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Presse-Infos | Der LWL

Mitteilung vom 29.12.03

Ein echter Schreibtischtäter
Theo Pointner tauscht abends Akten gegen Mordwaffen


Bochum (lwl). Gut zwei Dutzend Morde hat er auf dem Gewissen, dieser Theo Pointner. Mit Dolch, Bombe oder Armbrust beförderte er seine Opfer ins Jenseits. Trotzdem bekommt er Gehalt vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), trotzdem erscheint er jeden Morgen an seinem Schreibtisch im Westfälischen Zentrum für Psychiatrie in Bochum. Er schaltet den PC an, kocht sich eine Kanne Kaffee und tut, als wäre nichts geschehen.

Seit elf Jahren führt Theo Pointner ein Doppelleben. Tagsüber leitet der studierte Betriebswirt den Bereich Patientendienste, kümmert sich um Aufnahmen, Entlassungen, Verlegungen. Nach Feierabend schreibt er Krimis. Sieben Bücher haben den 39-Jährigen zu einem der erfolgreichsten Tintenkiller des Ruhrgebiets gemacht. Das bislang letzte, "Rosenmunds Tod", kam 2002 heraus. "Jetzt, wo es draußen wieder kalt und schmuddelig ist, fang' ich mit dem nächsten an", verspricht Pointner.

Am Anfang wollte der passionierte Rockmusiker nur mal sehen, ob er es schaffe, einen kompletten Ro-man zu konstruieren. Dass es ein Krimi wurde, war eher Zufall. Dass Pointner dem Genre treu blieb, nicht. "Die Handlung zu entwerfen, die Personen zu charakterisieren, die Verbrechen auszutüfteln - das ist ungeheuer spannend." Mal ist es eine perfide Mordmethode, mal ein bizarres Motiv, mal eine geniale falsche Spur, die seine Phantasie in Gang setzt.

Wenn sich Theo Pointner dann ans Schreiben macht, ist der Fall für ihn klar. "Anfang und Ende stehen fest. Wer der Mörder ist, weiß ich von vornherein." Alles andere kann sich ändern während der vier bis fünf Monate, in denen Pointner seine Bluttaten ("Es muss immer ein Mord sein") zu Papier bringt. Bislang ließ er Katharina Thalbach, seine wackere Kommissarin, meist zwischen Propsteikirche, Jahrhunderthalle und Bermudadreieck ermitteln. "Hier kenn' ich mich nun mal aus", sagt der gebürtige Bochumer. Doch im achten Band, soviel verrät er, segnet das Opfer am Niederrhein das Zeitliche.

Mit seinem Insiderwissen in Sachen Psychiatrie - böte es sich da nicht an, mal einen Krimi am eigenen Arbeitsplatz spielen zu lassen? Theo Pointner schüttelt den Kopf: "Da hätte ich Skrupel. Die Leute hier haben zuviel durchgemacht, um ihre Schicksale in einem Buch zu verwenden." Trotzdem hat er den Arbeitsalltag in einem psychiatrischen Krankenhaus schon mal auf die Schippe genommen: In "Scheinheilige Samariter" schlägt sich ein zu Unrecht verdächtigter Sozialarbeiter mit kriminellen Klinikärzten herum. "Bis heute glauben einige Kollegen, sie kämen in dem Buch vor", grinst Pointner. "Ist natürlich gar nicht wahr..."




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Foto zur Mitteilung
Theo Pointner
Foto: LWL



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