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Presse-Infos | Kultur

Mitteilung vom 06.11.12

"Zeitenwende": LWL präsentiert ausgewählte Bilder der Sammlung Jäger in Ausstellung und Buch
Fotos zeigen, wie die Moderne aufs Land kam

Harsewinkel (lwl). Die industrielle Revolution und die durch sie angestoßenen Umbrüche läuteten auch in Westfalen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Zeitenwende ein. Fotodokumente aus dieser Phase sind rar gesät. Umso mehr freut sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), dass er über 2.000 Glasnegative des Fotoateliers Jäger aus Harsewinkel (Kreis Gütersloh) in das Bildarchiv seines LWL-Medienzentrums für Westfalen übernehmen konnte. Unter dem Titel "Zeitenwende" hat der LWL in einer Ausstellung und einem Bildband die aussagekräftigsten Bilder zusammengestellt.

Das Besondere an der Sammlung: "Über 100 Jahre lang haben vier Generationen des 1884 gegründeten Fotoateliers Bilder ihrer Heimat geliefert. Die Fotos zeigen, wie sich der Ort vom späten Biedermeier hin zur Moderne entwickelte", erklärt Dr. Volker Jakob, Leiter des Bild-, Film-, Tonarchivs im LWL-Medienzentrum. "Beispielhaft lässt sich auf Grund einer gesicherten Überlieferung die technische, wirtschaftliche und ästhetische Geschichte des fotografischen Gewerbes im ländlichen Raum Westfalen skizzieren.
Eine einzigatige Gelegenheit, orts- und landesgeschichtliche Aspekte der Geschichte der Fotografie in Westfalen zueinander in Beziehung zu setzen", so Jakob weiter.

Die Ausstellung, die vom 7. November bis zum 12. Januar im Modehaus Bruno Kleine, Oester 1 in Harsewinkel-Marienfeld zu sehen ist, zeigt eine Auswahl von 40 Bildern, darunter Porträts, Motive vom Leben auf dem Land sowie Aufnahmen von Gebäuden. "Die Bilder veranschaulichen, dass der Einbruch der Moderne im ländlichen Westfalen mit dem Verschwinden alter Traditionen einher ging", so Jakob.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, in dem 152 Bilder aus der Sammlung Jäger zu sehen sind. Volkskundler, Fotografen und Historiker erklären einleitend die westfälische Fotografie am Ende des 19. Jahrhunderts, geben einen Überblick über Arbeit und Freizeit auf dem Land zwischen 1890 und 1930 und skizzieren die Geschichte Harsewinkels zwischen 1800 und 1914.

Zeitenwende

Aspekte der westfälischen Fotografie im späten 19. Und frühen 20. Jahrhundert
Fotoausstellung
Modehaus Bruno Kleine
Oester 1
05241 Harsewinkel-Marienfeld

Bildband Zeitenwende

139schwarz-weiß Fotos, 12 Color-Fotos, 212 Seiten
ISBN 978-3-86206-202-7, 19,90 Euro

Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.



Foto zur Mitteilung
Der Fotograf Johann Hermann Jaeger um 1900.
Foto: LWL


Foto zur Mitteilung
Der Klosterbrand in Marienfeld im Jahr 1900.
Foto: LWL


Foto zur Mitteilung
Porträt von Schnieder-Moer aus dem Jahr 1884.
Foto: LWL


Foto zur Mitteilung
Hochrad um 1885.
Foto: LWL



Die gezeigten Fotos stehen im Presseforum des Landschaftsverbandes zum Download bereit.



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