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Presse-Infos | Kultur

Mitteilung vom 05.11.12

Ruhrstahl. Hans Ahlborn und die Hütte
LWL-Industriemuseum zeigt die Gewalt des Gigantischen

Hattingen (lwl). "Ruhrstahl. Hans Ahlborn und die Hütte" heißt eine neue Sonderausstellung, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag, 9. November, um 18.30 Uhr in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen eröffnet. Erstmals werden die Aufnahmen des Werksfotografen Hans Ahlborn am Ort ihrer Entstehung gezeigt - und zwar in Form von großformatigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen vor der Hochofenkulisse.

25 Jahre nach der Stilllegung des letzten Hochofens der Henrichshütte Hattingen lenkt das Museum den Blick auf die "goldene Ära" der Zeit zwischen 1951 und 1963. In diesen Jahren arbeiteten 10.000 Menschen auf Hütte und trugen so zum Wirtschaftswunder und zum Entstehen des "Mythos Henrichshütte" bei. "Viele Jahre war der Blick auf die Geschichte der Hütte vor allem von Wehmut geprägt. Heute erfüllt die Rückschau gerade die ehemaligen Beschäftigten vor allem mit Stolz", erklärt Robert Laube, Leiter des LWL-Industriemuseums. Die faszinierenden Fotos Hans Ahlborns entsprächen diesem positiven Bild.

Ahlborn war Bildjournalist der Ruhrstahl AG und dokumentierte die Blütezeit der Hütte. Er verband die analytische Wahrnehmung eines Reporters mit der Innensicht eines Beschäftigten in der Eisen- und Stahlindustrie. Als Redakteur der Werkszeitschrift "Ruhrstahl" setzte er neue Maßstäbe in diesem Medium: Ahlborn wandelte die Zeitschrift von einem "schwarzen Brett" der Werksleitung zu einer Illustrierten der Arbeiter.

Durch die rund 40 großformatigen Schwarz-Weiß-Drucke kehren die "Gewalt des Gigantischen" und die "Faszination des Feuers" von damals an die damaligen Schauplätze zurück. Die Ausstellung schlägt eine Brücke zwischen der vergangenen Industriearbeit und der heutigen Industriekultur. "Besonders spannend ist der Kontrast zwischen den Schwarz-Weiß-Drucken und dem bunt illuminierten Hochofen", sagt Kuratorin Sonja Meßling. Die ausgestellten Bilder bieten einen Einblick in den umfassenden fotografischen Nachlass Ahlborns. Das LVR- Industriemuseum übernahm die Hinterlassenschaft des Werksfotografen, die nun erstmals an einem Originalschauplatz gezeigt wird.

Die Ausstellung wird unterstützt von der IG Metall Gevelsberg-Hattingen, der Sparkasse Hattingen sowie der Stiftung Ruhr.2010.

Parallel zur Ausstellung "Ruhrstahl" präsentiert der Förderverein LWL-Industriemuseum Henrichshütte "Meine Hütte #3": Gerd Hehs, gelernter Former und selbst engagierter Fotograf, zeigt Bilder der Henrichshütte aus seiner Sammlung. "Die Bilder sind vor und nach Ahlborn entstanden", erläutert Hehs das Zusammenspiel der Ausstellungen. "Zusammen ergeben beide Ausstellungen ein beeindruckendes Bild der Henrichshütte", sagt Monika Schwarze, Kuratorin des Fördervereins.

Begleitprogramm
Die Ausstellung begleitet ein umfassendes Rahmenprogramm. Gruppen können Führungen buchen oder an den offenen Sonntagsführungen (jeweils 15 Uhr, Museumseintritt plus 2 Euro) teilnehmen. Für Grundschulklassen und Kindergärten stehen abgestimmte Programme bereit. Filmvorführungen bei Kaffee und Kuchen beleuchten weitere Aspekte der Ausstellung. Vorträge rund um Bilder, Fotografen und das LWL-Industriemuseum runden das Angebot ab.

Informationen und Anmeldung unter Telefon: 02324 9247-140.

Ruhrstahl. Hans Ahlborn und die Hütte
Meine Hütte #3. Ausstellung des Fördervereins Industriemuseum Henrichshütte

9. November 2012 bis 1. April 2013


Veranstaltungsort:
LWL-Industriemuseum Heinrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen

Geöffnet:
Di - So 10 - 18 Uhr, Fr 10 - 21.30 Uhr

http://www.lwl-industriemuseum.de

Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.



Foto zur Mitteilung
Die glühende Schmelze wird in die Form gegossen.
Foto: Hans Ahlborn/LVR


Foto zur Mitteilung
Schmelzer beim Hochofen-Abstich.
Foto: Hans Ahlborn/LVR


Foto zur Mitteilung
Porträt von Hans Ahlborn.
Foto: LVR



Die gezeigten Fotos stehen im Presseforum des Landschaftsverbandes zum Download bereit.



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