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Presse-Infos | Kultur

Mitteilung vom 10.09.12

Wie polnisch ist NRW?
Tagung im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern zum Abschluss des Polen-Jahres

Dortmund (lwl). Wie polnisch ist NRW? Über diese Frage diskutierten am Mittwoch, 12. September, rund 80 Teilnehmer einer Konferenz, zu der das Generalkonsulat der Republik Polen in Köln und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern nach Dortmund eingeladen haben.

Zum Abschluss des Polen-NRW-Jahres treffen deutsche und polnische Experten, darunter Historiker, Publizistinnen, Journalisten, Politikerinnen und Kulturvertreter, zusammen, um über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Polen in Nordrhein-Westfalen zu sprechen. Dabei nehmen sie unterschiedliche Bereiche von Arbeit und Alltag in den Blick: Wirtschaft, Religion, Sprache, Sport und Kultur. Die Konferenz wurde in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Osteuropäische Geschichte der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn organisiert.

Hintergrund:
Die Beziehungen zwischen Polen und Nordrhein-Westfalen reichen bis weit ins 19. Jahrhundert zurück, als polnische Familien in der Schwerindustrie im Ruhrgebiet Arbeit fanden. Auch nach dem Krieg sind Menschen aus Polen nach Nordrhein-Westfalen gekommen und haben hier eine neue Heimat gefunden. Die Beziehungen haben sich seit 1991 verdichtet und thematisch an Breite gewonnen. Es bestehen sowohl enge wirtschaftliche Verbindungen als auch starke Verbindungen durch Städte- und Schulpartnerschaften.
Um diese Beziehungen zu erweitern und zu vertiefen, hatte die Landesregierung das "Polen-Nordrhein-Westfalen-Jahr 2011/2012 " initiiert. Während dieser Zeit sollte der kulturelle, gesellschaftliche und politische Austausch zwischen Polen und Nordrhein-Westfalen auf möglichst breiter Basis intensiviert werden.

Das Programm

9.30 Uhr
Grußworte

Matthias Löb, Erster Landesrat und Kämmerer des LWL
Jolanta Róża Kozłowska, Generalkonsulin der Republik Polen in Köln
Dr. Detlev Rein, Ministerialrat, Bundesministerium des Innern

Anmoderation und Begrüßung:
Dirk Zache, Direktor des LWL- Industriemuseums

10 Uhr
Festvortrag:

Zur Geschichte von Polen im Ruhrgebiet
Prof. Christoph Kleßmann (Universität Potsdam)

11.30 Uhr
Polen in der (Land)Wirtschaft von Nordrhein-Westfalen
Moderation:

Gisbert Strotdrees (Landwirtschaftsverlag Münster) in Diskussion mit Zbigniew Burdzy, Konsul der Handels- und Wirtschaftsabteilung des Generalkonsulates der Republik Polen und Elena Matekina NRW.Invest

12.15 Uhr
Polen und die Religion in NRW
Moderation:

Dr. Thomas Parent (LWL-Industriemuseum) in Diskussion mit Dr. Sylvia Haida (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität-Bonn ) und Prälat Stanislaw Budyń, Leiter der Polnischen Katholischen Mission in Deutschland

14 Uhr
Die polnische Sprache in NRW
Moderation:

Dr. Andrzej Kałuża (Deutsches Polen Institut Darmstadt) in Diskussion mit Prälat Stanislaw Budyń, Józef Malinowski (Vorsitzender der Polnischen Zentrale für Schul-und Bildungswesen in Deutschland e.V.) und Liliana Barejko-Knops (Bezirksregierung Köln/ Vorsitzende des Ver¬eins der Polnischlehrer und Pädagogen in Deutschland)

14.45 Uhr
Von "Polacken- und Proletenverein" bis zu "Polonia Dortmund". Polen im Sport von NRW
Moderation:

Ralf Piorr (RevierSport) in Diskussion mit Tomasz Zdebel (ehemaliger Kapitän von VfL Bochum), Herbert Somplatzki (Schriftsteller und Sportler), Jakub Wawrzyniak (Vizekonsul der Republik Polen in Köln)

16 Uhr
Polnische Kultur in NRW - Gegenwart und Zukunft
Moderation:

Dr. Dagmar Kift in Diskussion mit Anton Rütten (Abteilungsleiter Integration, Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration NRW), Dietmar Osses, Dr. Jacek Barski (allesamt LWL-Industriemuseum), Wiesław Lewicki (Präsident des Konvents der Polnischen Organisationen in Deutschland), Maria Gołębiewski (Gdańska Oberhausen), Marek Wójcicki (Vorsitzender des Bundes der Polen in Deutschland Rodło e.V.,angefragt)


+++ Hinweis für Redaktionen +++

Sie sind zur Teilnahme an der gesamten Tagung oder einzelnen Vorträgen und Diskussionen eingeladen. Auf Wunsch vermitteln wir Ihnen gerne einen Ansprechpartner für ein persönliches Interview (Kontakt: 0231 6961-127)

Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.



Foto zur Mitteilung
Polnische Spuren in NRW: Fassade der ehemaligen polnischen Arbeiterbank in Bochum.
Foto: LWL



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