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Presse-Infos | Soziales

Mitteilung vom 31.10.12

Viele Menschen ohne Dach über dem Kopf
LWL fördert die Beratung von Menschen ohne festen Wohnsitz mit 3,7 Millionen Euro

Münster (lwl). Die westfälischen Beratungsstellen für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten - Wohnungslose, Frauen aus gewalttätigen Familien oder straffällig Gewordene - wurden im vergangenen Jahr etwas weniger genutzt: 2011 suchten 13.610 Menschen (2010: 13.641) Hilfe in einer der 26 regionalen Beratungsstellen. Während sich die Zahl der hilfesuchenden Männer um einen Prozent verringert hat, ist der Anteil der Frauen leicht gestiegen. 3.792 Frauen (2010: 3.725) und 9.818 Männer (2010: 9.916) nutzen das Angebot.
Dabei hat der Unterstützungsbedarf bei Personen der Altersgruppen 30 bis unter 40 Jahren, sowie 60 Jahre und älter, leicht zugenommen.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) finanziert die Beratungsstellen jeweils zu 50 Prozent. Für das Jahr 2012 bedeutet das ein Finanzvolumen von über 3,7 Millionen Euro, hieß es im Sozialausschuss des LWL. Im Vergleich zum Vorjahr erhöht der LWL seine Unterstützung um rund 129.000 Euro. Die übrige Finanzierung übernehmen die Kreise, kreisfreien Städte oder die jeweiligen Träger. "Die Zahl der Klienten, die nach Beendigung der Hilfe, eine eigene Wohnung haben, ist im Vergleich zum Vorjahr leider um 4,6 Prozent gesunken", sagt der LWL-Sozialdezernent Matthias Münning. Erfreulich sei jedoch, dass weniger Menschen auf eine Beratung zurück greifen müssten.

Ziel der Beratungsstellen ist es, bedürftigen Menschen eine eigene Wohnung und eine Arbeitsstelle zu vermitteln. Die Existenzsicherung der Hilfesuchenden ist allerdings auch für das Beratungspersonal oft problematisch: zu wenig günstige Wohnungen und finanzielle Nöte der Betroffenen erschweren es den Beratern, ihre Klienten in die Gesellschaft zu integrieren. Oftmals ist die Wohnungslosigkeit nur die Folge anderer Probleme wie besipielsweise einer Alkoholabhängigkeit oder einer psychischen Erkrankung, die die Betreuung zusätzlich erschweren.

Den statistischen Bericht regionaler Beratungsstellen 2011 in Relation zur Einwohnerzahl finden Sie unterhalb dieser Pressemitteilung als PDF.

Haben Sie Probleme, das pdf-Dokument zu lesen? Dann wenden Sie sich bitte unter presse@lwl.org an die LWL-Pressestelle. Wir helfen Ihnen gerne weiter.


Pressekontakt:
Verena Rösler, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org


Anlagen:
Anlage 1: Statistischer_Bericht.pdf



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.





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