LWL-Newsroom

Mitteilung vom 07.08.18

Presse-Infos | Kultur

"Auswanderung von Waltrop nach Amerika"

Vortrag von Norbert Frey im Schiffshebewerk Henrichenburg

Bewertung:

Waltrop (lwl). Um 1830 gab es eine regelrechte Auswanderungswelle von Deutschland in die Vereinigten Staaten. Auch aus Waltrop machten sich Menschen auf den Weg in die Neue Welt, um hier ihr Glück zu suchen. Am Dienstag (14.8.) um 19 Uhr präsentiert Norbert Frey in der Maschinenhalle des Schiffhebewerks Henrichenburg Geschichten über Waltroper, die in die USA auswanderten. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt zu diesem Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Vom Streben nach Glück" in sein Industriemuseum ein.

Um 1850 hatte das damalige Dorf Waltrop rund 3.100 Einwohner. Es war als Kirchspiel der Mittelpunkt von sieben Bauerschaften. Die Landwirtschaft sowie ein wenig Handel und Handwerk prägten den Ort. Missernten waren an der Tagesordnung. 1816/17 waren Elendsjahre für die Bevölkerung. Erst 1847 kam es in Westfalen ein letztes Mal zu einer Hungersnot. Wirtschaftliche Not und die Hoffnung, in der Ferne ein besseres Leben führen zu können, veranlassten viele Menschen, nach Amerika auszuwandern. Das Land versprach Freiheit, Reichtum und Abenteuer.

Zwischen 1847 und 1849 sind nachweislich um die 30 Personen aus Waltrop per Schiff nach Amerika gefahren. Dem Schicksal einiger Auswanderer, namentlich z.B. Felling, Heilermann und Leppelmann, geht Norbert Frey im Vortag auf den Grund. So war Karl-Johann (Carl) Leppelmann von 1859 bis 1863 Amtmann in Waltrop und wurde am 17. Juni 1863 steckbrieflich gesucht, weil er sich einer drohenden Verhaftung wegen Urkundenfälschung durch die Flucht entzogen hatte. Später stellte sich heraus, dass er mit Ehefrau und drei Kindern nach Amerika "ausgewandert" war.

Norbert Frey ist seit über 25 Jahren Vorsitzender des Waltroper Heimatvereins und Autor zahlreicher Bücher zur Stadtgeschichte.

Der Eintritt ist frei.


LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Am Hebewerk 26
45731 Waltrop



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dr. Arnulf Siebeneicker, Telefon: 02363 9707-0, schiffshebewerk@lwl.org.
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Am Hebewerk 26
45731 Waltrop
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


Der LWL auf Facebook:
http://www.facebook.com/LWL2.0






Ihr Kommentar




zur Druckansicht dieser Seite

zu den aktuellen Presse-Infos