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Presse-Infos | Kultur

Mitteilung vom 15.10.12

TextilWerk Bocholt erhält Designpreis
Atelier Brückner und LWL-Industriemuseum freuen sich über Auszeichnung

Bocholt (lwl). Das LWL-TextilWerk Bocholt ist mit dem "Focus Open" in Silber, dem Designpreis des Landes Baden-Württemberg, ausgezeichnet worden. Das Stuttgarter Atelier Brückner, das den Umbau der ehemaligen Spinnerei Herding gemeinsam mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) konzipiert und umgesetzt hatte, nahm den Preis bei einer Feierstunde am Freitagabend (12.10.) in Ludwigsburg entgegen. "Wir freuen uns, dass unser Konzept, historische Bausubstanz und moderne Elemente so miteinander in Verbindung zu setzen, dass daraus innovative und spannende Räume entstehen, solche Anerkennung findet", sagte Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums.

Das Preisgericht begründete seine Entscheidung so: "Hier wurde alte industrielle Bausubstanz sehr sensibel saniert und einer neuen Nutzung zugeführt. Die Patina der ehemaligen Spinnerei bleibt erhalten; neue Elemente übernehmen die schlichte Formensprache des Bestandes, sind aber als zeitgemäße Ergänzungen erkennbar." Der "Focus Open" ist eine Auszeichnung für Unternehmen und professionelle Gestalter aus dem In- und Ausland.

Hintergrund

Der LWL hatte die historische Spinnerei Herding im September 2011 als zweiten Teil seines Textilmuseums in Bocholt eröffnet. Seither firmiert der Bocholter Standort des Westfälischen Landesmuseums für Industriekultur unter dem Namen TextilWerk. Nach dem Umbau, der mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket realisiert wurde, zeigt die Spinnerei weiterhin deutlich die Spuren der Arbeit und seiner 100-jährigen Geschichte. Auf allen vier Etagen entwickelt sich ein Zwiegespräch zwischen aktueller Nutzung und historischem Bestand. "Dieses Gebäude atmet Geschichte, und das sollte so bleiben. Gleichzeitig wollten wir neue respektvolle Akzente setzen und eine Atmosphäre schaffen, die Kunst und Kreativität Raum gibt", erläutert Prof. Uwe R. Brückner das Konzept. Abblätternde Farbschichten und zerschlissene Betonböden wurden deshalb bewusst belassen und kontrastiert mit modernen Einbauten, allen voran die rote Stahltreppe, die in den 20 Meter hohen Seilgang eingebracht wurde, dazu klare Kuben für den Shop und Servicebereiche sowie die Gastronomie auf dem Dach.

Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.



Foto zur Mitteilung
Der neue repräsentative Eingang der ehemaligen Spinnerei Herding.
Foto: LWL



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