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Mitteilung vom 19.01.01

Presse-Infos | Der LWL

Zahl der Opfer von Gewalttaten steigt

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Die Zahl der Opfer von Gewalttaten steigt seit Jahren. In Westfalen-Lippe bezogen 1999 nach Angaben des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) fast 1.400 Menschen eine Rente nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG). Dies waren 200 Menschen mehr als 1998; für das vergangene Jahr rechnet der LWL mit einer weiteren Zunahme.
Zu den Rentenbeziehern gehören nicht nur die Beschädigten selbst, also Menschen, die durch einen tätlichen Angriff bleibende Gesundheitsschäden davongetragen haben (1999: 947), sondern auch ihre Hinterbliebenen (1999: 125 Witwen und Witwer, 282 Halb- und 26 Vollwaisen, 8 Elternteile sowie ein Elternpaar). Bundesweit gibt es zirka 14.500 Beschädigte und Hinterbliebene, die eine Rente beziehen, davon leben mehr als 2.500 in Nordrhein-Westfalen.

Knapp 2, 6 Millionen Mark brachte die LWL-Hauptfürsorgestelle im vergangenen Jahr für die Opfer von Gewalttaten auf. Über die staatliche Rente und Heil- und Krankenbehandlung hinaus gibt es noch andere Hilfen. Darauf machte der Kommunalverband LWL aufmerksam. Bezahlt werden unter anderem die berufliche Rehabilitation (z. B. Übergangsgelder bei Umschulungen), Hilfen zum behindertengerechten Ausbau der Wohnungen und Eingliederungshilfen für teil- oder vollstationäre Aufenthalte. Die Opfer leiden zumeist unter bleibenden körperlichen Schäden, vermehrt handele es sich aber auch um psychische Behinderungen insbesondere bei Menschen, die als Kinder sexuell mißbraucht wurden sowie Frauen nach Vergewaltigungen, sagte LWL-Sozialdezernent Dr. Fritz Baur in Münster.

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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