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Mitteilung vom 08.06.18

Presse-Infos | Kultur

Die Rohingya - Ein Volk, das niemand haben will

Vortrag im LWL-Museum für Kunst und Kultur

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Münster (lwl). Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster lädt am Dienstag (19.6.) um 19.30 Uhr zum Vortrag "Die Rohingya - ein Volk, das niemand haben will". Ulrich Delius, Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), spricht im Auditorium über die dramatische Lage der Rohingya, eine ethnische und religiöse Minderheit in Myanmar.

Die Rohingya werden systematisch von unterschiedlichsten Kräften für ihre Zwecke instrumentalisiert und sind eher zufällig zum Spielball in der Weltpolitik geworden - mit dramatischen Folgen für alle Flüchtenden. Knapp eine Million Menschen sind zurzeit auf der Flucht vor systematischer Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen. Laut den Vereinten Nationen gilt diese Situation als weltweit am schnellsten wachsende Flüchtlingskrise. Seit der Eskalation der Gewalt im August 2017 hat sich ihre Lage in Myanmar noch einmal deutlich verschlechtert. Nicht nur massive Militäroperationen sind verantwortlich für den Tod vieler Rohingyas, die Verwüstung ihrer Siedlungsgebiete und Heiligtümer, auch andere religiöse Gruppen beteiligen sich an der Verfolgung der ethnischen Minderheit. Die Vereinten Nationen stufen diese Aktionen als systematisch ein und verurteilen die Vertreibungen als ethnische Säuberung.

Ulrich Delius, Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und "Asienspezialist" stellt in seinem Vortrag neben der aktuellen Lage die Ursachen und Hintergründe des Konflikts in den Mittelpunkt. Der Eintritt ist frei. Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung "Wege zum Frieden" (bis 2.9.) statt.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Katrin Ziegast, Telefon 0251 5907 311, katrin.ziegast@lwl.org
presse@lwl.org



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LWL-Museum für Kunst und Kultur
Westfälisches Landesmuseum
Domplatz 10
48143 Münster
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