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Mitteilung vom 13.02.17

Presse-Infos | Soziales

LWL verleiht Sonderpreis "Vorbild Inklusion"

Westnetz GmbH stärkt Jugendliche für die Ausbildung

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Recklinghausen (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat am Montag (13.2.) seinen Sonderpreis "Vorbild Inklusion" an die Westnetz GmbH in Recklinghausen verliehen. Der Beratende Ausschuss beim LWL-Integrationsamt hat dem Tochterunternehmen der innogy SE den mit 10.000 Euro dotierten Preis zuerkannt, weil es seit 2004 jungen Menschen, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, eine Einstiegsqualifizierung unter dem Motto "Ich pack das" (IPAD) ermöglicht. "Jetzt will sich der Betrieb darüberhinaus dem Thema Inklusion widmen und spezifische Ausbildungsbedingungen für junge Menschen mit Behinderung anbieten", so Susanne Jany, Vorsitzende des Beratenden Ausschusses beim LWL.

"Wir freuen uns über den Sonderpreis des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Das Thema Inklusion hat bei uns einen hohen Stellenwert, da wir immer wieder mit jungen Menschen zusammen arbeiten, die körperlich eingeschränkt sind. Wir wollen auch in Zukunft spezifische Praktika und Ausbildungsmöglichkeiten anbieten, die eine individuelle Entwicklung fördern und unterstützen", sagt Michael Böckelmann, Leiter des Aus- und Weiterbildungszentrums der Westnetz in Recklinghausen.
Die Westnetz GmbH hat bereits im Oktober vergangenen Jahres einen Ausbilder eingestellt, der momentan an einer sonderpädagogischen Zusatzausbildung für Ausbilder teilnimmt. Außerdem hat das Unternehmen einen Mitarbeiter mit Behinderung eingestellt, dessen Aufgabe es ist, den Ausbilder zu unterstützen und die Auszubildenden zu betreuen, die besondere Hilfe benötigen.


Hintergrund
Der LWL vergibt in diesem Jahr erstmals den LWL-Sonderpreis "Vorbild Inklusion". "Damit wollen wir LWL Arbeitgeber prämieren, die Menschen mit Behinderung außerhalb von Inklusionsprojekten auf den ersten Arbeitsmarkt integrieren", erklärt Eva Jäger-Kuhlmann vom LWL-Integrationsamt. Das kann unter anderem gelingen, wenn die Arbeitgeber auf die Auswirkungen der Schwerbehinderung eingehen, indem zum Beispiel ein Mensch mit autistischer Behinderung Softwaretester wird. Oder ein Unternehmen sich besonders dafür engagiert, dass Menschen mit Behinderung den Übergang von der Förderschule oder der Werkstatt für Menschen mit Behinderung schaffen, indem es Praktikumsplätze zur Verfügung stellt. Oder indem ein Unternehmen sich besonders für die Inklusion engagiert, indem es einen Ausbilder oder Anleiter für behindertenspezifische Belange schult.

Der LWL verleiht den Sonderpreis, der mit je 10.000 Euro dotiert ist, pro Jahr an drei Arbeitgeber. Den Preis Nummer eins hat der Landwirt Josef Aschemann aus Ahaus (Kreis Borken) bekommen. Der Preis Nummer zwei dieses Jahres ging an den Erlebnis-Bauernhof Steckenpferd in Bünde (Kreis Herford). Über die Preisvergabe entscheidet der Beratende Ausschuss für behinderte Menschen beim LWL-Integrationsamt Westfalen. Dieses Gremium fördert die Teilhabe der behinderten Menschen am Arbeitsleben und unterstützt das Integrationsamt bei seinem Bestreben, schwerbehinderte Menschen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. In dem zehnköpfigen Gremium arbeiten Vertreter von Arbeitnehmern, öffentlichen und privaten Arbeitgebern, Menschen mit Schwerbehinderung, des NRW-Sozialministeriums und der Bundesagentur für Arbeit zusammen.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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