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Presse-Infos | Kultur

Mitteilung vom 09.11.17

Arbeiten von Reiner Ruthenbeck
LWL-Museum für Kunst und Kultur zeigt Lichthofinstallation

Münster (lwl). Anlässlich des 80. Geburtstages des im vergangenen Jahr verstorbenen Künstlers Reiner Ruthenbeck (1937 - 2016) präsentiert das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster in der Ausstellung "Idee und Form" ab Samstag (11.11.2017 - 11.3.2018) Papierarbeiten des Bildhauers aus dem Bestand des Museums und der Westfälischen Provinzial Versicherung. Im Lichthof des Altbaus wurde die 1991 erstmals gezeigte Installation "Bodenraute 130/1300" erneut aufgebaut und im Umlauf mit 34 Zeichnungen ergänzt.

Mit der Ausstellung setzt das Museum die Tradition der Lichthofinstallationen fort, die seit den 1970er Jahren Künstler einlädt, den Innenhof des Altbaus zu bespielen. Sie würdigt damit ebenso einen Künstler, der bereits seit den 1980er Jahren eine besondere Verbindung zu Münster und zum Museum pflegte. Bereits 1982 erhielt der in Velbert geborene Künstler den vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ausgelobten Konrad-von-Soest-Preis, als zweimaliger Teilnehmer an den Skulptur Projekten (1987, 1997) verstetigte sich die Verbindung zu Münster und zum Museum.

"Für unsere Sammlung der Gegenwartskunst sind Ruthenbecks Papierarbeiten von besonderer Bedeutung: Sowohl das Konzept zur Bodenraute wie auch das Zeichnungskonvolut schenkte uns Ruthenbeck in den 1990er Jahren, womit er unsere Sammlung sehr würdigte", so Dr. Hermann Arnhold, Museumsdirektor.
1991 konzipierte Ruthenbeck speziell für den Lichthof des Museums diese Bodenraute, von der er im Laufe seines Schaffens insgesamt sechs für verschiedene Orte schaffte.

DIN A0-Papierbögen bedecken neben- und übereinander geschichtet den 170 Quadratmeter großen Innenhof im Altbau und lassen nur eine Raute frei, durch den der Boden sichtbar ist. Ihr gingen eine Reihe von installativen Arbeiten aus Papier voraus.
Im Gegensatz zum Textil, womit er unter anderem bei seinem Beitrag zu den Skulptur Projekten 1987 "Lodenfahne" arbeitete und das ein wichtiges Material in Ruthenbecks Werk ist, lässt sich Papier einfach in Form bringen. Arnhold: "Die klare Formensprache und die besonderen Eigenschaften des Materials stehen dabei klar im Fokus. Trotz ihrer Größe besticht die Arbeit durch zurückhaltende Klarheit und Reduktion."

Seine Ideen für konzeptuelle Skulpturen hielt Ruthenbeck in Zeichnungen fest. 34 davon ergänzen im Umgang des Lichthofes die Installation. "Präzise formulierte Ruthenbeck Ideen und fertigte Studien an, die wie sein bildhauerisches Werk, immer den Herstellungsprozess selbst sichtbar machen. Das darin sichtbare Spannungsverhältnis zwischen Ideenskizze und tatsächlicher Realisierung erzeugt eine Eigenständigkeit der Blätter", so Arnhold weiter.

Am 8. Dezember gibt die Kuratorin Marijke Lukowicz um 20 Uhr eine Führung zu der Ausstellung. Die Kuratorin für Gegenwartskunst am LWL-Museum für Kunst und Kultur, Dr. Marianne Wagner, spricht am 8. Februar mit Dr. Mario Kramer, Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main, über Ruthenbecks Arbeit.

Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Anja Tomasoni, LWL-Museum für Kunst und Kultur, Telefon: 0251 5907-168, anja.tomasoni@lwl.org
presse@lwl.org



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.



Foto zur Mitteilung
Reiner Ruthenbeck, Bodenraute 130/1300, 1991, Installationsansicht 2017.
Foto: LWL/Sabine Ahlbrand-Dornseif, Anne Neier


Die gezeigten Fotos stehen im Presseforum des Landschaftsverbandes zum Download bereit.



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