LWL-Newsroom

Mitteilung vom 03.11.17

Foto zur MitteilungBuch-Cover: Waxmann Verlag

Foto zur MitteilungWer ein Haus baut, musste früher wie heute auf vieles verzichten und erhebliche finanzielle und körperliche Anstrengungen meistern, wie dieses Paar in Iserlohn 1960.
Foto: Theo Klein-Happe


Zum Herunterladen bitte mit der linken Maustaste auf das Foto klicken. Nachdem sich das neue Fenster geöffnet hat, bitte das Foto mit der rechten Maustaste speichern.

Die zum Download angebotenen Fotos dürfen nur mit Fotonachweis und gemeinsam mit der Pressemitteilung oder dem Thema verwendet werden, in deren Zusammenhang sie veröffentlicht wurden. Eine gesonderte Verwendung der Fotos ist nicht gestattet. Bei Ausstellungen ist die Reproduktion nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zur Ausstellung erlaubt. Bei einer anderweitigen Nutzung sind Sie verpflichtet, selbständig die Fragen des Nutzungsrechts zu klären.

Presse-Infos | Kultur

Berichte und Reportagen erzählen von Häusern und Menschen

LWL-Volkskundlerin veröffentlicht Ergebnisse eines Schreibaufrufes

Bewertung:

Westfalen (lwl). "Im vergangenen Jahr hatten wir die Menschen in Westfalen-Lippe gebeten, mir von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Bauen und Wohnen seit den 1950er Jahren zu berichten. Die Ergebnisse dieses Aufrufs sind jetzt in Form des über 400 Seiten starken Buches 'Von Häusern und Menschen' erschienen", freut sich Christiane Cantauw, Geschäftsführerin der Volkskundlichen Kommission beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

Aus ganz Westfalen von Schöppingen (Kreis Borken) bis nach Lippstadt (Kreis Soest), von Arnsberg (Hochsauerlandkreis) bis nach Dülmen (Kreis Coesfeld) und von Bielefeld bis nach Vreden (Kreis Borken) fühlten sich Menschen angesprochen, von den großen und kleinen Herausforderungen, Träumen und Katastrophen zu berichten, die mit einem Umzug, einem Umbau oder einem Neubau verknüpft sind und waren. Herausgekommen ist dabei ein in vielen Aspekten höchst ungewöhnliches Buch, wie Cantauw unterstreicht: "Das Buch enthält neben den Berichten und Reportagen die Reproduktion eines Bautagebuches. Für die Forschung ist dies eine ganz besonders interessante Quelle, stellt sie doch einen unmittelbaren, zeitnah notierten Zugang zum Baugeschehen her. Zugleich handelt es sich um eine höchst persönliche Geschichte, die mit dem Tod des Bauherrn in der Bauphase im Grunde den Super-GAU eines Eigenheimbaus beschreibt."

Dank der Förderung durch die Wohnungsbau- und Sozialpolitik der Bundesregierung wurde der Bau eines eigenen Hauses in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts plötzlich für viele Menschen realisierbar. Erfahrungen mit dem Bauen oder Umbauen beschränkten sich nicht mehr auf eine vergleichsweise kleine Bevölkerungsgruppe. "Trotzdem sind die Berichte und Reportagen in dem Buch höchst individuell und einzigartig", freut sich Cantauw. "Sie erzählen von aus unterschiedlichen Gründen besonderen Häusern, besonderen familiären Konstellationen und von vielfältigen Wegen und Umwegen bei der Realisation eines Hauses. Es hat mich außerordentlich gefreut, dass mich viele Menschen aus Westfalen-Lippe zu sich nach Hause eingeladen haben, um ihr Haus zu zeigen und vor Ort von der Baugeschichte zu berichten. Damit hatte ich nicht gerechnet."

Zahlreiche historische und aktuelle Abbildungen ergänzen die Geschichten, so dass "ein höchst vielseitiges, lesenswertes Buch entstanden ist, das die Vielfalt der Lebensweisen und Wohnformen vor Augen führt, die sich in Häusern manifestieren", so Cantauw.

Christiane Cantauw (Hg.):
Von Häusern und Menschen.

Berichte und Reportagen vom Bauen und Wohnen von den 1950er Jahren bis heute.
Mit dem Bautagebuch von Rosemarie Krieger
Rückblick. Autobiographische Materialien, Band 9.
Waxmann Verlag, Münster, New York 2017. 416 S.
ISBN 978-3-8309-3686-2, 39,90 Euro



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
Volkskundliche Kommission für Westfalen
Scharnhorststr. 100
48151 Münster
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


Der LWL auf Facebook:
http://www.facebook.com/LWL2.0






Ihr Kommentar




zur Druckansicht dieser Seite

zu den aktuellen Presse-Infos