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Mitteilung vom 13.10.04

Foto zur MitteilungEine ungewöhnliche Biografie: Das Leben des Grafen Henrich zu Stolberg-Wernigerode in Form einer "begehbaren Illustrierten".
Grafik: Anne Schäfer (WIM)


Foto zur MitteilungAuch die gräfliche Erziehung wird in der Ausstellung thematisiert. Hier eine Abbildung des 13-jährigen Henrich.
(Original: Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt)


Foto zur MitteilungAbbildung des Grafen als eifriger Student.
Repro: Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt


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Presse-Infos | Der LWL

Sonderausstellung zum 150-jährigen Hüttenjubiläum:
LWL-Industriemuseum blättert das Leben des Grafen Henrich auf

Bewertung:

Hattingen (lwl). Das Leben des europäischen Hochadels kennen die meisten nur aus Illustrierten. Vor 150 Jahren, als ein Adeliger aus Sachsen in Hattingen an der Ruhr ein Hüttenwerk gründete, gab es die Hochglanz-Blätter noch nicht, ihre Themen aber wohl: Ob Liebesheirat, rauschende Ballnacht oder politische Karriere - das Leben des Grafen Henrich zu Stolberg-Wernigerode bietet ein breites Themenspektrum für die "begehbare Illustrierte", die das Westfälische Industriemuseum anlässlich des Hüttenjubiläums aufblättert. "Henrichs Hütte. Der Graf und sein Werk" heißt ab 15. Oktober die Sonderausstellung im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).
Die Ausstellung informiert über Herkunft, Ausbildung und Unternehmensführung des Grafen Henrich zu Stolberg-Wernigerode, streift seine politische Laufbahn zwischen Ancien Régime und Modernisierung und erlaubt Einblicke in sein Privatleben, wie etwa die Liebesheirat mit Prinzessin Jenny.

Die übergroßen Zeitungsseiten sind kombiniert mit kostbaren Exponaten: von einer Locke des jungen Grafen über Babyschühchen der Adelsfamilie bis hin zu hochkarätigen Gemälden. Die Ausstellungsstücke stammen aus den Beständen der Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt und dem Privatbesitz der Grafen und Fürsten zu Stolberg-Wernigerode. Sie erlauben spannende und unterhaltsame Einblicke in das Leben des adeligen Unternehmers. Zeitlich spannt die Jubiläumsschau den Bogen von Graf Henrichs Geburt 1772 bis zu dessen Tod 1854 und dem Verkauf der Henrichshütte 1857. Die Familie des Grafen gehörte zu den Großgrundbesitzern der preußischen Provinz Sachsen.

Seit 1800 betrieb sie im Harz eigene Eisenhütten auf Holzkohlebasis, Gießereien und Maschinenfabriken. "Die Hüttengründung im fernen Ruhrgebiet zeugt vom wirtschaftlichem Weitblick, aber auch der Risikobereitschaft des Unternehmers", erklärt Historikerin Anja Kuhn vom Westfälischen Industriemuseum, die die Ausstellung konzipiert hat.
Am 13. Oktober 1854 wurde die Konzession zum Bau der Hattinger Hütte erteilt. Mit diesem Schritt gab "der Herr eines kleinen Ländgens" und Pionier des Einhüttenwesens den entscheidenden Impuls zur Industrialisierung von Hattingen und der Region, die bis dahin vor allem vom heimischen Textilgewerbe gelebt hatte und sich zunehmend von der Konkurrenz aus England oder dem Westmünsterland gefährdet sah. Ein "Fenster nach Hattingen" und schlaglichtartige Informationen zur europäischen Geschichte ordnen die Lebensgeschichte des Hochadeligen in den regionalen Kontext ein.

Aus Anlass des 150-jährigen Hüttenjubiläums gibt die Sparkasse zudem eine Sondermünze heraus. Auf der Vorderseite befindet sich ein Porträt des Grafen Henrich zu Stolberg-Wernigerode, auf der Rückseite ist die Henrichshütte eingeprägt. Die Silbermünze kann zum Preis von 25 Euro im Museumsshop erworben werden.

Sonderausstellung zum 150-jährigen Bestehen der Henrichshütte:
"Henrichs Hütte. Der Graf und sein Werk"

15. Oktober 2004 bis 30. Januar 2005
Eröffnung: Freitag, 15. Oktober 2004, 20 Uhr
Westfälisches Industriemuseum Henrichshütte Hattingen (Foyer)
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen



Pressekontakt:
Evelyn Zerbe, Westf. Industriemuseum, Tel. 0231 6961-174 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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