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Das Eidophuskion auf der Zeche Zollern

Aufwändig gestaltet sind die verschiedenen Bühnenbilder des Eidophusikons.

Das Eidophusikon

Als die Hölle auf die Erde kam

Der Himmel leuchtet rot, stechende Flammen brechen aus einer Eisenhütte hervor, gewaltiger Lärm ertönt. Menschen versuchen aus dem Inferno zu fliehen. Da erscheint der Teufel und treibt die Arbeiter zurück in den Höllenschlund. Dramatische Szenen spielen sich ab im „Eidophusikon“. So heißt das kleine Theater, das das LWL-Industriemuseum in der ehemaligen Werkstatt der Zeche Zollern aufgebaut hat. Während der Laufzeit der Ausstellung „Über Unterwelten. Zeichen und Zauber des anderen Raums“  heißt es mehrmals im Monat Bühne frei für das Stück „Als die Hölle auf die Erde kam“ – eine Schauergeschichte über die Anfänge der industriellen Revolution in England. Geschrieben hat das Stück und die Musik der englische Künstler Robert Poulter eigens für das Unterwelten-Projekt. Gebaut wurde das Theater in den Holzwerkstätten des LWL-Industriemuseums.

Blick hinter die Kulissen: Von Hand werden die Kulissen eingeschoben.

Das Eidophusikon ist ein illusionistisches, mechanisches Kleintheater aus bemalten, durchsichtigen Bildern mit wechselnd farbigem Licht und beweglichen Figuren. Das erste Eidophusikon wurde Ende des 18. Jahrhunderts von Philipp de Loutherbourg (1740-1812) in London gebaut.
Die rund 20-minütigen Vorstellungen werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern durchgeführt. Jeweils vier bis fünf Personen sind notwendig, um das Kleintheater zu bespielen. Wichtigste Aufgabe ist es, die verschiedenen Kulissen ein- und auszuschieben und das Licht zu steuern. Mitglieder des Fördervereins Industriemuseum Zollern (FIZ) gehören zum festen Stamm der Vorführer. „Das Theater ist sehr außergewöhnlich, und die Bedienung macht richtig Spaß“, ist Karl-Heinz Paul vom FIZ begeistert.


Die nächsten Termine: So, 22.6., 20.7., 27.7., 17.8., 24.8., 21.9., 28.9., 19.10., 26.10., jeweils 15.30 / 16.15 und 17.00 Uhr

Kosten: nur Museumseintritt

 

Einen ersten Vorgeschmack auf das Eidophusikon erhalten Sie hier: www.ruhrnachrichten.de