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Presse-Infos | Kultur

Mitteilung vom 23.10.12

WasserEisenLand - Industriekultur in Südwestfalen
Vortrag im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen

Hattingen (lwl). Südwestfalen - landläufig auch als Sauerland und Siegerland bekannt - ist eine der ältesten Montanregionen Europas mit einer über 3.000 Jahre zurückreichenden Geschichte der Metallgewinnung und -verarbeitung. Einblicke in die Vielfalt dieser Vergangenheit gibt ein Vortrag, zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag, 26. Oktober, um 19.30 Uhr in sein Industriemuseum Henrichshütte Hattingen einlädt. Stephan Sensen vom Netzwerk "WasserEisenLand - Industriekultur in Südwestfalen" stellt Industriemuseen und Technikdenkmäler der Region vor. Der Eintritt ist kostenlos.

"WasserEisenLand" ist das südöstliche kleine Gegenstück zur "Route der Industriekultur" des Ruhrgebiets. Das Netzwerk hat als Projekt der Regionale Südwestfalen 2013 die Aufgabe, die Industriegeschichte des Landes bekannt zu machen und touristisch zu vermarkten. Dazu gehören Kleinode wie Besucherbergwerke, in die man noch einfahren kann, die ältesten komplett erhaltenen Eisenhütten Deutschlands oder Schmiedehämmer mit Vorführbetrieb - alles in direkter Reichweite für Besucher aus der Region und dem Ruhrgebiet.

Hintergrund
Alle Ressourcen für die Entwicklung des Metallgewerbes waren in Südwestfalen reichlich vorhanden: Eisen- und Buntmetallerze, Wälder für die Holzkohle und Gebirgsbäche für die seit dem 13. Jahrhundert genutzte Wasserkraft. Ab dem 16. Jahrhundert war die Region von Soest bis Burbach und von Sprockhövel bis Marsberg ein zusammenhängendes und spätestens seit dem Westfälischen Frieden ein arbeitsteilig aufeinander angewiesenes Wirtschaftsgebiet. Auf die sich Mitte des 19.Jahrhunderts abzeichnende Dominanz der Schwerindustrie des Ruhrgebiets antworteten Südwestfalens Unternehmen mit Spezialisierung und Diversifizierung. So entwickelten sie sich teilweise zu Weltmarktführern in ihren jeweiligen Marktsegmenten. Auf diese Weise haben sie eine Jahrhunderte alte gewerbliche Tradition in eine boomende industrielle Gegenwart mit guten Zukunftsprognosen überführt.

Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.



Foto zur Mitteilung
Festival "Luise heizt ein" an der Luisenhütte Wocklum in Balve.
Foto: Stephan Sensen



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