| herman
de vries
1931 in Alkmaar geboren,
lebt in Eschenau Angaben zur Person und zu weiterführender Literatur siehe / For information about the artists and additional bibliography, see: Aspekte niederländischer Kunst heute, Skulpturmuseum Glaskasten, Marl 1996; to be. texte - textarbeiten - textbilder, Ostfildern 1995; herman de vries. werken 1954-1980, Groninger Museum, Groningen 1980; hermann de vries: meine poesie ist die Welt. aus der heimat von den pflanzen, Städtische Sammlungen Schweinfurt, Oberhohenried 1993. Titel: one stream (Arbeitstitel) Standort: Uferböschung der Aa Status: Nicht realisiert Der holländische Künstler herman de vries bringt eine Anzahl von Texttafeln im betonierten Böschungsbereich entlang des begradigten Flusses Aa an. Außer einer Steinplatte mit einem Sanskrit-Text in goldenen Lettern, einem Zitat aus Chandogya Upanisad, werden Texttafeln mit Namen von 108 Flüssen über dem Wasser montiert. Titel: "die würde des menschen ist unantastbar" Standort: Dach des Gefängnisses, Neubrückenstraße Status: Nicht realisiert Über dem Hauptgebäude des Gefängnisses an der Neubrückenstraße befestigt herman de vries ein Textbanner und flankiert dieses mit zwei Kübeln mit Lorbeerbäumen auf dem Dach. Der Text auf dem weißen Tuch des Banners zitiert den Menschenrechtsartikel des Grundgesetzes: "§1 GG die würde des menschen ist unantastbar." Titel: sanctuarium Standort: Wiesenfläche zwischen dem nördlichen Schloßgarten und der Einsteinstraße in der Nähe des Void-Stone von George Brecht Status: Permanente Aufstellung im Frühjahr 1997 herman de vries errichtet ein Sanktuarium (lat. Heiligtum) auf der Wiese zwischen dem nördlichen Schloßgarten und der Einsteinstraße in der Nähe des Void-Stone von George Brecht. Unter Sanktuarium versteht der Künstler einen geschützten Raum, in dem er einen wilden Garten der Natur überlassen möchte. Dazu errichtet de vries aus dem traditionellen Baumaterial Münsters, dem Backstein, eine Mauer, die er mit dem typischen Dekorationsmaterial Sandstein bekrönt. Die Mauer umschließt eine Kreisfläche von 14 Metern Durchmesser und ermöglicht den Besuchern lediglich durch vier ovale Öffnungen in Augenhöhe das Hineinsehen. Die Betrachter haben allein über den Augensinn Anteil an dem von der Natur selbst bestimmten Wachstumsrhythmus. Auf dem oberen Sandsteingesims ist über jeder der vier Öffnungen ein Schriftzug aus dem "ísa upanisad" angebracht, der übersetzt lautet: "Om. Dies ist perfekt und das ist perfekt. Perfekt kommt von perfekt. Nimm perfekt von perfekt und es bleibt perfekt." Title: one stream (working title) Location: Bank of the Aa Status: Not realized The Dutch artist herman de vries places a number of tablets in the concrete embankment area along the straight river bed of the Aa. Aside from a stone slab with a Sanskrit text in golden letters, (a quote from Chandogya Upanishad), tablets inscribed with the names of 108 rivers will be mounted over the water. Title: "die würde des menschen ist unantastbar" ("the dignity of the human being is inviolable") Location: Roof of the prison on Neubrückenstraße Status: Not realized herman de vries secured a banner over the prison in Neubrückenstraße: two planters containing laurel trees stand on the roof, flanking the banner. The text on the white cloth of the banner cites the human article from the German constitution: § 2 GG "the dignity of the human being is inviolable". Title: sanctuarium Location: Lawn between the north end of the Schloßgarten and Einsteinstraße, near the Void-Stone by George Brecht Status: Permanent exhibition as of early 1997 herman de vries erected a sanctuary on the meadow between the north end of the Schloßgarten and Einsteinstraße, near the Void-Stone by George Brecht. The artist thinks of sanctuary as a protected space, in which he would like to allow an uncultivated, natural garden to grow. For the round wall of his sanctuary, he used the traditional Münster construction materials: bricks, crowned with the typical decorative sandstone. The wall encompasses a circle measuring 14 meters across. Its four oval, eye-level openings allow the visitor to look in. Only their sense of sight allows observers to take part in the natural process of growth occurring within the wall's confines. Inscribed upon the sandstone ledge on top of the wall, above each of the four openings, are writings from the "Tsá-upanishad." Roughly translated, they say: "Om. This is perfect; that is perfect; perfect comes from perfect; take perfect from perfect and the remainder is perfect." |