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Mitteilung vom 21.12.15

Presse-Infos | Soziales

Hilfe für Menschen ohne festen Wohnsitz

LWL fördert Hilfe auf dem Weg zur eigenen Wohnung mit 3,9 Millionen Euro

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Westfalen-Lippe (lwl). Im vergangenen Jahr wandten sich 16.163 wohnungslose Frauen und Männer an die 27 Regionalen Beratungsstellen in Westfalen-Lippe. Das sind 4,9 Prozent mehr als 2013 (15.411 Hilfesuchende). Wie in den Jahren zuvor suchten auch 2014 deutlich mehr Männer als Frauen Hilfe: 11.663 Männer (rund 72 Prozent) und 4.500 Frauen (rund 28 Prozent) machten von dem Angebot Gebrauch. Besonders hoch ist der persönliche Beratungsbedarf in der Gruppe der 20- bis 27 -Jährigen, die etwa 25 Prozent der Klienten ausmachen.

Die 27 Regionalen Beratungsstellen kümmern sich in Westfalen-Lippe um Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt darin, Menschen bei der Sicherung bzw. Beschaffung und Erhaltung einer eigenen Wohnung zu unterstützen. Die Beratungsstellen werden zur Hälfte vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) finanziert. Für das Jahr 2015 bedeutet das ein Finanzvolumen von rund 3,9 Millionen Euro - etwa genauso viel wie im Jahr 2014. Die andere Hälfte der Finanzierung übernehmen die Kreise, kreisfreien Städte oder die jeweiligen Träger.

"Wenn man die Unterkunftssituation vor und unmittelbar nach Ende der Hilfe betrachtet, ist eine deutliche Verbesserung der Lebensverhältnisse erkennbar", sagte LWL-Sozialdezernent Matthias Münning im LWL-Sozialausschuss. Das sei ein Nachweis für die Wirksamkeit der persönlichen Beratung und Unterstützung. "Bei 85 Prozent der Frauen und 76 Prozent der Männer konnten die sozialen Schwierigkeiten abgewendet, beseitigt oder gemindert werden - und das nachhaltig." Mehr als jede zweite Hilfe wurde planmäßig beendet.

Trotz der persönlichen Hilfe: Eine eigene Wohnung zu erhalten werde für die Klientinnen und Klienten der Beratungsstellen immer schwieriger. Das liege an persönlichen Hindernissen wie negativen Schufa-Auskünften, vor allem aber an der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt, so Münning.

Achtung Redaktionen: Auf Wunsch schicken wir Ihnen gerne die Zahlen für Ihr Berichtsgebiet.



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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