Projekt, September 1996

Hergestellt werden soll für die "Skulptur. Projekte in Münster 1997" ein Garten, ein Blumen- und Gemüsegarten mit Sitzplatz, mit Tisch und Stuhl, mit Geräten, Werkzeugen und entsprechenden Utensilien.

Geplant ist der Garten im länglichen Dreieck hinter der Hecke vor der einwärts gewinkelten Stadtmauer auf einer Wiese mit älterem und jüngerem Baumbestand, in deren Mitte schon einige Beete eines kleinen privaten Gartens angelegt sind. Anschließend daran dürfte sich der Garten ausbreiten, jedoch nicht die ganze Fläche bedecken. Wir denken an ca. 10 Beete mit Mischkulturen, an Sträucher mit Beeren, an Gewürze und Blumen, alles ortsübliche Gewächse.

Diese ideale Lage - zugänglich gemacht durch eine einfache Holzbrücke über den Kanal - verspricht einen hohen Grad an Intimität und Privatheit für den imaginierten Besteller des Gartens, der dargestellt wird durch das Maß an Ordnung und Unordnung, Eifer und Beschaulichkeit, durch das Wachsen- und Gewährenlassen. Er ist der Bearbeiter und Nutznießer der Idylle.

Wünschenswert für die Ausführung und Betreuung des Gartens wäre ein Gärtner vor Ort mit einer generösen Auffassung von gärtnerischer Vernunft, der sich auskennt in biologischer Mischkultur und der sich uns beratend und ausführend zur Seite steht. Mit ihm sollten wir uns möglichst Anfang Herbst treffen, damit die ersten notwendigen Arbeiten Okt./Nov. besprochen und bestimmt werden können.

Noch ein paar Aspekte: Die Hecke, resp. die Tiere auf der Hecke sollten weder im Herbst noch im Frühling geschnitten werden, damit sie erst auf den zweiten oder dritten Blick wahrgenommen werden.

Da die Ausstellung am 22. Juni eröffnet wird, sollte der Garten schon eine gewisse Üppigkeit und Prachtentfaltung ausstrahlen.

Die Wiese, welche die Beete umgibt, sollte möglichst blumenreich gestaltet werde.


A garden with flowers and vegetables, seats, a table and chair, equipment, tools, and appropriate utensils will be created for the "Sculpture. Projects in Münster 1997."

The garden is planned for the long triangle behind the hedge, in front of the city wall which bends inward onto a meadow with both older and younger trees. There are already a few beds from a small private garden laid out. The garden will be expanded, but the entire surface will not be covered. We are considering approximately ten beds containing mixed cultivation, berry bushes, spices, and flowers. All plants will be native to the region.

This ideal area - which will made accessible by laying a simple wooden board over the canal - promises a high degree of intimacy and privacy for the imaginary gardener, who will be outlined through the measure of order and disorder: enthusiasm and tranquility through planting and benign cultivation. S/he is the arranger and beneficiary of the idyllic.

Worth wishing for would be a gardner on location with a generous helping of gardening sense, who would help to implement and care for the garden, who knows his/her way around biological mixed cultivation and who can advise us and carry on the project on the side. We should meet with him/her at the beginning of autumn, so that we can discuss and agree upon the first necessary steps, which will be taken in October and November.

Another couple of aspects: The hedge, that is, the topiary animals, should not be cut - neither in autumn nor in spring, so that the animal shapes will not be recognizable until after the second or third glance.

Since the exhibtion will open on June 22, the garden should have a certain sprightliness and splendor before the opening date.

The meadows that surround the beds should, if possible, be thickly planted with flowers.