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Presse-Infos | Kultur

Mitteilung vom 01.12.11

Lernen im Kino
SchulKinoWochen NRW möchten 2012 ihre Erfolgsgeschichte fortsetzen

Münster (lwl). Vom 19. Januar bis 8. Februar 2012 heißt es wieder: "Mit Filmen sehen lernen." Drei Wochen lang erhalten dann Schulklassen in ganz Nordrhein-Westfalen die Gelegenheit, an einem ungewöhnlichen Lernort ihre Medienkompetenz zu stärken. Bei den SchulKinoWochen NRW 2011 waren über 75.000 Schüler und Lehrer dem Aufruf von "Vision Kino - Netzwerk für Film- und Medienkompetenz" und "Film+Schule NRW", einer gemeinsamen Initiative des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) und des NRW-Schulministeriums, gefolgt und haben dem Projekt der Filmbildung in Nordrhein-Westfalen einen erneuten Besucherrekord beschert.

"Film spielt in unterschiedlichen Formaten und Medien eine tragende Rolle im Alltag Heranwachsender - individuell, sozial als auch gesellschaftlich-kulturell. Bewegte Bilder auf der großen Leinwand zu sehen, ist dabei immer ein besonderes Erlebnis: Im Kino sehen Kinder und Jugendliche Modelle dafür, wie ihr eigenes Leben auch aussehen könnte; wie Konflikte entstehen, wie man sie löst, wie Hoffnungen enttäuscht und wie sie doch noch erfüllt werden", so Sarah Duve, Geschäftsführerin von "Vision Kino". Die Beschäftigung mit Filmen wecke, fördere und stärke die ästhetische Wahrnehmungsfähigkeit und die kreativ-produktiven Kräfte von Kindern und Jugendlichen. Sie sei Persönlichkeitsbildung im besten und umfassenden Sinne, ergänzt Dr. Markus Köster, Leiter von Film+Schule NRW.

Dafür steht ein Filmprogramm mit rund 120 Titeln zur Verfügung, das mit konkreten Lehrplanbezügen eine große Bandbreite der Unterrichtsinhalte aufgreift und mit Hilfe des kostenlosen pädagogischen Begleitmaterials im Unterricht vor- und nachbereitet werden kann. Unter den aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen, Animationen und beliebten Klassikern sind in diesem Jahr unter anderem "Almanya - Willkommen in Deutschland" (D 2010, R: Yasemin Samdereli), "Der ganz große Traum" (D 2011, R: Sebastian Grobler) und die Neuverfilmung von "Tom Sawyer" (D 2011, R: Hermine Huntgeburth) erstmals im Angebot. Zahlreiche Filme, wie der britische Oscar-Gewinner "The King's Speech" (GB 2010, R: Tom Hooper), werden zudem auch in der Originalfassung oder im Original mit Untertiteln angeboten.

Hintergrund
Besonderes Merkmal der SchulKinoWochen NRW sind die Filmgespräche mit Schauspielern und weiteren Filmschaffenden im Anschluss an ausgewählte Vorführungen. Dank finanzieller Unterstützung des NRW-Kulturministeriums können Schüler und Lehrer dabei in direkten Kontakt mit den Menschen treten, die die Kunstwerke vor oder hinter der Kamera schaffen, und somit einen unmittelbaren Einblick in die Arbeit mit dem Medium Film erhalten. Bei den SchulKinoWochen NRW 2011 berichtete etwa der Produzent Christoph Müller von der langjährigen Produktionsgeschichte des Erfolgsfilms "Goethe!", der preisgekrönte Kameramann Martin Langer erläuterte die aufwändigen Dreharbeiteten von "Effi Briest" und die jugendlichen "Vorstadtkrokodile"-Darsteller Leonie Tepe, Javidan Imani und David Hürten begeisterten ihr junges Publikum gleich in drei Städten.

Ein Sonderprogramm zum Wissenschaftsjahr 2012, das sich unter dem Titel "Zukunftsprojekt Erde" mit dem Thema nachhaltige Entwicklung befasst, bildet einen weiteren Schwerpunkt der SchulKinoWochen NRW. Dazu wurden fünf Filme für alle Altersstufen ausgewählt, unter anderem "Taste the Waste" (D 2011, R: Valentin Thurn) und "Der große Crash - Margin Call" (USA 2011, R: J.C. Chandor). Auch der Kurzfilm hat bei den SchulKinoWochen NRW seinen festen Platz: In Zusammenarbeit mit dem Forum Filmbildung NRW werden zwei Programme angeboten, die aus Preisträgern der Filmfestivals in Nordrhein-Westfalen zusammengestellt wurden. Besondere Beachtung finden erstmals auch Klassiker der Filmgeschichte wie "Ich war neunzehn" (DDR 1967) von Konrad Wolf, die von Referenten begleitet und eingeordnet werden.

In Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung, den kommunalen Medienzentren und anderen Partnern sind zudem eine Reihe von Kinoseminaren und Fortbildungen für Lehrer geplant. Unter der Leitung von Filmpädagogen werden sie sich mit Themen wie "Filmvermittlung im Unterricht", "Praktische Filmarbeit" oder auch Fragen des Urheberrechts im schulischen Filmeinsatz beschäftigen.

Der Eintrittspreis für die Vorführungen in rund 100 Kinos in ganz NRW beträgt wie in den vergangenen Jahren 3 Euro, Lehrkräfte und Begleitpersonen haben freien Eintritt. Und bei einem Filmkritikwettbewerb von spinxx.de, dem Onlinemagazin für junge Medienkritik, können Schüler wieder Kritiken zu den von ihnen besuchten Filmen verfassen und Preise für die gesamte Schulklasse gewinnen.

Sämtliche Informationen zum Programm sowie das Anmeldeformular finden Interessierte im Internet unter http://www.filmundschule.nrw.de. Außerdem steht das Projektteam im LWL-Medienzentrum für Westfalen für persönliche Beratungen unter der Hotline 0251-591-3055 zur Verfügung.

Die SchulKinoWochen NRW werden veranstaltet von "Vision Kino - Netzwerk für Film und Medienkompetenz" und von "Film+Schule NRW", einer gemeinsamen Initiative des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW und des LWL-Medienzentrums für Westfalen. "Vision Kino" ist eine Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek und der "Kino macht Schule GbR" und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff. Unterstützt werden die SchulKinoWochen NRW vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, der "filmothek der jugend nrw" und "spinxx.de".

Kontakt: Projektbüro Schulkinowochen NRW beim LWL-Medienzentrum für Westfalen, Tel.: 0251-591-3055, Mail: presse.schulkinowochen@lwl.org
http://www.filmundschule.nrw.de

Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Carsten Happe, Telefon: 0251 591-4628,
presse@lwl.org



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.



Foto zur Mitteilung
Im Programm der SchulKinoWochen NRW: „Der ganz große Traum“ mit Daniel Brühl.
Foto: Senator


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