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Presse-Infos | Jugend und Schule

Mitteilung vom 16.05.12

Neues Beratungshaus für die Bildung von jungen Menschen mit Behinderung startet

Münster/Münsterland (lwl). Das wird ein richtiges "Rat"-Haus: Wer als Mutter oder Vater eines behinderten Kindes, als Erzieher oder Lehrkraft Orientierung und Unterstützung in Sachen sonderpädagogische Förderung und Inklusion sucht, hat dafür im Münsterland jetzt eine neue Adresse. Am kommenden Montag, 21. Mai öffnet am Bröderichweg 33, 48159 Münster im Förderschulzentrum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) das neuartige 'Beratungshaus Inklusion‘. "Das Angebot erspart Interessierten weite Wege und bietet bei komplexer werdenden Behinderungsbildern Beratung unter einem Dach", hat LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch die Schulverantwortlichen in den Münsterlandkreisen und der Stadt Münster vorab informiert.

Das Beratungshaus ist ein Gemeinschafts-Pilotprojekt der Bezirksregierung Münster und dem Förderschulträger LWL. Sein Ziel: Für einen gleichberechtigten Zugang gehandicapter junger Menschen zum Bildungssystem vielfältige und bislang verstreute Beratungsangebote an einer Stelle bündeln.

Dafür stehen vor Ort nach vorheriger Terminvereinbarung bis zu zehn sonderpädagogische, ergo- und physiotherapeutische und pflegerische Fachleute bereit, die in Zusammenarbeit zum Beispiel mit Frühförderstellen, Kliniken, Ärzten und Hilfsmittelanbietern qualifiziert und differenziert Hilfestellung geben. Vor allem in den Behinderungsbereichen Sehen, Hören und Kommunikation, Sprache, Autismus sowie körperliche und motorische Entwicklung zeigen sie für die Betroffenen möglichst wohnortnahe Bildungsmöglichkeiten und -wege auf. Den Direktkontakt zur Vereinbarung persönlicher Beratungstermine bekommen Interessierte unter Tel. 0251-2105-400 oder per E-Mail: beratungshaus-muenster@lwl.org.

"Eine Schule für alle zu entwickeln - das ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten und kann nur in enger Zusammenarbeit gelingen", so LWL-Schuldezernent Hans Meyer. Kooperationspartner Uwe Eisenberg, zuständiger Schulaufsichtsbeamter bei der Bezirksregierung Münster, ergänzt: "Wir wollen die bisherige Qualität der Förderung von behinderten Kindern sichern, damit Kinder mit und ohne Behinderungen in einer inklusiven Schule gemeinsam lernen können und alle Schülerinnen und Schüler ihren Möglichkeiten entsprechend optimal gefördert werden." Und als Dritter im Bildungsbunde freut sich auch Klaus Ehling, Amtsleiter für Schule und Weiterbildung bei der Stadt Münster, über das LWL-Beratungshaus: "Das Angebot stellt einen weiteren Baustein in dem bestehenden Beratungsnetz dar und ist ausdrücklich zu begrüßen."

Hintergrund:
Die Forderung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen nach gleichberechtigter Teilhabe in allen Lebensbereichen gilt auch für Schulen. Für den Bildungsbereich fordert die UN-Konvention von 2009 das Recht auf Bildung für Menschen mit Behinderungen und den gleichberechtigten, diskriminierungsfreien Zugang zur allgemeinen Schule und zwar wohnortnah im sozialen Umfeld. Die vollständige Auflösung von Förderschulen wird in der Konvention nicht explizit gefordert.

Pressekontakt:
Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.





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