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Mitteilung vom 14.04.16

Foto zur MitteilungDer Kurpark von Bad Oeynhausen überrascht mit seiner architektonischen Vielfältigkeit.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungErholung pur im Kurpark Bad Salzuflen
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Presse-Infos | Kultur

Von romantisch bis mondän:

Kurparks sind Juwelen westfälischer Gartenkultur - Entdeckungen in den Bädern der Region am Tag der Gärten und Parks

Bewertung:

Westfalen (lwl). Sie sind das Herzstück eleganter Kurorte, stehen für Ruhe, Wellness und Erholung: Westfalen-Lippe ist reich an Kurparks. Immer wieder haben diese Anlagen Landschaftsgestalter und berühmte Gartenkünstler inspiriert. Einige der schönsten Kurparks der Region rückt der Tag der Gärten und Parks des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am 11. und 12. Juni in den Fokus.

"Kurparks waren und sind liebevoll inszenierte Orte der Entspannung und Erholung, früher wie heute", sagt Udo Woltering von der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen "Am Tag der Gärten und Parks ist Zeit, sich selbst eine kleine 'Kur‘ zu gönnen und die grünen Oasen zu genießen. Ganz nach dem Motto der diesjährigen Veranstaltung: 'Hereinspaziert‘", so Woltering weiter.

Als der westfälische Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg 1665 die mineralische Rabe-Quelle in Bad Driburg (Kreis Höxter)zum Brunnen einfassen ließ und vier Jahre später eine Lindenallee hinzufügte, hatte er den Grundstein für einen der ältesten und spektakulärsten Landschaftsparks Deutschlands gelegt. 16.000 Stauden und Gräser, die wie ein mäandernder Fluss die Rasenflächen durchziehen und Grashügel umspülen - "dieser Anblick allein ist schon einen Tagesausflug wert", so Woltering. Geschaffen hat das außergewöhnliche Arrangement der niederländische Gartenkünstler Piet Oudolf.

"Der Gräfliche Park in Bad Driburg ist ein Paradebeispiel für die glückliche Verbindung historischer Elemente mit moderner Gartenkunst", sagt Woltering. "Teiche und Brunnen, Lilienwiese, Heckengarten und Rosenberg: Hinter jeder Biegung warten neue Überraschungen auf Spaziergänger. Damit steht die Anlage exemplarisch für die buchstäblich 'blühende‘ Kur- und Badekultur in Westfalen."

Schon die Römer wussten die heilende Kraft des Badens zu schätzen und bauten im Laufe der Zeit immer luxuriösere Thermen, umgeben von weitläufigen Parkanlagen. Hierzulande sind Kurparks seit dem 17. Jahrhundert populär. Einige Badehäuser und Wandelhallen erinnern heute noch an mondäne Kurgäste, die einst in den Parks lustwandelten, sich an Trinkbrunnen erfrischten und bei Moor- oder Solebädern entspannten.

"Als wichtige Naherholungsziele in einer schnelllebigen Zeit sind Westfalens Kurparks bis heute der beste Beweis dafür, wie heilsam grünende und blühende Natur sein kann", so Woltering. "Zum Beispiel in Bad Salzuflen: Dort besticht neben dem pompösen Kurhaus und "tanzenden" Wasserfontänen ein fantastischer Rosengarten. Inmitten von mehr als 3000 Rosen sowie Lavendel, Salbei und Schleierkraut sitzen Besucher auf weißen Bänken und genießen den betörenden Duft."

So hat jeder Kurpark seinen eigenen Reiz. Seien es gartenarchitektonische Kuriositäten wie der spiralförmig angelegte Schneckenberg in den Kuranlagen von Horn-Bad Meinberg (Kreis Lippe) oder mondäne Gebäude wie das an ein Barockschloss erinnernde Kurhaus in Bad Oeynhausen (Kreis Minden-Lübbecke).

Einige dieser grünen Juwelen erleben Besucher am Tag der Gärten und Parks auf besondere Weise. Im Kurpark in Bad Westernkotten (Kreis Soest) regt ein poetischer Baumspaziergang zum Träumen an. Romantisch ist ein Picknick im Garten des Gräflichen Parks Bad Driburg. Musikfreunde lauschen einem Konzert im Kurpark von Bad Meinberg und in Bad Holzhausen (Kreis Minden-Lübbecke) erkunden Besucher die Parkidylle bei einer Wanderung. Würzige Kräuter stehen bei einer geführten Tour in Bad Waldliesborn (Kreis Soest) im Mittelpunkt. Zur Entdeckungsreise durch die Welt der Botanik und Gartenarchitektur gestalten sich Parkführungen durch die Kurparks Bad Hermannsborn (Kreis Höxter), Bad Salzuflen und Bad Oeynhausen.

Am Tag der Gärten und Parks werden aber auch Schlossgärten, private Paradiese und botanische Gärten teils exklusiv ihre Pforten öffnen. Mehr als 170 Anlagen in ganz Westfalen-Lippe präsentieren sich an diesem Frühsommer-Wochenende in ihrem ganzen Glanz.

Weitere Informationen unter http://www.gaerten-in-westfalen.de


Hintergrund

Gärten und Parks sind ein Stück westfälisch-lippischen Kulturgutes. Mehr als 300 bedeutsame Anlagen prägen das "grüne" Gesicht der Region. Viele dieser Paradiese haben ganzjährig zum Flanieren geöffnet. Topanlagen ebenso wie private Kleinode in Szene zu setzen, ihren Reichtum und ihre Vielfalt bekannt zu machen, ist Anliegen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des vom NRW-Kulturministerium geförderten Projektes "Kultur in Westfalen". Seit 2012 rückt der Tag der Gärten und Parks die grünen Oasen der Region in den Blickpunkt, jedes Jahr unter einem anderen Motto. Besucher erleben eine Reise durch Zeitalter und architektonische Stile, vom Barockgarten über den klösterlichen Kräutergarten bis zum modern gestalteten Gartenschaupark. Das Internet-Portal http://www.gaerten-in-westfalen.de informiert zur Veranstaltung und präsentiert ausführliche Beschreibungen der einzelnen Anlagen.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Udo Woltering, LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, Telefon 0251 591-3574, udo.woltering@lwl.org
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
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48147 Münster
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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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