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Presse-Infos | Soziales

Mitteilung vom 13.07.11

LWL-Bilanz 2010: In über 7.000 Fällen Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben finanziell unterstützt

Westfalen-Lippe (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im Jahr 2010 in über 7.000 Fällen Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben finanziell unterstützt. So konnten im vergangenen Jahr unter anderem 372 behinderungsgerechte Arbeits- und Ausbildungsplätze neu geschaffen werden, wie LWL-Sozialdezernent Matthias Münning am Mittwoch (13.07.) in Münster im LWL-Sozialausschuss berichtete.

Weitere 2.600 Arbeitsplätze statteten die örtlichen Träger (kreisfreie Städte, Kreise und Große kreisangehörige Städte) mit technischen Arbeitshilfen aus. Die finanziellen Mittel stellte der LWL aus der Ausgleichsabgabe zur Verfügung. Den Ausgleich zahlen Betriebe, die, gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl, zu wenig schwerbehinderte Menschen beschäftigen.

In Integrationsprojekten hat das LWL-Integrationsamt Westfalen 960 schwerbehinderte Menschen unterstützt. Sie arbeiten in Integrationsunternehmen oder -abteilungen im allgemeinen Arbeitsmarkt mit nicht behinderten Menschen zusammen. "Die Integrationsprojekte sind gerade bei uns in Westfalen-Lippe eine Erfolgsgeschichte. Sie zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und soziales Engagement keine Gegensätze sein müssen und die Inklusion behinderter Menschen auch auf dem ersten Arbeitsmarkt gelingen kann", sagte Münning.

Persönliche finanzielle Hilfen
Es sei dem LWL-Integrationsamt und den örtlichen Trägern gelungen, zahlreiche schwerbehinderte Menschen bei der beruflichen Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu fördern, so Münning weiter. Zu diesem Zweck erhielten 1.160 schwerbehinderte Menschen auch persönliche finanzielle Hilfen. "Wir unterstützen beispielsweise Menschen, die sich beruflich fortbilden möchten oder die am Arbeitsplatz eine Arbeitsassistenz benötigen", erklärte Münning. Wenn es für schwerbehinderte Menschen nicht möglich ist, einzelne Tätigkeiten an ihrem Arbeitsplatz zu verrichten, können sie eine Arbeitsassistenz zur Unterstützung in Anspruch nehmen. Außerdem habe der LWL fast 2.000 Fällen Arbeitgebern außergewöhnliche Belastungen, die ihnen durch die Beschäftigung von schwerbehinderten Arbeitnehmern entstanden sind, abgegolten, so Münning weiter.

Kündigungsschutz
Aufgrund des besonderen Kündigungsschutzes für schwerbehinderte Menschen ist es auch Aufgabe des LWL-Integrationsamtes, über Anträge der Arbeitgeber auf Zustimmung zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses mit einem schwerbehinderten Beschäftigten zu entscheiden. Unter den 3.300 beantragten Kündigungen im Jahr 2010 waren 41 Prozent zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer strittig. In 48,5 Prozent dieser Fälle trug das LWL-Integrationsamt dazu bei, dass die betroffenen Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz behalten konnten.

Das LWL-Integrationsamt verfügte 2010 über Einnahmen von insgesamt 43,1 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe. Der LWL verwendete davon 21,5 Millionen Euro für die berufliche Eingliederung von Arbeitnehmern. Mit 2,8 Millionen Euro förderte das LWL-Integrationsamt Werkstätten für behinderte Menschen. 9,2 Millionen Euro erhielten die Integrationsfachdienste, die Arbeitgeber und schwerbehinderte Arbeitnehmer bei der Eingliederung ins Arbeitsleben unterstützen.


Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.





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