E-Mailing-Liste > Monatsarchiv 2006 - 03


 
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From muhl at uni-muenster.de Wed Mar 1 08:05:03 2006
From: muhl at uni-muenster.de (Hans Muehl)
Date: Wed, 01 Mar 2006 08:05:03 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB
Muenster 2006/05
Message-ID: 4405479F.2020400@uni-muenster.de>

Von: "Hans Mühl"
Datum: 01.03.2006, 08:00

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an dieser
Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils aktuelle
Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. Sie informiert über
neue Titel zu Westfalen, die die ULB gekauft oder als gesetzliche
Pflichtexemplare aus den westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg,
Detmold und Münster erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2006-05 für den Zeitraum vom 11.02.2006 bis
zum 17.02.2006 mit insgesamt 47 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:

http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes

Unter dieser Internetadresse finden Sie am Ende der aktuellen Liste
einen Hinweis auf frühere, aber noch verfügbare Listen, die ebenfalls
eingesehen werden können.

Die Titel können online über den Katalog der ULB (OPAC) bestellt werden:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?maskID=001&
tagNO=&functionID=1&Language=De&SignalPort=3048&ServerLogin=wopaculb&
ServerDatabase=maindb&Z3950=off&Z3950User=gast&
BaseUrl=..%2Fcgi-bin%2Fopac.pl&NichtNeu=J


Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" der ULB Münster finden Sie unter:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Weitere Literatur über Westfalen finden Sie in der umfangreichsten
deutschen Regionalbibliographie, der Nordrhein-Westfälischen
Bibliographie (NWBib):

Allgemeine Information zur NWBib:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

Suche in der NWBib:

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib


Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westfälischen Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074

E-Mail: muhl at uni-muenster.de
Website Nordrhein-Westfälische Bibliographie:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 2 12:31:08 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 02 Mar 2006 12:31:08 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_ArcheoInf=3A_Bochum_und_Dortmund?=
=?iso-8859-1?q?_planen_=FCbergreifendes_Informationssystem?=
Message-ID: s406e5b8.086@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Josef König"
Datum: 22.02.2006, 13:13


AKTUELL

Ein gewichtiger Partner im Boot
Mehr Durchblick und Vernetzung mit "ArcheoInf"
Bochum und Dortmund planen übergreifendes Informationssystem

Einen gewichtigen Partner auf dem Weg, ein Leistungszentrum für
Feldarchäologie aufzubauen, begrüßen die Universitäten Bochum und
Dortmund sowie die FH Bochum: Das Deutsche Archäologische Institut,
Berlin, ist dem Netzwerk "ArcheoInf" beigetreten. Ziel ist, sich mit
einem gemeinsamen Antrag im Wettbewerb "Leistungszentren für
Forschungsinformation" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
durchzusetzen. "Mit dieser Partnerschaft verstärken wir unser
fachübergreifendes Team enorm", sagt Prof. Dr. Johannes Bergemann vom
Institut für Archäologische Wissenschaften der RUB, der das Projekt
federführend koordiniert. "Wir sind zuversichtlich, eines der
Leistungszentren ins Ruhrgebiet zu holen."

"Open Access" auch in den Geisteswissenschaften

Im Projekt "ArcheoInf" soll ein semantisches Netz ("semantic Web")
entstehen, das für alle Archäologen zugänglich ist. Erstmals würde
damit die so genannte Open-Access-Initiative der Naturwissenschaften
auch auf die Geisteswissenschaften übertragen werden: "ArcheoInf" soll
aktuelle Forschungsergebnisse mit existierendem Wissen verknüpfen, zum
Beispiel mit Daten aus anderen Projekten oder aus
Sekundärpublikationen, die mit einem laufenden Feldforschungsprojekt
inhaltlich zusammenhängen.

Aktuelle Projekte und Daten

"Das Ergebnis wird ein Werkzeug sein, ein integriertes
Informationsangebot, das archäologische Feldprojekte von ihrer
Konzeption über die Durchführung und wissenschaftliche Auswertung bis
zur Veröffentlichung begleiten kann", sagt Prof. Bergemann. Das
Deutsche Archäologische Institut ist die größte außeruniversitäre
Forschungseinrichtung der Geisteswissenschaften in Deutschland und
bringt als Partner eine Reihe aktueller archäologischer Projekte in die
Kooperation ein, z.B. das Grabungsprojekt in der hellenistischen
Metropole Pergamon in der Türkei, die Erforschung der antiken Großstadt
Baalbek im Bekaa-Tal im Libanon, genau wie die der saudi-arabischen
Karawanenstadt Tayma. Die Forschungen an den Palästen der römischen
Kaiser auf dem Palatin in Rom sollen genauso integriert werden wie die
an keltischen Fürstensitzen in Süddeutschland, der Schweiz, Frankreich
und Tschechien - die Daten dieser laufenden Forschungsarbeiten können
so unmittelbar in die Entwicklung von "ArcheoInf" einfließen.

Insellösungen überwinden

Frühzeitig haben Archäologen ihre Feldforschungen digital verwaltet.
Das Problem sind heute die nicht kompatiblen Informationssysteme, die
zum Beispiel die projektübergreifende Daten- und Ergebnisrecherche und
die langfristige Bereitstellung der Daten erschweren. Hier setzt das
Bochum-Dortmunder Projekt an: Exemplarisch wollen die Partner die
Software-Insellösungen überwinden, um die nachhaltige Publikation
solcher Feldforschungsdaten für die Wissenschaft und die interessierte
Öffentlichkeit zu ermöglichen. Ein Mediatorenkonzept und die
Entwicklung einer fachspezifischen Systematik und Ordnung gewährleisten
dabei die Autonomie der beteiligten Feldforschungsprojekte und ihrer
Datensammlungen. Zugleich sollen die grundlegenden archäologischen
Kategorien des Fundkontextes und des Raumes über eine graphische
Benutzungsoberfläche (GIS) dargestellt werden. Das Konzept vernetzt
somit zugleich Geographie, Ökologie, Geomorphologie, Klima, Flora und
Fauna historischer Räume mit den archäologischen Daten.

Der Wettbewerb

Bereits im Oktober 2005 konnte sich "ArcheoInf" erfolgreich beim ersten
Durchgang des Wettbewerbs "Leistungszentren für Forschungsinformation"
der DFG (Bibliotheksreferat) durchsetzen. Vier aus über 20
eingereichten Projektvorschlägen unterstützt die DFG in der ersten
Runde. Bis Ende Februar 2006 haben die Wettbewerber Zeit, ein
überzeugendes Konzept zu erarbeiten. Die DFG wird daraus maximal zwei
"Hauptprojekte" auswählen und für fünf Jahre fördern. Das
Bochum-Dortmunder ArcheoInf-Konsortuim hat soeben seinen Antrag
eingereicht.

Die Projektpartner

Die Projektpartner in Bochum und Dortmund sind: das Institut für
Archäologische Wissenschaften der RUB (Prof. Dr. Johannes Bergemann),
der Lehrstuhl für Softwaretechnologie der Universität Dortmund (Prof.
Dr. Ernst-Erich Doberkat), der Fachbereich für Vermessungswesen und
Geoinformatik der FH Bochum (Prof. Dr. Alfred Mischke, Prof. Dr.-Ing.
Franz-Josef Lohmar), die Universitätsbibliothek Bochum (Dr. Erdmute
Lapp), die Universitätsbibliothek Dortmund (Marlene Nagelsmeier-Linke)
und das Deutsche Bergbaumuseum Bochum, dass Projekte in Deutschland,
Österreich, Georgien, Jordanien und im Iran betreut. Weitere
archäologische Projektpartner in Berlin, Marburg und Tübingen arbeiten
zudem an unterschiedlichen Projekten in Griechenland, Italien und der
Türkei. Bereits im Dezember 2005 traf sich dieser exklusive
Teilnehmerkreis zu einer Tagung an der RUB, wo sich die Projektpartner
auf die zukünftige Kooperation einigten.


INFO

Prof. Dr. Johannes Bergemann
Institut für Archäologische Wissenschaften der RUB
Fakultät für Geschichtswissenschaft
Tel. 0234/32-23893
E-Mail: johannes.bergemann at rub.de
Internet: www.archeoinf.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 3 11:54:40 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 03 Mar 2006 11:54:40 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Grabungen im Adelshof in Hoexter
abgeschlossen. Wertvolle Funde ausgewertet
Message-ID: s4082ea4.068@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Stadt Münster"
Datum: 20.02.2006, 16:15


AKTUELL

Grabungen im Adelshof abgeschlossen
Wertvolle Funde ausgewertet

Höxter. Anläßlich der Sanierung des Adelshofes in der Westerbachstraße
wurden von Mai bis Oktober 2005 durch die Stadtarchäologie Untersuchungen
auf den Grundstücken Nr. 33, 35 und 37 durchgeführt. Im Vordergrund des
Interesses stand die Baugeschichte des Hauses Nr. 35 mit seinem
steinernen, vor 1512 errichteten Hinterhaus (Steinkammer). Es ist der
älteste Teil des ehemaligen Corveyschen Lehnshofes, der 1582 mit der
Belehnung des Corveyschen Kanzlers Johann Heisterman für drei
Jahrhunderte in Familienbesitz gelangte. Das Alter der Steinkammer konnte
bisher noch nicht geklärt werden. Jedoch kann das Gebäude nach den
bisherigen Erkenntnissen frühestens im 13. Jahrhundert errichtet worden
sein (Die ältesten, in Höxter nachzuweisenden Steinhäuser entstanden in
der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Mittelalterliche Steinhäuser sind
in der Regel als Wohnstätten der städtischen Oberschicht anzusprechen).

Durch die archäologischen Untersuchungen wurden darüber hinaus weitere
wichtige Details der Baugeschichte des steinernen Hinterhauses erschlossen.
So befand sich ursprünglich an seiner östlichen Traufwand eine Abortanlage,
von der sich im Erdreich ein großer, verfüllter Schacht aus Bruchsteinen
erhalten hat. Die Entsorgungsanlage wurde wahrscheinlich bis zu dem
umfassenden Umbau des Gebäudes in der Zeit um 1585 genutzt. Mit dem
Umbau wurde in den ursprünglich mit einer hölzernen Deckenkonstruktion
ausgestatteten Keller ein Tonnengewölbe eingestellt. Der Saal im Erdgeschoss
erhielt eine aufwendige Pflasterung mit Rautenmustern aus Flusskiesen,
die bis zu einem weiteren Umbau des Hauses im Jahre 1784 belaufen wurde.
Außerhalb, nunmehr an der westlichen Traufwand, wurde ein neuer, ca. 8,5 m
tiefer Abortschacht (Innendurchmesser 1,8 m) angelegt.

Die Verfüllung des steinernen Schachtes, die sich aus Fäkal-, Dämm- und
Bauschuttschichten zusammensetzte, wies eine durchgängige Schichtenabfolge
vom späten 16. bis ins späte 18. Jahrhundert auf. Derartige Anlagen wurden
ebenfalls zur Entsorgung von Haushaltsabfällen genutzt. So gelangten
beispielsweise während der etwa 200jährigen Nutzung mehrere Zentner
zerbrochenen Geschirrs aus Glas und Keramik in den Schacht - ein für die
Region bisher einzigartig hohes Fundaufkommen. Die Funde gewähren
vielfältige Einblicke in den Alltag auf einem städtischen Adelshof. Für die
wissenschaftliche Erforschung der Sachkultur im Oberweserraum während
der Renaissance- und Barockzeit handelt es sich hierbei zweifellos um einen
Schlüsselkomplex.

Zu den herausragenden Fundstücken zählen zwei Schmuckstücke aus der
Zeit um 1600 sowie ein vollständig erhaltener Dreibeintopf aus Buntmetall
mit eisernem Henkel. Der goldene Fingerring und die goldene, aus drei Teilen
zusammengesetzte Wirbelrosette, die als Schmuckelement auf ein Gewand
aufgenäht war, sind mit farbigem Email und gefassten grünen Steinen
(wahrscheinlich Glas) verziert. Die Frage, unter welchen Umständen sie
während des Dreißigjährigen Krieges in den Abortschacht gelangten, regt
sicherlich nicht nur die Phantasie des Ausgräber an. Vergleichbar hochwertige
Schmuckstücke treten bei Ausgrabungen im Bereich der Mittelalter- und
Neuzeitarchäologie nur äußerst selten zutage und sind als ein echtes Highlight
zu bezeichnen. Ebenso verhält es sich mit dem aus einer Kupferlegierung
gegossenen Dreibeintopf. Der ca. 10 kg schwere und ca. 6 l fassende Topf
wurde am offenen Herdfeuer als Kochgeschirr genutzt und besaß einen nicht
unerheblichen Materialwert. Auch er wurde in der Zeit des Dreißigjährigen
Krieges in dem Schacht versengt. Die Restaurierungskosten für diesen
außergewöhnlichen Bodenfund hat dankenmswerterweise die Familie von
Ziehlberg übernommen.

Die Aufarbeitung der Ausgrabungsfunde vom Heisterman-von-Ziehlbergschen-
Adelshof wird sich noch über einen längeren Zeitraum erstrecken. Erste
Ergebnisse sollen am Ende dieses Jahres im Rahmen einer Sonderausstellung
in den Räumen der Volksbank Paderborn-Höxter präsentiert werden. Zur Zeit
werden die Keramikfunde aus den ältesten Verfüllungsschichten des Schachtes
bearbeitet. Es handelt sich um Küchen- und Tafelgeschirr aus der Zeit um 1600.
Neben Gefäßen der regionaltypischen bemalten Irdenware (Weser- und
Werraware) sticht besonders das importierte Trink- und Schenkgeschirr aus
Steinzeug hervor. Diese Becher, Krüge und Kannen wurden vornehmlich aus
rheinischen Töpfereizentren in Siegburg und im Raum Aachen / Raeren bezogen.
Bisher selten in Westfalen zu belegen sind Importe sächsischen Steinzeuges aus
Waldenburg (u.a. Humpen des späten 16. Jahrhunderts mit plastischen
Apostelauflagen - Markus, Andreas, Jakobus d. Ä. und Judas Thaddäus). Die
Restaurieung erfolgt teilweise ehrenamtlich durch die Mithilfe von Dieter
Siebeck vom Heimat- und Verkehrsverein.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 3 12:00:49 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 03 Mar 2006 12:00:49 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Zwangsarbeiterinnen der NS-Zeit in Lippstadt,
05.03.-14.04.2006, Lippstadt
Message-ID: s4083012.099@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Stadt Münster"
Datum: 23.02.2006, 16:16


AUSSTELLUNG

Zwangsarbeiterinnen der NS-Zeit in Lippstadt - Eine schwierige Spurensuche
Ausstellungseröffnung am 5. März im Stadtarchiv

Ein weiteres düsteres Kapitel der NS-Zeit in Lippstadt soll jetzt in einer
Ausstellung vom 5. März bis 14. April im Stadtarchiv aufbereitet werden.
Nachdem man sich bereits mit einer speziellen Gruppe von
Zwangsarbeiterinnen, den jüdischen Häftlingen der beiden
Außenkommandos des KZ Buchenwald in Lippstadt, beschäftigt hatte,
geht es jetzt um die große Zahl "ziviler" Zwangsarbeiter in Lippstadt.
Von den ca. 5.000 namentlich Bekannten waren etwa zwei Drittel Frauen.
Die meisten von ihnen kamen aus Osteuropa und wurden vorwiegend in
der Rüstungsindustrie, aber auch in kleineren Betrieben, in der
Landwirtschaft und in Privathaushalten eingesetzt. Das Leben der
verschleppten Arbeitskräfte war vor allem in der Industrie oft sehr hart,
viele starben an den Folgen der schlechten Versorgung.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist das Schicksal der
ausländischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die eine
wesentliche Stütze für das kriegführende Deutsche Reich waren,
schnell in Vergessenheit geraten. Erst durch das Entschädigungsgesetz
aus dem Jahre 2000 hat die Aufarbeitung dieses Themas nach langer
Zeit wesentliche Impulse erfahren.

Der im Mai 2003 gegründete Arbeitskreis Frauengeschichte, an dem
auch das Stadtarchiv und die Gleichstellungsstelle der Stadt Lippstadt
beteiligt sind, hat sich auf Spurensuche begeben und sich mit den
Schicksalen der zivilen Zwangarbeiterinnen der NS-Zeit in Lippstadt befasst.
Die Teilnehmerinnen haben Zeitzeugen befragt und in Akten recherchiert.
Das Ergebnis der Spurensuche will der Arbeitskreis in Form einer Ausstellung
der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Die Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, 5. März, um 11.30 Uhr, im
Stadtarchiv, Soeststraße 8, statt. Die Einführung erfolgt durch
Stadtarchivarin Dr. Claudia Becker. Die Ausstellung ist vom 5. März bis
14. April im Stadtarchiv, montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr und
zusätzlich montags bis donnerstags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist frei. Grundsätzlich ist eine Anmeldung nicht erforderlich.
Gruppenbesichtigungen können ab zehn Personen bei Dr. Becker unter
Tel. 02941/980-262 angemeldet werden. Auch außerhalb der Öffnungszeiten
sind Terminvereinbarungen telefonisch möglich, so das städtische Pressereferat.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 3 12:12:22 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 03 Mar 2006 12:12:22 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAUS=5D_Hoehepunkte_aus_100_Jahren_Preu?=
=?iso-8859-1?q?=DFen_Muenster=2C_bis_zum_25=2E06=2E2006=2C_Stadtmuseum_Mu?=
=?iso-8859-1?q?enster?=
Message-ID: s40832b4.062@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Stadt Münster"
Datum: 22.02.2006, 12:06


AUSSTELLUNG

Adler-Elf und Preußen-Fieber
Höhepunkte aus 100 Jahren Preußen Münster
Ausstellung im Stadtmuseum zum Geburtstag des Traditionsclubs

Über 100 000 Zuschauer drängen sich am 30. Juni 1951 im ausverkauften
Berliner Olympiastadion beim Finale um die Deutsche Fußballmeisterschaft.
Am Ende unterliegt Preußen Münster dem 1. FC Kaiserslautern knapp mit 1:2 -
doch Münster und das Münsterland stehen Kopf. Tausende begeisterter
Fußballfans bereiten tags darauf dem Vizemeister auf dem Prinzipalmarkt
einen tosenden Empfang.

Bis heute markieren die Endspielteilnahme 1951 und der Kampf der Adler-Elf
im Gründungsjahr der Bundesliga 1963/64 die Meilensteine in der
Vereinsgeschichte. Sie stehen auch im Fokus der Ausstellung zum
100. Geburtstag des Traditionsclubs. "Adler-Elf und Preußen-Fieber" - unter
diesem Titel nimmt das Stadtmuseum Höhepunkte aus der langjährigen
Vereinsgeschichte in den Blick. "Wir wollen den Verein zum Jubiläum mit einer
eigenen Ausstellung würdigen", unterstreicht Museumsdirektorin Dr. Barbara
Rommé. "Preußen Münster ist Teil dieser Stadt und Teil der Stadtgeschichte
Münsters".

Anschaulich wird auf der Galerie des Museums eine wechselvolle Chronik
aufgeblättert. Erinnerungsobjekte, Fotografien, Wochenschauen, Zeitungen
und Plakate erzählen von Höhepunkten und Tiefschlägen. Und vom Rückhalt
der Fans.

Elf Freunde müsst ihr sein
Eine aufwändige Inszenierung mit Tor, Zuschauerkulisse und der aktuellen
Mannschaft des Regionalligisten zieht die Blicke auf sich. "Jeder Spieler steht
zugleich stellvertretend für eine Persönlichkeit aus der Vereinsgeschichte",
erläutert Dr. Michael Schäbitz. Fiffi Gerritzen etwa repräsentiert die legendäre
Mannschaft der 1950er Jahre. Der langjährige Torwart Herbert Eiteljörge steht
für das Bundesligateam 1963/64. Hans-Werner Moors, inzwischen zum vierten
Mal Trainer beim SCP, verkörpert die letzten 15 Jahre zwischen Hoffen und Bangen.

Ausschnitte aus Wochenschauen
Zeitungsausschnitte berichten über frühe Glanzzeiten des Vereins. Mit
Stadionheften, Sammelbildern, Journalen und Erinnerungsstücken zeichnen sie
Münsters Weg ins deutsche Fußballfinale 1951 nach. Wer den legendären
"100 000 Mark-Sturm" in Aktion erleben möchte, kann dies in der Ausstellung
tun: Ausschnitte aus Wochenschauen liefern bewegte Bilder.

Zahlreiche Fotos des Pressefotografen Willi Hänscheid spiegeln vis a vis den
Kampf der Adler-Elf wenige Jahre später in der höchsten deutschen Spielklasse.
Filmbeiträge lassen auch hier die Fußballbegeisterung lebendig werden: 40 000
Zuschauer strömten zum Start der Bundesliga am 24. August 1963 ins völlig
überfüllte Preußenstadion und erlebten das 1:1 gegen den Hamburger Sportverein.

Rund um den Erdball
Preußen Münster war ein gefragtes Team für Freundschaftsspiele. Begegnungen
führten rund um den Erdball. 1962 ging es nach Südamerika: Chile, damaliger
Ausrichter der WM, hatte die Westfalen als Vorbereitungsmannschaft ausgewählt.
Fotos und Objekte erinnern an diese Reiselust, darunter ist auch der Fußball mit
den Unterschriften der chilenischen Nationalmannschaft.

"Zurück in die Zukunft" ist ein weiterer Teil der Ausstellung überschrieben. Hier
geht es um die erfolgreiche Jugendarbeit des Vereins. Darfür stehen Spieler wie
Christoph Metzelder oder Markus Happe mit ihrem Weg in die Bundesliga. Thema
ist auch der im Jahr 2000 gescheiterte Stadionneubau: Gezeigt wird ein Modell,
das in über 200 Arbeitsstunden unter den Händen zweier Preußen-Fans entstand.

Münsters Fankurve
"You'll never walk alone" lautet der Ausstellungsteil, an dem sich die Treue und
Verbundenheit der Preußenanhänger mit ihrem Verein ablesen lässt. "Niemals
aufgeben" heißt es auf großformatigen Fotografien. Preußen-Songs aus drei
Jahrzehnten sind an einer Hörstation abrufbar. Präsentiert werden auch die
vielen kleinen und großen Utensilien, an denen sich die Begeisterung der Fans
festmacht - vom Wimpel bis zum Teddy im liebevoll handgestrickten Preußen-Outfit.


INFO

Bis 25. Juni 2006 im Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
dienstags bis freitags 10 bis 18 Uhr
samstags/sonntags 11 bis 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 3 12:17:57 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 03 Mar 2006 12:17:57 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Die Almetalbahn zwischen Paderborn und Brilon,
14.03.2006, Paderborn
Message-ID: s4083403.078@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Barbara Stenger"
Datum: 01.03.2006, 17:46


AKTUELL

"Die Almetalbahn zwischen Paderborn und Brilon"
Dampflok-Romantik und Wirtschaftsfaktor

Vortrag zur Eisenbahngeschichte
Vortrag in Wort und Bild
Referent: Norbert Ellermann

Wann: am 14. März 2006, 19.30 Uhr

Wo: Vortragsraum der VHS Paderborn, Rathausplatz 7

Kosten: Der Eintritt ist frei


Eisenbahngeschichte ist ein wichtiger Bestandteil unserer Wirtschafts- und
Verkehrsgeschichte. Mit der Eisenbahn kam Mitte des 19. Jahrhunderts ein
Transportmittel, das zum Inbegriff für den Durchbruch der Industriellen
Revolution schlechthin wurde. Selbst die zahlreichen Kritiker ließen sich bald
davon überzeugen, dass regionales Wachstum und Wohlstand von der
Einbindung in das Eisenbahnnetz abhängig waren.

Unter diesen Aspekten erfolgte auch zwischen 1898 und 1901 die Trassierung
der etwa 60 Kilometer langen Almetalbahn von Paderborn über Büren nach
Brilon. Diese Strecke zählt zu den landschaftlich schönsten Eisenbahnlinien des
Landes Nordrhein-Westfalen.

Der Historiker Norbert Ellermann gibt in seinem Dia-Vortrag am 14. März, zu dem
der "Verein für Geschichte an der Universität Paderborn" und der Verein
"Eisenbahnfreunde Paderborn e.V." gemeinsam einladen, einen Überblick über
die Geschichte der Almetalbahn von den Anfängen bis heute. Insbesondere
möchte er auch die Idylle und Schönheit der Landschaft vermitteln.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 3 12:23:41 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 03 Mar 2006 12:23:41 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Industriefotos aus dem Waldenburger Bergland,
05.03.-28.05.2006, Dortmund
Message-ID: s408356f.009@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 03.03.2006, 11:17


AUSSTELLUNG

Ausstellung zeigt Industriefotos aus dem Waldenburger Bergland
Aufakt zum "Polenjahr" im Westfälischen Industriemuseum

Mit Fotos aus einer wenig bekannten Industrieregion Polens startet
das Westfälische Industriemuseum am Sonntag, 5.3., einen neuen
Ausstellungszyklus im Rahmen der Reihe "Galerie Industriearbeit"
auf der Zeche Zollern II/IV. Unter dem Titel "Zechen und andere
Industrieanlagen aus dem Waldenburger Bergland" zeigt das Museum
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) 50 Fotografien
aus der ehemaligen Bergbauregion in Niederschlesien, etwa 100
Kilometer westlich von Breslau.

Die Schau aus dem Industrie- und Technikmuseum Walbrzych
(Waldenburg) läuft auf Zollern zunächst im Rahmenprogramm der
aktuellen Sonderausstellung "Aufbau West". Gleichzeitig bildet sie
den Auftakt zu einem "Polenjahr" im Westfälischen Industriemuseum.
Im Herbst wird die polnische Künstlerin Gabriela Nasfeter in der
Maschinenhalle auf Zollern eine große Stoffinstallation realisieren.
Geplant sind außerdem Vorträge und weitere kleinere Ausstellungen
an mehreren Museumsstandorten. "Sie thematisieren verschiedene
Aspekte der deutsch-polnischen Geschichte und setzen Akzente im
Kulturaustausch beider Länder", so Dr. Thomas Parent vom
LWL-Industriemuseum. Seinen Höhepunkt findet der Zyklus mit einer
großen Ausstellung über Polen im Ruhrgebiet, die im Sommer 2007
im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum gezeigt wird.

Die aktuelle Fotoausstellung auf Zollern zeigt die dynamische Entwicklung
der Region Waldenburg im 19. und 20. Jahrhundert. "Die Zusammenschau
ist ein Dokument einer Industriestadt, die so nicht mehr existiert",
erläuterte Jerzy Kosmaty, Kustos am Industrie- und Technikmuseum
Walbrzych, heute (3.3.) bei der Vorstellung der Bilder in Dortmund.

Die Stadt Walbrzych liegt im zentralen Teil der Mittelsudeten in
Niederschlesien. Die reichen Steinkohlenflöze gaben hier im
19. Jahrhundert den Anstoß zur Industrialisierung, die mit dem
Bergbau begann und schnell weitere Zweige nach sich zog. So
zeigen die Fotos neben Zechen auch Kokereien und Kraftwerke
sowie Fabrikbauten der Keramik- und Glasbranche, des
Maschinenbaus und der Textilherstellung - vor allem letztere
entwickelte sich schon früh zu einem bedeutenden Industriezweig
der Region: Die erste mechanische Spinnerei wurde 1818 gegründet;
Kaufmann Alberti nutzt dabei die Energie der benachbarten Zechen.

Nach 1989, infolge des Umbaus des Wirtschaftssystems in Polen,
verlor die Walbrzych-Industrie an Bedeutung. Die unrentablen Zechen
und Betriebe wurden stillgelegt; ein Teil der Produktion auf
"Marktbedarf" eingeschränkt. Wie im Ruhrgebiet wurden alte
Fabrikanlagen abgerissen oder für andere Zwecke umgebaut, z.B.
als Lager, Handels- oder Kulturstätten. Gleichzeitig gibt es
Bestrebungen, das Bergbauerbe wach zu halten. Vor einiger Zeit
haben ehemalige Mitarbeiter der Waldenburger Kohlegruben einen
Förderverein gegründet, um ein Denkmal für das Waldenburger
Bergbauwesen zu errichten. Ausstellungsbesucher können dieses
Projekt mit Spenden unterstützen.


INFO

Zechen und andere Industrieanlagen aus dem Waldenburger Bergland
Gastausstellung des Industrie- und Technikmuseums Walbrzyk/Waldenburg
5.3.-28.5.2006; Eröffnung: So, 5.3., 11 Uhr
Westfälisches Industriemuseum Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5
44833 Dortmund-Bövinghausen
Geöffnet: Dienstag - Sonntag 10-18 Uhr






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Mar 8 10:55:08 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 08 Mar 2006 10:55:08 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Ex-Kreisheimatpfleger Willi Krift wird 85
Message-ID: s40eb82f.073@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Kreis Soest"
Datum: 08.03.2006, 10:04


AKTUELL

Ex-Kreisheimatpfleger Willi Krift wird 85
Umfangreiches ehrenamtliches Engagement in Heimatpflege, Naturschutz und Politik

Der langjährige Kreisheimatpfleger des Kreises Soest, Willi Krift aus Möhnesee, vollendet am Donnerstag, 9. März, sein 85. Lebensjahr. Aus diesem Anlass würdigen Landrat Wilhelm Riebniger und Kreisheimatpfleger Dr. Wolfgang Maron das Engagement des Jubilars: "Willi Krift hat sich um den Kreis Soest verdient gemacht."

Willi Krift, vor nunmehr 85 Jahren in Meiningsen geboren, gehört zu den Menschen im Kreis Soest, die mit großem bürgerschaftlichen Engagement ihre Heimat aktiv mit gestaltet haben. Er begann sein umfangreiches ehrenamtliches Wirken in den 1950er Jahren als Gemeinderatsmitglied in Völlinghausen. Besondere Verdienste erwarb er sich um die Entwicklung des Fremdenverkehrs in Möhnesee. 1971 bis 1981 leitete er den dortigen Verkehrsverein, in dem er noch heute den Ehrenvorsitz bekleidet. 1974 war Krift einer der Gründer des Heimatvereins Möhnesee, gehörte viele Jahre dem Vorstand an und ist seit 1991 Ehrenmitglied.

Auf Kreisebene engagierte sich Krift unter anderem politisch im Finanz- und Sozialausschuss des Soester Kreistages sowie im Landschaftsbeirat des Kreises Soest. Von 1988 bis 1998 war Willi Krift dann Kreisheimatpfleger des Kreises Soest und damit der zweite Amtsträger nach der kommunalen Neugliederung. Er arbeitete im Verwaltungsrat des Westfälischen Heimatbundes mit und gehörte der Fachstelle Niederdeutsche Sprachpflege an.

Für die Pflege der Soester Mundart und den Erhalt des vielfältigen Brauchtums setzt sich Willi Krift seit vielen Jahren en. Zu seinen überaus erfolgreichen Veröffentlichungen gehören "Die Soester Mundart * Sausker Platt, eine Lehr- und Übungshilfe für Anfänger und Fortgeschrittene" (1987) und *So kochten wir damals in Westfalen" (1986). Im Jahr 2002 wurde Krift für seine schriftstellerischen Leistungen ins "Westfälische Autorenlexikon" aufgenommen, das von der Kulturabteilung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe herausgegeben wird.

Neben seinem heimatgeschichtlichen Engagement, zu erwähnen sind hier seine Forschungen zu den Flurnamen der Möhneseedörfer, beschäftigten Krift frühzeitig die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes. So begann er in den1960er Jahren mit der Aufzucht von Uhus und wurde damit zu einem Vorreiter der Wiedereinbürgerung dieser Greifvögel in heimischen Gefilden.

Kreisheimatpfleger Dr. Maron dankt Willi Krift anlässlich seines Geburtstages im Namen der Heimatfreundinnen und Heimatfreunde im Kreis Soest wie auch im Namen des Westfälischen Heimatbundes für die langjährige, vielfältige und erfolgreiche Arbeit. Er verbindet damit die besten Wünsche für den Jubilar: "Gesundheit, Glück und Wohlergehen mögen auch in Zukunft seine Begleiter sein."


INFO

Kreis Soest
Pressestelle
Wilhelm Müschenborn
Telefon 02921/303200

Hoher Weg 1-3
D-59494 Soest
Telefon (+49) 02921-30-0
Telefax (+49) 02921-30-2945
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Internet: http://www.Hellweg-Region.de
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From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 9 08:48:38 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 09 Mar 2006 08:48:38 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2006/06
Message-ID: s40febfa.053@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Hans Mühl"
Datum: 08.03.2006, 09:35


Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an dieser
Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils aktuelle
Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. Sie informiert über
neue Titel zu Westfalen, die die ULB gekauft oder als gesetzliche
Pflichtexemplare aus den westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg,
Detmold und Münster erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2006-06 für den Zeitraum vom 18.2.2006 bis
zum 24.02.2006 mit insgesamt 27 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:

http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes

Unter dieser Internetadresse finden Sie am Ende der aktuellen Liste
einen Hinweis auf frühere, aber noch verfügbare Listen, die ebenfalls
eingesehen werden können.

Die Titel können online über den Katalog der ULB (OPAC) bestellt werden:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?maskID=001&
tagNO=&functionID=1&Language=De&SignalPort=3048&ServerLogin=wopaculb&
ServerDatabase=maindb&Z3950=off&Z3950User=gast&
BaseUrl=..%2Fcgi-bin%2Fopac.pl&NichtNeu=J


Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" der ULB Münster finden Sie unter:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Weitere Literatur über Westfalen finden Sie in der umfangreichsten
deutschen Regionalbibliographie, der Nordrhein-Westfälischen
Bibliographie (NWBib):

Allgemeine Information zur NWBib:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

Suche in der NWBib:

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib


Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westfälischen Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074
E-Mail: muhl at uni-muenster.de








From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 9 08:55:57 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 09 Mar 2006 08:55:57 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Zum Verhaeltnis von Kuratierung,
Museumspaedagogik u. Gestaltung, Bensberg 30.11.-01.12.2005
Message-ID: s40fedc3.023@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle des BfK"
Datum: 06.03.2006, 23:28


TAGUNG

Bericht zur Studienkonferenz
"Das magische Dreieck - Zum Verhältnis von Kuratierung, Museumspädagogik
und Gestaltung"

Thomas-Morus-Akademie Bensberg, 30.11./1.12.2005
Veranstalter: Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler e.V.
und Thomas-Morus-Akademie Bensberg
in Kooperation mit dem Bundesverband Museumspädagogik e.V.

Die Grenzen zwischen Bildung und Unterhaltung sind fließend geworden.
Schlagworte wie Infotainment und erlebnisorientiertes Lernen haben
Eingang auch in die museologischen Diskurse gefunden. Science-Centres
und Erlebnisparks machen den Museen das Ausstellungsmonopol streitig und
zwingen diese im Kampf um das Publikum zu einer Neupositionierung.
Wie ist die personelle Infrastruktur in den Museen auf diese
Anforderungen vorbereitet? Wie kann das Zusammenspiel zwischen
Kuratierung, Museumspädagogik und Gestaltung sinnvoll organisiert
werden? Wie sind die Kompetenzen miteinander zu klären? Wie können sich
die Beteiligten am Ausstellungsprojekt gegenseitig unterstützen? Diese
und weitere Fragen standen im Zentrum der Tagung "Das magische Dreieck -
Zum Verhältnis von Kuratierung, Museumspädagogik und Gestaltung".
Geladen und erschienen waren mehr als hundert Vertreter der drei
angesproche-nen Fachbereiche.

In ihrem Eröffnungsreferat forderte Christiane Bäumler, Autorin des
Buches "Bildung und Museum - Das museale Selbstbild im Wandel" (Münster
2004), eine Neupositionierung der Museen sowohl hinsichtlich ihres
Selbstverständnisses wie in Hinblick auf die Außenwahrnehmung. Der
klassische bildungsbürgerliche und somit immer auch distinktive
Bildungsbegriff, unter dessen Prämisse die Institution Museum seit dem
19. Jahrhundert stehe, schlage zunehmend gegen diese selber zurück. Das
Museum werde als knöchern, verstaubt und schulmeisterhaft
abqualifiziert. Dem stellte Frau Bäumler den additiven
Unterhaltungsbegriff gegenüber, der sich stärker an den gewandelten
Wahrnehmungs- und Unterhaltungsinteressen seiner Besucher orientiere.
Aus der Besucherorientierung ziehe das Museum als eine gesellschaftliche
Institution seine Legitimation. Die museale Vermittlung beruhe
prinzipiell auf zwei Säulen: einer objekt- und einer
gestaltungsbezogenen. Für erstere stehe der Kurator, für letztere der
Ausstellungsgestalter. Ihr beidseitiges Verhältnis müsse in Hinblick auf
die beiden Pole Bildung und Unterhaltung immer wieder neu verhandelt
werden. Für die letzten Jahre konstatierte Frau Bäumler eine
Verselbständigung des Ausstellungsdesigns als Konzession an den
Besucher. In Hinblick auf den musealen Kernkonflikt, der Objektauswahl
und -präsentation, habe einer Hinterfragung der Leitfunktion des
Originals für das Museum begonnen, der gegenüber die emotionalisierenden
Strategien der Gestaltung an Bedeutung gewonnen hätten. Auch vor diesem
Hintergrund plädierte Frau Bäumler für eine neue Symbiose aus Bildung
und Unterhaltung, zwischen denen sich das Museum positionieren müsse.

Von den sich nun anschließenden Referenten ging Herr Prof. Dr. Heiner
Treinen von der IATW NRW in Gelsenkirchen unmittelbar auf das
Eröffnungsreferat ein. Die Opposition der Begriffe Bildung und
Unterhaltung lehnte er mit Verweis auf die Ergebnisse der
Besucherforschung ab. Ziel des Ausstellungsbesuches sei weder die
Belehrung noch die Unterhaltung durch das Museum, als vielmehr der
Ausstellungsbesuch selber, das authentische Erleben des Originals, das
so nur das Museum bieten könne. Der Besucher erwarte vom Museum die
Emotionalisierung dessen, was er sich als (Vor-)Wissen auf anderem Wege
angeeignet habe. Allein die Verknüpfung des situativen Erlebnisses im
Ausstellungsraum mit der persönlichen Erfahrungswelt resp. der Empathie
der unmittelbaren persönlichen Umwelt, des "sozialen Netzwerkes"
(Treinen), gewährleiste die Nachhaltigkeit des Museumsbesuches. Damit
wandte sich Herr Treinen auch gegen die Kompensationstheorie, wie sie
vor allem von Hermann Lübbe vertreten wird.

Auch Frau Prof. Dr. Angelika Ruge von der FHTW Berlin diagnostizierte
eine Krise des Museums und empfahl, sich für die Neuorientierung im 21.
Jahrhundert von überkommenen politischen Bindungen frei machen. Das
Museum müsse sich jenseits der so bequemen staatlichen Finanzierungen
nach neuen Partner umsehen und seine Arbeitsfelder professionalisieren.
Dies werde vor allem durch den stärkeren Einbezug externer Kompetenzen
möglich. Museumsarbeit sei eine Teamarbeit und müsse stärker als solche
transparent werden.

Als letzte Referentin des ersten Tagungsteils erhielt Frau Dr. Hannelore
Kunz-Ott von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern das
Wort. Auch für sie stellten Unterhaltung und Bildung im Museum keine
Gegensätze dar. Missstände bei der Planung und Umsetzung von
Ausstellungen sah sie vor allem in der noch unzureichenden Teamarbeit.
Als vorherrschende Probleme benannte sie neben dem Fehlen gemeinsamer
Grobplanungen und Leitthemen resp. Vermittlungszielen, Defizite in der
Zielgruppendefinition und Evaluation, sowie Projektleitungen ohne
Entscheidungskompetenzen. Anschaulich machte sie am Beispiel des Umgangs
mit Texten in Ausstellungen die unzureichenden Absprachen zwischen den
drei in der Tagung angesprochenen Berufsgruppen evident. Alternativ
hierzu entwarf sie ein Idealmodell für die Museumsarbeit im 21.
Jahrhundert, das sich durch deutliche Kompetenztrennungen auszeichnete
und vor allem der Museumspädagogik als Sachverwalterin der Besucher
einen klaren Standort zuwies.

Das von Frau Dr. Kunz-Ott skizzierte Modell blieb in der sich
anschließenden Diskussion nicht unwidersprochen und wurde vor dem
Hintergrund der aktuellen finanziellen Situation als unrealistisch
kritisiert. Auch die Positionierung der Museumspädagogik stieß auf den
Protest der Gestalter, die sich ebenfalls als Anwälte der Besucher
verstanden.

Der nächste thematische Block der Tagung war dem Thema Gestaltung
gewidmet. Als Referenten/innen waren Herr Hans R. Woodtli aus Zürich,
Jörg Werner aus Bielefeld und Frau Petra Müller von den Museumsfreunden
in Berlin geladen.

Ausgehend von ihrer praktischen Arbeit als Ausstellungsgestalterin
plädierte Frau Müller für eine Renaissance des Objekts. Für ihre eigene
Arbeit nannte sie drei Prämissen: Zum einen sei dies die Individuation
des Exponats, als die Hinterlassenschaft eines konkreten gelebten
Lebens. Des Weiteren müsse die Gegenwärtigkeit des Vergangenen
anschaulich gemacht werden. An dritter Stelle stehe für sie der Umgang
mit dem konkreten Ausstellungsraum.

Herr Woodtli verglich die Teamarbeit im Museum mit der in der
Werbebranche und fragte, warum es im Unterschied zu ersterer in
letzterer funktioniere? Und gab dann selber zur Anwort: weil die
Werbearbeit den Anforderungen des Marktes folge. Gleiches fordere er vom
Museum. Für die Zusammenarbeit zwischen Kuratoren, Gestaltern und
Museumspädagogen beschwor er das Bild des Musikorchesters. Jeder
Teampartner müsse vollständigen Einblick in die Arbeit der Anderen
haben, jeder müsse prinzipiell die Arbeit des Anderen "fast selber
machen können"(Woodtli). Wenn es dann scheitere, liege dies fast immer
an einem fehlerhaften Briefing. Er unterscheide hierbei weder zwischen
kommerziellen und nicht-kommerziellen Projekten, noch zwischen
Unterhaltung und Bildung.

Herr Werner stellte die Besucherorientierung in den Mittelpunkt seiner
Arbeit. Das durch die Tagung thematisierte magische Dreieck sah er
hochgradig konfliktbeladen. Als freier Gestalter erwarte er, früher in
die Projektplanung mit einbezogen zu werden und dies zu fairen
Wettbewerbschancen. Er beklagte eine zu geringe wechselseitige
Wertschätzung innerhalb der Teams und wünschte sich Kuratoren, die nicht
selber Gestalter sein wollten.

In der Diskussion wurde dann noch einmal von mehreren Seiten her das zu
späte Einbeziehen der Gestalter wie auch der Museumspädagogen in die
Ausstellungsplanung sowie deren z.T. schamlose Ausnutzung beklagt.
Darüber hinaus wurde die immer noch fehlende Definition des Berufsbildes
des Ausstellungsgestalters eingefordert. Als verheerend für die Arbeit
mit externen Kompetenzkräften wurde das in allen Bundesländern derzeitig
gebräuchliche öffentliche Ausschreibungsverfahren angeprangert, das eine
effiziente Teambildung kaum noch zulasse.

Der folgende thematische Block stand unter den Thema Kuratierung. Als
Referenten hatten Herr Dietmar Osses vom Westfälischen Industriemuseum,
Frau Gefion Apel vom Westfälischen Freilichtmuseum/Landesmuseum für
Volkskunde in Detmold und Frau Susanne Wernsing, freie Kuratorin u.a. am
Technischen Museum in Wien, das Wort.

Dietmar Osses berichtete in der Form eines Werkstattberichts über die
Ausstellung "Schätze der Arbeit", die 2004 anlässlich des 25-jährigen
Jubiläums des Westfälischen Industriemuseums auf der Zeche Zollern in
Dortmund gezeigt wurde. Hier wurde mit externen Ausstellungsgestaltern
zusammengearbeitet, Ausstellungsinhalte und Objektauswahl aber
ausschließlich durch das Museum selber festgelegt. Herr Osses verwies
auf die schwierige Position des Kurators, dessen eigene Arbeit ja immer
erst durch die Arbeit des Gestalters anschaulich werde, betonte aber
auch, dass die Entscheidungskompetenz ausschließlich beim Kurator liege,
da dieser mit seiner Person in der Außenwirkung des Museums für die
Ausstellung verantwortlich zeichne.

Frau Wernsing plädierte für eine Form der Ausstellungsgestaltung, die
die Eigeninitiativen des Publikums herausfordere. In Hinblick auf die
inflationäre Verwendung des Unterhaltungsbegriffes müsse genauer
definiert werden, welche Formen von Unterhaltung eigentlich gemeint und
anstrebenswert seien. Mit Hinweis auf den von Prof. Treinen
aufgeworfenen Begriff der *Wissenschaftskunst' regte sie an, sich in der
Gestaltung der Ausstellung stärker durch Strategien der Kunst
inspirieren zu lassen und sich auf ein Lernen durch Irritation
einzulassen. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die von ihr
kuratierte Ausstellung "Alltag - Eine Gebrauchsanweisung" im technischen
Museum der Stadt Wien.

Frau Apel merkte in ihrem Vortrag an, dass ihr in Hinblick auf eine
Neupositionierung und strukturelle Umorientierung des Museums nur ein
eingeschränkter Handlungsrahmen zur Verfügung stehe, da der *Auftrag'
ihres Hauses ja durch den Träger, in ihrem Fall dem Landschaftsverband
Westfalen-Lippe, vorgegeben würde. Wie sie am Beispiel einer Ausstellung
ihres Hauses aufwies, könnten museumspädagogische Überlegungen durchaus
auch mal eine Ausstellung anregen, räumte aber auch ein, dass dies eine
Ausnahme darstelle. Auch sie plädierte auf eine verstärkte
Zusammenarbeit mit anderen externen Gruppen, etwa auch Künstlern, aber
nur unter der Bedingung einer klaren Aufgaben- und Kompetenztrennung.

In der abschließenden Diskussion betonten noch einmal alle drei
Referenten/innen den Vorrang der Kuration in der Ausstellungspraxis,
wohingegen vom Plenum flachere Hierarchien eingefordert wurden.
Eingeräumt wurde, dass in dem Kernkonflikt zwischen Kuration und
Gestaltung die Museumspädagogik zumeist auf der Strecke bliebe.
Kritisiert wurde darüber hinaus die zu stark gruppenbezogene
Argumentation fast aller Diskutanten auf der Tagung.



Am zweiten Tag der Tagung standen in der 3. Sektion die Aufgaben der
Museumspädagogik im Spannungsfeld von Gestaltung, Ausstellungskuration
und -didaktik im Mittelpunkt. Aus der Sicht der Museumspädagogen
referierten Frau Nicole Gesché-Koning, ehemalige Präsidentin des Comité
pour leducation et laction culturelle, Brüssel, Herr Folker Metzger
von der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland und
Frau Renate Dittscheid-Bartolosch, Hannover.

Frau Gesché-Koning stellte in ihrem Kurzreferat anhand von verschiedenen
Beispielen aus der Museums- und Ausstellungspraxis dar, dass durch die
gemeinsame Arbeit von Kuratoren, Gestaltern und Museumspädagogen
besuchernahe Ausstellungen zu realisieren seien, die Wissenschaft mit
Spaß und Genuss verbinden könnten. Wichtig dabei sei, dass alle drei
Berufsgruppen gemeinsam das Ziel ihres Projektes durchdacht hätten.
Weder ein größerer Einsatz neuer Medien noch ein Übermaß an Didaktik
führe die Besucher an die Objekte heran, sondern gerade bei der
Vermittlung spiele die - persönliche - Kommunikation eine wesentliche
Rolle. Je offener die Vermittlung, umso größer sei die Chance, die
Besucher da abzuholen, wo sie in Wirklichkeit und nicht nach der Meinung
der Museumsfachleute stehen.

Herr Metzger stellte den Museumspädagogen als Anwalt des Besuchers in
den Mittelpunkt seines Referates. Voraussetzung für dessen Arbeit sei
es, sowohl über das Ausstellungsprojekt als solches, über das Marketing
als auch über die Zielgruppen, die mit der Ausstellung angesprochen
werden sollen, informiert zu sein. Danach ließen sich Kriterien für eine
besucherfreundliche, d.h. auch barrierefreie Ausstellung entwickeln, die
in der Art einer "shopping-list" zusammengestellt werden. Bei der
Konzeption und Gestaltung einer Ausstellung sei diese Liste
gewissermaßen abzuarbeiten.

Frau Dittscheid-Bartolosch betonte, dass Museumspädagogen keine
"Dolmetscher" der Arbeit der Kuratoren seien. Voraussetzung der Arbeit
der Museumspädagogen sei hingegen, sich zu Beginn eines
Ausstellungsprojektes genauso wie die Kuratoren den wissenschaftlichen
Hintergrund, Forschungsergebnisse und Objektkenntnisse anzueignen.
Darüber hinaus sollten Museumspädagogen von Anfang an in die Vorarbeiten
einer Ausstellung miteinbezogen werden. Dies betreffe sowohl die
Planungen von Rahmenprogramm und Informationsmaterial als auch
Konzeptionsumsetzung und Gestaltung. Darüber hinaus schlug Frau
Dittscheid-Bartolosch vor, Besucher während bestimmter Arbeitsphasen mit
in die Konzeptentwicklung und Gestaltung der Ausstellung einzubeziehen.

Die an die Kurzreferate anschließende Diskussion machte deutlich, dass
Konflikte zwischen Kuratoren und Museumspädagogen häufig darauf
zurückzuführen sind, dass Museumspädagogen erst während der Endphase
einer Ausstellungsvorbereitung, d.h. wenn Konzept und Gestaltung bereits
stehen, oder auch erst nach der Fertigstellung der Ausstellung
hinzugezogen werden. Ihre Aufgabe bleibt es dann, für die bereits
stehende Ausstellung Vermittlungskonzepte zu entwickeln. Dabei lastet
der allgemein bekannte Druck, die Besucherzahlen zu erhöhen, besonders
auf den Museumspädagogen. Auch die Hierarchien in den Institutionen und
ein starkes Einzelinteresse aller Beteiligten verhindern oft, dass
Museumspädagogen von Anfang an in die Planungen einbezogen werden,
obwohl beide Berufsgruppen - Museumspädagogen und Kuratoren - oft die
gleiche Ausbildung haben. Kompetentes Fachwissen der Museumspädagogen um
Vermittlungsmethoden und Didaktik, ihre langjährigen Erfahrungen aus dem
direkten Kontakt mit den Besuchern und ihr "Kennen" des Publikums
bleiben deswegen oft unberücksichtigt, sollten aber von Anfang an in die
Ausstellungsvorbereitungen mit einfließen.

Das Spannungsfeld zwischen Museumspädagogen, Kuratoren und Gestaltern
spiegelt aber auch unterschiedliche Sichtweisen im Umgang mit und in der
Präsentation von Objekten, aber auch im "Umgang" mit dem Fachwissen, das
in die Ausstellung einfließen bzw. vermittelt werden soll.

Darüber hinaus wirken sich die Umstrukturierungen in der
Museumslandschaft auch auf die Arbeitsfelder und auf das
Selbstverständnis der beteiligten Berufsgruppen aus. Es stellt sich die
Frage, in wieweit und in welche Richtung sich diese Arbeitsfelder in
Zukunft noch verändern werden und damit eine weitere
Professionalisierung und auch Neudefinition der Berufsgruppen notwendig
machen.


Zum Abschluss der Tagung begaben sich die Teilnehmer auf eine Exkursion
zu zwei Bonner Museen: das kürzlich neu eröffnete Rheinische
LandesMuseum und die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland (Ausstellung: Barock im Vatikan - Kunst und Kultur im Rom
der Päpste).


INFO

Protokoll: Thomas Hammacher / Christiane Syré

Die Langfassung des Tagungsprotokolls finden Sie auf der Seite:
www.b-f-k.de/tagung2005/tagung2005.html






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 9 09:10:41 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 09 Mar 2006 09:10:41 +0100
Subject: [WestG] [TOC] industrie-kultur, 2006, Heft 1
Message-ID: s40ff138.038@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Sven Bardua"
Datum: 01.03.2006, 15:34


SERVICE:TOC

industrie-kultur. Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte
12. Jahrgang
34. Heft
1/2006
ISSN 0949-3751

Bibliotheksnachweis über ("ZDB"):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=43



S. 2-5
Stender, Detlef
Giganten und Nischen-zur Textilindustrie in Deutschland: Geschichte, Denkmale, Museen

S. 6-7
Oehlke, Andreas
Einzigartige Zeugnisse der frühen Textilindustrie:
Spinnmühlen in Sachsen bedroht

S. 8
Götz, Kornelius
Meyer, Susanne
200 Jahre Maschinenleben: die Wollspinnerei Willführ aus Tangermünde im Tuchmacher Museum Bramsche

S. 9-11
Bärtschi, Hans-Peter
Die erste... die letzte Spinnerei im Textilindustrieland Schweiz: Vom Anfang und Ende des einst führenden Wirtschaftszweiges

S. 12
Tönsberg, Jeppe
Die Tuchfabrik Brede-eine europäische Fabriksiedlung in Dänemark

S. 13
Småland, Erik
Salhus in Norwegen-eine Fabrikstadt am Fjord

S. 14-15
Selheim, Claudia
Stender, Detlef
Wenz-Haubfleisch, Annegret
Zödi, Natascha
Textile Schätze-verborgen zwischen Buchdeckeln:
Die Musterbücher in Augsburg, Euskirchen und Chemnitz

S. 16-17
Oehlke, Andreas
Architekturimport aus England: Sidney Stott und die Einführung des modernen Spinnereihochbaus im Münsterland und in der Twente

S. 18-19
Siebenmorgen, Sven
Eine großzügige Kunstseidefabrik auf der *grünen Wiese": Enka im niederländischen Ede
S. 20-21
Dominick, Peter
Großewinkelmann, Johannes
Tuche aus dem Tal der Wupper: die *Textilstadt Wülfing" in Radevormwald-Dahlerau

S. 22
Janssen, Thomas
Forst in der Lausitz-einst das *Manchester Deutschlands"

S. 23-26
Bergstein, Edgar
Energieträger von einst: Braunkohle-Bergbau in Österreich

S. 27
Bluhm, Frieder
Erfolg in den Fingerspitzen: die Baumwoll-Mühlen im
Derwent-Tal, East Midlands, England

S. 28
Bluhm, Frieder
Puritanisches Paradies: die Siedlung Saltaire Village bei
Bradford, Yorkshire, England

S. 29
Bluhm, Frieder
Faszination einer Faser: das Jutewerk Verdant Works in Dundee, Schottland

S. 30
Bluhm, Frieder
In die Wolle geraten-das Niederländische Textilmuseum in Tilburg

S. 31
Röttcher, Klaus
Wasser für den Kaiser-Ausstellung der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft in Berlin

S. 32-33
Schinkel, Eckhard
Über das Leben auf Inseln: Gespräch mit dem neuen Direktor des Westfälischen Industriemuseums (WIM), Dirk Zache

S. 34-35
Gottfried, Claudia
Bademoden und Gesellschaftskleider: die Textilsammlung des Rheinischen Industriemuseums (RIM)

S. 36-37
Kolkau, Anette
Putsch, Jochem
Regionale 2006: "Erlebnis Industriekultur" im Bergischen Land

S. 38-39
Raach, Jörg
Eine Reise zu Fabriken und Bergwerken in Nordfrankreich

S. 40-41
Janssen, Thomas
Künstlerporträt: Meister der Barbara-Fenster-der Maler
Karl Ferdinand Selgrad aus Neunkirchen/Saar

S. 42
Lassotta, Arnold
Wirtschaftswunder: "Aufbau West" dank ostdeutscher
Spezialisten aus der Textilindustrie

S. 44
Föhl, Axel
Großflächige Industriebrachen: Tagung der Arbeitsgruppe Industriedenkmalpflege in der Niederlausitz

Beihefter
Stender, Detlef
Die historische Anzeige: Webautomaten der Rüthi AG Beihefter






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 9 14:59:06 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 09 Mar 2006 14:59:06 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neudruck: Joseph Prinz, Greven an der Ems
Message-ID: s41042cd.056@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Dr. Schröder, Stefan"
Datum: 09.03.2006, 14:54


LIT

Der "Prinz" ist wieder erhältlich - Neudruck ab sofort im Buchhandel
9. März 2006

Nicht nur die Stadt Greven hat eine lange Geschichte. Auch der Neudruck der Ortsgeschichte von Joseph Prinz aus dem Jahr 1950 kann damit aufwarten. Nachdem das Standardwerk mehrere Jahre vergriffen war, ist es ab sofort wieder im Buchhandel erhältlich. Stadtarchivar Dr. Stefan Schröder überbrachte diese freudige Mitteilung Bürgermeister Dr. Olaf Gericke und Hans-Dieter Bez (Heimatverein Greven). Ein paar Exemplare hatte er gleich zur Ansicht mitgebracht.

*Ich freue mich sehr, dass das Buch nun wieder zu kaufen ist", bekräftigte Bez. Lange Jahre hatte sich der Heimatverein Greven für einen Neudruck eingesetzt, damit allen Interessierten wieder die Möglichkeit offen steht, sich über die vielfältige und Jahrhunderte alte Geschichte Grevens zu informieren.

Auch Bürgermeister Dr. Olaf Gericke zeigte sich beeindruckt: *Das Buch war lange Jahre nur zu hohen Preisen im Antiquariat erhältlich. Mit Hilfe der digitalen Drucktechnik ist es nun aber wieder in einer erschwinglichen Variante auf dem Markt, die auch das Stadtsäckel kaum belastet. Das sind gleich mehrere Pluspunkte."

Die großformatige Karte Grevens von 1828, die dem Original von 1950 beigefügt war, wird übrigens als kostenloser Service auf den städtischen Internetseiten www.greven.net angeboten. *Dieses Angebot wird nicht nur die Käuferinnen und Käufer des Buches, sondern alle an der Grevener Geschichte Interessierten freuen", so Schröder.

Wie kommt man zum Buch? Buchhandlungen können das Buch bestellen, es wird dann jeweils einmal direkt für die Kundin oder den Kunden gedruckt. Wenn die Buchhandlung das Buch nicht vorrätig hat, kann es innerhalb weniger Tage geliefert werden. Wichtig sind die vollständigen Angaben: Joseph Prinz, Greven an der Ems, ISBN: 3-928372-15-7. Der Preis des Buches beträgt 29,80 Euro.

Informationen zum Buch: Der Reprint der aus dem Jahr 1950 stammenden Geschichte des Amtes Greven, das der heutigen Stadt entspricht, ist nach wie vor das Standardwerk für die Zeit bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Seit Anfang der 1970er Jahre war das Werk nicht mehr im Buchhandel erhältlich. Eine ebenfalls vergriffene Auflage von 1976/77 sparte die Höfematrikel aus. Diese sind im jetzt vorliegenden Reprint wieder enthalten.

Das Buch kombiniert eine chronologische mit einer sachsystematischen Darstellung. Inhalt: Aus grauer Vorzeit - Aus der Siedlungsgeschichte unserer Heimat - Werden und Wachsen des Dorfes Greven - Aus alten Gerichtsprotokollen - Die kirchlichen Einrichtungen im Bereich des Amtes - Karitas und soziale Fürsorge - Aus dem Kreislauf bäuerlichen Lebens - Drei Jahrhunderte an offener Landstraße - Verfassung und Organisation von Dorf und Kirchspiel in fürstbischöflicher Zeit - Die Verkehrsverhältnisse - Handel und Industrie in Greven vom Mittelalter bis zur Gegenwart - Aus der Geschichte der Grevener Schulen - Vom Untergang des Fürstbistums Münster bis zur Gründung der preußischen Provinz Westfalen. Die Franzosenzeit - Unter dem preußischen Adler. Dorf und Amt seit 1816 - Haus Schöneflieth - Lebendige Zeugen der Vergangenheit - Höfematrikel des Amtes Greven - Personen- und Ortsregister.



INFO

Dr. Stefan Schröder
Stadtarchiv Greven
Rathausstr. 6
48268 Greven
Tel.: 02571/920-358
Fax: 02571/920-320
E-Mail: stefan.schroeder at stadt-greven.de
URL: www.greven.net







From muhl at uni-muenster.de Mon Mar 13 11:27:22 2006
From: muhl at uni-muenster.de (Hans Muehl)
Date: Mon, 13 Mar 2006 11:27:22 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB
Muenster 2006/07
Message-ID: 4415490A.1070307@uni-muenster.de>

Von: "Hans Mühl"
Datum: 13.03.2006, 11:25

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an dieser
Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils aktuelle
Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. Sie informiert über
neue Titel zu Westfalen, die die ULB gekauft oder als gesetzliche
Pflichtexemplare aus den westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg,
Detmold und Münster erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2006-07 für den Zeitraum vom 25.02.2006 bis
zum 03.03.2006 mit insgesamt 49 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:

http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes

Unter dieser Internetadresse finden Sie am Ende der aktuellen Liste
einen Hinweis auf frühere, aber noch verfügbare Listen, die ebenfalls
eingesehen werden können.

Die Titel können online über den Katalog der ULB (OPAC) bestellt werden:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?
maskID=001&tagNO=&functionID=1&Language=De&SignalPort=3048&
ServerLogin=wopaculb&ServerDatabase=maindb&Z3950=off&Z3950User=gast&
BaseUrl=..%2Fcgi-bin%2Fopac.pl&NichtNeu=J


Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" der ULB Münster finden Sie unter:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Weitere Literatur über Westfalen finden Sie in der umfangreichsten
deutschen Regionalbibliographie, der Nordrhein-Westfälischen
Bibliographie (NWBib):

Allgemeine Information zur NWBib:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

Suche in der NWBib:

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib


Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westfälischen Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074

E-Mail: muhl at uni-muenster.de
Website Nordrhein-Westfälische Bibliographie:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Mar 15 11:27:51 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 15 Mar 2006 11:27:51 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Stadtarchiv Muenster bietet Orientierungstag mit
viel Praxis
Message-ID: s417fa5b.066@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Stadt Münster"
Datum: 15.03.2006, 10:09


AKTUELL

Archivarbeit für Laien leicht gemacht
Stadtarchiv bietet Orientierungstag mit viel Praxis

Die einen wollen Familienforschung betreiben. Oder wissen, welche Entwicklung ihr Stadtteil genommen hat. Wieder andere interessieren sich für die Geschichte ihres Freizeitvereins. Für alle an Archivarbeit interessierten Münsteraner bietet das Stadtarchiv einen hilfreichen Orientierungskurs an. "Suchen, Finden, Arbeiten" heißt das neue Angebot am 27. März von 9 bis 16 Uhr mit vielen praktischen Übungen.

Wie finde ich Schriftstücke, Fotos, Zeitungsartikel zu dem Thema, das mich interessiert? Wie arbeite ich mit Textquellen? Gibt es im Archiv Hinweise auf die Herkunft meiner Familie? "Im Mittelpunkt unsereres Orientierungskurses stehen Fragen zur Arbeit mit Schrift- und Bilddokumenten aus vergangenen Jahrhunderten", erläutert Roswitha Link.

Auf Praxis legt die Referentin für historische Bildungsarbeit dabei besonderen Wert. "Für viele ist die deutsche Schrift ein großes Hindernis. Dazu gibt es Übungen, die das Lesen erleichtern". Überdies helfen Interpretationstipps im Umgang mit Akten und Urkunden. Hilfen bei der Anwendung von archivischen Datenbanken runden das kostenlose Tagesseminar ab.


INFO

Der Teilnehmerkreis ist begrenzt.
Daher bittet das Stadtarchiv um Anmeldung (Telefon: 4 92 47 03; E-Mail: linkr at stadt-muenster.de).







From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Mar 15 15:49:12 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 15 Mar 2006 15:49:12 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Westfaelischer Archivtag
Message-ID: s418378c.097@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 14.03.2006, 12:00


TAGUNG

Westfälischer Archivtag

Kommunen können ihre Akten vor dem Verfall retten: Dies wurde am Dienstag und Mittwoch (14. und 15.3.) auf dem Westfälischen Archivtag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vor 200 Teilnehmern erläutert. 200 westfälische Archivarinnen und Archivare lernten das neue Landesprogramm zur Entsäuerung von Archivalien bei der Fachtagung in Bad Oeynhausen (Kreis Minden) kennen. Durch das chemische Verfahren werden dem Papier Säuren entzogen, die maschinell produziertes Papier seit etwa 1850 enthält. "Ohne die Entsäuerung würden die Archivalien in den nächsten Jahrzehnten zu Staub zerfallen", sagte Prof. Dr. Norbert Reimann, der Leiter des LWL-Archivamtes. Das Land übernehme 70 Prozent der Kosten der Entsäuerung.

Die Archivarbeit wird immer mehr auf Computer umgestellt. Durch das Verfahren der so genannten Retrokonversion werden Findbücher digitalisiert. Findbücher sind die Verzeichnisse zu Archivbeständen und liegen zu großen Teilen noch hand- oder maschinenschriftlich vor. Komplett überarbeitet wurde der Internetauftritt der Archive in Nordrhein-Westfalen (www.archive.nrw.de).

Weiteres Thema der Tagung: NORA soll im Katastrophenfall unwiederbringliche Archivalien retten. Das Notfallregister Archive (NORA) wurde vor dem Hintergrund des Elbe-Hochwassers vom Bund eingerichtet. In der Datenbank sind die wichtigsten Daten zu Standorten von Dokumenten und Ansprechpartnern verzeichnet.
Auch zur Kooperation zwischen Archiven tauschten sich die Experten aus. Archivare aus fünf Kommunen berichteten von ihren Erfahrungen. Licht, Temperatur, Feuchtigkeit - viele Faktoren müssen bei der Unterbringung von Archivalien beachtet werden. Auch ein Kloster kann ein geeigneter Standort sein: Dort hat die Stadt Arnsberg nun ihr Kommunalarchiv untergebracht.






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Mar 15 17:00:47 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 15 Mar 2006 17:00:47 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Archaeologisches Pilotprojekt in Schloss Horst
in Gelsenkirchen
Message-ID: s4184857.084@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 15.03.2006, 17:00


[siehe auch den redaktionellen Hinweis auf Ressourcen im Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
zum Thema Schloss Horst am Ende der E-Mail]


AKTUELL

Mit Gips und Grips - der Schlossgeschichte auf der Spur
Archäologisches Pilotprojekt in Schloss Horst in Gelsenkirchen

Im Gelsenkirchener Schloß Horst startet heute "Mit Gips und Grips - der Schlossgeschichte auf der Spur". Das Projekt ist die Aufarbeitung der 15-jährigen Ausgrabungen im bedeutendsten Renaissance-Schloss in Nordwestdeutschland. Das Besondere: Die Arbeiten der Wissenschaftler finden soweit wie möglich unter den Augen der Öffentlichkeit statt. Besucher des Schlosses können sich nicht nur über den aktuellen Stand der Ergebnisse informieren, sondern den Wissenschaftlern bei ihrer Arbeit zuschauen und bei Veranstaltungen unter fachlicher Betreuung selbst Hand anlegen. Mit diesem auf zwei Jahre angelegten Pilotprojekt setzen der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadt Gelsenkirchen ihre langjährige Kooperation im Rahmen der Sanierung von Schloss Horst fort.

In Schloß Horst können sich die Besucher unter dem Motto "Archäologen, Anthropologen und Restauratoren über die Schulter schauen" nun selbst ein Bild machen von dem, was nach 15 Jahren Ausgrabung in Schloß Horst passiert: Archäologen, Anthropologen, Restauratoren und andere Spezialisten müssen Tausende von Keramik- und Glasscherben, Lederreste, Knochen und Metallfragmente bestimmen, konservieren und inventarisieren. Archäologen werten die Zeichnungen und Fotos der im Boden erhaltenen Spuren wissenschaftlich aus und bringen sie mit den Funden zusammen. Ihr Ziel ist es, daraus ein detailliertes Bild der tausendjährigen Geschichte von Schloß Horst und seinen Bewohnern zu erstellen und eine Dokumentation für zukünftige Generationen bereit zu stellen.

Das Westfälische Museum für Archäologie des LWL und die Stadt Gelsenkirchen haben sich ent-schlossen, diese Arbeiten soweit wie möglich öffentlich stattfinden zu lassen. Besucher des Schlosses können sich in den beiden nächsten Jahren über den aktuellen Stand der Ergebnisse informieren und den Experten bei der Arbeit zuschauen. Außerdem können sie zum Beispiel bei Veranstaltungen unter fachlicher Betreuung selbst Hand anlegen und die Methoden der Archäologen nachvollziehen.

"Die Auswertung von Ausgrabungen findet normalerweise hinter verschlossenen Türen statt. Sie ist aber ein wichtiger Teil der archäologischen Arbeit und oft mindestens genauso spannend wie die Aus-grabung selbst. Schloß Horst bietet zum ersten Mal die Möglichkeit, diesen Teil unserer Arbeit in einem größeren Ausmaß öffentlich zu machen. Wir wollen damit dazu beitragen, dass die Bürger verstehen, warum es sich lohnt, sorgsam und verantwortungsvoll mit den Spuren aus der Vergangenheit umzuge-hen. Deshalb freuen wir uns, dass wir die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt Gelsenkirchen fortsetzen können und wünschen uns viele neugierige Besucher" fasste Dr. Gabriele Isenberg, Direktorin des Westfälischen Museums für Archäologie und LWL-Chefarchäologin bei der Vorstellung des Projektes (15.3.) das Anliegen ihres Hauses zusammen.

Das Sockelgeschoss von Schloß Horst bietet dafür beste räumliche Voraussetzungen. Im Südturm des Schlosses befindet sich der offene Arbeitsbereich der Archäologen, hier untersuchen und inven-tarisieren sie die Funde. Allerdings können nicht alle Objekte im Schloss selbst bearbeitet werden. Organische Materialien zum Beispiel verlangen eine besondere Behandlung, die technische Ausrüs-tung dafür ist nur in der zentralen Restaurierungswerkstatt des LWL-Museums für Archäologie in Münster-Coerde vorhanden. Diese Arbeiten und die jeweiligen Ergebnisse veranschaulicht eine Präsentation in den südlichen Flügeln des Schlosses, die regelmäßig aktualisiert wird. Nach den Sommerferien sollen dann auch Exkursionen, Führungen und Werkstattgespräche über bestimmte Funde, Methoden und Ergebnisse angeboten werden.

Oberbürgermeister Frank Baranowski betonte bei der Vorstellung den innovativen Charakter des Projektes und dessen Chancen für die Entwicklung der Stadt. "Die Ausgrabungen auf Schloß Horst veranschaulichen für jedermann, dass Umbrüche in Gelsenkirchen an der Tagesordnung waren und immer Neues daraus gewachsen ist. Diese Erkenntnis sollte uns Mut machen und Zuversicht geben für den Weg zum "neuen Gelsenkirchen", auf dem wir uns befinden", sagte er bei seiner Begrüßung der Gäste, die sich beim Startschuss über das Auswertungsprojekt informierten.

Das Projekt "Mit Gips und Grips - der Schlossgeschichte auf der Spur" wird finanziert vom LWL und der Stadt Gelsenkirchen, mit Unterstützung des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bedingt durch die Sanierung und Restaurierung des Schlosses mussten die LWL-Archäologen zwischen 1990 und 2005 großflächige Ausgrabungen vornehmen. Sie dokumentierten dabei die tausend-jährige Geschichte des Ortes: von einer Hofstelle des 11. beziehungsweise 12. Jahrhunderts über eine hölzerne Wehranlage im 13. und eine Steinburg im 14. und 15. Jahrhundert bis hin zur Errichtung des heutigen Schlosses im 16. Jahrhundert. Einige der bedeutendsten Funde, darunter Geräte aus einer Alchemisten-Werkstatt, venezianisches Luxusgeschirr und bauplastischer Schmuck, sind im Westfälischen Museum für Archäologie des LWL in Herne ausgestellt.

Schloß Horst, erbaut zwischen 1554 und 1572, ist das bedeutendste Renaissance-Schloss Nordwest-deutschlands. Im Laufe der Jahrhunderte verfiel es trotz vielfacher Anstrengungen seiner Besitzer zunehmend. 1988 kaufte die Stadt Gelsenkirchen das Schloss, 1990 begannen die Sanierungs- und Aufbauarbeiten. Dabei wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass die alte und die neue Bausubstanz den Betrachtern bewusst bleibt. Heute ist Schloß Horst Ort für Kulturveranstaltungen und das zentrale Standesamt der Stadt, es beherbergt die Bezirksverwaltungsstelle Gelsenkirchen-West und bietet gehobene Gastronomie.


INFO

Termine und Kosten:
Dokumentation "Mit Gips und Grips - der Schlossgeschichte auf der Spur": Montag und Dienstag 8 bis 16 Uhr, Mittwoch und Freitag 8 bis 13 Uhr, Donnerstag 8 bis 19 Uhr. Samstag, Sonntag und an Feier-tagen zunächst nur nach Vereinbarung.
"Archäologen, Anthropologen und Restauratoren über die Schulter schauen": Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag bis 8 bis 13 Uhr.
Der Eintritt ist für Einzelbesucher frei. Gruppen können nur geführt die Räumlichkeiten besuchen, der Preis beträgt pro Person € 2,50. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 0209 169-6162 oder schloss.horst at gelsenkirchen.de.
Veranstaltungen ab Sommer 2006 werden gesondert angekündigt und mit einem geringen Kostenbeitrag belegt.

Informationen und Kontakt:
Schloß Horst
Turfstr. 21
45899 Gelsenkirchen-Horst
Tel. 0209 169-6162
schloss.horst at gelsenkirchen.de, www.archaeologie-in-westfalen-lippe.de



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Redaktioneller Hinweis auf Ressourcen im Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
zum Thema Schloss Horst, u.a. [MW]:

- H.-W. Peine / C. Kneppe: Haus Horst im Emscherbruch
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=351

- Computeranimationen von verschiedenen Baustufen von Schloss Horst
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=347













From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 16 10:26:25 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 16 Mar 2006 10:26:25 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Kalle der Museumsmaulwurf wird Filmheld,
LWL praesentiert Kinderfilm
Message-ID: s4193d68.004@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 02.03.2006, 10:00


AKTUELL

Kalle der Museumsmaulwurf wird Filmheld
LWL präsentiert Kinderfilm

Dass Archäologen und Maulwürfe sich gelegentlich in die Quere kommen,
zeigt der Kinderfilm über "Kalle den Museumsmaulwurf", den der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Donnerstag (2.3.) in
einem Kino in Münster vorgestellt hat. DVD und CD-Hörbuch von
Westfälischem Landesmedienzentrum und Westfälischem Museum für
Archäologie sind für zusammen 14,90 Euro in Münster, Herne und Haltern
erhältlich.

Eigentlich hat sich Kalle der Museumsmaulwurf auf Ferien eingestellt: Nur
essen und faulen-zen möchte er. Doch der Tag beginnt ganz anders. Die
Vorratskammer ist leer, der Magen knurrt und kein Frühstück ist in Sicht.
Und dann versperrt auch noch ein Hindernis den Maulwurfsgang und lässt
den einzigen Regenwurm weit und breit entwischen. So geht es auf keinen
Fall weiter.

Kalle beschließt seine Freunde, die Archäologen, hinzuzuziehen. Im
Handumdrehen befindet er sich mitten in einer archäologischen Ausgrabung
und damit ist es mit dem gemütlichen Ferientag auch schon vorbei.
Gemeinsam tragen sie Erde ab, bergen Funde und sichern Spuren. Allerdings
haben die Archäologen oft eine etwas andere Vorstellung vom Ausgraben
als Kalle ...

"Wir haben die Figur des Maulwurfs Kalle entwickelt, um Vorschulkindern und
Schulanfängern in unseren Museen zu erklären, wie Archäologie funktioniert",
so LWL-Chefarchäologin Dr. Gabriele Isenberg. Im Rahmen
museumspädagogischer Programme stellt er im Westfälischen
Archäologiemuseum in Herne und im Westfälischen Römermuseum in Haltern
als Handpuppe seit langem mit großem Erfolg seine Funde den jüngsten
Besuchern vor.

Der Film der LWL-Museumspädagogin Renate Wiechers entstand nach dem
Kinderbuch von Cordula Edelbroich und Henriette Hilgers mit Illustrationen
von Gisela Waltke. Die Produktionsleitung hatte Dr. Hermann-Josef Höper
vom LWL-Landesmedienzentrum.

Einen ersten Erfolg konnten die Filmemacher bereits auf der Premiere
verkünden: Der Film wurde in das offizielle Programm der 7. CINARCHEA,
des Archäologie-Film-Kunst-Festivals 2006, aufgenommen. Dieses Festival
läuft vom 26. bis zum 29. April in Kiel und bietet Filmbeiträgen, die sich auf
verschiedenste Weise mit der Archäologie beschäftigen, eine Plattform.


INFO

"Kalle der Museumsmaulwurf. Ferien und nichts als Ärger"
Film auf DVD, ca. 15 Minuten, farbig illustriert, und Hörbuch auf CD, ca. 55 Minuten
Altersstufen: für Kinder ab 5 Jahren
Preis: DVD und CD nur zusammen zum Preis von 14,90 Euro erhältlich
(bei Postversand zuzüglich 2,60 Euro Versandkostenanteil)

Zu beziehen über:
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Westfälisches Landesmedienzentrum
48133 Münster
Bestellungen per E-Mail an: medienzentrum at lwl.org
oder unter www.westfalen-medien.de

auch direkt in den Museen erhältlich (kein Versand):
Westfälisches Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
oder
Westfälisches Römermuseum Haltern
Weseler Straße 100
45721 Haltern am See






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 16 10:45:36 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 16 Mar 2006 10:45:36 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter, Soester Anzeiger, Maerz 2006, Nr. 336
Message-ID: s41941f6.096@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 16.03.2006, 10:45


SERVICE: TOC

Heimatblätter -
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage: Soester Anzeiger
2006
März
Nr. 336
o. Seitenangaben


Funke, Helmut
Von Soest, der "Ehrenreichen", begeistert
Am Paradieser Weg wurden schon im Jahr 1950 neue Straßen mit
den Namen großer Maler benannt

Deisting, Heinrich Josef
Berühmte Werl-Besucher (4):
Maximilian Henrich,
Herzog von Bayern, Kurfürst und Erzbischof von Köln

Ketteler, Karl Josef Freiherr von
Im Geseker Wald hauste Räuberhauptmann Delion
Schaurige Geschichten über den westfälischen
"Schinderhannes" und seine gefürchtete Bande (III)

Vergessen und verdrängt
Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen

Spirituelle Persönlichkeiten: Spurensuche in Münster
Neu entdeckte Aspekte der Stadt-, Regional- und Bistumsgeschichte

"Und plötzlich erhebt sich die Wogenbrandung des Felsenmeeres..."
Das Felsenmeer bei Hemer ist eine einzigartige Naturlandschaft
mit einem ausgedehnten Höhlensystem






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 16 11:14:06 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 16 Mar 2006 11:14:06 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Gladbeck, unsere Stadt, 1/2006
Message-ID: s4194ae6.015@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 16.03.2006, 11:05


SERVICE: TOC

Gladbeck, unsere Stadt
Zeitschrift für Information, Werbung, Kultur- und Heimatpflege
34. Jahrgang Nr.1
2006


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=84



Inhalt in Auswahl [AS]

S. 3-8
Dißelbeck-Tewes, Elke
St. Lamberti-Pfarrei schon 1000 Jahre alt

S. 11f.
jow
Das Bürgerporträt:
Gerd Weggel, Kunstkurator aus Leidenschaft

S. 13-15
DRK Gladbeck wurde 100 Jahre alt
Vaterländischer Frauenverein war Keimzelle des
Gladbecker Roten Kreuzes

S. 16f.
Enxing, Heinz
Gründerzeit-Möbel sind "in"

S. 18-20
Tante Annas Sicht auf Gladbeck

S. 34-36
Schneider, W.
Schön und warm...

S. 37f.
Walger-Stolle, Katrin
"Vorstellen könnt ihr euch den Krieg gar nicht,
so schrecklich ist der"

S. 43f.
Mitschker, Felix
Wer war eigentlich...?
Werner Heisenberg

S. 45f.
Leitzen, Heinz K.
Aus der alten Heimat
Hilfsschrankenwärter Koslowski






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 16 11:35:50 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 16 Mar 2006 11:35:50 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Geschichte im Westen, 1. Halbjahr 2005
Message-ID: s4194e09.086@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 16.03.2006, 11:30


SERVICE: TOC

Geschichte im Westen
Zeitschrift für Landes- und Zeitgeschichte
1. Halbjahr 2005
Jahrgang 20
ISSN 0930-3286


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=40



S. 7-22
Stremmel, Ralf
Otto Hugo (1878-1942)
Ein Nationalliberaler als Grenzgänger zwischen Politik und Wirtschaft

S. 23-48
Theis, Kerstin
Die Historiker und die Rheinische Jahrtausendfeier von 1925

S. 49-63
Henkel, Peter
Dr. Anton Betz (1893-1984):
Ein Verleger in vier Epochen

S. 64-73
Schuster, Hermann Josef
Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen und das Ruhrrevier

S. 74-88
Langenberg, Silke
Universität Dortmund - von der Maschinenbauschule zum neuen Hochschulmodell

S. 89-123
Hitze, Guido
Geburtsstunde einer politischen Identifikationskampagne -
"Wir in Nordrhein-Westfalen" und der Landtagswahlkampf 1985

S. 124-128
Rezensionen






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 17 10:35:59 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 17 Mar 2006 10:35:59 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Erinnerung an juedische Mitbuerger und
Mitbuergerinnen, "Stolpersteine" in Guetersloh
Message-ID: s41a9128.048@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Stadt Münster"
Datum: 16.03.2006, 18:06


AKTUELL

Stolpersteine erinnern an jüdisches Leid
Inne halten in der Erinnerung an jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen

"Stolpersteine" auf eingefahrenen Gedankenpfaden - aufmerken, inne
halten im alltäglichen Trott, nachdenken, sich erinnern. Das ist das Ziel
der bundesweiten Aktion des Künstlers Gunter Demnig, der sich inzwischen
bereits 97 Städte angeschlossen haben, darunter Köln, Essen, Münster,
Höxter und Bünde: Die Steine - eingelassen in das Straßenpflaster und
mit einer Messingplatte und Namen versehen - erinnern an jüdische
Mitbürger und Mitbürgerinnen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden.
Rund 5500 dieser "Stolpersteine" sind inzwischen verlegt worden, 26 sind
nun in Gütersloh dazu gekommen. Die ersten neun verlegte der Kölner
Künstler am 11. Mai unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, die
restlichen Steine wurden jetzt in das Pflaster eingelassen. Die Kosten
für die Aktion wurden durch Patenschaften von Gütersloher Bürgern und
Institutionen getragen.

Unter anderem hatte Noemi Zell bei Bürgermeisterin Maria Unger die
Aktion angeregt. Zell ist die Tochter Jehuda Barlevs, der - selbst hier
geboren und mit der Familie vor dem Naziterror geflüchtet - die
Geschichte der jüdischen Gemeinde in Gütersloh erforscht und
dokumentiert hat. Die Namen aus seinem Buch sind Grundlage für das
lokale Projekt. Auf den Messingschildern sind neben dem Namen auch
die Lebensdaten der jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen eingraviert,
die "Stolpersteine" selbst werden vor ihren oder an der Stelle ihrer
ehemaligen Wohnhäuser eingelassen.

Zwei von ihnen waren Emmi und Benjamin Eisenstein, Inhaber des
Kaufhauses Eisenstein, das von 1913 -1937 bestand. Vor ihrem
ehemaligen Haus in der Berliner Straße 50 (dem jetzigen H&M-Gebäude)
liegen ebenso zwei Messingsteine wie vor den Häusern Bismarckstraße 16
und Kahlertstraße 24. Sie wurden zu sogenannten "Ghetto-Häusern"
umfunktioniert, für einige Güterloher Juden die letzte Station vor der
Deportation. An diesen beiden Stellen finden sich insgesamt zehn
Steine, unter anderem auch für Grete und Ludwig Kaufmann. Grete
Kaufmann war eine geborene Steinberg, Tochter des Inhabers der
Rosshaar-Spinnerei an der Mauerstraße. Die letzte Station der
Erinnerung an dem verschneiten März-Samstag ist das Haus
Eickhoffstraße 21. Dort wohnte die Klavierlehrerin Lina Stern, die
nach Theresienstadt deportiert wurde.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 17 10:48:05 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 17 Mar 2006 10:48:05 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Ralf Ploeger: Die Wittekindsburg an der Porta
Westfalica
Message-ID: s41a940b.034@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 17.03.2006, 09:57


LITERATUR

LWL macht neue Erkenntnisse über die Wittekindburg jetzt
im überarbeiteten Burgenführer zugänglich

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat jetzt einen
neu überarbeiteten Burgenführer zur Wittekindsburg an der
Porta Westfalica herausgegeben. Rolf Plöger vom Mindener
Museum für Geschichte, Landes- und Volkskunde, der bereits
1992 den damaligen Kenntnisstand über die Befestigung
veröffentlicht hatte, hat in die aktuelle Ausgabe vor allen Dingen
die neuen Erkenntnisse der Ausgrabungen aus den Jahren 1993
bis 1997 einfließen lassen, die das Wissen über die Wittekindsburg
erheblich erweitert haben. So ist das Heft, das in der Reihe
"Frühe Burgen in Westfalen" der LWL-Altertumskommission
erschienen ist, komplett überarbeitet und in wesentlichen Teilen
ergänzt.

Die Wittekindsburg liegt etwa zwei Kilometer westlich der Porta
Westfalica in exponierter Lage auf einem Gipfelplateau des
Häverstädter Berges in unmittelbarer Nachbarschaft zum
"Kaiser-Wilhelm-Denkmal". Die Überreste der langgestreckten
Wallburg umschließen eine Fläche von etwa sieben Hektar. Der
Sage nach soll hier der Sachsenherzog Widukind zum Christentum
bekehrt worden sein. Allerdings erhielt die Burg ihren heutigen
Namen erst im 14./15. Jahrhundert. Davor war sie unter dem
Namen "Wedegenburch" bekannt.

Die einst mächtigen Befestigungsmauern der mittelalterlichen
Burganlage sind als Wälle im Gelände heute noch zum Teil bis
zu drei Meter hoch erhalten. Sie sind direkt über den Resten
einer Vorgängeranlage aus der vorrömischen Eisenzeit
(3./2. Jahrhundert v. Chr.) errichtet worden.

Die jüngsten Ausgrabungen haben die Kenntnisse über die
Befestigungsanlage erheblich erweitert. Als bedeutendster Befund
kamen Grundmauern in Form eines gleicharmigen Kreuzes zu Tage.
"Das Gebäude ist eine absolute archäologische wie bauhistorische
Rarität. Von vier vergleichbaren Bauten in Tschechien, Polen,
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ist nur das letztgenannte
in Trier noch komplett erhalten", so Plöger, der seit zwölf Jahren
Mitglied der LWL-Altertumskommission ist.

Im Inneren fanden sich die Gräber einer Frau und vier Kinder, die
naturwissenschaftlichen Analysen zufolge in der zweiten Hälfte
des 10. Jahrhunderts hier beerdigt wurden und miteinander
verwandt waren. Die Kirche wurde offensichtlich später über den
Gräbern errichtet. "Vielleicht handelt es sich bei der Frau um die
Einsiedlerin Thetwif, die einzige Frau, von der urkundlich zu dieser
Zeit im Zusammenhang mit der Wittekindsburg berichtet wird",
vermutet Plöger. Die Kreuzkirche ist heute durch einen gläsernen
Schutzbau für Besucher sichtbar und vor weiterer Zerstörung
geschützt.

Für die Zeit um 993 ist auch ein Kloster auf der Wittekindsburg
überliefert, das um 1000 nach Minden verlegt wurde. Jährliche
Prozessionen zu der um 1300 errichteten und noch heute
erhaltenen Margarethenkapelle sind noch bis in das späte
18. Jahrhundert überliefert.

Neben der noch nicht entdeckten Klosteranlage ist noch
mindestens eine weitere Kapelle auf der Wittekindsburg überliefert,
so dass die Burg noch viele Geheimnisse in sich birgt, die noch
nicht wissenschaftlich erforscht sind.


INFO

Rolf Plöger: Die Wittekindsburg an der Porta Westfalica
Frühe Burgen in Westfalen 11.
Münster, 2., überarbeitete und ergänzte Auflage (2005);
32 Seiten, 21 Abbildungen; ISSN 0939-4745

Bezug:
Altertumskommission für Westfalen
Rothenburg 30, 48143 Münster,
Telefon: 0251/5907-270
E-Mail: altertumskommission at lwl.org

Mindener Museum für Geschichte, Landes- u. Volkskunde
Ritterstraße 23-33
Telefon: 0571 97240-0
E-Mail: museum at minden.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 17 10:57:49 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 17 Mar 2006 10:57:49 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Inger Harlevi: Vortrag zum 650jaehrigen Jubilaeum
der Staedtehanse, 31.03.2006, Lippstadt
Message-ID: s41a9652.002@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Stadt Münster"
Datum: 16.03.2006, 17:13


AKTUELL

Die Hanse - ein historischer Bund - mit Zuversicht in die Zukunft
Ein Vortrag zum 650jähriges Jubiläum der Städtehanse

In diesem Jahr feiert die Hanse ein stolzes Jubiläum: 650 Jahre
Städtehanse. Aus diesem Anlass ist es der Hanse-Gesellschaft
Lippstadt gelungen, Frau Inger Harlevi für einen Vortrag unter
dem Titel "Die Hanse - ein historischer Bund - mit Zuversicht in
die Zukunft" zu gewinnen.

Inger Harlevi ist seit 1992 als Delegierte von Visby auf Gotland,
Schweden, aktiv in der Hanse der Neuzeit tätig, und seit 2001
ist sie stellvertretende Präsidentin dieses weltweit größten
aktiven Städtenetzwerkes.

Hier hat sie u.a. die Arbeitsgruppen für Tourismus und
Hansegeschichte gegründet. Inger Harlevi, eine profunde
Kennerin und charmante Repräsentantin des Hansebundes,
spricht neben Deutsch mehrere weitere Sprachen fließend
und arbeitet seit über 30 Jahren im Tourismus-Bereich.
Darüber hinaus bekleidet sie auf regionaler, nationaler und
internationaler Ebene in den Bereichen Politik, Wirtschaft,
Kultur und Kirche zahlreiche interessante Funktionen.


INFO

Freitag, 31.03.2006, 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Rathaussaal Lippstadt
Preis: Eintritt frei
Veranstalter: Hanse-Gesellschaft Lippstadt e.V.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 17 11:14:30 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 17 Mar 2006 11:14:30 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Denkmal des Monats: Schmiedeeisernes Gitter kehrt
nach Bad Driburg zurueck
Message-ID: s41a9a27.008@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 16.03.2006, 14:48


AKTUELL

Denkmal des Monats:
Eines der ältesten schmiedeeisernen Gitter Deutschlands kehrt
nach Bad Driburg zurück

Über ein Jahr mussten die Gläubigen und Besucher der katholischen
Pfarrkirche St. Saturnina in Bad Driburg-Neuenheerse (Kreis Höxter)
auf eines der bedeutendsten Inventarstücke des Gotteshauses
verzichten. Nachdem es zunächst sorgfältig restauriert und anschließend
in der Ausstellung "Krone und Schleier - Kunst aus mittelalterlichen
Frauenklöstern" in Essen zu sehen war, fand jetzt das zweiflügelige
schmiedeeiserne Gittertor wieder seinen Platz in der ehemaligen
Damenstiftskirche. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
hat das seltene Zeugnis mittelalterlicher Schmiedekunst, das rund
800 Jahre alt ist, zum Denkmal des Monats März erklärt.

"Bei den beiden Flügeln des Gitters handelt es sich offenbar um Reste
einer Chorschranke, die den Chorraum der mittelalterlichen Kirche
gegen das Hauptschiff abgrenzte. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts
funktionierte man Teile dieser Schranke zu dem heutigen Gittertor um,
das seitdem bis 1953 den barocken Treppenaufgang zum Chor flankierte",
fasst LWL-Denkmalpfleger Dr. Dirk Strohmann die Geschichte des eisernen
Denkmals zusammen.

Jeder Flügel besteht aus geschmiedeten, zu einem rechteckigen
Rahmen gefügten Eisen. In diesen Rahmen sind in regelmäßigen
Abständen vertikale Flacheisen eingestellt. Ein weiteres Flacheisen
sorgt für die horizontale Aufteilung im unteren Drittel. Den Raum
füllen gebogene, bügelartige Eisenbänder, die in stilisierten Lilien,
Rosetten, Trauben und Blättern enden. Ursprünglich mischten sich
auch vereinzelte, später nach und nach herausgebrochene Vögel
unter das filigrane pflanzliche Dekor, das den Gittern den Eindruck
einer lebendigen Hecke verleiht. Bei der Restaurierung festgestellte
Farbreste deuten darauf hin, dass dieser Eindruck ursprünglich durch
entsprechende naturalistische Farben der Dekorelemente bestärkt
wurde.

"In Westfalen ist das Gitter einzigartig, vergleichbare Gitterflügel gibt es
nur im niedersächsischen Hildesheim und Lüneburg. Bisher nahm man an,
dass alle drei Gitter um 1400 entstanden sind, jüngere Forschungen
gehen aber aus formalen und stilistischen Gründen davon aus, dass die
Gitter 200 Jahre älter sind. Um 1200 sind auch die englischen und
französischen Vorbilder für diese Schmiedewerke entstanden", so
Strohmann.

Die Restaurierung der Gitterflügel beschränkte sich auf die Trockenreinigung
der Oberfläche, die Bekämpfung von Korrosionserscheinungen und die
Retusche von Fehlstellen im Farbton des letzten Anstrichs. Im unteren
Bereich der Gitter wurden die Fehlstellen bewusst belassen, um den
authentischen Charakter des gealterten Originals so weit wie möglich zu
bewahren. Die gefundenen Farbreste reichten nicht aus, die älteren Farben
zu rekonstruieren.

Nach seiner Rückkehr hat das Gitter einen neuen Platz vor der Taufkapelle
bekommen. "Hier wird das Gitter viel weniger bewegt und ist durch eine
Absperrung vor allzu neugierigem Zugriff geschützt, so dass es besser
erhalten werden kann. Außerdem kann man hier die ursprüngliche Funktion
als durchsichtigen Raumabschluss viel besser nachvollziehen, und das Gitter
hat an dieser exponierten Stelle in der Kirche einen angemessenen Platz
gefunden, der ihm als einzigartigem mittelalterlichem Kunstwerk zukommt",
so Strohmann.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 17 11:43:51 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 17 Mar 2006 11:43:51 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Sauerland, 1/2006
Message-ID: s41aa100.085@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 17.03.2006, 11:45


SERVICE: TOC

Sauerland
Zeitschrift des Sauerländer Heimatbundes
März 2006
39. Jahrgang
Nr. 1
ISSN 0177-8110


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=93



Inhalt in Auswahl [AS]

S. 4-8
Arens, Johannes
Die romanische Kirche Sankt Cyriacus in Berghausen

S. 9-11
Dethlefs, Gerd
Clemens August, Schlaun und die Kapuziner

S. 12f.
Kessemeier, Siegfried
"Ad hunc montem, aquae fontem"
Ein Gedicht auf Kloster Brunnen von 1737

S. 14-16
Wolf, Manfred
Die Beringhauser Klause

S. 16
Schmidt, Hubert
"Blickpunkt Westenfeld e.V."

S. 17f.
Raffenberg, Manfred
Rückblick: Helwig-Gedenken

S. 19-24
Schmalor, Hermann-Josef
Auf den Spuren der alten Klosterbibliotheken in Westfalen

S. 25
Kleine, Peter M.
Kloster Wedinghausen - wiederentdeckt

S. 30f.
Schmoranzer, Annemarie
Zur Geschichte des Gutes Nierhof bei Attendorn

S. 32-34
Böttcher, Andreas Karl
Brekers Haus

S. 35-37
Cordes, Werner F.
Der Bau der Eisenbahnstrecke Altenhundem -
Birkelbach und "Der Kuckuck von Heinsberg"

S. 43-45
Schulte-Hobein, Jürgen
"Vorne fallen die Tore - Fußballfieber im Sauerland"
Ausstellung zur Geschichte des Fußballs im Sauerland wird
am 7. Mai 2006 in Arnsberg eröffnet

S. 46
Vormberg, Martin
Bischofsjubiläum und Großes Verdienstkreuz

S. 47
Bücher - Schrifttum






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Mar 17 16:22:25 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 17 Mar 2006 16:22:25 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Westfaelisches Ortsnamenbuch
Message-ID: s41ae24d.020@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster"
Datum: 17.03.2006, 16:06


AKTUELL

Westfalen - Deine Ortsnamen
An der Universität Münster entsteht das "Westfälische
Ortsnamenbuch"

Seit dem Start der neuen ZDF-Sendereihe "Deutschland - Deine Namen"
mit Johannes B. Kerner vor einigen Tagen rätseln viele Menschen,
warum sie Müller oder Meier heißen und was die Familiennamen
Kuhbier oder Rehbein zu bedeuten haben. Aber auch die Namen von Orten
oder Ortsteilen, ob Amelsbüren oder Appelhülsen, geben manche
Rätsel auf.

An der Universität Münster erforscht Prof. Dr. Jürgen Udolph im
Auftrag der "Akademie der Wissenschaften zu Göttingen" die Ortsnamen
zwischen Rhein und Elbe. Erfasst und bearbeitet werden in dem auf 25
Jahre angelegten Langzeit-Projekt unter anderem die Ortsnamen
Westfalens, die, nach Kreisen geordnet, in einem "Westfälischen
Ortsnamenbuch" in 19 Bänden dokumentiert werden sollen. In den
ersten beiden Bänden werden die Ortsnamen der Kreise Lippe und Soest
untersucht. In weiteren Teilbereichen werden ein Niedersächsisches
Ortsnamenbuch (mit Bremen) mit 28 Bänden und ein Ortsnamenbuch
Sachsen-Anhalt mit neun Bänden erarbeitet.

Im Laufe dieser Jahre werden sämtliche Ortsnamen Westfalens erfasst
und bearbeitet. Auch so genannte "Wüstungen" werden dabei
berücksichtigt, also früher existierende, dann aber aufgegebene
Orte. Grundlage für die Erhebungen sind alte Urkunden und Akten.
Wichtig für die Forscher ist die teilweise recht mühsame
Auffindung der ersten schriftlichen Nennung eines Ortsnamens. Dr.
Claudia Maria Korsmeier von der Arbeitsstelle Ortsnamen: "Wir
betreiben damit auch eine Art Namenarchäologie". Außerdem wird
jeder Ortsname sprachwissenschaftlich untersucht, also seine Herkunft,
Lautung, Typologie und Deutung erschlossen, denn für Prof. Udolph
sind Namen "Fossilien der Sprache" und ihre Deutung bedeutender als
mancher archäologische Fund.

Besonders Ortsnamen sind wissenschaftlich interessant, weil sie als
geschichtliche Quellen zum großen Teil sehr alt sind und wichtige
Aufschlüsse über die Entwicklung eines Landes oder einer Region
geben. Für Westfalen bestehe hier, ebenso wie für Niedersachsen
und Sachsen-Anhalt, eine große Forschungslücke, die nun gefüllt
werden soll. Die Wissenschaftler erhoffen sich auch neue Erkenntnisse
über die sprachliche Entwicklung der Region. Außerdem bietet die
Arbeitsstelle an, interessierten Bürgerinnen und Bürgern neue und
spannende Einzelheiten über die Geschichte und Herkunft ihres
Ortsnamens zu vermitteln.

Geleitet wird die neue Arbeitsstelle in Münster von Prof. Dr.
Jürgen Udolph, der spätestens seit dem Auftritt bei Johannes B.
Kerner im ZDF als prominentester deutscher Namensforscher gilt und
sich seit vielen Jahren wissenschaftlich damit beschäftigt, was
Namen von Menschen, Orten oder Flüssen über deren Herkunft
verraten. Habilitiert wurde Udolph 1990 in Göttingen mit einer
Arbeit über polnische Gewässernamen. In den vergangenen Jahren hat
er sich intensiv mit den Ortsnamen Niedersachsens beschäftigt und
einen Band über Ortsnamen der Stadt und des Landkreises Hannover
vorgelegt. Seit 2000 hat er als Professor den einzigen Deutschen
Lehrstuhl für Namenforschung (Onamastik) an der Universität
Leipzig inne. Im Auftrag der "Akademie der Wissenschaften zu
Göttingen" hat er nun zusätzlich die Leitung der Arbeitsstelle
Ortsnamen an der Universität Münster übernommen.


INFO

Link: Arbeitsstelle Ortsnamen
(http://www.ortsnamen.net)






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Mar 20 09:51:44 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 20 Mar 2006 09:51:44 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Geschichte und Geschichten ueber das Heiraten, Herne,
26.03.2006
Message-ID: s41e7b51.072@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Gabriele Wand-Seyer"
Datum: 20.03.2006, 09:11


AKT

Sonntag, 26. März 2006, 11 Uhr
Schloss Strünkede, Herne

"Heil Dir, Du trautes Paar"
Hochzeitliches aus vier Jahrhunderten

Die Hochzeit: gestern wie heute und sicherlich auch künftig ein Fest für Herz, Sinne und Gemüt. Die Vorbereitungen, die Feier, die Erinnerungen - Hochzeit ist ein nachhaltiges und prägendes Ereignis.

In früherer Zeit beschäftigte die Feier einer Hochzeit die Menschen nicht weniger als heute. Sind Hochzeiten gegenwärtig allerdings überwiegend privat und familiär, waren sie früher ein öffentliches Ereignis, verbunden mit festen Regeln, Sitten und Gebräuchen.

Die Führung wird dies an Beispielen von Hochzeiten aus dem adligen, bäuerlichen und bürgerlichen Umfeld darstellen. Nach einer kurzen Einführung in das Thema beginnt der Rundgang durch die Ausstellung im Schloss Strünkede. Er führt zu Brautkleid und Brauttruhe, aber auch zu Kesselhaken und Glocke, zu Wiege und Strünkeder Tasse, zu Exponaten also, die auf den ersten Blick nicht mit dem Thema "Hochzeit" verbunden zu sein scheinen. Ergänzend werden auch wieder Bestände aus den Depots präsentiert: Hochzeitsgeschirr, gerahmte Brautkränze, Fotos und Glückwunschkarten, die vielleicht Erinnerungen an die eigene Hochzeit wecken, und nicht zuletzt Hochzeitszeitungen, in die Einblick zu nehmen durchaus Vergnügen bereitet. So werden 400 Jahre Geschichte und Geschichten über das Heiraten wieder lebendig.

Kostenbeitrag: 4,50 EUR


INFO

Veranstaltungsdaten:
Führung
Datum: 26. März 2006, 11 Uhr
Emschertal-Museum Herne, Schloss Strünkede
Karl-Brandt Weg 5
44629 Herne
Tel.: 0 23 23 - 16 1072
Fax: 0 23 23 - 16 2660
E-Mail: emschertal-museum at herne.de
URL: www.herne.de

Kontakt:
Dr. Gabriele Wand-Seyer
Emschertal-Museum Herne
Karl-Brandt Weg 7
44629 Herne
Tel.: 0 23 23 16 2388
Fax: 0 23 23 - 16 2660
E-Mail: gabriele.wand-seyer at herne.de
URL: www.herne.de







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Mar 20 12:15:23 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 20 Mar 2006 12:15:23 +0100
Subject: [WestG] [KONF] 2. Westfaelischer Denkmaltag, Soest 19.-20.05.2006
Message-ID: s41e9cf9.002@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle LWL"
Datum: 20.03.2006, 12:10


TAGUNG

Beim 2. Westfälischen Denkmaltag in Soest rückt der LWL die Restaurierung in den Mittelpunkt

Unter dem Titel "Außenhaut und Innenleben" beschäftigt sich der 2. Westfälische Tag für Denkmalpflege mit der Erhaltung und Restaurierung von Natursteinfassaden, Wandmalereien und dem Inventar von Baudenkmälern wie Altären, "Bildern", Statuen und Reliefs. Die Denkmal-Experten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) richten den Denkmaltag mit Unterstützung der Stadt Soest in der Zeit vom 19. bis 20. Mai im Soester Rathaus aus.

"Der Denkmaltag soll keine Fachtagung für Restauratoren sein. Er richtet sich an Denkmaleigentümer, Denkmalpfleger, Architekten, Mitarbeiter von öffentlichen und kirchlichen Institutionen und Interessierte. Deshalb gehören zu den Referenten neben Restauratoren und Konservatoren auch Architekten, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, die sich allgemeinverständlich mit restauratorischen Fragen beschäftigen", so Dr. Dirk Strohmann vom LWL-Amt für Denkmalpflege. Da die Restaurierung von Baudenkmälern oft sehr aufwändig und teuer sei, werde ein Schwerpunkt der Veranstaltung die rechtzeitige Vorsorge sein, damit die Denkmäler erst gar keinen Schaden nähmen, so Strohmann weiter.

Der Denkmaltag beginnt am Freitag, 19. Mai, um 9.30 Uhr mit Vorträgen zu den Themen Natursteinfassaden, Wandmalerei und Historische Ausstattungsgegenstände. Den ersten Teil des Denkmaltages beschließt um 20 Uhr ein Konzert mit Dr. Wolf Kalipp von der Musikhochschule Hannover an der ältesten spielbaren Orgel der Welt in der romanischen St. Andreas-Kirche in Soest-Ostönnen. Am Samstag (20.05.) haben die Teilnehmer die Wahl zwischen drei Exkursionen nach Salzkotten und Paderborn, Dortmund oder Soest.


INFO

Die Teilnahme am 2. Westfälischen Tag für Denkmalpflege ist kostenlos, Interessenten müssen sich jedoch beim Westfälischen Amt für Denkmalpflege verbindlich anmelden unter Tel. 0251 591-4067 oder per Mail an e.plake at lwl.org.

Weitere Informationen und Online-Anmeldung unter http://www.denkmalpflege-westfalen.de/






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Mar 20 17:26:38 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 20 Mar 2006 17:26:38 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Lippe und Livland - Edelherr Bernhard II. und
seine Familie, Detmold/Lemgo 30.05.-01.06.2006
Message-ID: s41ee5f3.092@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Gahde, Robert"
Datum: 20.03.2006, 16:24


TAGUNG

Lippe und Livland
Edelherr Bernhard II. und seine Familie

Tagung vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2006
im Staats- und Personenstandsarchiv Detmold und St. Johann Lemgo

Veranstalter:
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Staats- und Personenstandsarchiv Detmold
Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein für das Land Lippe e.V.
in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Lippe


Anmeldungen bitte an das Landesarchiv NRW Staats- und Personenstandsarchiv Detmold


Dienstag, 30. Mai 2006
Staats- und Personenstandsarchiv Detmold

15 Uhr bis 18 Uhr

Begrüßung und Einführung in die Tagung
Dr. Jutta Prieur-Pohl, Detmold

Das Lippiflorium des Justinus von Lippstadt - Überlieferung und Forschungsstand
Detlev Hellfaier M.A., Detmold

Besichtigung der Ausgrabungen auf der Falkenburg
Führung durch Dr. Elke Treude, Detmold


19 Uhr
Residenzschloss Detmold, Ahnensaal

Empfang auf Einladung S.D. Dr. Armin Prinz zur Lippe


Mittwoch, 31. Mai 2006
Staats- und Personenstandsarchiv Detmold

Moderation Prof. Dr. Heinrich Rüthing, Bielefeld

10 Uhr bis 12.30 Uhr

Die Edelherren zur Lippe im Nordwesten des Reichs 1200 bis 1260
Dr. Meinhard Pohl, Wesel

Der Kampf gegen die Stedinger - Die Söhne Bernhards II. zur Lippe in Bremen und Utrecht
Prof. Dr. Heinrich Schmidt, Oldenburg

Gestalt, Verfassung und Recht lippischer Städte - ein Modell?
Dr. Wilfried Ehbrecht, Münster


12.30 Uhr bis 14 Uhr

Mittagspause


14 Uhr bis 15.30 Uhr

Bernhard II. zur Lippe und die Architektur der Abteikirche Marienfeld
Holger Kempkens M.A., Köln

Grundzüge lippischer Kirchenbauten
Dipl. Inform. Ralf Dorn, Trier


16 Uhr

Stadtrundgang durch Detmold
mit Elisabeth Wehlt


19.30 Uhr
Lippisches Landesmuseum Detmold
öffentlicher Abendvortrag

Die Konsolidierung der Herrschaft Lippe
Dr. Ulrich Meier, Bielefeld


Donnerstag, 1. Juni 2006
Gemeindehaus St. Johann Lemgo

Moderation Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, Düsseldorf


10 Uhr bis 13 Uhr

Begrüßung
Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, Lemgo

Livland um 1200
Prof. Dr. Ilgvars Misans, Riga

Bernhard II. und die Mission in Livland
Dr. Wolfgang Bender, Detmold

Die niederdeutsche Expansion im Baltikum - Lippische Herrschaftspläne in Livland
Prof. Dr. Bernd-Ulrich Hucker, Vechta

Schlussdiskussion


13 Uhr bis 13.30 Uhr

Mittagspause
Eintopfessen in St. Johann


13.30 Uhr bis 15.30 Uhr

Stadtführung in Lemgo - auf den Spuren Bernhards II. zur Lippe
mit Dr. Hans-Peter Wehlt, Detmold


15.30 Uhr

Fahrt nach Herford mit Besichtigung der Münsterkirche
Führung Dipl. Inform. Ralf Dorn, Trier

Ende der Tagung ca. 18 Uhr


Begleitprogramm 2006

Veranstaltungen des Lippischen Heimatbundes, Ortsverein Detmold

22. Mai, 19.30 Uhr
Staats- und Personenstandsarchiv Detmold

Bernhard II. - Kriegsherr in Zisterzienserkutte
Vortrag von Dr. Wolfgang Bender

2. Juni
Exkursion nach Marienfeld und Rheda
Anmeldung Jürgen Mische
fon 05231-23632


Veranstaltungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe e.V., Vereinsgruppe Detmold

6. Mai
Exkursion nach Lippstadt und Marienfeld

14. bis 16. Juli
Studienfahrt nach Bassum, Bremen, Kloster Lilienthal
Anmeldung Frank Huismann
fon 05243-820445

13. bis 22. September
Studienfahrt: Auf den Spuren Bernhards II. zur Lippe nach Lettland und Estland
noch wenige Plätze frei
Anmeldung Frank Huismann
fon 05243-820445



INFO

Veranstaltungsdaten:
Tagung Lippe und Livland. Edelherr Bernhard II. und seine Familie
Datum: 30.5.-1.6.2006
Landesarchiv NRW Staats- und Personenstandsarchiv Detmold
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold
Tel.: 05231/766-0
Fax: 05231/766-114
E-Mail: stadt at lav.nrw.de
URL: www.archive.nrw.de



---------------------------------------------------------------------------------------------------------
Redaktioneller Hinweis auf Ressourcen zum Thema
im Internet-Portal "Westfälische Geschichte" [MW]:

- Themen für den Unterricht
Tobias Arand, Ein mittelalterlicher Ritter als Zeuge soldatischer Pflichterfüllung?
Das Graf-Bernhard-Denkmal in Lippstadt
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=135







From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 21 16:18:25 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 21 Mar 2006 16:18:25 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Genealogie im Staatsarchiv: Das Grundbuch als
Fundgrube, 23.03.2006, Muenster
Message-ID: s4202765.071@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Thomas Reich"
Datum: 21.03.2006, 15:22


AKTUELL

Landesarchiv NRW Staatsarchiv Münster

"Genealogie im Staatsarchiv:
Das Grundbuch als Fundgrube".
Vortrag und Führung von Beate Dördelmann

Wenn Immobilienbesitz in der Familientradition steht, können
Grundbücher und -akten wertvolle Informationen für die
Genealogie liefern. Häufig geben Grundstücksübertragungen
Aufschlüsse auf familiäre Beziehungen. Diese Quelle wird
von Familienforschern bisher kaum genutzt.


INFO

Zeit und Ort:
23. März 2006, 19.00 Uhr
Staatsarchiv Münster
Außenstelle Münster-Coerde,
An den Speichern 11
48157 Münster

Parkplätze sind vorhanden, die Buslinien 8 und 9 führen direkt zur Speicherstadt.

Dr. Thomas Reich
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen
Staatsarchiv Münster
Postfach 10 01 04
48050 Münster

Besucheranschrift:
Bohlweg 2
48147 Münster
Tel.: 0251 - 4885-119
Email: thomas.reich at lav.nrw.de






From muhl at uni-muenster.de Tue Mar 21 08:47:46 2006
From: muhl at uni-muenster.de (Hans Muehl)
Date: Tue, 21 Mar 2006 08:47:46 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2006/08
Message-ID: 441FAFA2.5010300@uni-muenster.de>

Von: "Hans Mühl"
Datum: 21.03.2006, 08:40

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an dieser
Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils aktuelle
Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. Sie informiert über
neue Titel zu Westfalen, die die ULB gekauft oder als gesetzliche
Pflichtexemplare aus den westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg,
Detmold und Münster erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2006-08 für den Zeitraum 06.03.2006 bis zum 10.03.2006 mit insgesamt 36 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:

http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes

Unter dieser Internetadresse finden Sie am Ende der aktuellen Liste
einen Hinweis auf frühere, aber noch verfügbare Listen, die ebenfalls
eingesehen werden können.

Die Titel können online über den Katalog der ULB (OPAC) bestellt werden:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?maskID=001&
tagNO=&functionID=1&Language=De&SignalPort=3048&ServerLogin=wopaculb&
ServerDatabase=maindb&Z3950=off&Z3950User=gast&
BaseUrl=..%2Fcgi-bin%2Fopac.pl&NichtNeu=J


Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" der ULB Münster finden Sie unter:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Weitere Literatur über Westfalen finden Sie in der umfangreichsten
deutschen Regionalbibliographie, der Nordrhein-Westfälischen
Bibliographie (NWBib):

Allgemeine Information zur NWBib:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

Suche in der NWBib:

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib


Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westfälischen Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074

E-Mail: muhl at uni-muenster.de
Website Nordrhein-Westfälische Bibliographie:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 23 08:47:07 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 23 Mar 2006 08:47:07 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Brunnert / v. Schierstaedt,
Praeventiver Exponatschutz in Museen, Muenster 2006
Message-ID: s42260aa.027@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 20.03.2006, 18:56


LITERATUR


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

gerne machen wir auf eine neue Publikation des Westfälischen Museumsamtes aufmerksam:

Präventiver Exponatschutz in Museen. Fragebogen, Materialien und Beiträge /
Stephan Brunnert und Eckehard v. Schierstaedt unter Mitarbeit von Annette Bockhorst, Dietmar Leipoldt, Ralf Mertens, Thomas Schmitz, Peter Schräder und der VdS Schadenverhütung, Köln. - Münster, 2006 . - (Materialien aus dem Westfälischen Museumsamt ; Bd. 4). 59 S. + 1 CD-ROM
ISBN 3-927204-63-3

Im komplexen System der Museumsarbeit nimmt das Bewahren einen elementaren Rang ein. Dazu legt das Westfälische Museumsarbeit nun eine Handreichung vor, die folgende Kernbereiche aufgreift: Vorbeugung, Konservierung und Restaurierung.

Die Restauratoren des Amtes, Stephan Brunnert und Eckehard von Schierstaedt, stellen mit dieser Publikation erstmals wesentliche Aspekte ihrer alltäglichen Beratungsarbeit vor. Im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung der MuseumsmitarbeiterInnen für personelle und technische Funktionsabläufe. So zielt z. B. der "Fragebogen: Datenerhebung zur Museumsinfrastruktur" auf die Bausubstanz im Allgemeinen wie die räumliche Ausstattung (Museumstechnik) im Besonderen. Klimastandards und Vitrinentechnik werden gleichermaßen analysiert wie Sicherheit oder Pflege von Sammlungsgut, allesamt Maßnahmen des präventiven Exponatschutzes.

Dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. verdanken wir die Abdruckerlaubnis der Publikation "Leitfaden für die Erstellung von Evakuierungs- und Rettungsplänen für Kunst und Kulturgut", eine 2005 völlig neu erarbeitete VdS-Richtlinie der VdS Schadenverhütung, Köln. Der Beitrag eines Klimaingenieurs zur Temperierung von Museumsgebäuden sowie die Darstellung spezifischer Probleme des präventiven Exponatschutzes aus Sicht eines Versicherers, hier durch Mitarbeiter der Westfälischen Provinzial, Abteilung Schadenverhütung, runden diesen Materialienband ab.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Hartmann


INFO

Der Publikation liegt eine CD-ROM mit dem Fragebogen im PDF-Format bei.
Sie ist zum Preis von 15 Euro (+ Porto) erhältlich beim:

Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Westfälisches Museumsamt
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel. 0251 - 591/4692
Fax 0251 - 591/3335
E-Mail: wma.info at lwl.org






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 23 08:51:08 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 23 Mar 2006 08:51:08 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Gesichter des Rechtsextremismus heute, Wewelsburg,
21.-23.07.2006
Message-ID: s42261a1.049@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "gkmailing at beos-web.de"
Datum: 21.03.2006, 08:05
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


TAGUNG

21. - 23. Juli 2006
DJH Wewelsburg
Seminar "Über die vielen Gesichter des Rechtsextremismus heute - Jugendliche im Blickpunkt. Symbole und Mythen"

Bis heute ist rechtsextremistische Ideologie im Kern als mythisches Denken zu verstehen. Eine zum Teil modernisierte Symbolsprache stiftet Identität, grenzt die Szene nach außen ab und trägt zur Entfaltung einer "Erlebniswelt Rechtsextremismus? bei, in der sich menschenverachtende Propaganda und Lifestyle verbinden.
Das Seminar geht den Mythen und Symbolen der rechtsextremistischen Szene an historischem Ort nach: Die Dokumentation "Wewelsburg 1933-1945 - Kult- und Terrorstätte der SS" ist am Tagungsort untergebracht und wird gemeinsam besichtigt.

Dem Seminar geht eine thematische Einführungsveranstaltung am 17. Mai voraus. Die Teilnahme an der Einführung ist Voraussetzung, um die Veranstaltung zu besuchen.

Der Teilnahmebeitrag von 30 Euro ist am 17. Mai in bar zu entrichten.


Partner der Veranstaltung
Ruhr-Universität Bochum - Politikwissenschaft II
Kreismuseum Wewelsburg
Innenministerium Nordrhein-Westfalen

Zielgruppe
Die Veranstaltung richtet sich an Studierende der Geschichts- und Sozialwissenschaften in Nordrhein-Westfalen. Teile des Programms werden von studentischen Arbeitsgruppen vorbereitet.

Anmeldeschluss: 07.04.2006

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.politische-bildung.nrw.de


INFO

Herbert C. Cormann
Landeszentrale für politische Bildung NRW
im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration
des Landes Nordrhein-Westfalen
40190 Düsseldorf
Hausanschrift: Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf
Tel.: +49 (0) 211/8618-4622
Fax: +49 (0) 211/8618-54622
E-Mail: herbert.cormann at mgffi.nrw.de
Im Netz: www.politische-bildung.nrw.de
auch: www.jugendwettbewerb.nrw.de







From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 23 08:53:15 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 23 Mar 2006 08:53:15 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Schrumpfende Staedte, Muenster 27.-29.03.2006
Message-ID: s422621d.056@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster"
Datum: 21.03.2006, 09:03


TAGUNG

Schrumpfende Städte
Tagung des Instituts für vergleichende Städtegeschichte
Münster, 27.-29.03.2006

"Schrumpfende Städte in historischer Perspektive" untersucht eine
internationale Tagung des Instituts für vergleichende
Städtegeschichte an der Universität Münster vom 27. bis 29.
März. Dabei reicht der Bogen von der Spätantike bis zur aktuellen
Lage in den ostdeutschen Bundesländern. Das Schrumpfen der Städte
wird dabei von den Referenten nicht nur als Katastrophe, sondern
durchaus auch als Chance gewertet.

Die dreitägige Veranstaltung im Westfälischen Landesmuseum für
Kunst und Kulturgeschichte am münsterschen Domplatz beginnt mit
Rückblicken auf städtische Schrumpfungsprozesse in der Antike und
Auflösungserscheinungen in antiken griechischen Städten. Es folgen
Beiträge über die kommunale Entwicklung in England zwischen 1300
und 1700 sowie historische Stadtschrumpfungen in Osteuropa am Beispiel
der Stadt Krakau. Die Situation der Hansestadt Lübeck nach dem
Dreißigjährigen Krieg erlaubt Betrachtungen zur Wahrnehmung und
Verarbeitung wirtschaftliche Krisen.

Im zweiten Teil der Tagung geht es um neuere Entwicklungen. Analysiert
werden aktuelle Muster des Einwohnerrückgangs in bundesdeutschen
Städten sowie der Gegensatz des Schrumpfungsprozesses zum
Wachstumsparadigma in der ehemaligen DDR, ergänzt um Anmerkungen aus
geographischer Perspektive und Überlegungen zur Einordnung von
Schrumpfung in die Urbanisierung.

Zum Programm der wissenschaftlichen Tagung gehört auch in diesem
Jahr wieder ein öffentlicher Abendvortrag zum Tagungsthema, der
allen Interessierten kostenlos angeboten wird: Prof. Dr. Hartmut
Häußermann aus Berlin spricht am Montag, 27. März 2006, um 20
Uhr im Vortragssaal des Landesmuseums am Domplatz 10 über
"Schrumpfen als Katastrophe - Schrumpfen als Chance".


INFO

Link: Institut für vergleichende Städtegeschichte
(http://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte)






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 23 08:56:07 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 23 Mar 2006 08:56:07 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAUS=5D_Stadtmuseum_Muenster=2C_Zuordnun?=
=?iso-8859-1?q?g_von_Fotos=2C_M=FCnster=2C_bis_02=2E04=2E2006?=
Message-ID: s42262b7.077@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Presse- und Informationsamt Stadt Münster"
Datum: 21.03.2006, 10:03


AUSSTELLUNG

Stadtmuseum sucht Hilfe von Zeitzeugen
Zuordnung von Fotos / Reizvolle Aufgabe für Münsteraner

Wer seine Fotos nicht chronologisch im Fotoalbum aufbewahrt, kennt das Problem. Nach wenigen Jahren ist nicht mehr sicher, wer oder was zu sehen ist und wann das Foto entstanden ist. Was für vergleichsweise kleine Sammlungen von Hobbyfotografen gilt, ist beim Nachlass des münsterschen Pressefotografen Willi Hänscheid eine echte Herausforderung: er umfasst 300 000 Negative aus drei Jahrzehnten. Das Stadtmuseum bittet deshalb die Münsteranerinnen und Münsteraner um Unterstützung bei der Zuordnung einer Reihe von Bildern.

Bis zum 2. April sind 31 Fotos von Willi Hänscheid aus den 1950er bis 1970er Jahren in der ersten Etage des Museums zu sehen, die die Fachleute nicht zuordnen können. Besucher, die Menschen, Gebäude oder Straßenzüge wiedererkennen, können ihre Anmerkungen in einer Begleitmappe festhalten. So tragen sie zur nächsten Ausstellung mit Fotos von Willi Hänscheid bei. "Die Wunderjahre - Münster in Fotos von 1950 bis 1958" soll ab dem 29. Oktober im Stadtmuseum gezeigt werden.

Zeitzeugen, die Münster noch aus den Nachkriegsjahren kennen, erinnern sich möglicherweise an Straßenzüge, die heute einen anderen Anblick bieten als vor Jahrzehnten. Besonders das Umfeld der Wohnung oder des Arbeitsplatzes bleibt vielen Menschen in Erinnerung. Vielleicht werden auf Fotos sogar alte Bekannte wieder entdeckt und machen so die Datierung möglich.

Gezeigt werden Aufnahmen etwa von Modellen beim Schaufrisieren in der Halle Münsterland, vom weiblichen Personal einer Gaststätte, einer Bürobelegschaft, von Kindern in Häschen-Karnevalskostümen oder Kuchen backenden Junggesellen.


INFO

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Telefon: +49 (0)2 51/4 92-45 03
Telefax: +49 (0)2 51/4 92-77 26
Web: www.stadt-muenster.de/museum
E-Mail: museum at stadt-muenster.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 23 08:57:47 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 23 Mar 2006 08:57:47 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortragsreihe zu Hauptwerken der Mittelalter-Sammlung,
Muenster, ab 13.04.2006
Message-ID: s4226313.084@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Petra Marx, Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster"
Datum: 21.03.2006, 10:50


AKTUELL

Neue Forschungen zur Alten Kunst
Vortragsreihe zu Hauptwerken der Mittelalter-Sammlung

Die überarbeitete Präsentation der mittelalterlichen Kunstwerke des Landesmuseum bietet Anlass, aktuelle Forschungsergebnisse zu ausgewählten Objekten einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

13. April 2006
Neue Erkenntnisse zum Schicksal der beiden Altarretabel aus Kloster Liesborn
Dr. Andreas Priever, Universität Bielefeld

10. Mai 2006
Westfälische Geschichte im Spiegel der Mittelalter-Sammlung des Landesmuseums
Dr. Gerd Dethlefs, Westfälisches Landesmuseum Münster

22. Juni 2006
Westfälische Goldschmiedekunst der Gotik
Prof. Dr. Hartmut Krohm, Staatliche Museen zu Berlin

31. August 2006
Die Tafelbilder aus der Frauenstiftskirche St. Walburgis zu Soest
Dr. Petra Marx, Westfälisches Landesmuseum Münster

14. September 2006
Im Schatten von Vater und Bruder. Der münsterische Bildhauer Franz Brabender
Dr. Sibylle Backmann, Münster

12. Oktober 2006
Das Reliquien-Retabel aus Varlar. Ein fragmentarisches Werk und die Grenzen der kunsthistorischen Betrachtung
Dr. Ulrich Schäfer, Münster

30. November 2006
Die Schmerzensmutter aus Unna
Dr. Barbara Rommé, Stadtmuseum Münster

14. Dezember 2006
Das Bockhorster Kruzifix. Zur Form und Funktion mittelalterlicher Triumphkreuze
Dr. Manuela Beer, Museum Schnütgen, Köln

Ort: Vortragssaal des Westfälischen Landesmuseums
Zeit: 20 Uhr, Dauer jeweils ca. 45 Minuten mit anschließender Diskussion

Die Vorträge finden innerhalb der Langen Donnerstage statt (bis auf den Maitermin), so dass jeweils die Möglichkeit besteht, vor Vortragsbeginn die Sammlung zu besuchen.



INFO

Veranstaltungsdaten:
Vortragsreihe zu Hauptwerken der Mittelalter- Sammlung
Datum: April - Dezember
Westf. Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster
Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: 0251- 5907-01
Fax: 0251-5907-210
E-Mail: landesmuseum at lwl.org
URL: www.landesmuseum-muenster.de

Kontakt:
Petra Marx
Westf. Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster
Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: 0251-5907-218
Fax: 0251-5907-210
E-Mail: Petra.Marx at lwl.org
URL: www.landesmuseum-muenster.de







From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 23 09:18:32 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 23 Mar 2006 09:18:32 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BKONF=5D_=22Arbeit_-_Kultur_-_Identit=E4?=
=?iso-8859-1?q?t=22=2C_Westf=2E_Industriemuseum_Dortmund=2C_23=2E-25=2E03?=
=?iso-8859-1?q?=2E2006?=
Message-ID: s4226806.000@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 21.03.2006, 13:15


TAGUNG

Symposion "Arbeit - Kultur - Identität"
beleuchtet die Transformation von Arbeitslandschaften in der Literatur

Schon in den vergangenen Jahren galt das Interesse des Fritz-Hüser-Instituts (FHI) für deutsche und ausländische Arbeiterliteratur nicht mehr nur der industriellen Arbeitswelt, sondern auch dem Themenkreis Arbeitslosigkeit, Strukturwandel und Mobilität. Mit dem Symposion *Arbeit - Kultur - Identität. Zur Transformation von Arbeitslandschaften in der Literatur" will es zu neuen Fragestellungen und Auseinandersetzungen anregen.

Das Symposion findet von Donnerstag, 23. März, bis Samstag, 25. März, im Westfälischen Industriemuseum Zeche Zollern II/IV in Dortmund-Bövinghausen statt. Rund 60 Interessierte haben sich bereits angemeldet. Gemeinsame Veranstalter sind das FHI der Stadt Dortmund und das Westfälische Industriemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Osnabrück.

In vier Sektionen - "Abeit in der Literatur", "Abeiterkultur nach dem Zweiten Weltkrieg", "Arbeit und Identität", "Autobiografie und Migrantenliteratur" - diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem gesamten deutschsprachigen Raum die Darstellung von Arbeit, Arbeitslosigkeit und Arbeitsverweigerung in der Literatur. Sie diskutieren die Rolle von Literatur und Kunst bei der Bildung und Abgrenzung von Gruppenidentitäten und regionaler Kulturen. Darüber hinaus beleuchten sie die literarische Verarbeitung von Strukturwandel und Massenarbeitslosigkeit.

Den Eröffnungsvortrag hält am Donnerstag, 23. März, um 15 Uhr Prof. Dr. Erhard Schütz von der Humboldt-Universität Berlin zu der provokativen Frage "Literatur - Museum der Arbeit?". Begleitend zu den wissenschaftlichen Beiträgen läuft am Donnerstagabend um 20.30 Uhr auf Zollern II/IV ein Filmprogramm zum Thema "Kultur im Revier in den 1950er Jahren" - passend zur großen Sonderausstellung "Aufbau West", die der LWL noch bis zum 26.3. auf der Zeche Zollern II/IV zeigt: Während das Industriemuseum hier den wirtschaftlichen Aufbau dokumentiert, bildet die literarische Auseinandersetzung etwa der Gruppe 61 mit dieser Zeit den Grundstock für die bestände des FHI. Am Freitagabend um 20 Uhr folgt - nach einem Grußwort von Bürgermeisterin Birgit Jörder - die Lesung "150 Jahre Literatur und Arbeit" in Studio B der Stadt- und Landesbibliothek am Königswall. Es liest Michael Kamp, Schauspieler am Dortmunder Theater.

Die Teilnahme an dem Symposion ist kostenlos. Für die Verpflegung und eine Exkursion zu exemplarischen Orten der Montanindustrie am Samstagvormittag wird ein Beitrag von zehn Euro erhoben.

INFo

Auch kurzfristig sind Anmeldungen zu dem Symposion noch möglich. Interessierte wenden sich bitte an das Fritz-Hüser-Institut, Ostwall 64, Telefon (0231) 50-2 31 35 / 50-2 60 61. Das Institut ist im Internet unter fhi at dortmund.de erreichbar.

Für den Besuch des Filmabends und der Lesung sind Anmeldungen nicht erforderlich. Nicht-Teilnehmer an dem Symposion zahlen für die Teilnahme an dem Filmabend fünf Euro, der Besuch der Lesung ist kostenlos.
Westfälisches Industriemuseum, Kontakt: Dr. Dagmar Kift, Tel. 0231 6961-140






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 23 09:20:11 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 23 Mar 2006 09:20:11 +0100
Subject: [WestG] [PRO] Alltag und Lebenswelt heimatloser Armer ("Landarme")
im 19. Jahrhundert in Westfalen
Message-ID: s4226861.004@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Lerche, Eva-Maria"
Datum: 22.03.2006, 10:10


PROJEKT

Forschungsprojekt: Alltag und Lebenswelt heimatloser Armer ("Landarme") im 19. Jahrhundert in Westfalen

Im Mittelpunkt des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts unter der Leitung von Prof. Dr. Ruth-E. Mohrmann steht die Analyse von Alltag und Lebenswelt heimatloser Armer (sog. Landarme) im 19. Jahrhundert in Westfalen. Mit einem subjektbezogenen, mikrogeschichtlichen Ansatz wird die Lebenswelt dieser Unterschichtengruppe in einer Gesellschaft untersucht, die einem rasanten soziokulturellen, ökonomischen und politischen Wandel unterlag. Die zentrale Frage wird sein, welche individuellen und kollektiven (Über-)Lebensstrategien in Not geratene Menschen vor dem Hintergrund des entstehenden staatlichen Fürsorgesystems entwickelten. Wichtigste Quellengrundlage sind die 970 personenbezogen Fallakten des westfälischen Landarmenhauses Benninghausen bei Lippstadt, das als staatliche geschlossene Fürsorgeanstalt für Landarme von 1844 bis 1891 bestand.

Impulse für die volkskundlich-historische Armutsforschung soll die Arbeit unter drei Aspekten liefern:
Zum Ersten wird die bislang in der Wissenschaft nur am Rande berücksichtigte Gruppe der heimatlosen Landarmen sowie das preußische Landarmenwesen erforscht. In der Frühen Neuzeit und teilweise noch bis ins 20. Jahrhundert hinein (z. B. in Bayern) war das Recht auf Armenunterstützung an ein Ortsheimatrecht (in der Regel am Geburtsort) gebunden. Mit dem Allgemeinen Landrecht für die Preußischen Staaten legte Preußen bereits 1794 den Rahmen für eine subsidiäre staatliche Unterstützungspflicht für diejenigen Bedürftigen fest, die kein Ortsheimatrecht besaßen, z.B. weil sie als Kinder von Wanderhändlern oder Soldaten an einem zufälligen Ort geboren waren, der nie ihr Wohnort wurde. Mit der Neuregelung des preußischen Armenwesens 1842/43 wurde der Erwerb eines Unterstützungswohnsitzes vor allem durch Erwerbstätigkeit am Zuzugsort ermöglicht, zugleich ging aber auch das alte Heimatrecht nach dreijähriger (ab 1871 nach zweijähriger) Abwesenheit vom Heimatort verloren. Mit dem Gesetz wurden alle Provinzen verpflichtet, anerkannte heimatlose Bedürftige (Landarme) zu unterstützen, wobei von diesen nur ca. ein Fünftel in einem provinzialen Landarmenhaus wie dem in Benninghausen untergebracht wurde.

Zum Zweiten soll ein umfassender Einblick in die Lebenswelt dieser sozialen Gruppe gewährt werden. Hierzu werden in den Fallakten erhaltene Briefe, Inventare, Schilderungen des Lebenslaufs etc. analysiert sowie aus den Aufnahmebüchern und Personalbögen quantitative Daten über die soziale und regionale Herkunft, das Alter, das Geschlecht, den Beruf und den Familienstand gewonnen. In zahlreichen Fällen sind nicht nur Aussagen über das Leben vor dem Anstaltsaufenthalt möglich, vielmehr existieren auch Informationen über das weitere Schicksal. Dabei zeigt sich schon jetzt, dass die Landarmen nicht als Randgruppe zu betrachten sind, sondern Teil der breiten Armutsschicht von Menschen waren, die täglich durch Krankheit, Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit etc. in Bedürftigkeit geraten konnten. Untersucht werden außerdem Armutsursachen, soziale Netzwerke und Migrationsverhalten. Ebenso wird der soziale Status der Landarmen sowie Fremd- und Selbstwahrnehmung ihrer Situation in den Blick genommen.

Zum Dritten werden Handlungsmöglichkeiten und -strategien der Landarmen gegenüber der Armenfürsorge herausgearbeitet. Die Analyse folgt den Fragen, wie sich die Armen durch Anpassung oder Widersetzlichkeiten Freiräume schufen, ihre Interessen informell bzw. regelwidrig oder auf dem Rechtsweg, z.B. mit Eingaben bis zum preußischen Innenministerium in Berlin, verfolgten, schließlich wie sie relevantes Wissen über die Armenpflege untereinander weitergaben. Dabei wird die institutionalisierte Armenpflege als ein repressiv-hierarchisches, aber dennoch von allen Akteuren, auch den Landarmen selbst, geprägtes und veränderbares System verstanden. Hierdurch können die Machtstrukturen innerhalb der staatlichen Armenfürsorge sichtbar gemacht werden, die sehr viel differenzierter und verwobener waren, als ein Blick auf die normativen Quellen vermuten lassen würde. Die Anstalt Benninghausen selbst wird dabei aus verschiedenen Perspektiven heraus untersucht: Durch eine Vielzahl kleiner Inf ormationen, die sich aus Eingaben, Bittschriften und Beschwerden der Landarmen sowie Anstaltsdokumenten (z. B. Fluchtberichten, Bestrafungen) ziehen lassen, kann der Alltag in Benninghausen rekonstruiert werden. Detaillierte Etatpläne, Anschaffungslisten und Speisepläne ermöglichen einen Einblick in die Sachkultur der Anstalt. Der Bibliothekskatalog und landwirtschaftliche Berichte verdeutlichen die Ökonomisierungsbestrebungen in Benninghausen. Die - mitunter normabweichenden - Spielräume des Anstaltspersonals, insbesondere der Leitung lassen sich unter anderem anhand des Umgangs mit der Flucht aus der Anstalt oder auch der privaten Pflegeunterbringung in den umliegenden Kreisen analysieren. Dabei wird die Anstalt nicht isoliert betrachtet, sondern auch ihr Verhältnis zu anderen Behörden, zu den umliegenden Kommunen und den Bewohnern des Kreises untersucht.


INFO

Kontakt:
Eva-Maria Lerche
Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie
Scharnhorststr. 100
48151 Münster
Tel.: 0251/83-25123
E-Mail: lerchee at uni-muenster.de
URL: http://www.uni-muenster.de/Volkskunde/






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 24 10:44:09 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 24 Mar 2006 10:44:09 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Abschlussfest der Ausstellung "Aufbau West", Dortmund,
26.03.2006
Message-ID: s423cd99.093@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "gkmailing at beos-web.de"
Datum: 23.03.2006, 09:15
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Sonntag, 26. März 2006

Die Wirtschaftswunderzeit wird Sonntag im Westfälischen Industriemuseum
Zeche Zollern II/IV lebendig. Beim Abschlussfest zur Ausstellung "Aufbau
West - Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder" können
Besucher das Lebensgefühl der 1950er Jahre in vielen Facetten erleben:
Oldtimer, eine Schlagerrevue, Führungen und laufenden Maschinen locken
von 11 bis 18 Uhr ins Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) nach Dortmund-Bövinghausen.

Eine Augenweide sind die Oldtimer vom Bochumer Kleinwagenstammtisch,
die die stolzen Besitzer für Sonntag auf Hochglanz polieren: Von der Isetta
bis zum BMW V8 reicht das Spektrum des kleinen Fuhrparks auf dem
Museumsgelände. Akustisch geht die Reise in die 50er Jahre dann bei der
Wirtschaftswunder-Revue mit den "Sweethearts" weiter. Die drei
Gesangssolisten Annette Praktisch, Klaus Saubermann und Wolfgang Wunder
geben ab 16 Uhr zeitlos-frische Hits aus der Wirtschaftswunderzeit wie "Ich
will keine Schokolade" oder "Schuld war nur der Bossanova" zum Besten.
Abgerundet wird das musikalische Programm der Gruppe mit Sketchen, Pointen
à la Heinz Erhardt und Werbespots aus der Aufbau-Zeit.

Mit dem Fest endet die Sonderausstellung "Aufbau West - Neubeginn
zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder", die der LWL seit September
2005 im Westfälischen Industriemuseum in Dortmund zeigt. Wer die Schau
noch nicht gesehen hat, kann sie am Abschlusstag noch einmal auf eigene
Faust erkunden oder sich zwischen 11 und 15 Uhr einer der stündlich
angebotenen, kostenlosen Führungen anschließen. Den ganzen Tag über
sind der historische Drahtwebstuhl und eine Wirkmaschine aus den 1920er
Jahren in Aktion zu sehen. Für die jüngeren Besucher bieten die
Museumspädagogen Kinder- und Bastelprogramme an.


INFO

Ort:
Westfälisches Industriemuseum Zollen II/IV
Grubenweg 5
Dortmund
Zeit:
Sonntag, 26. März 2006






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 24 11:03:57 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 24 Mar 2006 11:03:57 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Neue Ausstellung: "Klima und Mensch",
30.05.2006-30.05.2007, Herne
Message-ID: s423d22b.069@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 21.03.2006, 11:18


AUSSTELLUNG

Der Neandertaler trotzte dem Klima - und verschwand
Neue Klimaausstellung in Herne

Im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne wird ab 30. Mai
die bisher größte Ausstellung in Deutschland über "Klima und Mensch"
sowohl die Anpassungsfähigkeit der Menschen, Tiere und Pflanzen
über die Jahrtausende als auch die Klima-Extreme vor sechs Millionen
Jahren bis zu zukünftigen Hochwasserkatastrophen erlebbar machen
(bis 30. Mai 2007). Das Museum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) wird das "Leben in Extremen" auf 900
Quadratmetern mit über 300 bedeutenden Exponaten aus allen
Kontinenten präsentieren. Vorab stellen wir einige der wichtigsten
Themen vor.

Als der etwa 30-jährige Mann auf die Jagd ging, ahnte er noch nicht,
was ihm an diesem Tag passieren sollte. In einem dunklen Waldstück
erspähte er Spuren eines Rinds, denen er über mehrere Hundert Meter
folgte. An einem Bach sah er dann das Tier, schlich sich an, immer näher,
hob seine Axt - und bekam einen fürchterlichen Schlag auf den Kopf.
Ein anderer Jäger war ihm zuvor gekommen, hatte das Beutetier schon
für sich ausgemacht und sich mit einem schweren Stock den Konkurrenten
vom Hals geschafft. Der verletzte Mann hatte Glück, einige Stunden
später fanden ihn einige Familienmitglieder, blutend, mit einem dicken
Loch im Kopf.

Die Geschichte spielte sich so oder ähnlich vor etwa 125.000 Jahren ab,
im Gebiet des heutigen Krapina in Kroatien. Das Besondere an der
Geschichte: "Die Angehörigen des Neandertalers kümmerten sich um
den verletzten Jäger und pflegten ihn wieder gesund", sagt Dr. Michael
Baales. Der LWL-Archäologe begründet seine Theorie mit einem Fundstück,
das in der Ausstellung "Klima und Mensch" ab dem 30. Mai im Westfälischen
Museum für Archäologie in Herne zu sehen ist. "Das Schädeldach weist
eine verheilte, schwere Kopfverletzung auf, die der Mann ohne Pflege
niemals überlebt hätte." Sein Fazit: "Auch der Neandertaler war ein
Gemeinschaftswesen, wie alle Menschen." Darauf deutet auch eine Elle
hin, die ebenfalls in der Ausstellung gezeigt wird und deren Narben
wahrscheinlich von Arthrose oder einer Amputation herrühren.

Für die Wissenschaftler beweisen diese Funde, dass die Neandertaler
sich sozial verhielten, "ohne das sie in den extremen Situationen und
Klimaten auch nicht hätten überleben können". Die frühe Menschenart
musste sich, wie alle menschlichen Gemeinschaften, mit Krankheiten, aber
auch mit Verletzungen aus gewaltsamen Kämpfen auseinandersetzen.
Auch diesen Teil der menschlichen Geschichte dokumentiert die Ausstellung -
etwa mit einem 5.000 Jahre alten Schädel, den Archäologen in Porsmose
in Dänemark fanden und in dem noch eine Pfeilspitze steckt.

Der Neandertaler benötigte den sozialen Zusammenhalt auch, um mit
den wechselnden und extremen Klimabedingungen in Europa zurechtzukommen.
Vor 120.000 Jahren zum Beispiel war es durchschnittlich bis zu zwei Grad
wärmer als heute. Während der Höhepunkte der jüngsten Eiszeit dagegen
wurde es selbst im Sommer kaum wärmer als zehn Grad Celsius, und die
Winter waren lang mit ständigem Frost.

Trotzdem verbreitete sich der Neandertaler von Portugal bis nach
Usbekistan, von Italien bis Wales, wo er zeitgleich mit Leoparden lebte,
wie Fundstücke in der Ausstellung belegen. In Herne war er übrigens auch.
Ein etwa 80.000 bis 100.000 Jahre alter Faustkeil, den man in der
Ruhrgebietsstadt fand, belegt das.

"Er war sehr flexibel, körperlich wahrscheinlich sogar besser gerüstet als
der Homo Sapiens, der vor etwa 200.000 Jahren in Ostafrika entstand",
berichtet Michael Baales. Der klassische Neandertaler hatte massivere
Knochen und einen muskulöseren Körperbau als der moderne Mensch,
außerdem Überaugenwülste, eine flache Stirn und ein fliehendes Kinn.
"Der Neandertaler hatte zudem ein größeres Hirnvolumen, konnte besser
hören und sehen und war stärker", erklärt der Archäologe. Trotz dieser
Vorteile starb der Neandertaler vor etwa 36.000 Jahren aus. "Warum,
weiß niemand so genau", sagt Baales.

Vielleicht lag es ja daran, dass sich der Homo Sapiens aus Europa wieder
nach Afrika zurückzog, als es vor 64.000 Jahren während der letzten
Kaltzeit in Europa wieder richtig eisig wurde. Der Neandertaler aber blieb -
und verschwand.


INFO

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Unesco und des
NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers und ist eine Kooperation mit
der Nordrhein-Westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung. Sie
wird außerdem gefördert von:
Kulturstiftung Westfalen-Lippe, Gelsenwasser AG, ThyssenKrupp Steel AG,
RWE Westfalen-Weser-Ems-AG, Stadtwerke Herne AG, 1komma6
Multimediale Dienstleistungen GmbH, Reifen Stiebling GmbH, Schwing GmbH,
Deutsche Benkert GmbH & Co. KG, Sasol Germany GmbH, Kulturinitiative
Herne e.V., Werner Ollbrink GmbH, Stadt Herne, Stadtmarketing Herne,
Stadt Herne, Verein der Freunde und Förderer des Westfälischen Museums
für Archäologie e. V.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 24 11:26:59 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 24 Mar 2006 11:26:59 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Heimatland Lippe, Maerz 2006
Message-ID: s423d794.080@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 24.03.2006, 11:20


SERVICE: TOC

Heimatland Lippe
Zeitschrift des Lippischen Heimatbundes und des Landesverbandes Lippe
99. Jahrgang Nr. 3
März 2006
ISSN 0017-9787


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=54



Inhalt in Auswahl [AS]

S. 64-67
Meier, Burkhard
Vom "Hauderer" zum Spediteur
Die Detmolder Familie Herbst-Brasse

S. 68
Reuter, Friedrich-Wilhelm
Freie Kost im lippischen Fürstenschloss
oder: Wie kahm Brahms nach Detmold?

S. 74f.
Stechemesser, Adelheid
Als ich ein kleines Mädchen war
Erinnerungen an Vorkriegs- und Kriegsjahre in Wörderfeld (Teil 2)

S. 76f.
Rezensionen

S. 78-80
Bühnenkunst auf hohem Niveau
Das Landesthater Detmold

S. 82
Vielfalt der Kultur des Weserraumes
Das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake

S. 84f.
Banghard, Karl
Ein Publikumsmagnet mit Bildanspruch
Das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen

S. 86f.
Tiere und Natur als Anschauungsobjekte
Das Wald- und Forstmuseum Kalletal-Heidelbeck

S. 90
Giselherr Klebe: Die Autographen der Landesbibliothek
Ausstellung vom 20. Februar bis 12. Mai 2006






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 24 11:47:35 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 24 Mar 2006 11:47:35 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Wittgenstein, Maerz 2006
Message-ID: s423dc73.088@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 24.03.2006, 11:45


SERVICE: TOC

Wittgenstein
Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e.V.
94. Jahrgang Bd. 70, Heft 1
März 2006
ISSN: 0043-7093


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=102



S. 2-4
Völkel, Wilhelm
Gedanken zur Entstehung von Erndtebrück vor 750 Jahren

S. 5-16
Völkel, Wilhelm
Ein Gang durch Erndtebrück wie es früher war

S. 17-35
Imhof, Heinrich
Germantown - eine Reise in die Vergangenheit

S. 36-44
Berichte der Ortsheimatvereine






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Mar 24 11:57:38 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 24 Mar 2006 11:57:38 +0100
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe 07.02.-21.03.2006
Message-ID: s423dedb.039@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 23.03.2006, 11:46


AKTUELL

SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" einen
weiteren Service an: eine Zusammenfassung von Museums- und Archiv-
Nachrichten des Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred
Hartmann erstellt wird. [MW]

Quelle:
http://www.wdr.de/nachrichten/


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 21.03.2006

Waltrop stellt Sparplan vor (06:50)
Der Sparberater der Stadt Waltrop hat einen 12-Punkte-Plan vorgestellt. Der 53-jährige Jurist will vor allem bei den Zuschüssen für das Stadtarchiv, die Stadtbücherei, das Heimatmuseum, die Musikschule und die Volkshochschule sparen. Auf dem Prüfstand stehen auch die Kosten für die beiden Bäder und die Sportstätten. Das Vorjahresdefizit von knapp 10 Millionen Euro soll nicht überschritten werden. Der Rat entscheidet am 30. März über das Sparpaket.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 20.03.2006

Bochum: Papierarbeiten von Nam June Paik (09:43)
60 Kunstwerke aus Papier des Videokünstlers Nam June Paik sind in einer Ausstellung des Museum Bochum bis Ende Mai zu sehen. Die Schau *Paik on Paper" präsentiert einen unbekannten Ausschnitt aus dem Gesamtwerk des Videokunst-Pioniers aus Korea. Die aus einer Bochumer Privatsammlung stammenden Arbeiten aus den Jahren 1961 bis 2001 sind größtenteils erstmals öffentlich zu sehen.


Nachrichten aus OWL vom 18.03.2006

Tag der offenen Baustelle (07:37)
In Bünde können Bürger am Sonntag erstmals die Sanierungsarbeiten am Deutschen Tabakmuseum besichtigen. Auf speziellen Führungen können die Teilnehmer nachmittags die Erneuerungsarbeiten am Fachwerk erleben und sonst unzugängliche Gebäudeteile besichtigen. Das Deutsche Tabakmuseum Bünde besteht seit 1937 und soll im kommenden Jahr wiedereröffnen.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 15.03.2006

Spektakulärer Diebstahl im Museum (15:52)
Im mineralogischen Museum in Münster hat ein etwa 40 Jahre alter Mann das äußerst wertvolle Erzmineral Samsonit geraubt. Mit einem Stein zertrümmerte er eine Vitrine und griff hinein. Nach Angaben der Polizei ist der ideelle und materielle Wert des Minerals erheblich, dieses wurde bislang nur an wenigen Orten weltweit gefunden.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 14.03.2006

Kreis bezahlt Museumsneubau mit (07:35)
Der Kreis Olpe wird einen großen Teil der Modernisierungskosten für das Südsauerlandmuseum in Attendorn übernehmen. Aus dem Vermögenshaushalt wird knapp eine Million Euro bereitgestellt. Das ehemalige Kreisheimatmuseum wird zur Zeit von Grund auf saniert und erweitert. Die Bauarbeiten dauern wahrscheinlich zwei Jahre. Das Museumsgebäude ist der einzige gotische Profanbau Südwestfalens und stammt aus dem 14. Jahrhundert.


Nachrichten aus OWL vom 14.03.2006

Säurefraß bedroht Akten (06:48)
In den Archiven der Region stehen Tausende von Akten kurz vor dem Verfall. Darüber beraten rund zweihundert Archivare aus Westfalen-Lippe in Bad Oeynhausen. Vor allem Dokumente aus der unmittelbaren Nachkriegszeit sind von Säurefraß bedroht. Die Landesregierung will rund eine Million Euro zu Verfügung stellen, um wenigstens die wertvollsten Dokumente erhalten zu können.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 08.03.2006

Lackkunst aus Frankreich (17:54)
Das Lackmuseum in Münster zeigt ab Sonntag zeitgenössische Lackkunst aus Frankreich. Präsentiert werden 60 Arbeiten der Künstlervereinigung "Lac". Die Sonderausstellung ist das erste ausländische Projekt der 17 Künstler. Zu sehen sind die Lackkunstarbeiten bis zum 6. August.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 08.03.2006

Sigmar Polke erhält Rubenspreis (16:10)
Der 11. Rubenspreis der Stadt Siegen für europäische Malerei geht an Sigmar Polke. Die Jury nannte den in Köln lebenden Künstler einen *unersättlichen Experimentator" und *hundertprozentigen Maler, der sich ständig neue Mittel und Verfahren zunutze mache". Polke erhält den mit 5.200 Euro dotierten Preis im Sommer nächsten Jahres zum Auftakt einer Preisträgerausstellung im Museum für Gegenwartskunst. Der Rubenspreis wird seit 1955 alle fünf Jahre verliehen.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 06.03.2006

750.000 Euro für Kulturprojekte (11:54)
Die Kulturstiftung Westfalen-Lippe mit Sitz in Münster unterstützt auch in diesem Jahr wieder mehrere Ausstellungen und Konzertreihen. Insgesamt stellt sie 750.000 Euro für neun Projekte bereit. Damit unterstützt die Stiftung zum Beispiel die Arbeit des Jüdischen Museums in Dorsten, eine Ausstellung des Westfälischen Kunstvereins sowie zwei Musikfestivals.


Nachrichten aus OWL vom 03.03.2006

Stiftung für Dalheim (16:08)
Zum Erhalt des Klosters Dalheim in Lichtenau wird eine Stiftung eingerichtet. Das hat der Landschaftsausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe beschlossen. Neben dem Landschaftsverband werden der Kreis Paderborn und private Investoren zunächst 7,8 Millionen Euro an Stiftungskapital einbringen. Dalheim soll im nächsten Jahr als Museum für westfälische Klostergeschichte ausgebaut werden.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 03.03.2006

Neue Ausstellung in Münster (09:23)
Das Graphikmuseum Pablo Picasso in Münster zeigt in einer neuen Ausstellung bislang unveröffentlichte Fotografien von Picassos Lebensgefährtin Francoise Gilot. Außerdem präsentiert das Museum Druckgraphiken der Künstlerin. Die Arbeiten sind bis zum 11. Juni zu sehen.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 02.03.2006

Gelsenkirchen: WM ohne Schalke-Museum (10:29)
Das Schalke-Museum in der Gelsenkirchener Arena kann während der Fußball-Weltmeisterschaft nicht besichtigt werden. Die Ausstellungsstücke in der Ruhmeshalle der Königsblauen müssen während der WM einem Pressezentrum weichen. Auch Führungen durch die Schalker Arena sind ab dem 25. Mai nicht mehr möglich, da ab Ende Mai der Weltverband FIFA die Verwaltung des Stadions übernimmt.


Nachrichten aus OWL vom 27.02.2006

Museen bereiten Canossa vor (10:29)
Das Diözesanmuseum und die Kaiserpfalz in Paderborn werden für die nächsten fünf Monate geschlossen. Beide Museen sowie die Städtische Galerie bereiten eine Canossa-Sonderausstellung vor, die am 21. Juli eröffnet wird. Mit dem Bußgang von Heinrich IV. nach Canossa war im 11. Jahrhundert ein Machtstreit beendet worden.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 24.02.2006

Herne: Fußball-Ausstellung eröffnet (10:09)
Die *Fußballregion Ruhrgebiet" ist Thema einer Ausstellung im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne. Die Wanderausstellung zeigt über 300 Fotos aus der 100-jährigen Geschichte des Fußballs im Ruhrgebiet. Außerdem soll sie Lust auf die Fußball-Weltmeisterschaft machen. Die Ausstellung ist noch bis zum 12. März zu sehen.



Nachrichten aus dem Münsterland vom 22.02.2006

Archivare wollen Daten retten (13:44)
Archive und Bibliotheken müssen gemeinsam nach Lösungen für die Aufbewahrung digitaler Daten suchen. Dafür haben sich heute Experten bei einer Tagung nordrhein-westfälischer Hochschularchivare in Münster ausgesprochen. So hielten CD-Roms nur rund zehn Jahre, das Wissen müsse jedoch für Jahrhunderte bewahrt werden.



Nachrichten aus OWL vom 21.02.2006

Klares Ja zum Klostermuseum Dalheim (15:51)
Der Paderborner Kreistag hat einstimmig seinen Anteil am Stiftungskapital für das Kloster Dalheim erhöht. Der zusätzliche Beitrag in Höhe von zwei Mio. Euro wird im Jahr 2009 fällig und aus einem Aktienverkauf finanziert. Die Stiftung soll auf insgesamt 12 Mio. Euro aufgestockt werden. Ein Drittel davon kommt vom Kreis Paderborn. Aus den Erträgen will der Landschaftsverband den späteren Betrieb des Klostermuseums in Dalheim finanzieren.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 17.02.2006

Herne: Stiftung unterstützt Klima-Ausstellung (16:55)
Die Nordrhein-Westfälische Stiftung für Umwelt und Entwicklung in Bonn unterstützt mit 450.000 Euro eine Klima-Ausstellung im Herner Archäologiemuseum. Dort sollen ab dem 30.Mai Wetter-Extreme aus sechs Millionen Jahren erlebbar gemacht werden. Die Ausstellung dauert ein Jahr und wird insgesamt 1,7 Millionen Euro kosten.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 16.02.2006

SPD kritisiert Kürzungen (18:08)
Die Dortmunder SPD hat die geplanten Kürzungen im Landeshaushalt kritisiert. Bei der Haushaltsdebatte im Rat der Stadt hieß es: das Land saniere sich auf Kosten der Kommunen. Das Haushaltsloch wächst in Dortmund durch die Sparmaßnahmen um 32 Millionen auf 166 Millionen Euro. Wegen des Defizits lehnten FDP und CDU heute erneut den geplanten Umbau des Dortmunder U's zu einem Museum ab. Er sollte 35 Millionen Euro kosten.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 14.02.2006

Ausstellung gut besucht (16:01)
Die Ausstellung über den Maler Engelbert Seibertz im Arnsberger Sauerland-Museum hat seit Oktober des vergangenen Jahres mehr als 6500 Besucher. Besonders groß war das Interesse der Städte Prag und München. Dort erlangte Seibertz im 19. Jahrhundert internationales Ansehen, bevor er in Vergessenheit geriet. Beide Städte planen jetzt ein eigenes Projekt. Die Ausstellung in Arnsberg geht am Abend zu Ende.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 13.02.2006

Run auf Rolling-Stones-Schau (08:07)
Mehr als 35.000 Besucher aus ganz Deutschland haben die Rolling-Stones-Ausstellung in Münsters Stadtmuseum besucht. Damit ist die Bilderschau zum ersten Konzert der Stones 1965 in Münster eine der erfolgreichsten Ausstellungen des Museums überhaupt. Als Verkaufsschlager entpuppte sich auch der Katalog: Rund 2.000 Exemplare gingen über den Ladentisch.


Nachrichten aus OWL vom 11.02.2006

Karikaturenstreit im MARTa (11:08)
Aus aktuellem Anlass veranstaltet das Herforder Museum MARTa eine Podiumsdiskussion zum Streit um die Mohammed-Karikaturen. Für den kurzfristigen Termin heute Abend hat unter anderem der ZDF-Nahostexperte Ulrich Kienzle zugesagt. Beginn der Podiumsdiskussion ist um 18 Uhr im Forum des MARTa.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 10.02.2006

Herne/Wanne-Eickel: Stolperfallen im Museum (16:59)
Im Heimat- und Naturkundemuseum in Herne-Wanne-Eickel zeigt ab heute eine Ausstellung zu Stolperfallen. Sie soll vor allem älteren Bürgern typische Unfallpunkte im Haushalt aufzeigen. Ecken und Kanten, die in Deutschland regelmäßig zu Stürzen und Oberschenkelhalsbrüchen führen, wurden im Museum nachgebaut. Die Ausstellung geht bis zum 5. März.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 10.02.2006

Radier-Roboter gegen den Schmutz (14:55)
Eine Weltneuheit haben in Münster Vertreter des Landesmuseums und der Hans-Böckler-Schule vorgestellt: Ein Radier-Roboter soll künftig in den Restaurierungswerkstätten des Landesmuseums alte Papiergrafiken von Schmutz und Bakterien befreien. Der Roboter arbeitet zehn mal schneller als ein Mensch. In den Archiven des Landesmuseums lagern 120.000 Grafikblätter.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 10.02.2006

35 Millionen Euro für Dortmunder U (07:36)
Dortmunds Oberbürgermeister Langemeyer verteidigt den geplanten Umbau des *Dortmunder U" zu einem Museum. Die Stadt will das ehemalige Brauereigebäude für 35 Millionen Euro instand setzen, obwohl im Haushalt allein für das laufende Jahr ein Loch von 166 Millionen Euro klafft. Langemeyer sagte, die Stadt müsse bereit sein, Risiken bei der Sanierung der Brauereibrachen zu tragen.




Nachrichten aus Südwestfalen vom 08.02.2006

Medebach: Entscheidung über Zukunft des Rathauses erst im Mai (07:20)
Über die Zukunft des mit Schimmel befallenen Rathauses von Medebach wird erst im Mai entschieden, weil dann ein Gutachten vorliegt. Das wurde auf der gestrigen Bürgerversammlung bekannt. Seit Monaten diskutieren die Medebacher darüber, ob das Rathaus saniert oder neu gebaut werden soll. Mitarbeiter dürfen wegen des Pilzbefalls die Archivräume nur noch mit Atemmaske und Schutzhandschuhen betreten.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 08.02.2006

Herne: Mammut kommt nach Herne (15:07)
Das Westfälische Museum für Archäologie in Herne plant die bundesweit größte Ausstellung über das Thema *Klima und Mensch". Ab Ende Mai soll ein Jahr lang die Anpassungsfähigkeit der Menschen, Tiere und Pflanzen über die Jahrtausende erlebbar werden. Unter den über 300 bedeutenden Exponaten befindet sich auch der Leichnam eines 35.000 Jahre alten Mammuts.


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
e-mail: manfred.hartmann at lwl.org





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Mar 27 08:53:45 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 27 Mar 2006 08:53:45 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Altertumsverein Paderborn,
Programm des Sommersemesters 2006
Message-ID: s427a83d.068@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Rolf-Dietrich Müller"
Datum: 27.03.2006, 08:49


AKTUELL

Veranstaltungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde
Westfalens, Abt. Paderborn e.V., im Sommersemester 2006.


Mitgliederversammlung in Lügde und Studienfahrt nach Falkenhagen

Samstag, 22. April 2005
7.45 Uhr Abfahrt Paderborn, Liboriberg, Ecke Liboristraße
7.50 Uhr Abfahrt Paderborn, Hauptbahnhof, Busbahnhof
9.00 Uhr Lügde, Hotel "Zu den zwei Linden", Höxterstr. 1

Tagesordnung
1. Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung
2. Bericht des Vereinsdirektors
3. Bericht des Schatzmeisters
4. Bericht der Kassenprüfer
5. Entlastung des Vorstands
6. Verschiedenes

9.30 Uhr Buchausstellung, Gelegenheit zum Kaffeetrinken
10.00 Uhr Öffentliche Vortragsveranstaltung
Begrüßung: Vereinsdirektor
Grußwort der Stadt Lügde
Grußwort des Kreises Lippe: stellv. Landrat Karl Dittmar
Vortrag: Dr. phil. Ulrich Meier, Bielefeld
Das Kloster zum Heiligen Leichnam in Blomberg. Zu Frömmigkeit,
Wirtschaft und Landesausbau im lippischen Südosten um 1500
11.30 Uhr Stadtführung, Leitung: Willy Gerking, Lügde-Niese
13.00 Uhr Hotel "Zu den zwei Linden", gemeinsames Mittagessen
14.00 Uhr Studienfahrt nach Falkenhagen, Leitung: Willy Gerking
16.30 Uhr gemeinsames Kaffeetrinken im Restaurant "Köterberg" auf dem
Köterberg, Lügde
17.00 Uhr Rückfahrt
ca. 19.00 Uhr Ankunft in Paderborn

Zur Stadtführung:
Zunächst wird die romanische Kilianskirche vor der Stadt besichtigt.
Bei ihr handelte es sich ursprünglich um eine schlichte, einschiffige
Saalkirche, deren Ursprünge bis in das 9. Jahrhundert zurückreichen.
Errichtet wurde sie auf einem Sporn, der schon in frühgeschichtlicher
Zeit besiedelt war. Umbaumaßnahmen im 10. und 11. Jahrhundert ergänzten
den Bau. Ihr heutiges Aussehen erlangte die dreischiffige
Querhausbasilika im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts. Wie das
Patrozinium des hl. Kilian deutlich macht, gehört die Kirchengründung zu
den ältesten im Sachsenland. Doch der Vermutung, dass sie bereits im
Zusammenhang mit dem Winteraufenthalt von Karl d. Gr. im Jahre 784
gegründet worden sei, machten die Grabungen von Prof. Dr. Uwe
Lobbedey im Jahre 1972 ein Ende. Er konnte zweifelsfrei einen
einschiffigen Saalbau mit rechteckigem Chorschluss rekonstruieren. Damit
steht der Bau in einer Reihe anderer lippischer Kirchen, die sich in das
Bild der ersten im Zuge der Christianisierung Sachsens gegründeten
Kirchenbauten einfügt. Das Innere der Kirche besticht durch einfache
Gliederung, wobei einfacher Stützenwechsel die Schiffe voneinander
trennt. Die Kapitelle der Säulen haben Hildesheimer und Lippoldsberger
Vorbilder.

An der Stelle, an der bis in das 19. Jahrhundert das damals
abgebrochene Südtor stand, betreten wir die Altstadt. Sie wurde
frühestens im ausgehenden 12. Jahrhundert aus wilder Wurzel nach dem
Vorbild anderer lippischer Städte im "Drei-Straßen-Schema" angelegt.
Weil durch die zahlreichen Brände, die die Stadt im Laufe ihrer Existenz
heimsuchten, auch wichtige Urkunden verbrannten, kann die
Stadtrechtsverleihung urkundlich nicht nachgewiesen werden. Sie wird
aber um 1255 vermutet. Die gesamte Altstadt ist bis heute von der
Stadtmauer umgeben. Die ehemalige Fortifikation wird durch zwei noch
vorhandene Stadttürme dokumentiert.

Der letzte Großbrand, der nahezu die gesamte Altstadt zerstörte,
ereignete sich im Jahre 1797. Zahlreiche Gebäude, alle in Fachwerk,
wurden noch im selben Jahr, andere in den beiden Folgejahren aufgebaut.
Die Bewohner der Stadt Lügde lebten überwiegend von der Landwirtschaft,
in geringerem Maße von Handel und Handwerk. Die Industrialisierung
setzte ab 1858 mit dem Aufbau der Zigarrenindustrie ein. Diesbezüglich
entwickelte Lügde sich zu einem der bedeutendsten Zentren in
Ostwestfalen. Nach dem Ende der "Zigarrenzeit" trat an die Stelle der
Tabak verarbeitenden Betriebe Unternehmen der Elektroindustrie.

Seit dem Dreißigjährigen Krieg war Lügde eine Exklave des Fürstbistums
Paderborn, seit 1803 des Kreises Höxter. Erst mit der Kreisreform im
Jahre 1970 gelangte die Stadt zurück in den lippischen Städtekranz.
Gleichzeitig wurde sie Zentralort von neun Dörfern. Zur Zeit beträgt die
Einwohnerzahl ca. 11 300.

Zur Studienfahrt:
Die Nachmittagsfahrt führt uns in das ehem. Kloster Falkenhagen. Es
wurde 1247 als Zisterzienserinnenkloster durch Graf Volkwin IV. v.
Schwalenberg gegründet. Nach Wüstfall in der Eversteinschen Fehde 1407
gelangte es 1432 an den Kreuzherrenorden. Die Mönche bauten die
Klosteranlage wieder auf und machten sie innerhalb ihres Ordens zur
bedeutendsten Niederlassung. Nach der Reformation 1517 setzte der
Niedergang des Konvents ein, der mit seiner Aufhebung im Jahre 1596 sein
Ende fand. Die ehem. Klosterkirche von 1497 wurde zur zentralen
protestantischen Pfarrkirche der Kirchspielsdörfer. Als 1603 der
Paderborner Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg Jesuiten nach
Falkenhagen schickte, die seinen Anteil aus der Klosteraufhebung
verwalten sollten, führte ihre Tätigkeit zu einer teilweisen
Rekatholisierung in den Dörfern. Die Ursachen und Ergebnisse dieser
Aktivitäten werden in einer ca. 1,5 stündigen Kirchenführung
vorgestellt.

Die Studienfahrt findet ihren Abschluss auf dem Köterberg. Mit 497 m
ist er die höchste Erhebung in Lippe und im westlichen Weserbergland.
Der Bergkegel, auf dem sich seit 1929 ein Hotel befindet, bietet einen
der eindrucksvollsten Ausblicke in die Landschaft, hin zum Teutoburger
Wald im Westen und zum Brocken im Osten. Die erste urkundliche und
namentliche Erwähnung des sagenumwobenen Köterberges datiert in das Jahr
1430. Ein kurzer Rundgang um das Hotel veranschaulicht die
geschichtliche Entwicklung.

Teilnahmegebühr: Fahrt, Vortrag, Führungen und Mahlzeiten 35,00 EUR,
ohne Fahrt 20,00 EUR.
Anmeldungen bis Donnerstag, 13. April 2006.



Vortrag

Donnerstag, 27. April 2006, 20.00 Uhr, Auditorium Maximum der
Theologischen Fakultät Paderborn, Liboristr. 6 (Eingang in der
Klingelgasse)
Prof. Dr. Dietmar Klenke, Paderborn
Bismarck, Canossa und das Verhältnis der Deutschen zur Römischen
Kirche
(in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Paderborn und der
Ausstellungsgesellschaft
Paderborn mbH)



58. Tag der Westfälischen Geschichte in Dortmund

Freitag/Samstag, 28./29. April 2006
Hierzu liegt diesem Rundbrief eine besondere Einladung bei. Wegen der
geringen Resonanz in den vergangenen Jahren wird die Abteilung Paderborn
keinen Bus nach Dortmund einsetzen. Die An- und Abreise der Teilnehmer
erfolgt in eigener Regie.



Museumsfahrt zum Alten Schiffshebewerk Henrichenburg in
Waltrop-Oberwiese

In diesem Sommersemester wollen wir mit einer Reihe von Museumsfahrten
zu den Standorten des Westfälischen Industriemuseums beginnen. Das vom
Landschaftsverband Westfalen-Lippe getragene Museum hat acht Standorte:
drei Zechen aus unterschiedlichen Perioden des Steinkohlebergbaus
(Dortmund, Bochum, Witten), ein Hüttenwerk (Hattingen), eine
Textilfabrik (Bocholt), eine Ziegelei (Lage), eine Glashütte
(Petershagen) und das Schiffshebewerk Henrichenburg. Im Rahmen der
kommenden Sommer- und Winterprogramme wollen wir jeweils einen dieser
Standorte besuchen.

Samstag, 13. Mai 2006
11.30 Uhr Abfahrt Paderborn, Liboriberg, Ecke Liboristraße
11.35 Uhr Abfahrt Paderborn, Hauptbahnhof, Busbahnhof
14.00 Uhr Führung durch das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg
15.30 Uhr Gemeinsames Kaffeetrinken während einer Fahrt mit dem
Ausflugsschiff "Henrichenburg" auf dem Dortmund-Ems-Kanal
16.30 Uhr Rückfahrt
18.30 Uhr Ankunft in Paderborn

Zum Ziel der Fahrt:
Das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg wurde 1899 durch Kaiser Wilhelm
II. eingeweiht. Es ist das größte und spektakulärste Bauwerk im Verlauf
des alten Dortmund-Ems-Kanals. Es hat eine Hubhöhe von 14 m, der 70 m
lange Trog ist ausgelegt für den sog. Dortmund-Ems-Kanal-Normalkahn mit
einer Tragfähigkeit von 750 t. Das 1970 stillgelegte Hebewerk wurde 1979
durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe übernommen und zu einem der
Standorte des Westfälischen Industriemuseums ausgebaut. Aufgabe des
Henrichenburger Museums ist nicht nur die Erhaltung und Präsentation des
Technikdenkmals Schiffshebewerk, sondern die Erforschung und Vermittlung
der Geschichte der Binnenschifffahrt und des Wasserstraßenbaus in
Westfalen. Und so gehören zum Museum u. a. auch historische Schiffe und
schwimmende Arbeitsgeräte, eine Hellinganlage zur Schiffsreparatur und
andere technische Einrichtungen.

Teilnahmegebühr für Fahrten mit Bus und Schiff, Eintritt und Führung
35,00 EUR. Verzehrkosten sind auf dem Schiff zu entrichten.
Anmeldungen bis Samstag, 6. Mai 2006



Orgelfahrt in den Raum Bad Arolsen und nach Büren

in Zusammenarbeit mit dem Paderborner Orgelsommer
Musikalische Leitung: Kantor Martin Hoffmann, Paderborn
Führungen: Prof. Dr. phil. Heinrich Rüthing, Bielefeld
Sonntag, 28. Mai 2005
11.00 Uhr Abfahrt Paderborn, Liboriberg, Ecke Liboristraße
11.05 Uhr Abfahrt Paderborn, Hauptbahnhof, Busbahnhof
12.00 Uhr Schmillinghausen, ev. Kirche, Orgelvorführung: Martin
Hoffmann
12.45 Uhr Fußweg (ca. 250 m) zum Mittagessen
13.00 Uhr Schmillinghausen, gemeins. Mittagessen im Gasthaus Teuteberg,
Rhodestr. 8
14.00 Uhr Abfahrt
14.30 Uhr Bad Arolsen, ev. Stadtkirche, Orgelvorführung: Engelbert
Schön
15.30 Uhr Bad Arolsen, gemeins. Kaffeetrinken im Restaurant "Domanium",
Schloßstr. 25
16.15 Uhr Abfahrt
16.30 Uhr Mengeringhausen, ev. Kirche, Orgelvorführung: Engelbert
Schön
17.15 Uhr Abfahrt
18.00 Uhr Büren, kath. Kirche St. Nikolaus, Orgelvorführung: Engelbert
Schön
18.45 Uhr Abfahrt
19.15 Uhr Ankunft in Paderborn

Zu den Zielen der Orgelfahrt:
Schmillinghausen: Eine Kirche ist erstmals 1312 im Dorf bezeugt. Der
untere Teil des Turms reicht bis in diese Zeit zurück. Der einfach
Saalbau stammt von 1605, die bunt bemalte tonnenförmige Holzdecke, "die
den Kirchenbau sehr stimmungsvoll macht", von 1717/21. Orgel von der
Schriftstellerin Christine Brückner gestiftet; erbaut in den 1970er
Jahren von Dieter Noeske; 20 Register, 2 Manuale/Pedal. Bad Arolsen: Im
Mittelalter stand Arolsen im Schatten der benachbarten Stadt
Mengeringhausen. Wichtigste Institution des kleinen Ortes war das im 12.
Jahrhundert gegründete Augustinerinnenkloster (später: Antoniter), das
nach der Reformation zum Schloss für eine der Waldecker Grafenlinien
umgestaltet wurde. Unter Graf Friedrich Anton Ulrich (1692/1706-1728)
wurde Arolsen Regierungssitz für ganz Waldeck und zu einer, allerdings
unvollendet gebliebenen, barocken Residenzstadt ausgebaut. Die
Errichtung der Kirche im Westen der Stadt zog sich wegen Planänderungen
und mehrerer Unterbrechungen bis 1787 hin. Die einfache Ausstattung ist
frühklassizistisch geprägt. Bekannt sind die allegorischen Marmorfiguren
(Glaube, Hoffnung, Liebe) des in Arolsen geborenen Bildhauers Christian
Rauch (1842/52). Orgelgehäuse aus der Zeit des Rokoko; Orgel 1973 von
Dieter Noeske erbaut; 1998/99 saniert; 37 Register, 3 Manuale/Pedal.
Mengeringhausen: Burg und Stadt Mengeringhausen sind seit dem 13.
Jahrhundert bezeugt. Als eines der Verwaltungszentren Waldecks gewann
die Doppelstadt im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit erhebliche
politische und kulturelle Bedeutung. 1442 wurde in der Neustadt
Mengeringhausens mit Unterstützung des Klosters Böddeken ein Haus der
Schwestern vom gemeinsamen Leben errichtet. Mit dem Aufstieg Arolsens
verlor die Stadt viel von ihrer ehemaligen Bedeutung.

"Die dreischiffige Hallenkirche wurde 1423 fertiggestellt, der Chor
1552 erneuert. Bedeutende Ausmalungen, die Friedrich Thorwart 1572
schuf, schmückten ihn. Zur Ausstattung gehören ein barocker Altaraufsatz
(um 1680), eine steinerne Kanzel von 1600, Grabmäler des späten 16.
Jahrhunderts und die Emporengemälde (gegen 1630)." (Friedhelm Häring und
Hans-Joachim Klein). Orgel 1853 von Jakob Vogt erbaut; 20 Register, 2
Manuale/Pedal; Original-Disposition erhalten; denkmalgeschützte Orgel.
Büren: Die Edelherren von Büren gründeten um 1200 bei ihrer Burg eine
Stadt. Die in den folgenden Jahren gebaute Kirche St. Nikolaus zählt zu
den großen romanischen Pfarrkirchen, die zu dieser Zeit im Paderborner
Land entstanden. Die Kreuzbasilika mit glattem Ostabschluss und
mächtigem Westturm ist im wesentlichen in ihrer ursprünglichen Form
erhalten. Orgel 1747 von Patroclus Möller für das
Augustiner-Chorherrenstift Böddeken erbaut mit 36 Registern, 2 Manualen;
nach Aufhebung des Klosters kam die Orgel 1804 als Geschenk des Königs
von Preußen nach Büren; Umbauten in den Jahren 1859, 1887 und 1923,
Restaurierung 1953-1957. Sanierung 1993 durch Fischer & Krämer,
Wiederverwendung von 50 % des alten Pfeifenbestandes.

Teilnahmegebühr für Fahrt, Führung, Konzerte und Mittagessen: 45,00
EUR. Verzehrkosten im Restaurant "Domanium" sind dort zu entrichten.
Anmeldungen bis Samstag, 20. Mai 2006.



Sommerstudienfahrt nach Thüringen

Freitag - Sonntag, 4. - 6. August 2006
Leitung: Prof. Dr. phil. Heinrich Rüthing, Bielefeld

Die dreitägige Studienfahrt geht nach Thüringen. Selbstverständlich
kann nur ein kleiner Teil der bedeutenden historischen Stätten besucht
werden. Deshalb werden sogar die geradezu klassischen Anlaufstätten
eines jeden Thüringen-Touristen wie Weimar oder die Wartburg nicht
berücksichtigt. Ziel sind dagegen Orte, die im allgemeinen weniger
aufgesucht werden, aber deswegen für Geschichts- und Kunstfreunde nicht
weniger interessant sein dürften.

Thematisch sollen zwei Leitlinien die Fahrt prägen, ohne daß dabei
andere Aspekte völlig unberücksichtigt bleiben. Die beiden thematischen
Schwerpunkte sind: 1. Erfurt als Ort religiöser und kultureller
Verdichtung und 2. die Reformation und der Bauernkrieg in Thüringen.

(1) Erfurt war im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit eines der
wichtigsten Zentren des religiösen und kulturellen Lebens in ganz
Deutschland. Elf Klöster, drei Stifte und siebenundzwanzig Pfarrkirchen
sowie die Universität mit ihren Bursen bezeugen das. Einmal geht es beim
Rundgang durch die Stadt und bei den Besichtigungen um die Bedeutung und
Funktionen dieser Bauten und Institutionen; daneben sollen aber so
wichtige Personen wie Meister Eckehart, Martin Luther und einige der
Erfurter Humanisten in ihrem Wirken in der Stadt ausführlicher
vorgestellt werden. Dass dabei die bürgerliche Welt mit ihren
repräsentativen Bauten nicht außer Acht bIeiben kann, versteht sich
von selbst. - Der Blick auf die kulturellen Aspekte der thüringischen
Geschichte soll durch einen Besuch von Schloss Friedenstein (Gotha) mit
Schlosskapelle, Theater und vor allem der Kunstsammlung ergänzt werden.

(2) Das Thema "Reformation und Bauernkrieg in Thüringen" soll an
folgenden Orten veranschaulicht werden. (a) Stolberg, eine der
reizvollsten Städte Mitteldeutschlands, ist der Geburtsort von Thomas
Müntzer. Diskussionen über das ihm zu Ende der DDR-Zeit errichtete
eigenwillige Denkmal und ein Besuch der Martinikirche mit ihren
eindrucksvollen Zeugnissen spätmittelalterlicher Religiosität könnten
ein guter Einstieg in das Thema "Reformation und Bauernkrieg" werden.
(b) Das riesige und großartige, von Werner Tübke geschaffene "Panorama"
des Bauernkriegs in Frankenhausen, dem Ort der Niederlage der Bauern,
wird Diskussionen hervorrufen und die Meinungen aufeinanderprallen
lassen. (Zwischen Stolberg und Frankenhausen liegt der Kyffhäuser. Ein
Besuch ist vorgesehen, um die Rolle dieses Berges mit seinem
Barbarossa-Denkmal im nationalen Bewusstsein der Deutschen diskutieren
zu können.) (c) Mühlhausen, eine Stadt von hohem ökonomischen und
politischen Rang, war nächst Erfurt der bedeutendste Ort des Landes.
Hier gilt es, an den kirchlichen und bürgerlichen Bauten die religiösen
und sozialrevolutionären Aspekte der Reformationszeit herauszuarbeiten.


Den Teilnehmern an der Exkursion werden Text- und Bildunterlagen zur
Verfügung stehen, die vor Ort und während der langen Fahrt die oben
angesprochenen Themen vertiefen können.

Teilnahmegebühr für Fahrt, zwei Übernachtungen mit Frühstück,
Eintrittsgelder, Führungen:
Übernachtung im Einzelzimmer:
bis 30 Teilnehmer: 275,00 EUR, bis 40 Teiln.: 240,00 EUR, bis 50
Teiln.: 225,00 EUR
Übernachtung im Doppelzimmer (Preis pro Person):
bis 30 Teilnehmer: 215,00 EUR, bis 40 Teiln.: 180,00 EUR, bis 50
Teiln.: 165,00 EUR

Die Teilnehmer der Fahrt erhalten rechtzeitig weitere Informationen.
Anmeldungen von Vereinsmitgliedern und deren Angehörigen nur
schriftlich beim Verein, Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv), 33095 Paderborn,
bis Samstag, 29. April 2006.



Besuch der Canossa-Ausstellung

Dienstag, 15. August 2006, 18.00 Uhr - ca. 19.30 Uhr
Ausstellungssektion Museum in der Kaiserpfalz, Am Ikenberg 2:
Die Exponenten des Konfliktes - Herrscher und Papst - und die zwischen
diesen beiden Kräften nach Neuorientierung strebenden Bischöfe; die
Rolle der Städte, des Adels und der Klöster im Spannungsfeld dieser
großen Umbrüche.
Führung: Prof. Dr. phil. Matthias Wemhoff
Treffpunkt: vor dem Eingang des Museums

Dienstag, 29. August 2006, 18.00 Uhr - ca. 19.30 Uhr
Ausstellungssektion Diözesanmuseum, Markt 17:
Religiös-geistige Wurzeln und Wege der Reform; wesentliche Aspekte der
Kunst am Aufgang der Romanik mit bedeutenden Beispielen der Buchmalerei,
der Skulptur, der Elfenbeinschnitzerei und der Goldschmiedekunst.
Führung: Prof. Dr. phil. Christoph Stiegemann
Treffpunkt: vor dem Eingang des Museums

Dienstag, 12. September 2006, 18.00 Uhr - ca. 19.30 Uhr
Ausstellungssektion Stadtische Galerie, Am Abdinghof 11:
Das Nachleben der Ereignisse von Canossa bis in die heutige Zeit;
Instrumentalisierung des Ereignisses durch politische und
gesellschaftliche Gruppen in Vergangenheit und Gegenwart.
Führung: Prof. Dr. phil. Dietmar Klenke
Treffpunkt: vor dem Eingang der Galerie

Eintritt 7,00 EUR; die Eintrittskarte gilt für alle drei
Ausstellungssektionen. Das Eintrittsgeld wird fällig unabhängig davon,
ob alle Sektionen besucht werden. Staffelpreise für einzelne Sektionen
gibt es nicht.

Anmeldungen bis Freitag, 11. August 2006, nur an den Geschäftsführer
des Vereins, schriftlich oder telefonisch, Pontanusstr. 55
(Stadtarchiv), 33095 Paderborn, Tel.: 05251/881 595.


Archäologische Lehrwanderung zur Burgruine auf dem Reineberg bei
Lübbecke

Samstag, 2. September 2006
12.00 Uhr Abfahrt Paderborn, Liboriberg, Ecke Liboristraße
12.05 Uhr Abfahrt Paderborn, Hauptbahnhof, Busbahnhof
14.00 Uhr Reineberg. Führung: Dr. Daniel Bérenger, Westfälisches Museum
für Archäologie - Amt für Bodendenkmalpflege, Außenstelle Bielefeld, und
Marianne Moser M.A., Stadtarchäologie Paderborn
16.30 Uhr gemeinsames Kaffeetrinken in der Tagungs- und Bildungsstätte
"Haus Reineberg", Am Reineberg 18, Hüllhorst
17.30 Rückfahrt
ca. 19.00 Uhr Ankunft Paderborn

Zum Ziel der Lehrwanderung:
Die mittelalterliche Burgruine auf dem Reineberg liegt oberhalb der
Stadt Lübbecke und wurde vom Mindener Bischof Conrad zwischen 1220 und
1230 erbaut. Sie diente der Sicherung der Mindener Territorialpolitik
und war stark befestigt. Dank einer Baubeschreibung aus dem 15.
Jahrhundert, die ein Steinhaus, eine Küche, eine Kapelle, einen großen
Brunnen und komplizierte Toranlagen nennt, gewinnt man einen Eindruck
vom alten Baubestand. Denn vor Ort ist, nachdem die Burg 1723 auf Befehl
des Landesherrn abgerissen wurde, von den ursprünglichen Bauten nicht
mehr viel zu sehen. Die Burg Reineberg ist von fünf kleinen Wehranlagen
umgeben, deren Deutung (Burgmannshöfe oder Belagerungsschanzen) noch
umstritten ist. Sie tragen zur Unverwechselbarkeit des Burgensembles
Reineberg bei.

Auf der Exkursion wird zu Fuß eine Strecke von ca. 2 km zurückgelegt.
Dabei gibt es Höhenunterschiede von bis zu 60 m. Es sind festes
Schuhwerk und der Wetterlage entsprechende Kleidung erforderlich.

Teilnahmegebühr für Fahrt, Führung und Kaffeetrinken: 25,00 EUR.
Anmeldungen bis Samstag, 26. August 2006.


Anmeldungen zu den Fahrten

Schriftlich beim Verein, Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv), 33095
Paderborn, gegen Abbuchung (nur für Vereinsmitglieder) oder bei der
Bonifatius-Buchhandlung, Liboristr. 1-3, 33098 Paderborn, gegen
Barzahlung; Anmeldungen zur Sommerstudienfahrt nur schriftlich.



Veröffentlichungen

Westfälische Zeitschrift: Der Band 155 (2005) wurde im Januar 2006 an
die Vereinsmitglieder ausgeliefert. Leider ist es bei der Produktion in
wenigen Einzelfällen zu einem Bindefehler gekommen: Die Seiten 13 - 44
sind doppelt vorhanden, dafür fehlen die Seiten 45 - 76. Wer ein solches
Exemplar bekommen hat, kann es beim Geschäftsführer umtauschen.

Zeitschrift Westfalen: Der im Sommer 2005 an den Verein ausgelieferte
Band 80 (2002) wurde zusammen mit Band 155 der Westfälischen Zeitschrift
im Januar 2006 an die Vereinsmitglieder ausgeliefert. Über die
Erscheinungstermine der Bände 81 (2003) bis 84 (2006) der redaktionell
von der Vereinsabteilung Münster betreuten Zeitschrift liegen der
Abteilung Paderborn keine Erkenntnisse vor.


In der Reihe "Studien und Quellen" ist im Jahr 2005 erschienen:

Bd. 53: Andrea Teuscher: Engelbert Seibertz, 1813-1905. Leben und Werk
eines westfälischen Porträt- und Historienmalers. Mit einem Verzeichnis
aller Gemälde. ISBN 3-89710-308-7, XIV + 376 S., 29,80 EUR, für
Vereinsmitglieder 22,35 EUR


Im April/Mai 2006 erscheint:

Bd. 52, Wilhelm Grabe und Markus Mors (Hg.): Neue Herren - neue Zeiten?
Quellen zur Übergangszeit 1802 bis 1816 im Paderborner und Corveyer
Land. ISBN 3-89710-317-6; ca. 600 S.; geb.; ca. 45,00 EUR; für
Vereinsmitglieder ca. 33,75 EUR


Archiv und Bibliothek

Das Vereinsarchiv hatte 2005 einen Zugang von 17 Codices, 9 Acta und 46
Kästen des Archivs W. Honselmann.

Die Bibliothek erwarb 2005 durch Tausch 156, als Geschenk 111, durch
Kauf 87, insgesamt 354 Bände. Im auswärtigen Leihverkehr wurden 23
Aufsätze kopiert, 35 Bände verschickt, insgesamt 58 Einheiten an
zahlreiche deutsche Bibliotheken, vor allem Universitätsbibliotheken.
Bei 18 Bibliotheksführungen mit Bestandspräsentationen wurden etwa 250
Personen zahlreiche Materialien aus Archiv und Bibliothek vorgestellt.

Leihgaben mit Materialien aus Archiv und Bibliothek erhielten folgende
Ausstellungen bzw. Institutionen:

Ferdinand von Fürstenberg (Historisches Museum im Marstall von Schloß
Neuhaus)
Fürstenberger Barock (Diözesanmuseum Paderborn)
Paul Michels. 1882-1970. Stadtbaurat und Heimatforscher (Museum für
Stadtgeschichte im Adam-und-Eva-Haus)
Literaturmuseum Haus Nottbeck: Spee Trutznachtigall 1660
Bonifatius (Stadtmuseum Erfurt)



Sammlungen

Archäologische Sammlung

Aus dem Nachlass Josef Koch (+ 2005), Förster und Ortsheimatpfleger von
Neuenbeken sowie langjähriges Beiratsmitglied unseres Vereins, wurden
einige Gruppen an hoch- und spätmittelalterlicher Keramik, die er bei
seinen intensiven Begehungen von verschiedenen Fundplätzen im Hochstift
gesammelt hat, dem Verein für die Archäologische Sammlung übereignet.
Die Fundstücke lagern derzeit noch im Stadtarchiv Paderborn. Mit dem
Grundbestand der Sammlung wieder zusammengeführt wurden die Metallfunde,
die der Restaurator des Museums in der Kaiserpfalz in seinem Magazin
aufbewahrt und zum Teil wissenschaftlich bearbeitet hat. (2. Band
Stadtarchäologie, geht im März in Druck).

Ausleihen aus der Sammlung gab es im Jahre 2005 nicht.

Kunst- und Kulturgeschichtliche Sammlung, Münzsammlung

Beide Sammlungen hatten im Jahr 2005 weder Zugänge noch Ausleihen zu
verzeichnen.


Mitgliederzahl

Die Abteilung Paderborn hatte am 31.12.2005 insgesamt 1006 Mitglieder,
darunter drei Ehrenmitglieder.


Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis

Vorschläge für die Verleihung des Preises sind dem Vereinsdirektor
einzureichen. Die Vorschlagsfrist für den diesjährigen Preis endet am 1.
Juni 2006.


Hinweise

Literaturprojekt "Erlesenes bei Tag und Nacht"

Samstag, 22. April 2006
Unter dem Thema "Erlesenes bei Tag und Nacht" plant das Amt für
Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing der Stadt Paderborn, wie
bereits in den vergangenen drei Jahren, zum Tag des Buches am 22. April
2006 ein Literaturprojekt, an dem sich in Zusammenarbeit mit dem
Stadtarchiv auch der Altertumsverein beteiligt: Im großen Sitzungssaal
des Rathauses wird es ein Literatur-Café geben. Dort zeigen Stadtarchiv
und Verein aus ihren Beständen eine Ausstellung Paderborner Zeitungen
der vergangenen zwei Jahrhunderte und halten zudem Reproduktionen
historischer Zeitungen zum Blättern und Lesen bereit. In szenischen
Lesungen kann man Wichtiges und weniger Wichtiges aus historischen
Paderborner Presseerzeugnissen hören.

Näheres wird in einem Faltblatt zum Gesamtprojekt zu erfahren sein, das
im April bei den öffentlichen Stellen ausliegen wird.


Öffentliche Tagung der Historischen Kommission in Bredelar und Warburg
"Die Klöster in Westfalen nach 1815"

Samstag, 29. Juli 2006, Marsberg-Bredelar
Mit einer Tagung im letzten Jahr in Marsberg-Bredelar hat die
Historische Kommission für Westfalen ihre bisherige öffentliche
Vortragsveranstaltung "Stifte und Klöster in Westfalen und Lippe" mit
der neuen Reihe "Die Klöster in Westfalen nach 1815" erfolgreich
fortgesetzt. Die neue Vortragsreihe will in ähnlichem Rahmen neue
Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit und baugeschichtlicher
Untersuchungen aus der Zeit der Klöster nach der eigentlichen
Klosterzeit einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. In Arbeit ist
gleichzeitig ein weiterer Band des Westfälischen Klosterbuches für die
Orden und Kongregationen von 1815 bis heute. Die zweite Veranstaltung
dieser Art findet am Samstag, dem 29. Juli 2006, ab 9.30 Uhr in
Marsberg-Bredelar und in Warburg statt. Thema ist die Geschichte und
Bedeutung des Zisterzienserklosters Bredelar und die Weiterverwendung
der Klostergebäude nach der Säkularisation als Industrieanlage sowie in
Warburg die Weiterverwendung des ehemaligen Dominikanerklosters. Wie im
vergangenen Jahr werden im Rahmen der Tagung auch kleinere Exkursionen
mit Besichtigungen durchgeführt, so "auf der Baustelle in Bredelar"
sowie in Warburg im alten Dominikanerkloster (heute Gymnasium) und im
jüngeren Kloster (heute syrisch-orthodoxes Kloster).

Kontaktadresse und Anmeldung:

Förderverein Kloster Bredelar e.V.
c/o Stadtverwaltung Marsberg
Herr Bernd Follmann
Postfach 1341
34419 Marsberg
Tel.: 02992 / 602 215
www. kloster-bredelar.de;
info at kloster-bredelar.de


Zu guter Letzt - eine dringende Bitte

Alljährlich - so leider auch in diesem Jahr wieder - zeigt sich beim
Versand von WZ und Westfalen und beim Einzug des Beitrages, dass dem
Verein neue Anschriften und/oder neue Bankverbindungen nicht gemeldet
wurden. Die Folge sind Rücksendungen und Neuversendungen von Paketen,
Anschriftenrecherchen bei Einwohnermeldeämtern, Rück- und Neubuchungen
bei den Bankinstituten. All das verursacht Gebührenkosten in erheblichem
Umfang, vom Personalaufwand ganz zu schweigen. Die finanziellen und
personellen Ressourcen des Vereins sollten aber nicht für Unnötiges und
Vermeidbares, sondern ausschließlich für die in der Satzung
festgeschriebenen Vereinszwecke eingesetzt werden. So bitte ich Sie
herzlich, Änderungen von Anschriften und Bankverbindungen umgehend dem
Geschäftsführer mitzuteilen. Das kann der Einfachheit halber
selbstverständlich auch telefonisch oder per E-Mail geschehen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Dr. Hermann-Josef Schmalor
Vereinsdirektor



INFO

Anschriften, Konten, Öffnungszeiten

Vereinsanschrift: Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv), 33095 Paderborn
www.altertumsverein-paderborn.org
Tel.: 05251/881595, Fax: 05251/882047
E-Mail: geschaeftsfuehrer at altertumsverein-paderborn.org

Vereinskonten: Volksbank Paderborn 8731207300 (BLZ 47260121)
Sparkasse Paderborn: 1041730 (BLZ 47250101)



Vorstand:

Vereinsdirektor: Dr. Hermann-Josef Schmalor, Stellv.
Bibliotheksdirektor
Erzbischöfliche Akademische Bibliothek, Leostr. 21, 33098 Paderborn
Tel.: 05251/290480, Fax: 05251/282575,
E-Mail: direktor at altertumsverein-paderborn.org

Stellv. Vereinsdirektor: Prof. Dr. phil. Matthias Wemhoff,
Museumsleiter
Kloster Dalheim. Westfälisches Museum für Klosterkultur,
Am Kloster 9, 33165 Lichtenau-Dalheim
Tel.: 052921/931920, Fax: 05292/9311919,
E-Mail: direktor_vertreter at altertumsverein-paderborn.org

Geschäftsführer: Rolf-Dietrich Müller, Städt. Archivoberrat
Anschrift, Tel., Fax und E-Mail s. oben unter Vereinsanschrift

Schatzmeister: Franz-Josef Krüger, Diplomkaufmann
Paderborn, Tel.: 05251/541900 (abends);
E-Mail: schatzmeister at altertumsverein-paderborn.org

Schriftführer: Günter Wißbrock, Studiendirektor a. D.
Paderborn, Tel.: 05254/67267
E-Mail: schriftfuehrer at altertumsverein-paderborn.org


Weitere Vorstandsmitglieder:
Dr. phil. Rainer Decker, Studiendirektor
Paderstr. 13, 33102 Paderborn, Tel.: 05251/23157,
E-Mail: schriftleitung at altertumsverein-paderborn.org
(Schriftleitung Westfälische Zeitschrift)

Prof. Dr. phil. Heinrich Rüthing
Kiskerstr. 12, 33615 Bielefeld, Tel.: 0521/122059
E-Mail: studienfahrten at altertumsverein-paderborn.org
(Studienfahrten)

Sammlungen: Archiv und Bibliothek
Erzbischöfliche Akademische Bibliothek, Leostr. 21, 33098 Paderborn
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 9.00-12.30 Uhr, 14.30-18.00 Uhr
Kustos: Hermann-Josef Schmalor
Tel. und Fax s. oben unter Vereinsdirektor
E-Mail: archiv at altertumsverein-paderborn.org

Kunst- und Kulturgeschichtliche Sammlung
Museum für Stadtgeschichte im Adam-und-Eva-Haus, Hathumarstr. 7-9,
33098 Paderborn, Tel.: 05251/881350
und
Historisches Museum im Marstall von Schloß Neuhaus, Marstallstr. 9,
33104 Paderborn-Schloß Neuhaus, Tel.: 05251/881052
Öffnungszeiten beider Museen: Di.-Sa. 10.00-16.00 Uhr, So. 10.00-13.00
Uhr
Kustos: Dr. phil. Norbert Börste, Historisches Museum im Marstall von
Schloß Neuhaus, Tel.: 05251/881045, Fax: 05251/881041,
E-Mail: kunstsammlung at altertumsverein-paderborn.org

Münzsammlung
Museum für Stadtgeschichte im Adam-und-Eva-Haus
Anschrift, Tel. und Öffnungszeiten s. oben unter Kunst- und
Kulturge-schichtliche Sammlung
Kustos: Arnold Schwede, Schwaneyer Weg 7, 33100 Paderborn, Tel.:
05251/61176
E-Mail: muenzwart at altertumsverein-paderborn.org

Archäologische Sammlung
Magazin im Marstall des Schlosses Neuhaus, Marstallstr. 9, 33104
Paderborn-Schloß Neuhaus
Kustos: Marianne Moser M. A, Museum in der Kaiserpfalz, Am Ikenberg,
33098 Paderborn; Tel.: 05251/105118, Fax: 052517281892,
E-Mail: archaeologie at altertumsverein-paderborn.org






From muhl at uni-muenster.de Mon Mar 27 10:16:59 2006
From: muhl at uni-muenster.de (Hans Muehl)
Date: Mon, 27 Mar 2006 10:16:59 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2006/09
Message-ID: 44279F7B.9020106@uni-muenster.de>

Von: "Hans Mühl"
Datum: 27.03.2006, 10:13

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an dieser
Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils aktuelle
Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. Sie informiert über
neue Titel zu Westfalen, die die ULB gekauft oder als gesetzliche
Pflichtexemplare aus den westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg,
Detmold und Münster erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2006-09 für den Zeitraum vom 11.03.2006 bis zum 17.03.2006 mit insgesamt 43 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:

http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes

Unter dieser Internetadresse finden Sie am Ende der aktuellen Liste
einen Hinweis auf frühere, aber noch verfügbare Listen, die ebenfalls
eingesehen werden können.

Die Titel können online über den Katalog der ULB (OPAC) bestellt werden:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?maskID=001&tagNO=&
functionID=1&Language=De&SignalPort=3048&ServerLogin=wopaculb&
ServerDatabase=maindb&Z3950=off&Z3950User=gast&
BaseUrl=..%2Fcgi-bin%2Fopac.pl&NichtNeu=J


Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" der ULB Münster finden Sie unter:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Weitere Literatur über Westfalen finden Sie in der umfangreichsten
deutschen Regionalbibliographie, der Nordrhein-Westfälischen
Bibliographie (NWBib):

Allgemeine Information zur NWBib:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

Suche in der NWBib:

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib


Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westfälischen Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074

E-Mail: muhl at uni-muenster.de
Website Nordrhein-Westfälische Bibliographie:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 27 11:03:08 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 27 Mar 2006 11:03:08 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Das LWL-Freilichtmuseum Detmold oeffnet am 01.04.2006
Message-ID: s427c682.001@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Gefion Apel" gefion.apel at lwl.org
Datum: 24.03.2006, 12:10


AKTUELL

Ein "Weißes Ross", schwarze Bräute, Ikarusmaschinen und Spielen
am Dorfrand: Das LWL-Freilichtmuseum Detmold öffnet am 1. April

Ein "Weißes Ross", Bräute in Schwarz, Ikarusmaschinen, schlagfertige
Studenten und das Mitmachprojekt "Spielen am Dorfrand" - das sind
die Höhepunkte die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
in diesem Jahr in seinem Westfälischen Freilichtmuseum Detmold zu
bieten hat. Am Samstag, 1. April, öffnet das größte Freilichtmuseum
Deutschlands wieder seine Pforten - und gleichzeitig die neue
Museumsgaststätte "Im Weißen Ross".

"Um das Freilichtmuseum für viele Menschen attraktiv zu machen,
sind wir auf die Suche gegangen und waren recht erfolgreich: Zu
den neuen Partnern gehören Ernst Heiner Hüser als Wirt in der
neuen Museumsgaststätte, aber auch der Kreis Lippe als
Kooperationspartner bei der Ausstellung "Ikarusmaschinen"", so
Dr. Jan Castensen, der das LWL-Museum seit November leitet.

Neu ist für die Saison auch, dass das Museum von einem Förderverein
begleitet wird. "Die über 50 'Freunde des Westfälischen
Freilichtmuseums Detmold e.V.' bringen sich als aufmerksame und
gesprächsfreudige Partner ein und helfen uns so, das Museum
weiterzuentwickeln", äußerte Carstensen erfreut, "Wir hoffen auch
mit unserem neuen Mitmach-Projekt für jüngere Museumsgäste noch
attraktiver zu werden." Hinter dem Titel "Spielen am Dorfrand"
verbirgt sich eine Spielfläche neben der Museumsgaststätte, die das
Museumsteam gemeinsam mit Kindergruppen und Besuchern in den
nächsten Monaten naturnah gestaltet. Auch auf der noch nicht ganz
fertigen Fläche, können Kinder erleben, mit welchen Spielen ihre
Großeltern die wenige freie Zeit vertrieben haben. Dieses Projekt ist
für mehrere Jahre geplant und wird sich auch 2007 und 2008
fortsetzen.

Neben dem Genuss für die Augen in knapp 100 Hektar grüner
Kulturlandschaft mit 100 historischen Gebäuden aus ganz Westfalen
erwartet die Museumsgäste "Im Weißen Ross" ein neuer Genuss
für den Gaumen: Ab 1. April hält die neue Museumsgaststätte
westfälische Spezialitäten und andere Erfrischungen bereit. "Mit
dem neuen Wirt ist ein neuer Wind in der Museumsgastronomie zu
spüren", freut sich Carstensen.

"Wir wollen mit dem gesamten Angebot hier besonderen Service
bieten - von der kleinen Kaffeerunde bis zur Hochzeitsgesellschaft
im Festsaal," verspricht der neue Wirt Ernst Heiner Hüser. Das
"Weiße Ross" besteht aus zwei historischen Fachwerkbauten, die
durch ein modernes Servicegebäude verbunden sind. "Gemeinsam
umschließen sie Westfalens schönsten Biergarten," ist sich
Museumsleiter Carstensen sicher.

Das Hauptgebäude ist ein 1698 erbautes Wohnhaus aus
Obermarsberg (Hochsauerlandkreis) mit besonderem Fachwerkgiebel.
Ab etwa 1850 wurde dieses Gebäude für rund 140 Jahre als
Wirtshaus mit Saal genutzt. Ergänzt wird dieser Bau durch das
Bauernhaus Kuhlmeier aus Kohlstädt (Kreis Lippe). Dieses große,
1558/59 erbautes niederdeutsches Hallenhaus mit seiner
eindrucksvollen Deele ist das älteste Hallenhaus des LWL-Museums.
Obwohl die Besucher schon ab dem 1. April "Im Weißen Ross"
essen können, gibt es am 30. April eine Einführungsveranstaltung
der neuen Gaststätte mit Musik und besonderen kulinarischen
Angeboten.

Natürlich hat das LWL-Museum für 2006 ein umfangreiches
Programm erarbeitet: Gleich am 25. April beginnt die
Studioausstellung "Die Braut in Schwarz" in der ehemaligen
Fasanerie des Museums. Inspiriert durch einen Fund historischer
Glasplatten aus dem Fotoatelier Kuper in Rietberg (Kreis
Gütersloh) widmet das Museumsteam eine eigene Ausstellung
der Frage, was von den "schwarzen Bräuten" im Museum blieb.
Denn früher heiratete frau nicht ganz in weiß, sondern die
Bräute trugen schwarze Kleider. Ergänzt wird die Ausstellung
durch einen Rundgang zum Thema "Hochzeit" in zahlreichen
der historischen Museumsgebäude.

Ab 16. Mai sind die "Ikarusmaschinen" in einer eigens dafür
errichteten Leichtbauhalle am Rande des Paderborner Dorfes zu
sehen. Zum Thema "Luftfahrt in Ostwestfalen-Lippe" hat der Kreis
Lippe eine Sonderausstellung entwickelt, die in ihrem umfangreichen
Begleitprogramm auch zwei "Flugtage" am Wochenende vom 26.
und 27. August bietet. "Schlagfertig . Studentenverbindungen im
Kaiserreich" schließlich ist in intensiver Kooperation mit Studierenden
des Fachbereichs Geschichte der Universität Paderborn entstanden,
die ab September auch selbst Führungen durch die Ausstellung
anbieten.

Aber auch Vertrautes entdecken Freunde des LWL-Freilichtmuseums
im Jahresprogramm: So finden der ökumenische Gottesdienst am
Himmelfahrtstag und die Andachten in der Kapellenschule Werthenbach
an Sonntagnachmittagen in Zusammenarbeit mit dem Stadtkonvent
Detmold wieder statt; ebenso startet am Ostermontag die Führungsreihe
in Zusammenarbeit mit der Lippischen Landeskirche, dieses Jahr unter
dem Motto "Schritte des Lebens", die sich auf das Verhältnis zwischen
Religiösität, im Museum sichtbarem Alltagsleben und Bibeltexten
beziehen. Neu sind dagegen die "Lyrischen Gartenspaziergänge", die
an drei Sonntagen eine ganz neue Herangehensweise an die
ländlichen Gärten mit literarischen Texten ermöglichen. Und zum
Ausklang des Jahres findet vom 8. bis 10. Dezember wieder der
gefragte "Museumsadvent" statt.


INFO

Westfälisches Freilichtmuseum Detmold
Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus
32760 Detmold
Tel.: 05231 706-0
wfm-detmold at lwl.org
www.freilichtmuseum-detmold.de
Geöffnet von April bis Oktober, di - so von 9 - 18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr)

Eintrittspreise
Erwachsene: 5,00 Euro
Ermäßigte: 3,00 Euro
Gruppen ab 16 Personen: 4,00 Euro
Kinder/Jugendliche von 6 bis einschl. 17 Jahren, Schüler: 2,00 Euro
Familientageskarte: 11,00 Euro

Gefion Apel M.A.
Westfälisches Freilichtmuseum Detmold
Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus, 32760 Detmold
Tel.: 05231/706-140 Fax: 05231/706-106
gefion.apel at lwl.org
www.freilichtmuseum-detmold.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 27 11:19:01 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 27 Mar 2006 11:19:01 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Bewegte Spuren - Eisenbahnfilme auf Zollern,
29.03.2006, Dortmund
Message-ID: s427ca3e.095@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "gkmailing at beos-web.de"
Datum: 27.03.2006, 10:45
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Mittwoch, 29. März 2006, 19.30 Uhr
Bewegte Spuren - Eisenbahnfilme auf Zollern

Zu einer filmischen Reise in die Eisenbahngeschichte des Reviers
lädt am kommenden Mittwoch das Westfälische Industriemuseum
Zeche Zollern II/IV ein. Ab 19.30 Uhr zeigt und erläutert Referent
Eduard Erdmann unter dem Motto "Bewegte Spuren" fünf
Filmdokumente.

Dafür hat der Eisenbahnexperte tief in das Raritäten-Archiv
gegriffen. Er förderte Super-8-Aufnahmen aus den 1970er Jahren
ans Licht: Der Film "Kohle für Knepper" zeigt den Einsatz der letzten
"Jumbo"-Dampflokomotiven (Baureihe 44) vor Kohlezügen zum
Kraftwerk Knepper. In einem weiteren Filmdokument sind Zechenbahn-
Dampflokomotiven der Ruhrkohle AG bei den Bergwerken Monopol
und Werne zu sehen. Den Verkehr auf DB- und Werkbahngleisen im
Bereich Wanne-Eickel / Herten / Recklinghausen-Süd zeigt der Film
"Bahnen im Ruhrpott" (2001). Einen Ausflug ins Sauerland bietet
der Film "1 Tag bei der Ruhr-Lippe Eisenbahn" (2003). Schließlich sind
die Zuschauer auf dem Führerstand der preußischen P 8 hautnah
dabei, während sie einen Sonderzug von Schwerte nach Münster
befördert.


INFO

Alle Interessierten sind zu dem eineinhalbstündige Film-Programm
eingeladen. Der Eintritt ins Museum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) ist frei.

Ort:
Westfälisches Industriemuseum
Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5
Dortmund






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 27 11:34:46 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 27 Mar 2006 11:34:46 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Hohenlimburger Heimatblaetter, Heft 3/2006
Message-ID: s427cdf9.004@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 27.03.2006, 11:35


SERVICE: TOC

Hohenlimburger Heimatblätter
für den Raum Hagen und Iserlohn
66. Jahrgang
März 2006
Heft 3/2006

Bibliotheksnachweis über ("ZDB"):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=89


Seiten in Auswahl [AS]

S. 82-84
Schulz, Hans-Dieter
Hohenlimburg vor 100 Jahren - 2. Halbjahr

S. 95-105
Drepper, Christian
Die Entwicklung eines heimischen landwirtschaftlichen Betriebes
in den letzten 30 Jahren im Vergleich zur Gesamtentwicklung
in der deutschen Landwirtschaft

S. 106
Bleicher, Wilhelm
Ein vergessener Fastnachtsbrauch aus Iserlohn






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 28 12:52:59 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 28 Mar 2006 12:52:59 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Ausstellungs-Dokumentation: Zeichen setzen gegen
das Vergessen
Message-ID: s42931c5.080@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Stadt Münster"
Datum: 27.03.2006, 16:10


AKTUELL

Zeichen setzen gegen das Vergessen
Bürgermeister Werner Kolter und der Kinder- und Jugendrat
stellten gemeinsam Ausstellungs-Dokumentation vor

Auf der Gedenkfeier zum 60. Jahrestag der Befreiung des
Konzentrationslagers Auschwitz im vergangenen Jahr
hatte Bürgermeister Werner Kolter Jugendlichen in Unna
und insbesondere dem Kinder- und Jugendrat angeboten
gemeinsam darüber nachzudenken, wie Gedenkfeiern
künftig aussehen könnten und wie man Gedenken und
Auseinandersetzung mit dem menschenverachtenden
nationalsozialistischen Gewaltsystem in die junge
Generation weitertragen kann. Ein Jahr später wurde
deutlich in welch beeindruckender Art und Weise der
Unnaer Kinder- und Jugendrat der Einladung zur
Mitwirkung gefolgt ist.

20 Mitglieder des Kinder- und Jugendrates besuchten
persönlich im Januar die polnischen KZ-Gedenkstätten in
Auschwitz und Birkenau. Mit Fotografien und Texten
dokumentierten sie ihre Eindrücke des Besuches und
zeigten auf der diesjährigen Gedenkfeier eine bewegende
Ausstellung.

Nachdem die Ausstellung längere Zeit im Foyer des
Rathauses Besuchern offen stand, wird sie den Schulen
in Unna zur Verfügung gestellt.

Nunmehr wurde auch eine Dokumentation der Ausstellung
vorgestellt. Bürgermeister Werner Kolter und die Sprecher
des Kinder- und Jugendrates, Manuel Storkebaum, Tanja
Schmidt und Sebastian Maday, stellten sie am
27.03.2006 der Öffentlichkeit vor. Sie zeigt alle Bilder
und Texte der Jugendlichen noch mal in Buchform. Die
Dokumentation soll auch besonders den Schulen an die
Hand gegeben werden.


INFO

Interessenten können die Dokumentation im Kinder- und J
ugendbüro (Tel. 02303 - 103 344) anfordern oder dort
während der bekannten Öffnungszeiten abholen.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 28 12:59:02 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 28 Mar 2006 12:59:02 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Gut Brand!" Ringofen des Industriemuseums
raucht wieder, 29.03.2006, Lage
Message-ID: s4293337.091@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 27.03.2006, 09:37


AKTUELL

"Gut Brand!" - Ringofen des Industriemuseums raucht wieder

"Gut Brand!" heißt in dieser Woche wieder das Motto im Westfälischen
Industriemuseum Ziegelei Lage: Rechtzeitig zum Beginn der
Freiluftsaison wird am Mittwoch, 29. März, der Hoffmann'sche
Ringofen angeheizt. Bis Sonntag, 2. April, werden im Museum
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) 20.000 Ziegel
nach historischer Manier gebrannt sein.

Besucherinnen und Besucher können dieses einmalige Schauspiel
hautnah miterleben: Unter dem Motto *Unter Feuer" sind
Interessierte von Mittwoch bis Sonntag eingeladen, den Brennern
beim Anheizen des Ofens und bei der Arbeit auf der Ringofendecke
zuzusehen (Foto). Die Ziegel wurden im letzten Jahr im
Industriemuseum hergestellt. Es handelt sich dabei um
Hintermauerziegel, die zum Hausbau geeignet sind. Sie werden
im Ofen bei ca. 950° gebrannt und für Restaurierungen verkauft.
"Zusätzlich brennen wir auch in diesem Jahr Kunstobjekte, die
aufgrund ihrer Größe nur im Ringofen des Industriemuseums
gebrannt werden können", so Museumsleier Willi Kulke. Regie
bei dem heißen Geschäft führt wieder das hauseigene Personal:
Ziegelmeister Victor Keller und die beiden Vorführer Andy Räker
und Silke Schäfer.

Mit dem Ziegelbrand beginnt die Saison in der Handstrichziegelei.
Die Lehmgrube ist wieder mit frischem Lehm gefüllt und die Kinder,
aber auch alle Erwachsenen, dürfen selbst ihre Ziegel herstellen
und mit ihrem Namen verzieren. Die Steine werden anschließend
im Museum gebrannt und können später abgeholt werden. Im
letzten Jahr wurden so über 4.000 Lehmziegel hergestellt.
Museumsleiter Willi Kulke ist sich sicher: "Das Museum ist damit
die größte Handstrichziegelei in Deutschland, vermutlich sogar
in Europa!"


INFO

Westfälisches Industriemuseum
Ziegelei Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
Telefon: 05232 9490-0
E-Mail: ziegelei-lage at lwl.org
Geöffnet: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Mar 29 11:01:13 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 29 Mar 2006 11:01:13 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag,
Schulze-Ameling: Schuetzenvereine aus Bocholt und Umgebung im
Dritten Reich, Bocholt
Message-ID: s42a691d.012@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Stadt Bocholt"
Datum: 29.03.2006, 10:10


AKTUELL

Schützenvereine aus Bocholt und Umgebung im Dritten Reich
Vortrag im Stadtarchiv

Der Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte lädt ein zu einem Vortrag von Hendrik Schulze Ameling unter dem Titel "Üb'Aug und Hand für's Vaterland."
Schulze Ameling stellt mit Schwerpunkt auf den Bocholter Raum die unterschiedlichen Etappen der Gleichschaltung der traditionell eher unpolitischen Schützenvereine nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten dar.

Dabei stellt er einerseits die Frage, inwiefern die Machthaber Einfluss auf die Schützenvereine bzw. auf die Schützenfeste zu nehmen versuchten. Andererseits will er die Frage klären, welchen Beitrag die Schützenvereine bei der von den Nazis beabsichtigten Paramilitarisierung der deutschen Gesellschaft leisteten.
Weitere Themen des Vortrages sind die vollzogene Eingliederung der Vereine in den NS-Dachverband "Deutscher Schützenverband" in den Jahren 1938/1939 und der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.

INFO

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, dem 6. April um 18.30 Uhr im Stadtarchiv Bocholt, Münsterstraße 76. Der Eintritt ist frei.








From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Mar 29 12:17:20 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 29 Mar 2006 12:17:20 +0200
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BLIT=5D_Scharte/W=F6rner=2C_Fussball_in_?=
=?iso-8859-1?q?Westfalen=2C_Muenster_2006?=
Message-ID: s42a7adb.000@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Ulrike Schulze Schwienhorst"
Datum: 29.03.2006, 11:42


LITERATUR

Sebastian Scharte und Martin Wörner
Fußball in Westfalen
Seine Geschichte in 200 Bildern
Volkskundliche Kommission für Westfalen (Hg.)
Alltagsgeschichte in Bildern, Bd. 4
Münster 2006
Erscheint im April im Ardey-Verlag, Münster, 19,90 Euro,
ISBN 3-87023-265-X


"Ich warne euch, ihr Brüder Jahns, vor dem Gebrauch des Fußballwahns!" Diese
Worte stammen aus einem Gedicht von Joachim Ringelnatz aus dem Jahr 1919.
Angesichts der Fußballeuphorie zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ist
es kaum zu glauben, dass es Zeiten gab, in denen das Fußballspiel in Frage
gestellt wurde, oder - was noch unvorstellbarer erscheint - es kaum bekannt
war.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts musste sich der Fußball seine Stellung als
Massensportart erst noch erobern. Bekannt waren Vorläufer des heutigen
Fußballs im Mittelalter schon von England und Frankreich ausgehend in vielen
Teilen Europas. Veränderte Lebensbedingungen und Verbote der Obrigkeit
führten um 1800 zu einem Rückgang dieser Spiele. Lediglich in Schulen,
insbesondere in England, wurde dieser Sport weiter kultiviert.
In Deutschland eroberte der englische "Sports" die Turnerlandschaft durch
Bemühungen einzelner Pädagogen. Die von "Turnvater" Jahn geförderte Bewegung
stand dem "Kampfspiel zunächst skeptisch gegenüber, jedoch war die
Popularität des Fußballs in Deutschland nicht mehr aufzuhalten. Ab den
1880er Jahren entstanden Vereine, in denen sich zunächst Schüler, Studenten,
Angestellte und Akademiker, später auch Arbeiter zusammenschlossen.
Der Fußball fand seinen Weg auch nach Westfalen. Der Wittener FC, der
1891/92 aus einer Schülermannschaft gegründet wurde, ist sogar der
fünftälteste Verein in ganz Deutschland. Vor allem das Ruhrgebiet wurde
zum "Fußballrevier" und viele Arbeiter verschafften sich einen sportlichen
Ausgleich zur monotonen Arbeitswelt und stürmten aus den Kohlengruben in den
Fußballhimmel.

Aber nicht nur die bekannten großen Vereine aus Dortmund und Gelsenkirchen -
letztgenannter zunächst auf "Westfalia Schalke" getauft - spielen in
Westfalen eine Rolle. Fußball eroberte die Freizeit vieler Menschen. Egal ob
mit Lederball, Lumpenbällen oder Blechdosen, das "Fußballfieber" erreichte
alle Bevölkerungsschichten, nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem
Land.

Die beiden Volkskundler Sebastian Scharte und Martin Wörner berichten in
ihrem in Kürze erscheinenden Bildband über Fußball in Westfalen unter
anderem von einem Fußballmatch in Lavesum (heute Stadt Haltern am See) um
1910. Auf die Frage, was den Fußball so populär machte, nennen die beiden
Autoren eine wachsende Kommerzialisierung, die Etablierung zum
Medienereignis, staatliche und pädagogische Fördermaßnahmen sowie den
Wettkampfcharakter und die einfachen Regeln.

Die Weimarer Republik war die Zeit der großen Fußballstadien. 1926 begann
der Bau der "Kampfbahn Rote Erde" in Dortmund, und 1928 wurde
die "Glückaufkampfbahn" auf Schalke errichtet, wo man drei Jahre später bei
einem Spiel rund 70000 Zuschauer zählte. Der Stadionbau belegt, welche große Rolle der
Fußball auch für die "passiven Spieler" hatte, von denen sich viele fortan
mit "ihrem" Verein identifizierten. Auch der Hörfunk übertrug bald die
wichtigen Fußballspiele. Die erste deutsche Fußballübertragung wurde 1925
von einem Spiel zwischen Preußen Münster und Arminia Bielefeld aus Münster
gesendet.

Und heute? Die "Fußballgötter" sind nicht mehr allein am Himmel, sondern
bekommen Konkurrenz von "Göttinnen" mit Weltmeisterklasse, von denen auch
einige in Westfalen bei "Heike Rheine" zu Hause sind und zu den
erfolgreichsten deutschen Fußballspielerinnen zählen.
Jutta Nunes Matias








From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Mar 29 12:35:50 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 29 Mar 2006 12:35:50 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag, Klenke: Mozart im Paderborner Exil, Paderborn,
30.03.2006
Message-ID: s42a7f37.000@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Rolf Müller"
Datum: 23.03.2ß006, 16:04


AKTUELL

Vortrag auf Einladung der Volkshochschule Paderborn:

Prof. Dr. Dietmar Klenke (Universität Paderborn)
Mozart im Paderborner Exil - Spektakuläre Funde in den Stadtarchiven Wien und Paderborn,
Donnerstag, 30. März 2006, 19.30 Uhr in der Städtischen Galerie Am Abdinghof (Eintritt frei)

Auf Einladung der Volkshochschule Paderborn präsentiert der Paderborner Geschichtsprofessor Dietmar Klenke erstmals seine spektakulären Funde über Mozarts Exiljahre in Paderborn der interessierten Öffentlichkeit. Ungemein bereichernd ist, dass sich auch ein Bezug zu "Canossa" herstellen lässt. Vermied der Freimaurer Mozart mit seiner Flucht nach Paderborn vielleicht einen "Gang nach Canossa"? Was es damit auf sich hat, lässt sich auch in einem Buch nachlesen, das im Rahmen des Vortrags der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Es fügt sich überaus glücklich, dass der rührige Forscher gerade im Mozartjahr 2006 den Schleier lüften kann, der sich über die Paderborner Jahre des freimaurerischen Musikgenies gelegt hat. Einmal mehr findet Paderborns Ruf, eine freisinnige Stadt zu sein, eine eindrucksvolle Bestätigung, zumal Mozart in der Padermetropole fast ebenso lange gelebt hat wie in Wien. Das letzte, in Paderborn komponierte Werk wird im Rahmen des Vortrags seine Welturaufführung erleben. Mozart hat es kurz vor seinem Tode den Paderbornern gewidmet. Der Vortragende möchte seine Ausführungen wissenschaftstheoretisch im Sinne einer musikologischen Wissenschaftssatire verstanden wissen.






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 30 09:34:53 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 30 Mar 2006 09:34:53 +0200
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Rettungsfahrt_f=FCr_das_Neue_Heb?=
=?iso-8859-1?q?ewerk_nach_Berlin?=
Message-ID: s42ba67a.026@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Stadt Waltrop"
Datum: 29.03.2006, 17:46


AKTUELL

Rettungsfahrt für das Neue Hebewerk nach Berlin
Rund 8.000 Unterstützungsunterschriften im Bundesverkehrsministerium übergeben

Die rund 8.000 Unterstützungsunterschriften aus Waltrop und der Region zum funktionsfähigen Erhalt des Neuen Hebewerkes von 1962 sind gestern im zuständigen Bundesverkehrsministerium in Berlin angekommen. Auf Vermittlung des Waltroper Bundestagsabgeordneten Frank Schwabe übergab der Leiter des Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe "Altes Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop", Herbert Niewerth, einen dicken Ordner mit Unterschriften an die zuständige Parlamentarische Staatssekretärin Karin Roth. Der Museumsleiter vertrat dabei auch die Interessen von Bürgermeisterin Anne Heck-Guthe, die sich aus terminlichen Gründen kurz vor der Ratssitzung nicht mit auf den Weg nach Berlin machen konnte.

Anne Heck-Guthe ist davon überzeugt, dass die beeindruckende Anzahl von positiven Bürgerbekundungen aus Waltrop und der Region für den technischen Erhalt des Hebewerkes bei der Entscheidung über die Bereitstellung der notwendigen Finanzmittel eine wichtige Rolle spielen werden. Vermutlich im Laufe des April wird mit einer Entscheidung im Ministerium zu rechnen sein.

"Ich danke Herberth Niewerth und Frank Schwabe für Ihre freundliche Unterstützung und hoffe, dass auch das Gespräch der beiden mit Bundestagsabgeordneten aus dem Ruhrgebiet am gestrigen Nachmittag seine zusätzliche Wirkung nicht verfehlt. Das weltweit letzte noch in Funktion zu haltende Schwimmerhebewerk in Waltrop-Oberwiese muss weiterhin für Ruhrgebietstouristen und für die Bevölkerung als funktionierender Schiffslift erhalten bleiben", so die Bürgermeisterin.


INFO

Stadt Waltrop
Münsterstr. 1
45731 Waltrop
Pressesprecher: Martin Voskort
Telefon: (0 23 09)930 - 237
Fax: (0 23 09)930 - 200
E-Mail: pressestelle at waltrop.de
WWW: http://www.waltrop.de








From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 30 09:41:13 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 30 Mar 2006 09:41:13 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Westmuensterlaendische Hofanlage in Vreden
oeffnet wieder
Message-ID: s42ba7ce.058@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Kreis Borken"
Datum: 29.03.2006, 17:57


AUSSTELLUNG

Westmünsterländische Hofanlage in Vreden öffnet wieder

Am kommenden Wochenende zahlreiche Attraktionen im und um das Hamaland-Museum des Kreises Borken

Der Frühjahrsputz ist beendet, frische Wäsche aufgezogen und alle Teller auf dem Bosen blinken wieder: Die historische westmünsterländische Hofanlage im Vredener Stadtpark öffnet am kommenden Samstag, 1. April, ihre Tore wieder für Besucherinnen und Besucher. Wer also bei hoffentlich schönem Frühlingswetter einen Spaziergang durch den Park macht, hat ab dem Wochenende auch wieder die Möglichkeit, einen Blick in das Haus Früchting zu werfen und sich von kundigen Mitarbeitern des Hamaland-Museums etwas über das Landleben vor zweihundert Jahren berichten zu lassen.

Am Sonntag, 2. April, wird dann nachmittags vom Team des Vredener Stadtmarketing offiziell die Sommersaison eingeläutet. Schiffe auf der Berkel, Chöre im Park sowie eine Fotoausstellung im Senioren- und Pflegezentrum St. Georg laden zum Besuch ein. Im Hamaland-Museum, das derzeit die Sonderausstellung *Spitzenwerke - Metallspitzen auch in Torchon" präsentiert, können die Gäste versierten Klöpplerinnen bei der Arbeit über die Schulter und auf die flinken Hände schauen. Bereits am vergangenen Sonntag stießen die Klöpplerinnen mit ihrer Tätigkeit auf großes Publikumsinteresse und konnten zahlreichen Interessierten
fachkundig Auskunft zu ihrem Handwerk geben.

Gleichzeitig wird am Sonntagnachmittag das Backhaus bei der Hofanlage in Betrieb genommen. Frisches Brot aus dem Steinofen, hergestellt in echter Handarbeit, wird in der Zeit von 14 bis 17 Uhr zum Kauf angeboten werden. "Vielleicht bringen die Berkelzompe, Nachbauten historischer Berkelschiffe, auch noch einen Korbflechter aus den Niederlanden nach Vreden", verrät Dr. Annette Menke, Leiterin des kreiseigenen Hamaland-Museums. "Wenn er das Schiff erreicht, wird auch er am Sonntag sein Handwerk im Hamaland-Museum vorführen und seine Waren feilbieten", so Dr. Menke.


INFO

Hamaland-Museum
Butenwall 4
Telefon 39 18 0
Telefax 39 18 29
E-Mail: hamaland-museum at t-online.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 30 09:43:36 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 30 Mar 2006 09:43:36 +0200
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Kreis_Borken_schreibt_Felix-S=FC?=
=?iso-8859-1?q?mmermann-Preis_2006_aus?=
Message-ID: s42ba86a.084@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Kreis Borken"
Datum: 29.03.2006, 17:57


AKTUELL

Kreis Borken schreibt Felix-Sümmermann-Preis 2006 aus
Gewürdigt werden Verdienste um die Denkmalpflege

Kreis Borken. Nach der erstmaligen Verleihung im Jahr 2000 schreibt der Kreis Borken jetzt zum dritten Mal den Felix-Sümmermann-Preis für Denkmalpflege öffentlich aus. "Der Preis wird für besondere Verdienste um die Rettung, Erhaltung, Restaurierung und Pflege von Denkmälern im Kreisgebiet verliehen", erklärt Landrat Gerd Wiesmann. Darüber hinaus sei eine Verleihung beispielsweise auch für Forschungsarbeiten, Dokumentationen und Publikationen zu Themen der Denkmalpflege mit Bezug zum Kreis Borken, für die touristische Erschließung von Denkmälern oder für innovative Projekte beziehungsweise Konzepte im Zusammenhang mit der Denkmalpflege oder mit Denkmälern möglich.

Der Felix-Sümmermann-Preis ist mit einem Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro dotiert, das von der Sparkasse Westmünsterland gestiftet wird. Als erster Preis sind 2.500 Euro, als zweiter 1.5000 Euro und als dritter 1.000 Euro vorgesehen. Daneben erhalten die Preisträgerinnen und Preisträger eine vom Vredener Künstler Walter Wittek gestaltete Ehrengabe. Über die Preisvergabe entscheidet eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Landrat Gerd Wiesmann. Sie kann die Preisgelder auch in anderer Staffelung als ursprünglich geplant vergeben. Die Preisverleihung erfolgt am 10. September 2006 zum Europäischen Denkmaltag beziehungsweise am Tag des offenen Denkmals in Deutschland.

Der Wettbewerb wendet sich gleichermaßen an Personen und Institutionen, zum Beispiel Eigentümer von Denkmälern. Zur Beteiligung aufgerufen sind insbesondere Personen und Gruppen, die sich aktiv um Denkmäler oder um die Denkmalpflege bemühen (wie etwa Nachbarschaften, Heimatvereine oder historische Arbeitgruppen), Forscher und Publizisten sowie Kommunen. Sie können sich entweder selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Meldungen dazu müssen bis zum 30. Juni 2006 beim Kreis Borken, Fachbereich Schule, Bildung, Kultur, Sport, Burloer Straße 93, 46235 Borken, per Fax an 02861 / 82 13 65, oder per E-Mail an a.boeing at kreis-borken.de eingehen. Weitere Informationen gibt es beim Kreis Borken unter der Telefonnummer 02861 / 82 13 50 sowie im Internet unter www.kreis-borken.de.
Zur Person Felix Sümmermann

Der Namensgeber des Preises stand fast 35 Jahre lang an der Spitze des früheren Kreises Ahaus. Er wurde 1920 zunächst mit der kommissarischen Leitung des Ahauser Landratsamtes betraut und trat dann am 1. Juli 1921 - einstimmig gewählt - das Amt des Landrats im Kreis Ahaus an.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten brach für Sümmermann eine schwere Zeit an; er machte aus seiner Abneigung gegen das Regime keinen Hehl. 1940 wich er dem Druck, indem er sich freiwillig zum Wehrdienst meldete, den er aber nach eineinhalb Jahren aus Gesundheitsgründen wieder quittieren musste. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde er mit seiner Familie verhaftet, da er der Mittäterschaft verdächtigt wurde. Tatsächlich war er ohne sein Wissen für ein wichtiges Amt in der Zivilverwaltung - wenn das Attentat geglückt wäre - vorgesehen. Er verbrachte seine Haft u.a. im Konzentrationslager Ravensbrück, bis er im Februar 1945 entlassen wurde. Von der britischen Militärverwaltung wurde er nach Kriegsende wieder in seine alte Funktion berufen. 1946 als Oberkreisdirektor gewählt, übte er dieses Amt bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1955 aus.

Sümmermanns große Verdienste um den Kreis Ahaus erstrecken sich auf sein gesamtes Arbeitsfeld. Sein besonderes Engagement galt aber immer der Kultur. So war es auch in erster Linie sein Verdienst, dass das stark zerstörte Schloss Ahaus vom Kreis erworben und wieder aufgebaut wurde - das zu einer Zeit, als viele andere drängende Probleme den Wiederaufbau nicht unumstritten machten. Auch seine vielfältigen Bemühungen um die Erhaltung der noch unzerstörten historischen Ortskerne wie einzelner Denkmäler wirken bis heute fort.

Mit der Benennung des Denkmalpreises nach Felix Sümmermann würdigt der Kreis Borken dessen große Leistungen um die Denkmalpflege im Westmünsterland.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 30 10:19:20 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 30 Mar 2006 10:19:20 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Mittwochsgespraech in der Villa ten Hompel, 05.04.2006,
Muenster
Message-ID: s42bb0cf.076@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "gkmailing at beos-web.de"
Datum: 29.03.2006, 15:20
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Mittwoch, 5. April 2006, 20 Uhr

Mittwochsgespräch
Abschied von der Revolution.
Kommunisten und Gesellschaft in Westdeutschland 1945 bis 1968
Referent: Dr. Till Kössler (München)

Till Kössler: Studium der Geschichte und Germanistik an den
Universitäten Bonn, Bielefeld sowie der Johns-Hopkins University,
Baltimore. Magister Artium 1996 an der Universität Bielefeld mit
einer Arbeit zur nationalsozialistischen Ausländerpolitik und deren
gesellschaftliche Rezeption im Zweiten Weltkrieg. 1999 Gustav-Engel
Preis des Historischen Vereins der Grafschaft Ravensberg. 1997-2000
wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem DFG-Projekt zu Mitgliedschaft
und Sozialstruktur der Parteien in den Westzonen und der
Bundesrepublik Deutschland 1945-1990. Phil. Diss. 2003 an der
Ruhr-Universität Bochum (ausgezeichnet mit dem Preis für
Studierende der Ruhr-Universität Bochum 2003). Seit Oktober
2003 wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar der
Ludwig-Maximilians-Universität München


INFO

Ort:
Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Telefon: 0251 492-71 01
Telefax: 0251 492-79 18
http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel/






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 30 10:28:03 2006
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 30 Mar 2006 10:28:03 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Ausstellung in der Ziegelei Lage zeigt "Schoenheit
im Niedergang"
Message-ID: s42bb2bf.032@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 29.03.2006, 10:51


AUSSTELLUNG

Ausstellung in der Ziegelei Lage zeigt "Schönheit im Niedergang"
Sylbach 80 - Fotografien von Berthold Socha

Vor 24 Jahren hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die
ehemalige Ziegelei Beermann in das Westfälische Industriemuseum
übernommen. Eine Ausstellung in der Ziegelei Lage vermittelt jetzt
ein Bild vom damaligen Zustand der Anlagen. "Sylbach 80" heißt die
Schau mit 36 Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Münsteraner Fotografen
Berthold Socha. Sie ist von Sonntag, 2. April, bis zum 18. Juni in Lage
zu sehen.

Socha, 1940 in Oberschlesien geboren, hat sich über viele Jahre als
Fotograf - und als Referent in der Kulturabteilung des LWL - intensiv
mit den überlieferten Anlagen der Industriegeschichte auseinander-
gesetzt. Seine Bilder aus den Jahren 1980 bis 1990 dokumentieren
den gefährdeten Zustand des Baudenkmals vor der Restaurierung
durch den LWL. "Bei der fotografischen Auseinandersetzung mit
Industriekultur geht es Socha weder um die dokumentarische
Darstellung des erhaltenen Bauzustandes, noch um das technische
Interesse, sondern um die ästhetischen Aspekte einer untergehenden
Industrielandschaft", so der stellvertretende Museumsdirektor
Dr. Thomas Parent.

Deutlich zeigten die Aufnahmen, dass die ausgedienten Industrieanlagen
ihre Funktion als prosperierende Produktionsstätten verloren haben.
In seiner künstlerischen Auseinandersetzung fokussiere Socha den
Erhaltungszustand der Anlagen, den Verfall, das Zerstörte und das
Unbeachtete im Detail wie in der Totalen. Berthold Socha: "Nicht
Anklage soll aus meinen Aufnahmen sprechen, sondern die Vollkommenheit
und Schönheit dieser Anlagen, auch noch im Niedergang."


INFO

Sylbach 80 - Fotografien von Berthold Socha
02. April bis 28. Juni 2006
Westfälisches Industriemuseum Ziegelei Lage
Sprikernheide 77
Geöffnet: Di - So 10 - 18 Uhr






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Mar 30 10:50:59 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 30 Mar 2006 10:50:59 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Exponat des Monats: "Schuhbuegel" aus dem
18. Jahrhundert
Message-ID: s42bb835.004@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Esch, Christoph"
Datum: 30.03.2006, 10:43


AKT

"Schuhbügel" aus dem 18. Jahrhundert

Mit dem "Exponat des Monats" gewährt das Westfälische Pferdemuseum seinen Besuchern Einblicke in seine seit über zehn Jahren aufgebaute Sammlung. Zu Beginn eines jeden Monats werden ausgesuchte Stücke in einer Vitrine im Museumsshop präsentiert.

Das Exponat des Monats April 2006 ist ein "Schuhbügel" aus dem 18. Jahrhundert. Steigbügel erleichtern den Aufstieg auf das Pferd und geben dem Reiter Halt.
Die ersten Steigbügel in Form von ledernen Schlaufen für die Füße wurden etwa im 3. Jahrhundert vor Christi von den Skythen erstmals benutzt und erst viel später von Europäischen Völkern und den Chinesen übernommen. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Formen des Steigbügels entwickelt. Die Materialien reichten von Leder und Holz über Eisen, Messing, Bronze und Silber. Es gab offene, ringförmige, aber auch vorne geschlossene, schuhförmige Steigbügel, die das Herausrutschen des Fußes verhindern und diesen schützen sollten. Neben den rein funktionalen einfachen Modellen, waren viele Steigbügel kunstvoll gearbeitet und mit Ornamenten versehen.

Die Größe, Form und Verzierung des hier ausgestellten aufwändig gearbeiteten Schuhbügels könnten auf die Nutzung durch Damen hinweisen. Schuhbügel diesen Typs waren im 18. Jahrhundert im Mittelmeerraum verbreitet. Wie er in den Besitz des westfälischen Leihgebers gekommen war, ist nicht bekannt.
Weitere Informationen: www.pferdemuseum.de


INFO

Dr. Christoph Esch
Westfälisches Pferdemuseum
Sentruper Str. 311
48161 Münster
Tel.: 0251-48427-24
Fax: 0251-48427-50
E-Mail: esch at hippomaxx-muenster.de
URL: www.pferdemuseum.de







From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Mar 31 08:45:19 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 31 Mar 2006 08:45:19 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Historischer Unterrichtsfilm zum Ruhrgebiet: DVD,
Auffuehrung in Bochum, 01.04.2006
Message-ID: s42cec38.050@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 30.03.2006, 11:45


AKTUELL

"Der Platz an der Halde"
Ein legendärer Film kehrt ins Ruhrgebiet zurück

Fußball im Ruhrgebiet - das ist eine besondere Geschichte. Dabei war es in der hochindustrialisierten Region lange Zeit gar nicht einfach, überhaupt Bolz-Plätze zu finden. Der zu Beginn der 1950er Jahre entstandene Film *Der Platz an der Halde" nimmt dieses Problem zum Anlass, um einen Einblick in die Alltagswelt und das Selbstbild des Reviers der 1950er Jahre zu geben. Vom Lebensgefühl der Kinder und Jugendlichen über die beherrschende Stellung der Kohle- und Stahlproduktion bis zu städteplanerischen Konzepten, die aus dem "schwarzen Revier" eine moderne Stadtlandschaft machen wollten. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat diesen historischen Unterrichtsfilm jetzt gemeinsam mit dem Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) in einer ausführlich kommentierten DVD-Edition herausgebracht.

Es war im Sommer 1952, als ein kleines FWU-Team zu Dreharbeiten ins Ruhrgebiet kam. "Hier entstanden in knapp sieben Wochen die Aufnahmen zu einem außergewöhnlichen Film, mit dem das Institut über die bis dahin übliche Form des Unterrichtsfilms mit Absicht weit hinausging. Ziel war es, einen sozialkundlichen Unterhaltungsfilm für Kinder und Jugendliche zu gestalten. Seine auch heute noch beeindruckende Authentizität verdankt die Produktion wohl ihrer gelungenen Mischung aus gegenwartsnaher Thematik, Originalschauplätzen, eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, stimmigen Dialogen und vor allem - Laien als Darstellern", so Dr. Volker Jakob, Leiter des Filmarchivs im LWL-Landesmedienzentrum. Der Regisseur und sein Drehbuchautor riskierten es, alle Rollen mit Nichtprofis zu besetzen. Ihre Hauptdarsteller, die "Kinder der Ruhr" (so zunächst der Arbeitstitel des Filmes), fanden sie sämtlich auf Bochumer Schulhöfen. Auch alle anderen Mitwirkenden sind Amateure.

In den vergangenen Jahren wurde dieser bereits legendäre Ruhrgebietsfilm wiederholt mit großem Erfolg gezeigt, aber immer im gängigen Schmalfilmformat der Schulkopien, die bis 1976 verbreitet waren. Am kommenden Samstag (01.04.) um 15 Uhr wird er aus Anlass seiner Neuveröffentlichung auf DVD erstmals im "Metropolis" im Bochumer Hauptbahnhof in seinem ursprünglichen 35-mm-Originalformat vorgeführt. Eine Kinopremiere nach über 50 Jahren. Die Herausgeber der neuen DVD-Edition, das LWL-Landesmedienzentrum in Münster, die Kinemathek im Ruhrgebiet und das FWU in München laden zur Premiere ein. Der Eintritt beträgt fünf Euro.

INFO

Die mit einem umfangreichen Booklet versehene DVD wird im Anschluss an die Veranstaltung zum Preis von 14,40 Euro verkauft. Sie ist außerdem zu beziehen beim Westfälischen Landesmedienzentrum, medienzentrum at lwl.org, Fax: 591-3982.








From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Mar 31 09:28:01 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 31 Mar 2006 09:28:01 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Projekt "Tiefenbohrung": Preisausschreibung
Message-ID: s42cf643.059@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Haussmann, Balthasar"
Datum: 31.03.2006, 09:13


AKTUELL

Preis des Projekts "Tiefenbohrung"

Das Projekt "Tiefenbohrung" des NRW-KULTURsekretariats fördert Ausstellungen und ausstellungsbegleitende Vorhaben zur Kunst- und Kulturgeschichte des Landes Nordrhein-Westfalen vor 1800. Erstmals 2006 schreibt "Tiefenbohrung" den mit 2.500 € dotierten

Preis des Projekts *Tiefenbohrung" aus,

mit dem besondere Leistungen bei der Vermittlung historischen Wissens an eine breitere Öffentlichkeit ausgezeichnet werden sollen. Eingereicht werden können Aufsätze und Monographien, aber auch Sammelbände und Ausstellungskataloge, die Themen der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Geschichte des heutigen Landes Nordrhein-Westfalen behandeln. Berücksichtigt werden Veröffentlichungen ab dem Jahr 2001. Der Preis kann an Autoren, aber auch an herausgebende Institutionen (Museen, Heimatvereine u.ä.) vergeben werden.

Im November 2006 soll erstmals über den Preis entschieden werden. Einsendeschluss ist der 1. Juni 2006. Über den Preisträger entscheidet der Beirat des Projekts "Tiefenbohrung", bestehend aus Prof. Dr. Achim Landwehr (Düsseldorf), Prof. Dr. Ruth E. Mohrmann (Münster), Prof. Dr. Wilfried Reininghaus (Düsseldorf), Dr. Dieter Scheler (Bochum), Prof. Dr. Barbara Welzel (Dortmund).


INFO

Interessenten wenden sich bitte an das NRW KULTURsekretariat, Friedrich-Engels-Allee 85, 42285 Wuppertal, Stichwort "Preis Tiefenbohrung".
Weitere Informationen zu "Tiefenbohrung" erhalten Sie unter www.nrw-kultur.de, Stichwort "Tiefenbohrung".






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Mar 31 11:22:47 2006
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 31 Mar 2006 11:22:47 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Spuren der Geschichte im Zwinger, Muenster,
ab 02.04.2006
Message-ID: s42d111d.084@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Stadt Münster"
Datum: 31.03.2006, 11:16


AKTUELL

Spuren der Geschichte im Zwinger
Stadtmuseum bietet museumspädagogisches Programm an / Erste Führung am 2. April

Ab Sonntag, 2. April, ist der Zwinger wieder für Besucher geöffnet. Das Stadtmuseum bietet ein breites museumspädagogisches Programm zur Erforschung dieses geschichtsträchtigen Ortes an. Dazu zählen Themenführungen an jedem ersten Sonntag im Monat. Die geführte Besichtigung beginnt um 11 Uhr im Stadtmuseum mit einer Ton-Dia-Schau. Eine Anmeldung zur Führung (3/2 Euro) ist nicht erforderlich.

Zum Auftakt am Sonntag steht die Bedeutung des Zwingers als Bollwerk zur Verteidigung der Stadt im Mittelpunkt. Mit Hilfe von Fotos und Plänen wird die Geschichte der Stadtverteidigung im 16. und 17. Jahrhundert ausführlich erläutert.

Es folgen Führungen zu den Themen "Der Zwinger als Gefängnis" (7. Mai), "Der Zwinger als Maler-Atelier" (4. Juni), "Der Zwinger als Kulturheim der Hitler-Jugend und Gefängnis der Geheimen Staatspolizei" (9. Juli), "Der Zwinger als Kunstwerk" (6. August) und "Der Zwinger als Mahnmal" (3. September).

Außerdem bietet das Stadtmuseum an jedem dritten Donnerstag im Monat bei einbrechender Dunkelheit Taschenlampen-Führungen an.

Zusätzliche Themen-Führungen können beim Stadtmuseum von Schulklassen und Gruppen unter Telefon 4 92-45 03 gebucht werden. Für Schulklassen sind die Führungen kostenlos.


INFO

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Telefon: +49 (0)2 51/4 92-45 03
Telefax: +49 (0)2 51/4 92-77 26
Web: www.stadt-muenster.de/museum
E-Mail: museum at stadt-muenster.de