LWL-Newsroom

Mitteilung vom 04.09.17

Foto zur MitteilungAm Tag des offenen Denkmals gibt die LWL-Archäologie für Westfalen "An den Speichern 12" einen Einblick in den Alltag der Archäologen, Restauratoren und aller, die für die Bodendenkmalpflege in Westfalen tätig sind.
Foto: LWL/Brentführer


Foto zur MitteilungFührungen durch das Fundarchiv und die Restaurierung sowie zahlreiche Mitmachaktionen mit mittelalterlicher Musik, Technik und Handwerk sowie archäologische Werkstätten erwarten die Besucher in der Speicherstadt.
Foto: LWL/Burgemeister


Foto zur MitteilungEine Führung über den ehemaligen Standort einer mittelalterlichen Siedlung erwartet die Besucher in Dorsten-Hardt.
Foto: LWL/Pfeffer


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Presse-Infos | Kultur

Tag des offenen Denkmals in der Speicherstadt

LWL-Archäologie für Westfalen zeigt ihre Schätze

Bewertung:

Münster (lwl). Einen seltenen Einblick geben die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am kommenden Sonntag (10.9.), dem Tag des offenen Denkmals, in der Speicherstadt in Münster. Führungen durch das Zentrale Fundarchiv und die Restaurierungswerkstätten zeigen die Arbeit der Bodendenkmalpflege in Westfalen-Lippe. Mitmachstationen und ein Gewinnspiel bieten von 12 bis 17 Uhr ein buntes Programm für Erwachsene und Kinder.

Die LWL-Archäologie für Westfalen stellt am Tag des offenen Denkmals ihre vielfältigen Aufgabengebiete vor: Was macht eigentlich ein Archäologe? Wie wird Holz, Glas oder Leder haltbar gemacht und wo lagert man ein 1.000 Jahre altes Eisenschwert? Diesen und weiteren Themen widmet sich die LWL-Archäologie Tag für Tag, um die Bodendenkmäler in Westfalen-Lippe zu pflegen und zu schützen. An ihrem Hauptsitz in der Münsteraner Speicherstadt verfügt sie über eigene Restaurierungswerkstätten und das Zentrale Fundarchiv mit Objekten von rund 8.500 Ausgrabungsorten, von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Am 10. September haben Interessierte Gelegenheit, den Restauratoren über die Schulter zu schauen. Sie erleben, wie Funde konserviert und beschriftet werden. Führungen durch die Restaurierungswerkstatt (Adresse: An den Speichern 12) finden um 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr statt. Das Zentrale Fundarchiv öffnet um 13, 14, 15 und 16 Uhr seine Türen.

Darüber hinaus stellen die Bibliothekarinnen die Spezialbibliothek der LWL-Archäologie vor. Wo früher Getreide gelagert wurde, stehen heute auf etwa 1.200 Regalmetern rund 50.000 Bücher und Zeitschriften. Nicht nur Fachleute können hier stöbern, als Präsenzbibliothek sind die Räume im Speicher 7 allen Interessierten zugänglich. Führungen gibt es um 13.15, 14.45 und 16.15 Uhr.

Zudem können ganztägig Erwachsene und Kinder in die Rolle des Archäologen schlüpfen und an Mitmachstationen selbst aktiv werden. Von 12 bis 17 Uhr können sie Funde aus Glas erfassen, Holzproben datieren sowie Pflanzenreste und Tierknochen untersuchen.

Bei einem Luftballonwettbewerb gibt es Jahreskarten für die Museen des LWL zu gewinnen. Die LWL-Archäologen präsentieren alte Techniken der Metallverarbeitung und die Arbeit eines Drechslers, sie stellen Musikinstrumente, Kettenhemden und Waffen ebenso vor wie ein mittelalterliches Wurfgeschoss, die Blide.

Neben dem Tag des offenen Denkmals in der Speicherstadt bietet die LWL-Archäologie auch drei Führungen über aktuelle westfälische Ausgrabungen an: In die Welt des Mittelalters geht es am 10. September auf der Holsterburg bei Warburg (Kreis Höxter). Um 11 und 14 Uhr werden die neuesten Funde und Forschungsergebnisse vorgestellt, die während der aktuellen Grabung in dieser außergewöhnlichen Burganlage gemacht wurden. Die Holsterburg ist die einzige Burg in Westfalen mit achteckigem Grundriss und hat eine stürmische Geschichte hinter sich. Adresse: Alter Postweg/Roter Graben in Warburg.

Archäologische Spuren erwarten die Besucher ebenfalls in Dorsten-Hardt (Kreis Recklinghausen) am Nonnenkamp 20, auf der Grabungsfläche hinter der Schule. Seit April 2017 finden hier in Vorbereitung auf eine geplante Bebauung Ausgrabungen statt. Bemerkenswert sind die Siedlungsspuren quer durch alle Epochen. Zuletzt stieß das Team der LWL-Archäologie auf die Hinterlassenschaften einer mittelalterlichen Siedlung. Von dieser haben sich Gruben und Pfostenlöcher von Holzhäusern sowie fünf seltene Holzbrunnen erhalten. Führungen über das Gelände finden um 11 und 12 Uhr statt.

In die Neuzeit geht es in Willebadessen (Kreis Höxter) mit zwei Führungen über das Gelände der "Alten Eisenbahn", einer nie vollendeten Tunnelbaustelle aus dem 19. Jahrhundert. Das Kooperationsprojekt mit der Universität Kiel war der erste Einsatz von Unterwasserarchäologie für die LWL-Archäologie. In diesem Jahr wurden die Ausgrabungen an Land fortgesetzt. Die aktuellen Ergebnisse der Untersuchungen stellen die Archäologen jeweils um 11 und 15 Uhr vor. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz "Alte Eisenbahn"/ an der L763 (Fölsener Straße)/Ecke Eggeweg.

Alle Aktionen sind kostenlos. Die Teilnahme ist jeweils ohne Voranmeldung möglich. Die Teilnehmerzahl bei einigen Führungen ist begrenzt. Am Tag des offenen Denkmals öffnen auch weitere Einrichtungen in der Speicherstadt ihre Türen.

Neben dem Hauptsitz der LWL-Archäologie für Westfalen in der Speicherstadt bieten auch die archäologischen Museen des LWL in Herne, Haltern und Paderborn zum Tag des offenen Denkmals ein spezielles Programm an. Dieses wird gesondert angekündigt.



Das Programm im Überblick

Archäologie erleben

12- 17 Uhr
Archäologie erleben
Vielfältiges Programm für Kinder und Erwachsene: Mitmachstationen, Vorführungen zu Handwerk und Technik im Mittelalter, Archäologische Filme


13, 14, 15 + Gut geordnet
16 Uhr Das Zentrale Fundarchiv der LWL-Archäologie für Westfalen

Mit Nils Wolpert
Begrenzte Teilnehmerzahl


13.15, 14.45 +16.15 Uhr Zwischen Kettenförderer und Betongauben
Führungen durch die archäologische Spezialbibliothek

Mit Esther Crone, Adienne Karsten
Begrenzte Teilnehmerzahl


13.30, 14.30 + 15.30 Uhr Glanz hervorgeholt
Führungen durch die Restaurierungswerkstatt der LWL-Archäologie für Westfalen

Mit Sebastian Pechthold, Eugen Müsch
Begrenzte Teilnehmerzahl


Treffpunkt An den Speichern 12, 48157 Münster-Coerde

Führungen über Ausgrabungen
- Holsterburg, Alter Postweg/Roter Graben in Warburg, 11 und 14 Uhr,
- Dorsten-Hardt, Am Nonnenkamp 20/ hinter der Schule, 11 und 12 Uhr
- "Alte Eisenbahn, Willebadessen, Wanderparkplatz "Alte Eisenbahn"/ an der L763 (Fölsener Straße)/Ecke Eggeweg, 11 und 15 Uhr



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dr. Carolin Steimer, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Archäologie für Westfalen
Zentrale
An den Speichern 7
48147 Münster
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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