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From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 1 10:43:18 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 01 Sep 2010 10:43:18 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Tiere der Bibel" im LWL-Museum fuer Naturkunde,
Muenster, 03.09.2010-16.01.2012
Message-ID: 4C7E2E46.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 31.08.2010, 12:15


AUSSTELLUNG

Königliches Reittier, zehn Plagen und paradiesische Zustände
Sonderausstellung "Tiere der Bibel" im LWL-Museum für Naturkunde

Einträchtig stehen die kleinen und großen wilden Tiere Schulter
an Schulter vor dem Schiff und warten auf Einlass. Werden Sie
alle an Bord passen? Der hölzerne Nachbau der "Arche", dem Boot
aus der Bibelgeschichte von Noah und der Sintflut, steht im
LWL-Museum für Naturkunde am Eingang der Sonderausstellung, die
vom 3. September 2010 bis zum 16. Januar 2012 in Münster läuft.
Mitarbeiter haben die Museumsarche für die neue Schau "Tiere
der Bibel" im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) gebaut.

"Die Arche stellt gleich den ersten Höhepunkt der neuen
Ausstellung dar", so Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des LWL.
Zwei alte Bibeln aus den Jahren 1560 (eine Lutherbibel mit
kolorierten Holzschnitten) und 1596 sind weitere herausragende
Objekte unter den insgesamt 350 Objekte in der
Ausstellungsstücken. Beide Bibeln sind Leihgaben des
Bibelmuseums der Universität Münster.

Auf rund 500 Quadratmetern erwarten den Besucher fliegende,
kriechende, schlängelnde und laufende biblische Tiere, wenn er
den Geschöpfen Gottes zum Schiff folgt und die eigentlichen
Ausstellungsräume betritt. Dabei ist gleich das Thema Arche
spannend, geht doch die Ausstellung auch auf die modernen
Archen unserer Zeit ein: etwa Zoos oder Gendepots, in denen
Erbgut, Zellen und Gewebe von bedrohten Tierarten gesammelt
werden. Kirsch: "Das LWL-Museum für Naturkunde baut selbst seit
neuestem solch ein DNA- und Gewebearchiv auf."

In der Bibel werden rund 130 Tierarten erwähnt, zu denen Wild-
oder Haustiere gehören, die überwiegend im Gebiet des antiken
Königreiches Israel lebten. Mehr als 70 dieser Tiere stellt die
Ausstellung in Form von originalen Präparaten vor. Teilweise
wird ihre Nutzung erläutert, aber auch ihre Bedeutung für
Opfer- und Kulthandlung sowie ihre Verwendung in Metaphern und
Vergleichen. Die Schau zeigt außerdem an bekannten und weniger
bekannten Passagen der Bibel, wie wichtig die Tiere für den
Menschen waren, wozu sie dienten und welche Symbolik sie
erfüllten. "Die Besucher erfahren, wieso Hasen Wiederkäuer sind,
weshalb ein Esel ein königliches Reittier war und warum manche
von ihnen sogar sprechen konnten", erklärt Kirsch die Inhalte
der Ausstellung.

Hat die biblische Erzählung von der Arche Noah heute eine
symbolische Bedeutung für die Verantwortung der Menschen
gegenüber der Umwelt? Die Ausstellung gibt dem Besucher
Anregungen für die Beantwortung heutiger Fragen zur Tier- und
Umweltethik. Sie spannt bewusst den Bogen von den historischen
Bibelgeschichten in die Gegenwart.

Dr. Alfred Hendricks, Leiter des LWL-Museums in Münster,
erklärt, wieso das Thema der Ausstellung geeignet ist für das
Naturkundemuseum: "Die Bibel wimmelt von lebendigem Getier. Im
Buch der Bücher findet sich kaum eine längere Passage, in der
nicht in irgendeiner Form die Rede von Tieren ist. Sie führen
Eva in Versuchung, transportieren Jesus, plagen die Ägypter,
mahnen Petrus und helfen sogar bei der Partnervermittlung."

In großen Inszenierungen werden insgesamt neun Bibelgeschichten
aufwändig dargestellt. Dazu gehören unter anderem Noahs Arche,
Daniel in der Löwengrube, Bileams Eselin mit der Figur des
Bileam, die von einer Künstlerin eigens für die Ausstellung in
siebenmonatiger Handarbeit hergestellt wurde, oder das Goldene
Kalb. Ein interaktiver Tisch erläutert die Symbolik von Tieren,
früher und heute.

Es warten paradiesische Zustände, heilende Schlangen, eine
Löwengrube und ganz aktuelle Plagen auf die Besucher. Zum
Bereich Plagen hat eine Studentin der Fachhochschule Münster,
Fachbereich Design, "Die zehn Plagen in Ägypten" optisch
ansprechend in Grafiken dargestellt. Damit wurde die
langjährige Zusammenarbeit des Museums mit der FH Münster auch
bei dieser Ausstellung erfolgreich fortgesetzt.

"In der Bibel finden sich viele Tiere, die im täglichen Leben
der damaligen Menschen eine Rolle gespielt haben", so
Museumschef Hendricks. "Zum einen die Haustiere, mit denen man
oft eng zusammen lebte, die gepflegt wurden und die
gleichzeitig als Opfer den Kontakt zu Gott herstellten. Der
Mensch in der Bibel sorgt für seine ihm anvertrauten Tiere,
hegt und pflegt sie und gibt ihnen Schutz. Heute versuchen die
Menschen den Spagat zu finden zwischen dem Fabrikfleisch auf
ihren Tellern und ihrem Schoßhündchen mit Brillanthalsband, das
besser ernährt und medizinisch versorgt wird als manch ein
Mensch."

Daneben gab es die wilden Tiere, wie Klippschliefer
(murmeltierähnliches afrikanisches Säugetier), Wachteln oder
Gazellen. Diese Tiere wurden gejagt oder verzehrt. Darüber
hinaus erzählt die Bibel von "Tieren", die uns heute eher als
Mythen oder Fantasiegestalten erscheinen. Manche von ihnen
scheinen an reale Tiere angelehnt zu sein. So hat der "große
Fisch", der Jona verschluckte, vielleicht wirklich einen Wal
zum Vorbild.

Zur Ausstellung gehört ein umfangreiches Begleitprogramm mit
museumspädagogischen Angeboten, Führungen, Literarischen
Rundgängen mit Schauspielerin Beate Reker (ab Januar 2011),
Ferienangeboten und Kindergeburtstagen mit Schlange, Löwe, Hahn
und Co.

Ebenfalls erschienen ist ein gleichnamiges Begleitbuch vom
Ausstellungsmacher Jan Dübbers (Hrsg. Alfred Hendricks,
LWL-Museum für Naturkunde, Münster, Tecklenborg Verlag, 118
Seiten, ISBN 978-3-940726-1009). Das Begleitbuch kann zum Preis
von 14,80 Euro im Museum erworben werden.

Zu entdecken sind die biblischen Tiere vom 18. Juni 2010 bis 1.
Mai 2011 im LWL-Museum für Naturkunde am Aasee.


INFO

Öffnungszeiten: Dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr.
Eintritt: 3,50 Erwachsene, 2 Kinder, 8 Familien

LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
Sentruper Str. 285
48161 Münster
Telefon 0251.591-05
E-Mail naturkundemuseum at lwl.org
URL: http://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 1 10:47:48 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 01 Sep 2010 10:47:48 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Hercules - Vom Olymp ins Ruhrtal: Fuehrung durch
die Antikenabteilung im LWL-Industriemuseum, Witten, 05.09.2010
Message-ID: 4C7E2F54.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 31.08.2010, 13:18


AKTUELL

Hercules - Vom Olymp ins Ruhrtal
Führung durch die Antikenabteilung im LWL-Industriemuseum

Mit Mut und Kraft bezwingt ein einzelner Mann wilde Bestien und
besteht unzählige Abenteuer. Herkules ist der berühmteste Held
der Antike. Die Sagen um ihn und die antike Götterwelt haben
ihre Faszination bis heute nicht verloren. Am kommenden Sonntag,
5. September, lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
alle Herkules-Freunde in das Industriemuseum Zeche Nachtigall
ein. Ausstellungsgestalter Lars Peterson führt um 14.30 Uhr
durch die Antikenabteilung der Sonderausstellung "Hercules -
Vom Olymp ins Ruhrtal".

Als Sohn des Göttervaters Zeus und der Sterblichen Alkmene muss
Herkules bereits als Kleinkind gegen seine Feinde bestehen. Die
Taten des Helden und seine übermenschlichen Kräfte sind auf
unzähligen Vasen, Schalen und als Statuen überliefert. Die
Ausstellung in der Zeche Nachtigall führt die Besucher von der
griechischen Mythologie über die Antikenbegeisterung des 19.
Jahrhunderts bis zum Einzug des Herkules-Kults in die Welt der
Werbung und der Konsumgüter. Heute noch sind die Spuren des
Herkules in Ruhrgebiet zu entdecken.

Die Sonntagsführung ist im normalen Eintritt ins Museum
enthalten (Erwachsene: 2,40 Euro, Kinder: 1,50 Euro
Familienkarte: 5,80 Euro).


INFO

Anschrift
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 1 10:50:01 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 01 Sep 2010 10:50:01 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Kaestner-Abend im LWL-Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg, Waltrop, 25.09.2010
Message-ID: 4C7E2FD9.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 31.08.2010, 13:20


AKTUELL

Zeitreise ins Berlin der 1920er Jahre
Kästner-Abend im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk
Henrichenburg

In das Berlin der "goldenen" 1920er Jahre entführt der große
Kästner-Abend, zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) in sein Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
einlädt. Am Samstag, 25. September um 19.30 Uhr ist das
Dortmunder Roto-Theater mit Barbara Kleyboldt (Schauspiel) und
Rüdiger Trappmann (Rezitation) in der Maschinenhalle des
Hebewerks zu Gast und verspricht einen Abend voller Spannung
und Witz.

Das Berlin der 1920er Jahre war eine Zeit der Gegensätze.
Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit auf der einen, eine Hochzeit
von Kultur und Wissenschaft auf der anderen Seite. Und Erich
Kästner, im beschaulichen Dresden aufgewachsen, kommt in diese
brodelnde Metropole.Theaterbesuche, Nachtbars, Stripteaselokale
und die zahlreichen Cafés waren die Welt des Erich Kästner vom
späten Nachmittag bis zum frühen Morgen. An diesen Orten
beobachtete er die Menschen, hier entstand seine "Kleine
Versfabrik".

Er war ein scharfer Beobachter seiner Zeit, Lyriker, Satiriker,
Journalist und Moralist. Dann aber brach mit den Nazis die
Nacht über Deutschland herein und Kästner blieb. Er wollte
Zeitzeuge sein, erlebte die Bücherverbrennung und Verhaftungen.
Er hatte Glück, überlebte und begann nach dem Krieg seine
zweite literarische Karriere in München. An die Erfolge der
20er Jahre konnte er jedoch nicht mehr anknüpfen. Seine
Kinderbücher machten ihn weltberühmt. "Emil und die Detektive"
und "Das fliegende Klassenzimmer" wurden in zahlreiche Sprachen
übersetzt.

"An diesem Abend unternimmt das Roto-Theater eine Zeitreise
durch die aufregendsten und dunkelsten Zeiten in Deutschland
und nimmt seine Besucher mit in Orte von Kästners Leben: das
Elternhaus in Dresden, den Kasernenhof seiner Militärausbildung,
das Café am Nürnberger Platz, den Vorplatz der
Humboldt-Universität während der Bücherverbrennung, Zürich, wo
die Entscheidung fiel, nicht zu emigrieren und schließlich
München", erklärt Museumsleiter Herbert Niewerth. Auf dem
Hintergrund dieser Biografie spielen und rezitieren Barbara
Kleyboldt und Rüdiger Trappmann Geschichte und Gedichte von
Erich Kästner.

Die Veranstaltung wird unterbrochen von einer kleinen Pause, in
der Getränke und ein kleiner Imbiss angeboten werden. Eintritt:
9/12 Euro; Kartenreservierung erforderlich unter Tel. 02363
9707-0.


INFO

Anschrift
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
URL: www.lwl-industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 1 11:00:12 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 01 Sep 2010 11:00:12 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Exkursion: Auf den Spuren von Wilhelm Kraft,
Wuppertal-Barmen, 24.09.2010
Message-ID: 4C7E323C.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Karin Holtze-Diefenbruch"

Datum: 26.08.2010, 14:23


AKTUELL

Das Stadtarchiv Sprockhövel lädt ein:
Auf den Spuren von Wilhelm Kraft -
Exkursion zum Gebäudekomplex der Konsumgenossenschaft "Vorwärts"
nach Wuppertal-Barmen, Münzstraße 47-53

In Zusammenarbeit mit der Kunst- und Kulturinitiative
Sprockhövel e.V. und dem Verein "Historikerinnen und Historiker
vor Ort" lädt das Stadtarchiv Sprockhövel zu einer Führung
durch den Gebäudekomplex der ehemaligen Konsumgenossenschaft
"Vorwärts" ein.

Das Areal der Konsumgenossenschaft "Vorwärts" (gegr. 1899) mit
eigener Bahnanbindung, Werkstätten und der damals modernsten
Großbäckerei des Bergischen Landes ist ein einmaliges Zeugnis
der Industrie- und Sozialgeschichte Wuppertals. Zur Zentrale
gehörten auch genossenschaftseigene Wohnhäuser und verschiedene
Verteilungsstellen, unter anderem auch in Haßlinghausen.

Leiter der Haßlinghauser Filiale war der damalige Haßlinghauser
Gemeindevorsteher Wilhelm Kraft. In den 1920er Jahren versorgte
ca. ein Drittel der Barmer Bevölkerung - bis die
Nationalsozialisten die Erfolgsgeschichte gewaltsam
unterbrachen und hier eine SA-Kaserne mit Folterkeller
einrichten. Auch Wilhelm Kraft gehörte zu denjenigen, die ihren
Widerstand gegen das NS-Regime mit dem Leben bezahlen mussten.
Nach dem Krieg bis in das Jahr 2000 dienten die Gebäude in der
Münzstraße als Flüchtlingsunterkunft.

Um diesen Gebäudekomplex und seine Geschichte zu bewahren und
als historischen Lernort neu zu nutzen, gründete sich 2004 der
Förderverein Konsumgenossenschaft "Vorwärts" - Münzstraße e.V.
Ein Ausstellungsraum, Räume für Schulungen und Wohnungen sind
bisher entstanden bzw. sind hier geplant.

Reiner Rhefus, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins
und exzellenter Kenner der Wuppertaler Geschichte, wird die
Gruppe führen. Für die Führung ist vor Ort eine kleine Gebühr
zu entrichten, deren Höhe von der Anzahl der Teilnehmer
abhängt. Die Anreise erfolgt in Eigenregie; es können aber auch
Fahrgemeinschaften organisiert werden.


INFO

Anmeldung im Stadtarchiv Sprockhövel
Tel.: 02324 - 9701 555 oder bei

Dieter Hering unter
Tel.: 0202 - 52 14 54

Termin: Freitag, 24. September 2010
Treffpunkt:
14.45 Uhr im Innenhof Münzstraße 51/53 in Wuppertal-Barmen

Weitere Infos unter:
URL: www.vorwaerts-muenzstraße.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 2 10:52:40 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 02 Sep 2010 10:52:40 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Kino im Bessemer-Stahlwerk: Hermannsschlacht
und Gladiator, Hattingen, 03.09.2010
Message-ID: 4C7F81F8.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 01.09.2010, 11:37


AKTUELL

Kino im Bessemer-Stahlwerk: Hermannsschlacht und Gladiator
Filmabend zu "Helden der Antike" im LWL-Industriemuseum
Henrichshütte

Freunde monumentaler Filme kommen am Freitag, 3. September, im
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen auf ihre Kosten. In
der Reihe "Westfälische und andere Filmhelden gestern und
heute", die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im
Bessemer Stahlwerk präsentiert, stehen diesmal der Stummfilm
"Die Hermannschlacht" von 1924 und die mit fünf Oscars
prämierte Kinoproduktion "Gladiator" auf dem Programm. Beginn
ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Dr. Volker Jakob vom LWL-Medienzentrum, aus dessen Edition die
"Hermannsschlacht" stammt, erläutert zu Beginn der Vorstellung
Hintergründe des Films und seiner Entstehung. Die Schlacht gilt
als Gründungsmythos der deutschen Nation, der seit
Jahrhunderten rechtfertigend als politisches Argument benutzt
wurde. Der Film schildert die Ereignisse aus dem Jahr 9 n. Chr.
durch eine lose Aneinanderreihung von Szenen in fünf Akten,
wobei der Sieg der Germanen über die römischen Truppen den
dramatischen Höhepunkt bildet. "Dass dieser Sieg auch noch im
frühen 20. Jahrhundert für politische Zwecke instrumentalisiert
wurde, lässt der Film eindrucksvoll erkennen", erklärt der
Fachmann. So spreche der Film zwar von den Römern, spielt aber
auf die französischen Truppen an, die 1923 das Ruhrgebiet
besetzt hielten.

Im Anschluss läuft im Bessemer Stahlwerk "Gladiator" (2000) -
der erste Monumentalfilm mit antiker Thematik seit den 1960er
Jahren. Der Film spielt zur Zeit des römischen Kaisers Mark
Aurel, der den erfolgreichen Feldherrn Maximus zu seinem
Nachfolger bestimmt. Durch Verrat übernimmt Aurels Sohn
Commodus den Thron und tötet Maximus? Familie. Maximus überlebt
und landet als Gladiator in einer Kampfarena in der Provinz, wo
er zum Idol der Massen aufsteigt. "Gladiator" erhielt u.a.
Oscars in den Kategorien "Bester Film" und "Bester
Hauptdarsteller" (Russell Crowe).


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Tel.: 02324 9247-140
E-Mail: henrichshuette at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 2 10:57:06 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 02 Sep 2010 10:57:06 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Schwarze Jungfrauen" bieten politischen Zuendstoff,
Hattingen, 11.09.2010
Message-ID: 4C7F8302.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Simone Kirchhoff"
Datum: 01.09.2010, 11:55


AKTUELL

"Schwarze Jungfrauen" bieten politischen Zündstoff auf der
Bühne im LWL Industriemuseum

Um die Auseinandersetzung mit dem Islam und die Auswirkungen
des Terrors auf das gesellschaftliche Leben geht es in dem
Theaterstück "Schwarze Jungfrauen" zu dem der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in sein
Industriemuseum Henrichshütte Hattingen einlädt. Die
Inszenierung in Kooperation mit dem Westfälischen Landestheater
Castrop-Rauxel beginnt am Samstag, 11. September um 20 Uhr.

"Wir haben den Termin bewusst gewählt", so Museumsleiter Robert
Laube. Denn das Stück thematisiert die Auswirkungen der
Terroranschläge vom 11. September 2001, die bis heute spürbar
sind und das Zusammenleben in der multikulturellen Gesellschaft
erschweren. Fünf Migrantinnen berichten von den
Herausforderungen des Lebens zwischen zwei Kulturen: Sie sind
jung, sie sind schön, sie sind gebildet und sie sind
fundamentalistisch.

In einer Gesellschaft, die ihnen mit Angst, Misstrauen und
Terrorismusverdacht begegnet, wenden sie sich dem Schutz des
Radikalismus zu. Die Zerrissenheit zwischen den Kulturen, die
Notwendigkeit, sich in der Religionszugehörigkeit verteidigen
zu müssen, führt die Frauen in den Widerstand gegen die
eingeforderten Zwänge.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Migration sieht das
Westfälische Landestheater als eine Verpflichtung an. "Schwarze
Jungfrauen" zeigt nicht die breite Masse, sondern
Einzelschicksale und ruft so zu gegenseitigem Verständnis auf.
Um die Kommunikation zu fördern hat das Publikum im Anschluss
die Möglichkeit, gemeinsam über das Gesehene zu diskutieren.
Daher ist das Stück nicht nur an ein Erwachsenenpublikum
gerichtet, sondern auch an Schüler der Oberstufe.

Die Aufführung gehört zum Begleitprogramm der Ausstellung
"Helden. Auf der Suche nach dem Besonderen" die der LWL vom 12.
März bis zum 31. Oktober im LWL-Industriemuseum Henrichshütte
Hattingen zeigt.

Eintritt 13 Euro, erm. 9 Euro.

Informationen zum Theaterstück: "Schwarze Jungfrauen" ist von
Feridun Zaimoglu und Günter Senkel; Regie führt Christian
Scholze. Die Schauspielerinnen Günfer Cölgecen und Charis Nass
spielen die Migrantinnen.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Tel.: 02324 9247-140
E-Mail: henrichshuette at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 2 11:01:07 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 02 Sep 2010 11:01:07 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Programme zu Wohnen und Arbeiten rund um die
Zeche Hannover, Bochum, 04./05.09.2010
Message-ID: 4C7F83F3.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 01.09.2010, 11:39


AKTUELL

Zwischen Schornsteinen und Fördertürmen
Programme zu Wohnen und Arbeiten rund um die Zeche Hannover

Heute erinnern nur noch die ehemaligen Zechensiedlungen daran,
wie die Bergarbeiter im Ruhrgebiet einst lebten. Doch wie sah
der Alltag in den industriellen Gemeinden um 1900 aus? Und was
kam bei den Bergleuten auf den Tisch? Diese Fragen stehen im
Mittelpunkt zweier Angebote, zu denen der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am Wochenende (Sa / So, 4./5.9.) in sein
Industriemuseum Zeche Hannover nach Bochum einlädt.

Am Samstag (4.9.) startet um 15 Uhr auf dem Zechenvorplatz die
Geschichtstour "Wohnen auf der Seilscheibe". Der historische
Rundgang beginnt mit der Kleinkolonie "Am Rübenkamp". Der Weg
führt weiter über die "Eickeler Kolonie" mit ihrer
symmetrischen Reihung entlang der Straße zur Siedlung
"Dahlhauser Heide", die Alfred Krupp in den Jahren 1907-1915
als Arbeiterdorf mit westfälischen Bauernhäusern errichten
ließ. Den Abschluss der Zeitreise durch die Geschichte der
Bergarbeitersiedlungen bildet ein Abstecher zu den
"Montagehäusern System Schneider", die 1948 errichtet wurden,
um die drängende Wohnungsnot in der Nachkriegszeit zu lindern.

An Kinder zwischen sechs und 14 Jahren richtet sich das
Programm "So lebten und speisten die Bergarbeiter" am Sonntag
(5.9.) im LWL-Industriemuseum. In den original
Bergarbeiterhäusern von 1890 bekommen die Teilnehmer einen
Eindruck von den Lebensbedingungen um 1900. Beim Rundgang durch
den Garten lernen die Kinder unterschiedliche Gemüsesorten
kennen, die in den Arbeitergärten wuchsen, und erfahren, wie
die Bergarbeiterfrauen Garten und Ställe bewirtschafteten. Am
Ende der Führung setzten die Kinder das Wissen in die Tat um
und bereiten selbst ein Essen am Kohleofen zu. Los geht es um
11 Uhr auf dem Zechenvorplatz. Eine Anmeldung ist erforderlich.


INFO

Geschichtstour: Wohnen auf der Seilscheibe
Sa, 4.9.2010, 15 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: 2,50 EUR pro Person / Anmeldung nicht erforderlich

So lebten und speisten die Bergarbeiter
Alltag und Ernährung der Bergleute im historischen
Bergarbeitergarten erleben
Termin: 5.9.2010, 11 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: 2,50 EUR pro Person/ Anmeldung erforderlich

LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel.: 0234 6100-874
URL: www.lwl-industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 2 11:16:48 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 02 Sep 2010 11:16:48 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Luedenscheider Gespraech: Vortrag ueber Eva Braun,
Luedenscheid, 20.10.2010
Message-ID: 4C7F87A0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "igb"
Datum: 01.09.2010, 15:17


AKTUELL

Die Reihe der Lüdenscheider Gespräche im Wintersemester 2009/10
endete am 25.06.2010 mit dem Vortrag von Hans-Dieter Schütt
"Biographiebruch als Aufbruch - Erfahrungen eines glücklich
Beschädigten DDR-Bürgers", welcher im Rahmen der Tagung
"Autobiographie und Zeitgeschichte" im Institut für Geschichte
und Biographie stattfand.

Auch im Wintersemester 2010/11 möchten wir Sie wieder zu
interessanten und anregenden Vorträgen im Rahmen der
"Lüdenscheider Gespräche" ins Institut für Geschichte und
Biographie einladen. Flyer für aktuelle Programm sind in
Bearbeitung und werden voraussichtlich bis Ende September per
Verteiler/Post verschickt.

Schon jetzt möchten wir Sie auf die erste Veranstaltung im
Wintersemester 2010/11 aufmerksam machen.

Die neue Reihe wird die Historikerin Dr. Heike Görtemaker mit
einem Vortrag über Eva Braun am Mittwoch, den 20. Oktober 2010
einläuten. Heike Görtemaker hat die erste wissenschaftliche
Eva-Braun-Biographie verfasst und wird Ihnen und uns neue
Einblicke in Hitlers von Selbstinszenierungen und Eigenheiten
geprägtes Privatleben geben.


INFO

Institut für Geschichte und Biographie
Liebigstraße 11
58511 Lüdenscheid
Tel.: 02351-24580
Fax: 02351-39973





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 2 11:23:22 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 02 Sep 2010 11:23:22 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag ueber den Tod Engelberts und
seine strafrechtlichen Folgen, Herne, 03.09.2010
Message-ID: 4C7F892A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 01.09.2010, 13:00


AKTUELL

Vortrag über den Tod Engelberts und seine strafrechtlichen
Folgen

Am Freitag (3.9.) um 19 Uhr erläutert Prof. Ulrich Andermann in
einem öffentlichen Vortrag die Bedeutung des Mordes an
Erzbischof Engelbert aus Sicht der mittelalterlichen Justiz.
Die Veranstaltung findet im Vortragsaal des LWL-Museums für
Archäologie in Herne statt und ist kostenfrei.

Der Mord am Kölner Erzbischof Engelbert I. im 13. Jahrhundert
hat Deutschland politisch, geistlich und auch strafrechtlich
erschüttert. Allein das auf den Mörder ausgesetzte Kopfgeld
gibt einen Hinweis darauf, welche juristische Bedeutung dieser
Mord hatte: 2000 Silbermark wurden auf den vermeintlichen
Drahtzieher des Hinterhalts, Friedrich von Isenberg, ausgesetzt
- das ist mehr Geld, als es zu dieser Zeit an geprägten Münzen
überhaupt gab. Auf den vermeintlichen Mörder warteten gleich
zwei Prozesse: ein geistlicher als auch ein weltlicher.

Professor Andermann, Dozent für mittelalterliche Geschichte an
der Universität Osnabrück, zeichnet den Weg der
strafrechtlichen Verfolgung des Grafen Friedrich von Isenberg
bis zu seiner Hinrichtung vor den Toren Kölns nach und
beleuchtet die Folgen des 7. November 1225 aus
rechtsgeschichtlicher Perspektive.


INFO

Anschrift der LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Archäologie Herne
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
Anfahrtsskizze





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 2 11:42:39 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 02 Sep 2010 11:42:39 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Neuer Kaemmerer des LWL gewaehlt: Baur geht - Loeb
kommt
Message-ID: 4C7F8DAF.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 02.09.2010, 11:35


AKTUELL

Neuer Kämmerer des LWL gewählt: Baur geht - Löb kommt:
Stabwechsel Anfang November nach offizieller Verabschiedung

Matthias Löb wird neuer Kämmerer des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL). Mit Mehrheit wählten die 101 Mitglieder
der LWL-Landschaftsversammlung am Donnerstag (02.09.10) in
Münster den bisherigen Bau- und Versorgungskassendezernenten
des Verbandes in das Amt, das neben der allgemeinen Vertretung
des LWL-Direktors die Leitung der LWL-Kämmerei sowie der
Abteilungen Personal/Organisation und IT/Datenverarbeitung
umfasst. Als Erster Landesrat löst Löb Dr. Fritz Baur ab, der
nach 32 Arbeitsjahren beim LWL in den Ruhestand geht.

Seine achtjährige Amtszeit wird Löb Anfang November antreten.
Der 46-Jährige stammt aus dem niedersächsischen Soltau. Nach
dem Studium in Münster begann der Jurist seine LWL-Laufbahn im
Jahre 1996. Die LWL-Personalabteilung und das
LWL-Krankenhausdezernat waren seine an-fänglichen Stationen. Im
Jahr 1998 wurde Löb Persönlicher Referent des LWL-Direktors.

Ab 2001 arbeitete er als Referatsleiter in der
LWL-Kulturabteilung und übernahm 2005 auch das Amt des
stellvertretenden Kulturdezernenten. Damit war er unter anderem
verantwortlich für die Finanz- und Personalangelegenheiten des
Dezernats. Seit April 2007 ist Löb Bau- und
Liegenschaftsdezernent des LWL und Geschäftsführer der
Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (kvw). Löb lebt
mit seiner Frau und zwei Kindern in Senden (Kreis Coesfeld). Im
Nebenamt ist er als ehrenamtlicher Verwaltungsvorstand des
Instituts für vergleichende Städtegeschichte in Münster tätig.

Vorgänger Dr. Fritz Baur wurde 1945 in Amsterdam geboren und
wuchs im ostwestfälischen Bad Oeynhausen auf. Nach Jurastudium
in Münster und Referendarzeit am Oberlandesgericht Hamm
startete er 1978 seine Laufbahn beim LWL. Beim Verband
arbeitete er in zahlreichen Positionen. Unter anderem war er in
der LWL-Abteilung für Gesundheit, Krankenhäuser und Psychiatrie
(heute LWL-PsychiatrieVerbund Westfalen bzw.
-Maßregelvollzugsabteilung) als Referatsleiter für Rechts- und
Verwaltungsangelegenheiten zuständig, bevor er 1982 zur
LWL-Sozialhilfeabteilung wechselte.

Nach der Promotion 1984 war er stellvertretender Leiter der
LWL-Gesundheitsabteilung. 1991 führte er die Kämmerei des
Verbandes, bis er 1993 zum Dezernenten für Sozialhilfe und
Sonderschulen sowie Leiter der Hauptfürsorgestelle gewählt
wurde. In dieser Funktion hatte er ab Anfang 1997 den Vorsitz
der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der
Sozialhilfe inne.

Das Amt des Ersten Landesrates und LWL-Finanzchefs trat Baur im
April 2007 an. Seitdem war er der allgemeine Vertreter des
LWL-Direktors und außerdem verantwortlich für Personal,
Organisation sowie Datenverarbeitung. Dr. Fritz Baur wird am
26. Oktober in Münster offiziell verabschiedet.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 3 10:50:09 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 03 Sep 2010 10:50:09 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Es war einmal ..." - Maerchenhafte Geschichten,
Herten, bis Ende Oktober 2010
Message-ID: 4C80D2E1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Herten"
Datum: 02.09.2010, 11:10


AUSSTELLUNG

"Es war einmal ..." - Märchenhafte Geschichten
Neue Literaturausstellung in der Stadtbibliothek Herten

Von Anfang September bis Mitte Oktober findet in Gelsenkirchen
das Märchen-Erzähl-Festival statt. Und das ist längst nicht
"nur was für Kinder". Wer in die fantastische Welt der Märchen
eintauchen möchte, sollte einen Besuch in der Stadtbibliothek
Herten einplanen. Denn in der Romanabteilung im 3. OG der
Bibliothek lädt die neue Literaturausstellung unter dem Titel
"Es war einmal ? Märchenhafte Geschichten" zum Stöbern ein.

Unter den dort ausgestellten Büchern finden sich natürlich
Klassiker wie die Grimmschen Märchen oder die Märchen aus
Tausendundeiner Nacht. Aber auch weniger bekannte Erzählungen
aus der Region und aus aller Welt sowie Kunstmärchen aus dem
19. Jahrhundert sind vertreten.

Nicht zuletzt kann man sich in zauberhaften Erzählungen und
Romanen verschiedener Autoren vertiefen. Hier locken "Die
Brautprinzessin" von William Goldman oder "Der kleine Prinz"
von Antoine de Saint-Exupéry.

Die Ausstellung läuft bis Ende Oktober. Ein Verzeichnis, in das
auch einige interessante Internet-Adressen aufgenommen wurden,
liegt aus oder kann im Internet heruntergeladen werden unter
www.glashaus-herten.de.


INFO

Stadtbibliothek im Glashaus
Hermannstr. 16
45699 Herten
E-Mail: Information: stadtbibliothek at herten.de
E-Mail: Kinder- und Jugendbibliothek: jugendbibliothek at herten.de

Telefonnummern:
Information: 0 23 66 / 303 650
Kinder- und Jugendbibliothek: 0 23 66 / 303 660
Kartenvorverkauf: 0 23 66 / 303 651
Telefonischer Verlängerungscomputer: 0 23 66 / 303 692
Fax: 0 23 66 / 303 667





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 3 11:40:48 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 03 Sep 2010 11:40:48 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Denkmaeler erzaehlen von "bewegter" Geschichte,
Muenster, 12.09.2010
Message-ID: 4C80DEC0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 02.09.2010, 09:03


AKTUELL

Denkmäler erzählen von "bewegter" Geschichte
Am 12. September auch Angebote speziell für Kinder

"Kultur in Bewegung" heißt es am Sonntag, 12. September, dem
Tag des offenen Denkmals. Wer nun glaubt, in Münster beschränkt
sich das Programm auf Oldtimer und Lastkähne, unterschätzt die
Aktiven der lokalen Denkmalpflege. Facettenreich setzen sie das
Thema um und laden ein, Münsters historische Schätze zu
entdecken, sachkundig begleitet und kostenlos.

So kam beispielsweise in den 1950er-Jahren Bewegung in die
Architektur, als amerikanische Ideen und Konstruktionen auch
Münster erreichten. Mit ihrer eigenen Leichtigkeit sind heute
noch der Kiffe-Pavillon und das Iduna-Hochhaus Zeugen dieser
Entwicklung.

Dabei sind Einflüsse aus der Fremde keine Erscheinung des 20.
Jahrhunderts. Schon Johann Conrad Schlaun oder Lambert Corfey
hatten sich erstmal selbst in Bewegung gesetzt. Vom barocken
Geist Italiens oder Frankreichs inspiriert schufen sie
einzigartige Gebäude wie den Erbdrostenhof, das Rüschhaus oder
die Dominikanerkirche. Auch die Architekten, die im 19.
Jahrhundert den Domplatz im Zeitgeist des Historismus neu
gestalteten, waren weitgereist, um dann in Münster Baustile
vergangener Jahrhunderte wieder aufleben zu lassen. Mit Hilfe
der Fachleute sind diese Spuren am Denkmaltag leicht zu
entdecken.

Wer sich lieber selbst mehr bewegen möchte, hat dazu zum
Beispiel bei einer Radtour entlang des Rings Gelegenheit. Sie
verspricht spannende Blicke auf Villen, Kirchen oder Schulen
des beginnenden 20. Jahrhunderts. Oder man geht ein Stück des
Prozessionsweges gen Telgte, wie die Menschen es seit über 400
Jahren tun. Plattdeutsche Texte und Meditationen bringen an den
historischen Wegemalen auch den Geist in Bewegung.

Drei Veranstaltungen eignen sich zudem explizit für Familien.
So können Erwachsene und Kinder in Kinderhaus spielerisch einen
Blick ins Mittelalter werfen, als die Leprakranken noch weit
vor den Toren Münsters hinter hohen Mauern leben mussten.
Kinder sind auch im Landesarchiv willkommen, wo es um Kutschen,
Karten und einen reisenden Kaiser geht, oder in der
Mauritzkirche, wo sie erfahren, wie man Kirchen baut.


INFO

Das Programmheft mit Angeboten für Groß und Klein gibt es in
der Münster-Information und im Internet
(www.muenster.de/stadt/denkmal). Einige Veranstaltungen eignen
sich auch für Menschen mit Behinderungen und sind entsprechend
gekennzeichnet.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 3 11:44:13 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 03 Sep 2010 11:44:13 +0200
Subject: [WestG] [AKT] 5. Lippisches Feldbahntreffen im LWL-Ziegeleimuseum,
Lage, 04./05.09.2010
Message-ID: 4C80DF8D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 02.09.2010, 16:22


AKTUELL

Loks, Trucks und Trecker
5. Lippisches Feldbahntreffen im LWL-Ziegeleimuseum Lage

Besuch aus vielen Teilen Deutschlands erwartet der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am kommenden
Wochenende in seinem Ziegeleimuseum in Lage. Denn am Samstag
und Sonntag (4. und 5. September) lädt der LWL zum großen
Feldbahntreffen der Eisenbahnfreunde Lippe in sein
Industriemuseum ein. Alle zwei Jahre treffen sich "alte
Schätzchen" aus dem In- und Ausland im LWL-Museum. Dieses Mal
haben sich Gäste aus Belgien und den und den Niederlanden
angemeldet. Etwa 25 Lokomotiven und Triebfahrzeuge mit Beiwagen
und Anhängern werden einige Runden auf dem Gleis 1,5 Kilometer
langem 600-Millimeter-Gleis des LWL-Ziegeleimuseums drehen, bei
einigen können die Besucher auch mitfahren.

Auch jenseits der Schienen locken viele Programmpunkte auf das
LWL-Museumsgelände: Die Mini-Truck-Freunde Lippe zeigen auf
etwa 100 Quadratmetern Fläche ihre funktionstüchtigen Fahrzeuge
wie LKW, PKW, Bagger, Züge und Kettenfahrzeuge in Aktion. In
wenigen Stunden entsteht mit den Fahrzeugen eine große
Landschaft aus Sand, Lehm und Steinen.

Die Oldtimer- und Traktor-Freunde Leopoldshöhe werden über 30
restaurierte Oldtimer-Fahrzeuge im Freigelände ausstellen. Zu
sehen sind: Dreschmaschine, Lanz-Bulldog- und Deutz-Traktoren,
eine Planierraupe und weitere Oldies.

Im Einsatz können die Museumsgäste an beiden Tagen eine
Planierraupe und einen Bagger der Marke "Weserhütte Pionier"
bei der Arbeit auf dem Freigelände beobachten. Der aus den 50er
Jahren stammende Bagger wurde den Eisenbahnfreunden und dem
Museum von einem Bielefelder Bauunternehmer als Dauerleihgabe
zur Verfügung gestellt. Ein Bagger dieser Bauart war in der
aktiven Zeit der Ziegelei Beermann in der Lehmgrube im Einsatz.
Zusammen mit einer Planierraupe und einem Walzenfahrzeug werden
sie an beiden Tagen wieder viele Kubikmeter Lehm bewegen und
auf dem Gelände verteilen.

Die historische Lokomobile des LWL-Industriemuseums wird unter
Dampf einen Steinbrecher antreiben, der den gesamten Tag lang
Ziegelsteine zermalmt, die zu Baumaterial verarbeitet werden.
Kinder und Erwachsene dürfen selbst Ziegel zwischen die Walzen
des Steinbrechers werfen.

Erstmals wird die über 70 Jahre alte "Dörentrupper E-Lok" zum
Einsatz kommen. Sie wurde in den letzten Jahren von den
Eisenbahnfreunden aufwendig repariert und wieder
instandgesetzt. Ohne Oberleitung, wie in den Dörentruper Ton-
und Sandwerken, wo sie bis in die 1960er Jahre ihren Dienst tat,
aber mit einem mobilen Dieselgenerator wird sie erstmals
wieder über die Schienen des Museums rollen.

Am Samstag wird ein Feldbahnfreund aus Lauenburg an der Elbe
mit einem "Solartriebwagen" anreisen. Sobald die Sonne scheint,
wird der Triebwagen mit Sonnenkraft über das Museumsgelände
rollen und auch Besucher mitnehmen. Am Sonntag werden über 40
Trabbis und Wartburgs zu einer großen Schau erwartet. Sie
können auf dem Gelände bewundert werden, bevor sie anschließend
zu einer Ausfahrt durch Lippe starten.

Eine große Fahrzeug- und Lokparade mit allen betriebsfähigen
Lokomotiven und Fahrzeugen findet am Samstag um 15 Uhr und am
Sonntag um 14 Uhr statt. Die Besucher können an beiden Tagen
jederzeit auf den für den Personenverkehr eingesetzten Zügen
mitfahren.

An beiden Tagen gibt es im Café-Bistro "Tichlerstoben" die
Möglichkeit, sich mit einem deftigen Eintopf, lippischen
Gerichten und Kaffee und Kuchen zu stärken.

Für alle Museumsbesucher gibt es von 10.30 Uhr (erste Abfahrt
Eichenallee) bis 18.45 Uhr (letzte Abfahrt LWL-Industriemuseum)
einen kostenlosen Busshuttle aus Lage (Haltestelle
Eichenallee/Friedenspark) zum LWL-Industriemuseum.

Das Museum ist an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Besucher zahlen den normalen Museumseintritt: Erwachsene 2,90
Euro, Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 1,50 Euro,
Familientageskarte 6,80 Euro. Preis pro Bahnfahrt: 50 Cent.


INFO

LWL-Industriemuseum
Ziegeleimuseum Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
Tel.: 05232 9490-0
E-Mail: ziegelei-lage at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 3 11:47:20 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 03 Sep 2010 11:47:20 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Das LWL-Landesmuseum bietet Veranstaltungen
und Fuehrungen von 16 bis 24 Uhr, Muenster, 04.09.2010
Message-ID: 4C80E048.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 02.09.2010, 15:43


AKTUELL

Kunst bis Mitternacht
Das LWL-Landesmuseum bietet Veranstaltungen und Führungen von
16 bis 24 Uhr

Nachts in Museum - auch das LWL-Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte öffnet in der Langen Nacht am 4. September
seine Türen. Von 16 bis 24 Uhr wurde ein Programm organisiert,
das die besondere Situation des Umbaus aufnimmt und Einblicke
in die Sammlung im Altbau gibt. Der Eintritt ist an diesem
Abend frei.

In der ständigen Präsentation "Aufgemischt - Meisterwerke der
Sammlung im Dialog" treffen Kunstwerke aus verschiedenen
Epochen aufeinander. Zwischen 20 Uhr und 23 Uhr finden jede
halbe Stunde Führungen durch "Aufgemischt" statt, die jeweils
30 Minuten dauern.

Der Depotturm im Lichthof und die dort sichtbaren Exponate
werden von 18.30 bis 22.30 Uhr stündlich in 30minütigen
Führungen vorgestellt. Dazu wird Markus von Hagen mit seinem
Kunstkabarett "Hoffnungsfroh und erwartungsschwanger:
Neubaugeflüster" jede Stunde von 19 bis 23 Uhr die Besucher der
Langen Nacht im Lichthof unterhalten. Für Entspannung sorgt
eine Lounge, in der der Film "Der Lauf der Dinge" des
Künstlerduos Fischli/ Weiss als Endlosschleife zu sehen ist.

Außerdem können die Besucher auf dem Bücherflohmarkt von 16 bis
22 Uhr hochwertige Doppelexemplare von Kunstbüchern und
Ausstellungskatalogen aus der Bibliothek des LWL-Landesmuseums
zu Sonderpreisen erwerben. Die Fotoaktion "Aus dem Rahmen
fallen" macht das Programm im LWL-Landesmuseum komplett.


INFO

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: +49 251 5907-01
Fax: +49 251 5907-210
E-Mail: landesmuseum(at)lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 3 11:49:25 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 03 Sep 2010 11:49:25 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL gibt Zeitung zum Tag des offenen Denkmals heraus
Message-ID: 4C80E0C5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 03.09.2010, 11:01


AKTUELL

Bahnhöfe, Autobahnmeistereien, Pilgerwege und archäologische
Ausgrabungen
LWL gibt Zeitung zum Tag des offenen Denkmals heraus

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gibt zum Tag des
offenen Denkmals am 12. September eine Denkmalzeitung heraus.
Die kostenlose Zeitung liegt ab sofort bei vielen Städten und
Gemeinden, in Museen und Bibliotheken aus. Interessierte können
sie auch im Internet herunterladen unter URL:
http://www.lwl-denkmalpflege-westfalen.de oder URL:
http://www.lwl-archaeologie.de.

Unter das diesjährige Motto "Kultur in Bewegung - Reisen,
Handel und Verkehr" fallen unter anderem Straßen,
Autobahnmeistereien, Pilgerwege, Bahnhöfe und Kleinbahnen aber
auch Denkmäler, die den Betrachter bewegen wie der
Erbdrostenhof in Münster, die Falkenburg in Detmold, Kirchen
oder Gemälde. Die Denkmalzeitung präsentiert in 14 Artikeln auf
zwölf Seiten denkmalgeschützte "Leckerbissen" unter anderem aus
Bielefeld, Detmold (Kreis Lippe), Erwitte (Kreis Soest),
Herscheid, Meinerzhagen (beide Märkischer Kreis), Oelde (Kreis
Warendorf), Paderborn und Minden.

"Wir möchten mit der Denkmalzeitung auch in diesem Jahr wieder
Schlaglichter auf unser so viel-fältiges und erhaltenswertes
kulturelles Erbe werfen", erklärt LWL-Direktor Dr. Wolfgang
Kirsch.

Hintergrund:
Der "Tag des offenen Denkmals" findet bereits zum 18. Mal
bundesweit statt. Seit einigen Jahren beteiligen sich alle 48
europäischen Länder an den "European Heritage Days".
NRW-Bauminister Harry Kurt Voigtsberger eröffnet den
diesjährigen Tag des offenen Denkmals landesweit im
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg.

INFO

Achtung: Sie können die Denkmalzeitung auch beim LWL-Amt für
Denkmalpflege (afdw at lwl.org, Telefon: 0251 591-4036)
oder bei der
LWL-Archäologie für Westfalen (lwl-archaeologie at lwl.org,
Telefon: 0251 591-8921) anfordern.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 6 10:34:37 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 06 Sep 2010 10:34:37 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Ausstellungsprojekt BLICKWECHSEL bringt vom
12. September bis 24. Oktober Kunst in 42 NRW-Staedte
Message-ID: 4C84C3BD.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Bernd Apke"
Datum: 01.09.2010, 15:46


AUSSTELLUNG

Ausstellungsprojekt BLICKWECHSEL bringt vom 12. September bis
24. Oktober Kunst in 42 NRW-Städte

Christian Keinstar fordert: 'Lüdenscheid muss untergehen!' Und
das Technische Hilfswerk unterstützt ihn dabei.

Droht dem Mineralölkonzern BP das Ende? Ruppe Koselleck
arbeitet in Sundern an der endgültigen Übernahme von BP.

Liebesseparée an Ehrendenkmal in Detmold: Alexander Titz
fordert statt 'Machtliebe' 'macht Liebe!'

Das Ausstellungsprojekt BLICKWECHSEL greift in 42
Mitgliedsstädten des Kultursekretariats NRW Gütersloh (von
Ahlen über Kempen bis Witten) künstlerisch in den Alltag ein.
Selbstverständliches wird hinterfragt, Ungewöhnliches rückt in
den Vordergrund. Ob zurückhaltender Eingriff oder spektakuläre
Aktion.


BLICKWECHSEL - ein Experiment

42 Künstlerinnen, Künstler und Künstlerpaare haben sich auf ein
Experiment eingelassen: Sie waren bereit, an einer Zulosung
teilzunehmen, bei der sie jeweils einer von 42 Mitgliedsstädten
des Kultursekretariats NRW Gütersloh zugeteilt wurden. Niemand
wusste, wohin die Reise ging, bekannt war nur die
Aufgabenstellung. Es ging darum, die Stadt zu bereisen und zu
erkunden, was für die Einwohner alltäglich ist, dem fremden
Künstler aber ins Auge fällt.

Gefragt war ein künstlerischer Blick, der eine Alltäglichkeit
dazu erwählt, Kunstwerk zu werden. Diese Alltäglichkeit konnte
unterschiedlichster Natur sein: architektonisch oder situativ,
soziologisch, strukturell oder prozesshaft-kommunikativ.
Wichtig war die Auswahl und der interventionistische Eingriff
des Künstlers in diese Alltäglichkeit oder in deren Kontext.

Einblicke in die künstlerische und kommunale Vielfalt

Das Kultursekretariat NRW Gütersloh ist federführende,
fördernde sowie einladende Institution und begleitet
BLICKWECHSEL kuratorisch und organisatorisch. Zentral für die
Aufgabenstellung des Ausstellungsprojektes waren naturgemäß die
Mitarbeiter in den Städten, die die Künstler empfingen, ihnen
die Stadt vorstellten und mit ihnen an den Ideen und deren
Umsetzungen feilten.

Nur die Mitarbeiter der Städte, seien sie aus den städtischen
Kulturämtern, den dortigen Kunstvereinen oder andere Engagierte
besaßen die notwendige Ortskunde, um den Künstlern kompetente
Ansprechpartner zu sein. Denn eine entscheidende Rolle im
Konzept von BLICKWECHSEL kommt den Eigenheiten der Städte zu.
Jede Stadt hat etwas, was einem Künstler Anregung sein kann und
was geradezu nach einem künstlerischen Kommentar oder Eingriff
verlangt.

Für BLICKWECHSEL sind zumeist im öffentlichen Raum
Interventionen entstanden, die etwas Unauffälliges
herausstellen, die Details in ihren Kontexten weiterdenken,
Arbeiten, die ironisch kommentieren oder eine Absurdität
aufdecken, aber auch Absurdes zeigen.

Manchmal sind es zunächst unscheinbare Kunstwerke, die
entwickelt wurden, solche, die man erst bemerkt, wenn man genau
hinsieht. Hin und wieder findet man auch Interventionen, die
laut sind, ja spektakulär. Es gibt Werke, die während vieler
Wochen zu sehen sind und solche, die nur an wenigen Terminen
inszeniert werden.

Das eine Mal läuft die Zusammenarbeit für die Intervention in
einer Stadt auf internationaler Ebene, das andere Mal sind es
intensive Kommunikationsabläufe zwischen zahlreichen
Protagonisten einer Stadt, die selbst zum Thema werden.
Meistens aber sind es Einzelprojekte geworden, die im
öffentlichen Raum im weiteren Sinne situiert sind.

BLICKWECHSEL bildet ein großes Spektrum dessen ab, was momentan
in der zeitgenössischen Kunst aktuell ist. Das
Ausstellungsprojekt vereinigt dabei Künstler, die mehrheitlich
in den 1960er und 1970er Jahren geboren sind und künstlerisch
über rein bildhauerische Positionen hinausgehen. Ziel ist nicht
die dauerhafte Installation, sondern der temporäre Eingriff.

Sowohl im Falle eines stationären Kunstwerkes wie auch dem
einer temporären Intervention ist nämlich auch die Zeit nach
der Präsentation interessant, wenn nichts mehr zu sehen sein
wird. Die Wirkung ist ähnlich der bei einem Vexierbild: Hat man
einmal das zweite Bild im Vexierbild erkannt, wird man eine
Zeit lang zwischen dem ersten und dem zweiten Bild hin- und
herwechseln können. Das Kunstwerk verschwindet, der
BLICKWECHSEL bleibt.

Dass Kunst - ob zeitgenössische oder ältere - der Vermittlung
bedarf, ist selbstverständlich. Viele beteiligte Städte bieten
deshalb Veranstaltungen an, die zu einem besseren Verständnis
der Werke beitragen werden. Informationen hierzu und zu den
Projekten im Einzelnen sind auf der Netzseite zu finden. Sie
fungiert als wichtiges Medium, um das landesweite
Ausstellungsprojekt für den Einzelnen greifbar zu machen.

Dass das Experiment BLICKWECHSEL gelungen ist, ist dem
Engagement auf Seiten der Künstler und der Städte zu verdanken
- ein positives Beispiel für die Chancen und Synergiewirkungen
kultureller Zusammenarbeit in NRW. Gleichzeitig führt das
Ausstellungsprojekt ein Merkmal dieses Bundeslandes vor Augen,
das bei der medialen Konzentration auf wenige Metropolen
manchmal zu kurz kommt: Es ist die dezentrale Vielfalt NRWs,
eine Mannigfaltigkeit, die sich auch in den vielen
Einzelprojekten von BLICKWECHSEL spiegelt.


Blickwechsel NRW

Zentrale Eröffnung 12. September 2010 in Soest

Individuelle Ausstellungslaufzeiten ab Ende August bis Ende
Oktober

Alle Ausstellungsorte, Laufzeiten, Künstler und Titel


Ahlen / Bahnhof Ahlen

12.09. - 21.10. Susanne Lorenz "Geist"


Arnsberg / Neumarkt und Alter Markt, Maximilianbrunnen

12.09. - 26.09. Thomas Klegin "RE_MINDER"


Beckum / Stadtmuseum (Historisches Rathaus),

Markt 1, Durchgang zwischen Marktplatz und Kirchplatz

12.09. - 24.10. Robert Barta "Deposit"


Bergkamen / Begegnungszentrum, Am Stadtmarkt 1

12.09. - 31.10. Benjamin Houlihan "Ohne Titel"


Bönen / Rathaus Bönen, Am Bahnhof / Gemeindeteich,
Fußgängerzone / Bahnhofstraße

09.09. - 24.09. Sigrid Lange "Hier beginnt Neusehland"


Brilon / Rathaus Brilon, Am Markt 1

29.09.2010 - 24.10.2010 Kirsten Kaiser "Cosies for Art"


Coesfeld / Kunstverein Münsterland e.V., Jakobiwall 1

12.09. - 24.10.

Mioon "Die Stadt, in der wir noch nicht waren und
wahrscheinlich nie sein werden"


Detmold / Kaiser-Wilhelm-Platz

28.08. bis auf weiteres Alexander Titz "MachtLiebe"


Emsdetten / Diverse Standorte in der Emsdettener Innenstadt

18.09. - 17.10. Tina Tonagel "Ein Zwölftel der Ekliptik"


Euskirchen / Entlang der noch vorhandenen mittelalterlichen
Stadtmauer

12.09. - 10.10. Caroline Bayer "Feldstücke"


Gütersloh / Kaiserstraße 25 /

09.09. bis 24.10. - Videoinstallation durch die Fenster im
Erdgeschoss einsehbar

Sebastian Walther "THE LOST SHOW"


Hamm / Willy-Brandt-Platz, Vorplatz Kleistforum

15.08. - 07.11. Gunnar Friel und Anja Vormann "Utopische Insel"


Hattingen / Große Weilstraße, Ecke Haldenplatz 1 (gegenüber
'Bügeleisenhaus')

26.09. - 03.12. Albert Weis "temps"


Herten / Hertener Innenstadt (Ewaldstr. / Antoniusdenkmal)

12.09. von 11 - 19 Uhr im Rahmen des Hertener Weinmarktes

Alex Gross "Tauschbörse für ungeliebte Zimmerpflanzen"


Hürth

September - November Matthias Schamp "Schlechte Verstecke Hürth"

Die 'Schlechten Verstecke Hürth' befinden sich in sechs
verschiedenen Ortsteilen. Die Öffentlichkeit kann ab September
im Abstand von einer Woche jeweils ein Versteck finden, indem
sie Orte auf Polaroid-Bildern errät. Pro Woche gibt es einen
Gewinn für den aufmerksamen Finder.


Ibbenbüren

17.09. - 29.10. Stefan Wischnewski "Zurück in die Zukunft"

'Cube' im Kulturhaus 'Alte Sparkasse', Oststr. 28

'Skulptur' im Bürgerhaus, Wilhelmstr. 16

'Grünes Licht für Ibbenbüren' im Außenbereich des Bürgerhauses


Iserlohn / Unterhalb vom Danzturm, Danzweg 60

10.09. - 24.10. Christel Fetzer "Sight Unseen"


Kempen / Ellenstraße - Ecke Hessenwall

10.09. - 05.11. Dirk Schlichting "Vitrine"


Kleve / Forstgarten, Tiergartenstraße

26.09. - 24.10. Isa Melsheimer "Ungeliebte Pflanzen"


Lemgo / Das einzige Haus in der Leggestraße

04.09. - 31.10. Max Sudhues "field of stars"


Lippstadt

"vis-à-vis": Stiftstaße 7, visà-vis der Stiftsruine - Bereits
fertiggestellt, bis auf weiteres.

Zusätzl. Ausstellung 'Lüster und Seerosen' im Kunstverein
Lippstadt, Am Speelbrink 8:

19.09. - 07.11. Heide Weidele "vis-à-vis"


Löhne / Fa. Möhle Sitz- und Schlafkultur, Lübbecker Str. 17

31.08. - 19.09. Carsten Gliese "machine"


Lüdenscheid / Rosengarten, Jockuschstr. / Ecke Schillerstr.

Aktionen am 15.09., 19.09., 22.09., 26.09., 29.09.2010, jeweils
20 - 22 Uhr

Christian Keinstar "L.M.U."


Marl / Haupteingangsrampe und Eingangshalle des Rathauses Marl,
Creiler Platz 1

17.09. - 31.10. Martin Kaltwasser und Folke Köbberling "SUV und
White Trash"


Meschede

Bis 27.09.: Kommunikation in der Stadt

25.09., 20 Uhr: Öffentliches Gespräch: Café 'Das Schäfers',
Ruhrstraße 25

26./27.09.: Installation: Ausstellungsraum der Abtei
Königsmünster, Klosterberg

Ute Reeh "Stadtbeziehung"


Minden / Weserkolleg, Martinikirchhof 6a

19.09. - 11.02.2011 Christian Hasucha "Die Vertikalen"


Paderborn / Einwohneramt, Marienplatz 2a

29.08. - 08.10. Martin Brand "Paderborn Portraits Deutschland
2010"


Plettenberg / Parkhaus real-Markt, 1. Ebene, Maiplatz 5

Ab 19.09. bis auf weiteres Jáchym Fleig "Kontrastmittel"


Ratingen / Museum der Stadt Ratingen, Peter-Brüning-Platz 1

Ab 12.09.2010 als ständige Installation Thorsten Goldberg
"Milch & Honig"


Rheine / Fußgängerzone, Emsstr. 26

11.9. - 10.10. Anja Kempe "Bliekbüssken"


Sankt Augustin / Stadtbücherei Sankt Augustin, Markt 1

06.09. - 20.10. Jeongmoon Choi "Tag und Nacht und Cinderella"


Schöppingen / Altes Rathaus Schöppingen, Hauptstraße

11.09., 21-22 Uhr Tatzu Rors "Die Decke"


Schwerte

Schautafel am Fußweg beim Abfluss des Gerrenbach Stausees
(Kreuzung Lichtendorfer Straße / Am Hohenstein)

Zusätzliche Ausstellung: Ab 08.10.zusammen mit Florian Hüttner
im Kunstverein Schwerte, Kötterbachstr. 2

08.10. - 07.11.

Mark Wehrmann "Gerrenbach, Schwerte"


Siegburg / Parcours durch die Fußgängerzone zwischen
ICE-Bahnhof und Markt

12.09. - 15.10. Malte Urbschat "Boys are back in town"


Siegen / Parkhaus Rathaus/Markt, Hinterstraße

17.09. - 31.10. Kerim Seiler "Mindspace (Siegen)"


Soest / Theodor-Heuss-Park

12.09. - 17.10. Matthias Lehmann "Wellenbrecher"


Sundern

Diverse Orte in der Innenstadt, die gesucht werden müssen

'Büro zur feindlichen Übernahme': Stadtgalerie, Lockweg 3

12.09. - 24.10.

Ruppe Koselleck:

"Homöopathische Werbestrategien", "Eine Aufsicht ist ein
Polizist, der auf einem Kaugummi klebt", "Büro zur feindlichen
Übernahme"

12.09., 11.30 Uhr: 'Büro zur feindlichen Übernahme'


Telgte / Vor dem Krippenmuseum, Herrenstraße 1-2

12.09. - 31.10. Robert Jacobsen "Ein Fernrohr für ...(observers
play)"


Troisdorf 29.8. - 31.10.

Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort "Troisdorfer
Uhrwerke"


1. Burg Wissem, Am Hirschpark / Wilhelm-Stricker-Weg.

2. Werktor der Mannstaedt Werke im sog. Gleisdreieck,
Louis-Mannstaedt-Str.

3. Industriegebiet Heinkelstr. / Junkersring

4. Parkplatz Mauspfad / Asselbachstr., Rad- und Fußweg Richtung
Deponie

5. Gegenüber dem Rathaus, Kaiserstr.


Viersen / St. Cornelius Kirche, Alter Markt, Dülken

04.10. - 24.10. Helmut Dick "Die Jesusbaustelle"


Warendorf / Rund um den Marktplatz

Ab 12.09. für ca. einen Monat (abhängig vom Wetter)

Olafur Gislason "Identity check"


Witten /Garten und Grafisches Kabinett des Märkischen Museums,
Husemannstr. 12

19.09. - 14.11. Kai Rheineck "IRENE"


INFO

Das Kultursekretariat NRW Gütersloh ist ein seit 1980
bestehender Zusammenschluss von zur Zeit 66 Städten und
Gemeinden Nordrhein-Westfalens auf der Basis einer
öffentlich-rechtlichen Vereinbarung. Kulturpolitische Intention
ist die Intensivierung der Zusammenarbeit seiner
Mitgliedsstädte in allen Aufgabenbereichen kommunaler
Kulturarbeit mit dem Ziel der Qualifizierung der kulturellen
Angebote und der Effizienzmaximierung durch Kooperation.

Die Förderung wird aus jährlichen Zuwendungen des Kulturetats
des Landes NRW bestritten und erfolgt im Wesentlichen als
Projekt- und Veranstaltungskostenzuschuss der zur Förderung
ausgewählten Themen und Verbundprojekte an die kommunalen und
freien Träger.

Weitere Informationen unter: URL: www.kultursekretariat.de

Informationen zu allen Künstlern und Städten: URL:
www.blickwechsel-nrw.de

Informationen zu den Künstlern:

Dr. Bernd Apke (Kurator), Kultursekretariat NRW Gütersloh -
Kirchstraße 21

33330 Gütersloh Tel.: 05241/16191 Fax: 05241/12775
Bernd.Apke at gt-net.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 6 10:35:54 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 06 Sep 2010 10:35:54 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Ausstellungsprojekt BLICKWECHSEL bringt vom
12. September bis 24. Oktober Kunst in 42 NRW-Staedte
Message-ID: 4C84C40A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Bernd Apke"
Datum: 01.09.2010, 15:46


AUSSTELLUNG

Ausstellungsprojekt BLICKWECHSEL bringt vom 12. September bis
24. Oktober Kunst in 42 NRW-Städte

Christian Keinstar fordert: 'Lüdenscheid muss untergehen!' Und
das Technische Hilfswerk unterstützt ihn dabei.

Droht dem Mineralölkonzern BP das Ende? Ruppe Koselleck
arbeitet in Sundern an der endgültigen Übernahme von BP.

Liebesseparée an Ehrendenkmal in Detmold: Alexander Titz
fordert statt 'Machtliebe' 'macht Liebe!'

Das Ausstellungsprojekt BLICKWECHSEL greift in 42
Mitgliedsstädten des Kultursekretariats NRW Gütersloh (von
Ahlen über Kempen bis Witten) künstlerisch in den Alltag ein.
Selbstverständliches wird hinterfragt, Ungewöhnliches rückt in
den Vordergrund. Ob zurückhaltender Eingriff oder spektakuläre
Aktion.


BLICKWECHSEL - ein Experiment

42 Künstlerinnen, Künstler und Künstlerpaare haben sich auf ein
Experiment eingelassen: Sie waren bereit, an einer Zulosung
teilzunehmen, bei der sie jeweils einer von 42 Mitgliedsstädten
des Kultursekretariats NRW Gütersloh zugeteilt wurden. Niemand
wusste, wohin die Reise ging, bekannt war nur die
Aufgabenstellung. Es ging darum, die Stadt zu bereisen und zu
erkunden, was für die Einwohner alltäglich ist, dem fremden
Künstler aber ins Auge fällt.

Gefragt war ein künstlerischer Blick, der eine Alltäglichkeit
dazu erwählt, Kunstwerk zu werden. Diese Alltäglichkeit konnte
unterschiedlichster Natur sein: architektonisch oder situativ,
soziologisch, strukturell oder prozesshaft-kommunikativ.
Wichtig war die Auswahl und der interventionistische Eingriff
des Künstlers in diese Alltäglichkeit oder in deren Kontext.

Einblicke in die künstlerische und kommunale Vielfalt

Das Kultursekretariat NRW Gütersloh ist federführende,
fördernde sowie einladende Institution und begleitet
BLICKWECHSEL kuratorisch und organisatorisch. Zentral für die
Aufgabenstellung des Ausstellungsprojektes waren naturgemäß die
Mitarbeiter in den Städten, die die Künstler empfingen, ihnen
die Stadt vorstellten und mit ihnen an den Ideen und deren
Umsetzungen feilten.

Nur die Mitarbeiter der Städte, seien sie aus den städtischen
Kulturämtern, den dortigen Kunstvereinen oder andere Engagierte
besaßen die notwendige Ortskunde, um den Künstlern kompetente
Ansprechpartner zu sein. Denn eine entscheidende Rolle im
Konzept von BLICKWECHSEL kommt den Eigenheiten der Städte zu.
Jede Stadt hat etwas, was einem Künstler Anregung sein kann und
was geradezu nach einem künstlerischen Kommentar oder Eingriff
verlangt.

Für BLICKWECHSEL sind zumeist im öffentlichen Raum
Interventionen entstanden, die etwas Unauffälliges
herausstellen, die Details in ihren Kontexten weiterdenken,
Arbeiten, die ironisch kommentieren oder eine Absurdität
aufdecken, aber auch Absurdes zeigen.

Manchmal sind es zunächst unscheinbare Kunstwerke, die
entwickelt wurden, solche, die man erst bemerkt, wenn man genau
hinsieht. Hin und wieder findet man auch Interventionen, die
laut sind, ja spektakulär. Es gibt Werke, die während vieler
Wochen zu sehen sind und solche, die nur an wenigen Terminen
inszeniert werden.

Das eine Mal läuft die Zusammenarbeit für die Intervention in
einer Stadt auf internationaler Ebene, das andere Mal sind es
intensive Kommunikationsabläufe zwischen zahlreichen
Protagonisten einer Stadt, die selbst zum Thema werden.
Meistens aber sind es Einzelprojekte geworden, die im
öffentlichen Raum im weiteren Sinne situiert sind.

BLICKWECHSEL bildet ein großes Spektrum dessen ab, was momentan
in der zeitgenössischen Kunst aktuell ist. Das
Ausstellungsprojekt vereinigt dabei Künstler, die mehrheitlich
in den 1960er und 1970er Jahren geboren sind und künstlerisch
über rein bildhauerische Positionen hinausgehen. Ziel ist nicht
die dauerhafte Installation, sondern der temporäre Eingriff.

Sowohl im Falle eines stationären Kunstwerkes wie auch dem
einer temporären Intervention ist nämlich auch die Zeit nach
der Präsentation interessant, wenn nichts mehr zu sehen sein
wird. Die Wirkung ist ähnlich der bei einem Vexierbild: Hat man
einmal das zweite Bild im Vexierbild erkannt, wird man eine
Zeit lang zwischen dem ersten und dem zweiten Bild hin- und
herwechseln können. Das Kunstwerk verschwindet, der
BLICKWECHSEL bleibt.

Dass Kunst - ob zeitgenössische oder ältere - der Vermittlung
bedarf, ist selbstverständlich. Viele beteiligte Städte bieten
deshalb Veranstaltungen an, die zu einem besseren Verständnis
der Werke beitragen werden. Informationen hierzu und zu den
Projekten im Einzelnen sind auf der Netzseite zu finden. Sie
fungiert als wichtiges Medium, um das landesweite
Ausstellungsprojekt für den Einzelnen greifbar zu machen.

Dass das Experiment BLICKWECHSEL gelungen ist, ist dem
Engagement auf Seiten der Künstler und der Städte zu verdanken
- ein positives Beispiel für die Chancen und Synergiewirkungen
kultureller Zusammenarbeit in NRW. Gleichzeitig führt das
Ausstellungsprojekt ein Merkmal dieses Bundeslandes vor Augen,
das bei der medialen Konzentration auf wenige Metropolen
manchmal zu kurz kommt: Es ist die dezentrale Vielfalt NRWs,
eine Mannigfaltigkeit, die sich auch in den vielen
Einzelprojekten von BLICKWECHSEL spiegelt.


Blickwechsel NRW

Zentrale Eröffnung 12. September 2010 in Soest

Individuelle Ausstellungslaufzeiten ab Ende August bis Ende
Oktober

Alle Ausstellungsorte, Laufzeiten, Künstler und Titel


Ahlen / Bahnhof Ahlen

12.09. - 21.10. Susanne Lorenz "Geist"


Arnsberg / Neumarkt und Alter Markt, Maximilianbrunnen

12.09. - 26.09. Thomas Klegin "RE_MINDER"


Beckum / Stadtmuseum (Historisches Rathaus),

Markt 1, Durchgang zwischen Marktplatz und Kirchplatz

12.09. - 24.10. Robert Barta "Deposit"


Bergkamen / Begegnungszentrum, Am Stadtmarkt 1

12.09. - 31.10. Benjamin Houlihan "Ohne Titel"


Bönen / Rathaus Bönen, Am Bahnhof / Gemeindeteich,
Fußgängerzone / Bahnhofstraße

09.09. - 24.09. Sigrid Lange "Hier beginnt Neusehland"


Brilon / Rathaus Brilon, Am Markt 1

29.09.2010 - 24.10.2010 Kirsten Kaiser "Cosies for Art"


Coesfeld / Kunstverein Münsterland e.V., Jakobiwall 1

12.09. - 24.10.

Mioon "Die Stadt, in der wir noch nicht waren und
wahrscheinlich nie sein werden"


Detmold / Kaiser-Wilhelm-Platz

28.08. bis auf weiteres Alexander Titz "MachtLiebe"


Emsdetten / Diverse Standorte in der Emsdettener Innenstadt

18.09. - 17.10. Tina Tonagel "Ein Zwölftel der Ekliptik"


Euskirchen / Entlang der noch vorhandenen mittelalterlichen
Stadtmauer

12.09. - 10.10. Caroline Bayer "Feldstücke"


Gütersloh / Kaiserstraße 25 /

09.09. bis 24.10. - Videoinstallation durch die Fenster im
Erdgeschoss einsehbar

Sebastian Walther "THE LOST SHOW"


Hamm / Willy-Brandt-Platz, Vorplatz Kleistforum

15.08. - 07.11. Gunnar Friel und Anja Vormann "Utopische Insel"


Hattingen / Große Weilstraße, Ecke Haldenplatz 1 (gegenüber
'Bügeleisenhaus')

26.09. - 03.12. Albert Weis "temps"


Herten / Hertener Innenstadt (Ewaldstr. / Antoniusdenkmal)

12.09. von 11 - 19 Uhr im Rahmen des Hertener Weinmarktes

Alex Gross "Tauschbörse für ungeliebte Zimmerpflanzen"


Hürth

September - November Matthias Schamp "Schlechte Verstecke Hürth"

Die 'Schlechten Verstecke Hürth' befinden sich in sechs
verschiedenen Ortsteilen. Die Öffentlichkeit kann ab September
im Abstand von einer Woche jeweils ein Versteck finden, indem
sie Orte auf Polaroid-Bildern errät. Pro Woche gibt es einen
Gewinn für den aufmerksamen Finder.


Ibbenbüren

17.09. - 29.10. Stefan Wischnewski "Zurück in die Zukunft"

'Cube' im Kulturhaus 'Alte Sparkasse', Oststr. 28

'Skulptur' im Bürgerhaus, Wilhelmstr. 16

'Grünes Licht für Ibbenbüren' im Außenbereich des Bürgerhauses


Iserlohn / Unterhalb vom Danzturm, Danzweg 60

10.09. - 24.10. Christel Fetzer "Sight Unseen"


Kempen / Ellenstraße - Ecke Hessenwall

10.09. - 05.11. Dirk Schlichting "Vitrine"


Kleve / Forstgarten, Tiergartenstraße

26.09. - 24.10. Isa Melsheimer "Ungeliebte Pflanzen"


Lemgo / Das einzige Haus in der Leggestraße

04.09. - 31.10. Max Sudhues "field of stars"


Lippstadt

"vis-à-vis": Stiftstaße 7, visà-vis der Stiftsruine - Bereits
fertiggestellt, bis auf weiteres.

Zusätzl. Ausstellung 'Lüster und Seerosen' im Kunstverein
Lippstadt, Am Speelbrink 8:

19.09. - 07.11. Heide Weidele "vis-à-vis"


Löhne / Fa. Möhle Sitz- und Schlafkultur, Lübbecker Str. 17

31.08. - 19.09. Carsten Gliese "machine"


Lüdenscheid / Rosengarten, Jockuschstr. / Ecke Schillerstr.

Aktionen am 15.09., 19.09., 22.09., 26.09., 29.09.2010, jeweils
20 - 22 Uhr

Christian Keinstar "L.M.U."


Marl / Haupteingangsrampe und Eingangshalle des Rathauses Marl,
Creiler Platz 1

17.09. - 31.10. Martin Kaltwasser und Folke Köbberling "SUV und
White Trash"


Meschede

Bis 27.09.: Kommunikation in der Stadt

25.09., 20 Uhr: Öffentliches Gespräch: Café 'Das Schäfers',
Ruhrstraße 25

26./27.09.: Installation: Ausstellungsraum der Abtei
Königsmünster, Klosterberg

Ute Reeh "Stadtbeziehung"


Minden / Weserkolleg, Martinikirchhof 6a

19.09. - 11.02.2011 Christian Hasucha "Die Vertikalen"


Paderborn / Einwohneramt, Marienplatz 2a

29.08. - 08.10. Martin Brand "Paderborn Portraits Deutschland
2010"


Plettenberg / Parkhaus real-Markt, 1. Ebene, Maiplatz 5

Ab 19.09. bis auf weiteres Jáchym Fleig "Kontrastmittel"


Ratingen / Museum der Stadt Ratingen, Peter-Brüning-Platz 1

Ab 12.09.2010 als ständige Installation Thorsten Goldberg
"Milch & Honig"


Rheine / Fußgängerzone, Emsstr. 26

11.9. - 10.10. Anja Kempe "Bliekbüssken"


Sankt Augustin / Stadtbücherei Sankt Augustin, Markt 1

06.09. - 20.10. Jeongmoon Choi "Tag und Nacht und Cinderella"


Schöppingen / Altes Rathaus Schöppingen, Hauptstraße

11.09., 21-22 Uhr Tatzu Rors "Die Decke"


Schwerte

Schautafel am Fußweg beim Abfluss des Gerrenbach Stausees
(Kreuzung Lichtendorfer Straße / Am Hohenstein)

Zusätzliche Ausstellung: Ab 08.10.zusammen mit Florian Hüttner
im Kunstverein Schwerte, Kötterbachstr. 2

08.10. - 07.11.

Mark Wehrmann "Gerrenbach, Schwerte"


Siegburg / Parcours durch die Fußgängerzone zwischen
ICE-Bahnhof und Markt

12.09. - 15.10. Malte Urbschat "Boys are back in town"


Siegen / Parkhaus Rathaus/Markt, Hinterstraße

17.09. - 31.10. Kerim Seiler "Mindspace (Siegen)"


Soest / Theodor-Heuss-Park

12.09. - 17.10. Matthias Lehmann "Wellenbrecher"


Sundern

Diverse Orte in der Innenstadt, die gesucht werden müssen

'Büro zur feindlichen Übernahme': Stadtgalerie, Lockweg 3

12.09. - 24.10.

Ruppe Koselleck:

"Homöopathische Werbestrategien", "Eine Aufsicht ist ein
Polizist, der auf einem Kaugummi klebt", "Büro zur feindlichen
Übernahme"

12.09., 11.30 Uhr: 'Büro zur feindlichen Übernahme'


Telgte / Vor dem Krippenmuseum, Herrenstraße 1-2

12.09. - 31.10. Robert Jacobsen "Ein Fernrohr für ...(observers
play)"


Troisdorf 29.8. - 31.10.

Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort "Troisdorfer
Uhrwerke"


1. Burg Wissem, Am Hirschpark / Wilhelm-Stricker-Weg.

2. Werktor der Mannstaedt Werke im sog. Gleisdreieck,
Louis-Mannstaedt-Str.

3. Industriegebiet Heinkelstr. / Junkersring

4. Parkplatz Mauspfad / Asselbachstr., Rad- und Fußweg Richtung
Deponie

5. Gegenüber dem Rathaus, Kaiserstr.


Viersen / St. Cornelius Kirche, Alter Markt, Dülken

04.10. - 24.10. Helmut Dick "Die Jesusbaustelle"


Warendorf / Rund um den Marktplatz

Ab 12.09. für ca. einen Monat (abhängig vom Wetter)

Olafur Gislason "Identity check"


Witten /Garten und Grafisches Kabinett des Märkischen Museums,
Husemannstr. 12

19.09. - 14.11. Kai Rheineck "IRENE"


INFO

Das Kultursekretariat NRW Gütersloh ist ein seit 1980
bestehender Zusammenschluss von zur Zeit 66 Städten und
Gemeinden Nordrhein-Westfalens auf der Basis einer
öffentlich-rechtlichen Vereinbarung. Kulturpolitische Intention
ist die Intensivierung der Zusammenarbeit seiner
Mitgliedsstädte in allen Aufgabenbereichen kommunaler
Kulturarbeit mit dem Ziel der Qualifizierung der kulturellen
Angebote und der Effizienzmaximierung durch Kooperation.

Die Förderung wird aus jährlichen Zuwendungen des Kulturetats
des Landes NRW bestritten und erfolgt im Wesentlichen als
Projekt- und Veranstaltungskostenzuschuss der zur Förderung
ausgewählten Themen und Verbundprojekte an die kommunalen und
freien Träger.

Weitere Informationen unter: URL: www.kultursekretariat.de

Informationen zu allen Künstlern und Städten: URL:
www.blickwechsel-nrw.de

Informationen zu den Künstlern:

Dr. Bernd Apke (Kurator), Kultursekretariat NRW Gütersloh -
Kirchstraße 21

33330 Gütersloh Tel.: 05241/16191 Fax: 05241/12775
Bernd.Apke at gt-net.de



"Mail in Auszügen [AS]"





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 6 11:06:59 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 06 Sep 2010 11:06:59 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Burgen in Westfalen, Hemer, 10./11.09.2010
Message-ID: 4C84CB53.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 03.09.2010, 15:06


TAGUNG

Burgen in Westfalen
Tagung zu Wehranlagen, Herrschaftssitzen und Wirtschaftskerne

In Westfalen und Lippe gab es im Mittelalter viele Burgen, die
ganz unterschiedliche Aufgaben erfüllten. Inwieweit sie nicht
nur wehrhafte Wohnanlagen waren, sondern auch der
Herrschaftssicherung über Land und Leute dienten und
Wirtschaftsbetriebe waren, damit beschäftigt sich eine Tagung
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Die Historische
Kommission des LWL veranstaltet am 10. und 11. September die
Tagung "Burgen in Westfalen. Wehranlagen, Herrschaftssitze,
Wirtschaftskerne (12.-14. Jahrhundert)" in der
Landesgartenschau-Stadt Hemer.

Nach der Eröffnung durch Guido Forsting, erster Beigeordneter
der Stadt Hemer, und die LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara
Rüschoff-Thale, führen der Historiker und Burgenspezialist
Prof. Dr. Thomas Zotz aus Freiburg im Breisgau in das
Gesamtthema und der münstersche Landesgeschichtshistoriker
Prof. Dr. Werner Freitag in die regionale Betrachtung ein. Zehn
weitere Fachleute - Historiker, Archäologen und Denkmalpfleger
- gehen Fragen nach den verschiedenen Aufgaben von Burgen an
Fallbeispielen aus ganz Westfalen-Lippe nach. Zwei der Vorträge
sind öffentlich und beleuchten den Zusammenhang von Burgen und
Bergbau, ein besonders für das südliche Westfalen
beachtenswerter Aspekt. Ergänzt wird das Programm durch eine
Exkursion zum sogenannte Felsenmeer in Hemer, das durch den
jahrhundertelangen Bergbau entstanden ist.


INFO

Anmeldung:
Eine Anmeldung zu der wissenschaftlichen Tagung und den
öffentlichen Abendvorträgen ist noch bis zum Dienstag, dem 7.
September bei der Historischen Kommission für Westfalen
möglich: Telefon: 0251 591-4721 E-Mail: hiko at lwl.org

Programm:
Das ausführliche Programm mit Veranstaltungsorten und Uhrzeiten
ist auf der Homepage der Kommission eingestellt ebenso wie ein
Kontakformular http://www.historische-kommission.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 6 11:15:58 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 06 Sep 2010 11:15:58 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Bochum bewegt: Die monatliche Filmreihe im
Archiv-Kino, Bochum, 30.09.2010
Message-ID: 4C84CD6E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 02.09.2010, 09:57
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Bochum bewegt
Die monatliche Filmreihe im Archiv-Kino

Das Kommunale Kino der VHS, das Presse- und Informationsamt und
das Stadtarchiv der Stadt Bochum präsentieren in Kooperation
jeden letzten Donnerstag im Monat Filme mit lokalem Schwerpunkt.

Im September:

"...in Bochum war es fast am schlimmsten!"
Bochumer Schüler auf den Spuren des ehemaligen
jüdischen Zwangsarbeiters Rolf Abrahamson

"Ich bin der Meinung, dass man diese ... Zeit nicht vergessen
sollte, damit so was nie wieder vorfällt." So begründet die
Schülerin Sevilay ihren Entschluss, an dem Film über Rolf
Abrahamson mitzuwirken und dessen Schicksal auch späteren
Schülergenerationen zugänglich zu machen.

Rolf Abrahamson wurde als 14järhiger nach Riga deponiert, weil
er Jude war und anschließend zur Zwangsarbeit nach Deutschland
zurückgeholt. Das Schicksal eines Zwangsarbeiters teilt er mit
Millionen anderen Menschen, die im Zweiten Weltkrieg in
Deutschland zur Arbeit herangezogen wurden. Mit Hilfe des
Stadtarchivs Bochum - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte -
entstand 2002 dieser Film über das beispielhafte Schülerprojekt.

Prod.: Hauptschule Wattenscheid Mitte, 2002.- Farbe.- 35 Min.
am Donnerstag, 30.9.2010, 19.00 Uhr


INFO

Wann:
Donnerstag, 30.9.2010, Beginn 19.00 Uhr
Einlass 18.50 Uhr - Begrenzte Platzanzahl!
Kartenreservierung unter 0234-910-9510 (Di-Fr 10-18 Uhr)
Nicht abgeholte Karten verfallen 30 Minuten vor Beginn der
Veranstaltung!
Veranstaltungen für Schulen/Gruppen können separat
gebucht werden.

Wo:
Wittener Strasse 47 (Nähe Hauptbahnhof im alten ARAL-Gebäude)
Besucher der Veranstaltungen können den BP-Parkplatz
(Akademiestraße rechte Seite) nutzen.

Um 18 Uhr gibt es Gelegenheit zu einer Führung durch die neue
Ausstellung des Stadtarchivs - Bochumer Zentrums für
Stadtgeschichte "Bochum - das fremde und das eigene".
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Interessierte sollten sich gegen 17.45 Uhr im Bochumer Zentrum
für Stadtgeschichte einfinden.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 6 11:22:14 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 06 Sep 2010 11:22:14 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Tag des offenen Denkmals: Vortrag zu den Kutschen in
der Remise der Burg Altena, 12.09.2010, Altena
Message-ID: 4C84CEE6.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Märkischer Kreis"
Datum: 03.09.2010, 10:37


AKTUELL

Tag des offenen Denkmals am 12. September 2010
Vortrag zu den Kutschen in der Remise der Burg Altena

Viele Besucher entdecken sie erst auf den zweiten Blick: die
beiden Kutschen, die in der Burgremise auf dem Hof der Burg
Altena stehen. Neben diesen besonderen Prunkstücken der
Ausstellung, den beiden Galacoupés aus dem Hause
Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, sind in dem Gebäude noch ein
Jagdschlitten und ein Fahrrad aus dem 19. Jahrhundert zu sehen.
Jetzt nutzen die Burgmuseen den Tag des offenen Denkmals am 12.
September, um die Türen der Remise weit zu öffnen und die
ausgefallenen Exponate ins rechte Licht zu rücken.

Schließlich lautet das Motto des Denkmaltages "Reisen, Handel
und Verkehr". Wie man tatsächlich damals reiste, wie man sich
in einer Kutsche einrichtete, was man mitnahm - und auch, wer
sich überhaupt eine Reise leisten konnte: das wird der
Reiseforscher Wolfgang Griep anhand der Galakutsche und vieler
schöner und schrecklicher Geschichten erzählen. Dr. Wolfgang
Griep wird jeweils um 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr einen kleinen
Vortrag zu den Kutschen halten.

Der Referent beschreibt das Reisen zu der damaligen Zeit:
Vierzehn Stundenkilometer auf geraden, ebenen Wegen - das war
für die Kutschenreisenden zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein
Tempo, bei dem ihnen Hören und Sehen verging. Aber es war
natürlich auch mehr als eine Verdoppelung gegenüber den
Reisegeschwindigkeiten, mit denen man noch 30 Jahre vorher
rechnen durfte.

Und es gab Schlimmeres: den Reisenden erwarteten mit Sicherheit
ungebahnte oder ausgefahrene Wege, betrunkene Fuhrknechte,
betrügerische Wirte, habgierige Zöllner, Rad- und Achsenbrüche,
Unfälle, tätliche Übergriffe von Obrigkeiten oder Dieben,
mitunter auch Raub und Mord. Man tat damals gut daran, vor
Antritt jeder Reise sein Testament zu machen. Vom unbeschwerten
Wandern in die singende, klingende Welt, von der munteren Fahrt
hoch auf dem gelben Wagen haben erst - wider besseres Wissen -
die Romantiker geschwärmt.

Dr. Wolfgang Griep ist ein ausgewiesener Kenner der Geschichte
des Reisens. Er war 13 Jahre lang Leiter der Forschungsstelle
zur historischen Reisekultur in der Eutiner Landesbibliothek
und befasst sich seit vierzig Jahren mit der Geschichte des
Reisens und der Reisebeschreibungen.

Die Museen Burg Altena haben am 12. September wie an jedem
Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist an diesem
Tag für die Besucher des Vortrags frei.


INFO

Museen Burg Altena
Fritz-Thomée-Straße 80
58762 Altena





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 6 11:31:02 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 06 Sep 2010 11:31:02 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "20 Jahre Deutsche Einheit", Coesfeld,
01.10.-28.10.2010
Message-ID: 4C84D0F6.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Ursula Koenig-Heuer"
Datum: 06.09.2010, 11:25


AUSSTELLUNG

"20 Jahre Deutsche Einheit": Ausstellung im Kreishaus Coesfeld
vom 1.10.-28.10.2010

20 Jahre Deutsche Einheit - der Kreis Coesfeld begeht dieses
Jubiläum mit einer dreiteiligen Ausstellung, die die
Wiedervereinigung von Ost und West lebendig werden lässt.

Den Einstieg bildet die Plakatausstellung "Von der Friedlichen
Revolution zur Deutschen Einheit", die von der Stiftung zur
Aufarbeitung der SED-Diktatur konzipiert wurde. Sie zeigt mit
prägnanten Texten und eindrucksvollen Bildern, die noch heute
bei vielen Betrachtern Gänsehaut erzeugen, die "großen"
historischen Ereignisse und deren Akteure.

Der zweite Teil "Aufbruch 89, Erinnern, Ermutigen" zeigt die
Ereignisse 1989/90 im zirka 80 Kilometer von Berlin gelegenen
Neuruppin. Besonderes Highlight der Ausstellung sind die
Original-Schilder, die die Demonstrantinnen und Demonstranten
in den Protestzügen für Frieden und Freiheit durch die Straßen
mitführten. Mit Parolen wie "Wir haben genug vom SED-Spuk" oder
"Bei SED und FDJ sitzen Sie in der letzten Reihe" bekundeten
sie ihre Missbilligung des Honecker-Regimes.

Der dritte Teil der Präsentation schlägt schließlich den Bogen
von Coesfeld nach Neuruppin: Nach dem Mauerfall nahm der Kreis
Coesfeld 1990 Kontakte zum Kreis Neuruppin (heute
Ostprignitz-Ruppin) in Brandenburg auf, die in einer
partnerschaftlichen Zusammenarbeit mündeten. Ziel war der
Aufbau einer demokratischen Verwaltung, im Behördendeutsch
nüchtern "Verwaltungsaufbau Ost" genannt.

Etliche Mitarbeiter der Kreisverwaltung Coesfeld haben die
damaligen Geschehnisse hautnah miterlebt; mehrmals reisten sie
für einige Tage nach Neuruppin, um ihren Kolleginnen und
Kollegen vor Ort "Starthilfe" zu geben. Einige von ihnen
schildern in Zeitzeugenberichten ihre dienstlichen und
persönlichen Eindrücke aus der spannenden Aufbruchzeit und
geben gleichzeitig einen Einblick in ihre damalige Gefühlslage.
Fragen wie "Wie reagieren die Kollegen vor Ort", empfinden sie
mich als "Besserwessi" erzeugten ein unsicheres Gefühl. Die
Kolleginnen und Kollegen aus Neuruppin schildern in ihren
Berichten, wie sie diese Zeit aus ihrer "Ostperspektive"
wahrgenommen haben.

Die Texte mit ausgewählten Zitaten und Fotos geben einen
authentischen zeitgeschichtlichen Einblick in Sach- und
Stimmungslage und zeigen, dass das Projekt "West trifft Ost"
sowohl fachlich als auch zwischenmenschlich ein Erfolg war.


INFO

Daten zur Ausstellung:
Ort:
Kreishaus I
Friedrich-Ebert-Straße 7
48653 Coesfeld

Öffnungszeiten: montags bis donnerstags: 8.30 bis 17.30 Uhr,
freitags: 8.30 bis 15.30 Uhr
Ausstellungseröffnung: 1.10.2010, 16 Uhr

Informationen:
Kreis Coesfeld
Abteilung 10 - Zentrale Dienste
Kreisarchiv
Tel.: 02541/18-1040
E-Mail: ursula.koenig-heuer at kreis-coesfeld.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 6 11:39:52 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 06 Sep 2010 11:39:52 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Fotoausstellung: Der Prinzipalmarkt zwischen
Kaiserreich und Wiederaufbau, Muenster, 04.09.2010-08.05.2011
Message-ID: 4C84D308.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 03.09.2010, 11:19


AUSSTELLUNG

Der Prinzipalmarkt zwischen Kaiserreich und Wiederaufbau

Fotoausstellung im Stadtmuseum zeigt Münsters prominenteste
Straße zwischen 1857 und 1958

Einen historischen Bilderbogen zwischen Kaiserreich und
Wiederaufbau schlägt die aktuelle Sonderausstellung des
Stadtmuseums. Ab dem 4. September erinnern über 80 Fotos der
Sonderschau "Der Prinzipalmarkt in Münster - Fotos 1857 bis
1958" an alltägliche Situationen und historische, politische
Ereignisse an jenem Ort, den Münsteraner ihre "Gute Stube"
nennen. Die Aufnahmen lenken den Blick gezielt auf das Leben im
Zentrum der Westfalenmetropole.

Für Touristen ist er ein "Muss", für Münsteraner eines der
beliebtesten Symbole ihrer Stadt. Auch Oberbürgermeister Markus
Lewe ist bekennender Prinzipalmarkt-Fan. "Er ist ein
Schmuckstück - städtebaulich wie architektonisch und bietet
dazu eine unvergleichliche Atmosphäre", so das Stadtoberhaupt
beim Besuch in der Ausstellung. Der Prinzipalmarkt stehe
überdies für hohes Bürgerengagement, erinnerte der
Oberbürgermeister an den Wiederaufbau nach dem Krieg. Umso
spannender sei jetzt diese anschauliche Zeitreise. Die
Aufnahmen nehmen die Besucher mit zurück ins Kaiserreich, in
die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und die Jahre
nach 1945.

"Die Fotos zeigen, wie sich der Prinzipalmarkt in den gut
hundert Jahren seit der ersten Aufnahme des münsterschen
Fotopioniers Friedrich Hundt aus dem Jahre 1857 bis zur
Fertigstellung des wiederaufgebauten Rathauses 1958 verändert
hat", so Museumsdirektorin Dr. Barbara Rommé. "Sie
verdeutlichen den engen Zusammenhang von lokaler, deutscher und
internationaler Geschichte. Genauso halten sie Ereignisse fest,
die die Bedeutung des Prinzipalmarkts als wichtigste
öffentliche Veranstaltungsstätte der Stadt belegen".

Prinzipalmarkt-Ansicht für den Kronprinzen

Die früheste bekannte Fotografie von Hundt wurde von der Stadt
Münster in Auftrag gegeben: Ein Hochzeitsgeschenk für den
preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, das die
bedeutendsten Gebäude und schönsten Ansichten Münsters bildlich
festhalten sollte. Erstaunlich, dass nur wenige Menschen als
verwischte Schatten durch das Bild huschen. Vor dem
Stadtweinhaus erkennt man das Wachhäuschen der
Garnisons-Hauptwache und Gewehrständer. Die Lambertikirche
trägt noch den alten Turm und das mächtige Satteldach.

Am Prinzipalmarkt waren traditionell die führenden Kaufleute
der Stadt ansässig. Zugleich war er immer auch Versammlungsort,
Gerichts- und Richtplatz und bis heute Kulisse für Feste,
Paraden und den Empfang hoher Gäste. Ein Beispiel hierfür sind
die Kaisertage anno 1907. Die Feierlichkeiten anlässlich des
Besuchs von Kaiser Wilhelm II. vom 29. August bis zum 1.
September übertrafen alles, was man bislang in Münster erlebt
hatte. Mit enormem Aufwand und hohen Kosten wurde die Stadt
geschmückt, um den Monarchen gebührend zu empfangen. Der hohe
Gast besuchte den Friedenssaal und trug sich in das Goldene
Buch der Stadt ein.

Boykott jüdischer Geschäfte

Die politischen Folgen der Ernennung von Adolf Hitler zum
Reichskanzler waren auch auf dem Prinzipalmarkt zu spüren. Am
29. März 1933 organisierten die Nationalsozialisten in Münster
einen ersten Boykott von Geschäften jüdischer Inhaber. Diese im
Bild festgehaltene Aktion traf auch das führende Textil- und
Stoffhaus Hertz & Co. am Prinzipalmarkt.

"Man muss sich vergegenwärtigen", so Dr. Axel Schollmeier,
stellvertretender Museumsleiter und Kurator der Ausstellung,
"dass mit Auftragsfotos ein bestimmter Blick vermittelt werden
soll. Dies gilt besonders für Aufnahmen aus der Zeit des
Nationalsozialismus. Sie gaben den offiziell gewünschten
Eindruck wieder."

Goldener Sonntag im Weihnachtsgeschäft

Das jüngste Foto der Ausstellung wurde am 20. Dezember 1958
geschossen. Wie in allen deutschen Städten in den 1950er Jahren
hatten die Geschäfte der Innenstadt an drei Sonntagen vor dem
Weihnachtsfest geöffnet. Die Momentaufnahme des im Volksmund
"Goldener Sonntag" genannten Extra-Einkaufstages zeigt, wie
gerne diese Möglichkeit in Anspruch genommen wurde. Der
Prinzipalmarkt wurde eigens für den Verkehr gesperrt.

Die Fotos der Ausstellung stammen vorwiegend aus dem
Stadtarchiv Münster und dem Stadtmuseum Münster. Einige
Aufnahmen machten der ehemalige Leiter des Stadtarchivs, Eduard
Schulte (1886 - 1977), und sein Kollege Franz Wiemers (1887 -
1964). Andere kommen aus den Sammlungen der Fotografen Clemens
Hülsbusch (1894 - 1964), Viktor Jack (1897 - 1964) und Willi
Hänscheid (1919 - 1999). Während Hülsbusch und Hänscheid als
Pressefotografen in Münster unterwegs waren, war Viktor Jack,
Inhaber der Martini-Drogerie auf der Hörsterstraße,
leidenschaftlicher Hobby-Fotograf. Sieben Bilder aus
Privatsammlungen ergänzen den Überblick.


INFO

Zur Ausstellung "Der Prinzipalmarkt in Münster - Fotos 1857 bis
1958" ist ein Buch mit ausführlichen Bild-Erläuterungen
erschienen (12,80 Euro). Die Ausstellung ist vom 4. September
2010 bis 8. Mai 2011 zu sehen. Das Stadtmuseum an der
Salzstraße 28 hat dienstags bis freitags 10 bis 18 Uhr,
samstags/sonntags 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
D-48143 Münster
Tel.: 02 51/4 92-45 03
Fax: 02 51/4 92-77 26
E-Mail: museum at stadt-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 6 11:43:24 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 06 Sep 2010 11:43:24 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag zu "Arbeitswelt und Literatur", Bochum,
09.09.2010
Message-ID: 4C84D3DC.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Vera Lengersdorf"
Datum: 03.09.2010, 09:36


AKTUELL

Vortrag zu "Arbeitswelt und Literatur"
im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover

Dass Literatur zur Arbeitswelt nicht nur "Schaffen in Dunst und
Qualme" beschreibt, können Besucher der Zeche Hannover am
Donnerstag, 9. September, bei einem Vortrag mit vielen
Leseproben erleben. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
lädt um 20 Uhr zu der Veranstaltung in sein Bochumer
Industriemuseum ein.

Hanneliese Palm, Leiterin des Fritz-Hüser-Instituts für
Literatur und Kultur der Arbeitswelt, stellt im Rahmen einer
neuen Vortagsreihe zur Kulturgeschichte des Ruhrgebiets Dichter
und Schriftsteller und ihre Texte aus zwei Jahrhunderten vor.
Das Spektrum der Autoren reicht von Novalis bis Burkhart
Spinnen.

Mit dabei sind auch Mitglieder der Dortmunder Gruppe 61 wie Max
von der Grün oder Günther Wallraff. Die Texte der Autoren
dokumentieren sowohl den romantischen Blick und die Verklärung
der Arbeit als auch die Klage über Not und Elend sowie den
Kampf der Arbeiterbewegung. Auch die Arbeit im digitalen
Zeitalter ist mittlerweile Thema in der Literatur.

Die Vortragsreihe ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung
"Kumpel Anton, St. Barbara und die Beatles", die eine heute
weitgehend vergessene Kulturgeschichte des Reviers wieder
lebendig werden lässt - eine Geschichte, die sich zwischen
Traditionspflege und moderner Kunst, Bergarbeiterkultur und Pop
entfaltete. Bergmännische Gedichte, Romane und Erzählungen
stehen angesichts der Ausstellung und des Veranstaltungsortes
Zeche Hannover im Mittelpunkt. Die Auswahl berücksichtigt aber
auch andere Aspekte und wirft Schlaglichter auf die
Entwicklungsstufen der Literatur über die Arbeitswelt.

Mit kurzen Textauszügen und Literaturhinweisen regt der Vortrag
dazu an, die Fährte alter und neuer Texte aufzunehmen, selbst
weiter zu lesen oder zum Beispiel in der Bibliothek des
Fritz-Hüser-Instituts weitere Autoren für sich zu entdecken.

Für Interessierte gibt es um 19 Uhr noch eine Führung durch die
Ausstellung. Vortrag und Führung sind kostenfrei.


INFO

Vortrag
Do, 9.9.2010, 20 Uhr
Führung durch die Ausstellung: 19 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz

LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel. 0234 6100-874
URL: www.lwl-industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 7 10:11:26 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 07 Sep 2010 10:11:26 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Fotoausstellung: Der Prinzipalmarkt zwischen
Kaiserreich und Wiederaufbau, Muenster, 04.09.2010-08.05.2011
Message-ID: 4C860FCE.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 03.09.2010, 11:19


AUSSTELLUNG

Der Prinzipalmarkt zwischen Kaiserreich und Wiederaufbau

Fotoausstellung im Stadtmuseum zeigt Münsters prominenteste
Straße zwischen 1857 und 1958

Einen historischen Bilderbogen zwischen Kaiserreich und
Wiederaufbau schlägt die aktuelle Sonderausstellung des
Stadtmuseums. Ab dem 4. September erinnern über 80 Fotos der
Sonderschau "Der Prinzipalmarkt in Münster - Fotos 1857 bis
1958" an alltägliche Situationen und historische, politische
Ereignisse an jenem Ort, den Münsteraner ihre "Gute Stube"
nennen. Die Aufnahmen lenken den Blick gezielt auf das Leben im
Zentrum der Westfalenmetropole.

Für Touristen ist er ein "Muss", für Münsteraner eines der
beliebtesten Symbole ihrer Stadt. Auch Oberbürgermeister Markus
Lewe ist bekennender Prinzipalmarkt-Fan. "Er ist ein
Schmuckstück - städtebaulich wie architektonisch und bietet
dazu eine unvergleichliche Atmosphäre", so das Stadtoberhaupt
beim Besuch in der Ausstellung. Der Prinzipalmarkt stehe
überdies für hohes Bürgerengagement, erinnerte der
Oberbürgermeister an den Wiederaufbau nach dem Krieg. Umso
spannender sei jetzt diese anschauliche Zeitreise. Die
Aufnahmen nehmen die Besucher mit zurück ins Kaiserreich, in
die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und die Jahre
nach 1945.

"Die Fotos zeigen, wie sich der Prinzipalmarkt in den gut
hundert Jahren seit der ersten Aufnahme des münsterschen
Fotopioniers Friedrich Hundt aus dem Jahre 1857 bis zur
Fertigstellung des wiederaufgebauten Rathauses 1958 verändert
hat", so Museumsdirektorin Dr. Barbara Rommé. "Sie
verdeutlichen den engen Zusammenhang von lokaler, deutscher und
internationaler Geschichte. Genauso halten sie Ereignisse fest,
die die Bedeutung des Prinzipalmarkts als wichtigste
öffentliche Veranstaltungsstätte der Stadt belegen".

Prinzipalmarkt-Ansicht für den Kronprinzen

Die früheste bekannte Fotografie von Hundt wurde von der Stadt
Münster in Auftrag gegeben: Ein Hochzeitsgeschenk für den
preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, das die
bedeutendsten Gebäude und schönsten Ansichten Münsters bildlich
festhalten sollte. Erstaunlich, dass nur wenige Menschen als
verwischte Schatten durch das Bild huschen. Vor dem
Stadtweinhaus erkennt man das Wachhäuschen der
Garnisons-Hauptwache und Gewehrständer. Die Lambertikirche
trägt noch den alten Turm und das mächtige Satteldach.

Am Prinzipalmarkt waren traditionell die führenden Kaufleute
der Stadt ansässig. Zugleich war er immer auch Versammlungsort,
Gerichts- und Richtplatz und bis heute Kulisse für Feste,
Paraden und den Empfang hoher Gäste. Ein Beispiel hierfür sind
die Kaisertage anno 1907. Die Feierlichkeiten anlässlich des
Besuchs von Kaiser Wilhelm II. vom 29. August bis zum 1.
September übertrafen alles, was man bislang in Münster erlebt
hatte. Mit enormem Aufwand und hohen Kosten wurde die Stadt
geschmückt, um den Monarchen gebührend zu empfangen. Der hohe
Gast besuchte den Friedenssaal und trug sich in das Goldene
Buch der Stadt ein.

Boykott jüdischer Geschäfte

Die politischen Folgen der Ernennung von Adolf Hitler zum
Reichskanzler waren auch auf dem Prinzipalmarkt zu spüren. Am
29. März 1933 organisierten die Nationalsozialisten in Münster
einen ersten Boykott von Geschäften jüdischer Inhaber. Diese im
Bild festgehaltene Aktion traf auch das führende Textil- und
Stoffhaus Hertz & Co. am Prinzipalmarkt.

"Man muss sich vergegenwärtigen", so Dr. Axel Schollmeier,
stellvertretender Museumsleiter und Kurator der Ausstellung,
"dass mit Auftragsfotos ein bestimmter Blick vermittelt werden
soll. Dies gilt besonders für Aufnahmen aus der Zeit des
Nationalsozialismus. Sie gaben den offiziell gewünschten
Eindruck wieder."

Goldener Sonntag im Weihnachtsgeschäft

Das jüngste Foto der Ausstellung wurde am 20. Dezember 1958
geschossen. Wie in allen deutschen Städten in den 1950er Jahren
hatten die Geschäfte der Innenstadt an drei Sonntagen vor dem
Weihnachtsfest geöffnet. Die Momentaufnahme des im Volksmund
"Goldener Sonntag" genannten Extra-Einkaufstages zeigt, wie
gerne diese Möglichkeit in Anspruch genommen wurde. Der
Prinzipalmarkt wurde eigens für den Verkehr gesperrt.

Die Fotos der Ausstellung stammen vorwiegend aus dem
Stadtarchiv Münster und dem Stadtmuseum Münster. Einige
Aufnahmen machten der ehemalige Leiter des Stadtarchivs, Eduard
Schulte (1886 - 1977), und sein Kollege Franz Wiemers (1887 -
1964). Andere kommen aus den Sammlungen der Fotografen Clemens
Hülsbusch (1894 - 1964), Viktor Jack (1897 - 1964) und Willi
Hänscheid (1919 - 1999). Während Hülsbusch und Hänscheid als
Pressefotografen in Münster unterwegs waren, war Viktor Jack,
Inhaber der Martini-Drogerie auf der Hörsterstraße,
leidenschaftlicher Hobby-Fotograf. Sieben Bilder aus
Privatsammlungen ergänzen den Überblick.


INFO

Zur Ausstellung "Der Prinzipalmarkt in Münster - Fotos 1857 bis
1958" ist ein Buch mit ausführlichen Bild-Erläuterungen
erschienen (12,80 Euro). Die Ausstellung ist vom 4. September
2010 bis 8. Mai 2011 zu sehen. Das Stadtmuseum an der
Salzstraße 28 hat dienstags bis freitags 10 bis 18 Uhr,
samstags/sonntags 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
D-48143 Münster
Tel.: 02 51/4 92-45 03
Fax: 02 51/4 92-77 26
E-Mail: museum at stadt-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 7 10:11:43 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 07 Sep 2010 10:11:43 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "20 Jahre Deutsche Einheit", Coesfeld,
01.10.-28.10.2010
Message-ID: 4C860FDF.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Ursula Koenig-Heuer"
Datum: 06.09.2010, 11:25


AUSSTELLUNG

"20 Jahre Deutsche Einheit": Ausstellung im Kreishaus Coesfeld
vom 1.10.-28.10.2010

20 Jahre Deutsche Einheit - der Kreis Coesfeld begeht dieses
Jubiläum mit einer dreiteiligen Ausstellung, die die
Wiedervereinigung von Ost und West lebendig werden lässt.

Den Einstieg bildet die Plakatausstellung "Von der Friedlichen
Revolution zur Deutschen Einheit", die von der Stiftung zur
Aufarbeitung der SED-Diktatur konzipiert wurde. Sie zeigt mit
prägnanten Texten und eindrucksvollen Bildern, die noch heute
bei vielen Betrachtern Gänsehaut erzeugen, die "großen"
historischen Ereignisse und deren Akteure.

Der zweite Teil "Aufbruch 89, Erinnern, Ermutigen" zeigt die
Ereignisse 1989/90 im zirka 80 Kilometer von Berlin gelegenen
Neuruppin. Besonderes Highlight der Ausstellung sind die
Original-Schilder, die die Demonstrantinnen und Demonstranten
in den Protestzügen für Frieden und Freiheit durch die Straßen
mitführten. Mit Parolen wie "Wir haben genug vom SED-Spuk" oder
"Bei SED und FDJ sitzen Sie in der letzten Reihe" bekundeten
sie ihre Missbilligung des Honecker-Regimes.

Der dritte Teil der Präsentation schlägt schließlich den Bogen
von Coesfeld nach Neuruppin: Nach dem Mauerfall nahm der Kreis
Coesfeld 1990 Kontakte zum Kreis Neuruppin (heute
Ostprignitz-Ruppin) in Brandenburg auf, die in einer
partnerschaftlichen Zusammenarbeit mündeten. Ziel war der
Aufbau einer demokratischen Verwaltung, im Behördendeutsch
nüchtern "Verwaltungsaufbau Ost" genannt.

Etliche Mitarbeiter der Kreisverwaltung Coesfeld haben die
damaligen Geschehnisse hautnah miterlebt; mehrmals reisten sie
für einige Tage nach Neuruppin, um ihren Kolleginnen und
Kollegen vor Ort "Starthilfe" zu geben. Einige von ihnen
schildern in Zeitzeugenberichten ihre dienstlichen und
persönlichen Eindrücke aus der spannenden Aufbruchzeit und
geben gleichzeitig einen Einblick in ihre damalige Gefühlslage.
Fragen wie "Wie reagieren die Kollegen vor Ort", empfinden sie
mich als "Besserwessi" erzeugten ein unsicheres Gefühl. Die
Kolleginnen und Kollegen aus Neuruppin schildern in ihren
Berichten, wie sie diese Zeit aus ihrer "Ostperspektive"
wahrgenommen haben.

Die Texte mit ausgewählten Zitaten und Fotos geben einen
authentischen zeitgeschichtlichen Einblick in Sach- und
Stimmungslage und zeigen, dass das Projekt "West trifft Ost"
sowohl fachlich als auch zwischenmenschlich ein Erfolg war.


INFO

Daten zur Ausstellung:
Ort:
Kreishaus I
Friedrich-Ebert-Straße 7
48653 Coesfeld

Öffnungszeiten: montags bis donnerstags: 8.30 bis 17.30 Uhr,
freitags: 8.30 bis 15.30 Uhr
Ausstellungseröffnung: 1.10.2010, 16 Uhr

Informationen:
Kreis Coesfeld
Abteilung 10 - Zentrale Dienste
Kreisarchiv
Tel.: 02541/18-1040
E-Mail: ursula.koenig-heuer at kreis-coesfeld.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 7 10:12:02 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 07 Sep 2010 10:12:02 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Tag des offenen Denkmals: Vortrag zu den Kutschen in
der Remise der Burg Altena, 12.09.2010, Altena
Message-ID: 4C860FF2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Märkischer Kreis"
Datum: 03.09.2010, 10:37


AKTUELL

Tag des offenen Denkmals am 12. September 2010
Vortrag zu den Kutschen in der Remise der Burg Altena

Viele Besucher entdecken sie erst auf den zweiten Blick: die
beiden Kutschen, die in der Burgremise auf dem Hof der Burg
Altena stehen. Neben diesen besonderen Prunkstücken der
Ausstellung, den beiden Galacoupés aus dem Hause
Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, sind in dem Gebäude noch ein
Jagdschlitten und ein Fahrrad aus dem 19. Jahrhundert zu sehen.
Jetzt nutzen die Burgmuseen den Tag des offenen Denkmals am 12.
September, um die Türen der Remise weit zu öffnen und die
ausgefallenen Exponate ins rechte Licht zu rücken.

Schließlich lautet das Motto des Denkmaltages "Reisen, Handel
und Verkehr". Wie man tatsächlich damals reiste, wie man sich
in einer Kutsche einrichtete, was man mitnahm - und auch, wer
sich überhaupt eine Reise leisten konnte: das wird der
Reiseforscher Wolfgang Griep anhand der Galakutsche und vieler
schöner und schrecklicher Geschichten erzählen. Dr. Wolfgang
Griep wird jeweils um 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr einen kleinen
Vortrag zu den Kutschen halten.

Der Referent beschreibt das Reisen zu der damaligen Zeit:
Vierzehn Stundenkilometer auf geraden, ebenen Wegen - das war
für die Kutschenreisenden zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein
Tempo, bei dem ihnen Hören und Sehen verging. Aber es war
natürlich auch mehr als eine Verdoppelung gegenüber den
Reisegeschwindigkeiten, mit denen man noch 30 Jahre vorher
rechnen durfte.

Und es gab Schlimmeres: den Reisenden erwarteten mit Sicherheit
ungebahnte oder ausgefahrene Wege, betrunkene Fuhrknechte,
betrügerische Wirte, habgierige Zöllner, Rad- und Achsenbrüche,
Unfälle, tätliche Übergriffe von Obrigkeiten oder Dieben,
mitunter auch Raub und Mord. Man tat damals gut daran, vor
Antritt jeder Reise sein Testament zu machen. Vom unbeschwerten
Wandern in die singende, klingende Welt, von der munteren Fahrt
hoch auf dem gelben Wagen haben erst - wider besseres Wissen -
die Romantiker geschwärmt.

Dr. Wolfgang Griep ist ein ausgewiesener Kenner der Geschichte
des Reisens. Er war 13 Jahre lang Leiter der Forschungsstelle
zur historischen Reisekultur in der Eutiner Landesbibliothek
und befasst sich seit vierzig Jahren mit der Geschichte des
Reisens und der Reisebeschreibungen.

Die Museen Burg Altena haben am 12. September wie an jedem
Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist an diesem
Tag für die Besucher des Vortrags frei.


INFO

Museen Burg Altena
Fritz-Thomée-Straße 80
58762 Altena





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 7 10:38:49 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 07 Sep 2010 10:38:49 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Vom buergerlichen Erziehungs- und Bildungsideal
zum Standortfaktor in der Staedtekonkurrenz, Gelsenkirchen,
07.-09.10.2010
Message-ID: 4C861639.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Karl Ditt"
Datum: 06.09.2010, 15:17


TAGUNG

Vom bürgerlichen Erziehungs- und Bildungsideal zum
Standortfaktor in der Städtekonkurrenz. Kultur und
Kulturpolitik in den Städten der Bundesrepublik 1945-2010

Veranstaltung des LWL-Instituts für westfälische
Regionalgeschichte, Münster, am 7.-9. Oktober 2010 im
Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Munscheidstraße 14, 45886
Gelsenkirchen, Konferenzsaal

Die Tagung behandelt den Wandel des Kulturlebens und der
Kulturpolitik in deutschen Städten während der zweiten Hälfte
des 20. Jahrhunderts.

Zum einen werden die Folgen des wirtschaftlichen und sozialen
Wandels sowie der wechselnden kulturellen Paradigmen und
politischen Konzepte, zum anderen die Kulturpolitik der
etablierten gesellschaftlichen und politischen Kräfte von den
Gewerkschaften über die Unternehmer und die Kirchen bis hin zur
Kommunalverwaltung in ihrer Bedeutung für die Städte der alten
und der neuen Bundesrepublik untersucht.

Inwieweit trugen diese Einflüsse und Aktivitäten zu kulturellem
Austausch, zur Überwindung traditioneller sozialer
Segregationen, letztlich zu Formen interstädtischer Urbanität
oder städtischer Individualität bei?


Donnnerstag, 7. Oktober 2010

14.00 Uhr s.t.
Begrüßung
Direktor des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte,
Bernd Walter

14.10 Uhr
Einführung
Karl Ditt/Cordula Obergassel

14.30-18.00 Uhr
Sektion I: Soziale und urbane Identitätsbildung durch Kultur
und Kulturpolitik
Leitung: Axel Schildt (Hamburg)

Lutz Engelskirchen (Koblenz)
Die Stadt Hagen und das Projekt eines "Museums Technischer
Kulturdenkmale"

Jochen Guckes (Berlin)
Spiegel bildungsbürgerlicher Ideale und Mittel lokaler
Interessenpolitik: Zur funktionalen Ambivalenz kommunaler
Kulturpolitik im Nachkriegsdeutschland 1945-1960

16.00 -16. 20 Uhr
Kaffeepause

Pascal Schillings (Köln)
Die vorgestellte Gemeinschaft. Der Kölner Karneval in
der Nachkriegszeit

Dagmar Kift (Dortmund)
Bergmannskapellen und Beatbands. Kultur im Ballungsraum
Ruhrgebiet in den 1950/60er Jahren

20.00 Uhr
Essen

Freitag, 8. Oktober 2010
9.00 s.t.-13.15 Uhr

Sektion II: Pluralisierungsversuche des Kulturlebens:
Proteste, Konflikte, Kampf um Räume
Leitung: Franz-Werner Kersting (Münster)

Philipp von Hugo (Berlin)
Kampf ums Kino. Zur Stadt- und Regionalgeschichte des
Films nach 1945

Astrid Kirchhof (Berlin)
Vom Verein zur Bürgerinitiative:
Heimat-, Natur- und Umweltschutz in Berlin 1945-1975

Norbert Gestring (Frankfurt)
Migration, Fremdheit und die kulturelle Vielfalt der Städte

11.15-11.35 Uhr
Kaffeepause

Sebastian Haumann (Köln)
Vom "rechtsfreien Raum" zum alternativen Prestigeprojekt.
Das Kölner "Stollwerck" 1978-1984

Cordula Obergassel (Dortmund)
"Ein Königreich für einen Probenraum".
Die Etablierung Alternativer Kultur in Dortmund und
Münster 1975-1985


15.00-18.00 Uhr

Sektion III: Kultur und Wirtschaft: Wirtschaftliche
Rahmenbedingungen und Zielsetzungen von Kulturpolitik
Leitung: Clemens Zimmermann (Saarbrücken)

Stephen Pielhoff (Wuppertal)
Die musikalische Zivilgesellschaft zwischen Distinktion
und Teilhabe. Mäzenatische Musikförderung in Wuppertal
und Hamburg seit den 1950er Jahren

Matthias Frese (Münster)
Von der Besichtigung zum Event. Städtische Kultur als Mittel
der Tourismuswerbung in den 1950er und 1970er Jahren

Corinna Vosse, Was macht Kultur ohne Geld?
Sie wird zur Kulturwirtschaft.

16.15-16.35 Uhr: Kaffeepause

Diskussion


20.00 Uhr
Podiumsgespräch
Das Industriegebiet auf dem Weg zum "Kulturgebiet?"
Was bedeutet die Ernennung zur "Kulturhauptstadt"
für das Ruhrgebiet?

Einführung
Dieter Gebhard, Vorsitzender der Landschaftsversammlung
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe

Moderator
Wilhelm Klümper, stellvertr. Chefredakteur der WAZ

Teilnehmer
Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen
Prof. Dr. Oliver Scheytt, Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH
Prof. Dr. Walter Siebel, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Prof. Dr. Klaus Tenfelde, Ruhr-Universität Bochum

9. Oktober 2010
9.00- 13.15 Uhr

Sektion IV: Kultur und Politik: Kulturpolitik im Kräftespiel
lokaler und stadtübergreifender Akteure
Leitung: Adelheid von Saldern (Hannover)

Stefan Goch (Gelsenkirchen)
"Was macht ein (kommunaler) Kulturausschuss einer
Ruhrgebietsstadt wie Gelsenkirchen?"

Susanne Dengel (Saarbrücken)
Demokratisierung der Kulturpolitik in den 1970er Jahren.
Saarbrücken, Mönchengladbach und Kassel

Thomas Rommelspacher (Essen)
Kultur als Instrument der Strukturpolitik:
Regionale Kulturpolitik im Ruhrgebiet seit der "IBA-EmscherPark"

10.15-10. 35 Uhr
Kaffeepause

Karl Ditt (Münster)
Die kulturpolitischen Empfehlungen des Deutschen
Städtetages 1947-2010

Thomas Hoepel (Leipzig)
Städtische Kulturpolitik in der Bundesrepublik Deutschland von
1945 bis 1989: Unterschiede und Gemeinsamkeiten im
europäischen Vergleich

12.45 Uhr
Schlussdiskussion


INFO

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos; um Anmeldung wird
bis zum 30. September 2010 gebeten bei:

Karl Ditt
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
Karlstraße 33
48147 Münster
Karl.Ditt at lwl.org
Tel.: 0251/5915690





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 7 10:48:25 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 07 Sep 2010 10:48:25 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Tag_des_offenen_Denkmals=3A_Sonderakt?=
=?utf-8?q?ionen_und_ein_gro=C3=9Fes_Fest=2C_Witten=2C_12=2E09=2E2010?=
Message-ID: 4C861879.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Universitätsstadt Witten"
Datum: 03.09.2010, 11:47


AKTUELL

Tag des offenen Denkmals: Sonderaktionen und ein großes Fest am
12. September

Wer Bekanntes einmal anders sehen möchte, kann das reiche
kulturelle Erbe seines Landes und seiner Stadt am Sonntag, 12.
September, ganz neu entdecken: In Witten werden an diesem Tag
des offenen Denkmals insgesamt 14 Denkmäler geöffnet sein und
ihren Gästen teilweise auch ein kulinarisches oder kulturelles
Rahmenprogramm bieten.

Neben dem landschaftlich beeindruckenden Ruhrtal und dem
Erholungsgebiet Hohenstein mit seinem historischen
Ausflugslokal hat Witten zahlreiche andere bauliche Schmankerl
zu bieten. In den Bereichen Stadtmitte, Annen, Herbede / Heven
und Bommern / Muttental präsentieren sich Denkmäler mit
Sonderaktionen: An der Johanniskirche gibt es eine Führung mit
Prof. Dr. Schoppmeyer , am Hauptbahnhof lockt eine Ausstellung
zum ?Rheinischen Esel?, der Helenenturm bietet einen grandiosen
Rundblick über Stadt und Region, an der Burgruine Hardenstein
und im Haus Herbede gibt es Führungen und im Muttental findet
erstmalig zum Tag des Denkmals ein großes Muttentalfest mit
Live-Musik und Kinderaktionen statt.

In Zusammenarbeit mit der RuhrtalBahn werden Fahrten mit
historischen Eisenbahnen zum Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen
angeboten, für Denkmalfreunde aus Bochum und Hattingen gibt?s
von dort Fahrten zu den Denkmälern im Muttental.

Das detaillierte Programm mit ausführlichen Erläuterungen zu
den einzelnen Denkmälern erhalten Sie unter www.witten.de.
Infos zum Muttentalfest finden Sie auf der Seite
www.Stadtmarketing-Witten.de

Seit 1991 gibt es europaweit den Tag des offenen Denkmals. Die
Stadt Witten beteiligt sich seit 1993 regelmäßig daran.
Denkmäler vermitteln die Geschichte einer Stadt und die
Lebensweisen und Erfahrungen der Menschen früherer Generationen
an die noch folgenden Generationen. Der Leitgedanke der
Erhaltung ist, an jedem Ort Anschauungsobjekte zur Verfügung zu
haben, die uns die Vergangenheit in ganzer Breite zugänglich
halten - vom Alltagsgeschäft bis zum politischen Geschehen.


INFO

Weitere Auskünfte zum Tag des Denkmals gibt es beim städtischen
Denkmalschützer Martin Jakel: Tel. 02302 / 581 4150





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 8 10:34:00 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 08 Sep 2010 10:34:00 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_5=2E000_Jahre_alte_Gro=C3=9Fsteingrae?=
=?utf-8?q?ber_in_Erwitte-Schmerlecke=3A_Fuehrungen_ueber_die_Ausgrabung_a?=
=?utf-8?q?m_Tag_des_offenen_Denkmals?=
Message-ID: 4C876698.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 07.09.2010, 12:29


AKTUELL

5.000 Jahre alte Großsteingräber in Erwitte-Schmerlecke
Führungen über die Ausgrabung am Tag des offenen Denkmals

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
öffnen am Tag des offenen Denkmals (Sonntag, 12.9.) zusammen
mit ihren Kooperationspartner von der Westfälischen
Wilhelms-Universität Münster und der Georg-August-Universität
Göttingen die Ausgrabung in Erwitte-Schmerlecke (Kreis Soest).
In vier Führungen um 10, 12, 14 und 16 Uhr präsentieren sie den
aktuellen Stand der Ausgrabung und erläutern die ursprüngliche
Konstruktion der Großsteingräber. Außerdem stellen sie die
Instrumente und Methoden der Grabungstechnik vor. Eine
Anthropologin informiert darüber hinaus über die Knochenfunde.

Wie alt die Menschen in der Soester Boerde vor 5000 Jahren
geworden sind, wie sie ihre Toten behandelten und was sie ihnen
mit ins Grab gaben, soll die Ausgrabung zweier Großsteingräber
der späten Jungsteinzeit zwischen Soest und Erwitte klären.
Nahe des kleinen Ortes Schmerlecke an der B 1 stehen mitten im
Feld zwei große weiße Grabungszelte. Hier liegen drei
Grabanlagen von frühen Bauern. Sie wurden von den damaligen
Bewohnern der Soester Börde aus großen Kalksteinplatten
errichtet. Die Gräber sind 20 beziehungsweise 25 Meter lang und
waren bis über vier Meter breit. In diesen Gemeinschaftsgräbern
bestatteten die Menschen ihre Toten über mehrere Jahrhunderte
hinweg - eine Sitte, die in der Jungsteinzeit in vielen Teilen
Europas verbreitet war.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Deutschen
Forschungsgemeinschaft sind seit vergangenem Jahr Archäologen,
Anthropologinnen und andere Experten dabei, die Gräber von
Schmerlecke mit modernsten Methoden auszugraben. Durch die
jahrhundertelange Nutzung der Anlagen sind Bestattungen und
Beigaben häufig durcheinandergeraten und müssen aufwendig
rekonstruiert werden, außerdem sind die Grabanlagen durch
moderne Pflüge zum Teil beschädigt.

Hintergrund
Im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Hessisch-Westfälischen
Megalithik im Schwerpunktprogramm "Frühe Monumentalität und
soziale Differenzierung" der Deutschen Forschungsgemeinschaft
(DFG) untersuchen Archäologen zur Zeit zwei von drei
Grabanlagen der späten Jungsteinzeit bei Erwitte-Schmerlecke.
Die hier entdeckten Galeriegräber sind zwischen 3500 v. Chr.
und 2800 v. Chr. errichtet und genutzt worden. Sie erreichen
Längen von 20 bis 25 Meter und waren zwischen zwei und vier
Meter breit. Das Baumaterial besteht aus ortsfremden
Kalksteinplatten und wurde zum Grabplatz transportiert.

In Gräbern dieser Art sind durchschnittlich 70 bis 150 Menschen
bestattet. Es handelt sich allerdings nicht um Massen-, sondern
um so genannte Kollektivgräber, da die Anlagen über
Generationen hinweg immer wieder für neue Bestattungen geöffnet
wurden. Durch die jahrhundertelange Nutzung sind die
Bestattungen und die wenigen Beigaben häufig durcheinander
geraten und müssen aufwändig dokumentiert und rekonstruiert
werden. Um möglichst viel über den Bau, die Bestattungs- und
Beigabensitten herauszufinden, wenden die Wissenschaftler
modernste Methoden an. Interdisziplinär arbeiten dabei
Archäologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, des
LWL und Anthropologen der Georg-August-Universität Göttingen
zusammen.

Die Führung informiert die Besucher zunächst über die
Entdeckungsgeschichte des Schmerlecker Fundplatzes, die bereits
1880 beginnt. Danach erläutern die Wissenschaftler exemplarisch
die Grabkonstruktion. Weiter geht es in das Kammerinnere, wo
sich vor allem menschliche Skelettreste und Beigaben finden.
Verglichen mit zeitglichen Gräbern in Norddeutschland haben die
Toten in Schmerlecke zwar wenig Beigaben. Dennoch haben die
Ausgräber hier Trachtzubehör, sowie Teile der Jagd-
beziehungsweise Arbeitsausrüstung ans Tageslicht gebracht:
durchlochte Tierzähne und Hälften von Wildtierunterkiefern, in
geringer Anzahl auch Bernsteinperlen und Kupferschmuck,
Pfeilspitzen und Feuersteinklingen, Knochengeräte wie Meißel
und Pfriemen, sowie Felsgesteingeräte wie Beile und Äxte.

Im Anschluss erfahren die Besucher mehr aus dem Grabungsalltag
der Archäologen: Die komplizierten Fundlagen in diesem
Kollektivgrab stellen hohe Anforderungen an die
Grabungstechnik. Die Ausgräber messen alle Funde
dreidimensional mit einem sogenannten Tachymeter ein. Sie legen
Plana mit Quadrantensystem an, die fotogrammetrisch erfasst
werden; dass heißt jeder Quadrant wird in seinen Begrenzungen
mittels vorher positionierter Messnägel vermessen und
fotografiert. Im Anschluss setzen sie die Einzelfotos am
Computer zusammen. Auf den tagesaktuellen Quadrantenfotos
versehen sie die im Planum sichtbaren Knochen mit Fundnummern
und zeichnen ihre Umrisse bei der Entnahme ein. Damit wird die
Lage zusätzlich zur Vermessung festgehalten, was die spätere
Rekonstruktion von einzelnen Bestatteten erleichtert.

Eine Anthropologin stellt den Teilnehmern schließlich ihre
ersten Forschungsergebnisse vor. Schon jetzt zeichnet sich eine
außergewöhnlich gute Erhaltung der menschlichen Skelettreste
vor allem in Grab II ab. Allein anhand der Schädel und
Schädelfragmente kann sie vorläufig mindestens 23 Individuen in
der ersten Grabhälfte ausmachen. DNA- und Isotopen-Analysen
sollen noch Aufschluss über die Verwandtschaftsverhältnisse und
die Herkunft sowie die Ernährung der Bestatteten geben. Die
paläopathologische Untersuchung der menschlichen Skelettreste
zeigt Krankheiten und Arbeitsbelastungen der
jungsteinzeitlichen Menschen.

Die Arbeitsstelle Forschungstransfer der
Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster hat die Ausgrabung
in Erwitte-Schmerlecke als Wissenschaftsort in die "Expedition
Münsterland" aufgenommen. Die Expedition Münsterland macht
Wissenschafts-Schauplätze erlebbar und lässt universitäre
Forschung in der Region sichtbar werden. Ein Multitouch-Tisch
lädt die Besucher in Schmerlecke ein, Wissenschaft zu erfassen
- buchstäblich mit den Händen. Weitere Informationen zur
Expedition Münsterland unter: expedition-muensterland.de


INFO

Führungen: am Sonntag, 12.9.2010 um 10, 12, 14 und 16 Uhr
Adresse: Alter Soestweg, 59597 Erwitte-Schmerlecke
Anfahrt: A 44, Abfahrt Erwitte-Anröchte, auf B 55 Richtung
Erwitte, an der Ampel nach links auf B 1 Richtung Soest.

In Schmerlecke an der Ampel rechts Richtung Horn, nach
wenigen hundert Metern erster Feldweg links. Dem geteerten
Weg folgen bis zu den Grabungszelten.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 8 10:40:11 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 08 Sep 2010 10:40:11 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Roemertage 2010 mit dem Roemerschiff "Victoria",
Haltern am See, 11./12.09.2010
Message-ID: 4C87680B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 07.09.2010, 10:04


AKTUELL

Römertage 2010 mit dem Römerschiff "Victoria"

Vor fast 2000 Jahren haben Arminius und seine Mitstreiter die
Römer aus Germanien vertrieben. Jetzt kommen sie in friedlicher
Absicht zurück. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
veranstaltet am Samstag und Sonntag (11./12. September) auf dem
Gelände seines LWL-Römermuseums in Haltern am See die Römertage
und lässt Geschichte lebendig werden. "Zahlreiche Römer- und
Germanengruppen zeigen auch in diesem Jahr wieder, wie man um
Christi Geburt an der Lippe lebte, arbeitete und kämpfte",
schildert Museumsleiter Dr. Rudolf Aßkamp.

Römerschiff Viktoria auf dem Halterner Stausee
Der originalgetreue Nachbau eines römischen Kriegsschiffes
macht während der Römertage auf dem Halterner Stausee fest.
Fachkundige "Römer" in originalgetreuer Kleidung führen die 16
Meter lange und fast drei Meter breite "Viktoria" an beiden
Tagen vor. Erwachsene, die mitrudern möchten, können eine
Ruderberechtigung buchen - nur an den Römertagen und nur an der
Kasse des LWL-Römermuseums (Buchungsgebühr 3 Euro).

Exerzieren und Kochen am Wochenende
Römergruppen führen rund um das Museum an der Weseler Straße am
Samstag von 11 bis 19 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Exerzierübungen, Geschütze, Truppenparaden und römisches
Handwerk vor. Den Schwerpunkt bildet die "I. Römercohorte
Opladen". Die Männer um Vereinschef Klaus Schwab haben es sich
zur Aufgabe gemacht, das beschwerliche Leben der Legionäre so
authentisch wie möglich nachzustellen. Auf dem Gelände vor dem
Museum schlagen sie ihr Lager auf, mit dabei ist auch ein
Feldherrnzelt samt kompletter Ausstattung. Im Küchenzelt bieten
sie Kostproben römischer Speisen und Getränke in authentischem
Ambiente.

Die Germanen sind vertreten durch "Ars Replica", einen Verein
für lebendige Archäologie aus Mainz, und die Gruppe um Norbert
Reuther aus Bochum. In einem Zeltdorf zeigen sie Haus- und
Handwerk wie Spinnen, Weben, Holz- und Lederbearbeitung sowie
den Umgang mit Pfeil und Bogen.

Ein umfangreiches Mitmach-Angebot haben auch in diesem Jahr die
Museumspädagoginnen des LWL-Römermuseums zusammengestellt. Die
Besucher haben die Möglichkeit, römische Kleidung anzuprobieren
oder in eine Legionärsrüstung zu schlüpfen, um am eigenen Leib
zu erfahren, wie schwer ein Legionär zu tragen hatte. Kinder
können wie ihre Altersgenossen im antiken Rom bei beliebten
Nüssespielen oder beim Würfeln mit Tierknöchelchen Punkte
sammeln, Rundmühle spielen, Münzen prägen, Korn zu Mehl mahlen,
einen eigenen Römerhelm anfertigen oder einen Beutel für
Spielsteine basteln.

Mitmach-Quiz
Neu bei den diesjährigen Römertagen ist auch ein Mitmach-Quiz
des Vereins der Freunde und Förderer des Museums. Insgesamt 8
Fragen gilt es zu lösen. Die Aufgaben führen die Besucher
spielerisch durch das Museum, und den erfolgreichen
Rätselfreunden winken in einer Verlosung attraktive Preise.


INFO

LWL-Römermuseum
Weseler Straße 100
45721 Haltern am See
Samstag, 11. 9. 2010, 11 bis 19 Uhr
Sonntag, 12. 9. 2010, 10 bis 18 Uhr.

Eintritt:
Erwachsene 4,- ?
Familien 9,- ?
Schüler/Studenten/Ermäßigungsberechtigte 2,50 ?





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 8 10:43:41 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 08 Sep 2010 10:43:41 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Tag des offenen Denkmals am Sonntag, Arnsberg,
12.09.2010
Message-ID: 4C8768DD.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Arnsberg"
Datum: 03.09.2010, 13:37


AKTUELL

Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 12. September

"Kultur in Bewegung" wird in Arnsberg zum Tag des offenen
Denkmals ganz groß geschrieben. Zum Tag des offenen Denkmals am
Sonntag, 12. September, sind auch in diesem Jahr wieder
zahlreiche private und öffentliche Denkmäler in der Zeit von 14
Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Hierzu zählen neben dem Musikalischen Bildungszentrum im
ehemaligen Hotel zur Krone auch die Stadtkirchen,
Klosteranlagen, Kunsthäuser, Türme, Parkanlagen sowie Wohn- und
Geschäftshäuser. Die Besucher können sich vom Fortschreiten der
Sanierungsmaßnahmen bei einzelnen Objekten informieren und mit
den engagierten Denkmaleigentümern über ihr Projekt diskutieren.

Das Haus der Künstlergruppe Sepia und der Weinberg stehen
ebenfalls für Besichtigungen offen. Tolle Ausstellungen warten
im Lichthaus und im denkmalgeschützten Haus des Kunstvereines
Arnsberg. Auch in diesem Jahr gibt es ganz besondere
Veranstaltungen: Die Untere Denkmalbehörde veranstaltet für
Familien eine Denkmal-Rallye, die in der Zeit von 14 Uhr bis 17
Uhr gespielt werden kann und es ermöglicht, das Stadtgebiet und
die Denkmäler gemeinsam spielerisch zu erfahren.

Unter allen Teilnehmern wird eine Tages-Familienkarte für das
Freizeitbad NASS verlost. Darüber hinaus wird in den
Bürgergärten ein Info-Stand eingerichtet, an dem sich
Interessierte rund um das Thema Denkmal, aber auch zum Tag des
offenen Denkmals informieren können.

Ein weiterer Höhepunkt ist das offene Picknick ab 13 Uhr mit
musikalischer Blues-Untermalung durch zwei Musiker der "Love
Muffins" aus Arnsberg. Veranstaltet wird das Picknick von dem
neu gegründeten "Förderverein Bürgergärten e.V. i.G." Der
Verein möchte mit der Bevlkerung eine kulturelle Nutzung der
Gartenhäuser sowie der in den Bürgergärten angelegten
Parklandschaft erreichen und freut sich über jeden Besucher.
Für Unvorbereitete werden Decken und Bänke mit Tischen
bereitgestellt.

In Kooperation mit dem Verkehrsverein werden zwei auf den Tag
des Denkmals zugeschnittene Veranstaltungen angeboten. Die
Stadtführung mit Frau Domke beginnt um 14.30 Uhr. Treffpunkt
ist der Neumarkt an der Ecke zum Steinweg. Gerhard Rath bietet
ab 16 Uhr die Turmbesteigung des Glockenturmes an. Treffpunkt
ist hier der Maximillianbrunnen am Alten Markt.

Ein tolles neues Projekt ist sicherlich die zukünftige Nutzung
des Limpsturmes. Herr Manfred Haupthoff erwartet die Besucher
hier und hat phantastische Neuigkeiten für sie, was die Zukunft
des Turmes betrifft. Nur soviel sei schon verraten: Historie
und Moderne werden auch hier zu etwas Besonderem vereint!

Ab 13 Uhr sind alle Bürgerinnen und Bürger zum
Maximilianbrunnen eingeladen. Hier wird der Künstler Thomas
Klegin seinen Beitrag zum Projekt Blickwechsel vorstellen.
Initiator dieses Projektes ist das Kultursekretariat NRW.

In Bruchhausen beginnt der Tag des offenen Denkmals bereits am
Samstag, 11. September. Ab 11 Uhr werden die Ergebnisse der
Sommerakademie Rodentelgenkapelle in der Aula der
Rodentelgenschule präsentiert. Ab Dienstag, 7. September,
erarbeiten Studenten der TU - Dortmund Entwürfe zur zukünftigen
Nutzung der Kapelle. Initiator dieser Veranstaltung ist die
Untere Denkmalbehörde in Kooperation mit dem Amt für
Denkmalpflege in Westfalen und der TU Dortmund. Die Ausstellung
kann natürlich auch am Sonntag, 12. September, noch besichtigt
werden. Dann können sich die Besucher auch von dem Stand der
Arbeiten am Denkmal informieren.

All die Veranstaltungen sorgen sicher für einen tollen,
erlebnisreichen und spannenden Tag des offenen Denkmals.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 8 11:03:03 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 08 Sep 2010 11:03:03 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Podiumsdiskussion: "Bochumer Kultur in Bewegung",
Bochum, 12.09.2010
Message-ID: 4C876D67.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 06.09.2010, 14:35


AKTUELL

"Bochumer Kultur in Bewegung"
Podiumsdiskussion auf der Zeche Hannover am Tag des offenen
Denkmals

Was hat die Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010 der Stadt und
ihren Bewohnern gebracht? Wie geht es nach 2010 hier weiter?
Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt einer
Podiumsdiskussion am Sonntag, 12. September, um 16 Uhr, zu der
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadt
Bochum in das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum
einladen. Die Fragen stehen sinngemäß unter dem Motto des
diesjährigen Tages des Offenen Denkmals: "Kultur in Bewegung".

Michael Townsend, Beigeordneter für Kultur, Bildung und
Wissenschaft der Stadt Bochum und Asli Sevendim, Künstlerische
Direktorin für das Themenfeld Stadt der Kulturen der Ruhr.2010
GmbH, ziehen eine Zwischenbilanz des Kulturhauptstadtjahres
Ruhr.2010. Gemeinsam mit Emanuela Danielewiecz und Omid
Pouryousefi diskutieren sie unter anderem darüber, ob die
Kulturhauptstadt Ruhr.2010 zur Herausbildung einer neuen
regionalen Identität beigetragen hat und was passieren muss,
damit Zuwanderer stärker an der Kultur teilhaben können als
bisher. Emanuela Danielewiecz ist Fotografin und
Gründungsmitglied der Künstlerinitiative "Kosmospolen". Omid
Pouryousefi ist Musiker und Musikproduzent. Er leitet in Bochum
das Jugendprojekt X Vision Ruhr. Die Diskussion wird moderiert
von Dr. Marion Grob vom WDR und eingeleitet von Dr. Dagmar Kift
vom LWL-Industriemuseum.

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung
"Kumpel Anton, St. Barbara und die Beatles", die eine heute
weitgehend vergessene Kulturgeschichte des Reviers wieder
lebendig werden lässt - eine Geschichte, die sich in den 1950er
Jahren zwischen Traditionspflege und moderner Kunst,
Bergarbeiterkultur und Pop entfaltete. Auch damals hat man sich
schon mit der regionalen Identität der Region
auseinandergesetzt und eine Teilnahme der einheimischen und
zugewanderten Bergleute gefördert.

Im Vorfeld der Veranstaltung bietet das LWL-Museum um 15 Uhr
eine Führung durch die Ausstellung an. Führung und Teilnahme an
der Podiumsdiskussion sind kostenfrei.


INFO

Podiumsdiskussion
So, 12.9.2010, 16 Uhr
Führung durch die Ausstellung: 15 Uhr
Treffpunkt: Lüftergebäude

LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel. 0234 6100 874
http://www.lwl-industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 8 11:29:20 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 08 Sep 2010 11:29:20 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Grensgevallen - Grenzfaelle, Borken, bis 10.10.2010
Message-ID: 4C877390.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Norbert Fasse" <"norbert.fasse." at borken.de>
Datum: 06.09.2010, 12:22


AUSSTELLUNG

Grensgevallen - Grenzfälle

In einer Ausstellung mit dem Titel "Grensgevallen - Grenzfälle"
widmet sich das Aaltener Museum dem Schicksal von deutschen
Flüchtlingen. Die Sonderausstellung ist bis zum 10. Oktober
2010 im Stadtmuseum Borken zu sehen.

Schon unmittelbar nach ihrem Machtantritt im Januar 1933
begannen die Nationalsozialisten, ihre politischen Gegner im
Deutschen Reich zu verfolgen. Zugleich betrieben sie die
schrittweise Diskriminierung und Entrechtung der jüdischen
Bürgerinnen und Bürger. Sozialdemokraten und Kommunisten,
Schriftsteller und Pazifisten und immer mehr jüdische Familien,
insbesondere aus dem westlichen Münsterland, suchten zwischen
1933 und 1940 Zuflucht in den Niederlanden.

Aus niederländischer Sicht waren sie "Grenzfälle" im
buchstäblichen wie übertragenen Sinn. In welchem Umfang sollte
man welchen deutschen Flüchtlingen Asyl gewähren?

Einerseits fühlte man sich seinen demokratischen und
humanitären Traditionen verpflichtet, andererseits hielt die
schwere Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre das Land
besonders lange im Griff. Und schließlich wollte man seinen
außenpolitischen Neutralitätskurs wahren und das immer
aggressiver werdende Hitler-Deutschland nicht ohne Not
herausfordern. Unter diesen Bedingungen wurde die
niederländische Flüchtlingspolitik - wie die der meisten
europäischen Länder - trotz mancher innenpolitischer Kritik
immer restriktiver. Dies wirkte sich auch in der Grenzregion
Achterhoek aus, die viele deutsche Flüchtlinge als Zufluchtsort
bzw. Transitstation ansteuerten.

Das Museum Markt 12 in der Gemeinde Aalten/NL hat in der
zweisprachigen Ausstellung "Grensgevallen - Grenzfälle" an
Fallbeispielen sichtbar gemacht, dass das Flucht- und
Aufnahmegeschehen mit vielen Geschichten einzelner Menschen
verknüpft ist, die ihre Handlungsspielräume unterschiedlich
nutzten - sei es als Asylsuchender, als Mitglied
niederländischer Hilfsgruppen oder als Vertreter staatlicher
Autorität.

In vier Zeitschnitten mit den Stichworten Anfang
(Reichstagsbrand 1933), Atempause (Olympische Spiele 1936),
Verschärfung (Annexion Österreichs im März 1938) und Endphase
(Novemberpogrome 1938) präsentiert die Ausstellung in
Filmausschnitten zunächst stichwortartig die allgemeinen
Zusammenhänge.

Zwölf persönliche Geschichten - von je vier Flüchtlingen,
Flüchtlingshelfern und Entscheidungsträgern ? machen das
Handeln einzelner Menschen zwischen Angst und Mut, Anpassung
und Rückgrat, Obrigkeitstreue und Mitmenschlichkeit erfahrbar.


INFO

Sonderveranstaltungen zu dieser Ausstellung:

INFORMATIONSABEND FÜR LEHRER
Do., 09.09.10, 18.00 - ca. 20.00 h
"Leiden als Warnung?"
Pädagogische Programme zu NS-Herrschaft und
deutscher Besatzung
Museum Markt 12, Aalten/NL
Stichting Vrienden van Kolle Kaal, Winterswijk/NL
LWL-Medienzentrum für Westfalen, Münster
Geschichtsort Villa ten Hompel, Münster
Henk Krosenbrink

VORTRAG
Mi., 15.09.10, 19.30 h
Dr. Volker Jakob (LWL-Medienzentrum für Westfalen, Münster)
Unter deutscher Besatzung.
Aalten, eine niederländische Grenzstadt 1940-1945
In Kooperation mit der Volkshochschule Borken und dem
Heimatverein Borken e. V.
Eintritt: 4,00 ?

VORTRAG
Mi., 06.10.10, 19.30 h
Drs. Anne Avenarius (Münster):
Erinnerung im Wandel. Der niederländische Umgang mit
Besatzungsherrschaft und Krieg seit 1945.
In Kooperation mit der Volkshochschule Borken und
dem Heimatverein Borken e. V.
Eintritt: 4,00 ?


Öffnungszeiten Stadtmuseum Borken:

Dienstag - Samstag 15.00 - 18.00 Uhr
Sonntag 10.30 - 17.30 Uhr
Montags geschlossen


Telefon während der Öffnungszeiten: 02861 / 939-242


Stadtmuseum Borken
Marktpassage 6
46325 Borken





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 9 10:59:01 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 09 Sep 2010 10:59:01 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Fuehrungen am Tag des offenen Denkmals in der
Spinnerei Herding, Bocholt, 12.09.2010
Message-ID: 4C88BDF5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 08.09.2010, 10:54


AKTUELL

Neue Einblicke
Führungen am Tag des offenen Denkmals in der Spinnerei Herding

Die Sanierungsarbeiten in der ehemaligen Spinnerei Herding sind
bereits weit fortgeschritten, auch wenn man von außen wenig
davon sieht. Am Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag,
12. September, bietet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) Besuchern die Gelegenheit, einen Blick hinter die
Kulissen werfen und die sonst für die Öffentlichkeit nicht
zugänglichen Bereichen der Museumsbaustelle zu besichtigen.

Von 15 bis 18 Uhr sind die Räume des Baubüros geöffnet, in
denen die aktuellen Pläne ausliegen und eine kleine Ausstellung
gezeigt wird. Elfriede Heitkamp beantwortet aktuelle Fragen zum
Baugeschehen. Um 15.30 Uhr und um 17 Uhr bietet Museumsleiter
Dr. Hermann Josef Stenkamp einen Rundgang zum Stand der
Bauarbeiten sowie zur Geschichte des Gebäude-Ensembles an der
Industriestraße in Bocholt an. Der Fortschritt der Bauarbeiten
taucht das Gebäudeinnere in ein völlig neues Licht und gibt
einen eindrucksvollen Einblick in die zukünftige
Begrüßungssituation im Museum.

Der Eintritt und die Führungen sind kostenlos, eine Anmeldung
ist nicht erforderlich.


INFO

LWL-Industriemuseum - Textilmuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Uhlandstr. 50
46397 Bocholt





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 9 11:03:55 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 09 Sep 2010 11:03:55 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Muttentalfest am Tag des offenen Denkmals, Witten,
12.09.2010
Message-ID: 4C88BF1B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 07.09.2010, 13:22


AKTUELL

Muttentalfest am Tag des offenen Denkmals in Witten
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall feiert mit

Zu Land, zu Wasser oder doch mit der Eisenbahn - wie kam die
Kohle aus dem Berg in die Welt? Wie beschwerlich reiste man im
Industriezeitalter? Transport und Verkehrswege sind am Sonntag,
12. September, das zentrale Thema, wenn der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) seine Besucher in sein Industriemuseum
Zeche Nachtigall einlädt. Von 10 bis 18 Uhr wird dort der Tag
des offenen Denkmals gefeiert; das Programm ist gleichzeitig
Teil des Muttentalfestes. Der Eintritt ist frei.

"Nach über zwei Jahren können unsere Besucher endlich auch
wieder die Welt der Kohlenschifffahrt auf der Ruhr erleben,
denn wir eröffnen am Sonntag unseren frisch restaurierte
Ruhrnachen "Ludwig Henz", freut sich LWL-Museumsleiter Michael
Peters. Bei einer Schiffsjungen-Rallye erfahren Kinder, welche
kleinen und großen Herausforderungen der Kohletransport auf dem
Wasser gestellt hat. Hier ist Geschicklichkeit gefragt.

Mit einem Treffen historischer Hercules-Zweiräder macht das
Museum einen Zeitsprung zu Transportmitteln neuerer Zeiten. In
einem Hindernisparcours führen die Fahrer auf der Zeche
Nachtigall ihr Können vor. Wie der Name des antiken Helden ins
Ruhrgebiet kam und warum der Muskelmann zum Werbehelden wurde,
erfahren Besucher bei unterhaltsamen Führungen durch die
Sonderausstellung "Hercules - Vom Olymp ins Ruhrtal". Um 14.30
Uhr steht eine lokale Heldin im Mittelpunkt. Dann lädt
Kuratorin Ingrid Telsemeyer zur Sonderführung "Mathilde
Franziska Anneke im badisch Pfälzischen Feldzug 1849" ein. Im
Kinderzelt können Jungen und Mädchen ihre persönlichen Helden
nach antikem Vorbild auf Porzellan festhalten.

Den ganzen Tag über finden Führungen im Besucherbergwerk
Nachtigallstollen statt und Gäste können die historische
Dampffördermaschine in Aktion erleben. Für Jahrmarkt-Atmosphäre
verbreiten eine Kirmes-Orgel und ein historisches Karussell.
Für Unterhaltung sorgen Clown Zimbo und die Akkordeon Big Band
Druckluft aus Castrop-Rauxel mit ihrem ungewöhnlichen Programm
von Swing bis Rock'n'Roll.

Muttentalfest
Die Zeche Nachtigall ist an diesem Sonntag eine von mehreren
Orten des Muttentalfestes. Neben dem LWL-Industriemuseum gibt
es auch im Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia, an der
Burgruine Hardenstein, am "Königlichen Schleusenwärterhaus", im
Bethaus der Bergleute, am Schloss Steinhausen und im Zechenhaus
Herberholz ein umfangreiches Programm. Besondere Verkehrsmittel
von der historischen Bahn bis zum Planwagen nehmen die Besucher
mit auf eine Reise durch das Muttental. Das Ticket für die
Fahrten kostet für Erwachsene 5 Euro, Kinder 2,50 Euro und
Familien 12 Euro.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten
Tel.: 02302 93664-0
E-Mail: zeche-nachtigall at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 9 11:09:22 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 09 Sep 2010 11:09:22 +0200
Subject: [WestG] [AKT] NRW-Minister Voigtsberger eroeffnet "Tag des
offenen Denkmals", Waltrop, 12.09.2010
Message-ID: 4C88C062.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 08.09.2010, 11:04


AKTUELL

Werbung um Aufnahme der Schiffshebewerke und Schleusen in die
Welterbeliste
NRW-Minister Voigtsberger eröffnet "Tag des offenen Denkmals"
im LWL-Industriemuseum

Das Schiffshebewerk Henrichenburg zählt bundesweit zu den
prominentesten Denkmälern der Verkehrsgeschichte. Da passt es
nur zu gut, dass der diesjährige Tag des offenen Denkmals, den
die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unter das Motto "Kultur in
Bewegung - Reisen, Handel, Verkehr" gestellt hat, am Sonntag,
12. September, offiziell im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk
Henrichenburg eröffnet wird. Dazu erwartet der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den neuen
NRW-Bauminister Harry Kurt Voigtsberger in seinem Waltroper
Industriemuseum.

Dieter Gebhard, Vorsitzender der Landschaftsversammlung
Westfalen-Lippe, hält um 10 Uhr die Begrüßungsrede.
Anschließend richtet die Waltroper Bürgermeisterin Anne
Heck-Guthe ein Grußwort an die Gäste. Darauf folgt die
offizielle Eröffnung des landesweiten Denkmaltages durch
Minister Voigtsberger.

Den prominenten Besuch wollen die Initiatoren - inzwischen eine
breite Basis aus Vereinen und Politik - nutzen, um für
politische Unterstützung in ihrem Kampf zum Erhalt des Neuen
Schiffshebewerks und die Aufnahme des gesamten Schleusenparks
in die Liste der UNESCO-Weltkulturdenkmäler zu werben. Deshalb
werden Vertreter des LWL, des Vereins "Freunde und Förderer
Neues Schiffshebewerk" und der lokalen Politik dem Minister ein
Schild mit der Aufschrift "Unser Ziel - Weltkulturerbe
Schiffshebewerke - Antrag folgt!" übergeben. "Das kompakte
Ensemble von Schiffshebewerken und Schleusen ist weltweit
einmalig und hat deshalb den Rang eines Weltkulturerbes
verdient", erklärt Dirk Zache, Direktor des
LWL-Industriemuseums.

Das Programm im Einzelnen

An die Übergabe schließt sich eine einstündige Rundfahrt mit
dem historischen Dampfschlepper "Cerberus" (1930) und der
historischen Barkasse "Herbert" (1923) durch den gesamten
Schleusenpark an. Die Moderation an Bord übernimmt
LWL-Museumsleiter Herbert Niewerth. Svenja Nadine Braune
unterhält die Fahrgäste mit Seemannsliedern am Schifferklavier.

Über den gesamten Denkmaltag verteilt bietet das
LWL-Industriemuseum Rundgänge an. Sie führen auch zu den
historischen Schiffen MS "Franz-Christian" (1929) und zum
Schleppkahn "Ostara" (1926). "Diese beiden Schiffe waren für
den Güterverkehr auf den Kanälen und Flüssen typisch", so
Museumsleiter Herbert Niewerth. Bei den Führungen haben
Besucher Gelegenheit, ein Jahrhundert Schleusen- und
Hebewerksgeschichte zu erleben. Besonderes Augenmerk gilt dabei
dem weltweit letzten noch funktionierenden Schwimmerhebewerk
aus dem Jahre 1962, dessen drohende Stilllegung verhindert
werden soll. Die Führungen starten um 11, 12.30, 13.30, 15 und
16.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.

Vom unteren Vorhafen des Hebewerks legt das Fahrgastschiff
Henrichenburg um 12.30, 13.30 und 14.30 Uhr zu stündlichen und
um 15.30 Uhr zu einer zweistündigen Schiffstour ab. Kosten: 6
Euro Erwachsene; 4 Euro Kinder (1 Std.) bzw. 10/6 Euro (2
Std.). Von 15 bis 18 Uhr startet auch der Dampfer "Cerberus"
(1930) zu einstündigen Rundfahrten.


INFO

LWL-Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 9 11:11:38 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 09 Sep 2010 11:11:38 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Besuch aus Vietnam im LWL-Museum fuer Archaeologie
Message-ID: 4C88C0EA.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 08.09.2010, 09:13


AKTUELL

Besuch aus Vietnam im LWL-Museum für Archäologie

Im Vorfeld einer großen Vietnam-Ausstellung Ende 2013 im
LWL-Museum für Archäologie besuchte Nguyen Ba Son, der
Botschafter Vietnams bei den Vereinten Nationen in Wien, das
Museum in Herne. Dieter Gebhard, Vorsitzender der
Landschaftsversammlung im Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL), begrüßte den Gast, der sich im Gespräch mit Fachleuten
über das Projekt informierte.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 9 11:31:48 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 09 Sep 2010 11:31:48 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Fuehrungen zum Thema Zuwanderung ins Revier, Bochum,
12.09.2010
Message-ID: 4C88C5A4.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 08.09.2010, 11:53


AKTUELL

Führungen zum Thema Zuwanderung ins Revier
Am Tag des offenen Denkmals im LWL-Industriemuseum Zeche
Hannover

Wer waren eigentlich Malakow und Golombiewski? Antwort auf
diese und weitere Fragen zum Thema Zuwanderung ins Revier
bekommen Besucher am Sonntag, 12. September, im
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover. Der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) lädt um 11 und um 14 Uhr zu Führungen
anlässlich des Tages des offenen Denkmals mit dem Thema "Kultur
in Bewegung" in sein Bochumer Industriemuseum ein.

Der Rundgang durch die Zeche Hannover und die Arbeiterhäuser
"Am Rübenkamp" beleuchtet unterschiedliche Stationen der
Zuwanderung ins Revier. Wer kam wann ins Ruhrgebiet? Welche
Spuren hinterließen die Zuwanderer? "Seit mehr als 150 Jahren
ist das Ruhrgebiet ein Einwanderungsland. Millionen von
Menschen sind mit der Industrialisierung ins Revier gekommen -
viele mit der Hoffnung auf gutes Geld für harte Arbeit, manche
aber aus Zwang oder auf der Flucht. Heute leben Menschen aus
170 Nationen im Ruhrgebiet", erläutert Museumsleiter Dietmar
Osses. Seit Ende August macht ein Rundweg mit zwölf Stationen
auf dem Museumsgelände die Geschichte der Migration anschaulich.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel.: 0234 6100-874
E-Mail: zeche-hannover at lwl.org

Treffpunkt:
Zechenvorplatz
Günnigfelder Straße 251

Eintritt und Teilnahme sind frei

Ebenfalls am Tag des offenen Denkmals:

16 Uhr: Podiumsdiskussion zum Thema: "Bochumer Kultur in
Bewegung" mit Kulturdezernent Michael Townsend, Asl? Sevindim,
künstlerische Direktorin für das Themenfeld Stadt der Kulturen
der Ruhr.2010 GmbH, Emanuela Danielewiecz, Fotografin und
Gründungsmitglied der Künstlerinitiative "Kosmospolen" und Omid
Pouryousefi, Musikproduzent und Leiter des Jugendprojekts X
Vision Ruhr.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 10 10:42:55 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 10 Sep 2010 10:42:55 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2010/35
Message-ID: 4C8A0BAF.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 06.09.2010, 13:50


AKTUELL

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2010-35 für den Zeitraum vom 28.08.2010 bis

zum 03.09.2010 mit insgesamt 16 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2010-35&fach=wes






Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib






Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 10 10:51:21 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 10 Sep 2010 10:51:21 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?b?W0xJVF0gR8O2ZGRlbiwgV2FsdGVyIC8gUm90dHNjaMOk?=
=?utf-8?q?fer=2C_Nils=3A_Peter_Hille=2E_Saemtliche_Briefe?=
Message-ID: 4C8A0DA9.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 08.09.2010, 12:27


LITERATUR

Pionierarbeit der Peter Hille-Forschung:
LWL gibt kommentierte Edition der Hille-Briefe und eine
Hille-Chronik heraus

Der Dichter Peter Hille (1854-1904) stand jahrelang im Abseits
der literarischen Wahrnehmung. In fünfjähriger Forschungsarbeit
hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den aus dem
ostwestfälischen Erwitzen stammenden "Erzbohemien" wieder
entdeckt. Nach einer Werkausgabe (2007) und einer umfassenden
Sammlung von Zeugnissen zur Wirkungsgeschichte des Autors (2007)
sowie dem Tagungsband "Prophet und Prinzessin. Peter Hille und
Else Lasker-Schüler" (2007) legt die Literaturkommission des
LWL zwei weitere umfangreiche Bände zur Hille-Forschung vor:
Eine kommentierte Edition der Briefe Hilles sowie eine über
800-seitige Peter-Hille-Chronik.

Beide Veröffentlichungen sind Pionierleistungen. Hilles Briefe
galten als unkommentierbar. Umfangreiche Erläuterungen sind
jedoch unerlässlich, um Hilles anspielungsreiche und teilweise
kryptische Diktion zu verstehen. Hilles Briefe ermöglichen eine
literarhistorische Einordnung des Autors und verdeutlichen
dessen literaturtheoretische Position. Den Herausgebern Walter
Gödden und Nils Rottschäfer gelang es darüber hinaus,
zahlreiche neue Brieffunde zu ermitteln. Zu Hilles
Briefpartnern zählten so bedeutende Autoren wie Gerhart
Hauptmann oder Richard Dehmel.

Die von Nils Rottschäfer vorgelegte Hille-Chronik entstand in
mehrjähriger Detailarbeit. Das zusammengetragene Daten- und
Faktengerüst schließt Lücken in der Biographie des Autors und
macht Hilles Bedeutung im literarischen Leben seiner Zeit
deutlich. Hille, der in Erwitzen bei Nieheim (Kreis Höxter)
geboren wurde, lebte größtenteils in Berlin. Er war der Mentor
der Weltautorin Else Lasker-Schüler. Unter anderem trat er als
Gründer literarischer Kabaretts hervor. Sein Schaffen umfasst
alle literarischen Gattungen. Er veröffentlichte in den
bedeutendsten Periodika der Zeit und gilt als einer der
bedeutendsten deutschen Aphoristiker.

"Die Chronik bildet ein Standardwerk, das die Grundlage für
jede weitere Beschäftigung mit dem Autor abgibt", so Prof. Dr.
Walter Gödden . Das reich bebilderte Kompendium erschließt
Leben und Werk eines Autors, der zu den wichtigen Stimmen der
Literatur der Jahrhundertwende zählt. Weitere
Forschungsmöglichkeiten eröffnen auch die umfangreichen
Materialien und Dokumente der Hille-Forschungsstelle, die
nunmehr in den Bestand des LWL-Literarturarchivs im
LWL-Archivamt für Westfalen übergehen.


INFO

Walter Gödden und Nils Rottschäfer (Hg.):
Peter Hille. Sämtliche Briefe.
Kommentierte Ausgabe. Bielefeld: Aisthesis 2010.
565 Seiten. 49,80 Euro. ISBN 978-3-89528-781-7.

Nils Rottschäfer:
Peter Hille (1854-1904).
Eine Chronik zu Leben und Werk.
Bielefeld: Aisthesis 2010. 821 Seiten. 78 Euro.
ISBN 978-3-89528-791-6.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 10 11:01:31 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 10 Sep 2010 11:01:31 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Seit 90 Jahren verschollene Teile des Epitaphs
von Sylvester zu Bueren in Pfarrkirche St. Nikolaus in
Bueren entdeckt
Message-ID: 4C8A100B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 08.09.2010, 13:01


AKTUELL

Seit 90 Jahren verschollene Teile des Epitaphs von Sylvester zu
Büren in Pfarrkirche St. Nikolaus in Büren entdeckt

Als sich Denkmalpflegerin Dr. Bettina Heine-Hippler und ihr
Kollege Beat Sigrist vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) den eingerüsteten Turm der Pfarrkirche St. Nikolaus in
Büren (Kreis Paderborn) näher anschauten, weil dessen Fassade
saniert werden sollte, staunten sie: Denn aus einigen schmalen
Fenstern ragten Steinteile, die nicht zur Fassade passten, weil
sie wie Marmor aussahen.

Im Inneren des Turmes fanden sie dann rund 60 Bruchstücke, mit
einigen waren Fenster verschlossen worden, andere waren
aufgestapelt. Das Geheimnis um die rätselhaften Bruchstücke
löste schließlich LWL-Kunsthistoriker Dr. Dirk Strohmann: Die
Bruchstücke sind die seit 90 Jahren vermissten Teile des
Epitaphs (Denkmal, ähnlich einem Grabmal) von Sylvester zu
Büren aus dem 16. Jahrhundert, das die Kirchengemeinde 1924 dem
Kreis Büren schenkte und das heute im Kreismuseum Wewelsburg zu
sehen ist.

"Das ist schon eine kleine Sensation", sagten Heine-Hippler und
Strohmann am Mittwoch (08.09.) als sie die Bruchstücke an ihrem
Fundort vor Journalisten präsentierten. Die Bruchstücke sollen
am Donnerstag geborgen und in einer Restaurierungswerkstatt
gereinigt werden. "Dann können wir sie vermessen, fotografieren
und auf Farbspuren untersuchen", erklärt Heine-Hippler.

Danach beginnt dann das große Puzzlespiel für die
Denkmalpfleger und Restauratoren. Erst danach wissen sie, ob
der 117 mal 82 Zentimeter große mittlere lateinische Textteil
und einer von insgesamt drei deutschen 54 mal 28 Zentimeter
großen Textteilen komplett erhalten geblieben sind. Zu diesem
Puzzle gibt es eine "Anleitung" in Form einer Abschrift der
Texttafeln, die aus dem 19. Jahrhundert stammt.

"Diese Abschrift der deutschen Inschrift im Sockelbereich zeigt
eindeutig, dass das größte Einzelstück aus der Nikolauskirche
der Anfang der Inschrift des Sylvester-Epitaphs ist. Denn der
Verstorbene wird hier namentlich erwähnt", so Strohmann. Neben
den Textteilen im mittleren und unteren Teil besteht das
Epitaph aus einer Relief-Darstellung Sylvesters von Bürens auf
der linken sowie des Kreuzes auf der rechten Seite und jeweils
Wappenreliefs darüber. Ob weitere im Turm gefundene Bruchstücke
wie Gesimsteile und andere Architekturelemente auch zum Epitaph
gehören, muss noch geklärt werden. Gehören sie dazu, hatte das
Epitaph ursprünglich ein anderes Aussehen als bisher gedacht.

Wann genau das Epitaph aus der Kirche entfernt wurde, ist nicht
überliefert. Renovierungen in den Jahren 1861, 1885/90 oder
1922/24 könnten der Anlass gewesen sein. "Wir gehen davon aus,
dass die Kirchengemeinde das Epitaph 1924 dem Kreis Büren für
sein Kreismuseum geschenkt hat. Über die Umstände der Schenkung
ist aber nichts bekannt", so Strohmann.

Hintergrund
Sylvester von Büren (1550 - 1575) war ein jung verstorbener
Spross des Geschlechts der Edelherren von Büren, die in der
Herrschaft Büren landesherrliche Rechte beanspruchten. Obwohl
sie sich damit gegen den Paderborner Fürstbischof als
eigentlichem Territorialherren nicht durchsetzen konnten, waren
sie zeitweise eine der mächtigsten Adelsfamilien der Region.

An der Stelle ihrer Burg in Büren steht heute das ehemalige
Kolleggebäude der Jesuiten. Diesem Orden hatte der letzte
Edelherr, Moritz von Büren, 1661 seinen ganzen Besitz vermacht.
Die Grablege der Edelherren befand sich in der Nikolauskirche
in Büren.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 10 11:06:57 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 10 Sep 2010 11:06:57 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals am
12. September
Message-ID: 4C8A1151.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 08.09.2010, 15:18


AKTUELL

Wieviel Geschichte steckt im Westfälischen Boden und Gebäuden
LWL beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals am 12. September

Am Tag des offenen Denkmals (12.9.) öffnet der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) 16 Bau- und
Bodendenkmäler. Von Minden bis Meinerzhagen gewähren
archäologische Ausgrabungen, Burgruinen und Baudenkmäler einen
Einblick in die westfälische Geschichte. Unter das diesjährige
Motto "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr" fallen
unter anderem Stra-ßen, Autobahnmeistereien, Pilgerwege,
Bahnhöfe und Kleinbahnen. Das LWL-Amt für Denkmalpflege, das
LWL-Industriemuseum und die LWL-Archäologie für Westfalen
präsentieren von den Überresten einer germanischen Siedlung bis
hin zum barocken Festsaal und zum Schiffshebewerk Schmuckstücke
aus ihren Arbeitsbereichen.

Das Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop zählt bundesweit
zu den prominentesten Denkmälern der Verkehrsgeschichte. Da
passt es nur zu gut, dass der diesjährige Tag des offenen
Denkmals offiziell im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk
Henrichenburg eröffnet wird. Dazu erwartet der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den neuen
NRW-Bauminister Harry Kurt Voigtsberger in seinem Waltroper
Industriemuseum. Dieter Gebhard, Vorsitzender der
Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe, hält um 10 Uhr die
Begrüßungsrede. Anschließend richtet die Waltroper
Bürgermeisterin Anne Heck-Guthe ein Grußwort an die Gäste.
Darauf folgt die offizielle Eröffnung des landesweiten
Denkmaltages durch Minister Voigtsberger.

Den prominenten Besuch wollen die Initiatoren - inzwischen eine
breite Basis aus Vereinen und Politik - nutzen, um für
politische Unterstützung in ihrem Kampf zum Erhalt des Neuen
Schiffshebewerks und die Aufnahme des gesamten Schleusenparks
in die Liste der UNESCO-Weltkulturdenkmäler zu werben. Deshalb
werden Vertreter des LWL, des Vereins "Freunde und Förderer
Neues Schiffshebewerk" und der lokalen Politik dem Minister ein
Schild mit der Aufschrift "Unser Ziel - Weltkulturerbe
Schiffshebewerke - Antrag folgt!" übergeben. "Das kompakte
Ensemble von Schiffshebewerken und Schleusen ist weltweit
einmalig und hat deshalb den Rang eines Weltkulturerbes
verdient", erklärt Dirk Zache, Direktor des
LWL-Industriemuseums.

Über den gesamten Denkmaltag verteilt bietet das
LWL-Industriemuseum Rundgänge an. Sie führen auch zu den
historischen Schiffen MS "Franz-Christian" (1929) und zum
Schleppkahn "Ostara" (1926). "Diese beiden Schiffe waren für
den Güterverkehr auf den Kanälen und Flüssen typisch", so
Museumsleiter Herbert Niewerth. Bei den Führungen haben
Besucher Gelegenheit, ein Jahrhundert Schleusen- und
Hebewerksgeschichte zu erleben. Besonderes Augenmerk gilt dabei
dem weltweit letzten noch funktionierenden Schwimmerhebewerk
aus dem Jahre 1962, dessen drohende Stilllegung verhindert
werden soll. Die Führungen starten um 11, 12.30, 13.30, 15 und
16.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.

Vom unteren Vorhafen des Hebewerks legt das Fahrgastschiff
Henrichenburg um 12.30, 13.30 und 14.30 Uhr zu stündlichen und
um 15.30 Uhr zu einer zweistündigen Schiffstour ab. Kosten: 6
Euro Erwachsene; 4 Euro Kinder (1 Std.) bzw. 10/6 Euro (2
Std.). Von 15 bis 18 Uhr startet auch der Dampfer "Cerberus"
(1930) zu einstündigen Rundfahrten.

Porta Westfalica-Barkhausen (Kreis Minden-Lübbecke), Römisches
Marschlager Auf dem Baugebiet "Auf der Lake" graben seit 2008
Archäologen der LWL-Archäologie für Westfalen. Bisher haben sie
Funde aus der Zeit der römischen Okkupation Germaniens
(Hinweise auf ein römisches Militärlager), ein Urnengräberfeld
aus dem 1. Jahrtausend v. Chr., Scherbenfunde aus der Zeit der
ersten Ackerbauern und Viehzüchter, des Mittelalters und aus
der Zeit bis zum 30-jährigen Krieg ans Tageslicht gebracht.

Adresse: Im Römerlager, 32457 Porta Westfalica Barkhausen
Öffnungszeiten am 12.9.: 11-15 Uhr Führungen: nach Bedarf durch
Dr. Bettina Tremmel

Oelde (Kreis Warendorf): Ein verkehrsgeschichtliches Dokument
der Nazizeit Bereits in den 1920er Jahren gab es erste
planerische und ingeniertechnische Überlegungen zum Aufbau
eines Autobahnnetzes, ab 1933 wurden die Pläne reichsweit
umgesetzt. Dazu gehörten auch Rastanlagen und
Autobahnmeistereien. Da die Autobahnen ab 1937 zu
nationalistischen Kulturträgern aufgewertet wurden, gab es auch
für die Nebengebäude gestalterische Vorgaben. So wurde die
Autobahnmeisterei in Oelde (Baubeginn September 1938) in Form
eines Gehöftes angelegt. Heute stellt sie mit ihrem
historischen Gebäudebestand in Westfalen ein einmaliges
architek-turgeschichtliches Dokument aus der
nationalsozialistischen Zeit dar. Adresse: Böckenförderweg 24,
59299 Oelde Öffnungszeiten: 10.30 bis 16 Uhr 11 Uhr: Vortrag
"Die Autobahnmeisterei Oelde. Entwicklung, Aufgaben und
Funktion heute" (Manfred Zellerhoff, Leiter der
Autobahnmeisterei) 14 Uhr: "Die Geschichte des Autobahnbaues im
Deutschen Reich zwischen 1933 und 1945, ein westfälischer
Überblick" (Christian Hoebel, LWL-Amt für Denkmalpflege in
Westfalen)

Minden: Ein Inselbahnhof und ein Preußenzug Das Mindener
Empfangsgebäude, das in den Jahren 1874/1848 errichte wurde,
befindet sich zwischen den Gleisen. Deshalb bezeichnet man den
Bahnhof, der sowohl der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft
wie auch der Hannoverschen Staatsbahn als Empfangsgebäude
diente, auch als Inselbahnhof. Adresse: Viktoriastraße, 32423
Minden 11 Uhr: Vortrag im Bahnholfsgebäude mit Führung zur
geschichtlichen Entwicklung des Empfangsgebäudes und seiner
Einbindung in das städtische Umfeld Mindens (Christian Hoebel,
LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen) Am Bahnhof
Minden-Oberstadt steht der Preußische Nebenbahnzug für
planmäßige Fahrten nach Hille und Kleinenbremen unter Dampf
außerdem öffnet die Museumseisenbahn Minden ihr Fahr-zeugdepot
für Besucher Adresse: Ringstraße 115, 32427 Minden,
Öffnungszeit: 10 bis 18 Uhr

Steinbauten für die Ewigkeit - Großsteingräber bei
Erwitte-Schmerlecke (Kreis Soest) In zwei jungsteinzeitlichen
Gemeinschaftsgräbern bei Erwitte-Schmerlecke bestatteten die
Menschen ihre Toten über mehrere Jahrhunderte hinweg. Im Rahmen
eines Projekts der Deutschen For-schungsgemeinschaft (DFG) sind
seit vergangenem Jahr Archäologen, Anthropologen und andere
Experten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der
LWL-Archäologie für Westfalen und der Georg-August-Universität
Göttingen dabei, die Gräber von Schmerlecke mit modernsten
Methoden auszugraben. Einen Einblick in den aktuellen Stand der
Ausgrabung, in die Grabungstechnik sowie in erste
Forschungserkenntnisse geben Führungen um 10, 12, 14 und 16
Uhr. Adresse: Alter Soestweg, 59597 Erwitte-Schmerlecke
Anfahrt: A 44, Abfahrt Erwitte-Anröchte, auf B 55 Richtung
Erwitte, an der Ampel nach links auf B 1 Richtung Soest. In
Schmerlecke an der Ampel rechts Richtung Horn, nach wenigen
hundert Metern erster Feldweg links. Dem geteerten Weg folgen
bis zu den Grabungszelten. Führungen: 10, 12, 14 und 16 Uhr

Klassische Adelsburg - Die Falkenburg bei Detmold-Berlebeck
(Kreis Lippe) Die Falkenburg bei Detmold-Berlebeck war einst
eine der mächtigsten Burganlagen Westfalens. Erbaut wurde sie
ab 1194. Eine selbst verschuldete Feuersbrunst beschädigte sie
1453 stark. Seit dem 19. Jahrhundert wurde sie als Steinbruch
genutzt, so dass 2004 die Baustruktur obertägig kaum noch
erkennbar war. Die seit 2005 laufenden archäologischen
Untersuchungen im Zusammenhang mit der Sanierung der gesamten
Burgruine brachten verschiedene unterirdisch erhaltene
Mauerzüge zum Vorschein. Am Tag des offenen Denkmals können
Besucher die gesamte Burganlage und die archäologischen
Ausgrabungen unter fachkundiger Führung besichtigen. Adresse:
Falkenburgweg, 32760 Detmold Anfahrt: von Detmold L937 Richtung
Heiligenkirchen und Paderborn nach Berlebeck, Parkmöglichkeit
am Hotel-Landhaus Hirschsprung, Paderborner Straße 212.
Aufstieg zur Burg hinter der kleinen Brücke, dann am Forsthaus
vorbei, der Beschilderung "Falkenburg" bis zum Fuß der Burg
folgen. Führungen: Am 12.9.2010 geöffnet von 10 bis 18 Uhr,
Führungen beginnen zu jeder vollen Stunde, die letzte Führung
beginnt um 16 Uhr. Treffpunkt ist die Schutzhütte unterhalb der
Burg.

Detmold (Kreis Lippe): Ölgemälde zur Tilgung einer
Kneipenschuld Die 1889 als Fachwerkbau errichtete Gaststätte
"Neuer Krug" ist ein Denkmal, am Tag des offenen Denkmal stehen
einige Gemälde mit einer besonderen Entstehungsgeschichte im
Mittelpunkt: Der Maler Otto Albert Koch (1866 - 1921) stand
beim Gastwirt Dütemeyer so tief in der Kreide, das er seine
Schulden nur dadurch begleichen konnte, dass er die Gastzimmer
mit Gemälden ausschmückte. Heute ist der "Neuer Krug" eine der
wenigen noch betriebenen historischen Gasthäuser Westfalens, in
denen sich noch Teile der ursprünglichen Ausstattung erhalten
haben. Adresse: Neustadt 26, 32756 Detmold Um 16 Uhr bietet
LWL-Denkmalpfleger Dr. Dirk Strohmann eine Führung mit
Erläuterungen zu den Gemälden an, ab 17 Uhr ist die Gaststätte
geöffnet.

Detmold (Kreis Lippe): Führung zum "Planet Westfalen"

Der Titel des Themenjahres im LWL-Freilichtmuseum Detmold
"Planet Westfalen" ist inspiriert von der Ursprungsbedeutung
des Wortes "Planet", das Wort meint "der Unstete" oder auch
"der Wandernde". Daher spielen in dieser Saison im Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) westfälische
Geschichten aus aller Welt eine Rolle. Zum Tag des offenen
Denkmals am Sonntag, 12. September, bietet Bauhistoriker Dr.
Hubertus Michels eine zweistündige Führung zum "Planet
Westfalen" an. Er zeigt dabei anhand ausgewählter Beispiele,
wie Kulturphänomene von Westfalen in die Fremde gewandert sind
oder den Weg aus der Ferne in unsere Region fanden. Eine
besondere Rolle spielen dabei auch bauhistorische Aspekte - von
den aus den Niederlanden übernommenen Schiebefenstern aus dem
Westmünsterländer Hof über die Rosette aus der Zeit der
italienischen Renaissance am Valepagenhof bis hin zum
Tulpendekor, das ursprünglich aus Zentralasien kommt. Die
Führung ist kostenlos und beginnt um 17 Uhr. Treffpunkt ist am
Eingangspavillon. Weitere Informationen gibt es im Infobüro
unter Tel. 05231/706-104 oder im Internet
www.planetwestfalen.lwl.org.

Leben auf der Motte - Das LWL-Museum für Archäologie in Herne
Viele eindrucksvolle Burgenbauten haben einmal klein
angefangen: als Holzturm-Burg auf einem künstlichen Hügel.
Keine dieser Turmhügelburgen - auch "Motten" genannt - hat die
Zeiten überdau-ert.
Im Rahmen der Sonderausstellung
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen" wurde eine solche
Turmhügelburg in Originalgröße auf dem Außengelände des
LWL-Museums für Archäologie rekonstruiert. Am Tag des offenen
Denkmals wird die Motte wieder mit Leben erfüllt, denn die
mittel-alterlichen Bewohner kehren zurück. Mehrere Darsteller,
unter anderem von dem Verein Freie Ritterschaft von Bram aus
Dortmund geben den Besuchern den gesamten Tag über einen
Einblick in das Leben auf einer Turmhügelburg im 13.
Jahrhundert. LWL-Museum für Archäologie, Westfälisches
Landesmuseum, Europaplatz 1, 44623 Herne
www.lwl-landesmuseum-herne.de, www.aufruhr1225.lwl.org
Programm: "Leben auf der Motte" 11 bis 18 Uhr. Es ist lediglich
der Eintrittspreis für die AufRuhr-Ausstellung zu zahlen
(Erwachsene 6 Euro, Kinder 4 Euro, Familien 12 Euro).
LWL-Museum für Archäologie, Westfälisches Landesmuseum,
Europaplatz 1, 44623 Herne

Dortmund: LWL-Industriemuseum Zeche Zollern Zum Thema "Kultur
in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr. Ohne Kohle lief
nichts. Märkte, Absatz und Transportwege der Kohle am Beispiel
der Zeche Zollern" bietet das LWL-Industriemuseum Zech Zollern
Führungen an um 10.30, 11.30, 12.30, 14, 15 und 16 Uhr,
Eintritt frei. Öffnungszeit 10-18 Uhr

Heiden (Kreis Borken), Alte Kirche In Heiden findet zur Zeit
eine Ausgrabung an der 1973 abgerissenen Pfarrkirche statt.
Bisher haben die LWL-Archäologen Fundamente der Kirche aus der
Zeit um 1200, der gotischen Kirche vom Anfang des 15.
Jahrhunderts und der durch Wilhelm Rincklage entworfenen
neogotischen Kirche von 1891 freigelegt. Überraschenderweise
kam auch ein Brunnen aus dem 8./9. Jahrhundert zutage. Adresse:
Alter Kirchplatz, 46359 Heiden Öffnungszeiten am 12.9.: 14-17
Uhr Führungen: 14 und 16 Uhr durch Dr. Stefan Eismann

Bochum: LWL-Industriemuseum Zeche Hannover Themenführung: Wer
waren eigentlich Malakow und Godanek? Der Rundgang durch die
Zeche Hannover und die Arbeiterhäuser am Rübenkamp zeigt Spuren
von Zuwanderung und Kultur in Bewegung in Architektur,
Geschichte und Geschichten. Treffpunkt: Lüftergebäude,
kostenfrei 11 und 14 Uhr "Bochumer Kultur in Bewegung".
Podiumsdiskussion mit Kulturdezernent Michael Townsend und
Gästen aus der Bochumer Kulturszene, Lüftergebäude, kostenfrei
16 Uhr

Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis): LWL-Industriemuseum Zeche
Nachtigall Muttentalfest am Tag des offenen Denkmals.
Vorführung der Dampf-Fördermaschine Zeche Nachtigall und der
Schachtanlage Ingeborg, Knappenprüfung für Kinder.
Wiedereröffnung der Ausstellung "Ruhrnachen Ludwig Hentz".
"Hercules auf zwei Rädern" - Oldtimertreffen von
Hercules-Motorrädern, Mopeds und Mofas. 14.30 Uhr: Eine
Herkules-Tat? Mathilde Franziska Anneke im Badisch-pfälzischen
Feldzug 1849, ein Vortrag über die charismatische Frau, die in
der Revolution für Freiheit und Gerechtigkeit eintrat und sich
nach der Niederlage 1849 in Amerika für Frauenrechte, gegen
Sklaverei und für eine gleichwertige Ausbildung der Mädchen
engagierte. Sonderführung mit Kuratorin Ingrid Telsemeyer.
Feldbahnbetrieb der AG Muttenthalbahn vom Parkplatz
Nachtigallstraße bis zur Zeche Nachtigall Öffnungszeiten: 10-18
Uhr

LWL-Textilmuseum Bocholt (Kreis Borken) Die Sanierungsarbeiten
in der ehemaligen Spinnerei Herding sind bereits weit
fortgeschritten, auch wenn man von außen wenig davon sieht. Am
Tag des offenen Denkmals bietet der LWL Besuchern die
Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die
sonst für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Museumsbaustelle
zu besichtigen. Von 15 bis 18 Uhr sind die Räume des Baubüros
geöffnet, in denen die aktuellen Pläne ausliegen und eine
kleine Ausstellung gezeigt wird. Elfriede Heitkamp beantwortet
aktuelle Fragen zum Baugeschehen. Um 15.30 Uhr und um 17 Uhr
bietet Museumsleiter Dr. Hermann Josef Stenkamp einen Rundgang
zum Stand der Bauarbeiten sowie zur Geschichte des
Gebäude-Ensembles an der Industriestraße in Bocholt an. Der
Fortschritt der Bauarbeiten taucht das Gebäudeinnere in ein
völlig neues Licht und gibt einen eindrucksvollen Einblick in
die zukünftige Begrüßungssituation im Museum. Der Eintritt und
die Führungen sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht
erforderlich.

Paderborn: Restaurierung in St. Heinrich und Kunigunde Seit
drei Jahren laufen in der 1666 von Fürstbischof Ferdinand II.
von Fürstenberg erbauten Kirche St. Heinrich und Kunigunde in
Paderborn-Schloss Neuhaus umfangreiche Restaurierungen. Dabei
wurde auch der ehemalige Gemeindesaal zu einem Gottesdienstraum
umgestaltet. Außerdem erhielten die erhaltenen Gewölberippen
ihre ursprüngliche blaue Farbfassung mit goldenen Sternen und
Kanten zurück. Nachdem Erzbischof Hans-Josef Becker die Kirche
in der Vorwoche eingeweiht hat, ist sie am Tag des offenen
Denkmals erstmals wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Adresse: Neuhäuser Kirchstraße 2, 33104 Paderborn-Schloss
Neuhaus Um 12, 13.15 und um 16 Uhr Führungen, in denen die
Restaurierungsnahmen erläutert werden, die Restaurierungsfirma
führt einige Techniken vor.

Münster: Höfische Barockkunst im Erbdrostenhof Der
Erbdrostenhof in Münster vermittelt einen Begriff von höfischer
barocker Kunst, Kultur und feiner Lebensart. Das Meisterwerk
von Johann Conrad Schlaun wurde zwischen 1753 und 1757 als
Adelspalais errichtet. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde es
zwischen 1953 und 1970 wieder auf-gebaut. Am Tag des offenen
Denkmals finden um 14 Uhr, 15.30 Uhr und um 17 Uhr Führungen
statt. Adresse: Salzstr. 38, 48143 Münster.

Fundort und LWL-Römermuseum in Haltern am See (Kreis
Recklinghausen) Vor 111 Jahren begann in Haltern am See die
erste archäologische Untersuchung der römischen Militäranlagen.
Heute gilt der Fundort Haltern als der größte und am besten
erforschte Militärstandort des gesamten Römischen Reiches aus
der Zeit um Christi Geburt. Mindestens sieben Militäranlagen
haben die Ausgräber dokumentiert. Im ehemaligen Lager befindet
sich heute das LWL-Römermuseum. Wall und Graben wurden an
originaler Stelle auf der gesamten Länge des Museums wieder
angelegt, an die Zelte der Römer erinnern die Glasdächer. Zum
Tag des offenen Denkmals werden die Römer in Haltern am See
noch einmal zum Leben erweckt: Römer und Germanen schlagen an
diesem Wochenende ihre Zelte auf dem Gelände vor dem Museum auf
und zeigen, wie man vor 2000 Jahren an der Lippe lebte und
kämpfte. Die Besucher können derweil römische Speisen und
Getränke nach Originalrezepten genießen, römische Spiele
ausprobieren und am Lagerleben teilnehmen.

LWL-Römermuseum, Weseler Str. 100, 45721 Haltern am See Tel.
02364 9376-0, E-Mail: lwl-roemermuseum at lwl.org
www.lwl-roemermuseum-haltern.de

Römertage: 11. September 11 bis 19 Uhr, 12. September 10 bis 18
Uhr Eintritt: Erwachsene 4,- Euro, Kinder (6 bis 17 Jahre) und
Ermäßigungsberechtigte 2,50 Euro, Familien 9 Euro.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 10 11:13:39 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 10 Sep 2010 11:13:39 +0200
Subject: [WestG] [AUS] LWL-Industriemuseum zeigt Exponate aus New York in
der Helden-Ausstellung, Hattingen, bis 31.10.2010
Message-ID: 4C8A12E3.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 09.09.2010, 09:01


AUSSTELLUNG

Stahlträger und Helm erinnern an die Anschläge vom 11. September
LWL-Industriemuseum zeigt Exponate aus New York in der
Helden-Ausstellung

Wie eine Skulptur steht er auf dem Sockel: rostiger Stahl,
leicht verbogen, zwei Löcher, als seien sie hinein geschweißt
worden. Doch das Exponat in der Hattinger Helden-Ausstellung
ist alles andere als Kunst. Das Fragment erinnert an ein
Geschehen, das die Welt verändert hat: der Anschlag vom 11.
September 2001. Das 300 Kilogramm schwere Relikt aus dem
zerstörten World Trade Center sowie ein zerstörter Helm eines
New Yorker Feuerwehrmanns gehören zu den meist beachteten
Exponaten der Schau, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) als Beitrag zur Kulturhauptstadt Ruhr.2010 in seinem
Industriemuseum Henrichshütte Hattingen zeigt. Mehr als 60.000
Besucher haben die Ausstellung zur Geschichte und Gegenwart der
Heldenverehrung bisher gesehen.

"Uns geht es darum zu zeigen, wie Helden funktionieren, wer sie
macht und warum sie offenbar gerade in Zeiten großer Umbrüche
besonders gebraucht werden", erklärt Ausstellungsleiter Dietmar
Osses. Die Geschichte des 11. September habe auch in dieser
Hinsicht eine herausragende Bedeutung. Mehr als 2.600 Menschen
starben infolge des Anschlags der islamistischen
Terrororganisation al-Qaida auf die beiden Bürotürme.

Als diese einstürzten, waren die Rettungsarbeiten bereits in
vollem Gange. 343 Feuerwehrleute und 23 Polizisten verloren ihr
Leben. Die kaum fassbare Größe der Katastrophe führte zu einer
einzigartigen Heroisierung der Feuerwehrleute als nationale
Helden, die bis heute nachwirkt. "Zahlreiche Gedenkfeiern,
Auszeichnungen, Mahnmale, Museen sowie Dokumentationen und
Spielfilme prägen das Bild der selbstlosen Helden, die in
aussichtsloser Lage versuchten, das Leben der Menschen in den
Bürotürmen zu retten. Mit großem Aufwand werden die Lebensläufe
der verstorbenen Retter und ihre Taten während des Einsatzes
rekonstruiert. So entstehen die eigentlichen Heldengeschichten,
die seit der Antike nach ähnlichen Mustern aufgebaut sind",
erklärt Ausstellungsleiter Dietmar Osses.

Die Hattinger Schau zeigt als Beispiele die Geschichten des
Polizeioffiziers James Francis Lynch und des Feuerwehrmanns
James Riches. Lynch hatte wegen einer Erkrankung am 11.
September 2001 eigentlich dienstfrei. Als erfahrener
Sicherheitsexperte begab er sich aber unmittelbar nach dem
Einschlag der Flugzeuge auf eigene Faust ins World Trade Center,
um zu helfen.

Seine Überreste wurden am 7. Dezember aus den Trümmern des
Südturms geborgen. In der Hattinger Ausstellung sind die Kappe
und die Taschenlampe zu sehen, die er bei seinem letzten
Einsatz trug. Feuerwehrmann James Riches erreichte mit seinen
Kollegen vom Löschzug 4 die 30. Etage des brennenden Nordturms,
als wegen des Einsturzes des Südturms der Befehl zum Rückzug
kam. Riches schaffte es nicht mehr rechtzeitig, aus dem
Treppenhaus zu entkommen und wurde an seinem 30. Geburtstag von
Trümmern erschlagen. Seinen zerstörten Helm lieh das "National
September 11 Memorial & Museum of the World Trade Center"
erstmals für eine Ausstellung außerhalb Amerikas aus.

Die Ausstellung
Mit über 800 wertvollen Exponate aus ganz Deutschland, den
europäischen Nachbarländern und aus Übersee erzählt die
Ausstellung "Helden. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen"
Geschichten von großen und kleinen Helden, von Machern und
Medien, mutigen Rittern, religiösen Vorbildern, gefeierten
Sportlern und engagierten Helfern.

Das Spektrum reicht von einer 2.000 Jahre alten Nuckelflasche
bis zur Silberbüchse Winnetous. In Bronze glänzt der
Fußballschuh des Ruhrgebietshelden Helmut Rahn. Vom heutigen
Heldenkult zeugt neben den 9/11-Exponaten u.a. ein Baumhaus von
"Robin Wood".

Die Helden des Reviers haben in der Schau einen besonderen
Platz: Typen wie der Bergmann Adolf Tegtmeier oder
Ruhrgebietsmutter Tana Schanzara, aber auch verdiente Bürger
des Ruhrgebiets als neue Helden der Region im Wandel und
schließlich die zugewanderten Helden, die die vielen
Einwanderer ins Revier mitgebracht haben.

Der Rundgang durch die 1.000 Quadratmeter große
Ausstellungshalle ist ein Erlebnis für alle Sinne. Dafür sorgen
eine besondere Gestaltung, ausdrucksstarke Inszenierungen,
bewegte Bilder und Hörstationen. Die innovative
Ausstellungsarchitektur eröffnet mit Durchblicken und
Sichtachsen an vielen Stellen überraschende Perspektiven und
ermöglicht damit immer wieder neue Entdeckungen. Am Ende der
Ausstellung können Besucher ihren "Helden des Tages" wählen,
auf einem Sockel als Held oder Heldin posieren und sich in der
Videoinstallation mit Standing Ovations bejubeln lassen.


INFO

Helden. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen
12. März - 31. Oktober 2010
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Geöffnet: Di - So 10 - 18 Uhr, Fr 10 - 21.30 Uhr
URL: http://www.helden-ausstellung.lwl.org
Tel.: 02324 9247-142
E-Mail: helden at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 10 11:15:36 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 10 Sep 2010 11:15:36 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Rahden ist neues Mitglied im "Buendnis fuer
regionale Baukultur in Westfalen"
Message-ID: 4C8A1358.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 08.09.2010, 15:01


AKTUELL

"Alltagsbauten mit Qualität"
Rahden ist neues Mitglied im "Bündnis für regionale Baukultur
in Westfalen"

"Die kulturelle Identität unserer Städte und Regionen wird ganz
wesentlich durch die gebaute Umwelt geprägt. Diese wollen wir
pflegen und angemessen weiterentwickeln." So umriss
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale die Ziele des
"Bündnisses für regionale Baukultur in Westfalen", das der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zusammen mit weiteren
Partnern im Jahr 2005 initiiert hat. Am Mittwoch (08.09.) wurde
auch die Stadt Rahden Mitglied in diesem Bündnis.

"Wir wollen Westfalen-Lippe aber nicht zum Freilichtmuseum
machen und die baulichen Zeugen unserer Vergangenheit nur noch
kopieren", stellte Rüschoff-Thale klar. Stattdessen gehe es den
Mitgliedern des Bündnisses um eine verstärkte
Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt sowie um den Erhalt
und die Stärkung der baulichen Unverwechselbarkeit der Regionen
Westfalen-Lippes. "Ein Friesenhaus, ein Schwarzwaldhaus oder
ein Schwedenhaus bieten in einer westfälischen Wohnsiedlung den
Menschen keinen wirklichen Ansatzpunkt zur Identifikation mit
ihrer Region", so Rüschoff-Thale weiter.

Das Bündnis für regionale Baukultur in Westfalen wurde ins
Leben gerufen, um bei Bauherren und Architekten, aber auch in
Politik und Verwaltungen Überzeugungsarbeit zu leisten. Das
Bündnis leistet diese Überzeugungsarbeit mit verschiedenen
Aktionen, die beispielhafte Projekte im Städtebau, in der
Dorfentwicklung und in der Architektur in Westfalen-Lippe
initiieren und unterstützen. Im Fokus der Bemühungen stehen
dabei weniger die Sonderbauten und herausragenden
Einzelprojekte als vielmehr die alltäglichen Planungs-, Bau-
und Gestaltungsaufgaben.

Bürgermeister Bernd Hachmann zeigte sich von den Zielen des
Bündnisses überzeugt: "Regionale Baukultur ist ein wichtiger
Beitrag zur Identifikation der Bürger mit ihrer Heimat." in
Rahden gebe es eine ganze Reihe guter Beispiele dafür, dass man
sich dem verantwortungs- und respektvollen Umgang mit dem
baukulturellen Erbe verschrieben habe. "Wir werden das Bündnis
unterstützen und unseren Teil dazu beitragen, dass Westfalen
auch zukünftig ein ebenso vielfältiges wie identifizierbares
baukulturelles Profil hat", fasste er abschließend die Rolle
der Stadt Rahden im Bündnis zusammen.

Hintergrund
Im Sommer 2005 wurde das "Bündnis für regionale Baukultur in
Westfalen" vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), von
Stiftung und Verein Westfalen-Initiative sowie von der
Interes-sengemeinschaft Planen und Bauen in Westfalen ins Leben
gerufen. Zwischenzeitlich sind die Kreise Minden-Lübbecke,
Borken, Paderborn, Coesfeld und Steinfurt sowie die Städte
Coesfeld, Dülmen, Haltern am See, Heiden, Reken, Sendenhorst,
Rheine, Gütersloh, Gronau, Herford und Telgte dem Bündnis
beigetreten.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 13 10:41:24 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 13 Sep 2010 10:41:24 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 437, Mai 2010
Message-ID: 4C8DFFD4.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 13.09.2010, 11:00


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 437
Mai 2010


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169






ohne Seitenangaben, in Auswahl [AS]


Braukmann, Horst
Der Jakobspilgerweg führte auch über Soest
Der neue Pilgerführer berücksichtigt nicht immer den
historischen Verlauf der Wegstrecke

Hinke, Wilhelm
Leuchtender Frühling im Tal der jungen Stever
Beliebtes Erholungsgebiet in der Münsterländer
Parklandschaft

Kunz, Ulrich
Was bedeutet "Masematte"?
Eine fast vergessene Sondersprache aus Münster

Gernert, Wolfgang
August Schmiemann schuf Denkmäler und Grabmale
Die Kunstwerke des Münsterander Bildhauers
erinnern an viele Persönlichkeiten aus Westfalen

Kleine, Joseph
De Mensken hett nit gluiken Sinn
Der Maler Fritz Viegener war eng mit Soest verbunden

Platte, Hartmut
Der Nibelungen Tod in Soest
Die Thesen des Autors Heinz Ritter-Schaumburg
bedürfen noch weiterer Untersuchungen (2.Teil)





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 14 09:24:35 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 14 Sep 2010 09:24:35 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Der LWL verleiht
seinen Annette-von-Droste-Huelshoff-Preis 2010 an Juergen Banscherus
Message-ID: 4C8F3F53.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 13.09.2010, 11:49


AKTUELL

Der LWL verleiht seinen Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 2010
an Jürgen Banscherus

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verleiht seinen
mit 12.800 Euro dotierten "Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis"
in diesem Jahr an den Wittener Jürgen Banscherus. Unter dem
Vorsitz von LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch hat eine
zehnköpfige Jury diesen "Westfälischen Literaturpreis" dem
Kinder- und Jugendbuchautor zuerkannt. Der LWL verleiht seinen
Literaturpreis seit 1953 alle zwei Jahre im Wechsel mit dem
"Konrad-von-Soest-Preis" (Kunst) oder dem
"Hans-Werner-Henze-Preis" (Musik).

Banscherus zählt zu den bekanntesten lebenden Kinder- und
Jugendbuchautoren aus Westfalen. Das zeigt die lange Liste von
Auszeichnungen die er bekommen hat, die vom
Hansjörg-Martin-Preis über den Berliner Krimipreis EMIL und den
Literaturpreis Ruhrgebiet bis hin zum Preis der Leseratten des
ZDF reicht.

"Jürgen Banscherus wird aufgrund seiner herausragenden
Leistungen für die deutschsprachige Kinder- und
Jugendbuchliteratur mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis
ausgezeichnet. In dieses Genre führte er eine Vielzahl neuer
und anspruchsvoller Themen ein oder griff sie in seinem
umfangreichen Werk in ganz eigener Weise auf. Trotz häufig
schwieriger Stoffe lässt seine einfache und direkte Sprache dem
jugendlichen Leser stets Raum für die eigene Phantasie", heißt
es in der Begründung der Jury.

Immer wieder verleihe Banscherus seinen Geschichten auch mit
kindgerechtem Witz und Humor eine große Leichtigkeit. Nicht
zuletzt deshalb habe er in der ganzen Welt eine große
Leserschaft gefunden, so die Jury weiter. Die Jury hat den
LWL-Literaturpreis an einen Kinder- und Jugendbuchautor
verliehen, um deutlich zu machen, dass diese literarische
Sparte, "keinesfalls hinter anderen literarischen Leistungen
hinterherhinkt. Denn anspruchsvoll und einfallsreich für Kinder
und Jugendliche zu schreiben, ist eine ganz eigene literarische
Kunst."

Banscherus ist am 13. März 1949 in Remscheid geborgen. Er
studierte Geistes- und Sozialwissenschaften in Münster und
Bonn. Er arbeitete zunächst als Journalist, wissenschaftlicher
Mitarbeiter in der Forschung und als Lehrer in der
Erwachsenenbildung. 1983 veröffentlichte er erste Lyrik, 1985
sein erstes Kinderbuch. Seit 1989 arbeitet er als freier
Schriftsteller. Der verheiratete Vater zweier Kinder lebt seit
Jahrzehnten in Witten.

Bekannt geworden ist Banscherus vor allem mit seiner Krimiserie
"Kwiatkowski". In mittlerweile über 20 Bänden hat er einen
Helden geschaffen, in dem er den Typ des einsamen, zähen
Privatdetektivs parodiert. Banscherus' Bücher sind in 21
Sprachen erschienen - unter anderem in Thailändisch, Türkisch,
Hebräisch, Japanisch und in Blindenschrift.

Die Preisverleihung findet Ende des Jahres im Museum für
Westfälische Literatur im Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde
(Kreis Warendorf) statt.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 14 09:29:42 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 14 Sep 2010 09:29:42 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Driel, Maarten van / Pohl, Meinhard / Walter,
Bernd: Adel verbindet - Adel verbindt
Message-ID: 4C8F4086.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Thomas Küster"
Datum: 13.09.2010, 15:32


LITERATUR

Neuerscheinung aus dem LWL-Institut für westfälische
Regionalgeschichte:

Maarten van Driel / Meinhard Pohl / Bernd Walter (Hg.)

Adel verbindet - Adel verbindt

Elitenbildung und Standeskultur in Nordwestdeutschland und den
Niederlanden vom 15. bis 20. Jahrhundert / Elitevorming en
standscultuur in Noordwest-Duitsland en de Nederlanden van de
15e tot de 20e eeuw


(Forschungen zur Regionalgeschichte, Bd. 64)
Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, 302 S., geb., ? 38,-.
ISBN 978-3-506-76901-5 (Bezug über den Buchhandel)

Der Adel als europäisches "Phänomen von langer Dauer" fordert
eine epochenübergreifende Betrachtung, den interregionalen und
transnationalen Vergleich. Die seit Anfang der 1990er Jahre
wiederbelebte, methodisch renovierte Adelsforschung hat daher
nicht nur vielfältige Erkenntnisse über den Adel und
Adelslandschaften hervorgebracht, sondern durch einen
systematischen, die territorialen und nationalen Grenzen
überschreitenden Zugriff auch die Gemeinsamkeiten und
Differenzen der Adelskultur sichtbar gemacht.

In der Frühen Neuzeit hatten Grenzen für den Adel im
deutsch-niederländischen Grenzraum jedoch nur eine relative
Bedeutung. Wie Besitzverteilung, Heiratsbeziehungen und
Amtstätigkeiten im Dienst verschiedener Herren zeigen, kannte
adeliges Handeln keine Grenze. Der Band erschließt mit der
Analyse der grenzüberschreitenden Verknüpfungen im politischen,
konfessionellen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich eine
neue Dimension der Adelsforschung.

Er fragt aber auch nach den Anpassungsprozessen aufgrund
schärferer Grenzziehungen durch Konfessionalisierung,
vormoderne Staatsbildung und den modernen Nationalstaat. Der
vorliegende Band ist das Ergebnis einer Kooperation
niederländischer und deutscher Historiker, die sich im
Deutsch-Niederländischen Arbeitskreis für Adelsgeschichte
organisiert haben.


INFO

Die Herausgeber:

Maarten van Driel, drs., Archivar und Historiker am Gelders
Archief Arnheim, Forschungen zum Herzogtum Geldern im
Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit, Mitwirkung an
grenzüberschreitenden Kooperation in den Bereichen Archiv und
Geschichte.

Meinhard Pohl, Dr. phil., ehemaliger Leiter des Kreisarchivs
Wesel, Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für die Geschichte des
Mittelalters an der Ruhr-Universität Bochum.

Bernd Walter, Prof. Dr., Leiter des LWL-Instituts für
westfälische Regionalgeschichte und außerplanmäßiger Professor
am Fachbereich Geschichte/Philosophie der Westfälischen
Wilhelms-Universität Münster.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 14 09:45:10 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 14 Sep 2010 09:45:10 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Lokalzeit aus Dortmund und LWL laden ein zum
"Rendezvous am Hochofen", Hattingen, 17.09.2010
Message-ID: 4C8F4426.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 13.09.2010, 11:17


AKTUELL

Lokalzeit aus Dortmund und LWL laden ein zum
"Rendezvous am Hochofen"
WDR-Filmnacht in der Henrichshütte Hattingen:
"Helden der Arbeit"

"Unser Kampf hat sich gelohnt, für uns selbst und für die
Henrichshütte". Obwohl das Werk geschlossen und der Hochofen
ausgeblasen wurde, blickt Rita Sieberg-Karwatzki selbstbewusst
auf das Jahr 1987 zurück.

Sie hat mit vielen anderen Frauen, mit tausenden Menschen aus
Hattingen und dem Revier, an der Seite der Hochöfner und
Stahlarbeiter um die Henrichshütte gekämpft - im Dorf des
Widerstandes, bei Demonstrationen und mit einem Hungerstreik.
Arbeit im Ruhrgebiet hieß immer auch Kampf um die Arbeitsplätze.

Das nächste "Rendezvous am Hochofen", zu dem die WDR-Lokalzeit
aus Dortmund und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
am Freitag, 17. September, um 20 Uhr in die Henrichshütte
Hattingen einladen, wirft in Filmausschnitten aus dem
WDR-Archiv Schlaglichter auf die Arbeitskämpfe im Revier und
die Solidarität beispielsweise bei der Menschenkette von
Duisburg-Rheinhausen bis nach Dortmund.

Weitere Schwarz-weiß-Filme erinnern an die verschwundenen
Arbeitsplätze bei Kohle und Stahl oder in der Textilindustrie
der 1960er Jahre. Im Mittelpunkt stehen immer die arbeitenden
Männer und Frauen, darunter auch die Einwanderer beispielsweise
aus der Türkei, Griechenland, Spanien oder Italien.

Auch am dritten und letzten Abend der Reihe, die im
Begleitprogramm der Ausstellung "Helden. Von der Sehnsucht nach
dem Besonderen" läuft, werden nicht nur die Schätze aus dem
WDR-Archiv gezeigt.

Lokalzeitmoderatorin Sabine Ziemke spricht mit Rita
Sieberg-Karwatzki über den Hüttenkampf, Helmut Laakmann erzählt
von Protesten in Rheinhausen, Ciria Nalbadidaki berichtet vom
Leben ihrer Eltern, die als griechische Gastarbeiter im
Ruhrgebiet lebten. Liedermacher Frank Baier aus Duisburg lässt
in seinen Songs die Arbeitskämpfe, das Leben und den Alltag
neben der Maloche, im Schatten qualmender Schlote und
Schrebergartenidylle lebendig werden.

"Das wird ein Abend zum Erinnern, Schmunzeln und Nachdenken -
auch ein Brückenschlag in die Gegenwart", versprechen
WDR-Redakteurin Anke Baumhoff und LWL-Museumsleiter Robert
Laube. Der Eintritt ist frei!


INFO

Rendezvous am Hochofen
WDR Lokalzeit-Filmnacht
Freitag, 17.September, 20 Uhr
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33, Eintritt frei





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 15 10:30:28 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 15 Sep 2010 10:30:28 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Maerkisches Museum: Bis zum 5. Dezember ist
Friedvolles, Entfesseltes und Schwarzes zu sehen, Witten,
18.09.-05.12.2010
Message-ID: 4C90A044.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Universitätsstadt Witten"
Datum: 14.09.2010, 12:37


AUSSTELLUNG

Märkisches Museum: Drei Ausstellungen starten am 18. September
Bis zum 5. Dezember ist Friedvolles, Entfesseltes und Schwarzes
zu sehen

Gleich drei neuen Ausstellungen gibt das Team im Märkischen
Museum der Stadt Witten zurzeit den letzten Schliff. Am
kommenden Samstag, 18. September, sind dann alle
Kunstinteressierten zur Vernissage in der Husemannstraße 12
eingeladen. Bürgermeisterin Sonja Leidemann wird die Besucher
um 19 Uhr begrüßen. Dirk Steimann (Vorstand des Kulturforums
Witten) Gesine Borcherdt (Kunstkritikerin, Berlin) und Dr.
Hans-Jürgen Schwalm (Kunsthalle Recklinghausen) führen
anschließend in die Ausstellungen ein. Rainer Maria Klaas
begleitet den Abend am Piano.

Wie auch schon in den vorangegangenen Wechselausstellungen
werden durch die Auswahl und Hängung Bezüge zur Sammlung des
Märkischen Museums Witten deutlich. Einzelne Werke, die zurzeit
nicht in der Schausammlung zu sehen sind, verdeutlichen
Bezugspunkte zwischen der Sammlungstradition des Museums und
der aktuellen Gegenwartskunst.


irene (Der Frieden) - Eine Ausstellung

Die Ausstellung "irene (Der Frieden)" von Kai Rheineck ist Teil
des Ausstellungsprojekts Blickwechsel des Kultursekretariats
Gütersloh, das in 42 Städten in NRW stattfindet. Ausgangspunkt
ist die Eigenart der Städte, die Anregung sein kann und einen
künstlerischen Kommentar oder Eingriff herausfordert.

Entstanden sind zahlreiche Interventionen im öffentlichen Raum.

Kai Rheineck aus Düsseldorf hat sich für seinen Beitrag den
Garten des Märkischen Museums in Witten ausgesucht und nimmt
Bezug auf die architektonische Situation eines wenig beachteten
Randstückes. Er hat die im 17. Jahrhundert entstandene
Sterbetafeln der alten Dionysiuskirche auf einem Lager- und
Trafohaus angebracht. Auf diese wenig friedvolle und eigentlich
absurde Situation reagiert Kai Rheineck mit der Umgestaltung
des Umfeldes.

Durch die Neugestaltung eines Teilstückes mittels Rasen sowie
Parkbank schafft er einerseits eine angemessene Situation und
schafft anderseits Aufmerksamkeit für das unbeachtete Ensemble,
gleichzeitig verweist er ironisch auf den fragmentierten
Charakter öffentlicher Räume.

Diesen Umstand thematisiert Kai Rheineck zudem durch einen
Bildessay im Grafischen Kabinett des Märkischen Museums, der in
Witten entstand und reflektiert, inwieweit die Gestaltung
öffentlicher und privater Räume, hauptsächlich Grünanlagen, die
Fortführung industrieller Arbeit und fortlaufender Prozess
einer ständigen Transformation ist.


SCHWARZ

Auf Einladung der Künstlerinnen Olivia Berkemeyer und Tatjana
Doll versammelt die Ausstellung "SCHWARZ" 18 international
tätige Gegenwartskünstler, die alle einer Generation angehören
sowie in Berlin arbeiten und bringt sie unter dem Thema Schwarz
zusammen. Die vertretenen Künstlerinnen und Künstler haben sich
in ihren Werken, die teilweise extra für die Ausstellung
entstanden, mit der Farbe Schwarz auseinandergesetzt.

Einerseits bildet Schwarz also einen sprichwörtlichen Rahmen
für die unterschiedlichen Gestaltungen und einen Kontrast zu
den weithin üblichen weißen Ausstellungsräumen, andererseits
aber thematisiert die Ausstellung damit eine unbunte Farbe, die
durch die Abwesenheit bzw. Nichtreflektion von Licht entsteht,
und damit dem Nicht-Sehen-können nahe kommt.

Gerade die Auswahl des dunkelsten Bereiches der Farbpalette
stellt für die Künstler einen großen Reiz dar. Die erschwerte
Lesbarkeit einer Form auf einem Bild fordert das Interesse an
den Möglichkeiten einer farblichen Gestaltung, die absorbiert
und gleichzeitig etwas sichtbar und deutlich macht.

Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler sind: Heike Kati
Barath, Olivia Berkemeyer, Armin Boehm, Tatjana Doll, Manuel
Franke, Tine Furler, Axel Geis, Eberhard Havekost, Uwe Henneken,
Gregor Hildebrandt, Andy Hope 1930, Leni Hoffmann, Alicja
Kwade, Frank Nitsche, Anselm Reyle, Katja Strunz, Tim
Trantenroth, Joep van Liefland.


Entfesselung der Form. Plastik und Skulptur des Informel

Die Ausstellung ist Teil eines gemeinsamen, umfassenden
Projektes im Kulturhauptstadtjahr des Gustav-Lübcke-Museums
Hamm, der Kunsthalle Recklinghausen und des Märkischen Museums
Witten. Im Zentrum der Sammlung des Märkischen Museums Witten
steht das deutsche Informel mit einem Schwerpunkt auf Malerei.
Um die Schausammlung und die Diskussion um das Informel im
Bereich der Plastik zu bereichern, konzentriert sich die
Ausstellung auf vier Positionen im Bereich der Skulptur.

Ernst Hermanns (1914-2000), Emil Cimiotti (*1927), Otto Herbert
Hajek (1927-2005) und Friederich Werthmann (*1927) haben sich
auf unterschiedliche Weise mit der Befreiung von der Form und
der raumgreifenden Dynamik statischer Gebilde befasst.

Die Bezeichnung Informel wurde zunächst nur auf Malerei und
Zeichnung bezogen; die Skulptur bis in die achtziger Jahre in
der Regel ausgeklammert. Dabei zeigt die Ausstellung anhand von
24 Skulpturen und einer Reihe von Zeichnungen, wie die
Bildhauer zu neuen Gestaltungsformen finden. Sie entwickeln
eine gegenstandslose, gestisch geprägte Skulpturenauffassung,
die in den Raum greift und ihn dynamisiert.

Dabei spielen - neben gesellschaftlichen und ästhetischen
Voraussetzungen - die Gestaltbildung aus dem Potenzial des
Materials eine wesentliche Rolle. Die Präsentation von
Bildhauerzeichnungen macht zudem deutlich, wie die freie
gestische Gestaltung in die Dreidimensionalität der Plastik
überführt wird, die zwischen Auflösung und Entstehen changiert,
sich von ihrer materiellen Bindung befreit und zu neuen
Raumgestaltungen führt.


INFO

Märkisches Museum
Husemannstr. 12
58452 Witten
Tel.: 02302- 581 2550
Fax: 02302 581 2569





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 15 11:34:57 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 15 Sep 2010 11:34:57 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Der Zauber des Moments:
Internationale Gruppenausstellung "Neue Alchemie", Muenster,
19.09.2010-16.01.2011
Message-ID: 4C90AF61.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 14.09.2010, 14:27


AUSSTELLUNG

Der Zauber des Moments
LWL-Landesmuseum eröffnet internationale Gruppenausstellung
"Neue Alchemie"

Über 20 Jahre nach dem Tod von Joseph Beuys lässt sich eine
neue Entdeckung machen: Junge Künstler greifen in ihren Werken
die von Beuys eingeführte Ästhetik und seine inhaltlichen
Kategorien in der Gegenwart auf. In der Sonderausstellung "Neue
Alchemie. Kunst der Gegenwart nach Beuys" zeigt das
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte vom 19.
September 2010 bis zum 16. Januar 2011 in Münster 32 Werke von
elf zeitgenössischen Künstlern.

Es entstehen Werke aus "armen" Materialien wie Ton, Gips, Holz
und Ästen, Metallen, Steinen, angedeuteten oder echten
Tiermaterialien und Textilien. Diese junge Künstlergeneration
beschwört die Kraft des Ursprünglichen, der Natur, der Energie
und des Irrationalen.

Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zeigt
in der Ausstellung erstmals, wie das Werk von Joseph Beuys für
die Kunst der Gegenwart aufgegriffen und weitergedacht wird.
"Bereits bestehende Arbeiten werden mit speziell für das
LWL-Landesmuseum konzipierten Arbeiten kombiniert und in
Performances und Veranstaltungen in das Ausstellungsgeschehen
eingebunden", so Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold. Die
Ausstellung eröffnet kurz nach dem Start der großen Joseph
Beuys Retrospektive "Parallelprozesse" in der Kunstsammlung NRW
in Düsseldorf.

Schon der Titel "Neue Alchemie" beschreibt die experimentelle,
hypothesenhafte Anlage der Ausstellung. "Bei den eingeladenen
Künstlern handelt es sich nicht um eine erklärte Kunstbewegung
im klassischen Sinne, vielmehr setzen sich hier zahlreiche,
voneinander unabhängige und höchst individuelle
Einzelpositionen zu einem Gesamtbild zusammen, das in der
Ausstellung erstmals als ein zusammenhängendes Phänomen
beschrieben wird", erläutert die Kuratorin Melanie Bono ihren
Ansatz.

Die ausgewählten Künstler sind fast alle in den 1970er Jahren
geboren und stehen mit ihrem Werk aktuell im Fokus der
internationalen Aufmerksamkeit. So vertritt Karla Black
Schottland im nächsten Jahr auf der Biennale in Venedig, Nina
Canell zeigt ihr Werk im kommenden Jahr im Museum of Modern Art
in New York.

Die eingeladenen Künstler sind selbst nicht mehr Zeugen von der
Überlagerung der Person Beuys mit seinem Werk, von seiner
Präsenz und seinem Charisma geworden, sondern kennen seine
Kunst ausschließlich über medial vermittelte Bilder, Filme oder
aus dem Museum als statische, nicht mehr lebendige Werke.

Der Charakter der neuen Kunstwerke ist der des Prozesses. Statt
einer endgültigen Form ist der Moment der Transformation
maßgeblich: Ein Vorhang aus fragilem Zuckerpapier (It?s Proof
That Counts von Karla Black) zeigt die Vergänglichkeit des
Materials. Katinka Bock lässt in ihrer Arbeit Local Colour
Balance das Raumklima des Museums eingreifen: Drei Zitronen, an
einer Eisenstange befestigt, halten sich die Waage mit einem
Stoffband. Im Laufe der Zeit verlieren die Zitronen an
Feuchtigkeit, trocknen ein und werden dadurch leichter. Wann
wird das Gleichgewicht zerbrechen?

Einige Künstler erzeugen romantische und
mystisch-alchemistische Assoziationen, indem sie in ihren
Werken Technik, Natureinfluss und Naturimitation kombinieren.
Nina Canell schafft aus mit Wasser gefüllten Plastikwannen, die
mit Trommelfellen überzogen sind, eine mystische
Nebel-Klang-Landschaft (Shedding Skin).

Oft werden die Materialien in besonderen, bedeutungsvollen und
symbolisch aufgeladenen Anordnungen als Installationen und
Skulpturen im Raum positioniert, zum Beispiel in der
Rauminstallation "Raum#256 - Opak" von Lone Haugaard Madsen. Es
handelt sich dabei um das Aufgreifen einer Ästhetik, die man
aus der musealen Präsentation der Beuys-Räume kennt, die aber
auch auf die Vitrinen-Arrangements von Beuys anspielen.

Bono: "Durch ihre Präsentation und Materialien werden die
Kunstwerke auratisch und spirituell aufgeladen." Eine
magisch-energetische Qualität werde thematisiert, indem sie in
die assoziative Nähe von archaischen Ritualen und
schamanistischer Praktik gerückt werden, oft auch in der Art
ethnologischer Objekte, wie in der Installation "Mounting
Toward Zenith - Descending and Disappearing" von Matthew Ronay.
Während der Eröffnung "aktiviert" der Künstler die Arbeit,
indem er selbst zum Teil seiner Installation wird.

Zur Ausstellung erscheint ein 160 Seiten umfassender Katalog im
Verlag Wienand, der sowohl die historischen Anknüpfungspunkte
als auch die Ausstellung dokumentiert. Er enthält zahlreiche
Abbildungen aus der Ausstellung, eine Einführung der Kuratorin
Melanie Bono, zwei Essays zu Aspekten von Joseph Beuys' Werk
bis in die Gegenwartskunst von Verena Kuni und Barbara Gronau
sowie Kurztexte zu allen beteiligten Künstlern. Der Katalog ist
zu einem Preis von 24 ? erhältlich.

Die Ausstellung wird großzügig unterstützt vom Land
Nordrhein-Westfalen und der Sparkasse Münsterland Ost.


INFO

Neue Alchemie
Kunst der Gegenwart nach Beuys
19. September 2010 - 16. Januar 2011

Karla Black, Katinka Bock, Björn Braun, Nina Canell, Aleana
Egan, Myriam Holme, Sergej Jensen, Lone Haugaard Madsen,
Lorenzo Pompa, Matthew Ronay, Michael Stumpf

Direktor: Dr. Hermann Arnhold

Kuratorin: Melanie Bono

Eröffnung: 18. September, 19 Uhr

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr
Montag geschlossen

Informationen unter:
URL: http://www.lwl-landesmuseum-muenster.de

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: +49 251 5907-01
Fax: +49 251 5907-210
E-Mail: landesmuseum(at)lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 15 11:41:22 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 15 Sep 2010 11:41:22 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Theater und Museen im Revier, Bochum,
16.09.2010
Message-ID: 4C90B0E2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 14.09.2010, 13:28


AKTUELL

Theater und Museen im Revier
Vortrag im LWL-Industriemuseum über 150 Jahre Kulturgeschichte

Um Theater und Museen im Revier geht es bei einem Bildvortrag,
zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am
Donnerstag, 16. September 2010, in sein Bochumer
Industriemuseum Zeche Hannover einlädt. Thomas Parent,
stellvertretender Direktor des LWL-Industriemuseums, nimmt die
Besucher um 20 Uhr mit auf eine Zeitreise durch 150 Jahre
Theater- und Musemsgeschichte im Ruhrgebiet. Der Vortrag findet
begleitend zur aktuellen Ausstellung "Kumpel Anton, St. Barbara
und die Beatles" statt. Interessierte haben um 19 Uhr
Gelegenheit zu einer Führung durch die kulturgeschichtliche
Schau. Der Eintritt ist jeweils frei.

"Im Ruhrgebiet begann eine niveauvolle Theatergeschichte
deutlich später als in den klassischen deutschen Kulturregionen
mit ihren renommierten Hoftheatern", erläutert Parent. Während
der Industriellen Revolution prägten Wanderbühnen mit ihrem
Lustspielprogramm das Kulturleben im Revier. Eine deutliche
Qualitätssteigerung sei erst gelungen, als die Großindustrie um
1900 die Ensembles und Orchester regelmäßig subventionierte und
den Bau von repräsentativen Tonhallen und Theaterbauten
unterstützte.

In Essen stifteten Friedrich und Wilhelmine Grillo ein
Stadttheater, das heute ihren Namen trägt. In den ersten
Jahrzehnten des 20. Jahrhundert fanden manche Revierbühnen dann
auch qualitativ den Anschluss an das Weltniveau, namentlich
Bochum mit Saladin Schmitt und Essen mit Rudolf Schulz-Dornburg
als Intendanten. Aus der zweiten Jahrhunderthälfte hebt Parent
in seinem Vortrag zwei revierspezifische Veranstaltungszyklen
hervor: die Recklinghäuser Ruhrfestspiele mit ihrem Motto
"Kunst für Kohle" sowie die Ruhrtriennale mit ihrem Konzept,
prominente Industriedenkmale als innovative Spielstätten zu
nutzen.

Auch die Museumsgeschichte des Reviers setzte erst spät ein.
Thomas Parent: "In den Industriestädten engagierten sich Bürger
zunächst für die Sammlung von Objekten aus Geologie und
Naturkunde sowie aus der bäuerlichen und handwerklichen
Vergangenheit ihrer Region. Währenddessen sammelten einzelne
Großindustrielle wertvolle Gemälde, Kunstgewerbe oder auch
völkerkundliche Objekte aus aller Welt."

In Duisburg sicherte man sich den Nachlass des Bildhauers
Wilhelm Lehmbruck; in Essen gelang 1922 der Ankauf der Sammlung
Folkwang. Bochum erreichte durch die museale Sicherung der
Überlieferung des Bergbaus internationales Ansehen. Ein neuer
Museumstyp wurde vor 30 Jahren von den Landschaftsverbänden
Westfalen-Lippe und Rheinland mit der Umwandlung von Zechen und
Fabrikbauten in Industriemuseen geschaffen.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel.: 0234 6100-874
E-Mail: zeche-hannover at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 16 10:26:54 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 16 Sep 2010 10:26:54 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Kardinal von Galen - Der Loewe von
Muenster", Luedinghausen, 16.09.2010
Message-ID: 4C91F0EE.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Reinhild Mackowiak"
Datum: 16.09.2010, 09:07


AKTUELL

Start der Vortragsreihe des zweiten Halbjahres in der Burg
Vischering

Dr. Thomas Ostendorf berichtet am 16.9.2010 über "Kardinal von
Galen - Der Löwe von Münster"

Die Vortragsreihe des zweiten Halbjahres 2010 startet am
Donnerstag, 16. September 2010, 19.30 Uhr im großen Saal der
Burg Vischering in Lüdinghausen mit einem Vortrag von Dr.
Thomas Ostendorf zum Thema "Kardinal von Galen - Der Löwe von
Münster".

Zwölfeinhalb Jahre wirkte Clemens August Graf von Galen von
1933 bis 1946 als Bischof von Münster. Nur wenige Tage länger
als vier Wochen war er in den Kardinalstand erhoben, bevor er
unerwartet verstarb. Und doch ist von ihm fast immer nur als
"Kardinal" die Rede, wenn über ihn gesprochen und geschrieben
wird.

Er ist - weit über die Diözese Münster hinaus - zum Gegenstand
der Verehrung geworden, zu einem Kultobjekt, und das nicht erst
seit seiner Seligsprechung im Jahr 2005. Mit ihm ist bei
denjenigen, die ihn schätzen, viel verknüpft, hauptsächlich
Stolz wegen seiner christlichen Standhaftigkeit im "Dritten
Reich" und mehr noch wegen seines mutigen Auftretens gegen die
Ideologie und den Terror der Nazis. Andere sehen ihn kritisch,
weil er konservativ und national gesinnt war, oder weil er
nicht öffentlich explizit für die verfolgten Juden eingetreten
ist.

Was ist der Hintergrund des "Galen-Kultes"? Wird das verehrende
Bild Kardinal von Galen gerecht? Ist die Kritik an seinen
Einstellungen und seinen Unterlassungen berechtigt? Was
bezweckt seine Seligsprechung? Welche Bedeutung kann Kardinal
von Galen für uns Heutige haben?

Um Antworten darauf geht es in dem Vortrag, der auf der schon
1946 begonnenen Sammlung des Museums Heimathaus Münsterland in
Telgte beruht. Er entwirft ein differenziertes Bild des Mannes,
Priesters und Bischofs Clemens August Graf von Galen in seiner
Zeit.

Der Referent Dr. Thomas Ostendorf ist Direktor des Museums
Heimathaus Münsterland in Telgte.

Der nächste Vortrag von Dr. Erhard Mietzner, Bocholt über
"Landwehren im westlichen Münsterland" findet statt 28. Oktober
2010, 19.30 Uhr.

Der Historiker, Redakteur und Buchautor Gisbert Strotdrees aus
Münster geht dann der Frage nach "Typisch westfälisch!?"
(25.11.2010, 19:30 Uhr).


INFO

Informationen und Anmeldung:
Burg Vischering Tel 02591- 799 011, Eintritt: 3,- ?

Kreis Coesfeld - Der Landrat
41- Kultur
Burg Vischering
59348 Lüdinghausen
Tel. 02591-7990-12
Fax. 02591-7990-29
Mail: reinhild.mackowiak at kreis-coesfeld.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 16 10:45:38 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 16 Sep 2010 10:45:38 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Auf den Spuren von Schacht Hercules, Witten,
16.09.2010
Message-ID: 4C91F552.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 16.09.2010, 08:15
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Auf den Spuren von Schacht Hercules
Vortrag zur Sonderausstellung im LWL-Industriemuseum Zeche
Nachtigall

Fast 450 Meter war der Schacht tief, aus dem die Zeche
Nachtigall bis 1892 Kohle gefördert hat. Was ist mit dem
"Hercules" an der Ruhr geschehen? Am Donnerstag, 16. September,
ab 19 Uhr lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu
einem Vortrag über das einstige Herzstück der Zeche ein.

Dr. Olaf Schmidt-Rutsch nimmt die Zuhörer mit zu den Ursprüngen
und zum Ende von Schacht Hercules und berichtet von seiner
Wiederentdeckung beim Aufbau des Museums. Die Veranstaltung
begleitet die Sonderausstellung, "Hercules - Vom Olymp ins
Ruhrtal", die noch bis zum 14. November im LWL-Industriemuseum
Zeche Nachtigal zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.

1839 begann man in Witten-Bommern, dort wo sich heute das
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall befindet, einen Schacht
abzutäufen. Der nach dem griechischen Helden "Hercules"
benannte Schacht, symbolisiert den endgültigen Übergang des
Bergwerks zum industriellen Tiefbau. Nach drei Jahren Bauzeit
konnte 1842 erstmals Kohle aus 92 Metern Tiefe gefördert werden.

Aber der Schacht diente nicht nur zur Förderung der Kohle,
sondern wurde auch zum Transport der Bergleute, als Luftschacht
und zur Wasserhaltung gebraucht. Dafür musste er immer weiter
ausgebaut werden. Mit der Schließung der Zeche Nachtigall
verlor auch der Schacht Hercules 1892 seine Funktion. Er wurde
übermauert und erst bei Bauarbeiten im Museum wieder frei
gelegt. Heute ist er in der Dauerausstellung als einzigartiges
industriearchäologisches Denkmal des Ruhrbergbaus zu sehen.


INFO

Veranstaltungsort:
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 16 10:56:42 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 16 Sep 2010 10:56:42 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Tag des Geotops: Geheimnisse zwischen Kohle und Stein,
Witten, 19.09.2010
Message-ID: 4C91F7EA.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 15.09.2010, 12:35


AKTUELL

Tag des Geotops
Geheimnisse zwischen Kohle und Stein im LWL-Industriemuseum
Zeche Nachtigall

Wo findet man Schätze im Ruhrgebiet? Woher kommen Kohle und
Stein und wie sieht eigentlich die Welt unter unseren Füßen
aus? Diese Rätsel werden erforscht, wenn am Sonntag, 19.
September, zum 9. Mal der bundesweite "Tag des Geotops"
stattfindet. Auch diesmal ist das LWL-Industriemuseum Zeche
Nachtigall wieder dabei. Der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) lädt Kinder und Erwachsene dazu ein, die
Geologie vor ihrer Haustür zu entdecken.

Ab 11 Uhr können Familien mit der Geographin Katrin Schüppel
auf eine geologische Exkursion ins Muttental gehen. Der
Bergbaurundweg führt heute durch eine idyllische grüne
Landschaft. Wer kann sich da vorstellen, dass hier im Muttental
und an der Ruhr einmal Hunderte Bergleute gearbeitet und das
schwarze Gold aus der Erde geholt haben? Von vergitterten
Stollenmundlöchern bis zu verwachsenen Einsturztrichtern alter
Grubenbaue, sogenannten "Pingen" - überall kann man die Spuren
des Bergbaus noch heute finden. Familien mit Kindern ab sechs
Jahren sind eingeladen, auf die spannende Suche nach den
Schätzen des Muttentals zu gehen und dabei selber kleine Rätsel
zu lösen. Die Exkursion dauert ca. 3,5 Stunden und kostet 3
Euro für Erwachsene, 1,50 Euro für Kinder. Die Teilnehmer
sollten an wetterfeste Kleidung, feste Schuhe, Proviant und
einen Stift für das Quiz denken.

Sandstein, Schieferton und Kohle werden bei der interaktiven
Themenführung "Alles aus einem Berg" um 14.30 Uhr unter die
Lupe genommen. Rund um den Hettberg und im Nachtigallstollen
erfahren die Teilnehmer wie Kohleflöze und Sandsteinbänke
entstanden sind, was eine Rostfahne ist und was sich unter der
Zeche Nachtigall verbirgt. Mit kleinen Experimenten gehen die
Teilnehmer den Rohstoffen im Berg auf die Spur. Sie dürfen sich
auch selbst als Geologen ausprobieren und mit Hammer und Lupe
nach Fossilien suchen. Die Themenführung ist im Museumseintritt
enthalten. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind auch
hier empfohlen.

Im LWL-Industriemuseum wartet um 16 Uhr das Bilderbuchkino mit
Katrin Schüppel auf gespannte Zuhörer. Mit dem Erdteufel, der
Wetterhexe, dem Lebensgeist und dem Wasserweib gehen Kinder bei
"Erdgeschichten aus dem Muttental" auf eine bunte Reise durch
die Welt unter unseren Füßen, die hier vor über 300 Millionen
Jahren entstanden ist.

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bittet das
LWL-Industriemuseum um telefonische Anmeldung sowohl für die
Familienexkursion als auch für die Themenführung "Alles aus
einem Berg", Tel. 02302-936641-0.

Am "Tag des Geotops" hat das LWL-Industriemuseum mit seinen
Ausstellungen rund um den Bergbau und die Zeche Nachtigall,
sowie der Sonderausstellung "Hercules - Vom Olymp ins Ruhrtal"
von 10-18 Uhr geöffnet. Reguläre Führungen in das
Besucherbergwerk finden von 11- 17 Uhr stündlich statt.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten
Tel.: 02302 93664-0
E-Mail: zeche-nachtigall at lwl.org

Eintritt:
Erw. 2,40 Euro, Kinder ab sechs Jahren 1,50 Euro,
Familienkarte:
5,80 Euro
Führungen Besucherbergwerk:
2 Euro / erm. 1 Euro





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 17 11:02:04 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 17 Sep 2010 11:02:04 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Stichting Achterhoek-Westmuensterland",
Bocholt-Suderwick, 02.10.2010
Message-ID: 4C934AAC.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Kreis Borken"
Datum: 17.09.2010, 07:45


AKTUELL

Prof. Dr. Horst Lademacher und Drs. Henk Krosenbrink beleuchten
mit dem Thema "Krieg und Besatzung" einen wichtigen Teil der
deutsch-niederländischen Geschichte.

Öffentliche Vortragsveranstaltung der ?Stichting
Achterhoek-Westmünsterland", des "Kulturkreises Schloss
Raesfeld" und der "Bundesgemeinschaft für
Deutsch-Niederländische Kulturarbeit" am 2. Oktober 2010 in
Bocholt-Suderwick.

Einen wichtigen Teil der deutsch-niederländischen Geschichte
beleuchten am Samstag (02.10.2010) Prof. Dr. Horst Lademacher
und Drs. Henk Krosenbrink in einer öffentlichen
Vortragsveranstaltung der "Stichting
Achterhoek-Westmünsterland", des "Kulturkreises Schloss
Raesfeld" und der "Bundesgemeinschaft für
Deutsch-Niederländische Kulturarbeit" im Gemeindehaus der
evangelischen Kirchengemeinde in Bocholt-Suderwick, Sporker
Straße 41.

Dort referieren sie ab 15 Uhr über das Thema "Krieg und
Besatzung", das gerade auch im Raum beiderseits der Grenze
besonderes Gewicht hatte und immer noch hat. Die
Gesprächsleitung an dem Nachmittag übernimmt Prof. Dr. Manfred
Balzer aus Münster. Anmeldungen zu dieser öffentlichen
Veranstaltung sind bis zum 27. September zu richten an den
"Kulturkreis Schloss Raesfeld" unter der Telefonnummer
02861/82-1348 bzw. E-Mail-Adresse kulturkreis at kreis-borken.de.
Der Eintritt ist frei.

Bei der Erinnerung an den Beginn des 2. Weltkrieges im Westen
Europas vor nunmehr über 70 Jahren steht die deutsche Invasion
in die Niederlande in den frühen Morgenstunden des 10. Mai 1940
in Deutschland kaum noch im Blickpunkt. Deshalb sind der
"Kulturkreis Schloss Raesfeld" und die "Bundesgemeinschaft für
Deutsch-Niederländische Kulturarbeit" gern auf die Anregung der
"Stichting Achterhoek-Westmünsterland" eingegangen, eine
gemeinsame Vortragsveranstaltung zu diesem Thema auszurichten.

Als Referent mit dem Blickwinkel des Historikers konnte Prof.
Dr. Horst Lademacher, Gründer und früherer Direktor des
Zentrums für Niederlande-Studien in Münster, gewonnen werden.
Über die damalige Situation im Grenzgebiet und seine
persönlichen Erinnerung wird zudem als Zeitzeuge Drs. Henk
Krosenbrink, ehemaliger Leiter des Staring Instituuts in
Doetinchem, berichten.


INFO

Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde in
Bocholt-Suderwick
Sporker Straße 41





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 17 11:05:41 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 17 Sep 2010 11:05:41 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Skandale in der Geschichte: Neuer
Geschichtswettbewerb des Bundespraesidenten
Message-ID: 4C934B85.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 17.09.2010, 10:05


AKTUELL

Skandale in der Geschichte

Neuer Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten /
Großes Interesse an Auftaktveranstaltung im Stadtarchiv

Große Resonanz fand die Auftaktveranstaltung zum neuen
Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, zu der das
Stadtarchiv die großen Archiven in Münster, der Stadtbücherei,
die Villa ten Hompel und den Stadtheimatbund sowie besonders
alle interessierten Lehrerinnen und Lehrer der weiterführenden
Schulen eingeladen hatte. Eine besondere Veranstaltung zum
Geschichtswettbewerb für Grundschulen und Förderschulen findet
am 22. September um 16 Uhr im Stadtarchiv statt.

Zum Rahmenthema "Ärgernis, Aufsehen, Empörung. Skandale in der
Geschichte" sind Schülerinnen und Schüler bis 21 Jahre
aufgerufen, Themen aus ihrem persönlichen oder lokalen
Lebensumfeld auszuwählen und zu untersuchen. Bis Ende Februar
2011 haben die Kinder und Jugendlichen Zeit, auf Spurensuche zu
gehen, zu forschen und zu entdecken.

Prof. Dr. Saskia Handro (Institut für Didaktik der Geschichte
und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Körber-Stiftung)
wies darauf hin, dass die Skandal-Forschung der Bundesrepublik
noch nicht sehr ausgeprägt sei. Neben wenigen großflächigen
Untersuchungen gebe es nur für einige Großstädte Publikationen
zu diesem Thema. In Münster haben die Schülerinnen und Schüler
die Chance, mit ihren Fragestellungen zu Skandalen in der
Geschichte Neuland zu betreten. Für mögliche Forschungswege gab
sie zahlreiche Anregungen aus allen gesellschaftlichen
Bereichen.

Gisela Pauge vom Geschwister-Scholl-Gymnasium berichtete den
Lehrerinnen und Lehrern über ihre Tätigkeit als Tutorin bei der
Betreuung von Wettbewerbsbeiträgen. Dr. Ralf Klötzer erklärte
die Kriterien, nach denen die Regionaljury ihre Bewertung
vornimmt. Roswitha Link vom Stadtarchiv und Prof. Handro
erläuterten die Anforderungen an die Teilnehmer, die es bis in
die Bundesjury schaffen.

Das Stadtarchiv bietet Teilnehmerinnen und Teilnehmern am
aktuellen Geschichtswettbewerb Beratung und Unterstützung bei
der Suche nach einem Thema und bei der Materialrecherche an. In
kleinen Schülerworkshops erfahren die Kinder und Jugendlichen,
was sie bei der Anfertigung ihrer Arbeiten berücksichtigen
müssen und wie sie ihre Zeit am besten planen.

INFO

Ansprechpartnerin ist Roswitha Link
Tel.: 0251 / 4 92-47 03
oder E-Mail: LinkRoswitha at stadt-muenster.de.

Auch die anderen münsterschen Archive, Stadtbücherei und
Villa ten Hompel bieten allesamt ihre Unterstützung an und
brachten auch gleich konkrete Themenvorschläge mit.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 17 11:08:40 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 17 Sep 2010 11:08:40 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Der LWL verleiht seinen Foerderpreis an Peter
Buerger aus Eslohe: Publizist erforscht plattdeutsche
Literatur des Sauerlandes
Message-ID: 4C934C38.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 16.09.2010, 14:24


AKTUELL

Der LWL verleiht seinen Förderpreis an Peter Bürger aus Eslohe
Publizist erforscht plattdeutsche Literatur des Sauerlandes

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt seinen mit
3.100 Euro dotierten Förderpreis für westfälische Landeskunde
in diesem Jahr an Peter Bürger aus Eslohe (Hochsauerlandkreis).
Das hat der LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (15.09.) in
Lichtenau (Kreis Paderborn) beschlossen.

"Die Editions- und Forschungsarbeit von Peter Bürger ist nicht
nur für das Sauerland von Bedeutung, sondern auch beispielhaft
für Westfalen. Aufgrund seines selbstlosen Einsatzes für die
Mundartkunde, seiner akribischen Bearbeitung der Publikationen
und den daraus resultierenden überaus wertvollen Beiträgen zur
westfälischen Landes- und Mundartkunde hat er den Förderpreis
verdient", heißt es in der Begründung des Rates für
westfälische Landeskunde.

Bürger wurde 1961 in Eslohe geboren. Er studierte Katholische
Theologie in Bonn, Paderborn und Tübingen. Seit 1988 wohnt er
in Düsseldorf. Hier hat er eine Ausbildung als Krankenpfleger
absolviert und war bis 1997 in verschiedenen Krankenhäusern
tätig. Danach arbeitete er in der psychosozialen Begleitung von
HIV-Betroffenen und Drogenkonsumenten. Seit 2003 ist er als
freiberuflicher Publizist tätig.

Er forscht im Bereich "Krieg und Massenkultur". In seiner
Freizeit beschäftigt er sich mit der Dokumentation und
Erschließung der plattdeutschen Literatur und
Volksüberlieferung des kurkölnischen Sauerlandes. Er gehörte
1988 zu den Mitbegründern des Mundartarchives am Maschinen- und
Heimatmuseum Eslohe und brachte zahlreiche Bücher heraus, die
die plattdeutsche Überlieferung des kurkölnischen Sauerlandes
zugänglich machten. Außerdem betreibt er die Internetseite
www.sauerlandmundart.de, die zahlreiche Materialien und
Informationen zur Sauerländer Dialektliteratur bietet.

Hintergrund
Der Förderpreis, den der LWL jährlich vergibt, ist für Personen
gedacht, die nicht an einer Universität tätig sind und in ihrer
Freizeit Landesforschung betreiben oder die ehrenamtliche
Forschung besonders fördern. Es soll diejenigen unterstützen,
die meist ohne den ideellen und finanziellen Rückhalt einer
großen Universität wesentliche Arbeitsergebnisse erbringen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 17 11:15:23 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 17 Sep 2010 11:15:23 +0200
Subject: [WestG] [AKT] 2.600 Einsendungen bei LWL-Fotowettbewerb
"Westfalen entdecken!": Siegerbild zeigt das "Dortmunder U"
vor der Sanierung
Message-ID: 4C934DCB.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 17.09.2010, 09:04


AKTUELL

2.600 Einsendungen bei LWL-Fotowettbewerb "Westfalen entdecken!"
Siegerbild zeigt das "Dortmunder U" vor der Sanierung

"Westfalen entdecken!" - unter diesem Motto hatte der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ambitionierte Amateur-
und auch Berufsfotografen dazu aufgerufen, sich auf
Entdeckungsreise durch "ihr" Westfalen zu begeben und ihren
persönlichen Blick auf Land und Leute festzuhalten. Nun stehen
die Sieger des Fotowettbewerbs fest. Der erste Preis ging an
Volker Lenk aus Dortmund für sein Bild des "Dortmunder Us".

"Die immense Resonanz zeigt, dass Westfalen in den Köpfen und
Herzen der Menschen absolut lebendig ist". So kommentierte
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, unter dessen Schirmherrschaft
der Wettbewerb stattgefunden hatte, die rege Beteiligung aus
allen Teilen Westfalens. Über 2600 Einsendungen mit
unterschiedlichsten Motiven waren beim LWL-Medienzentrum für
Westfalen im Rahmen des Wettbewerbs eingegangen. Bekannte
touristische Sehenswürdigkeiten in Städten und Gemeinden waren
genauso beliebte Motive wie verschneite Winterlandschaften,
romantische Sonnenuntergänge, die Nachbarschaftshilfe beim
Hausbau und das traditionelle Schützenfest.

Zum Gewinnerbild kürte die siebenköpfige Jury ein Foto des
"Dortmunder U", aufgenommen von Volker Lenk im Jahr 2008; laut
Fotograf eine der letzten Aufnahmen des weit über Westfalen
hinaus bekannten Bauwerks vor seinem Umbau zum Kultur- und
Kreativzentrum. Neben der fotografischen Qualität fielen der
Jury vor allem Perspektive und Zeitpunkt der Aufnahme ins Auge.
"Aufgenommen kurz vor der Sanierung weist das Dortmunder U in
besonderer Weise auf das Potential unser Region hin, aus Altem
Neues zu entwickeln", so Kirsch über das Gewinnerbild. Für das
Jury-Mitglied Berthold Socha "regt das Bauwerk, wie es da in
den blauen Himmel hineinragt, dazu an, die Gedanken schweifen
zu lassen, und vermag so, beim Betrachter ganz eigene
Assoziationen zu wecken."

Im Rahmen des Wettbewerbes waren Preise im Gesamtwert von 3.000
Euro zu gewinnen. Eingereicht werden konnten Bilder zu den
Themengebieten "Dorf und Stadt", "Alte und neue Architektur",
"Natur und Landschaft", "Alltag und Freizeit", "Kultur und
Brauchtum" sowie "Menschen, Typen, Originale". Neben Volker
Lenks Beitrag, der als Gesamtsieger 500 Euro Preisgeld erhält,
prämierte die Jury jeweils ein Siegerfoto pro Kategorie mit je
200 Euro sowie vierzehn weitere Bilder mit je 100 Euro.

Etwa 150 Bilder aus dem Wettbewerb werden zudem in einem
repräsentativen Bildband veröffentlicht, der im November 2010
im Ardey-Verlag erscheinen wird. Ihre Preise erhalten die
Gewinner von "Westfalen entdecken!" im Rahmen der Präsentation
des Bildbandes im November.

Die Preisträger

Gesamtsieger:

Volker Lenk: "Dortmunder U" (Dortmund)

Sieger in den sechs Kategorien:

Dorf und Stadt:
Rainer Geesmann: "Die Vogelperspektive"
(Rüthen-Kallenhardt, Kreis Soest)

Alte und neue Architektur:
Margarete Neimeier: "Blaues Fenster"
(Kunstkloster Gravenhorst in Hörstel, Kreis Steinfurt)

Natur und Landschaft:
Volkmar Brockhaus: "Mondaufgang über dem Kahlen Asten" (Winterberg,
Hochsauerlandkreis)

Alltag und Freizeit:
Michael Joswig: "Wellenflug"
(Allerheiligenkirmes, Soest)

Kultur und Brauchtum:
Heinz Wener: "Palmprozession 2010 im Alten Dorf Westerholt"
(Herten-Westerholt, Recklinghausen)

Menschen, Typen, Originale
Jan-Christopher Föst: "Siegerländer Schäferin"
(Freudenberg, Kreis Siegen-Wittgenstein)

Ebenfalls prämiert wurden Einsendungen von:

Frank Mattern: "Alte Fördertürme im neuen Glanz"
(Ahlen, Kreis Warendorf)

Sven Skultety: "Ronnewinkeler Talbrücke bei Olpe"
(Kreis Olpe)

Uwe Begoihn: "Zeche Prosper Haniel"
(Bottrop)

Karl Heinz Körner: "Radler im morgendlichen Raureif"
(Auf dem Rhynerberg, Hamm).

Stefan Benfer: "Osterfeuer"
(Bad Berleburg, Kreis Siegen-Wittgenstein)

Thomas Dornhöfer: "Holzrücken mit deutschen Kaltblutpferden"
(Auerbachtal in Feudingen / Bad Laasphe, Kreis Siegen-Wittgenstein)

Christoph Hennes: "Süßstoff"
(Lage, Kreis Lippe)

Heiner Witthake: "Modernes und Altes in Telgte"
(Telgte, Kreis Warendorf)

Gerd Friedrich: "Gersteinwerk"
(Bockum-Hövel, Hamm)

Ralph Greschkowitz: "Alter Stein in neuem Glas"
(Dortmund)

Rainer Langstrof: "Wasserspiegel"
(Horn-Bad Meinberg, Lippe)

Horst Grasser: "Im Aasee"
(Münster)

Klaus Neuser: "Sonnenaufgang"
(Bad Laasphe-Herbertshausen, Kreis Siegen-Wittgenstein)

Annette Nolte: "Frühling im Paderborner Land"
(Paderborn)


INFO

Kontakt:
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Fürstenbergstraße 14
48147 Münster
Tel. 0251 591-3966
E-Mail: medienzentrum at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 17 11:17:43 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 17 Sep 2010 11:17:43 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL zeichnet Gartenkunstwerk als Denkmal des
Monats September aus
Message-ID: 4C934E57.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 16.09.2010, 11:20


AKTUELL

Eigentümer pflegen den Gutspark Böckel vorbildlich
LWL zeichnet Gartenkunstwerk als Denkmal des Monats September
aus

Gegen Ende des 19. Jahrhundert ließ Carl Koenig am Gut Böckel
in Rödinghausen-Bieren (Kreis Herford) einen Park anlegen. Weil
die heutigen Eigentümer, Karen und Dr. Ernst Leffers, die
Gutsgebäude und den Park mit viel Engagement instand halten und
in der Tradition der Vorbesitzer hier Konzerte,
Kunstausstellungen und Lesungen veranstalten, hat der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den Gutspark Böckel
jetzt als Denkmal des Monats ausgezeichnet.

"Der Gutspark Böckel ist ein bedeutendes Zeugnis für die
Gartenkunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts, für das Werk
eines renommierten Gartenarchitekten des Historismus und ein
herausragendes Beispiel für einen weitgehend erhaltenen, gut
gepflegten und im Sinne der Denkmalpflege genutzten Gutspark in
Westfalen-Lippe", so LWL-Denkmalpfleger Uwe Siekmann.

Die Parkanlage entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als
Carl Koenig den Hamburger Gartenarchitekten Rudolph Phillip
Christian Jürgens (1850 - 1930) mit der Gestaltung des Parks
beauftragte. Ein großes Blumenrondell auf dem Platz vor dem
Gutshaus bildet den Auftakt der Gartenanlage. Den Zugang zum
anschließenden orthogonal gegliederten Blumengarten mit
Gartenpavillon akzentuieren markante, kegelstumpfförmig
geschnittene Eiben.

Eine Brücke über die Gräfte verbindet den
Blumengarten mit dem landschaftlich angelegten Park, der mit
zahlreichen bemerkenswerten Gehölzarten bepflanzt ist und von
einem Rundweg erschlossen wird. An Einzelbäumen wie Blut-,
Farn- und Trauerbuche, Silberahorn, Sumpfzypresse, Japanischer
Lärche und Coloradotanne sowie Rhododendrensträuchern entlang
führt der Weg zu einem Sitzplatz mit Blick auf die Gräfte und
das Gutshaus. Jürgens legte großen Wert auf die Pflanzung von
Laub- und Nadelbäumen mit besonderem Wuchs, außergewöhnlichem
Laub und Blüten. Besonders wichtig waren ihm die Sichtbezüge
zwischen den verschiedenen Parkbereichen und dem Gutshaus.

"Bemerkenswert ist der östlich des Wirtschaftshofes liegende
Lindenhügel, der über einen mit klobigen Natursteinen
eingefassten, spiralförmig angelegten Weg zugänglich ist. Da
der Lindenhügel älter als Jürgens' Gartenplanung ist, wurde er
von ihm als Aussichtsplatz und 'point de vue' in die
Parkgestaltung einbezogen", erklärt Siekmann. Der am östlichen
Parkrand gelegene Obst- und Gemüsegarten mit seinem Gewächshaus
wurde von Jürgens dagegen so angeordnet, dass er vom Park nicht
einsehbar war.

Hintergrund
Carl König ließ den Park vom Hamburger Gartenarchitekten
Rudolph Phillip Christian Jürgens (1850 - 1930) anlegen.
Jürgens war ein seinerzeit gefragter Gartenarchitekt.
Zahlreiche Landhaus- und Villengärten in Hamburg und die
Umgestaltung des barocken Husumer Schlossparks (1878) wurden
von ihm geplant. Für Leopold Koenig gestaltete er 1888 die
Außenanlagen der heutigen Villa Hammerschmidt in Bonn, zwischen
1891 und 1896 plante er den den Gutspark Voldagsen bei Hameln
(Niedersachsen) für Alfred Koenig, den Bruder des damaligen
Besitzers von Gut Böckel.

Das Gut Böckel
Erstmals 1350 urkundlich erwähnt, gelangte das Gut Böckel im
16. Jahrhundert für 200 Jahre in den Besitz der Familie von Voß,
die auch die ältesten heute noch erhaltenen Bauten, die
Vorburg aus dem Jahr 1680 und das 1682 erbaute Gutshaus
errichten ließ. Nach mehreren Besitzerwechseln erwarb Leopold
Koenig, der durch Zuckerhandel in St. Petersburg vermögend
geworden war, 1874 das Gut.

Zu literarischem Ruhm gelangte seine Enkelin Hertha Koenig, die
als Schriftstellerin, Kunstsammlerin und Mäzenin auf ihrem Gut
Böckel vielseitige Kontakte zu bedeutenden Persönlichkeiten
pflegte, so zu Bundespräsident Theodor Heuss, dem Philosophen
Martin Heidegger und dem Dichter Rainer Maria Rilke.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 20 10:46:11 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 20 Sep 2010 10:46:11 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Vortrag=3A_Kumpel=2C_Kicker=2C_Curry-?=
=?utf-8?q?W=C3=BCrste=2E_Zur_Kulturgeschichte_des_Reviers=2C_Bochum=2C_23?=
=?utf-8?q?=2E09=2E2010?=
Message-ID: 4C973B73.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 17.09.2010, 13:42


AKTUELL

Kumpel, Kicker, Curry-Würste
Vortrag im LWL-Industriemuseum zur Kulturgeschichte des Reviers

Kumpel, Kicker und Curry-Würste gehören zu den Klischees, die
man gemeinhin mit dem Ruhrgebiet verbindet - und mit denen das
Ruhrgebiet auch durchaus für sich wirbt. Es sind Stereotype,
aber Stereotype sind bekanntermaßen nicht gänzlich falsch. Um
sie und um andere Bausteine der Kultur der Region geht es in
dem Bildvortag "Kultur und Wandel", zu dem der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Donnerstag, 23.
September, um 20 Uhr in sein Industriemuseum Zeche Hannover in
Bochum einlädt.

Dr. Dagmar Kift, Kuratorin der Ausstellung "Kumpel Anton, St.
Barbara und die Beatles", nimmt die Besucher mit auf eine
Zeitreise durch 60 Jahre Kulturgeschichte: "Bereits nach dem
Zweiten Weltkrieg wurde das Ruhrgebiet nicht nur als
Wirtschaftsraum, sondern als polyzentrische Megastadt
wahrgenommen, die mit ihren Theatern, historischen und
Kunstmuseen durchaus mit anderen Städten mithalten konnte.
Dennoch hatte die Kultur der Region auch eine durchaus eigene
Note, die damals zwar noch nicht so viel mit Curry-Würsten,
wohl aber mit Kumpeln und Kickern zu tun hatte", fasst Kift
zusammen.

Nicht erst im Kulturhauptstadt Ruhr.2010 hat man sich im
Ruhrgebiet mit der Frage nach der kulturellen Identität der
Region beschäftigt, sondern bereits in den 1950er und 60er
Jahren. Dagmar Kift: "Damals hat man sich genau wie heute darum
bemüht, die hier lebenden Menschen an der Kultur teilhaben zu
lassen." Der Vortrag stellt ausgewählte Einrichtungen der
Metropole Ruhr vor - kulturelle Leuchttürme genauso wie
basisnahe "Straßenlaternen" - und zeichnet den Weg der Region
von der Megastadt zur Kulturhauptstadt nach.

Der Vortrag beendet das Begleitprogramms zur Ausstellung
"Kumpel Anton, St. Barbara und die Beatles", die noch bis zum
10. Oktober im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover zu sehen ist.
Die Ausstellung zeigt die Kulturgeschichte des Reviers zwischen
Wiederaufbau und Strukturwandel als eine Geschichte, die sich
zwischen Traditionspflege und moderner Kunst,
Bergarbeiterkultur und Pop entfaltete. Interessierte können um
19 Uhr noch an einer Führung durch die Ausstellung teilnehmen.
Vortrag und Führung sind kostenfrei.


INFO

Vortrag "Kultur und Wandel"
Do, 23.9.2010, 20 Uhr

Führung durch die Ausstellung: 19 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz

LWL- Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel.: 0234 6100 874
URL: http://www.lwl-industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 20 11:30:03 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 20 Sep 2010 11:30:03 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 443, August 2010
Message-ID: 4C9745BB.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 20.09.2010, 11:30


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 443
August 2010


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169




ohne Seitenangaben, in Auswahl [AS]


Krämer, Hermann J.
Vom Bierbrauen zur Kornbrennerei
Brenntradition in der alten Bergstadt Rüthen

Anon.
Auf historischen Pfaden in Lippstadt
Streifzüge in der Stadt zu ihrem 825-jährigen Bestehen

Platte, Hartmut
Das alte Adelsgeschlecht von Boenen: Nur der Name existiert
nicht mehr
Die traditionsreiche Familie gab ihren Namen im Jahr 1779 durch
Einheirat in das Geschlecht der Westerholts auf

Köpke, Gerd
Der Storch war zurückgekehrt
Erster Brutnachweis für den Weißstorch in Hamm 2010

Reding, Paul
Ein UFO ragt über Lünens Dächern empor
Originelles Werk des Allround-Künstlers Luigi Colani vor unserer
Haustür

Keinemann, Heinz
Wenn der Haussegen schief hängt...
Eine lustige Geschichte aus dem alten Meckingsen

Als Anstand, Recht und Sitte Deutschland verließen...
Neue Schrift von Volker Neumann über die
Justizvollzugsanstalt Werl





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 21 09:28:02 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 21 Sep 2010 09:28:02 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Stadtgespraech im Museum: "Bergarbeiterkultur:
Dichtung und Wirklichkeit", Dortmund, 23.09.2010
Message-ID: 4C987AA2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 21.09.2010, 09:10
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Stadtgespräch im Museum: Jenseits der Kohle -
Kulturgeschichte(n) des Ruhrgebiets
"Bergarbeiterkultur: Dichtung und Wirklichkeit"
Referent: Prof. Dr. Klaus Tenfelde

Die Kultur des Bergbaus reicht, als berufsständische
Sonderkultur, in Mitteleuropa bis in das frühe Mittelalter
zurück, aber sie gewann im Zeitalter der Industrialisierung
gänzlich neue Konturen. Sie wurde zugleich schöpferisch und
pragmatisch.

Das spiegelt sich nicht nur im Zusammenleben der Menschen in
den Werkskolonien und in der regsamen Jugend des Reviers und
nicht nur in dem, was Mühsal und Schweiß der Knochenarbeit im
Bergwerk an Solidarität hervorbrachten, sondern auch in einer
ganz eigenständigen Bergarbeiterdichtung. Um deren Höhepunkte
gegen Ende des Kaiserreichs und während der Weimarer Republik
geht es in diesem Vortrag.

Dr. Klaus Tenfelde leitet an der Ruhr-Universität Bochum das
Institut für soziale Bewegungen und ist Vorsitzender des
Vorstands der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets.

Eintritt frei.


INFO

Donnerstag, 23. September 2010, 19.00 bis ca. 21.00 Uhr

Veranstaltungsort:
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastraße 3
44137 Dortmund





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 21 09:34:15 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 21 Sep 2010 09:34:15 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Mathilde intensiv" -auf den Spuren von
Mathilde Franziska Anneke, Witten, 23.09.2010
Message-ID: 4C987C17.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 21.09.2010, 09:10
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

"Mathilde intensiv" -auf den Spuren von Mathilde Franziska
Anneke im Badisch-pfälzischen Feldzug 1849

Eine Frau aus dem Ruhrgebiet kämpfte im Badisch-pfälzischen
Feldzug für eine freiheitliche deutsche Verfassung, in Amerika
für Frauenrechte und gegen die Sklaverei. Mathilde Franziska
Anneke wird bis heute in Deutschland und den USA geehrt. Wer
war diese außergewöhnliche Frau, deren Einsatz für
Menschenrechte Maßstäbe gesetzt hat? Am Donnerstag, den
23.09.2010 widmet der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL)
in Witten einen Abend ihrem außergewöhnlichen Mut und besonders
einer ihrer "Herkules-Taten".

Im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall liest Kuratorin Ingrid
Telsemeyer ab 18 Uhr aus Briefen und Erinnerungen Annekes an
den Badisch-pfälzischen Feldzug im Jahr 1849 und führt durch
die ihr gewidmete Ausstellungsabteilung. Die Veranstaltung
begleitet die Sonderausstellung "Hercules - Vom Olymp ins
Ruhrtal", die noch bis zum 14.11. 2010 im Museum zu sehen ist.
Der Eintritt ist frei.

Mathilde Franziska Anneke, eine der bedeutendsten Frauen der
deutschen Geschichte, stammt aus dem heutigen Sprockhövel. Hier
und im benachbarten Blankenstein und Hattingen wuchs sie als
Älteste von 11 Geschwistern auf. Sie genoss in ihrem
gutbürgerlichen Elternhaus eine gute Ausbildung und liberale
Erziehung.

Als Journalistin setzte sie sich für die Revolutionsziele von
1848/49 ein, schließlich, als berittene Ordonnanzoffizierin
ihres Mannes, auch militärisch. Das Leben von Mathilde
Franziska Anneke war geprägt von ihrem aktiven Einsatz für
Frauenrechte, Demokratie, und gegen die Sklaverei. Zunächst in
Deutschland, später im europäischen und amerikanischen Exil.
Überall hat sie mit anderen die Welt verändert.

Die Ausstellungsabteilung der Sonderausstellung "Hercules - Vom
Olymp ins Ruhrtal" stellt Mathilde Franziska Anneke als
regionale "Heldin" vor. Besonders ihre Teilnahme an der
deutschen Revolution im Jahr 1848/49 steht im Mittelpunkt. Sie
wird mit spannenden und im Ruhrgebieterstmalig gezeigten
Ausstellungsstücken - vom Zündnadelgewehr bis zur Mörserkugel,
die das preußische Militär gegen die Revolutionäre zum Einsatz
brachte- nachvollzogen.

In entspannter Atmosphäre mit Kaffee und Kuchen wird die
Kuratorin dieser Ausstellung vor allem aus Briefen und den
einzigartigen Erinnerungen Annekes lesen. In den "Memoiren
einer Frau aus dem badisch-pfälzischen Feldzuge" schildert sie
anschaulich ihre Erfahrungen. Sie beschreibt mit viel Talent
die Motive, Kampfhandlungen und die Menschen, die ihr begegnen.
Dabei verschweigt Anneke aber auch Probleme und Missstände im
Revolutionsheer nicht.

Seit Ende der 1980er Jahre wird Mathilde Franziska Anneke auch
hierzulande vielfach gewürdigt. Ihre außergewöhnliche
Persönlichkeit macht sie zur idealen Botschafterin für das
Kulturhauptstadtjahr und über alle Grenzen hinweg. Bis heute
faszinieren der Mut dieser Frau und ihre Beharrlichkeit im
Einsatz für Menschenrechte, Frauenrechte und Demokratie. Sie
vertritt damit zentrale Werte, die bis heute den aktiven
Einsatz der Menschen brauchen.


INFO

Donnerstag, 23. September 20010, 18.00 Uhr

Veranstaltungsort:
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten
URL: http://www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/portal/S/witten/ort/





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 21 09:37:31 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 21 Sep 2010 09:37:31 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Zwoelf Jahrhunderte Stadtgeschichte im Ueberblick,
Muenster, 23.09.2010
Message-ID: 4C987CDB.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 20.09.2010, 11:02


AKTUELL

Westphaliae Metropolis Monasterium
Zwölf Jahrhunderte Stadtgeschichte im Überblick /
Themenabend im Stadtarchiv am 23. September

In den zurückliegenden anderthalb Jahren stand die Geschichte
der münsterschen Stadtteile im Mittelpunkt der Themenabende des
Stadtarchivs, An den Speichern in Coerde. Mit einem
Gesamtüberblick über mehr als zwölf Jahrhunderte
Stadtgeschichte wird nun auch wieder die Geschichte der
"Altstadt" in den Blick genommen.

Wie ist die Stadt Münster entstanden? Welchen Veränderungen
unterlag ihr charakteristischer, fast herzförmiger Grundriss?
Was waren die wichtigsten Etappen dieser Entwicklung? Diesen
spannenden Fragen widmet sich der bekannte Historiker und
Archivar Prof. Dr. Franz-Josef Jakobi beim nächsten Themenabend.

Am 23. September, 18 Uhr, zeichnet der ehemalige Leiter des
Stadtarchivs Münsters Geschichte von der Entstehung bis in die
neuere Zeit nach. Dabei bezieht er jüngere archäologische
Grabungsfunde im Bereich rund um den Dom und neueste
Erkenntnisse der Forschung vor allem zur Anfangszeit Münsters
mit ein. Durch diese Untersuchungen konnte in den letzten
Jahren ein plausibles Bild der Frühgeschichte Münsters
gezeichnet werden.

Im 12. Jahrhundert schließlich erhielt die Stadt Münster ihre
vorläufig endgültige städtebauliche Gestalt, die bis ins 19.
Jahrhundert bestehen blieb. Wichtige Etappen der bewegten
Geschichte Münsters im Mittelalter und der Frühen Neuzeit sind
das Täuferreich, die Hanse und die Stellung als Gesandtenstadt
für den Westfälischen Frieden. Aber auch geistig-kulturelle
Eckpunkte der Stadtentwicklung wie etwa der Kreis um die
Fürstin Amalie von Gallitzin werden angesprochen.

Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte Münster durch die Preußen
den vielleicht radikalsten Kontinuitätswandel der
Stadtgeschichte. In dieser Zeit fand Münster auch zu seiner
Identität als katholische Stadt und betonte damit seine
Abgrenzung zur preußischen Besatzungsmacht. Den Status einer
preußischen Provinzialhauptstadt behielt Münster faktisch bis
1945. Durch den aufwändigen Wiederaufbau der durch den Krieg
stark zerstörten Stadt konnte der ursprüngliche Charakter der
Gebäude zum großen Teil wieder hergestellt werden. Mit der
letzten großen Eingemeindung 1975 erhielt Münster seine heutige
Struktur.

Vor und nach dem Vortrag gibt es für Interessierte Gelegenheit,
eine Auswahl an Archivalien zur Stadtgeschichte wie etwa die
repräsentative Gildentafel von 1598 im Original zu sehen.


INFO

Stadtarchiv Münster
An den Speichern 8
48157 Münster
Tel.: 02 51/4 92-47 01
Fax: 02 51/4 92-77 27
E-Mail: archiv(at)stadt-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 21 09:45:42 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 21 Sep 2010 09:45:42 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Auslobung des Otto-Weerth-Preises
des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins fuer das
Land Lippe e.V. (NHV)
Message-ID: 4C987EC6.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Wolfgang Bender"
Datum: 17.09.2010, 11:28


AKTUELL

Auslobung des Otto-Weerth-Preises des Naturwissenschaftlichen
und Historischen Vereins für das Land Lippe e.V. (NHV)

Der Naturwissenschaftliche und Historische Verein für das Land
Lippe e.V. vergibt zum Gedenken an seinen langjährigen
Vorsitzenden den Otto-Weerth-Preis.

Durch den Preis sollen der wissenschaftliche Nachwuchs
gefördert, die naturwissenschaftliche Forschung sowie die
Forschung zur Ur- und Frühgeschichte, Geschichte, Landeskunde,
Volkskunde und Kunstgeschichte des ehemaligen Landes Lippe
angeregt sowie die Beziehungen zwischen der Region und den
Hochschulen in Ostwestfalen-Lippe verstärkt werden.

Der Preis in Höhe von mindestens 2.000 Euro für hervorragende
wissenschaftliche Arbeiten zu den genannten Bereichen wird an
Nachwuchswissenschaftlerinnen oder -wissenschaftler verliehen,
deren Arbeiten noch nicht an anderer Stelle veröffentlicht oder
mit Preisen ausgezeichnet sind.

Der Preis kann geteilt werden. Eine Rechtspflicht zur
Verleihung besteht nicht. Eigenbewerbungen sind zulässig.

Die Auswahl und Bewertung der Arbeiten geschieht durch eine
mindestens fünfköpfige Jury, bestehend aus dem
Vereinsvorsitzenden, seinen Stellvertretern sowie weiteren
Mitgliedern. Der Rechtsweg bei der Auswahl und Bewertung der
Arbeiten sowie bei der Verteilung des Preises ist
ausgeschlossen.

Die mit dem Otto-Weerth-Preis ausgezeichneten Personen werden
zum Thema ihrer Arbeit vor dem NHV einen Vortrag halten. Sie
können Ergebnisse ihrer Arbeit in den Publikationsorganen des
Vereins veröffentlichen.

Bei den ersten fünf Verleihungen waren 1. Preisträgerinnen bzw.
Preisträger mit ihren Dissertationen:

Annette Hennigs, Paderborn, "Gesellschaft und Mobilität. Eine
Sozialgeschichte der Straßen am Fallbeispiel Lippe 1680-1820."

Cornelia Halm, Münster, "Conventus sororum de ordine
predicatorum in Lemego.? Untersuchungen zum
Dominikanerinnenkloster St. Marien in Lemgo."

Roland Siekmann, Bielefeld, "Eigenartige Senne. Zur
Kulturgeschichte der Wahrnehmung einer peripheren Landschaft."

Wiebke Lisner, Hannover, "Die Hüterinnen der Nation? Hebammen
in der Zeit des Nationalsozialismus. Am Beispiel des Landes
Lippe."

Claudia Strieter, Münster, "Aushandeln von Zunft. Möglichkeiten
und Grenzen ständischer Selbstbestimmung in Lippstadt, Soest
und Detmold."

Der Otto-Weerth-Preis wird hiermit zum 15.7.2010 zum sechsten
Male seit dem Jahre 2000 ausgelobt. Das Preisgeld beträgt im
175. Jahr nach Gründung des Vereins 3.000 Euro.


INFO

Die Arbeiten - versehen mit einem kurzen Lebenslauf des
Autors/der Autorin - sind bis zum 15.11.2010 an die
nachfolgende Adresse zu senden:

Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein für das Land
Lippe e.V.
Willi-Hofmann-Str. 2
32756 Detmold

Ansprechpartner des Vereins ist Dr. Wolfgang Bender,
Landesarchiv NRW Abt. OWL, Tel. 05231/766-111.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 22 10:46:08 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 22 Sep 2010 10:46:08 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Hartmut Hegeler erzaehlt vom Kampf gegen
Hexenprozesse und Folter, Lippstadt, 22.09.2010
Message-ID: 4C99DE70.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Lippstadt"
Datum: 21.09.2010, 10:50


AKTUELL

Hartmut Hegeler erzählt vom Kampf gegen Hexenprozesse und Folter

"Kämpfer gegen Hexenprozesse und Folter" ist der Titel eines
Vortrages am Mittwoch, 22. September im Stadtarchiv Lippstadt.
Alle Geschichtsinteressierten sind um 19.00 Uhr zum Vortrag von
Pfarrer i. R. Hartmut Hegeler aus Unna über den
protestantischen Prediger Anton Praetorius eingeladen. Der
Eintritt ist frei.

Auch die Ausstellung, die zurzeit in der Galerie im Rathaus zu
sehen ist, wurde von Hartmut Hegeler gestaltet. Er gilt als der
beste Kenner von Leben und Werk des Anton Praetorius. Der
gebürtige Lippstädter lebte im 17. Jahrhundert und trat gegen
menschenunwürdige Prozesse, insbesondere Hexenverfolgung und
Folter, ein.


INFO

Stadtarchiv Lippstadt
Soeststraße 8
59555 Lippstadt
E-Mail: stadtarchiv at stadt-lippstadt.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 22 10:56:43 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 22 Sep 2010 10:56:43 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Bergarbeiterdichtung im Ruhrgebiet, Dortmund,
23.09.2010
Message-ID: 4C99E0EB.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 22.09.2010, 07:53
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

"Ich schreib mit Beilen und Hauen" Bergarbeiterdichtung im
Ruhrgebiet

Die Literatur in Vergangenheit und Gegenwart nimmt den Bergmann
und seine Arbeit ganz verschieden wahr, die Gefahren und
Anstrengungen unter Tage, die Kämpfe um soziale Gerechtigkeit
sowie um Wertschätzung seiner Arbeit prägen sie in besonderer
Weise. Von Novalis bis Wallraff reicht die Geschichte der
Bergarbeiterdichtung, die der Vortrag in ihrem historischen und
poetologischen Zusammenhang vorstellt.

Die Referentinnen des Abends sind:
- Hanneliese Palm, Leiterin des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur
und Kultur der Arbeitswelt
- Jasmin Grande M.A., Literaturwissenschaftlerin an der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf


INFO

Donnerstag, 23. September 2010, 19.00 Uhr

Veranstaltungsort:
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastraße 3
44137 Dortmund





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 22 11:24:09 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 22 Sep 2010 11:24:09 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Sonntagsfuehrung: Der Weg in die Tiefe, Witten,
26.09.2010
Message-ID: 4C99E759.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 21.09.2010, 11:34


AKTUELL

Der Weg in die Tiefe
Sonntagsführung im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall

Am kommenden Sonntag, 26. September, können sich Besucher des
LWL-Industriemuseums Zeche Nachtigall wieder auf den "Weg in
die Tiefe" begeben. Dazu lädt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) um 14.30 Uhr in die Wittener
Dauerausstellung ein. Die Sonntagsführung begibt sich auf die
Spuren der frühen Bergleute und ihren Kampf gegen die Gefahren
bei der Suche nach dem schwarzen Gold.

Bei dem Rundgang erfahren die Besucher von den Problemen und
Fortschritten des Bergbaus an der Ruhr im 19. Jahrhundert.
Anhand besonderer Exponate werden Themen wie Bewetterung, Abbau
und Transport vorgestellt. Und wer noch mehr über den Bergbau
erfahren möchte, hat im Anschluss die Möglichkeit, bei einer
Führung durch das Besucherbergwerk ein echtes Kohlenflöz zu
sehen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Themenführung am
Sonntag ist im Museumseintritt enthalten (Erwachsene 2,40 Euro,
ermäßigt 1,60 Euro, Kinder 1,50 Euro, Familienkarte 5,80 Euro).
Führungen in das Besucherbergwerk finden am Wochenende von 11-
17 Uhr stündlich statt (Kosten: 2 Euro / erm. 1 Euro).


INFO

Anschrift:
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 22 11:43:49 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 22 Sep 2010 11:43:49 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Erlebnisfuehrung und Kochen am Kohleofen, Bochum,
26.09.2010
Message-ID: 4C99EBF5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 21.09.2010, 12:24


AKTUELL

Erlebnisführung und Kochen am Kohleofen
Angebote am Wochenende im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover

Im Maschinenhaus dreht sich die Fördermaschine, und in der
Kolonie wird der Kohleofen angeheizt - zwei besondere
Erlebnisse, zu denen der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) am Wochenende (25./ 26.9.) in sein Industriemuseum Zeche
Hannover nach Bochum einlädt.

Was hat eine Zeche mit Fahrstuhltechnik zu tun? Warum gibt es
heute im Ruhrgebiet Hügel, wo sich früher flaches Land
erstreckte? Zechengeschichte im Schatten des Malakowturms ist
das Thema einer Erlebnisführung am Samstag (25.9.) um 15 Uhr.
Die Besucher erhalten einen Einblick in die wechselhafte
Geschichte des Bergwerks im Bochumer Stadtteil Hordel. Die
schwierigen Anfänge der Zeche Hannover in den 1840er Jahren
werden ebenso beleuchtet, wie die Hochphase der Großzeche
Hannover/Hannibal um 1890. Beim Gang auf den Malakowturm und
der Schauvorführung der Fördermaschine können die Besucher die
technischen Innovationen der damaligen Zeit hautnah erleben und
sehen, welche Bedeutung die Erfindungen von einst für unseren
heutigen Lebensalltag haben.

An Kinder zwischen sechs und 14 Jahren richtet sich das
Programm "So lebten und speisten die Bergarbeiter" am Sonntag
(26.9.) im LWL-Industriemuseum. In den originalen
Bergarbeiterhäusern bekommen die Teilnehmer einen Eindruck von
den Lebensbedingungen um 1900. Beim Rundgang durch den Garten
lernen die Kinder unterschiedliche Gemüsesorten kennen, die in
den Arbeitergärten wuchsen, und erfahren, wie die
Bergarbeiterfrauen Garten und Ställe bewirtschafteten. Am Ende
der Führung setzen die Kinder das Wissen in die Tat um und
bereiten selbst ein Essen am Kohleofen zu. Los geht es um 11
Uhr auf dem Zechenvorplatz. Eine Anmeldung ist erforderlich.


INFO

Erlebnisführung
Sa, 25.9.2010, 15 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: 2,50 Euro pro Person /
Anmeldung nicht erforderlich

So lebten und speisten die Bergarbeiter
Alltag und Ernährung der Bergleute im historischen
Bergarbeitergarten erleben
Termin: 26.9.2010, 11 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: 2,50 Euro pro Person/ Anmeldung erforderlich

LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel.: 0234 6100-874
URL: http://www.lwl-industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 22 11:49:28 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 22 Sep 2010 11:49:28 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Die Glasfenster des Koelner Doms vom Mittelalter bis
zum 21. Jahrhundert, Petershagen, 28.09.2010
Message-ID: 4C99ED48.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 22.09.2010, 09:24


AKTUELL

Die Glasfenster des Kölner Doms vom Mittelalter bis zum 21.
Jahrhundert
Vortrag im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim

Eine großartige Kathedrale des Lichts - so zeigt sich der
Kölner Dom den Bewunderern. Das Bauwerk beeindruckt wie alle
gotischen Dome durch seine prächtigen Glasfenster. Zu einer
ausführlichen Betrachtung dieser Kunstwerke lädt der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in sein
Industriemuseum Glashütte Gernheim. Am Dienstag, 28. September,
um 18 Uhr, wird Dr. Ulrike Brinkmann, Leiterin der
Glasmalereiwerkstatt der Kölner Dombauhütte, in ihrem
Bildvortrag die Fenstergestaltungen erläutern. Der Eintritt ist
frei.

Dr. Ulrike Brinkmann stellt die Glasmalereien des Kölner Doms
nicht nur aus kunsthistorischer, son-dern auch aus technischer
Perspektive vor. Sie beginnt mit den Fenstern des Mittelalters
- die älteste Glasmalerei entstand 1265 - und zeigt die
Entwicklung der Glasmalereien des Doms bis zum Spätmittelalter.
Auch die Glasmalereien des 19. und 20. Jahrhunderts werden
gewürdigt. Am Ende der Betrachtung steht das erst im
vergangenen Jahr installierte und bereits viel diskutierte
Fenster des Künstlers Gerhard Richter. Außerdem geht Dr.
Brinkmann auf die Probleme der Bestandserhaltung, Konservierung
und Restaurierung von Glasmalereien vergangener Epochen ein.


INFO

Anschrift:
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Gernheim 12
32469 Petershagen
URL: www.lwl-industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 23 10:33:45 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 23 Sep 2010 10:33:45 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Auf der Suche nach deutscher Identitaet, Soest,
30.09.-19.11.2010
Message-ID: 4C9B2D08.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Kreis Soest"
Datum: 23.09.2010, 10:09


AUSSTELLUNG

Auf der Suche nach deutscher Identität
Pia Malmus mit Fotoserie "Deutschlandreise" im Soester Kreishaus

Die Ausstellung "Deutschlandreise" mit Fotos von Pia Malmus ist
vom 30. September bis zum 19. November 2010 im Foyer des
Soester Kreishauses zu sehen. Sie wird von der Stiftung Haus
der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Zusammenarbeit
mit dem Kreis Soest zur Verfügung gestellt.

Die Eröffnung findet im Rahmen der Feierstunde zum Tag der
Deutschen Einheit am Sonntag, 3. Oktober 2010, 11 Uhr, im Foyer
des Kreishauses statt und wird vom Kreis Soest gemeinsam mit
dem Internationalen Garnisons-Club Soest (IGCS) veranstaltet.
Dazu sind alle Bürger und Bürgerinnen herzlich eingeladen.

Die Suche nach Identität ist ein Bedürfnis, das wohl alle
Menschen gleichermaßen beschäftigt, sei es nun im persönlichen,
kulturellen oder nationalen Sinne. Die Fotografin Pia Malmus
begab sich speziell auf die Suche nach vergangener und
gegenwärtiger deutscher Identität und präsentiert nun mit ihrer
Fotoserie "Deutschlandbilder" ihre Eindrücke und Erkenntnisse.

Stadtansichten, Denkmäler, Landschaften und historische Orte
und Bauten gehören zu den Motiven der jungen Fotografin. Doch
die Fotos zeigen keineswegs klischeehafte Nationalsymbole.
Vielmehr fängt Malmus mit ihrer Kamera Orte und Menschen ein,
die eines miteinander verbindet: Sie alle tragen Spuren der
Suche nach der eigenen Identität. Was die Serie von Pia Malmus
dabei auszeichnet, ist der unverbrauchte Blick, mit dem sie
historische Orte und bekannte Ereignisse neu entdeckt.

Ob Reichstagsgebäude, das deutsche Eck in Koblenz oder Goethe
und Schiller in Weimar - Malmus bricht mit traditionellen
Aufnahmen und schafft neue Perspektiven. So zeigt etwa das Foto
des Hermannsdenkmals in Detmold den germanischen Krieger nicht
in der Bildmitte. Vielmehr "köpft" die Fotografin ihn, indem
sie das Motiv vom Bildrand überschneiden lässt. Auch das Bild
von der Frankfurter Skyline zeigt nicht einfach die übliche
Silhouette der Stadt. So setzt Malmus einen Schrottplatz in den
Vordergrund der Aufnahme und konterkariert so den Blick auf
Reichtum und Fortschritt versprechende Bankenhochhäuser.

Der Titel der Serie - "Deutschlandreise. Auf der Suche nach
deutscher Identität" - ist Programm und greift ein Thema auf,
dem sich bereits die großen Fotografen des vergangenen
Jahrhunderts gewidmet haben. Doch die "junge" fotografische
Position von Pia Malmus verleiht der Frage nach deutscher
Identität eine ganz eigene Aktualität, die mal frech, mal
nüchtern dargestellt wird.

Malmus zieht mit ihrer Fotostrecke "Deutschlandreise" das
Fazit: Im heutigen Deutschland behaupten viele, sehr
unterschiedliche Positionen zum Thema nationale Identität
nebeneinander ihren Platz.


INFO

Kreishaus Soest
Hoher Weg 1
59494 Soest





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 23 10:50:47 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 23 Sep 2010 10:50:47 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2010/36
Message-ID: 4C9B3107.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 23.09.2010, 09:02


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2010-36 für den Zeitraum vom 04.09.2010 bis

zum 17.09.2010 mit insgesamt 48 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2010-36&fach=wes




Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib




Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 23 11:02:13 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 23 Sep 2010 11:02:13 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Kloetzer, Ralf: Alter Steinweg mit Lambertikirchplatz
Message-ID: 4C9B33B5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 22.09.2010, 13:02


LITERATUR

Eine Straße und ihre Geschichte: Alter Steinweg
Neuer Band "Häuserbuch" der Stadt Münster /
Band 20/4 der Quellen und Forschungen zur Geschichte
der Stadt Münster /
Umfangreiches Bildmaterial

Wo heute Bücher und digitale Medien entliehen werden, war vor
wenigen Jahren noch ein Parkplatz, wo vor wenigen Jahren noch
Autos verkauft wurden, gibt es heute die neueste Mode. Der Alte
Steinweg präsentiert sich schon beim Blick auf die vergangenen
Jahrzehnte als wandlungsfähige Straße. Wie wurde in den
vergangenen Jahrhunderten am Alten Steinweg gelebt und
gearbeitet? Das neue Häuserbuch der Stadt Münster präsentiert
als Band Nr. 20/4 der Quellen und Forschungen zur Geschichte
der Stadt Münster den Alten Steinweg und seine Nebenstraßen vom
Mittelalter bis in die jüngste Zeit.

Nicht nur die Wissenschaft ist an solchen Häuserbüchern, die
Fragen der städtischen Topographie, der städtischen
Berufsstruktur und der Raumgliederung klären, interessiert.
Auch heutige und ehemalige Bewohner von Straßen und Stadtteilen
nehmen solche Bücher mit Gewinn in die Hand.

Gewinn für Wissenschaft und Laien

Drei voluminöse Bände "Häuserbuch der Stadt Münster" sind schon
erschienen, der neue vierte Band ist noch umfangreicher geraten
als seine Vorgänger. Nach dem Prinzipalmarkt mit Michaelisplatz,
Gruetgasse und Syndikatgasse (Band 1), der Salzstraße mit
ihren Nebenstraßen (Band 2) und Drubbel, Roggenmarkt und Alter
Fischmarkt (Band 3) wird mit dem vierten Band "Alter Steinweg"
die Betrachtung der Häusergeschichte rund um die
Hauptpfarrkirche St. Lamberti abgerundet.

Jedes Haus des windungsreichen Alten Steinwegs mit seinen
Nebenstraßen wie etwa Winkelstraße, Kirchherrngasse oder
Lambertikirchplatz wird in seiner Geschichte von den ersten
erhaltenen Nachrichten im Mittelalter bis 2002 oder bis zu
seinem Abriss oder anderweitigem "Verschwinden" dargestellt.
Wann wurde das Haus erbaut, verändert, vergrößert, modernisiert,
niedergerissen? Wer wohnte darin, welchen Berufen oder
Gewerben gingen die Bewohner nach?

Bildmaterial aus Vergangenheit und Gegenwart

Soweit möglich, wird zu jedem Haus altes Bildmaterial gezeigt
und die heutige Ansicht präsentiert. "So sah das Alte Gasthaus
Leve um 1939 aus?" oder "Was war denn vor dem Bombenkrieg an
der Stelle, wo heute das wuchtige neue Parkhaus am Alten
Steinweg aufragt?" Auf diese Fragen liefert das Buch Antworten.

Reichhaltiges Quellenmaterial und die umfangreichen Vorarbeiten
des Altmeisters der münsterschen Häusergeschichte Dr.
Karl-Heinz Kirchhoff haben der Hauptautor Dr. Ralf Klötzer und
seine Mitautoren Dr. Silvia Dethlefs und Mirko Crabus M. A.
ausgewertet und so für alle Häuser ein facettenreiches Abbild
erstellt. Ein umfangreiches Namenregister erlaubt es auch,
viele Namen der dort seit dem Mittelalter lebenden Menschen zu
finden.


INFO

Ralf Klötzer, Alter Steinweg mit Lambertikirchplatz,
Kirchherrngasse, Bolandsgasse, Asche, Julius-Voos-Gasse,
Artzkarrengasse, Winkelstraße ( = Häuserbuch der Stadt Münster,
Band 4 = Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt
Münster, Bd. 20/4), Münster (Aschendorff Verlag) 2010-09-15





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 23 11:14:42 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 23 Sep 2010 11:14:42 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Fahrradtour auf den Spuren der
juedischen Textilunternehmer, Bocholt, 28.09.2010
Message-ID: 4C9B36A2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Vera Lengersdorf"
Datum: 22.09.2010, 14:55


AKTUELL

Fahrradtour auf den Spuren der jüdischen Textilunternehmer in
Bocholt

In der großen Zahl der Bocholter Textilbetriebe spielten
jüdische Unternehmer eine wichtige, zeitweise sogar die
führende Rolle. Nach Enteignung, Holocaust und
Kriegszerstörungen sind heute die meisten Spuren verwischt.
Doch einige Menschen erinnern sich an diesen Teil der Bocholter
Industriegeschichte.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt
Geschichtsinteressierte am Dienstag, 28. September, ab 15 Uhr
dazu ein, die erhaltenen Gebäude, die historischen Orte und
ihre Geschichten kennen zu lernen. Dr. Hermann Josef Stenkamp,
Leiter des LWL-Industriemuseums in Bocholt, macht sich mit dem
Fahrrad auf die Suche nach den Spuren der Familien Braunschweig,
Cohen und Stern & Löwenstein.

Die Fahrt mit dem eigenen Fahrrad beginnt um 15 Uhr auf dem
Parkplatz des LWL-Industriemuseums an der Uhlandstraße 50 und
dauert bis ca. 17 Uhr. Das Textilmuseum bittet um vorherige
Anmeldung unter Tel. 02871 21611-0. Die Kosten betragen 3 Euro
pro Person.


INFO

LWL-Industriemuseum
Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt
Tel.: 02871 21611-0
E-Mail: textilmuseum at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 23 11:36:10 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 23 Sep 2010 11:36:10 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Verstaerkung fuer die Moderne: Neue Kuratorin
am LWL-Landesmuseum
Message-ID: 4C9B3BAA.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 22.09.2010, 14:39


AKTUELL

Verstärkung für die Moderne
Neue Kuratorin am LWL-Landesmuseum

Die Kunsthistorikerin Dr. Tanja Pirsig-Marshall ist die neue
Referentin für Moderne am LWL-Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte. Seit dem 1. September verstärkt die gebürtige
Essenerin das wissenschaftliche Team am Museum des
Landschaftverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster.

"Mit Frau Dr. Pirsig-Marshall gewinnt das LWL-Landesmuseum für
Kunst und Kulturgeschichte eine ausgewiesene Spezialistin der
Kunst der Klassischen Moderne mit internationaler
Ausstellungserfahrung", so Dr. Hermann Arnhold, Direktor des
LWL-Landesmuseums. "Durch ihre mehrjährige Arbeit als Kuratorin
an britischen Museen bringt sie wertvolle Erfahrungen mit, die
uns sehr willkommen sind in den Vorbereitungen für die
Neueröffnung 2013 und für das Ziel eines offeneren, innovativen
und publikumsorientierten neuen LWL-Landesmuseum."

Tanja Pirsig-Marshall, Jahrgang 1973, studierte Kunstgeschichte,
Geschichte und Archäologie in Bochum und Bonn. 2004 wurde sie
mit einer Arbeit über Otto Mueller an der Universität von Essex
promoviert. Zu den bisherigen Stationen der Kunsthistorikerin
zählen Museen in Deutschland und Großbritannien, darunter das
Folkwang Museum in Essen, die Kunsthalle der
Hypo-Kulturstiftung in München, das Londoner Victoria &
Albert-Museum und das National Museum of Wales in Cardiff.

Als freie Kuratorin organisierte sie 2006 die Ausstellung
"Triumph der Schönheit. Die Epoche der Salonmalerei von Makart
bis Rossetti" an der Kunsthalle Krems in Österreich. Seit 2008
war sie als Kuratorin an der Leeds Art Gallery tätig. Dort
organisierte und kuratierte sie zuletzt eine Ausstellung über
Sean Scully. Das Werkverzeichnis von Otto Mueller, das Tanja
Pirsig-Marshall am Folkwang Museum zwischen 1999 und 2001
erstellte, soll im Herbst 2010 in einer aktualisierten Ausgabe
erscheinen.

Pirsig-Marshall tritt die Nachfolge von Dr. Erich Franz an, der
Ende 2009 in den Ruhestand gegangen war. Nach Melanie Bono, der
Kuratorin für Gegenwartskunst und stellvertretenden Direktorin,
und Ingrid Fisch, Referentin für Kunstvermittlung, ist Tanja
Pirsig-Marshall die dritte Frau, die im Laufe des vergangenen
Jahres neu an das LWL-Landesmuseum gekommen ist.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 24 10:11:44 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 24 Sep 2010 10:11:44 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Mit Medien Unterricht aktiv gestalten:
Fortbildungsreihe fuer Paedagogen in Muenster ist gestartet
Message-ID: 4C9C7960.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 22.09.2010, 14:06


AKTUELL

Mit Medien Unterricht aktiv gestalten
Fortbildungsreihe für Pädagogen in Münster ist gestartet

Damit Lehrer Medien im Fachunterricht gut einsetzen und ihren
Schülern Foto- und Trickfilmprojekten starten können, bietet
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Zusammenarbeit
mit dem "Kompetenzteam für die Stadt Münster" bis Dezember eine
Reihe von Fortbildungen an. Das Angebot des Medienservice für
Münster im LWL-Medienzentrum für Westfalen wendet sich an
Lehrer aller Schulformen in Münster. Hier die Veranstaltungen
im Überblick:

Medieneinsatz im Unterricht

Mit "Edmond NRW" stellen die Medienzentren den Schulen
Bildungsmedien auch zum Download aus dem Internet zur
Verfügung. Kurzfristig und zeitnah können so Filme, Bilder und
Programme direkt aus dem Netz in den Computerraum, in die
Medienecke oder in das vernetzte Klassenzimmer abgerufen
werden. Die Medien sind mit wenig Aufwand schnell verfügbar und
können jederzeit in den Unterricht integriert werden. Zwei
Fortbildungen bieten - begleitet durch praktische Übungen am PC
- Beispiele und fachspezifische Materialien für den Einsatz
dieser Download-Medien in den gesellschaftswissenschaftlichen
Fächern (Mi, 24.11.) und im Bereich von Naturwissenschaften und
Mathematik (Mi, 8.12..

"Schule des Sehens" - Fotoprojekte in der Schule

"Ästhetische Bildung leistet einen wichtigen Beitrag zur
Persönlichkeitsbildung von Kindern und Jugendlichen", sagt Dr.
Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen.
"Das gilt auch und gerade für die Kunst des 'Schreibens mit
Licht? - die Fotografie. Fotografien bewusst und genau zu
betrachten und selbst aktiv und gestaltend zu fotografieren
stärkt in ganz besonderer Weise die ästhetische
Wahrnehmungsfähigkeit wie die kreativ-produktiven Kräfte von
Kindern und Jugendlichen",. Hier setzt das Projekt "Eine Schule
des Sehens" an.

Es möchte einerseits die Beschäftigung mit Fotografie als
ästhetische Bildung in der Schule fördern, andererseits Schüler
dazu ermuntern, ihr Lebensumfeld aktiv mit Hilfe der Fotokamera
zu entdecken. An zwei Fortbildungsterminen (Do, 04.11. und Do,
18.11.) erhalten interessierte Lehrer einen Einblick in das
Projekt und - angeleitet von einer professionellen Fotografin -
in die praktische Arbeit mit analoger und digitaler Fotografie
in der Schule. Sie erfahren auch, wie sich die zum Teil
"verwaisten" Dunkelkammern in den Schulen wieder mit Leben
füllen lassen.

Trickfilmarbeit mit Kindern und Jugendlichen

Wie kann man ohne spezielles Knowhow und professionelle
Unterstützung selber einen Trickfilm produzieren? Die
"Trickboxx" macht dies möglich: Sie ist ein transportabler
Trickfilmtisch inklusive Beleuchtung und der dazugehörigen
Videokamera. Trickfilmprojekte lassen sich mit Schülern jeden
Alters verwirklichen - z.B. im Deutsch- oder Kunstunterricht.

An zwei aufeinander aufbauenden Nachmittagen (Do, 11.11. und Do,
2.12.) erfahren Lehrer aller Schulformen, wie sie
Trickfilmprojekte planen und durchführen können. Dabei haben
sie die Möglichkeit, alle Produktionsschritte inklusive der
Nachvertonung direkt auszuprobieren. Lehrer, die an Teil 1 und
2 des Seminars teilnehmen, erhalten die Ausleihberechtigung für
die Trickboxxen des LWL-Medienzentrums.


INFO

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen enthält ein
Faltblatt, das in diesen Tagen an alle Schulen in Münster
versendet wird. Die Termine mit Begleittexten und
Online-Anmeldemöglichkeit sind auch im Internet unter
http://www.kt.ms.nrw.de (Reiter: Termine) veröffentlicht.
Weitere Fragen beantwortet Anke Ogorek vom LWL-Medienzentrum
(Tel. 0251-591-3926, E-Mail: an-ke.ogorek at lwl.org).





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 24 10:15:13 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 24 Sep 2010 10:15:13 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Neun Archive und Bibliotheken schuetzen gemeinsam
ihr Kulturgut
Message-ID: 4C9C7A31.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 23.09.2010, 11:47


AKTUELL

Neun Archive und Bibliotheken schützen gemeinsam ihr Kulturgut
Stadt, LWL, Landesarchiv, Bistum und Hochschulen gründen in
Münster einen Notfallverbund

In Münster haben sich als erster Stadt in Nordrhein-Westfalen
die großen Archive und Bibliotheken zu einem Notfallverbund
zusammengeschlossen, um gemeinsam Vorsorge zum Schutz ihrer
Kulturgüter zu treffen und sich in Unglücks- und
Katastrophenfällen gegenseitig zu unterstützen.

Zu dem Verbund gehören das Bistumsarchiv, die
Diözesanbibliothek, die Hochschulbibliothek der FH, das
Landesarchiv NRW, das LWL-Archivamt für Westfalen, das
Stadtarchiv, die Stadtbücherei, das Universitätsarchiv sowie
die Universitäts- und Landesbibliothek. Dort befinden sich
Millionen Bücher und Archivalien, darunter unersetzliche
Unikate wie eine Ausfertigung des Westfälischen
Friedensvertrages oder die Handschriften und Drucke der
Santini-Sammlung, einer der weltweit wichtigsten
Musik-Sammlungen.

Das Hochwasser an Elbe und Oder im Jahr 2002, der Brand der
Anna Amalia-Bibliothek in Weimar 2004 und der Einsturz des
Historischen Archivs der Stadt Köln 2009 haben das Bewusstsein
in Archiven und Bibliotheken dafür geschärft, dass Katastrophen
jederzeit auch die eigene Institution treffen und das
aufbewahrte Kulturgut gefährden oder vernichten können.

Schon bei kleineren Havarien, wenn etwa durch beschädigte
Wasserleitungen oder nach Gewitter- und Starkregen Magazinräume
unerwartet unter Wasser stehen, stoßen die betroffenen
Einrichtungen mit ihren eigenen Kräften schnell an Grenzen. Das
gilt erst recht bei Katastrophen, wenn das Kulturgut schnell,
umfassend und sachgemäß so zu bergen und zu versorgen ist, dass
weiterer Substanzverlust vermieden wird.

Die gegenseitige Unterstützung von Archiven und Bibliotheken in
einem Notfallverbund ist deshalb ein wichtiger Meilenstein für
den Schutz von Kulturgut. Das wurde bei der Unterzeichnung der
Vereinbarung im historischen Rathaus in Münster deutlich. Dort
wurde die Kooperation besiegelt von LWL-Direktor Dr. Wolfgang
Kirsch (Landschaftsverband Westfalen-Lippe), Generalvikar
Norbert Kleyboldt (Bistum Münster), Oberbürgermeister Markus
Lewe (Stadt Münster), FH-Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski
(Fachhochschule Münster), Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles
(Universität Münster) und Präsident Prof. Dr. Wilfried
Reininghaus (Landesarchiv NRW).

Überlegungen zur Bildung eines Notfallverbundes gab es in
Münster schon vor einigen Jahren. Der Einsturz des Archivs der
Stadt Köln gab dann den Anstoß, die Vorbereitungen für die
Kooperation voranzutreiben. Die Vereinbarung enthält nicht nur
Regelungen für die gegenseitige Unterstützung in Havarie- und
Katastrophenfällen. Die Beteiligten verpflichten sich auch, für
alle von ihren Einrichtungen genutzten Räume nach einem
einheitlichen Muster Notfallpläne zu erstellen. Dafür gilt es
Strukturen und Abläufe zu erarbeiten und zu erproben, um im
Unglücks- oder Katastrophenfall den Schaden für das Kulturgut
möglichst gering zu halten.

Notfallvorsorge ist eine Daueraufgabe. Deshalb werden die
Archive und Bibliotheken ihre Notfallpläne künftig regelmäßig
überprüfen und aktualisieren. Das schließt bauliche
Vorkehrungen etwa für den Schutz vor Feuer und Wasser und ein
geeignetes Magazinklima ein. Die gegenseitige Unterstützung im
Notfall wird auch regelmäßig geübt.

Denn Aktionismus aus Betroffenheit anstelle von planmäßigem
Vorgehen führt im Schadensfall mit großer Wahrscheinlichkeit zu
Fehlentscheidungen mit hohen Folgekosten. Daher erfolgte
bereits im Juni im Technischen Zentrum des Landesarchivs in
Coerde eine erste gemeinsame Notfallübung zur Bergung von
durchnässtem Archiv- und Bibliotheksgut.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 24 10:20:57 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 24 Sep 2010 10:20:57 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Auf den Zweiten Blick: Architektur der Nachkriegszeit
in NRW, Dortmund, 25.09.-09.11.2010
Message-ID: 4C9C7B89.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "TU Dortmund Medieninfo"
Datum: 23.09.2010, 13:53


AUSSTELLUNG

Auf den Zweiten Blick
Eine Ausstellung zur Architektur der Nachkriegszeit in NRW im
Dortmunder U zur Ruhr 2010

Die Architektur der Nachkriegszeit prägt die Städte in
Nordrhein-Westfalen, doch die in die Jahre gekommenen Bauten
werden kaum mehr geschätzt. Häufig ist der Erhaltungszustand
schlecht, viele Bauwerke sind zudem durch Umbauten so entstellt,
dass selbst ein geübtes Auge Mühe hat, Qualitäten ausfindig zu
machen. Die Architektur der 1950er, 60er und 70er Jahre ist
vielen Menschen erklärungsbedürftig geworden.

Die Ausstellung "Auf den zweiten Blick. Architektur der
Nachkriegszeit in Nordrhein-Westfalen" erzählt vom 25.
September bis zum 9. November anhand von Fotos, Plänen und
anderen historischen Dokumenten die Architekturgeschichte von
20 Bauwerken der Nachkriegszeit. Jeder Bau wird unter einem
spezifischen Blickwinkel beleuchtet, woraus sich ein neuer,
eben ein "zweiter Blick" eröffnet. Kuratiert wird die
Ausstellung auf der Hochschuletage des Dortmunder U vom
Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur und dem "A:AI
Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW" der TU
Dortmund.

So wird nachvollziehbar wie etwa eine innovative
Konstruktionsweise den Entwurf prägte oder soziale Ansprüche in
Beton gegossen wurden. Ein Bauwerk hat eine besondere Bedeutung
in der Biographie des Architekten, und ein anderes steht heute
als Ergebnis einer jahrelangen öffentlichen Debatte um seine
Nutzung vor uns. 20 kleine "Architekturgeschichten" eröffnen so
einen neuen Blick auf eine allgemein unterschätzte
Architekturepoche.

Die Zusammenschau der verschiedenen "Geschichten" eröffnet
zugleich die Bandbreite möglicher Lesarten von Architektur.
Unter den portraitierten Bauwerken finden sich Kirchen,
öffentliche Bauten, Bürohäuser und Wohnbauten in
unterschiedlichem Maßstab und von unterschiedlichem
Bekanntheitsgrad. Einige kaum bekannte Projekte aus den
Beständen des A:AI Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst
NRW an der TU Dortmund werden erstmals präsentiert.

Leihgaben aus Architektursammlungen in Frankfurt, Köln und
München verdeutlichen die überregionale Bedeutung und
künstlerische Qualität ausgewählter Bauten. Dokumente aus
privaten Sammlungen und kommunalen Archiven verorten die
Bauwerke in einem Kontext, der über den üblichen Rahmen des
Faches hinaus reicht.

Für die Visualisierung des alltäglichen Blicks auf die
ausgewählten Bauten konnte der Berliner Fotograf Georg Knoll
gewonnen werden. Er hat alle Bauwerke in ihrem heutigen Zustand
dokumentiert. Entstanden ist ein Kaleidoskop ungeschönter wie
faszinierender Alltagsrealität.

Das Projekt ist aus einer Lehrveranstaltung hervorgegangen und
hat sich zu einem zweijährigen Forschungsvorhaben erwachsen, in
das zahlreiche Wissenschaftler eingebunden waren. In
Zusammenarbeit mit Studierenden und Experten wurden die Bauten
seit dem WS 2008/09 vor Ort begutachtet und archivalisch
erforscht. Im Unterschied zur Architektur anderer Epochen
konnte noch eine Reihe von Zeitzeugen interviewt werden.

Die Ausstellungsarchitektur wurde von Studierenden in
Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Grundlagen und Theorie der
Baukonstruktion, Prof. Paul Kahlfeldt, unter Betreuung von
Charlotte Hopf entworfen und realisiert. Das Projekt ist damit
Ausdruck der Vernetzung von Forschung, Lehre und Entwurf an der
TU Dortmund.


INFO

Veranstalter:

A:AI Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW
Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur, Fakultät
Architektur und Bauingenieurwesen, TU Dortmund

Kontakt:
Technische Universität Dortmund
Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur
Prof. Dr. Wolfgang Sonne
E-Mail: gta.bauwesen at tu-dortmund.de
Tel: +49. (0)231.755.4198
URL: www.bauwesen.tu-dortmund.de/gta/

Katalog zur Ausstellung

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, in dem die 20
Einzelstudien der Ausstellung in einen breiteren Kontext
eingeordnet werden. Die Essays, u.a. von Wolfgang Pehnt, Hanno
Rauterberg und Burkhard Spinnen, verorten die Bauten
architekturhistorisch, zeigen die latente Zwiespältigkeit in
der Bewertung der Nachkriegsmoderne auf und diskutieren
Strategien im Umgang mit den überlieferten Bauten.

Sonja Hnilica, Markus Jager, Wolfgang Sonne (Hg.): Auf den
zweiten Blick. Architektur der Nachkriegszeit in
Nordrhein-Westfalen. Transcript Verlag, Bielefeld, 2010, 280
Seiten, Hardcover, zahlr. farbige Abbildungen. 29,80 ? ISBN
978-3-8376-1482-4

Das Projekt wurde freundlich gefördert durch:

Kulturstiftung LWL Landschaftsverband Westfalen-Lippe,
Kulturstiftung Dortmund, Sparkasse Dortmund, Rektorat der TU
Dortmund, Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen der TU
Dortmund, Gesellschaft der Freunde der TU Dortmund, Assmann
Beraten + Planen GmbH.

Ausstellung vom 25. September bis 9. November 2010

Ort und Öffnungszeiten:
Dortmunder U
Hochschuletage
Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund

dienstags-sonntags 11-18 Uhr
(von 25.9. bis 7.10. eingeschränkte Öffnungszeiten
donnerstags-sonntags 14-18 Uhr)





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 24 10:27:36 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 24 Sep 2010 10:27:36 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Expressionistischer Autor Gustav Sack wiederentdeckt,
Oelde, bis 09.01.2011
Message-ID: 4C9C7D18.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 23.09.2010, 14:49


AUSSTELLUNG

Expressionistischer Autor Gustav Sack wiederentdeckt
Buch und Ausstellung zu LWL-Forschungsprojekt

"Gustav Sack (1885-1916) zählt zu den großen, zu Unrecht
vergessenen Autoren der frühen Moderne. Forschung und
Literaturwelt taten sich schwer mit einer Deutung des
Schriftstellers. Die üblichen Stereotype, mit denen
Literaturgeschichten operieren, versagen in seinem Fall. Den
einen war er zu modern, den anderen zu konservativ", so
umschreibt Prof. Walter Gödden, Geschäftsführer der
Literaturkommission für Westfalen beim Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL), den aus Schermbeck im
rheinisch-westfälischen Grenzgebiet stammenden Dichter.

Gemeinsam mit Steffen Stadthaus hat Gödden dem Autor ein
einjähriges Forschungsprojekt gewidmet. Die Ergebnisse
präsentieren sie in einer Ausstellung im Museum für
Westfälische Literatur in Oelde-Stromberg (Kreis Warendorf) und
einem 250-seitigen Begleitkatalog, an dem weitere
Literaturwissenschaftler und Autoren mitwirkten.

Die neuen Forschungsbeiträge zu Leben, Werk und Wirkung Sacks
stellen den Autor als kompromisslosen, unorthodoxen
Schriftsteller vor, der sich dem Zeitgeist radikal verweigerte.
Er gleicht einem tragischen Helden, dessen rastloses Leben von
immer neuen Schicksalsschlägen geprägt war. Sacks Bemühungen,
im literarischen Leben Fuß zu fassen, scheiterten ebenso
kläglich wie seine Versuche, sich dem Kriegsdienst durch die
Flucht in die Schweiz zu entziehen. Die finanzielle Misere
zwang ihn schließlich, als Soldat am Ersten Weltkrieg
teilzunehmen.

Er starb, nur 31-jährig, 1916 in Rumänien - zu einem Zeitpunkt,
als sich sein literarischer Durchbruch ankündigte. Den großen
Erfolg seines Romans "Ein verbummelter Student" erlebte der
Autor nicht mehr. Später fand sein Werk, das im renommierten
Fischer-Verlag erschien, prominente Fürsprecher wie Richard
Dehmel, Erich Maria Remarque, Thomas Mann, Theodor W. Adorno
oder auch Marcel Reich-Ranicki.

Sacks Nachlass befindet sich im Deutschen Literaturarchiv
Marbach, was allein schon den literarischen Rang dieses Autors
verbürgt. Zahlreiche Handschriften, Briefe, aber auch
Zeichnungen, Fotos und Dokumente sind noch bis zum 9. Januar
2011 im Museum für Westfälische Literatur zu sehen. Gezeigt
wird außerdem ein Filmfeature über den Autor, das an der
Universität Paderborn erarbeitet wurde.

Ausstellung und Begleitkatalog erschließen die Aktualität eines
Autors, dessen rebellische Attitüde viele Gemeinsamkeiten mit
heutigen Avantgarde- und Underground-Poeten aufweist. Das
Projekt zum 125. Geburtstag des Autors wurde unter anderem vom
Landschaftsverband Rheinland und der Kulturstiftung Schermbeck
unterstützt.


INFO

Walter Gödden, Steffen Stadthaus:
Gustav Sack - Ein verbummelter Student.
Enfant terrible und Mythos der Moderne.
Mit Beiträgen von Thomas Krüger, Arnold Maxwill,
Enno Stahl und Ulrich von Loyen.

Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Museum für
Westfälische Literatur Kulturgut Haus Nottbeck.

Bielefeld: Aisthesis 2010. 248 Seiten. 24,90 Euro.
ISBN 978-3-89528-816-6.


Kulturgut Haus Nottbeck
Museum für Westfälische Literatur
Stromberg
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde
Tel.: 02529 / 94 55 90
Fax: 02529 / 94 55 91
URL: www.kulturgut-nottbeck.de
E-Mail: info(at)kulturgut-nottbeck.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 27 10:19:04 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 27 Sep 2010 10:19:04 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Forum "Billerbecker Stadtgeschichte(n)"
Message-ID: 4CA06F98.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Institut für Vergleichende Städtegeschichte" uni-muenster.de>
Datum: 24.09.2010, 14:34


AKTUELL

Forum "Billerbecker Stadtgeschichte(n)"

Am Institut für vergleichende Städtegeschichte (IStG) wird
innerhalb der nächsten drei Jahre unter der Leitung von Prof.
Dr. Werner Freitag eine neue Stadtgeschichte Billerbecks
erstellt. Möglich gemacht wird dies durch die großzügige
Unterstützung von Wolfgang Suwelack.

Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist der Austausch mit
den Billerbecker Bürgern. Deswegen werden die Autoren des
Bandes in regelmäßigen Abständen im Forum "Billerbecker
Stadtgeschichte(n)" ihre Erkenntnisse der Öffentlichkeit
vorstellen.

Die Einrichtung des Forums dient nicht allein der Präsentation
der Forschungsergebnisse vor Ort. Ebenso eröffnet diese
Veranstaltung den Billerbecker Bürgern die Möglichkeit,
Anregungen, Hinweise und Ergänzungen zu formulieren.

Einzeltermine
30.09.2010, 19.30 Uhr, GEÄNDERT: Sitzungssaal des
Rathauses Billerbeck (Markt 8)!!!
28.10.2010, 19.30 Uhr, Kulturzentrum
"Alte Landwirtschaftsschule" Billerbeck (Darfelder Str. 10-12)
25.11.2010, 19.30 Uhr, Kulturzentrum
"Alte Landwirtschaftsschule" Billerbeck (Darfelder Str. 10-12)

Billerbecker Katholizismus des 17. und 18. Jahrhunderts
Die Pfarrstelle Billerbeck war wegen der überdurchschnittlichen
Größe des Sprengels begehrt. Daneben gab es noch etliche andere
Stellen für Kleriker. Von Personalmangel war keine Rede. Das
Kirchenleben stand zwischen den Einflussnahmen des örtlichen
Adels, des Rates des Wigbolds, der Grundherren der Bauern und
der Diözesanleitung. Jedermann war eingebunden und doch war die
örtliche Kirche auch Spiegel gesellschaftlicher Hierarchien.
Die Unterschiede zum 20.Jahrhundert betreffen sowohl das
Erscheinungsbild der zwei Kirchen wie auch das geistige Leben.

Datum: 30.09.2010
Referent: Dr. Peter Ilisch
Ort: Sitzungssaal der Stadtverwaltung (Rathaus, Markt 8)
Beginn: 19:30 Uhr


Armenversorgung in Billerbeck. Das Beispiel des Haus
Hamerenschen Armenhauses (16.-19. Jahrhundert)

Im 16. und 17. Jahrhundert entstanden in zahlreichen Gemeinden
des Münsterlandes Armenhäuser, die von Adeligen gestiftet
wurden. In Billerbeck stiftete der ehemalige münsterische
Bischof Bernhard von Raesfeld (1508-1574), der aus dem Haus
Hameren stammte, 1571 ein Armenhaus für zwölf Personen. Wie die
Menschen im Armenhaus lebten und was sich dort im Lauf der Zeit
veränderte, soll in diesem Vortrag näher beleuchtet werden.

Referentin: Kirsten Bernhardt, M.A.
Datum: 28.10.2010
Ort: Kulturzentrum "Alte Landwirtschaftsschule" Billerbeck
Beginn: 19:30 Uhr

Forschungsergebnisse aus dem Oberseminar "Nachholende Moderne
und Katholisches Milieu" zu Stationen städtischer und
politischer Entwicklung Billerbecks im 20. Jahrhundert

An diesem Abend berichten zwei Studierende der Universität
Münster über die Ergebnisse ihrer Abschlussarbeiten, die sie im
Rahmen des im Sommersemester stattgefundenen Seminars
"Nachholende Moderne und Katholisches Milieu: Kleinstädte im
westlichen Münsterland 1870-1970" erforscht haben. Caroline
Brzoska stellt dar, unter welchen Umständen Billerbeck 1908
einen Bahnanschluss erhielt. André Schnepper beschreibt in
seinem Vortrag die Stationen der nationalsozialistischen
Machtergreifung in Billerbeck 1933.

Referenten: Caroline Brzoska, André Schnepper
Datum: 25.11.2010
Ort: Kulturzentrum "Alte Landwirtschaftsschule" Billerbeck
Beginn: 19:30 Uhr


INFO

Kontakt:
Ria Hänisch M.A.
Institut für vergleichende Städtegeschichte
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: 0251 - 83 - 27530
Fax: 0251 - 83 - 27535
E-Mail: istg at uni-muenster.de
URL: http://www.staedtegeschichte.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 27 10:50:01 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 27 Sep 2010 10:50:01 +0200
Subject: [WestG] [KONF] "Die Biographie in der Stadt- und
Regionalgeschichte", Iserlohn, 04./05.11.2010
Message-ID: 4CA076D9.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Susanne Heil"
Datum: 24.09.2010, 12:04


KOLLOQUIUM

Am 4. und 5. November 2010 findet in Iserlohn ein Kolloquium
des Stadtarchivs Iserlohn in Kooperation mit dem LWL-Archivamt
für Westfalen zum Thema "Die Biographie in der Stadt- und
Regionalgeschichte" statt. Nähere Informationen finden Sie im
Infoblock unter
http://www.lwl.org/LWL/Kultur/Archivamt/index2_html.

Das Kolloquium richtet sich gleichermaßen an Archivarinnen und
Archivare (in deren Eigenschaft als Bewahrer und 'Sammler'
biographisch nutzbaren Schriftguts) und an Historikerinnen und
Historiker.

Der Schwerpunkt der Tagung liegt auf dem 19./20. Jahrhundert.
Zunächst stehen methodische und quellenkundliche Fragen im
Mittelpunkt. Welchen Stellenwert hat die biographische Methode?
Welchen Quellenwert haben "Ego-Dokumente", wie lassen sie sich
definieren und kategorisieren und wie ist mit Ihnen
quellenkundlich umzugehen? Für Archivarinnen und Archivaren und
mittelbar für die Forschung knüpft sich daran zudem die Frage,
welches besondere Augenmerk diese Quellengruppe bei der
Überlieferungsbildung im Archiv verdient.

In der zweiten Sitzung werden in lokal- und
regionalgeschichtlich fokussierten Fallstudien unterschiedliche
Quellen(arten) in den Blick genommen und in biographische
Kontexte gerückt.

Ziel der Tagung ist auch, den - unbedingt ausbauwürdigen -
Diskurs an der Schnittstelle von archivarischem Tun und der
geschichtswissenschaftlichen Forschung zu befördern.
Historikerinnen und Historiker brauchen für ihre Arbeit
aussagekräftige Quellen, Archivarinnen und Archivare sind
Bewahrer dieser Quellen und müssen sich im Kerngeschäft der
Überlieferungsbildung auch als Filter betätigen. Grund genug
zur Diskussion und zur methodischen Sensibilisierung beider
Seiten!


Programm:

Donnerstag
13.30 Uhr
Begrüßungskaffee

14.00 Uhr
Begrüßung: Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens
Einführung: Götz Bettge (Iserlohn)
Dr. Marcus Stumpf (Münster)

Methodische und quellenkundliche Aspekte
1. Arbeitssitzung, moderiert von Prof. Dr. Bernd
Walter (Münster)

14.30 Uhr
Dr. Thomas Etzemüller (Oldenburg):
Grundlegende methodische Probleme der Biographie
am Beispiel einer intellektuellen Doppelbiographie

15.15 Uhr
Prof. Dr. Volker Depkat (Regensburg):
Ego-Dokumente als quellenkundliches Problem

16.00 Uhr
Kaffeepause

16.30 Uhr
Dr. Marcus Weidner (Münster):
Die Region in der Welt. Biographische Nachschlagewerke
im Zeitalter des Internet

17.15 Uhr
Dr. Axel Schollmeier (Münster):
Das Porträt im historischen Museum: Recherche
- Identifi kation - Präsentation

Nach Veranstaltungsschluss besteht die Möglichkeit
zum Abendessen in naheliegenden Restaurants,
entsprechende Hinweise finden Sie in der Anlage.

20.00 Uhr
Öffentlicher Abendvortrag
Prof. Dr. Wilfried Reininghaus (Düsseldorf):
Iserlohns Oberbürgermeister Johann Caspar Lecke
(1694-1785). Autobiograph und Chronist seiner
Stadt


Freitag
Ansätze zur Auswertung biographischer Quellen
in der Stadt- und Regionalgeschichte

2. Arbeitssitzung, moderiert von Dr. Ralf Blank
(Hagen)

9.00 Uhr
Dr. Dietmar Simon (Lüdenscheid):
Splitterfunde und Lebensbilder. Stadt- und regionalgeschichtliche
Zugänge zur Biographieforschung

9.45 Uhr
Dr. Annette Hennigs (Münster):
Ansätze zu einer kollektiven Biographie? Beamte in
Westfalen und die Entnazifizierung

10.30 Uhr
Kaffeepause

11.00 Uhr
Dr. Walter Wehner (Iserlohn):
Operative Lyrik als biographische Quelle in Tageszeitungen
der NS-Zeit

11.45 Uhr
Götz Bettge:
Pioniere, Trendhopper und Kommerzienräte - Iserlohner
Unternehmer im 19. Jahrhundert. Eine biographische
Spurensuche

12.30 Uhr
Schlussdiskussion

Nach Abschluss der Tagung besteht die Möglichkeit
einer Führung durch das Villenviertel Stennerstraße
und Tyrol


INFO

LWL-Archivamt für Westfalen
Jahnstr. 26
48147 Münster
Tel: +49 (0) 251 591 - 5779
Fax: +49 (0) 251 591 - 269
E-Mail: susanne.heil at lwl.org
URL: http://www.lwl-archivamt.de
Öffnungszeiten Lesesaal:
Montag - Freitag 8.30 - 18.00 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 27 11:06:56 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 27 Sep 2010 11:06:56 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Eine Tankstelle faehrt ins Museum:
Das LWL-Freilichtmuseum Detmold bereitet Ganzteiltranslozierung vor
Message-ID: 4CA07AD0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 27.09.2010, 10:32


AKTUELL

Eine Tankstelle fährt ins Museum
Das LWL-Freilichtmuseum Detmold bereitet Ganzteiltranslozierung
vor

Es ist definitiv nichts für schwache Nerven: Wenn in den
kommenden Wochen die Tankstelle in Siegen-Niederschelden in
wenigen großen Teilen auf einen Tieflader gestellt wird und
ihren bisherigen Standort an der Siegtalstraße verlässt, so ist
das sicherlich nicht nur für die Siegener ein Spektakel mit
Seltenheitswert. Auch für die Baufachleute des
LWL-Freilichtmuseums Detmold, dem neuen Standort der ehemals
unter Denkmalschutz stehenden Tankstelle, ist das ein
besonderes und nervenaufreibendes Ereignis.

"Zwei zentrale Fragen stellen sich mir dabei: schaffen wir die
Zerlegung ohne dass einzelne Teile zerbrechen und bekommen wir
die Tankstelle noch vor dem Winter ins Museum", sagt Claudia
Diekmann, Architektin im Museum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL). Am kommenden Dienstag (29.09.) wird das
in sieben Teile zerlegte Dach abgehoben und vor Ort
zwischengelagert.

Die Tankstelle aus dem Jahr 1951 wird im sogenannten
Siegerländer Weiler des LWL-Freilichtmuseums Detmold eine neue
Heimat finden. "Der moderne Bau mit Flugdach ist ein markantes
Zeugnis der zunehmenden Motorisierung des Straßenverkehrs nach
dem Zweiten Weltkrieg", freut sich LWL-Museumsleiter Dr. Jan
Carstensen. "Sie steht in besonderer Weise für die Veränderung
der Dörfer durch die zunehmende Mobilisierung der Bevölkerung
in Westfalen."

Der Siegerländer Weiler, in dem bislang als erster Bau die
Kapellenschule zu sehen ist, soll in den kommenden Jahren
weiter ausgebaut werden und das dörfliche Leben um 1960
widerspiegeln. Dafür ist die Tankstelle ein wichtiger Schritt.
Ein Bungalow aus den 1960er-Jahren soll noch dazu kommen. "Den
haben wir bisher noch nicht im Bestand, da suchen wir derzeit
noch nach einem geeigneten Objekt mit der entsprechenden
Bewohnergeschichte", erklärt Dr. Carstensen.

Doch damit die Tankstelle mit einer Länge von knapp 19 Metern,
einer Breite von gut 7 Metern und einer Höhe von fast 4,5
Metern auch wohlbehalten im Museum ankommen kann, muss die
Bauabteilung mit den Gebäuderestauratoren und dem Statikbüro in
den kommenden Wochen höchst konzentriert vorgehen. Zunächst
haben die Restauratoren ein Gerüst für die Zerlegung des Daches
aufgebaut. Dann wurde das Flugdach in sieben Teile zerlegt und
für den Abtransport vorbereitet.

Ab Dienstag kommender Woche folgt der erste spektakuläre
Schritt: die sieben Betondachteile werden abgehoben und vor Ort
zwischengelagert. "Das ist ein heikler Punkt", erklärt
LWL-Architektin Claudia Diekmann. "Dann sehen wir erst, wie
standfest die Tankstelle tatsächlich ist." Eine kleine
Schrecksekunde hatte es bereits bei den vorbereitenden
Maßnahmen gegeben: Als der erste Schnitt am Dach vorgenommen
wurde, hat sich das Dach mit einem Knall entlastet und ist
einige Zentimeter abgesackt. Doch danach lief alles wieder nach
Plan.

Der weitere Ablaufplan sieht vor, dass im nächsten Schritt nach
der Dachentfernung die Stützen und Fundamente freigegraben
werden. Im Anschluss sollen die Fenster- und Wandteile der
Werkstatt geborgen werden, ehe die Stützen durchtrennt und die
Fundamente des Gebäudekomplexes unterfangen werden. Zum Schluss
folgt die wohl aufsehenerregendste Maßnahme: Die riesigen Teile
werden auf einen Tieflader verladen und abtransportiert.

"Damit rechne ich jedoch nicht vor November", erklärt Diekmann.
Das wird auch für die Museumsmitarbeiter ein Ereignis, das sie
nicht alle Tage miterleben. Schließlich ist die letzte
sogenannte Ganzteiltranslozierung schon sieben Jahre her: 2003
wurde das Wohnhaus Remberg aus dem Sauerland auf diese Art und
Weise ins LWL-Freilichtmuseum Detmold transportiert.


INFO

LWL-Freilichtmuseum Detmold
Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus
32760 Detmold
Tel.: 05231/706-0
Fax: 05231/706-106
E-Mail: freilichtmuseum-detmold at lwl.org
URL: www.lwl-freilichtmuseum-detmold.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 28 08:51:19 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 28 Sep 2010 08:51:19 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Kriegspropaganda auf Plakaten, Muenster, 30.09.2010
Message-ID: 4CA1AC87.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 27.09.2010, 11:44


AKTUELL

Kriegspropaganda auf Plakaten
Kuratorenführung im LWL-Landesmuseum

Einen Einblick in die Plakatsammlung des LWL-Landesmuseums für
Kunst und Kulturgeschichte bietet die Führungsreihe
"Feierabend" am Donnerstag, 30. September, um 19 Uhr: Der
Kurator für Plakate und Design, Dr. Jürgen Krause, zeigt
Originalplakate aus der Sammlung, die im Zuge der
Kriegspropaganda vor dem Ersten Weltkrieg entstanden sind.

Die Teilnahme an der Führung ist im Eintritt inbegriffen.


INFO

Weitere Informationen finden Interessierte unter
URL: http://www.lwl-landesmuseum-muenster.de

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
48143 Münster
Tel. +49 251 5907-01
Fax +49 251 5907-210
E-Mail: landesmuseum(at)lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 28 08:59:04 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 28 Sep 2010 08:59:04 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2010/37
Message-ID: 4CA1AE58.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 27.09.2010, 17:29


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2010-37 für den Zeitraum vom 18.09.2010 bis

zum 24.09.2010 mit insgesamt 22 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2010-37&fach=wes






Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib




Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 28 09:16:17 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 28 Sep 2010 09:16:17 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Tagungsbericht abrufbar: "Politisches Kartieren
- Kartengebrauch in Mittelalter und Neuzeit"
Message-ID: 4CA1B261.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Institut für Vergleichende Städtegeschichte" uni-muenster.de>
Datum: 27.09.2010, 16:16


AKTUELL

Der Tagungsbericht zur III. Interdisziplinären Sommerakademie
"Politisches Kartieren - Kartengebrauch in Mittelalter und
Neuzeit" (30. August - 2. September 2010) des Historisches
Seminars der Universität Münster und des Instituts für
vergleichende Städtegeschichte ist über die Homepage des IStG
abrufbar: www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte


INFO

Kontakt:
Dr. Angelika Lampen
Institut für vergleichende Städtegeschichte
Königsstr. 46, 48143 Münster
Tel.: 0251/83-27512
Fax: 0251/83-27535
E-Mail: istg at uni-muenster.de
URL: http://www.staedtegeschichte.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 28 09:26:31 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 28 Sep 2010 09:26:31 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Typisch westfaelisch!?, Detmold, 30.09.2010
Message-ID: 4CA1B4C7.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Ruth Lakenbrink"
Datum: 27.09.2010, 15:33


AKTUELL

Typisch westfälisch!?
Vortrag von Redakteur Gisbert Strotdrees im LWL-Freilichtmuseum
Detmold

Der Titel des Themenjahres im LWL-Freilichtmuseum Detmold
"Planet Westfalen" ist inspiriert von der Ursprungsbedeutung
des Wortes "Planet?, was soviel bedeutet wie "der Wandernde".
Daher spielen in dieser Saison im Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) westfälische
Geschichten aus aller Welt eine Rolle. Das heißt, es geht um
Menschen und Kulturtechniken, die Westfalen verlassen haben
oder die in Westfalen "zugereist" sind.

Begleitend dazu widmet sich an mehreren Donnerstagen während
der Saison jeweils um 19 Uhr im Terrassensaal des Krummen
Hauses eine Vortragsreihe diesem speziellen Thema. So auch am
Donnerstag, 30. September: Der Historiker, Redakteur und
Buchautor Gisbert Strotdrees aus Münster blickt in seinem
Vortrag zum Thema "Typisch westfälisch?! Über Wasserschlösser,
Zinkkannen und Liedgut" in die Geschichte der Ein- und
Zuwanderung.

Zinngeschirr im Eichenschrank, Wasserschlösser, Kirchenglocken
und das Lied "Kein schöner Land in dieser Zeit?": Was verbindet
sie alle miteinander? Sie gelten als Inbegriff von "Heimat",
werden gerne auch als "typisch westfälisch" bezeichnet. So
lebte der Verfasser von "Kein schöner Land" lange im märkischen
Sauerland, wo er auch begraben liegt.

Sein Name klingt allerdings nicht nach Westfalen: Anton Wilhelm
von Zuccalmaglio. Und die Wasserschlösser? Sie wurden von
Tiroler Bauhandwerkern errichtet. Das gediegene "Bauernzinn"
fertigten italienische Einwanderer, die dörflichen
Kirchenglocken gossen lothringische Wanderhandwerker - und so
weiter. Typisch westfälisch?

Das Klischee vom angeblich bodenständigen, erdverbundenen
Westfalen hat viele Kapitel hiesiger Migrationsgeschichte
vergessen lassen - und in "westfälische Traditionen" umgemünzt.
Gisbert Strotdrees (50) beleuchtet soziale, wirtschaftliche und
kulturelle Folgen der Ein- und Zuwanderung - ein wenig
bekanntes Kapitel aus der Geschichte Westfalens, das so manche
Überraschung parat hält. Mit aussagekräftigen Fotos wird er
Beispiele für solche Kulturimporte zeigen und erläutern.

Interessierte sind herzlich willkommen, die Teilnahme am
Vortrag im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
ist kostenfrei. Weitere Informationen gibt es unter Tel.
05231/706-104.


INFO

LWL-Freilichtmuseum Detmold
Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus
32760 Detmold

Tel.: 05231/706-0
Fax: 05231/706-106
E-Mail: freilichtmuseum-detmold at lwl.org
URL: www.lwl-freilichtmuseum-detmold.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 29 10:56:14 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 29 Sep 2010 10:56:14 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Kupferstiche der Brueder Loeffler, Oelinghausen,
26.09.-31.10.2010
Message-ID: 4CA31B4E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Freiherr v. Fuerstenberg-Zentralverwaltung (Michael Jolk)" at schloss-herdringen.de>
Datum: 29.09.2010, 08:31


AUSSTELLUNG

Ausstellung im Klostergartenmuseum Oelinghausen
Zwei Meister ihres Faches, die Kupferstecher Johann Heinrich
Löffler d.J. und Johann Eckhard Löffler d.Ä.

Sie wurden Anfang des 17. Jh. im hessischen Treysa geboren.
Ihre familiären Wurzeln reichen bis in das östliche Sauerland
und Menden. Beide erlernten das Kupferstecherhandwerk und
arbeiteten in Köln. Johann Eckhard ist dort bis etwa 1680
nachweisbar. Sein jüngerer Bruder Johann Heinrich war
verheiratet mit Anna Maria Badenhewers. Aus der Ehe gingen
zwischen 1644 und 1663 zehn Kinder hervor.

Als ihr umfangreichstes Werk können die beiden Bände "Flores
Seraphici" bezeichnet werden, die in den Jahren 1640 und 1642
entstanden. Sie enthalten insges. 723 legendenartige
Biographien von Kapuzinermönchen, die zwischen etwa 1525 und
1612 gelebt haben.

Die Biographien wurden von dem Kapuziner Charles d?Arenberg,
ein Sohn des Prinzen von Arenberg und Saint-Empire, Charles de
Ligne, verfasst. Grundlage seiner Arbeit waren die "Annales
Ordinis Minorum Capucinorum" von Boverius (Lyon, 1632). In dem
uns vorliegenden, großformatigen Holzdeckeleinband mit
geprägtem Schweinslederüberzug, wurden beide Bände
zusammengefasst. Zwei Schließen halten den 9,5 cm starken
Buchblock zusammen.

Hervorzuheben sind die über 180 ganzseitigen Kupferstiche auf
denen u.a. die beschriebenen Wunder auch bildlich dargestellt
werden. Zahlreiche Initialen und Vignetten zu Beginn und am
Ende eines jeden Kapitels zieren diese Bände. Die
Illustrationen wurden von Johannes Schot (auch Schott) aus dem
hessischen Friedberg entworfen.

Der Freundeskreis Oelinghausen hat in Zusammenarbeit mit der
Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek und deren Leiter,
Herrn Dr. Schmalor, einen Großteil ihrer Werke,
zusammengetragen, darunter Original- Kupferstichplatten aus dem
17. Jahrhundert mit den dazugehörigen Papierabzügen.

Die wertvollen Stiche werden vom 26.9.-31.10.2010 mit
ausführlichen Erläuterungen im Klostergartenmuseum zu sehen
sein. Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen, 13:30-17:00 Uhr.
Gruppenführungen nach Absprache.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Ausstellungskatalog (105
Seiten, Fachbeiträge und Werkverzeichnis) erschienen. Dieser
kann im Shop auf www.freundeskreis-oelinghausen.de für 9,80 EUR
zzgl. 2,00 EUR Versand erworben werden.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Ausstellung Kupferstiche der Brüder Löffler
Datum: 26.9.-31.10.2010, Öffnungszeiten an Sonn- und
Feiertagen, 13:30-17:00
Uhr. Gruppenführungen nach Absprache.
Freundeskreis Oelinghausen e. V.
Oelinghausen
59757 Arnsberg
E-Mail: jolk at schloss-herdringen.de
URL: www.freundeskreis-oelinghausen.de

Kontakt:
Michael Jolk
Zentralverwaltung des Freiherrn v. Fürstenberg
Zum Herdringer Schloss 7
59757 Arnsberg
Tel.: 02932-48329
E-Mail: jolk at schloss-herdringen.de
URL: www.freundeskreis-oelinghausen.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 29 11:06:43 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 29 Sep 2010 11:06:43 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Geschichten zwischen Kaue und Kueche: Mit Exponaten
ins Seniorenheim
Message-ID: 4CA31DC3.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 27.09.2010, 11:01


AKTUELL

Geschichten zwischen Kaue und Küche
LWL-Industriemuseum geht neue Wege:
Mit Exponaten ins Seniorenheim

Vom Henkelmann bis zum Bergmannshemd - viele Gegenstände aus
der Vergangenheit wecken bei älteren Menschen lebhafte
Erinnerungen. Daran knüpft ein neues Programm an, das der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) speziell für Bewohner
von Seniorenheimen entwickelt hat.

Das Besondere: Das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
empfängt nicht nur Gruppen, sondern geht auch selbst in die
Einrichtungen. Mit Senioren aus dem Wittener Haus Buschey ist
das Angebot "Geschichten zwischen Kaue und Küche" jetzt
erfolgreich in die Praxis gestartet. "Das Schönste ist, wenn
die Menschen uns begeistert Geschichten aus ihrer Jugend
erzählen", schildert Museumspädagoge Börje Nolte die ersten
Erfahrungen.

Das Angebot im Einzelnen

Das neue Angebot besteht aus zwei Teilen, die auch einzeln
buchbar sind. Zuerst kommen geschulte Museumspädagogen in die
Senioreneinrichtungen und nehmen die Zuhörer mit auf eine Reise
in die Bergbauvergangenheit des Ruhrtals. Dieser Teil des
Programms ist besonders für Teilnehmer mit stark
eingeschränkter Mobilität geeignet. Fühlen, riechen, Erlebtes
erzählen - die mitgebrachten Objekte vom Kohlestück bis zur
Grubenlampe sprechen alle Sinne der Teilnehmer an und
aktivieren so Erinnerungen.

Zum einstündigen Besuch gehört außerdem ein anschließender
Vortrag. Ein Höhepunkt ist immer, wenn gemeinsam das
Bergmannslied gesungen wird. "So viel Stimmung war lange nicht
mehr in der Bude, hat uns letztens eine ältere Dame mit
leuchtenden Augen gesagt", freuen sich Börje Nolte und seine
Kollegin Hildegard Priebel, die gemeinsam mit dem
LWL-Industriemuseum das Angebot entwickelt haben.

Im zweiten Teil des Programms kommen die Teilnehmer in das
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall und erleben
Bergbaugeschichte vom Beginn des Tiefbaus bis zu den
Kleinzechen der Nachkriegszeit. Je nach Aufnahmefähigkeit und
Mobilität der Besucher sind wechselnde thematische Schwerpunkte
möglich. Das Angebot ist grundsätzlich barrierefrei und für
maximal 20 Teilnehmer inkl. Betreuern ausgelegt. Größeren
Gruppen bietet das Industriemuseum eine geteilte Führung mit
zwei Museumspädagogen an.

Besucher, die anschließend bei einer Tasse Kaffee und Kuchen
den Nachmittag im Museum ausklingen lassen wollen, können im
Café "Auf Nachtigall" einkehren. Anmeldung unter Telefon: 0173
5460476.

Geschichten zwischen Kaue und Küche
Senioren erleben die Zeche Nachtigall

I. Besuch der Zeche Nachtigall in der Einrichtung
Dauer: ca. 1 Stunde, Kosten: 60 ?, Beamer und Leinwand
müssen gestellt werden

II. Barrierefreie Führung im LWL-Industriemuseum
Dauer: ca. 1 Stunde, Kosten: 40 ? pro Museumspädagoge,
plus Eintritt ins Museum (Erwachsene 2,40 Euro, ab einer
Behinderung von 80 Prozent gilt ein ermäßigter Eintritt
von 1,60 Euro, Betreuer haben freien Eintritt),
Teilnehmerzahl: 20 Besucher inkl. Betreuern

Anmeldung LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Telefon: 02302 93664-0.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten
Tel.: 02302 93664-0
E-Mail: zeche-nachtigall at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 29 11:30:55 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 29 Sep 2010 11:30:55 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Fuehrung zu 200 Jahren Wohnen und Arbeiten rund um
die Zeche Hannover, Bochum, 02.10.2010
Message-ID: 4CA3236F.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 29.09.2010, 09:13


AKTUELL

Zwischen Schornsteinen und Fördertürmen
Führung zu 200 Jahren Wohnen und Arbeiten rund um die Zeche
Hannover

Heute erinnern nur noch die ehemaligen Zechensiedlungen daran,
wie die Bergarbeiter im Ruhrgebiet einst lebten. Doch wie sah
der Alltag in den industriellen Gemeinden um 1900 aus? Um
dieser Frage nachzugehen, lädt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am Samstag, 2. Oktober, um 15 Uhr zu
einer besonderen Führung in sein Industriemuseum Zeche Hannover
nach Bochum ein.

Zur Zeit des Bergbaus im Revier kam das Wohnen in der Nähe des
Arbeitsplatzes sowohl dem Bergmann als auch dem Bergwerk zu
Gute. Einerseits ermöglichte es dem Bergmann nach der Arbeit zu
Fuß nach Hause zu gehen, andererseits verlor das Unternehmen
seine Belegschaft auch nach Feierabend nicht aus den Augen.

Der historische Rundgang der Zeche Hannover beginnt mit der
Kleinkolonie "Am Rübenkamp". Der Weg führt weiter über die
"Eickeler Kolonie" mit ihrer symmetrischen Reihung entlang der
Straße zur Siedlung "Dahlhauser Heide", die Alfred Krupp in den
Jahren 1907-1915 als Arbeiterdorf mit westfälischen
Bauernhäusern errichten ließ.

Den Abschluss der Zeitreise durch die Geschichte der
Bergarbeitersiedlungen bildet ein Abstecher zu den
"Montagehäusern System Schneider", die 1948 errichtet wurden,
um die drängende Wohnungsnot in der Nachkriegszeit zu lindern.


INFO

Geschichtstour: Wohnen auf der Seilscheibe
Sa, 2.10.2010, 15 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: 2,50 EUR pro Person

LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel.: 0234 6100-874
URL: http://www.lwl-industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 29 11:35:46 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 29 Sep 2010 11:35:46 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Familien-Erlebnistage im
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg, Waltrop,
19.-24.10.2010
Message-ID: 4CA32492.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 28.09.2010, 10:06


AKTUELL

Als Matrose anheuern, Schiffe basteln, Geschichte entdecken
Familien-Erlebnistage im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk
Henrichenburg

Spielen, Basteln, als Matrose anheuern und dabei Geschichten
vom Leben und der Arbeit am Kanal entdecken - das können Eltern
mit ihren Kindern bei den "Familien-Erlebnistagen am Hebewerk",
die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in der zweiten
Herbstferienwoche anbietet.

Von Dienstag, 19. Oktober, bis Sonntag, 24. Oktober, wartet auf
Eltern und Kinder von sechs bis zwölf Jahren ein
abwechslungsreiches Programm. Alle Angebote sind als
eigenständige Veranstaltungen konzipiert und können einzeln
besucht werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Folgendes Programm wird angeboten:

Dienstag, 19.10., 14 bis 17 Uhr
Dienstagsmaler
Ein unterhaltsames Ratespiel für Eltern und Kinder. Die Teilnehmer
erkunden im Anschluss in einer Rallye das Hebewerk und seine
Geschichte.

Mittwoch, 20.10., 11.30 bis 14.30 Uhr
Schleusenparktag
Gemeinsam erkunden Kinder und Eltern unter pädagogischer
Anleitung den Schleusenpark. Sie haben die einmalige
Gelegenheit, neben dem Turm der Neuen Schachtschleuse auch die
Räume der alten Schachtschleuse zu besichtigen. Der Blick
hinter die Kulissen macht dieses Angebot zu einem besonderen
Erlebnis.

Donnerstag, 21.10., 14 bis 17 Uhr
Käpt'n Henri und das Rätsel von Henrichenburg
Die Kinder werden Zeuge der spannenden Geschichte von Käpt'n
Henri, malen ihm ein Bild und verbringen zusammen einen
Spiele-Nachmittag am Oberwasser.

Freitag, 22.10., 14 bis 17 Uhr
Kinder- und Jugendfilm (Informationen auf Anfrage).

Samstag, 23.10., 14 bis 17 Uhr
Leichtmatrose
Für einen Tag werden Eltern und Kinder angeheuert, um Käpt'n
Henri bei seiner täglichen Arbeit beizustehen. Nach dem Basteln
einer eigenen Schiffermütze lernen die Teilnehmer, wie man eine
Leine richtig wirft, einen Seemannsknoten anfertigt und das
Deck schrubbt.

Sonntag, 24.10., 14 bis 17 Uhr
Kinder- und Jugendfilm (Informationen auf Anfrage).

An allen Erlebnistagen haben die Kinder die Möglichkeit,
Holzschiffe zu basteln, die sie mit nach Hause nehmen können.
Außerdem gibt es für alle Teilnehmer zusätzlich zu den
Programmen Kurzführungen durchs Museum. Zum Ausklang der
Veranstaltungen werden Saft, Kaffee, Waffeln und Kuchen
angeboten. Programmänderungen, z.B. aufgrund der
Wetterverhältnisse, bleiben vorbehalten.

Kosten: Es muss nur der Museumseintritt entrichtet werden
Erwachsene: 3,50 Euro, Kinder: 2 Euro, Familienkarte: 8 Euro.

Museumsleiter Herbert Niewerth und sein Team freuen sich auf viele
Ferienkinder.


INFO

LWL-Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Tel.: 02363 9707 - 0
E-Mail: schiffshebewerk at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 29 11:38:46 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 29 Sep 2010 11:38:46 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Fuehrung: "Hercules - Vom Olymp ins Ruhrtal",
Hattingen, 03.10.2010
Message-ID: 4CA32546.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 29.09.2010, 09:09


AKTUELL

"Hercules - Vom Olymp ins Ruhrtal"
Führung durch die LWL-Sonderausstellung

Ist er der stärkste Mann der Welt oder ist er nur ein
schillernder Werbeheld? Herkules hat einen weiten Weg hinter
sich, vom antiken Olymp bis ins heutige Ruhrtal. Am kommenden
Sonntag, 3. Oktober, gibt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) allen Herkules-Freunden die Gelegenheit,
den Superman der Antike ganz persönlich kennen zu lernen. Ab
14.30 Uhr lädt das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall zu
einer Sonderführung durch die Wittener Ausstellung ein.

In der griechischen Mythologie waren die Geschichten um den
Sohn einer Sterblichen und des Göttervaters Zeus sehr beliebt.
Mit der Antikenbegeisterung des 19. Jahrhunderts hält Herkules
Einzug in die Salons und Wohnzimmer der westlichen Welt. In
Sport, Film und sogar in der Warenwelt lebt der Mythos von der
Kraft und dem Mut des Helden bis heute weiter.

Die Sonderausstellung "Hercules -Vom Olymp ins Ruhrtal"
vollzieht die Herkulesgeschichte von ihren Ursprüngen bis zur
Trivialisierung als Verkaufsschlager nach. Am Ende steht die
Frage nach den persönlichen Helden der Gegenwart. Denn brauchen
wir nicht auch manchmal Herkuleskräfte?

Die Sonntagsführung ist im normalen Eintritt ins Museum
enthalten (Erwachsene: 2,40 Euro, Kinder: 1,50 Euro
Familienkarte: 5,80 Euro).

"Hercules - vom Olymp ins Ruhrtal" ist noch bis 14. November in
Witten zu sehen. Die Abteilung begleitet die
Kulturhauptstatt-Ausstellung "Helden. Von der Sehnsucht nach
dem Besonderen" im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Tel.: 02324 9247-140
E-Mail: henrichshuette at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 30 10:37:31 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 30 Sep 2010 10:37:31 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Helden locken zum Dialog mit Migranten
ins LWL-Industriemuseum Henrichshuette Hattingen
Message-ID: 4CA4686B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 29.09.2010, 15:16


AKTUELL

Helden locken zum Dialog mit Migranten ins LWL-Industriemuseum
Staatssekretärin Zülfiye Kaykin zu Gast in der Henrichshütte
Hattingen

Atatürk und Padre Pio - die Hattinger Helden-Ausstellung
integriert auch Vorbilder, die in den letzten Jahrzehnten mit
den Einwanderern aus ganz Europa ins Ruhrgebiet kamen. Ein
multikulturelles Thema wie die Heldenverehrung bietet gute
Chancen, die Institution Museum für Menschen mit
Migrationshintergrund stärker zu öffnen.

Davon überzeugte sich am Dienstag, (28.9.) Zülfiye Kaykin,
Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Integration und
Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, die derzeit auf
"Integrationstour" durch das Land reist. Anlass ihres Stopps im
LWL-Industriemuseum war der Besuch von Mitgliedern des
Moscheevereins aus Witten-Herbede und eines
Volkshochschul-Kurses des Integrationsrats Hattingen.

Es war bereits der zweite "Migrationsworkshop", den der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Hattinger
Industriemuseum veranstaltete. "Wir sind mit unserer Initiative
auf eine große Bereitschaft zum Dialog gestoßen, vor allem bei
den türkisch-islamischen Vereinen und Gemeinden im Ruhrgebiet",
erklärt Anja Hoffmann, Referentin für Bildung und Vermittlung
beim LWL-Industriemuseum.

Bei den Treffen mit Multiplikatoren von Vereinen und
Integrationsstellen steht nach einer speziellen Führung durch
die Helden-Ausstellung eine Diskussionsrunde auf dem Programm.
Dabei werden die Erwartungen und Bedürfnisse der Bürger mit
Zuwanderungserfahrung und die Bildungsangebote des Museums
diskutiert.

Das LWL-Industriemuseum will den Dialog weiter ausbauen. Bis
Ausstellungsende am 31. Oktober werden in Hattingen noch der
Ausländerausschuss der IG Metall Gevelsberg und das Projekt
"Glückskäfer" der Stadt Bochum erwartet, in dem Kinder aus
Migrantenfamilien und Senioren ihre Freizeit gemeinsam
gestalten.

"Der Jugend kommt beim Thema Integration eine große Bedeutung
zu", betonte die Staatssekretärin bei ihrem Besuch und lobte in
dieser Hinsicht das Projekt "Helden-Werkstatt". In der Kinder-
und Jugendausstellung zur Kulturhauptstadt-Schau stellen fast
2.000 Schüler ihre Helden-Interpretationen vor.

Gerade diese Arbeiten zeigen, dass die Jugendlichen unabhängig
von ihrer eigenen Herkunft oder der ihrer Familien durchaus die
gleichen Werte im Hinblick auf Helden und Heldentaten teilen:
Engagement, Zivilcourage und Hilfsbereitschaft.

Am Ende des Besuchs staunten sowohl die Teilnehmer des
Workshops als auch die Staatssekretärin, als Museumspädagogin
Annette Kritzler eine im Revier besonders verehrte Frau als
"Heldin mit Migrationshintergrund" vorstellte: Die Heilige
Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, stammt aus der Türkei.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Tel.: 02324 9247-140
E-Mail: henrichshuette at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 30 10:49:34 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 30 Sep 2010 10:49:34 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Kleider machen Leute": Handwerksvorfuehrungen rund
ums Mittelalter, Herne, 03.10.2010
Message-ID: 4CA46B3E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 30.09.2010, 08:56


AKTUELL

"Kleider machen Leute"
Handwerksvorführungen rund ums Mittelalter

Am nächsten Familiensonntag (3.10.) ab 14 Uhr führen Näherinnen
und Falkner, Knochenschnitzer und Braumeister mittelalterliche
Handwerkskunst im LWL-Museum für Archäologie in Herne vor.
Gewandmeisterinnen zeigen den Weg vom Schaf zum Schal oder zur
Adelstracht, Köche lüften die Geheimnisse des mittelalterlichen
Kräutergartens und Braumeister verführen zu einem feinen
Likörchen aus dem Klostergarten.

Schwertkampfshows und Vorführungen des höfischen Tanzes, der
Kunst der Kalligraphie oder der Schmuckherstellung sind
ebenfalls im Programm. Höhepunkt dieses opulenten Sonntages ist
eine Modenshow mit handgeschneiderten Gewändern aus zehn
Jahrhunderten. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des
LWL-Museums für Archäologie und dem Verein "Elffeast" e.V.

Die Teilnahme an diesem Familiensonntag ist im
Sonderausstellungseintritt enthalten (6 Euro für Erwachsene,
4 Euro für Kinder und Jugendliche).


INFO

LWL-Museum für Archäologie
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel.: 02323 94628-24 und -0
Fax: 02323 94628-33
E-Mail: lwl-archaeologiemuseum at lwl.org
URL: www.lwl-landesmuseum-herne.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 30 11:03:17 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 30 Sep 2010 11:03:17 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Alchemie zum Anfassen: Herbstferienprogramm
im LWL-Landesmuseum, Muenster, 12.-14.10.2010
Message-ID: 4CA46E75.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 29.09.2010, 09:01


AKTUELL

Alchemie zum Anfassen
Herbstferienprogramm im LWL-Landesmuseum mit Schamanen-Lager
und Filmprojekt

Nach dem Erfolg der Sommerakademie bietet das LWL-Landesmuseum
für Kunst und Kulturgeschichte in Münster auch in den
Herbstferien vom 12. bis zum 14. Oktober wieder Dreitageskurse
für Kinder und Jugendliche an. Thema ist diesmal die
Sonderausstellung "Neue Alchemie. Kunst der Gegenwart nach
Beuys".

Gleich zwei Künstler der Sonderausstellung setzen sich intensiv
mit Naturmythen auseinander: Michael Stumpf und Matthew Ronay.
Sechs- bis Zehnjährige können dementsprechend vormittags von 10
bis 13 Uhr die Räume der Museumspädagogik in ein
"Schamanen-Lager" verwandeln. Ein Schamane nimmt eine
Mittlerrolle zwischen den Welten ein und setzt besondere
Fähigkeiten zum Wohl der Gemeinschaft ein. In dem Workshop
überlegen die Teilnehmer, welche Dinge er ihrer Meinung nach
für verschiedene Riten brauchen könnte und gestalten sie. So
können sie ihr Gesicht mit Masken oder Naturschminke verändern.
Sie formen Ritualstäbe und Windspiele oder schaffen mit
Wandzeichnungen eine besondere Atmosphäre. Inspirationen finden
sie in der Ausstellung.

Nachmittags ab 14 Uhr heißt es dann drei Tage lang für drei
Stunden "Alles im Fluss". Das Angebot für 11- bis 15-Jährige
bezieht sich ebenfalls auf einen der "Neue Alchemie"-Künstler:
Björn Braun. Er fügt beispielsweise entnommene Teile eines
idyllischen Schwarz-Weiß-Fotos an anderer Stelle so geschickt
ein, dass er die Aussage des Bildes beeinflusst. Wichtig: Bei
seinen Arbeiten kommt nichts weg, denn er folgt streng den
Prinzipien der Transformation, also der Veränderung der Gestalt,
Form oder Struktur. Auch in dem Workshop greifen die
Jugendlichen nur auf Material zurück, das sie in einem
Ausgangsobjekt vorfinden. Sie halten diese Veränderungen mit
der Kamera fest und erzählen so mit dem Medium Film regelrechte
Verwandlungsgeschichten.


INFO

Aufgrund der begrenzten Plätze empfiehlt sich eine frühzeitige
Anmeldung.

Beide Workshops kosten 18 Euro zzgl. einmalig Eintritt.
Information und Anmeldung ab sofort unter Telefon: 0251 5907-201.

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: +49 251 5907-01
Fax: +49 251 5907-210
E-Mail: landesmuseum(at)lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 30 11:20:06 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 30 Sep 2010 11:20:06 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Alles Helden" und "Mysterious Zone" im Doppelpack,
Dortmund, 03.10.2010
Message-ID: 4CA47266.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 29.09.2010, 13:49


AKTUELL

"Alles Helden" und "Mysterious Zone" im Doppelpack
Ausstellungsführung im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

Einen Blick zurück und einen aktuellen Blick ins Ruhrgebiet
können Besucher des LWL-Industriemuseum Zeche Zollern bei einer
Kombiführung werfen, zu der der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 3. Oktober, um 14 Uhr
einlädt. Dr. Thomas Parent, stellvertretender Museumsdirektor,
stellt die beiden aktuellen Ausstellungen "Alles Helden?
Denkmäler im Ruhrgebiet im Spiegel der Ansichtskarte" und
"Mysterious Zone. Der andere Blick auf das Ruhrgebiet" vor.
Beide zeigt das Museum in der Reihe "Galerie Industriearbeit"
im historischen Werkstattgebäude der Zeche.

Unter dem Titel "Mysterious Zone" dokumentieren Farbaufnahmen
des Dortmunder Fotografen Frank Schultze einen sehr
persönlichen, künstlerisch ambitionierten Blick auf das
Ruhrgebiet: Das allzu Bekannte wird verfremdet, hinterfragt und
durch ungewohnte Licht- und Farbspiele neu akzentuiert. Unter
dem Motto "Alles Helden?" knüpft eine weitere
Studio-Ausstellung an das "Helden"-Thema an, dem das
LWL-Industriemuseum im Kulturhauptstadtjahr eine
Großausstellung in der Hattinger Henrichshütte widmet. Auf
Zollern sind 200 historische Ansichtskarten mit Denkmälern aus
dem Ruhrgebiet zu sehen.

Außer dem normalen Museumseintritt (Erw. 3,50 Euro) sind keine
weiteren Gebühren zu entrichten.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Tel.: 0231 6961 - 111
E-Mail: zeche-zollern at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 30 11:33:43 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 30 Sep 2010 11:33:43 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Schnaps und Speckpfannkuchen fuer die
Erntehelfer: Erntedank fing schon auf dem Feld in den Pausen
waehrend der harten Arbeit an
Message-ID: 4CA47597.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 29.09.2010, 15:00


AKTUELL

Schnaps und Speckpfannkuchen für die Erntehelfer:
Erntedank fing schon auf dem Feld in den Pausen während der
harten Arbeit an

Am kommenden Sonntag (03.10) feiert die katholische Kirche das
Erntedank-Fest. In vielen Vereinen im ländlichen Raum gibt es
im Herbst auch weltliche Erntedank-Feste. Vor 100 Jahren fing
das Fest mitunter schon bei der Arbeit an, zumindest war die
Schnapsflasche zu dieser Zeit ein gern gesehener Gast bei der
Feldarbeit. "Vor allem in der Erntezeit hatten Knechte und
Tagelöhner das Recht, bei der Arbeit Alkohol zu trinken", sagt
Christiane Cantauw von der Volkskundlichen Kommission für
Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). "Heu-
und Getreideernte verlangten eine gute körperliche Ausdauer und
ohne ausreichende Mahlzeiten wären diese Tätigkeiten kaum zu
bewältigen gewesen." Und der Schnaps? Dass auch er dazugehörte,
liege wohl an dem hohen Kaloriengehalt des Alkohols, vermutet
die Volkskundlerin.

Zum "zweiten Frühstück" seien meist sehr nahrhafte Speisen
ausgeteilt worden, zum Beispiel Kartoffel- oder
Speckpfannkuchen, mit Schinken belegte Brote und
Buchweizengrütze. Als Getränke habe es eine mehr oder weniger
große Ration Schnaps, Kaffee oder verdünnte Buttermilch
gegeben. Aus Schöppingen (Kreis Borken) sei der Konsum von Bier
überliefert, das in sogenannten "Bullenköppen" (sechs Liter
fassendes Gefäß) transportiert wurde. "Mancherorts handelten
die Helfer vor Beginn der Erntearbeiten sogar die Menge des
Alkohols aus", so Cantauw.

Eine der kräftezehrendsten Arbeiten im landwirtschaftlichem
Jahr war die Heu- und Getreideernte. "Feldarbeiter, die mähten
oder mit der Sense hantierten, mussten sehr geschickt sein",
sagt die Volkskundlerin. "Meist begannen die Arbeiten auf dem
Feld im Sommer früh. So war etwa der günstigste Zeitpunkt für
den Grasschnitt, bevor der Morgentau getrocknet war, weil das
noch feuchte Gras sich besser schneiden ließ." Auch das
Getreide sei oft in den Morgenstunden gemäht worden, manchmal
sogar noch in der Nacht um zwei oder drei Uhr.

Der ländliche Arbeitstag sei stark von der Jahreszeit abhängig
gewesen. "Zum einen variierte die tägliche Arbeitszeit, denn
sie richtete sich zwangsläufig nach dem Tageslicht und zum
anderen waren die Aufgaben in den einzelnen Jahreszeiten sehr
unterschiedlich." Eine besonders arbeitsintensive Zeit war der
Sommer mit den zahlreichen Erntearbeiten gewesen, ehe im Herbst
die Vorräte für den Winter vorbereitet wurden. Geerntetes
Getreide und Früchte musste man richtig lagern und konservieren,
damit sie möglichst lange haltbar waren.

Ein Großteil der Bevölkerung in Westfalen lebte um die
Jahrhundertwende noch auf dem Land und war von den
landwirtschaftlichen Erträgen unmittelbar abhängig. "Viele
Arbeitsgänge sind heute nahezu unbekannt und wir haben kaum
noch eine Vorstellung davon, welchen Arbeitsbelastungen die
Menschen bis weit ins 20. Jahrhundert ausgesetzt waren", sagt
Cantauw.

Hintergrund:
Die Volkskundliche Kommission für Westfalen beim
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat mehr als 6.500
Alltagsberichte aus dem frühen 20. Jahrhundert digitalisiert.
Die Informationen und Erinnerungen, darunter noch viele aus dem
19. Jahrhundert, stammen aus einer Befragung zwischen den
1950er und 80er Jahren. Die Volkskundler befragten rund 100
Westfalen zu verschiedenen Bereichen der Alltagskultur, wie
Arbeit, Frömmigkeit, Kleidung oder Ernährung. Derzeit arbeiten
die Volkskundler daran, die Manuskripte im Internet zugänglich
zu machen.

Die Digitalisierung der Alltagsberichte, die Forscher am
Seminar für Volkskunde/ Europäische Ethnologie der Universität
Münster durchführen, wird durch die Förderung der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) ermöglicht. Diese war bereits
Geldgeber für die Bearbeitung des Westfälischen Lied- und
Tonarchivs, das im Internet aufrufbar ist. Cantauw: "Zusammen
mit dem Bildarchiv der Volkskundlichen Kommission für Westfalen
stellen die Bestände einen Teil unseres kulturellen Erbes in
Westfalen dar und haben für die Erforschung und Dokumentation
der historischen Alltagskultur einen unschätzbaren Wert, der
ohne eine ausreichende Aufbereitung und Archivierung in Zukunft
verloren ginge."