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Mitteilung vom 09.03.17

Foto zur MitteilungDer vietnamesische Tempel war das Highlight der Sonderausstellung "Schätze der Archäologie Vietnams" im LWL-Museum für Archäologie in Herne und sucht ein neues Zuhause. Interessenten melden sich bitte direkt beim Museum.
Foto: LWL/ S. Brentführer


Foto zur MitteilungMacht auch von der Seite eine gute Figur: Der vietnamesische Tempel aus der Cham-Kultur wurde aufwendig in Handarbeit hergestellt. Er ist potentieller Blickfang für Unternehmen, Museen oder Privatleute.
Foto: LWL/ S. Brentführer


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Presse-Infos | Kultur

Tempel abzugeben:

LWL-Museum sucht neue Bestimmung für Ausstellungsstück

Bewertung:

Herne (lwl). Fünf mal acht mal zwei Meter - das sind die Maße des Tempel-Nachbaus, für den das LWL-Museum für Archäologie in Herne ein neues Zuhause sucht. Er war einer der Höhepunkte in der erfolgreichen Ausstellung "Schätze der Archäologie Vietnams". Die Abbauarbeiten sind in vollem Gange. Interessierte können sich direkt beim Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) melden.

Ob für den privaten Gebrauch, als Blickfang in der Eingangshalle eines Unternehmens oder als Ausstellungsstück im Museum - viele Bestimmungen sind für die Fassade des vietnamesischen Tempels denkbar. Nur eines braucht der neue Eigentümer auf jeden Fall: viel Platz. Den haben die Museen in Chemnitz und Mannheim, wo die "Schätze der Archäologie Vietnams" als nächstes Station machen werden, nicht, weshalb der Nachbau aus Stahlgerüst und Leichtholzplatten Alleinstellungsmerkmal der Herner Ausstellung bleibt. In Herne muss der Tempel Platz für die archäologische Landesausstellung "Revolution Jungsteinzeit" machen, die ab dem 24. Mai zu sehen sein wird.

"Der Tempel aus der Cham-Kultur war Dreh- und Angelpunkt der gesamten Ausstellungsgestaltung und hat bei Besuchern wie Mitarbeitern für Staunen gesorgt", erklärt Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock. "Es steckt viel Handarbeit darin, deshalb würden wir uns freuen, wenn er in gute Hände gelangt." Das Original des 1:1 großen Modells steht auf einem Hügel in der Küstenebene von Phan Rang im Süden Vietnams. Er gehört zu einem Tempel-Komplex. Dessen Haupttempel ist noch heute zentraler Ort des alljährlichen vietnamesischen Neujahrsfestes und wird als Heiligtum weiter genutzt.

Hintergrund
Das Tempelmodell wurde entsprechend der tatsächlichen Maße des Originalbaus entworfen und als Kulissenbau umgesetzt. Elf hintereinander gestaffelte Schichten vermitteln einen plastischen Eindruck der mit Verzierungen versehenen Ziegelarchitektur. Die aufwendige Ausführung wurde einer Fachfirma für Kulissen- und Filmsetbau aus München anvertraut und gemäß Brandschutzgutachten in der Feuerschutzklasse B1 ausgeführt.

"Bei der Umsetzung ging es weniger um eine detailgetreue Rekonstruktion als um die künstlerische Wiedergabe der wichtigsten Stilelemente und bestimmenden Architekturkomponenten der Cham-Kultur", erklärt Mühlenbrock. Anhand von Fotos wurde die Oberfläche des Tempels als naturalistische Malerei mit Strukturanstrich ausgeführt, wobei schlechte Restaurierungsdetails des Originals ausgespart wurden. Die verschiedenen Schichten des Tempelmodells wurden mittels eines verkleideten Stahlrahmens aus Quadratrohr verschraubt und an der Rückwand einer Ausstellungswand befestigt. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich, den Tempel bei Wiederaufbau erneut an einer Rückwand zu fixieren. Material und Anstrich sind nicht für einen Einsatz im Außenbereich vorgesehen.

Das Tempelmodell wurde, um die Standfestigkeit zu verbessern, fest im Boden verankert. Dies kann entweder direkt im Fußboden oder, wie im LWL-Museum für Archäologie, auf einem Podest geschehen. Die genauen Maße, Materialien, Bauteile und Anlagen entnehmen finden sich auf derr Museums-Homepage www.lwl-landesmuseum-herne.de

Interessenten melden sich bitte beim LWL-Museum für Archäologie unter Tel. 02323-94628-0 /-11 oder per Mail an info@vietnam-ausstellung.de

Mehr Infos: http://www.lwl-landesmuseum-herne.de
LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dr. Carolin Steimer, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504
presse@lwl.org



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Europaplatz 1
44623 Herne
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