Für die Menschen, für Westfalen-Lippe
Logo des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
http://www.lwl.org

URL dieser Seite: http://www.lwl.org/pm23514



Presse-Infos | Kultur

Mitteilung vom 17.12.10

Migration ausstellen
LWL präsentiert Internet-Portal zu Migrationsausstellungen in Museen

Westfalen (lwl). Zum internationalen Tag der Migranten am 18. Dezember eröffnet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sein Internetportal
http://www.migration-ausstellen.lwl.org. Das Angebot ist eine Informationsplattform für alle, die sich für Migrationsgeschichte in Museen interessieren.

"Mit dem Internetportal leistet der LWL einen wichtigen Beitrag, die museale Arbeit zur Migrationsgeschichte nicht nur in Westfalen-Lippe, sondern bundesweit zu vernetzen. Angesichts der Aktualität des Themas und der anstehenden Jahrestage der Anwerbeabkommen der Bundesrepublik mit europäischen Nachbarstaaten gibt es gegenwärtig einen hohen Bedarf an Information und fachlichem Austausch", erklärt LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschhoff-Thale. "Das Portal dient aber nicht nur dem Austausch der Fachleute, sondern versteht sich auch als Kommunikationsplattform für alle Interessierte", so Rüschhoff-Thale weiter.

Das Portal
"Das Internet-Portal http://www.migration-ausstellen.lwl.org vereint die wichtigste Migrationsausstellungen an einem Ort, nennt Ansprechpartner und dient auch als Archiv für kleinere Ausstellungen, die eine hohe Bedeutung für die Geschichte vor Ort haben und ohne das Portal schnell in Vergessenheit geraten könnten", erklärt Osses. An den Start geht das Portal mit zwölf Wechselausstellungen, drei Dauerausstellungen sowie zwei künftigen Projekten. Dabei ist das Angebot auf Aktualität und Wachstum ausgelegt. Informationen über aktuelle, geplante und bereits gelaufene Ausstellungen werden fortlaufend integriert. Die Präsentation von sechs weiteren Ausstellungen und Projekten ist bereits in Vorbereitung.

http://www.migration-ausstellen.lwl.org stellt Wechselausstellungen, Dauerausstellungen und geplante Ausstellungsprojekte zu Migrationsthemen vor. Zentrale Aspekte sind die Idee und das Konzept der Ausstellung, die Erfahrungen bei der Vorbereitung, Durchführung und nach Ende der Ausstellung, sowie Vermittlungsangebote und Begleitprogramme. Daneben gibt das Internetangebot die Möglichkeit, Blicke in die Ausstellung und auf herausragende Exponate zu präsentieren. Ansprechpartner und eine Literaturliste runden das Angebot ab. Eine Linkliste vernetzt das Portal mit anderen Internetangeboten zum Sammeln, Vermitteln sowie zu Museen zur Migrationsgeschichte und Communities von Migranten.

Die Idee für das Projekt geht auf die Tagung "Stadt - Museum - Migration" zurück, die das LWL-Industriemuseum im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Stadtmuseum Stuttgart und dem Netzwerk Migration in Europa ausgerichtet hat. Entwickelt wurde das Portal vom LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum, das sich in den vergangenen Jahren mit Ausstellungen, Veranstaltungen und Internetprojekten zu einem wichtigen Akteur in der Migrationsgeschichte etabliert hat.

Hintergrund:
Die Aktualität der Debatte um Integration und Migration spiegelt sich seit einigen Jahren in den Programmen der Museen in Deutschland wider. So zeigten im Jahr 2005 große Museen wie das Deutsche Historische Museum Berlin und das Haus der Geschichte in Bonn Ausstellungen zur langen Tradition der Migration nach und aus Deutschland sowie zur Geschichte von Flucht und Vertreibung. Im selben Jahr präsentierte das LWL-Industriemuseum in Dortmund mit der Ausstellung "Aufbau West" den Anteil von Vertriebenen am Wiederaufbau, und das bundesgeförderte "Projekt Migration" stellte in Köln neue Blicke auf die Geschichte der Arbeitsmigration in die Bundesrepublik und die DDR dar.
Zur Zeit widmen sich immer mehr regionale und lokale Museen der Geschichte von Zuwanderung und Zuwanderern. Zunehmend suchen auch Selbstorganisationen von Migranten und andere Bildungsträger nach den Spuren der Zuwanderung im lokalen Umfeld.
"Das Interesse an der Migrationsgeschichte steigt stetig an. Museen bieten einzigartige Möglichkeiten, die Geschichte zusammen mit Migranten aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und zu vermitteln. Diese wichtige Aufgabe wollen wir mit dem Portal unterstützen", erklärt Dietmar Osses, Sprecher des Arbeitskreises Migration im Deutschen Museumsbund und Leiter des LWL-Industriemuseums Zeche Hannover in Bochum.

http://www.migration-ausstellen.lwl.org

Kontakt:
LWL-Industriemuseum
Redaktion migration-ausstellen.de
Jana Golombek
jana.golombek@lwl.org

Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.



Foto zur Mitteilung
Blick in die Ausstellung "Aufbau West", die das LWL-Industrie-museum 2005 zeigte. Foto: Holtappels/Hudemann

Foto zur Mitteilung
Nach der Arbeit. Der italienische Arbeiter Salvatore Crapanzano vor dem Wohnheim in Wanne-Eickel (1962). Repro: LWL


Die gezeigten Fotos stehen im Presseforum des Landschaftsverbandes zum Download bereit.



Das Presseforum des Landschaftsverbandes im Internet: http://www.lwl.org/pressemitteilungen