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Presse-Infos | Kultur

Mitteilung vom 12.07.12

TextilWerk Bocholt: "Einer der attraktivsten Textilstandorte in Europa"
LWL-Industriemuseum wird Ankerpunkt auf der Europäischen Route der Industriekultur

Bocholt (lwl). Industriegeschichte in Europa hat viele Gesichter, aber einen gemeinsamen Namen: ERIH. Hinter diesen vier Buchstaben verbirgt sich die "European Route of Industrial Heritage". Orte von besonderer historischer Wichtigkeit und hoher touristischer Attraktivität werden zu Ankerpunkten der Hauptroute. Bislang waren dies 77, jetzt kommt ein 78. hinzu: das TextilWerk Bocholt. Das Industriemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat am Donnerstag (12.07.) offiziell die Ernennung zum ERIH-Ankerpunkt erhalten.

"Ausschlaggebend für die Nominierung Bocholts war die Erweiterung des Textilmuseums um die historische Spinnerei Herding mit hochwertiger Ausstellungskonzeption und -architektur, vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, gelungener Präsentation der regionalen Textilgeschichte und hoher touristischer Attraktivität. Diese Kombination macht das Haus aus unserer Sicht zu einem der attraktivsten Textilstandorte in Europa", erklärt Andreas Kuchajda. Der Schatzmeister des Netzwerks wird gemeinsam mit Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums, und Museumsleiter Dr. Hermann Josef Stenkamp am Donnerstag ein Schild an der Spinnerei des TextilWerks anbringen, das den Standort als ERIH-Ankerpunkt ausweist.

"Das ist eine tolle Auszeichnung für uns und eine Bestätigung unseres Konzeptes eines Forums für Textilkultur, das deutlich über die Region hinausweist", freut sich Museumsdirektor Dirk Zache.

Hintergrund ERIH
ERIH ist ein europäisches Netzwerk, das sich die touristische Vermarktung von Industriekultur in Europa zur Aufgabe gemacht hat. Aktuell sind im viersprachigen Internetportal http://www.erih.net über 850 Standorte in 32 europäischen Ländern gelistet. Zu ihnen gehören 78 Ankerpunkte der virtuellen ERIH-Hauptroute. Zehn Europäische Themenrouten, 15 Regionale Routen und über 100 Biographien von Persönlichkeiten, die die Industrialisierung Europas beeinflusst haben, geben vertiefende Einblicke.

Das Netzwerk wird ständig erweitert. Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein für die europäische Industriekultur zu schaffen. Fachleuten bietet ERIH eine Plattform für den Austausch und entwickelt gemeinsame Vermarktungsideen. So wird bei der diesjährigen ERIH-Konferenz im September in Amsterdam über eine "Europäische Nacht der Industriekultur" diskutiert.

Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.



Foto zur Mitteilung
ERIH-Schatzmeister Andreas Kuchajda, Nadine Schober, Museumsleiter Dr. Hermann Josef Stenkamp und Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums (v.l.) brachten am Donnerstag das ERIH-Schild am Eingang zur Spinnerei des TextilWerks Bocholt an.
Foto: LWL / A. Hudemann



Die gezeigten Fotos stehen im Presseforum des Landschaftsverbandes zum Download bereit.



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