PROJEKT

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PROJEKTNAMEDiaserie "Westfalen im Bild" (Schule)
ABKÜRZUNGWiB
LAUFZEIT1983-2000, 2002-2004


TRÄGER  LWL-Medienzentrum für Westfalen
  Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
SPARTEMedien, Medienzentren, Verlage


KURZINFORMATION"Westfalen im Bild - Eine Bildsammlung zur westfälischen Landeskunde", Diaserie mit Textbegleitheften zu Aspekten der Westfälischen Geschichte für den Einsatz im Schulunterricht
INFORMATIONZwischen 1983 und 2000 produzierte die Landesbildstelle Westfalen, durch Aufgabenerweiterung und Namensänderung 2002 in das Westfälische Landesmedienzentrum aufgegangen, unter dem Label "Westfalen im Bild - Eine Bildsammlung zur westfälischen Landeskunde“ genau 250 Diaserien mit Textbegleitheften. Ziel dieser Serien war, unterschiedlichste landeskundliche Themen, insbesondere die Arbeitsergebnisse anderer Kultureinrichtungen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, zu visualisieren, zu didaktisieren und zu popularisieren, um sie so einer möglichst großen Zahl von Bürgern zu erschließen.

Landeskunde wurde dabei ganzheitlich verstanden: Von den geologisch-paläontologischen Verhältnissen bis hin zu aktuellen Problemen des Umwelt- und Naturschutzes, von den Lebensbedingungen altsteinzeitlicher Höhlenbewohner bis zu den aktuellen Wirtschaftsproblemen einer Region und der Denkmalpflege. Landeskunde sollte zu einem wichtigen Bestandteil des schulischen Unterrichts werden. Nach wie vor gilt, dass alle Fächer mit einem engen Bezug zum geografischen Raum Lehrbeispiele aufnehmen können, die aus der Region des Schülers bzw. sogar aus seiner unmittelbaren Umgebung genommen sind. Ja, Fächer wie Erdkunde, Geschichte, Biologie und Kunst erhalten für den Schüler eine erhebliche Belebung - so lautete die Prämisse - wenn die Fallbeispiele aus der ihm vertrauten Umgebung stammen. In der Regel ist dadurch eine stärkere Betroffenheit zu erreichen, was zu einem größeren Engagement führen kann. Die pädagogische Konzeption enthält so auch eine politische: Ein junger Mensch, der es in der Schule gelernt hat, sich mit Fragen der Stadtsanierung, mit historischen Spuren an seinem Wohnort oder mit den wirtschaftlichen Standortproblemen seiner Region aktiv auseinander zu setzen, wird als Erwachsener den kommunalpolitischen Fragen aufgeschlossener gegenüberstehen und zu einem größeren Engagement als Bürger bereit sein.

Eine Diaserie bestand in der Regel aus zwölf Diapositiven, in wenigen Fällen aus vierundzwanzig und einem Textbegleitheft. Das Textheft begann mit einer Einführung in das Thema und stellte die Informationen zu den Motiven mit der erforderlichen Komprimiertheit von jeweils bis zu zwei Seiten Text bereit. Bei der Erstellung des Textes wurde großer Wert darauf gelegt, dass nicht ein Text bebildert wurde, sondern das jeweilige Bild Ausgangspunkt für einen erläuternden Text darstellte. Wichtig war von Beginn an die Wiedergabe des Motivs im Textheft. Zunächst grundsätzlich als SW-Foto, später mehrfach auch als Farbabbildung. Dahinter steckte das Konzept, dass die teureren kompletten Serien von den Schulen und Bildungseinrichtungen erworben werden konnten, die Pädagogen - oder sogar die Schüler - das deutlich preiswertere Textheft einzeln erstehen konnten und sich dennoch optimal auf den Bildeinsatz vorbereiten konnten. Als weitere Hilfen für den Einsatz konnten die Texthefte ein Literaturverzeichnis sowie ein Glossar enthalten.

Die Serien waren geordnet nach Fächern wie Geschichte, Geografie, Kunst etc., denen jeweils eine Farbe bei der Umschlaggestaltung entsprach. Für Geschichte war es Rot, für die Biologie Grün und für die Kunst z.B. Blau. Innerhalb der Fachzuordnungen waren die Einzeltitel Reihen zugeordnet. Im Fach Biologie waren das etwa: Paläontologie in Westfalen, Natur- und Bodendenkmale in Westfalen, Naturgeschichte in westfälischen Museen, Fauna und Flora Westfalens und Haustiere. Im Fach Geschichte fanden sich die Reihen Vor- und Frühgeschichte in westfälischen Museen, Archäologische Denkmäler in Westfalen, Historische Ereignisse in Westfalen, Westfälische Agrargeschichte, Westfälische Kulturgeschichte, Westfälische Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Technikgeschichte in Westfälischen Museen und weitere.

Im Jahr 2000 wurde die Produktion von Diaserien eingestellt. Die Akzeptanz der Serien hatte ab Mitte der 1990er Jahre abgenommen. Neu entwickelte Medienträger boten vielfältigere Möglichkeiten und so bekam die Diaserie zunehmend das Image eines überholten, unzeitgemäßen Mediums. Inzwischen zeichnet sich ab, dass dieses Image offensichtlich hauptsächlich auf der medientechnischen Komponente der Projektionsart beruhte. Denn die Nachfrage nach Stehbildern ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Viele Pädagogen haben offensichtlich das pädagogische Potenzial eines ruhenden Bildes im Alltag der Bilderflut (wieder)entdeckt.

Von den Diaserien mit i.d.R. 12 Diapositiven und einem Textbegleitheft hat sich das Westfälische Landesmedienzentrum verabschiedet. Aufgrund der weiterhin bestehenden Nachfrage nach Stehbildern sind Text und Bilder ausgewählter Serien im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit dem Internet-Portal "Westfälische Geschichte" digitalisiert worden und werden über das Portal im Internet bereitgestellt. Beim Einsatz der Bilder und der Nutzung der (nicht überarbeiteten) Texte sollte das jeweilige Produktionsjahr berücksichtigt werden. Um das Auffinden der Bilder zu vereinheitlichen bzw. zu vereinfachen, wurden ggf. einzelne Bildtitel abgewandelt. Der Aufruf über das Internet und die Präsentation der Bilder über Monitor oder Beamer entspricht dem Einsatz einer zeitgemäßen Medientechnik.

Hermann-Josef Höper

Im Bereich  "Schule und Weiterbildung" des Internet-Portals können Sie auf ausgewählte Bildhefte online zugreifen.


QUELLE    Stiff, Ursula | Die Wiedertäufer zu Münster |
  Lindenbuß, Bernhard | Das Handwerk des Korbmachers |
  Lehnemann, Wingolf | Handwerkliche und industrielle Ziegelherstellung |
  Könenkamp, Wolf-Dieter | Bauernfamilie und Gesinde |
  Bolle, Rainer | "Als das Licht kam..." |
  Klaukien, Jürgen | Technische Kulturdenkmäler im Ruhrgebiet |
  Bronny, Horst M. | Arbeitersiedlungen im Ruhrgebiet |
  Kühlborn, Johann-Sebastian / Bérenger, Daniel / Berke, Stephan | Luftbildarchäologie in Westfalen |
  Naujoks, Hans-Georg | Spuren des historischen Steinkohlebergbaus |
  Jakob, Volker | Mittelalterliches Klosterleben |
  Aschoff, Diethard | Juden in Westfalen |
  Krüger, Karl Heinrich | Das Kloster Corvey |
  Ridder, Thomas | Synagogen in Westfalen |
  Hebbelmann, Georg | Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal |
  Vogt, Arnold | Krieg und Gewalt in der Denkmalskunst |
  Killing, Anke | Historische Rathäuser in Westfalen |
  Roerkohl, Anne | Der Erste Weltkrieg in Westfalen |
  Burgholz, Dieter | Markt und Jahrmarkt in Westfalen |
  Kurzweg, Martina | Frauenerwerbsarbeit im Wandel |
  Helmert-Corvey, Theodor | Nationalsozialismus - Wahl in Lippe |
  Hüser, Karl / Brebeck, Wulff E. | Wewelsburg 1933-1945 |
  Hüser, Karl / Brebeck, Wulff E. | Wewelsburg 1933-1945 |
  Jakob, Volker | Raesfeld im Zweiten Weltkrieg |
  Santel, Josef | Nachkriegsjahre: Münster 1945-1949 |
  Otto, Reinhard | Das Stalag 326 (VI K) Senne |
  Neumann, Klaus | Franz von Papen |
  Bernard, Johannes | Friedrich von Bodelschwingh |
  Killing, Anke | Friedrich Harkort |
  Burg, Peter | Ludwig Freiherr von Vincke |
  Roerkohl, Anne | Widukind |
  Bettge, Götz | Kommerzienrat Friedrich Hermann Herbers |
  Kösters, Klaus | Soest im Mittelalter |
  Kösters, Klaus | Stadt und Stift Herford |
  Kösters, Klaus | Soest in der Neuzeit |
  Müller, Hans Ulrich | Tecklenburg - Stadt und Burg |
  Vogt, Arnold | Die Gegenreformation im Paderborner Land |
  Roerkohl, Anne | Der Kulturkampf in Westfalen |
  Elsermann, Silke | Münster in napoleonischer Zeit |
  Wiechers-Weidner, Renate | Werkzeugherstellung in der Steinzeit |
  Roerkohl, Anne | Das Hermannsdenkmal |
  Frick-Lemmer, Gundi | Alltagsleben der Sachsen |
  Stupperich, Reinhard | Römischer Import in Westfalen |
  Höper, Hermann-Josef | Alltagsleben römischer Legionäre |
  Höper, Hermann-Josef | Römerlager an der Lippe |

DATUM AUFNAHME2003-10-10
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