,
als die Region nach der Eingliederung in das Frankenreich
systematisch mit Siedlungen und Wegen ausgebaut wurde.

Hintergrund
"Diese Ergebnisse zeigen exemplarisch, wie wichtig es ist, die
zahlreichen Projekte zum naturnahen Umbau unserer Flüsse
archäologisch zu begleiten. Nur so lassen sich die hier
verborgenen Zeugnisse der Ur- und Frühgeschichte sichern, die
sonst unweigerlich verloren wären. Dabei können sie, wie jetzt
in Lippstadt, unser Wissen um unsere älteste Geschichte für
manche Regionen ganz wesentlich ergänzen. Denn die Gewässer
waren zu allen Zeiten ein zentraler Bestandteil der
menschlichen Siedlungsgeschichte", so Prof. Dr. Michael Baales,
der Leiter der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie für
Westfalen.

Die Renaturierung der westfälischen Fließgewässer im Rahmen der
EU-Wasserrahmenrichtlinie ist bei den Archäologen in Westfalen
ein aktuelles Thema. Wie die Lippe werden auch andere Flüsse
seit einigen Jahren umgebaut, um sie als natürlichen Lebensraum
für Tiere und Pflanzen wiederherzustellen und für einen
besseren Hochwasserschutz zu sorgen. Bei der Renaturierung der
Seseke und des Körnebachs im Kreis Unna zum Beispiel hatte ein
ehrenamtlicher Mitarbeiter des LWL menschliche Knochen mit
Beifunden entdeckt, die die Experten als Flussopfer
interpretieren.

Im Gebiet der Stadt Lippstadt konnten die Maßnahmen in diesem
Jahr erstmals begleitet werden, die Kosten trug die
Bezirksregierung Arnsberg. Die Renaturierung der Lippe wird in
den nächsten Jahren fortgesetzt, ihre Begleitung ist bereits
fest vereinbart.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 26 10:56:05 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 26 Nov 2009 10:56:05 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Dalheimer Advent: Musik- und Kinderprogramm/
BarockerBackofen wieder in Betrieb
Message-ID: 4B0E5EC5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 25.11.2009, 12:11


AKTUELL

Dalheimer Advent
Musik- und Kinderprogramm/ Barocker Backofen wieder in Betrieb

An allen vier Adventssonntagen lädt das LWL-Landesmuseum für
Klosterkultur ein, in der vorweihnachtlichen Hektik Ruhe zu
finden und einen Advent zu genießen, wie er ursprünglich
gedacht war: als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Auf dem
Programm im ehemaligen Kloster Dalheim (Kreis Paderborn) stehen
Konzerte, eine Märchenerzählerin, eine Himmelswerkstatt für
Kinder und ein kleiner Adventsmarkt. Erstmals wird an allen
vier Adventssonntagen der barocke Backofen im Museumsfoyer
wieder in Betrieb genommen.

Die Besucher erwarten am 1. Adventssonntag (29. November) um
14.30 Uhr adventliche Bläsermusik mit dem Bad Driburger
Bläserquartett und um 15.30 Uhr vorweihnachtliche Gesänge mit
dem elfköpfigen Vocalensemble "Euphonico" in der Klosterkirche.
Die jungen Musikstudentinnen aus Hannover, Düsseldorf, Essen,
Göttingen und Dortmund geben unter der Leitung von Annadora
Reimer Marienkompositionen und Adventslieder von Giovanni
Pierluigi da Palestrina (um 1525-1594), Knut Nystedt (*1915),
Diether de la Motte (*1928) und anderen. Ute Mandel erzählt um
14.30 und 16 Uhr Märchen nicht nur für Kinder in der
Klosterschule.

Kinder erkunden von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Himmelswerkstatt
zunächst die klösterlichen Skulpturenabgüsse der
Sonderausstellung ?In alter Frische?, um im Anschluss in der
Klosterschule ihre eigenen kleinen Gussformen und Abgüsse
herzustellen.

Ein Bäcker aus dem österreichischen Stift St. Florian reist an,
um den barocken Backofen im Museumsfoyer in Betrieb zu nehmen:
Seine feinen Backwaren sind Besuchern des Klostermarkts
bekannt. Ein kleiner Adventsmarkt im Ehrenhof bietet darüber
hinaus Weihnachtsliköre, Gebäck und Pralinen aus der Abtei
Königsmünster, Holzspielwaren, Kerzen und ab dem 2. Advent
original Dresdner Stollen aus dem Kloster Marienthal.

Das Wirtshaus Dalheimer Klosterbräu bietet beim Adventsbrunch
(11-15 Uhr) vorweihnachtliche Köstlichkeiten.

Es gilt der normale Museumseintritt, Kinder haben an diesem Tag
freien Eintritt. Bei Teilnahme am museumspädagogischen Programm
entstehen Materialkosten von 2 Euro pro Kind. Die Teilnahme an
einer öffentlichen Führung (13.30 Uhr und 15 Uhr) kostet 2,50
Euro pro Person zuzüglich Eintritt. Detailliertes Programm
unter http://www.kloster-dalheim.de.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 26 10:47:48 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 26 Nov 2009 10:47:48 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Elch,
Engel und Adventskalender: LWL-Volkskundlerentschluesseln alte und
neue Weihnachtstrends
Message-ID: 4B0E5CD4.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 25.11.2009, 12:00


AKTUELL

Elch, Engel und Adventskalender
LWL-Volkskundler entschlüsseln alte und neue Weihnachtstrends

Schon seit einigen Wochen stehen sie wieder in den Regalen und
warten auf den lang ersehnten Beginn der Vorweihnachtszeit:
Adventskalender, mit weihnachtlichen Bild-Motiven hinter den
Türchen, Schokolade zum Naschen oder kleinen Geschenken
gefüllt. Für die Erwachsenen ist der Adventskranz mit Äpfelchen,
roten Bändern und Kerzen verziert oder, ganz modern, aus
künstlichem Grün mit elektrischen Lichtern in bunten Farben
obligatorisch. Ohne Adventskalender und -kranz ist die
Vorweihnachtszeit kaum vorstellbar. Dabei sind beide Elemente
noch gar nicht so alt, wie Katrin Bauer,
Kulturwissenschaftlerin der Volkskundlichen Kommission für
Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL),
berichtet: "Der Adventskalender entstand erst im 19.
Jahrhundert, als Weihnachten sich immer mehr zum familiären
Schenkfest entwickelte und langsam den Nikolaustag als bis
dahin wichtigsten Geschenktermin für Kinder ablöste."

Zu Beginn verbreitete sich der Adventskalender vor allem in
protestantischen Familien, die mit ihm auch eine erzieherische
Funktion verbanden. "In christlichen Bildmotiven sollte den
Kindern die Weihnachtsgeschichte vermittelt werden und Tugenden
wie Geduldigkeit und Beherrschung geübt werden", so Bauer. In
katholischen Familien war das Strohlegen bekannter: Wenn sie
brav waren, durften die Kinder bis Weihnachten einen Strohhalm
in die Krippe legen. Am Heiligen Abend war die Krippe dann
gefüllt und das Christkind war weich gebettet. In Kamen (Kreis
Unna) kannte man noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts den
Adventsbaum: "Er war für uns Kinder eine große Freude, wir
sangen und tanzten um den Baum", berichtet eine Gewährsperson.
Der Adventsbaum war viel kleiner als der Weihnachtsbaum und mit
Kerzen und Bibelsprüchen geschmückt. Diese Sprüche mussten
häufig von den Kindern auswendig gelernt werden.

Auch der Adventskranz kam erst im 19. Jahrhundert auf: "Diese
Erfindung von Johann Hinrich Wichern, dem Begründer des Rauhen
Hauses für verwahrloste und verwaiste Kinder in Hamburg,
breitete sich über die Bethel-Einrichtungen im
Minden-Ravensberger Land nach Westfalen aus und gehört heute in
nahezu jeder Familie zur adventlichen Grundausstattung", so
Bauer. Gleiches gilt für den Weihnachtsbaum: "Obwohl er schon
seit dem Mittelalter im kirchlichen Kontext bekannt war, setzte
er sich als geschmückter Familienbaum erst im 19. Jahrhundert
allmählich durch und wurde erst durch den Deutsch-Französischen
Krieg 1870/71 zum Symbol für Frieden, Heimat und Behaglichkeit",
erklärt die Kulturwissenschaftlerin. "Weihnachten", so Bauer
weiter, "war und ist auch immer Ausdruck des Zeitgeistes. Auch
heute noch etablieren sich neue weihnachtliche Zeichen und
Symbole. Vor allem durch Medien, Industrie und Handel werden
Kulturmuster global verbreitet, bekommen überkonfessionelle
Bedeutung, und der skandinavische Elch gehört mittlerweile auch
bei uns fast genauso zu Weihnachten wie der Tannenbaum, der
Engel oder die Krippe" meint Bauer.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 26 11:55:29 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 26 Nov 2009 11:55:29 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Nur zur Weihnachtszeit: Prachthandschrift
derUnibibliothek im Dom, Muenster, 30.11.2009
Message-ID: 4B0E6CB1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 26.11.2009, 11:40


AKTUELL

Nur zur Weihnachtszeit: Prachthandschrift der Unibibliothek im
Dom
Festakt zur Herausgabe der Wohlfahrtsmarken mit Prominenz aus
Politik und Kirche

Unter prominenter Beteiligung findet am Montag, den 30.
November 2009, um 12 Uhr im Dom zu Münster ein Festakt statt.
Anlass ist das Erscheinen der "Sonderpostwertzeichen-Serie
Weihnachten 2009". Die Motive der Marken - zwei Bildinitialen
mit Motiven aus der biblischen Weihnachtsgeschichte - stammen
aus dem "Hoya Missale", einer der wertvollsten Handschriften
der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB). Erwartet
werden unter anderem der Parlamentarische Staatssekretär im
Finanzministerium, Steffen Kampeter, sowie der Präses der
Evangelischen Kirche von Westfalen, Pfarrer Alfred Buß, der
auch den Festvortrag hält. Der Festakt bildet zugleich den
Auftakt für eine Ausstellung des prachtvoll gestalteten
gotischen Messbuchs in der Domkammer. Dort wird das Werk aus
dem frühen 15 Jahrhundert, das sonst in den Sondermagazinen der
ULB verwahrt wird, noch bis zum 6. Januar öffentlich zu sehen
sein.

"Das Besondere am 'Hoya Missale' ist die handwerkliche und
künstlerische Darstellung der Bilderhandschriften", erklärt
Reinhard Feldmann, Leiter des Dezernats Historische Bestände
der ULB. Das prachtvolle gotische Messbuch mit 56 Bildinitialen
und einer reichen Initial- und Randornamentik zählt zu den
Meisterwerken des goldenen Zeitalters der holländischen
Buchmalerei. Fachleute datieren die wahrscheinlich aus Utrecht
stammende Pergamenthandschrift in das Jahrzehnt zwischen 1420
und 1430 und schreiben es der Schule der sogenannten "Meistern
des Zweder van Culemborg" zu. Der Name "Hoya Missale" geht auf
den ersten nachweisbaren Eigentümer zurück: Johann von Hoya,
Fürstbischof von Osnabrück seit 1553 und von Münster seit 1556.
Ein Wappen des Namensgebers ist zusammen mit den Wappen der
Bistümer Münster und Osnabrück als Beschlag auf dem Einband
angebracht.

Seit 1969 erscheinen jedes Jahr zur Weihnachtszeit zwei mit
einem weihnachtlichen Motiv gestaltete Wohlfahrtsmarken. Die
Motive aus dem "Hoya Missale" der ULB schmücken damit die
vierzigsten Sonderpostwertzeichen ihrer Art. Bereits seit 1949
geht der Erlös der stets mit einem Zuschlag verkauften
Wohlfahrtsmarken an das Sozialwerk Wohlfahrtsmarken - einem
Zusammenschluss aller großen Wohlfahrtsverbände von der
Arbeiterwohlfahrt bis hin zu den kirchlichen
Wohlfahrtverbänden. Das Bundesfinanzministerium ist in
Deutschland verantwortlich für die Herausgabe von Briefmarken.
Im Dom übergibt daher der Parlamentarische Staatssekretär
Kampeter in einem symbolischen Akt feierlich die zwei
Briefmarken im Wert von jeweils 45(+20) und 55(+25) Cent an die
Mitglieder des Sozialwerks.

Sowohl Steffen Kampeter als auch Alfred Buß sind an der WWU
Münster gut bekannt: Der gebürtige Mindener Kampeter studierte
hier Volkswirtschaftslehre und arbeitete als Wissenschaftler am
Institut für Verkehrswissenschaft. Buß erhielt erst im Juni
dieses Jahres die Ehrendoktorwürde der
Evangelisch-Theologischen Fakultät wegen seiner Verdienste um
den offenen Dialog der Evangelischen Kirche mit anderen
Bildungsträgern in Westfalen.

Die Ausstellung im Dom zeigt die Originalseiten der für die
Briefmarken verwendeten Motive: die Anbetung des Kindes im
Stall durch Maria sowie die Anbetung des Kindes durch die
heiligen drei Könige. Damit die Präsentation der Bildmotive den
aktuellen Festtagen entspricht, wird das Messbuch am Montag,
den 28. Dezember 2009, voraussichtlich gegen 14 Uhr
umgeblättert. Hierbei wird es von fachkundiger Hand aus der
Vitrine genommen und präsentiert. Reinhard Feldmann wird dann
auch für Fragen rund um das Thema "Hoya Missale" zur Verfügung
stehen.





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Nov 26 15:27:44 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 26 Nov 2009 15:27:44 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BPORT=5D_Online-Film_=C3=BCber_das_Sozialwerk?=
=?utf-8?q?_Stukenbrock=2C_1962?=
Message-ID: 4B0E9E70.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Marcus Weidner"
Datum: 26.11.2009, 15:10


Neu im Internet-Portal "Westfälische Geschichte"

Am 24.01.1948 wurde das Internierungslager für deutsche Kriegsgefangene
und NS-Führungskräfte "Eselsheide? (Civil Internment Camp, CIC No. 7)
in der heutigen Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock, zwischen Bielefeld
und Paderborn in der Senne gelegen, von der Britischen Militärregierung
offiziell an das Land Nordrhein-Westfalen übergeben. Angesichts der
Überfüllung der nordrhein-westfälischen Lager durch die aus den
deutschen Ostgebieten und der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) nach NRW
strömenden Flüchtlingsmassen, hatte das Land keine Möglichkeiten, um
insbesondere die noch in Dänemark verbliebenen Personen oder die Kranken
aus den ehemaligen deutschen Gebieten im heutigen Polen unterzubringen.
Das Lager "Eselsheide", um dessen Rückgabe das Sozialministerium bei der
Britischen Militärregierung nachsuchte, sollte neue Kapazitäten
schaffen. In der Folgezeit entstand mit dem "Sozialwerk Stukenbrock"
eine kleine Stadt mit eigener Infrastruktur und zahlreichen Pflege- oder
Bildungseinrichtungen, durch die bis zur Auflösung Ende 1969 rund
150.000 Flüchtlinge und Vertriebene geschleust wurden.

Im Mittelpunkt des neuen Beitrags von Gerd Plückelmann und Marcus
Weidner für das Internet-Portal "Westfälische Geschichte" steht der rund
28minütige Farbfilm "Brücke zur neuen Heimat" von Udo Plückelmann aus
dem Jahre 1962, der die verschiedenen Einrichtungen des Lagers und
Impressionen des Lagerlebens zeigt. Das Internet-Portal zeigt diesen
Film online in voller Länge in einer von Gerd Plückelmann restaurierten
Fassung.

URL: http://www.westfaelische-geschichte.de/web869



-----------------------------------------------------------------------
Dr. Marcus Weidner
Wissenschaftlicher Referent
Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Karlstr. 33
48147 Münster, Deutschland
Tel.: 0251 / 591-5691
Fax: 0251 / 591-3282 (mittwochs)
Fax: 02921 / 3444828
marcus.weidner at lwl.org
http://www.westfaelische-geschichte.de
http://www.lwl-regionalgeschichte.de

-------------- nächster Teil --------------
Ein eingebundener Text mit undefiniertem Zeichensatz wurde abgetrennt.
Name: Dr. Marcus Weidner.vcf
URL:





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Nov 26 18:26:03 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 26 Nov 2009 18:26:03 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Uebergabe der Jostberg-Kirchenruine an die
StadtBielefeld, 13.12.2009
Message-ID: 4B0EC83B.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: Dr. Altenberend, Johannes jaltenbe at uni-bielefeld.de
Datum: 26.11.2009, 17:18


AKTUELL

Übergabe der Jostberg-Kirchenruine an die Stadt Bielefeld


die Instandsetzung und Restaurierung der Kirchenruine St. Jodokus am
Jostberg vor den Toren der Stadt Bielefeld ist abgeschlossen. Damit wird
ein Vorhaben vollendet, das der Historische Verein für die Grafschaft
Ravensberg seit 1912 verfolgt hat. Nachdem in den 1990er Jahren der
spätmittelalterliche Chorraum von Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft
Archäologie freigelegt worden ist, ist nun der gesamte Kirchenraum
sichtbar; die Außenmauern sind teilweise aufgemauert, fehlende Steine
behutsam ergänzt und die Altarreste gesichert worden. Viele Besucher
haben überrascht die gesamte Ausdehnung der Kirche und die sakrale
Wirkung des Raumes in der Umgebung des Waldes wahrgenommen.

Der Historische Verein hat in Absprache mit anderen Beteiligten die
Planung und Organisation der Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten
übernommen. Nun wird das fertig gestellte Bodendenkmal der Stadt
Bielefeld und ihren Bürgern und Bürgerinnen übergeben. Zudem gilt es
Dank zu sagen, denn die Stadt hat das Gelände erworben und zum Gelingen
des Projekts haben neben der Baufirma A. Kramp aus Lemgo die
LWL-Archäologie, die Stadtverwaltung sowie katholische und
protestantische Gemeinden und vor allem auch Bürger und Bürgerinnen
beigetragen.

Die Übergabefeier an die Stadt Bielefeld findet statt am

Sonntag, 13. Dezember 2009, 14.30 Uhr an der Kirchenruine am Jostberg.


Im Anschluß werden ein ökumenischer Impuls durch Vertreter der beiden
beteiligten Kirchen sowie eine Führung über die Anlage folgen.

Herzlich willkommen sind auch Familienmitglieder, Freunde und Bekannte.

Historischer Verein für die Grafschaft Ravensberg
Rohrteichstr. 19, 33602 Bielefeld
Internet: www.hv-ravensberg.de
E-Mail: info at hv-ravensberg.de
Tel. 0521/512469
Fax 0521/516844
Sparkasse Bielefeld, BLZ 480 501 61
Kto.Nr. 72 504 277





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 26 10:58:21 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 26 Nov 2009 10:58:21 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Gro=C3=9Fer_Adventskalender_im_LWL-Mu?=
=?utf-8?q?seum_fuer_Naturkunde?=
Message-ID: 4B0E5F4D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 25.11.2009, 13:18


AKTUELL

Geschenke warten auf Museumsbesucher:
Großer Adventskalender im LWL-Museum für Naturkunde

In der Vorweihnachtszeit gibt es im LWL-Museum für Naturkunde
in Münster einen großen Adventskalender mit Geschenken für die
Besucher. Museumsdirektor Dr. Alfred Hendricks: "Täglich darf
ein Besucher ein Türchen öffnen. Wir haben für Kinder, ganze
Schulklassen, Erwachsene und auch für Familien etwas versteckt."

Der Kalender ist mit einem Wintermotiv geschmückt und steht im
Foyer des Museums. Die Mitarbeiter des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) haben den zwei mal drei Meter großen
Adventskalender erstmals 2007 mit viel Engagement in
Eigenarbeit aufgestellt. "Die Resonanz war überwältigend, so
dass wir den Kalender auch in diesem Jahr wieder aufstellen",
so Hendricks.

Was sich hinter den Türen versteckt, soll bis zum Schluss eine
Überraschung bleiben. Dennoch verrät der Museumsdirektor, dass
die Türchen zum Beispiel Spiele, Bücher und Stofftiere aus dem
Museumsshop und ebenso Objekte aus den
LWL-Präparationswerkstätten frei geben werden.

Die Ursprünge der Adventskalender lassen sich in Deutschland
bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Sie zeigen die im
Dezember verbliebenen 24 Tage bis Weihnachten an.


INFO

Das LWL-Museum für Naturkunde an der Sentruper Str. 285 in
Münster hat dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Eintritt Kinder 2, Euro, Erwachsene 3,50 Euro , Familien 8
Euro. Auskunft zu den Museumsangeboten unter Telefon 0251 591-05.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 26 11:01:47 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 26 Nov 2009 11:01:47 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Spies, Britta / Stambolis,
Barbara: Schuetzenfeste inWestfalen
Message-ID: 4B0E601B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 26.11.2009, 10:00


LITERATUR

Schützenfeste in Westfalen im Fokus der Kulturwissenschaft
LWL-Volkskunde veröffentlicht Bildband zur Schützengeschichte

Was wäre Westfalen ohne seine Schützenfeste? Nach wie vor sind sie
vielerorts der Höhepunkt des Jahres. Die Volkskundliche Kommission für
Westfalen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat jetzt einen
Bildband zur Schützengeschichte herausgegeben, der neben Bekanntem auch
überraschende Perspektiven und ungewöhnliche Einblicke in die
Schützenbräuche der vergangenen 100 Jahre gewährt.

Die Vereine, die die Schützenfeste ausrichten, gehören in Westfalen zu
jedem Dorf und jedem Stadtteil dazu. Daher ist die Zahl der Fotos von
Festumzügen, vom Vogelschießen, vom Schützenkönig und seinem Hofstaat
oder von den Vor- und Nachbereitungen der Feste kaum zu überblicken.
Allein die LWL-Kommission verfügt über mehr als 5000 Fotos, die etwas
mit Schützenbräuchen zu tun haben.

Die Kulturwissenschaftlerinnen Britta Spies und Barbara Stambolis haben
diese und andere Bildsammlungen gesichtet und ausgewertet.
"Herausgekommen ist dabei eine einmalige Publikation, der es gelingt,
das Bekannte auf andere Weise, in anderen Zusammenhängen zu zeigen. So
ergeben sich überraschende Perspektiven und ungewöhnliche Einblicke in
die Schützenbräuche, die auch diejenigen begeistern werden, die glauben
schon alles zum Thema zu kennen und zu wissen", zeigt sich die
Geschäftsführerin der Volkskundlichen Kommission Christiane Cantauw
beeindruckt von der Arbeit der beiden Autorinnen.

"Ich habe es genossen, das Buch einfach einmal in Ruhe durchzublättern.
Die Fotografien sind in der Tat mit großer Sorgfalt ausgewählt worden.
Gerade in der Zusammenschau ergeben sich spannende und aufschlussreiche
Einblicke in den Komplex 'Schützenfest'. Die gut recherchierten Texte
bringen den Laien die Materie näher und haben auch den Kennern Neues zu
bieten", so Cantauw weiter.

Britta Spies als wissenschaftliche Leiterin des Schützenmuseums in
Neuss und die Historikerin Barbara Stambolis, die wissenschaftlich
bereits zum Thema gearbeitet hat, waren geradezu prädestiniert für
dieses Thema. "Über 100 Jahre westfälische Schützengeschichte werden in
Wort und Bild wieder lebendig. Wir wollten keine Schützenchronik
schreiben, sondern ein Buch, das Schützen und Nicht-Schützen
gleichermaßen interessieren dürfte", erklärt Britta Spies. Barbara
Stambolis ergänzt: "Die Arbeit an diesem Buch hat uns ganz viel Freude
gemacht, weil die Fotografien eine ganz andere Sicht auf das Geschehen
gewähren, die auch uns als Autorinnen fasziniert hat."


INFO

Schützenfeste in Westfalen.
Bekannte Ansichten - ungewohnte Einblicke
von Britta Spies und Barbara Stambolis
144 Seiten, 212 Fotos
Ardey-Verlag, Münster, 19,90 Euro ISBN 9783870232665.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 30 09:15:10 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 30 Nov 2009 09:15:10 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Haunfelder_=C3=BCberreicht_neues_Werk?=
=?utf-8?q?_mit_Biografien_aus_dem_kaiserlichen_Reichstag_an_Regierungspra?=
=?utf-8?q?esident_Dr=2E_Paziorek?=
Message-ID: 4B138D1E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle BR Münster"
Datum: 27.11.2009, 13:53


AKTUELL

Haunfelder überreicht neues Werk mit Biografien aus dem
kaiserlichen Reichstag an Regierungspräsident Dr. Paziorek

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek empfing heute (27.
November) den münsterschen Historiker und bekannten deutschen
Parlamentsforscher Dr. Bernd Haunfelder zur Vorstellung seines
soeben erschienenen Biographischen Handbuchs über die
konservativen Abgeordneten des Deutschen Reichstags von 1871
bis 1918. Der Einladung des Regierungspräsidenten waren auch
der aus Nottuln stammende Jasper Freiherr von Maltzan-Vanselow
und seine Ehefrau Brigida gefolgt. Aus der Adelsfamilie
stammten allein sieben konservative Reichstagsabgeordnete, ein
in der Geschichte des Parlaments einmaliger Vorgang.

Haunfelder hat mit dem jetzt vorgelegten und im Verlag
Aschendorff erschienenen Band seine Reihe biographischer
Darstellungen über den kaiserlichen Reichstag abgeschlossen.
Das Buch enthält 548 kurze Lebensbeschreibungen der
konservativen Abgeordneten. Vor zehn Jahren erschien bereits
ein Handbuch über die katholische Zentrumsfraktion und 2004 ein
Buch über die liberalen Fraktionen. Die drei Standardwerke
enthalten zusammen rund 2200 Abgeordnetenbiographien. Die
SPD-Mitglieder waren schon früher von einem anderen
Wissenschaftler veröffentlicht worden.

Die konservativen Parteien, die Deutschkonservativen und die
Freikonservativen, auch Deutsche Reichspartei genannt, die mit
dem Ende des Kaiserreichs untergingen und schon Jahre zuvor auf
der politischen Bühne mit Ausnahme ihres agrarischen Flügels im
Bund der Landwirte keine große Rolle mehr spielten, hatten ihr
Stammland in den preußischen Ostprovinzen, besonders in Ost-
und Westpreußen sowie in Brandenburg und Pommern. Allein 426
der 548 Parlamentarier stammten aus Preußen, zahlreiche aus
Sachsen, aber nur wenige aus Süddeutschland.

Sie waren daneben auch in verschiedenen streng protestantischen
Gegenden, so in Mecklenburg, der Heimat der Freiherrn von
Maltzan, vertreten, hatten aber im Westen nur in
Minden-Ravensberg über mehrere Jahre Anhänger um sich scharen
können. Hier kandidierte der auch in den eigenen Reihen
aufgrund seiner militanten antisemitischen Reden umstrittene
Pastor Adolf Stoecker. Die seinerzeit prominenten Namen der
konservativen Parteieliten sind, mit Ausnahme Ludwig von
Gerlachs oder Hans von Kleist-Retzows, Stoeckers und des
kurzzeitigen Abgeordneten Wolfgang Kapp, längst vergessen.
Interessant war der Hinweis Haunfelders, dass in vielen
katholischen Regierungsbezirken Preußens nie ein konservativer
Kandidat gewählt worden war und in Münster weder ein
Konservativer noch ein Liberaler.

Regierungspräsident Dr. Paziorek, dessen Vorfahren aus
Westpreußen und Oberschlesien stammen, und der sich als
alterfahrener Abgeordneter mit 17-jähriger Zugehörigkeit zum
Deutschen Bundestag für die deutsche Parlamentsgeschichte
interessiert, vernahm die Ausführungen Haunfelders mit großem
Interesse. Der Historiker beschrieb anschaulich das schillernde
und keineswegs geschlossene Auftreten beider Parteien, die
großen Differenzen zwischen Reichskanzler Bismarck und seinen
konservativen Standesgenossen seit 1866 sowie die Entwicklung
des konservativen Lagers. Vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs
wurde es eigentlich nur noch als ein Anhang des aggressiv
nationalistischen Bundes der Landwirte wahr genommen. Dennoch
hätten manche konservative Forderungen, wie beispielsweise die
zum Schutz des arbeitsfreien Sonntags, die Jahrzehnte
überdauert, hob Haunfelder hervor.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 30 10:09:42 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 30 Nov 2009 10:09:42 +0100
Subject: [WestG] [AUS] LWL-Museen zeigen 29 Ausstellungen: Von "Helden"
ueber"Ruhrgebietsritter" und den "Planet Westfalen" bis zu
"Tierender Bibel"
Message-ID: 4B1399E6.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 27.11.2009, 13:50


AUSSTELLUNG

LWL-Museen zeigen 29 Ausstellungen:
Von "Helden" über "Ruhrgebietsritter" und den "Planet
Westfalen" bis zu "Tieren der Bibel"

Münster (lwl). Die 17 Museen des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) planen für das kommende Jahr 29
Sonderausstellungen:

Ob Siegfried oder Superstar: Jede Zeit macht ihre Helden. Aber
wie entstehen Helden? Welche Interessen stecken dahinter?
Brauchen wir heute überhaupt noch Helden? Mit diesen Fragen
beschäftigt sich die Ausstellung "HELDEN. Von der Sehnsucht
nach dem Besonderen" (12. März bis 21. Oktober) die der LWL in
Zusammenarbeit mit der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 im
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen (Ennepe-Ruhr Kreis)
zeigt. Das Hattinger Heldenpanorama erzählt die Geschichten von
Machern und Medien, von Arbeitern und Unternehmern, großen
Sporthelden und Helden des Alltags. Die spannend inszenierte
Reise führt von der Antike bis zur Gegenwart, von Herkules bis
zu Lara Croft, und sie führt tief ins Herz des Ruhrgebietes.

Die HELDEN-Werkstatt ist ein begleitendes Schulprojekt zur
HELDEN-Ausstellung. Im Rahmen von Bildungspartnerschaften haben
sich Schüler von mehr als 30 Schulen im Ruhrgebiet kreativ und
fächerübergreifend mit dem Thema "Helden" auseinandergesetzt.
So meißelten Schüler Heldensymbole in Stein, führten Interviews
und forschten in Archiven. Eine Auswahl der Arbeiten wird in
die große Heldenschau integriert. Die gesamten Ergebnisse
präsentiert das LWL-Industriemuseum vom 18. April bis 31.
Oktober in einer eigenen Kinder- und Jugendausstellung im
historischen Teil der Gebläsehalle.

LWL-Museum für Archäologie, Herne
Unter dem Titel "AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"
präsentiert das LWL-Museum für Archäologie in Herne vom 27.
Februar bis zum 28. November die größte Mittelalterausstellung,
die bisher im Ruhrgebiet gezeigt wurde. Im Jahr 1225 kommt der
Kölner Erzbischof Engelbert, einer der mächtigsten Männer des
Reiches, während eines Überfalls bei Gevelsberg im heutigen
Ruhrgebiet ums Leben. Wie dieser Mord die ganze Ruhrregion
veränderte - das ist Ausgangspunkt und Leitmotiv der
Ausstellung. Etwa 800 Ausstellungsstücke wie Waffen, Rüstungen,
goldene Reiliquiare und Kochgeschirr zeigen, wie die Menschen
im 13. Jahrhundert lebten. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist
der über 20 Meter hohe Nachbau einer ?Motte? genannten
Turmhügelburg, die im 13. Jahrhundert weit verbreitet war.
Keine dieser großen Holzwohntürme auf einem Erdhügel ist heute
noch erhalten.

LWL-Freilichtmuseum Detmold
Unter dem Titel "Planet Westfalen 2010" beschäftigt sich das
LWL-Freilichtmuseum Detmold (Kreis Lippe) während der gesamten
Saison (1. April bis 31. Oktober) im Jahr seines 50-jährigen
Bestehens mit den Geschichten der Menschen, die aus anderen
Ländern nach Westfalen kamen oder die aus Westfalen in die
Fremde auswanderten. Alltagsgeschichten aus der Bevölkerung,
Exponate aus dem Magazin des größten deutschen Freilichtmuseums,
Baustile und Dekore, Pflanzensorten und Tierarten verraten den
Besuchern ihre wahre Herkunft. Im Jubiläumsjahr verwandelt sich
die Ausstellungsscheune in ein Panoptikum der besonderen Art.
Menschen und Gegenstände, die in ganz verschiedenen Epochen
nach Westfalen gekommen sind oder ihre westfälische Heimat
verlassen haben, erzählen von Einzelschicksalen, Familien- oder
gar Völkerbewegungen. Ergänzt werden die Museumsexponate durch
einen aktuellen Aufruf in der Bevölkerung. Das Museum ist auf
der Suche nach Geschichten und Fotos, die erzählen, welche
Alltagsgegenstände Menschen in Westfalen von ihren Eltern,
Großeltern oder Urgroßeltern geerbt haben.

LWL-Freilichtmuseum Hagen
Auch das LWL-Freilichtmuseum Hagen feiert im kommenden Jahr
sein 50-jähriges Bestehen. Dazu erzählt das Museum von 8. Mai
bis 31. Oktober in der Ausstellung "MUSEUMSREIF - Als Handwerk
und Technik ins Museum kamen" anhand wertvoller Exponate die
Gründungsgeschichte des Museums. Außerdem können die Besucher
in der Ausstellung viele Kulturschätze entdecken, die in den 50
Jahren der Museumsgeschichte in die Sammlung aufgenommen wurden
und normalerweise für Besucher nicht zugänglich sind.

In der Ausstellung "50 Meisterwerke" zeigt das
LWL-Freilichtmuseum Goldschmiede-Meisterstücke aus Westfalen
der vergangenen 50 Jahre. Die Sonderausstellung ist ab Juli im
Goldschmiedehaus des Museums zu sehen.

LWL-Museum für Naturkunde, Münster
Die neue Sonderausstellung "Tiere der Bibel" zeigt ab Mitte
2010 bis zum Februar 2011 anhand von bekannten und weniger
bekannten Passagen der Bibel, wie wichtig die Tiere für den
Menschen waren, wozu sie dienten und welche Symbolik sie
erfüllten. Die Besucher des LWL-Museums für Naturkunde in
Münster erfahren, wieso in der Bibel Hasen Wiederkäuer sind,
weshalb ein Esel ein gar königliches Reittier war und warum
manche von ihnen sogar sprechen konnten. Es warten
paradiesische Zustände, heilende Schlangen, eine Löwengrube und
ganz aktuelle Plagen auf die Besucher der rund 700 Quadratmeter
großen Sonderausstellung.

"Messel on Tour" macht von Juni 2010 bis Mai 2011 Halt im
LWL-Museum für Naturkunde. Im Zentrum der Wanderausstellung der
Messel-Sammlung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt stehen
die weltberühmten Funde der Fossillagerstätte "Grube Messel",
die 1995 in die Liste der Weltnaturerbe-Denkmäler der UNESCO
aufgenommen wurde. Ihre hervorragende Erhaltung - vielfach sind
selbst Haare, Hautschatten oder Inhalte des Magen-Darm-Traktes
erkennbar - machen diese Fossilien zu ?Kunstwerken der Natur?,
die gleichzeitig eine detaillierte Rekonstruktion eines
tropisch-subtropischen Lebensraumes und seiner Bewohner vor ca.
47 Millionen Jahren erlauben.

Noch bis zum 11. April 2010 beleuchtet die Ausstellung "Vom
Faustkeil zum Mikrochip" auf rund 1.000 Quadratmetern die
uralten Fragen nach dem "Woher kommen wir und wohin gehen wir?"
aus neuen, oftmals überraschenden Perspektiven. Am Skelett von
Lucy, einem der berühmtesten Fossilien der
Menschheitsgeschichte, wird der Übergang des Lebensraumes vom
Regenwald in die Savanne vor über 3 Millionen Jahren erkennbar.
Im Angesicht von zwei Urmenschen, die sich am wärmenden Feuer
über die Themen des Tages austauschen, können die Besucher -
dem Mikrochip sei Dank - aus der neuen Sonderausstellung Grüße
in die weite Welt verschicken.

Ein Großteil der Schau wandert anschließend ins
Naturkundemuseum Kassel, wo die Sonderausstellung dann etwas
verkleinert ab Oktober 2010 zu sehen sein wird.

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster
Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt vom
2. Dezember 2009 bis zum 14. März 2010 eine Ausstellung mit
Werken von Rune Mields, die der LWL mit dem
Konrad-von-Soest-Preis 2009 auszeichnet. "Ausgezeichnet wird
das Lebenswerk einer Konzeptkünstlerin der ersten Stunde, die
einen weiten kulturhistorischen Horizont in ihr Werk integriert
und nicht zuletzt dadurch einen nachhaltigen Einfluss auf die
jüngere Künstlergeneration ausübt", begründete die Jury ihre
Wahl. Ihre Bildserien zu mathematischen Regelsätzen und zum
Verhältnis von Zeichen und Sprache verfolgen Themenfelder wie
Mathematik, Musik, Logik sowie Mythen früherer Hochkulturen.

Die Ausstellung "Grund" mit Werken von Christoph Worringer ist
vom 7. März bis 30. Mai 2010 im LWL-Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte zu sehen. In seinen Bildern verbindet der 1976
geborene Worringer intensive Personenstudien mit einer
rätselhaften Emblematik aus Umwelt, Landschaft und Interieur.
Der Betrachter sieht sich in eine Welt versetzt, in der die
vertrauten Realien einer merkwürdigen, fast traumatischen
Ordnung unterstehen. Mit großformatigen Abbildungen sind die
farbintensiven Leinwandbilder detailgetreu wiedergegeben. Der
Katalog verfolgt erstmals die Entwicklung des Werkes von 2003
bis heute und zeigt so die außergewöhnliche Komplexität seiner
malerischen Metaphern.

Ab dem 10. Oktober 2010 zeigt das LWL-Landesmuseum unter dem
Titel "Wolke und Tagtraum" eine Ausstellung mit Werken von
Blinky Palermo. Außerdem sind für das kommende Jahr noch
Studioausstellungen mit Werken von Wedewer und Thomas Wrede
sowie mit Grafiken aus dem Porträtarchiv Diepenbroick geplant.

In der Sonderausstellung "Max Ernst lässt grüßen." Peter
Schamoni begegnet Max Ernst präsentiert Schamoni, der
zahlreiche Filme über den bekannten Surrealisten Max Ernst
gedreht hat, noch bis zum 31. Januar 2010 Originale,
Filminstallationen, Raumgestaltungen und dialogischen Medien.

Während des Umbaus präsentiert das LWL-Landesmuseum für Kunst
und Kulturgeschichte unter dem Titel "Aufgemischt" eine Auswahl
der Hauptwerke aus einer neuen Perspektive. Die Ausstellung
zeigt die Kunstwerke nicht mehr chronologisch gegliedert,
sondern epochenübergreifend im Dialog. Thematische, formale
sowie Stimmung und Gefühl erzeugende Gemeinsamkeiten sind
Kriterien für ihre Auswahl und Gruppierung.

LWL-Landesmuseum für Klosterkultur, Dalheim
Nach mehr als zweijähriger Bauzeit eröffnet das
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur Ende Juni 2010 seine neue
Dauerausstellung. Unter dem Titel "Eingetreten! 1.700 Jahre
Klosterkultur" präsentiert das europaweit einzigartige Haus des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf mehr als 2.000
Quadratmetern neuer Ausstellungsfläche eine umfassende Schau
rund um 1.700 Jahre Klosterkultur. Der Titel ist dabei
Programm. Denn mit ihm verbinden sich nicht nur der Eintritt in
eine neue Epoche des Dalheimer Museums und der Eintritt der
Besucher ins Museum, sondern auch der wohl wichtigste Schritt
im Leben einer jeden Ordensfrau und eines jeden Ordensmannes.

Wer ins Kloster eintritt, der lässt sein bisheriges Leben
hinter sich, um ein neues Leben in der klösterlichen
Gemeinschaft aufzunehmen. Auf diese Weise nimmt Klosterkultur
seit mehr als 1.500 Jahren ihren Lauf. Der Geschichte und
Vielfalt dieser klösterlichen Kultur spürt das LWL-Landesmuseum
mit seiner neuen Daueraustellung nach. Ziel ist es, einen
ebenso lebendigen wie fundierten Einblick in das zu geben, was
Klosterkultur früher und heute, in Dalheim und ganz Europa,
bedeutet. Dabei bleibt das ehemalige Kloster Dalheim mit seiner
mittelalterlichen Klausur das wichtigste Exponat. Ausgehend von
den historischen Gegebenheiten werden Raum und Funktion mit
modernen Mitteln und Inszenierungen erlebbar gemacht; darunter
zum Beispiel Kapitelsaal (Versammlungsstätte), Refektorium
(Speisesaal), Skriptorium (Schreibstube) oder Kalefaktorium
(Wärmestube), aber auch Küche, Bibliothek oder Vorratskeller.

Zwei weitere maßgebliche Teile des barocken Konventgartens
werden darüber hinaus wiederhergestellt. Die bewirtschaftete
Gartenfläche des Museums wird damit mehr als verdoppelt, die
Funktionsweise der Klosteranlage damit eindrucksvoll
unterstrichen. Die Schau in den neu errichteten Obergeschossen
des Süd- und Ostflügels stellt die Geschichte und Entwicklung
der Klosterkultur in den Vordergrund. Vom Beginn der
Wüstenväter über die ersten klösterlichen Gemeinschaften, die
Reformen des Mönchtums bis in die Gegenwart zeigt sie die
Entwicklungen einer Kultur, die stets durch ein regelhaftes
Leben in Verzicht und Stille gekennzeichnet ist, zu der aber
immer auch mehr gehört als das benediktinische "Ora et labora"
(lat. "Bete und arbeite").

LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, Dortmund
"Viel Stoff" gibt es in der gleichnamigen Ausstellung vom 29.
November 2009 bis April 2010 im LWL-Industriemuseum Zeche
Zollern in Dortmund zu sehen. Im Mittelpunkt stehen dabei
textile Muster und Musterbücher aus der Zeit von 1900 bis 2000.
Dazu gehören filigrane Spitzen, brillante Stoffdrucke,
farbenfrohe Entwürfe für Kleiderstoffe und Heimtextilien, aber
auch solide Küchentücher aus Leinen und Baumwolle aus der
Mustersammlung des LWL-Industriemuseums. Der Fundus umfasst
teils große, teils kleinere Nachlässe von zahlreichen,
inzwischen meist geschlossenen Textilbetrieben aus NRW und
Deutschland. Die Ausstellung gibt erstmals Einblick in diese
noch im Aufbau befindliche Sammlung.

Denkmale für verunglückte und gefallene Bergleute im Ruhrgebiet
stehen im Mittelpunkt der Ausstellung "Helden im Zeichen von
Schlägel und Eisen", die in der Zeche Zollern vom 18. April bis
zum 22. August 2010 zu sehen ist. Der Übergang zum Tiefbau
verursachte im Ruhrgebiet hunderte von Grubenunglücken größeren
und kleineren Ausmaßes. Am Ende des 19. Jahrhunderts entstanden
zunehmend öffentliche und private Denkmäler für die Opfer
industrieller Arbeit. Dienten sie der politischen
Beschwichtigung? Waren sie Kompensation für fehlende
Arbeitsschutzmaßnahmen? Oder stilisieren sie die Opfer zu
Helden der Bergarbeiterschaft? Die Begleitschau zur Ausstellung
"HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen" im
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen dokumentiert
figürlich gestaltete Denkmäler von kollektiven Unglücken und
für im Krieg umgekommene Bergleute und fragt nach ihrer
Funktion in der Industriegeschichte.

LWL-Industriemuseum Zeche Hannover, Bochum
Die Ausstellung "Fremde Impulse" zeigt, welchen Einfluss
verschiedene Impulse wie Austausch, Globalisierung, Zuwanderung
und Migration auf heutige Baudenkmale im Ruhrgebiet hatten. Die
Wanderausstellung, deren erste Station vom 27. März bis zum 6.
Juni 2010 das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum ist,
will die Denkmale sprechen lassen, sie sollen den Wandel
deutlich machen, der durch äußere Impulse in der Region
angeregt wurde. Für die Präsentation in Bochum erweitert das
LWL-Industriemuseum die Kernausstellung mit dem Schwerpunkt
Migrationsgeschichte im Ruhrgebiet. Mit dem Projekt beteiligen
sich die Ämter für Denkmalpflege der Landschaftsverbände
Westfalen-Lippe und Rheinland am Programm der Kulturhauptstadt
Europas Ruhr.2010.

Weitere Stationen:
Schloss Cappenberg, 10./11.6.2010,
LVR Landeshaus, Köln 15.6. - 1.7.2010,
St. Antony-Hütte, Oberhausen, 4.7. - 10.8.2010,
LWL Landeshaus, Münster, 12.8. - 2.9.2010
Kulturbunker Duisburg, 5. - 23.9.2010,
Rathaus Castrop-Rauxel, 24.9. - 6.10.2010,
Schloß Horst, Gelsenkirchen, 8. - 20.10.2010,
Haus Witten, 24.10. - 5.11.2010,
LVR Industriemus.Zinkfabrik Altenberg 7. - 21.11.2010.

In der Zeit vom 11. April bis zum 13. Juni 2010 ist im
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover die Schau "Atelier.Industrie
- Karl Manfred Rennertz" zu sehen. Die Ausstellung zeigt
Arbeiten von Karl Manfred Rennertz. Sie ist die siebte
Ausstellung des Zyklus ?Atelier.Industrie?, der den
international renommierten Bilderhauer zu allen acht Standorten
des LWL-Industriemuseums führt.

Die Ausstellung "Bill Haley, St. Barbara und die Beatles"
(18.07. - 10.10.2010) blickt auf die Epoche der Nachkriegszeit
als Zeit der Abkehr von Helden und der Neuorientierung zurück.
Sie zeigt Leitbilder, Idole und das Kulturschaffen im
Ruhrgebiet nach 1945. Dabei stellt die Begleitschau zur
Kulturhauptstadt-Ausstellung "HELDEN. Von der Sehnsucht nach
dem Besonderen" (LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen)
Kulturpolitik und kulturelles Schaffen im Ruhgebiet am Beispiel
des Bergbaus dar und setzt es in Bezug zu den Einflüssen der
amerikanischen Popkultur und ihrer Rezeption in der Region.

LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall, Witten
Erstmals in Deutschland zeigt das LWL-Industriemuseum Zeche
Nachtigall in Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) in der Ausstellung "Im
Land der Kohlegruben" (08.11.2009 bis 28.3.2010) Aquarelle aus
dem nordenglischen Kohlenrevier von Thomas Hair (1810-1875).
Der britische Maler schuf zwischen 1828 und 1842 eine
eindrucksvolle Serie von Aquarellen mit Impressionen aus den
Steinkohlenrevieren in Durham, Northumberland und Newcastle
upon Tyne. Entstanden als Vorstudien zu einem Buch über das
nordenglische Kohlenrevier ziehen diese Momentaufnahmen aus dem
"Mutterland der Industrialisierung" noch heute in ihren Bann.
Erstmals in Deutschland zu sehen, vermitteln die Arbeiten Hairs
aus der Hatton Gallery in Newcastle upon Tyne einen
faszinierenden Eindruck von einem bedeutenden europäischen
Montanrevier und regen gerade an der "Wiege des Ruhrbergbaus"
zu vielfältigen Vergleichen an.

Vom Olymp ins Ruhrtal führt die Ausstellung "Herkules". Der
antike Held war Namensgeber für den Hauptförderschacht
"Hercules" der Zeche Nachtigall. Die Begleitschau zur
Kulturhauptstadt-Ausstellung "HELDEN. Von der Sehnsucht nach
dem Besonderen" (LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen)
gibt in der Zeit vom 30. Mai bis zum 21. November 2010
Einblicke in die Entwicklung des Herkules-Mythos und seiner
Rezeption im 19. Jahrhundert. Stichtworte sind dabei
Herkules-Aufgaben, Körperkultur, Film, aber auch die
Trivialisierung in der Warenwelt bis in die Gegenwart.

LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Neben der HELDEN-Ausstellung und der HELDEN-Werkstatt (siehe
oben) zeigt das LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
(Ennepe-Ruhr-Kreis) noch bis zum 28. März 2010 "Verbrannte
Landschaften". Das Projekt arbeitet mit hinterleuchteten
Großfotos, die in das winterliche Hüttengelände montiert sind.
Sie zeigen einerseits "natürliche" Feuerphänomene wie
Vulkanismus, aber auch die Faszination vom Menschen gemachter
Feuer- und Lichterwelten. Gezeigt werden in Kooperation mit dem
Förderverein des LWL-Industriemuseums Henrichshütte Hattingen
vor allem Nachtaufnahmen, die eine zusätzliche Faszination
ausüben.

LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg, Waltrop

Die Ausstellung "Mach Loggo" (08.11.2009 bis 31.03.2010) zeigt
im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop
(Kreis Recklinghausen) erstaunliche Einblicke in das Leben auf
einem Schleppkahn, der auf europäischen Wasserstraßen unterwegs
ist. Fritz W. Achilles verbrachte seine Kindheit auf einem
Binnenschiff und arbeitete elf Jahre auf See- und
Binnenschiffen. Als Autodidakt fertigte er zahlreiche Grafiken,
Aquarelle, Ölgemälde und Zeichnungen an, von denen er dem
LWL-Industriemuseum eine Sammlung überlassen hat.

War der Schiffbau-Ingenieur Rudolph Haack ein Held der Technik?
Antworten auf diese Frage gibt die Ausstellung
"Industriepionier unter drei Kaisern" (25.04. bis 31.10.2010).
Modelle, Bilder und Dokumente zur Marine, See- und
Binnenschifffahrt, zur Technik- und Zeitgeschichte, zur
Wirtschafts- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts
illustrieren das Arbeitsleben von Rudolph Haack. Am Leitfaden
eines Arbeitslebens mit der Chance, Politik, Wirtschaft,
Technik, Kultur zusammenzuführen, gibt die Begleitschau zur
Kulturhauptstadt-Ausstellung "HELDEN. Von der Sehnsucht nach
dem Besonderen" (LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen)
eine faszinierende Innenansicht der Industrialisierung in Form
eines breit angelegten, so noch nie gesehenen
Geschichts-Panoramas.

LWL-Industriemuseum, Textilmuseum Bocholt
"Stroh zu Gold!" - welch eine faszinierende Vorstellung! In
vielen Märchen gibt es solch wundersame Aussichten. Die
Geschichten erzählen von nackten Kaisern, tapferen Schneidern,
verzweifelten Prinzessinnen und schlauen Webern. Doch auch
zauberhafte Gestalten wie böse Feen, das Rumpelstilzchen oder
der kleine Muck sind dabei. Die Ausstellung fragt in der Zeit
vom 21. März bis 31. Oktober 2010 nach den Geschichten hinter
den Geschichten. Mit vielen Objekten setzt das
LWL-Industriemuseum den fliegenden Teppich, die sagenhafte
Schere, die flinke Nadel und das stechende Spinnrad in Szene.
Sie lädt zum Ausprobieren, Mitmachen und Eintauchen in die
Märchenwelt ein. Zudem bietet die Begleitschau zur
Kulturhauptstadt-Ausstellung "HELDEN. Von der Sehnsucht nach
dem Besonderen" (LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen)
die Möglichkeit, die altbekannten Geschichten im neuen
Blickwinkel zu sehen.

LWL-Industriemuseum, Ziegeleimuseum Lage

Leonardo da Vinci gilt als "homo universalis". Als Ingenieur
folgte er der Maxime "es gibt immer eine andere Möglichkeit".
In den Bereichen Maschinenbau, Fahrzeugbau aber auch Rüstung
hat da Vinci hunderte Lösungen skizziert. Der Studiengang
"Produktentwicklung" an der FH Bielefeld hat diese Ideen
aufgegriffen und umgesetzt. Herausgekommen sind
funktionstüchtige Modelle, von denen fast alle in der
Ausstellung "Leonardo da Vinci - Erfinder und Ingenieur" als
"hands on" von den Gästen "begriffen" und in Gang gesetzt
werden können. Das LWL-Ziegeleimuseum Lage (Kreis Lippe) zeigt
die Ausstellung in der Zeit vom 7. Februar bis 30. Mai 2010. Im
Mittelpunkt der Ausstellung ?Heldenbilder? (13.06. bis
03.10.2010) steht die Arbeiterfotogafie 1970 bis 2000 von Jörg
Boström und Jürgen Heinemann. Die Begleitschau zur
Kulturhauptstadt-Ausstellung "HELDEN. Von der Sehnsucht nach
dem Besonderen" (LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen)
zeigt Fotos der beiden Bielefelder Professoren aus der sich
verändernden Industrielandschaft Westfalens. Im Mittelpunkt
stehen die Menschen mit ihrem Stolz und ihrer Rolle in den
Industriebetrieben.

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim, Petershagen
In der Ausstellung Böhmisches und mährisches Behälterglas aus
dem Muzeum Roztokach u Prahy (Prag) zeigt das
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen (Kreis
Minden-Lübbecke) noch bis zum 7. März 2010 eine Gruppe von
Alltagsgegenständen, die wir jeden Tag in Händen halten, ohne
ihnen besondere Beachtung zu schenken: Bier- und Weinflaschen,
Fläschchen und Tiegel für Kosmetika. Behälterglas gibt es, seit
es Glas überhaupt gibt: Grund genug für einen historischen
Rückblick und einen Blick auf die Herstellung von Behälterglas
bis zur Gegenwart. Da der Schwerpunkt der Ausstellung auf
tschechischem Glas liegt, bietet sie zugleich gute
Vergleichsmöglichkeiten mit der Sammlung der Glashütte Gernheim.

Sind Glasmacher Helden? Diese Frage stellt die Ausstellung "Es
ist ein unendliches Kreuz, Glas zu machen" (21.03. bis
11.07.2010) an Fotografen des 20. und 21. Jahrhunderts: Ihre
Werke zeugen einerseits von der großen Bewunderung für das
Können der Glasmacher, die mit lange geübten Bewegungen die
glühende Glasmasse formen. Exemplarische Stationen der
Glasherstellung hielt Albert Renger-Patzsch seit den 1920er
Jahren fast dokumentarisch fest. Wie Szenen eines Stummfilms
erschienen die Aufnahmen von Paul Wollf aus zahlreichen
Industriebetrieben. Beeindruckt von den handwerklichen
Fähigkeiten zeigt Heinrich Heidersberger Arbeitsabläufe der
1950er Jahre bei Firma Schott. Die Ausstellung ist eine
Begleitschau zur Kulturhauptstadt-Ausstellung "HELDEN. Von der
Sehnsucht nach dem Besonderen" (LWL-Industriemuseum
Henrichshütte Hattingen). Außerdem zeigt das Museum ab dem 12.
September 2010 die Ausstellung "Zeitgenössische Glaskunst aus
Estland". Präsentiert wird gegenwärtige estnische Glaskunst,
die in dieser Form in Deutschland noch nicht gezeigt worden ist.

Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn
Das Erzbistum Paderborn und der LWL würdigen noch bis zum 21.
Februar 2010 Leben und Werk Bischof Meinwerks in der
Ausstellung "Für Königtum und Himmelreich - 1000 Jahre Bischof
Meinwerk von Paderborn". Auf 2000 Quadratmetern zeigt die
Ausstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum und im Museum in
der Kaiserpfalz in Paderborn Handschriften, Urkunden und
liturgische Geräte, aber auch Schmuckstücke, Waffen und andere
archäologische Funde des 11. Jahrhunderts aus ganz Europa. Die
Jubiläumsausstellung zum Amtsantritt von Bischof Meinwerk vor
1000 Jahren lässt eine Epoche lebendig werden, in der das
Zusammenspiel geistlicher und weltlicher Herrschaft ihren
Höhepunkt erreichte und die Bischöfe zusammen mit den Königen
das Reich regierten.

Das LWL-Römermuseum in Haltern am See überarbeitet und
aktualisiert seine Dauerausstellung nach dem Abbau der
erfolgreichen Sonderausstellung "Imperium". Voraussichtlich im
März 2010 öffnet es wieder seine Pforten.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 30 10:36:39 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 30 Nov 2009 10:36:39 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Familientag im Lippstaedter Stadtmuseum, Lippstadt,
06.12.2009
Message-ID: 4B13A037.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Lippstadt"
Datum: 26.11.2009, 15:43


AKTUELL

Familientag im Lippstädter Stadtmuseum
Am 6. Dezember locken Märchenerzähler, Puppenspiel, Origami und
der Nikolaus Groß und Klein ins Museum

Der Besuch des Stadtmuseums Lippstadt ist immer ein Erlebnis,
besonders aber am zweiten Adventssonntag, traditionell der
Familientag im Stadtmuseum. Von 10.00 bis 16.00 Uhr können dann
Erwachsene und Kinder bei freiem Eintritt das ganze Haus mit
seinen Sammlungen und der Sonderausstellung entdecken.

Und es gibt viel zu entdecken! Bereits beim Eintritt ins Foyer
ist die Großkrippe von Schloss Schwarzenraben zu sehen, die
1998 von Freiherr Franz-Anton von Ketteler dem Museum gestiftet
wurde. Die Krippe aus dem späten 18. Jahrhundert ist eine der
ältesten in Westfalen.

Das ehemalige Patrizierhaus in der Rathausstraße 13, in dem das
Lippstädter Stadtmuseum untergebracht ist, hat auf seinen drei
Etagen natürlich noch viel mehr zu bieten. Zum Beispiel die
ständige Spielzeugsammlung und eine der umfangreichsten
Fächersammlungen Westfalens. Darüber hinaus findet der Besucher
Exponate der Vor- und Frühgeschichte, der sakralen Kunst und
des Kunsthandwerks aus Stadt und ehemaligem Kreis Lippstadt. Es
gibt Ausstellungsstücke zur Wohnkultur, insbesondere des 18.
und 19. Jahrhunderts, und eine bäuerliche Küche mit
Schlafkammer. Auch wissenschaftliche Instrumente und jede Menge
altes Spielzeug lassen sich im Stadtmuseum (wieder-)entdecken.

Für die "Jüngsten" gibt es an diesem Tag natürlich ein
besonderes Programm: Um 11.00 und 12.00 Uhr wird eine
Märchenerzählerin Geschichten vortragen, um 14.00 und 15.00 Uhr
führt die bekannte Puppenspielerin Birgit Lux ein spannendes
Puppenspiel vor. Außerdem können interessierte, große und
kleine Besucher mit Stefan Großkreuz Origami falten.

Zur Stärkung steht am Familientag in der weihnachtlich
geschmückten historischen Museumsküche eine besondere
Kaffeetafel bereit. Und da dieses Jahr der 2. Adventssonntag
genau auf den 6. Dezember fällt, erwarten die Mitarbeiter des
Stadtmuseums natürlich auch einen ganz besonderen Ehrengast:
Der Nikolaus kommt!


INFO

Stadtmuseum Lippstadt
Rathausstr. 13
59555 Lippstadt





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 30 11:27:32 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 30 Nov 2009 11:27:32 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Im Hamaland-Museum geht ein Stern auf, Vreden,
29.11.2009-06.01.2010
Message-ID: 4B13AC24.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Kreis Borken"
Datum: 27.11.2009, 09:38


AUSSTELLUNG

Im Hamaland-Museum geht ein Stern auf
Neue Sonderausstellung vom 29. November bis 6. Januar /
Besucher sind aufgerufen, von ihren Sternstunden zu berichten

Ein weit leuchtender Stern weist in der Weihnachtsgeschichte
den Königen den Weg zur Krippe. Was es mit diesem Stern auf
sich hatte und wie er in der Folge Einzug in die weihnachtliche
Dekoration hielt, das zeigt die neue Sonderausstellung im
kreiseigenen Hamaland-Museum in Vreden. Am Sonntag, 29.
November, um 11 Uhr wird Museumsleiterin Dr. Annette Menke die
Schau unter dem Titel "Ein ganz besonderer Stern" eröffnen. Zu
sehen ist sie dann bis zum 6. Januar.

"Als sie den Stern sahen, wurden sie von einer großen Freude
erfüllt", heißt es wörtlich im Matthäus-Evangelium. "Ein
bisschen von dieser Freude möchten wir auch in unserer
Ausstellung vermitteln", erklärt Dr. Annette Menke. Beim Blick
auf Sterne aus Stroh und Glanzpapier, Filz und Glas können die
Besucherinnen und Besucher in Kindheitserinnerungen schwelgen -
und auch selbst noch einmal einen Stern basteln. Die nötigen
Utensilien liegen ständig bereit. Das gilt auch für Rezepte zum
Backen von Zimtsternen und anderen leckeren Plätzchen.

Die Ausstellung nähert sich dem Thema Sterne aber auch auf
wissenschaftlichem Weg. Im internationalen Jahr der Astronomie,
das gerade zu Ende geht, beleuchtet das Team des
Hamaland-Museums auch die tatsächliche Situation am Firmament
zur Geburt Christi. Die Exponate, die ab Sonntag zu sehen sind,
stammen vor allem aus dem Fundus des Museums. Aber auch einige
Privatleute haben ihre Kisten mit Weihnachtsdekoration für die
Ausstellung geöffnet. Die Besucher selbst sind nicht nur zum
Basteln und Backen aufgerufen. Sie können auch zum Stift
greifen und eine Sternstunde schildern, die sie selbst erlebt
haben. Möglich ist das ebenso über ein Formular im Internet
unter www.hamaland-museum.de.

Wie in jeden Jahr lädt das Museumsteam auch wieder zum "Warten
auf das Christkind" ein. Am Heiligen Abend können Kinder,
Eltern und Großeltern von 15 bis 18 Uhr gemeinsam basteln und
so die Zeit bis zur Bescherung verkürzen.


INFO

Das Hamaland-Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17
Uhr geöffnet. Am 25. und 26. Dezember bleibt es geschlossen.
Der Eintritt kostet für Erwachsene zwei Euro, Schüler und
Studenten zahlen einen Euro, Familien vier Euro. Führungen sind
auf Anfrage möglich.

Nähere Informationen zu den aktuellen Ausstellungen gibt es im
Museum unter der Telefonnummer 02564/39180 oder per Mail:
hamaland-museum at kreis-borken.de.

Hamaland-Museum
Butenwall 4
48691 Vreden
Tel.: 02564 / 39180





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 30 11:30:27 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 30 Nov 2009 11:30:27 +0100
Subject: [WestG] [AKT] LWL veroeffentlicht DVD mit historischen Aufnahmen
ausder NS-Zeit
Message-ID: 4B13ACD3.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 27.11.2009, 09:11


AKTUELL

"Kolonnen und Kulissen"
LWL veröffentlicht DVD mit historischen Aufnahmen aus der
NS-Zeit

Scheinbar endlose Reihen Uniformierter marschieren durch die
Stadt. Zahllose Hakenkreuzfahnen lassen die Stadt in den
Hintergrund treten. So inszenierten sich die Nazis nicht nur im
fernen Berlin sondern auch im westfälischen Iserlohn. Das zeigt
der Film "Kolonnen und Kulissen. Der Nationalsozialismus im
Film - Iserlohn 1933-1939", den der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) als neue DVD-Edition in der Reihe
"Westfalen in historischen Filmen" jetzt herausgibt. Fünf
verschiedene Filme aus den Jahren 1933 bis 1939 dokumentieren
Ereignisse und politische Veranstaltungen in und um Iserlohn
(Märkischer Kreis).

Die Filme, die aus den Beständen des Stadtarchivs Iserlohn
stammen, zeigen den Film als Mittel propagandistischer Lenkung
und Disziplinierung. Das zivile, das bürgerliche Deutschland
erscheint an den Rand gedrängt und ist nur noch als Staffage
erkennbar.

"Filme zeigen die politische und gesellschaftliche Wirklichkeit
in einer eigenen Sprache?, so Dr. Volker Jakob, Leiter des
Bild-, Film- und Tonarchivs des LWL-Medienzentrums und
Herausgeber der DVD. In diesem Sinne beschreiben die
zusammengestellten Filme nicht die Geschichte, sondern sie
vergegenwärtigen vielmehr die Inszenierung der Mächtigen, die
ihre Stärke in der Aufzeichnung uniformierter Massen und endlos
scheinender Aufmärsche zu demonstrieren suchen.

Das LWL-Medienzentrum hat die ursprünglich stummen Filme
kommentiert und gekürzt, um es dem heutigen Betrachter zu
ermöglichen die damaligen Ereignisse, Abläufe und Personen
einzuordnen. So zeigt der Film konkrete Geschichte im
westfälischen Kontext und verortet zugleich den
Nationalsozialismus historisch. Dazu liefert ein Booklet
zusätzliche Hintergrundinformationen, die vor allem für den
Einsatz der DVD im Unterricht wichtig sind.

Zugleich zeichnet die DVD die Geschichte des Amateur- und
semiprofessionellen Gebrauchsfilms während der NS-Zeit in
Westfalen nach und gibt so einen unmittelbaren Einblick in die
Mediengeschichte. Die Entwicklung vom unbeholfenen Kurzfilm
über die mit einer beweglicheren Kamera gedrehten Reportage bis
hin zu farbigen Filmsequenzen aus dem Jahr 1937 tritt in den
Filmen deutlich zutage.


INFO

Kolonnen und Kulissen.
Der Nationalsozialismus im Film - Iserlohn 1933-1939.
Reihe: Westfalen in historischen Filmen.
Spielzeit ca. 99 Minuten, Schwarz-Weiß und Farbe,
DVD mit Begleitheft, Preis 14,90 Euro.

Bezug:
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Fürstenbergstr. 14
48147 Münster
E-Mail: medienzentrum at lwl.org
Fax: 0251/ 591-3982
URL: http://www.westfalen-medien.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 30 14:36:34 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 30 Nov 2009 14:36:34 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BPORT=5D_Wir_lesen_vor=3A_Zeitabschnitte_der_?=
=?utf-8?q?Westf=C3=A4lischen_Geschichte?=
Message-ID: 4B13D872.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Marcus Weidner"
Datum: 30.11.2009, 14:22


PORTAL
Neu im Internet-Portal "Westfälische Geschichte"


Wir lesen vor:
Zeitabschnitte der Westfälischen Geschichte

Seit heute bietet das Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
testweise einen neuen Service an: Interessierte können sich die
Einführungstexte aus dem Bereich "Zeitabschnitte der Westfälischen
Geschichte" des Internet-Portals nun auch vorlesen lassen. Eine Computer
generierte Stimme liest Ihnen auf Wunsch alle 17 Einführungstexte, die
die Geschichte des Raums von der Urgeschichte bis zur Nachkriegszeit
behandeln, vor. Je nach Interesse und gemachten Erfahrungen könnte das
neue Angebot später auch auf alle Seiten des Portals ausgedehnt werden.

Zeitabschnitte der Westfälischen Geschichte
http://www.westfaelische-geschichte.de/web166

Kontakt: Marcus Weidner, marcus.weidner at lwl.org