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Mitteilung vom 22.12.04

Foto zur MitteilungWilliam Thomas Mulvany ist nicht nur als Zechengründer bekannt, er hatte auch wesentlichen Einfluss auf die Entstehung der Ruhrgebiets-Kanäle.
Repro: LWL


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William Thomas Mulvany: ein irischer Wasserbautechniker im Ruhrgebiet Vortrag im LWL- Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg

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Waltrop (lwl). William Thomas Mulvany ist im Ruhrgebiet kein Unbekannter: Von seinen unternehmerischen Aktivitäten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeugt die Erinnerung an die Zechen Hibernia in Gelsenkirchen, Shamrock in Herne und Erin in Castrop-Rauxel. Dass Mulvany wesentlichen Einfluss auf die Entstehung der Ruhrgebiets-Kanäle hatte, ist hingegen weitgehend unbekannt. Das möchte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ändern: Am Dienstag, 11. Januar, hält der Herner Historiker Dr. Olaf Schmidt-Rutsch im LWL-Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg einen Vortrag über den irischen Wasserbautechniker.

Mulvany wurde 1806 in Dublin geboren. Als er 1855 ins Ruhrgebiet kam, um die Leitung der Zeche Hibernia zu übernehmen, konnte er bereits auf eine beachtliche Karriere im britisch-irischen Staatsdienst zurückblicken. Er war an Flussregulierungen und Kanalprojekten beteiligt, leitete und plante schließlich sämtliche Entwässerungsarbeiten in Irland.

An der Emscher gelang ihm nicht nur der erfolgreiche Transfer britischer Bergbautechnologie; er spielte bald eine wesentliche Rolle bei der Ausformung wirtschaftlich-industrieller Interessenverbände. Als Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins für bergbauliche Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund und Präsident des Vereins zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen wurde er zu einer Persönlichkeit, deren Meinung in der wirtschaftlichen Diskussion gefragt war. So nahm er bis zu seinem Tod 1885 eine Position ein, die kein anderer Ausländer zu dieser Zeit erreicht hatte.

Wer war dieser Mann, der noch heute zu den bekanntesten "Gründern" des Ruhrbergbaus gehört? Wie konnte der aus einem von Armut und Not gezeichneten Land stammende Ingenieur im Ruhrgebiet eine zweite Karriere machen? Welchen Neuerungen und Ideen verdankte er seinen Aufstieg? Welchen Einfluss hatte er auf die Entstehung des westdeutschen Kanalnetzes? Auf diese und andere Fragen gibt der Historiker Dr. Olaf Schmidt-Rutsch, der seine Dissertation zu diesem Thema geschrieben hat, Antworten.

Der Eintritt ins LWL- Industriemuseum ist frei.



Pressekontakt:
Herbert Niewerth, Tel. 02363 97070 und Markus Fischer, Tel.: 0251 591-235
presse@lwl.org




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