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Presse-Infos | Kultur

Mitteilung vom 14.05.12

Geschichte lebendig lernen
LWL-Museum für Archäologie und Realschule Crange schließen Kooperationsvertrag

Herne (lwl). Am Montag (14.5.) haben Vertreter des LWL-Museums für Archäologie in Herne und der Realschule Crange einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der den Schülern einen lebendigeren Geschichtsunterricht und den Museumspädagogen konstruktive Rückmeldungen zu ihren Programmen und Ideen für neue Konzepte bescheren soll.

Das Museum des Landschaftsverbande Westfalen-Lippe (LWL) wird als außerschulischer Lernort künftig eng mit der Fachschaft Geschichte der Cranger Schule zusammenarbeiten und direkt anhand von archäologischen Funden Wissen zu Themen aus der Ur- und Frühgeschichte vermitteln. "Ein Blick auf unsere Exponate in der Dauerausstellung führt uns die Lebensweise unserer Vorfahren unmittelbar vor Augen. Direkt im Museum zu lernen heißt, die Geschichte begreifbar, dreidimensionaler werden zu lassen - ein Schulbuch mit einfachen Zeichnungen und Fotos kann das in diesem Maße gar nicht leisten", begründet Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock die Zusammenarbeit von Museum und Schulen.

Die Kooperation schließt für die nächsten Jahre regelmäßige Besuche der Realschule Crange im Museum mit ein. Jede 6. Klasse wird im ersten Schulhalbjahr drei Etappen durchlaufen. Beim ersten Besuch erarbeitet der Museumspädagoge gemeinsam mit den Schülern die Themen "Jäger und Sammler in der Altsteinzeit" und "Dem Neantertaler auf der Spur". Bei einer zweiten Unterrichtseinheit in der Ausstellung bereiten die Schüler das Gelernte nach und recherchieren vor Ort weiter, um alles schriftlich festhalten zu können. Die Besonderheit folgt im letzten Schritt: die Sechstklässler werden selbst zu Lehrenden und führen ihre Freunde und Verwandten eigenständig durch die Ausstellung. So vermittelt das Programm nicht nur geschichtliches, sondern befähigt die Schüler außerdem dazu, ihr eigenes Wissen an andere weiterzugeben.

Initiator der Kooperation war Marc Bethke, Mitarbeiter der Realschule Crange. Auf der Suche nach kreativen Modellen zur Wissensvermittlung kam ihm das nahegelegene Archäologiemuseum in den Sinn. Gemeinsam mit Dr. Michael Lagers, dem Referenten für Museumspädagogik im LWL-Museum, entwickelte er Ideen für eine Kooperation.

Die Realschule Crange nimmt am Modellprogramm "Kulturagenten für kreative Schulen" teil, die sich zum Ziel gesetzt hat, Kinder und Jugendliche nachhaltig für Kunst und Kultur zu begeistern.

Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Katja Baron, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504
presse@lwl.org



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.



Foto zur Mitteilung
Das LWL-Museum für Archäologie und die Realschule Crange gehen künftig vermehrt gemeinsame Wege. Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock und Schuldirektor Reiner Jorczik vereinbaren im Beisein von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 5 eine entsprechende Kooperation.
Foto: LWL



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